Autor: fsk

  • Achtung Berlin – Weisser Rauch über Schwarze Pumpe

    Achtung Berlin – Weisser Rauch über Schwarze Pumpe

    Sonntag, 19.4. 18:30  (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 89 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Martin Gressmann

    [Tickets]

    Die alten Bilder rie­chen nach Phenol und Braunkohlestaub: Das Frühjahr 1991 im Energiedreieck der DDR um die Orte Spremberg, Hoyerswerder und Schwarze Pumpe – Verzweiflung von kurz vor der Entlassung ste­hen­den Arbeiter*innen. Heute hat sich das Erscheinungsbild der Kohlekraftwerke geän­dert. Es sind nur noch zwei Kühltürme da, das eigent­li­che Braunkohlenwerk ist ver­klei­det. Die von wei­tem sicht­ba­re Dampfschleppe der Türme, die ewi­gen Braunkohlezüge – ein sich in die Landschaft fres­sen­de Tagebau ist geblie­ben. Die Bergleute – jetzt kurz vor oder schon in Rente – äußern sich zu wech­sel­haft ver­lau­fen­den Arbeitsjahren. Mit Rente und Familienschicksal über­wie­gend zufrie­den, sehen sie die Entwicklungen zu nicht-fos­si­ler Energie und den Strukturwandel meist kritisch.

    Spring 1991 in the for­mer ener­gy tri­ang­le of the GDR, cent­red on the towns of Spremberg, Hoyerswerder and Schwarze Pumpe. The des­pair of the workers facing immi­nent red­un­dan­cy. And what hap­pen­ed next? What has beco­me of the peo­p­le, their work and the new uphe­avals of today?

    wei­te­re Achtung Berlin! Termine:

    • vorbei 
  • Achtung Berlin – A jewish problem

    Achtung Berlin – A jewish problem

    Sonntag, 19.4. 16:00  (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 79 Min.,
    Sprache [eng­lisch], [hebrä­isch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Ron Rothschild

    [Tickets]

    Von 2007 bis 2010 dien­te Ron als Kameramann für die israe­li­sche Armee. Heute lebt er in Berlin, und der Krieg scheint weit ent­fernt – doch die Spuren sei­ner Heimat, Erinnerungen an Palästina und das Echo der Gewalt sind all­ge­gen­wär­tig. Begleitet von sei­ner Stimme wer­den wir Zeug:innen eines schmerz­haf­ten, per­sön­li­chen Schicksals von Vertreibung – zwi­schen Berlin, Palästina und Israel. Aufnahmen der Gespräche mit sei­ner Großmutter, Familienarchive und Filmmaterial aus sei­ner Zeit in den besetz­ten Gebieten, ergän­zen sich zu einem Film, der sich zwi­schen Vergangenheit und Gegenwart, zwi­schen per­sön­li­chem Erinnern und kol­lek­ti­ver Geschichte situ­iert. Die Sehnsucht nach Zugehörigkeit im Exil pro­vo­ziert wider­sprüch­li­che Gefühle und offe­ne Fragen, denen sich Ron stellt, ohne sie aufzulösen.

    The film tells a fami­ly sto­ry set bet­ween Berlin and Palestine. A sto­ry mark­ed by vio­lence, which beg­ins with the Jewish grandmother’s flight from Nazi Germany and intert­wi­nes with the protagonist’s own expe­ri­en­ces as an Israeli sol­dier in Palestine.

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  • Achtung Berlin – Gropiusstadt Supernova

    Achtung Berlin – Gropiusstadt Supernova

    Samstag, 18.4. 18:00  (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 82 Min.
    Sprache [deutsch], [tur­kisch], [ara­bisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Ben Voit

    [Tickets]

    Berlin-Gropiusstadt, eine Plattenbausiedlung am Stadtrand. Es ist der letz­te Tag des Jahres, auf­ge­la­den mit gro­ßen Erwartungen und den Raketen der Ungeduldigen. Drei Menschen ste­hen vor einem Wendepunkt: Tarik erhält einen Brief zu sei­ner bevor­ste­hen­den Abschiebung, Stella die Zusage für eine Schauspielschule im Ausland und Luan erwacht aus einem Albtraum, in dem er von bei­den zurück­ge­las­sen wird. Nachdem sein Bruder ver­schwun­den ist und ein miss­glück­ter Überfall das Viertel in Aufruhr ver­setzt, befürch­tet er das Schlimmste. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Tariks Schicksal abzu­wen­den. Doch je mehr er ver­sucht, den Lauf der Dinge auf­zu­hal­ten, des­to wei­ter drif­tet er selbst ins Abseits.

    Berlin, Gropiusstadt: On the last day of the year, Tarik recei­ves a let­ter informing him of his impen­ding depor­ta­ti­on, Stella gets accept­ed into a dra­ma school abroad, and Luan wakes up from a night­ma­re in which he is being left behind by both of them.

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  • All We Ever Wanted

    All We Ever Wanted

    Ein Film von Frédéric Jaeger.

    [Tickets]

    Aus dem sor­gen­frei­en Lifestyle-Urlaub, den Désirée mit ihrem Lover Elias und ihrem bes­ten Freund Sal geplant hat­te, wird ein Selbstfindungstrip in der Wüste. Désirées Mutter dreht ihr den Geldhahn zu und lässt sie aus dem Ferienhaus mit Pool wer­fen. In der kar­gen Landschaft Fuerteventuras bewe­gen sich die drei Freunde wie auf einem lee­ren Feld der Sinnsuche. Sie begeh­ren ein­an­der, for­dern sich her­aus, schlüp­fen in neue Rollen. Es ent­spinnt sich ein Spiel, über dem das alles bestim­men­de Dreieck aus Class, Race und Gender schwebt.

    Deutschland | 2024 | 80 Min.
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Berlin-Premiere

    Regie  Frédéric Jaeger Buch Frédéric Jaeger, Naomi Bechert Schauspiel  Charity Collin, Mehmet Sözer, Michael Ifeandu, Tommaso Marinaro Kamera  Maximilian Andereya Schnitt  Maja Tennstedt

    All We Ever Wanted – Official Trailer – In Kürze im VOD

  • Die Liebe der Kinder

    Die Liebe der Kinder

    Ein Film von Franz Müller. Am 19.4. 13:30Uhr in Anwesenheit von Franz Müller. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Maren und Robert ler­nen sich durchs Internet ken­nen, ver­lie­ben sich, obwohl sie sehr unter­schied­lich sind. Sie sind schon etwas älter und haben bei­de Kinder. Eine Affäre beginnt und irgend­wann zie­hen sie zusam­men. Es ent­wi­ckelt sich schon bald eine Beziehung zwi­schen ihren Kindern, was nicht ohne Probleme und Auswirkungen auf ihre eige­ne Beziehung bleibt. „Die Liebe der Kinder“ erzählt die ein­fachs­te und am häu­figs­ten über­lie­fer­te Geschichte des Kinos: Boy meets Girl. Und tut das auf eine Weise, die ihr eige­nes Recht zurück­hal­tend behaup­tet: Franz Müller, der das Drehbuch geschrie­ben und Regie geführt hat, schil­dert das Suchen, Finden und Verlieren aus einer ange­neh­men Distanz. Der unsen­ti­men­ta­le Schnitt und die agi­le Kamera geben vor allem dem Verdrucksten und Verlegenen viel Raum und ver­mei­den damit, alle Gefühle dem Zuschauer als bedeu­tungs­vol­le Definition zu erklä­ren. Eine schö­ne Etüde über die Liebe.“ (Matthias Dell) „DIE LIEBE DER KINDER ist ein Film über die schreck­li­che Gewissheit dar­über, dass jede Liebe rela­tiv ist. Dass auch ein erwach­se­ner Mensch aus einem roman­ti­schen Impuls her­aus gegen die­se Gewissheit ankämpft, dage­gen rebel­liert, macht ihn mei­ner Meinung nach mensch­lich, sym­pa­thisch und nicht zuletzt auch komisch.“ Franz Müller

    Credits:

    DE 2009, 84 Min., deut­sche OmeU

    Regie & Buch.: Franz Müller,
    Kamera: Christine A. Maier
    Schnitt: Stefan Stabenow

    mit.: Marie-Lou Sellem,
    Alex Brendemühl,
    Katharina Derr,
    Tim Hoffmann

    Trailer:
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  • Achtung Berlin! 2026

    Achtung Berlin! 2026

    Das Filmfestival Achtung Berlin!, bei dem wir mitt­ler­wei­le zum ach­ten Mal Spielort sind, prä­sen­tiert zwar Produktionen aus Berlin und Brandenburg, ist aber nicht an den Ort gebunden.

    Nach allen Filmvorstellungen folgt ein Q&A mit dem Filmteam.
    All films have English sub­tit­les.
    Das Programm im fsk:


    Samstag, 18.4.

    18:00 Gropiusstadt Supernova (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 82 Min.
    Sprache [deutsch], [tur­kisch], [ara­bisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Ben Voit

    [Tickets]

    Berlin-Gropiusstadt, eine Plattenbausiedlung am Stadtrand. Es ist der letz­te Tag des Jahres, auf­ge­la­den mit gro­ßen Erwartungen und den Raketen der Ungeduldigen. Drei Menschen ste­hen vor einem Wendepunkt: Tarik erhält einen Brief zu sei­ner bevor­ste­hen­den Abschiebung, Stella die Zusage für eine Schauspielschule im Ausland und Luan erwacht aus einem Albtraum, in dem er von bei­den zurück­ge­las­sen wird. Nachdem sein Bruder ver­schwun­den ist und ein miss­glück­ter Überfall das Viertel in Aufruhr ver­setzt, befürch­tet er das Schlimmste. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Tariks Schicksal abzu­wen­den. Doch je mehr er ver­sucht, den Lauf der Dinge auf­zu­hal­ten, des­to wei­ter drif­tet er selbst ins Abseits.

    Berlin, Gropiusstadt: On the last day of the year, Tarik recei­ves a let­ter informing him of his impen­ding depor­ta­ti­on, Stella gets accept­ed into a dra­ma school abroad, and Luan wakes up from a night­ma­re in which he is being left behind by both of them.


    Sonntag, 19.4.

    16:00 A jewish pro­blem (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 79 Min.,
    Sprache [eng­lisch], [hebrä­isch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Ron Rothschild

    [Tickets]

    Von 2007 bis 2010 dien­te Ron als Kameramann für die israe­li­sche Armee. Heute lebt er in Berlin, und der Krieg scheint weit ent­fernt – doch die Spuren sei­ner Heimat, Erinnerungen an Palästina und das Echo der Gewalt sind all­ge­gen­wär­tig. Begleitet von sei­ner Stimme wer­den wir Zeug:innen eines schmerz­haf­ten, per­sön­li­chen Schicksals von Vertreibung – zwi­schen Berlin, Palästina und Israel. Aufnahmen der Gespräche mit sei­ner Großmutter, Familienarchive und Filmmaterial aus sei­ner Zeit in den besetz­ten Gebieten, ergän­zen sich zu einem Film, der sich zwi­schen Vergangenheit und Gegenwart, zwi­schen per­sön­li­chem Erinnern und kol­lek­ti­ver Geschichte situ­iert. Die Sehnsucht nach Zugehörigkeit im Exil pro­vo­ziert wider­sprüch­li­che Gefühle und offe­ne Fragen, denen sich Ron stellt, ohne sie aufzulösen.

    The film tells a fami­ly sto­ry set bet­ween Berlin and Palestine. A sto­ry mark­ed by vio­lence, which beg­ins with the Jewish grandmother’s flight from Nazi Germany and intert­wi­nes with the protagonist’s own expe­ri­en­ces as an Israeli sol­dier in Palestine.


    Sonntag, 19.4.

    18:30 Weisser Rauch über Schwarze Pumpe (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 89 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Martin Gressmann

    [Tickets]

    Die alten Bilder rie­chen nach Phenol und Braunkohlestaub: Das Frühjahr 1991 im Energiedreieck der DDR um die Orte Spremberg, Hoyerswerder und Schwarze Pumpe – Verzweiflung von kurz vor der Entlassung ste­hen­den Arbeiter*innen. Heute hat sich das Erscheinungsbild der Kohlekraftwerke geän­dert. Es sind nur noch zwei Kühltürme da, das eigent­li­che Braunkohlenwerk ist ver­klei­det. Die von wei­tem sicht­ba­re Dampfschleppe der Türme, die ewi­gen Braunkohlezüge – ein sich in die Landschaft fres­sen­de Tagebau ist geblie­ben. Die Bergleute – jetzt kurz vor oder schon in Rente – äußern sich zu wech­sel­haft ver­lau­fen­den Arbeitsjahren. Mit Rente und Familienschicksal über­wie­gend zufrie­den, sehen sie die Entwicklungen zu nicht-fos­si­ler Energie und den Strukturwandel meist kritisch.

    Spring 1991 in the for­mer ener­gy tri­ang­le of the GDR, cent­red on the towns of Spremberg, Hoyerswerder and Schwarze Pumpe. The des­pair of the workers facing immi­nent red­un­dan­cy. And what hap­pen­ed next? What has beco­me of the peo­p­le, their work and the new uphe­avals of today?



    Sonntag, 19.4.

    20:45 Das Glück der Tüchtigen (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 104 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Franz Müller, Buch: Franz Müller, Marcus Seibert

    [Tickets]

    Mira hat das, was man ein gutes Leben nennt: Vor kur­zem hat sie die Position der Managerin in einem Supermarkt über­nom­men, die lie­be­vol­le Beziehung zu ihrem Mann und den bei­den Töchtern geben ihr Unterstützung und Kraft. Dann wird ein ein­zi­ger Moment der Schwäche, in dem Mira sich nicht dazu durch­rin­gen kann, ehr­lich zu sein, zum Auslöser für eine Kaskade von Halbwahrheiten und Lügen. Ihr Leben wird zu einem Kampf, der ver­hin­dern soll, dass alles zer­bricht. Als wäre das nicht genug, hört sie in ihrem Kopf immer wie­der die Stimme ihrer bour­geoi­sen Mutter, die sie davon über­zeu­gen möch­te, dass sie sich zu nied­ri­ge Ziele gesetzt hat.

    Things are going well for Mira, a wife, mother and, most recent­ly, a super­mar­ket mana­ger. But a sin­gle moment of weak­ne­ss, in which Mira fails to tell the truth, leads to a string of half-truths and lies.


    Montag, 20.4

    18:30 Active Vocabulary (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 82 Min.
    Sprache [eng­lisch], [deutsch], [rus­sisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Yulia Lokshina

    [Tickets]

    Eine Frau mit Plastiktüten an den Füßen steht im Wald, am Rand von Moskau. Sie ist ehe­ma­li­ge Lehrerin. Es ist Winter und alles vol­ler Schnee. Um sie her­um sind jun­ge Tagelöhner aus Zentralasien, die die­sen Wald abhol­zen sol­len. Die Frau ver­tei­digt mit aller Kraft den Wald. Der Wald soll dem Bau einer neu­en Schule wei­chen. Die Schule wie­der­um wird zur Trägerin der Staatsideologie wer­den, die die äuße­re mili­tä­ri­sche Expansion legi­ti­mie­ren soll. Es ist Mitte Februar 2022. Es ist kurz vor dem Krieg, Die Gesetzeslage ver­schärft sich, Lehrkräfte und Schüler*innen tre­ten in gegen­sei­ti­ge Beobachtung: Kurz nach der Invasion spricht sich eine jun­ge rus­si­sche Lehrerin gegen den Krieg aus. Sie wird heim­lich auf­ge­zeich­net und von einer Schülerin denun­ziert. Sie flieht nach Berlin, wo eine deut­sche Schulklasse ihren Fall nach­stellt und zu ver­ste­hen ver­sucht, wie es zu dem Verrat kam. Der Film folgt die­sen Ereignissen, um über Prozesse der poli­ti­schen Überwältigung und die Bedingungen des Widerstands nachzudenken.

    In col­la­bo­ra­ti­on with a school class in Berlin, Active Vocabulary re-enacts the case of a young Russian tea­cher who was repor­ted by a pupil for spea­king out against the war, in order to reflect on the dyna­mics of poli­ti­cal power and the con­di­ti­ons of resistance.


    Montag, 20.4


    20:45 WB ML 5, Dear Ellis (KF)
    13 Min.
    Sprache [man­da­rin] UT [eng­lisch]
    Regie: Yinuo Wang

    und

    The Plant from the Canaries
    66 Min.
    Sprache [korea­nisch], [eng­lisch], [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Lan-Xi Ruan,

    [Tickets]

    May, eine drei­ßig­jäh­ri­ge Drehbuchautorin in Berlin, gerät aus dem Gleichgewicht, nach­dem ihr Partner aus­ge­zo­gen ist. Sie beginnt eine Therapie und ver­lässt kaum noch die Wohnung. Schlaflose Nächte brin­gen sie in Erinnerungen zurück zu ihrer Jugend in Seoul, wo sie ein­mal einen streu­nen­den Hund auf­ge­nom­men hat. Sie ver­traut sich einer Freundin an und erkennt, dass ihr Abschiede schwerfallen.

    May, a woman in her ear­ly thir­ties, finds hers­elf sud­den­ly alo­ne after an unex­pec­ted break­up. As she drifts through slee­p­less days in Berlin, memo­ries of her youth in Seoul begin to resurface.


    Dienstag, 21.4.


    18:30 Sechswochenamt (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 98 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch, deutsch – dual]
    Regie, Buch: Jacqueline Jansen

    [Tickets]

    Nach dem Tod ihrer Mutter ver­bringt Lore sechs Wochen in der rhei­ni­schen Heimat, um der Verstorbenen ihren letz­ten Wunsch zu erfül­len. Dabei muss sie sich gegen fest­ge­fah­re­ne Familienstrukturen und eine Bürokratie, die von der ers­ten Covid-Welle gelähmt ist, behaup­ten. Sechs Wochen Ausnahmezustand. Sie fan­gen an zu ver­strei­chen, und es scheint, dass Lore in einer absur­den Symbiose mit der pan­de­mi­schen Ausnahmesituation zu leben beginnt. Sechs Wochen, in denen sie lernt, ihre Trauer zuzu­las­sen, um nicht von ihr auf­ge­fres­sen zu wer­den. In denen sie erfährt, dass die Endlichkeit des Lebens geplant wer­den muss und dass es kei­ne Antwort auf die Frage gibt: Wie trau­ert man richtig.

    Following her mother’s death, young Lore refu­ses to let anyo­ne dic­ta­te how she should say good­bye, and yet she keeps asking hers­elf the same ques­ti­on: what is the right way to grieve?


    Dienstag, 21.4.


    20:45 Nichts bleibt und nichts ver­schwin­det (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2026, 79 Min.
    Sprache [deutsch], [eng­lisch], [rumä­nisch] UT [eng­lisch, deutsch – dual]
    Regie, Buch: Paul Sonntag

    [Tickets]

    Eine Straßenecke in Berlin-Moabit ver­än­dert sich: Aus einem altern­den Supermarkt wird eine Baustelle, wird ein Neubau. Regale wer­den ein­ge­räumt, Wände abge­ris­sen, Pause gemacht und Geld gezählt. Die Menschen, die hier arbei­ten, las­sen den Ort ent­ste­hen und ver­ge­hen. In wel­cher Beziehung ste­hen sie zu ihm? Wie bestimmt er die Umstände ihrer Arbeit? Über einen Zeitraum von fünf Jahren unter­sucht der Film mit Geduld, Humor und lie­be­vol­lem Blick das Verhältnis zwi­schen Konstanten und Veränderung am Ort. Verschiedene Versionen des Ortes über­la­gern sich und fin­den zwi­schen Kühlregal, Baugerüst und Sichtbeton gleich­zei­tig statt. Mal spie­le­risch, mal gespens­tisch, kom­men dabei Wiederholungen zum Vorschein, wie Echos zwi­schen den Welten.

    On a Berlin street cor­ner a small super­mar­ket trans­forms into a tene­ment block – bet­ween the ais­les and on the scaf­fol­ding some­thing slow­ly changes.



    Mittwoch, 22.4.

    18:30 Im Licht der Sandbank (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 75 Min.
    Sprache [deutsch], [eng­lisch], [fran­zö­sisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Kilian Helmbrecht

    [Tickets]

    Als Vogelwart ver­bringt Kilian sie­ben Monate allei­ne auf Scharhörn, einer Düneninsel in der Helgoländer Bucht. Seine Aufgaben bestehen aus Vogelzählung, Observierung und dem Sammeln von Treibgut. Das Gespür für die sich stets ver­än­dern­de Landschaft mit ihren Vogelschwärmen am Himmel und dem extrem wech­seln­den Wetter liegt eben­so in den Bildern wie im unge­küns­tel­ten Soundtrack aus Wind, Regen und Vogelrufen. Kontakte nach außen sind rar, aber umso deut­li­cher wirkt das Eindringen der Außenwelt. Vorboten des Klimawandels und Nachrichten aus dem Krieg errei­chen die Insel. In der melan­cho­li­schen Grundstimmung liegt sowohl ein Echo der Einsamkeit als auch die Ahnung, dass die Existenz die­ses Ortes ohne eige­nes Zutun zutiefst bedroht ist. In der genau­en Beobachtung ent­steht ein Sinnbild für das Verschwinden von Vielfalt und wie es beginnt.

    As a bird war­den, Kilian spends 7 months alo­ne on a bar­ri­er island. A film about affec­tion for the land­scape and its impen­ding loss.



    Mittwoch, 22.4.

    20:45 Luisa (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 94 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Julia Roesler, Buch: Julia Roesler, Silke Merzhäuser

    [Tickets]

    Luisa lebt in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung am Rande einer deut­schen Kleinstadt. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und Abenteuer ein. Zunächst unbe­merkt wird Luisa stil­ler – über­ra­schend kommt her­aus, dass sie schwan­ger ist. Sie selbst schweigt dazu, wie es pas­siert ist. Alle wis­sen, dass ihr Freund Anton nicht zeu­gungs­fä­hig ist. Ein Verdacht auf sexu­el­len Missbrauch liegt nahe. Luisa ent­schließt sich, die Schwangerschaft abbre­chen zu las­sen. Es wird poli­zei­lich ermit­telt, ob eine Straftat vor­liegt – die Ermittlungen wer­den zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und die gesam­te Wohngruppe.

    Luisa lives in a resi­den­ti­al faci­li­ty for peo­p­le with disa­bi­li­ties. She is 22 years old and curious about life. Suddenly she beca­me pregnant.

  • Cotton Queen

    Cotton Queen

    Ein Film von Suzannah Mirghani.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nafisa (15) lebt in einem tra­di­tio­nel­len Baumwolldorf im Sudan. Sie hat Sommerferien und muss mit ihren Freundinnen bei der Baumwollernte ihrer Großmutter hel­fen. Außerdem ist sie zum ers­ten Mal ver­liebt – in einen Jungen aus dem Dorf. Ihre Großmutter Al-Sit, die geach­te­te Matriarchin, hält die Fäden des Dorfs fest in ihren Händen und gibt ihr Wissen an Nafisa wei­ter. Die Ankunft von Nadir, einem jun­gen sudan­stäm­mi­gen Geschäftsmann aus dem Ausland, droht das Leben des Dorfs durch neue Technologien im Baumwollanbau zu erschüt­tern. Nafisas Eltern wit­tern die Chance, ihre Tochter mit Nadir zu ver­hei­ra­ten und so den Wohlstand der Familie zu ver­grö­ßern. Doch das letz­te Wort über Nafisas Zukunft – ob sie beschnit­ten wird und wen sie hei­ra­ten darf – hat Al-Sit. 

    „Trotz der sich wan­deln­den poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Realitäten gibt es kaum fil­mi­sche Darstellungen suda­ne­si­scher Frauen. Die kur­ze Phase der Zivilregierung zwi­schen 2019 und 2021 brach­te wich­ti­ge Reformen wie das Verbot der weib­li­chen Beschneidung und die Anhebung des Heiratsalters – Themen, die den Film durch­zie­hen.“
    Suzannah Mirghani

    Credits:

    DE, FR, PS, QA, SA, SD 2025, 93 Min., arab. OmU
    Regie: Suzannah Mirghani
    Kamera: Frida Marzouk
    Schnitt: Amparo Mejías, Simon Blasi, Frank Müller
    mit: Mihad Murtada, Rabha Mohamed Mahmoud, Talaat Fareed, Haram Bisheer, Mohamed Musa, Hassan Kassala

    Trailer:
    Cotton Queen | offi­zi­el­ler deut­scher Trailer (OmU)

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  • Wir glauben Euch

    Wir glauben Euch

    Ein Film von Charlotte Devillers und Arnaud Dufeys. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film für alle, die gute Gerichtsfilme lie­ben, hin­ter die Kulissen bei Sorgerechtsprozessen gucken wol­len, Ungerechtigkeiten auf der Spur sind und/oder Emphatie für die­je­ni­gen ver­spü­ren, die bei einer Anhörung ver­zwei­feln, weil sie nicht ver­ste­hen, war­um ihnen nicht geglaubt wird, und dabei doch so viel auf dem Spiel steht.
    Klug als Kammerspiel auf­ge­baut und viel­schich­tig, ent­hüllt Wir glau­ben Euch nach und nach was gesche­hen ist und wor­um es geht. Die Spannung im klei­nen Gerichtssaal steigt mit den ruhi­gen Fragen der Richterin und den Schilderungen der Parteien, unter­stützt von den rhe­to­risch gewand­ten Anwält*innen (die von ech­ten Profis gespielt wer­den). Alice wur­de mit ihren Kinder ins Gericht gela­den, da ihr geschie­de­ner Mann, gegen den in einem ande­ren Verfahren wegen Mißbrauchs ver­han­delt wird, ihr Sorgerecht anficht und ihr Verhalten als Mutter in Frage stellt.
    „Präzise fokus­siert, dicht geschrie­ben und makel­los gespielt, ist der Film so span­nend wie jeder spek­ta­ku­lä­re Thriller. Die Wirkung wird durch die Auseinandersetzung mit einem Rechtssystem ver­stärkt, in dem Opfer dar­um kämp­fen, gehört und geglaubt zu wer­den. … Devillers und Dufeys ver­schwen­den kei­ne Minute der knap­pen Laufzeit. Jede Rolle ist hier gut besetzt, mit einem bemer­kens­wer­ten Beitrag von Natali Broods als vor­sit­zen­de Richterin. Sie sagt wenig, doch jeder Blick, jede Unterbrechung und jede sanf­te Mahnung zeu­gen von ihrer Absicht, fair zu urtei­len. Dies ist ein kraft­vol­les Drama dar­über, war­um Opfern Glauben geschenkt wer­den muss und war­um Kinder bei jeder Entscheidung über ihre Zukunft ange­hört wer­den müs­sen.“
    Allan Hunter | Screendaily

    Credits:

    On vous croit
    BE 2025, 78 Min., frz. OmU
    Regie:
    Charlotte Devillers , Arnaud Dufeys
    Kamera:
    Pépin Struye
    Schnitt: Nicolas Bier

    mit: Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, Ulysse Goffin, Adèle Pinckaers

    Trailer:
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  • Rose

    Rose

    Ein Film von Markus Schleinzer. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Rose war der Film aus dem Wettbewerb der dies­jäh­ri­gen Berlinale, über den wohl im posi­ti­ven Sinn am meis­ten gespro­chen wur­de, und das nicht nur wegen der ver­dient mit dem Silbernen Bären aus­zeich­ne­ten Hauptdarstellerin Sandra Hüller. Die drit­te Regiearbeit des öster­rei­chi­schen Schauspielers und Casting-Direktors Markus Schleinzer ist zugäng­li­cher als die bei­den vor­he­ri­gen Filme Michael und Angelo, aber immer noch fas­zi­nie­rend eigen. Dafür sor­gen neben den grob­kör­ni­gen schwarz-weiß Bildern und der mori­ta­ten­haf­ten Führung auch sei­ne öko­no­mi­sche Erzählweise.
    „In der Hose war mehr Freiheit und es ist ja nur ein Stück Stoff. Da bin ich in die Hose“ erklärt Rose am Ende vor Gericht, aber ganz so ein­fach war es doch nicht. Nach 10 Jahren als Soldat im Feld des 30-jäh­ri­gen Krieges erhebt sie, mit gül­ti­gen Papieren, in einem pro­tes­tan­ti­schen Dorf Anspruch auf einen ver­las­se­nen Gutshof. Misstrauisch beäugt wird die­ser merk­wür­di­ge Fremde von Beginn an, beweist jedoch Mut und Zähigkeit und schafft erstaun­li­ches: der Hof wird ren­ta­bel, die Menschen arbei­ten ger­ne dort. Doch erst die Ehe mit Suzanna, der Tochter des Großgrundbesitzers, ver­schafft die gewünsch­te Anerkennung. Ein gro­ßes Risiko, das sich für kur­ze Zeit wun­der­sam in eine Art Glück ver­wan­delt.
    „Basierend auf his­to­ri­schen Berichten über Frauen (oder tran­si­den­ti­tä­ren Personen), die sich unter ande­rem für den Zugang zu Arbeit, Militärdienst, Verdienstquellen und dem Ausleben les­bi­schen Begehrens als Mann aus­ga­ben, ent­wirft Markus Schleinzer die Geschichte einer „Weibs-Person“, die die Grenzen ihres Geschlechts über­win­det und sich eine eige­ne Biografie erfin­det. Der Name der Protagonistin erin­nert an eine rea­le Figur der Vergangenheit: Catharina Margaretha Linck oder Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, wie sie sich selbst nann­te. Rosenstengel kämpf­te als Soldat bei den Truppen des Kurfürstentums Hannover und im Spanischen Erbfolgekrieg. 1720 wur­de sie, nicht etwa wegen Betrugs, son­dern wegen Unzucht mit einer ande­ren Frau, zum Tode ver­ur­teilt.
    Schleinzer erzählt Roses Geschichte nicht als Historienfilm, son­dern als hoch­kon­zen­trier­tes Frauenporträt, das zwi­schen Fiktion und his­to­ri­scher Genauigkeit chan­giert. Hier sind kein Wort und kei­ne Geste zu viel.“
    Esther Buss | Filmdienst

    Berlinale: Silberner Bär für Sandra Hüller als bes­te Darstellerin

    Credits:

    DE/AT 2026, 93 Min., Deutsch OmeU
    Regie: Markus Schleinzer
    Kamera: Gerald Kerkletz
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich

    mit: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    ROSE – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 30. April im Kino
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  • Direct Action

    Direct Action

    Ein Film von Guillaume Cailleau & Ben Russell. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Als direk­te Aktion wer­den Aktionsformen des Protests bezeich­net, bei denen die Beteiligten selbst tätig wer­den, um ihre Interessen unmit­tel­bar durch­zu­set­zen. DIRECT ACTION zeich­net ein Porträt von einer der bekann­tes­ten mili­tan­ten Aktivist*innengruppen, die der­zeit in Frankreich für Veränderungen kämpft: ein 150 Personen umfas­sen­des, länd­li­ches Kollektiv, das sich 2018 erfolg­reich gegen ein inter­na­tio­na­les Großflughafenprojekt auf fran­zö­si­schem Boden wehr­te und dazu von 2012 bis 2018 eine auto­no­me Zone besetzt hielt, die es gegen meh­re­re gewalt­sa­me Räumungsversuche durch den Staat ver­tei­dig­te und das 2021 eine neue öko­lo­gi­sche Bewegung ins Leben rief.
    Mit einem kol­la­bo­ra­ti­ven und immersi­ven Beobachtungsansatz doku­men­tiert der Film den Alltag eines viel­fäl­ti­gen Ökosystems aus Aktivist*innen, Hausbesetzer*innen, Anarchist*innen, Landwirt*innen und von der Regierung als Öko-Terrorist*innen dis­kre­di­tier­ten Personen. Kann der Erfolg einer radi­ka­len Protestbewegung einen Weg aus der Klimakrise weisen?

    Credits:

    DE/FR 2024, 216 Min., Französisch, Marokkanisch-Arabisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Guillaume Cailleau & Ben Russell.
    Kamera: Ben Russell

    Trailer:
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