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EXPERIMENTAL SHORTS 10. Kurdisches Filmfestival Berlin

Als neu­ens Programmhighlight zeigt das 10. Kurdische Filmfestival Berlin (08.–14. Oktober) in die­ser Reihe expe­ri­men­tel­le Kurzfilme aus kur­di­schen Herkunfsländern und der Diaspora. Die Auswahl bie­tet beson­de­re cine­ma­ti­sche Eindrücke zwi­schen Film und zeit­ge­nös­si­scher Kunst. Kritische, krea­ti­ve und viel­schich­ti­ge Reflexionen aus kur­di­scher Perspektive.
Darunter zu sehen ist z.B. PARADISE von den Hamburger Künstler*innen Leyla Yenirce und Mazlum Nergiz – die Filmversion der gleich­na­mi­gen Kunstinstallation, die sich mit der emo­tio­na­len Sprache der Bilder um kur­di­sche Märtyrerinnen und Freiheitskämpferinnen aus­ein­an­der­setzt. Der expe­ri­men­tel­le Kurzfilm BARIKAT zeigt eine Performance des Künstlers Mirkan Deniz, inspi­riert durch das täg­li­che Schicksal von Kurd*innen, die in ver­schie­de­nen Regionen der Türkei unter Ausgangssperre leben.

Das wei­te­re Programm des Festivals: https://kurdishfilmfestivalberlin.kinow.tv/de/

[Tickets]

Kurzfilmprogramm am 11.10. um 20:00:

The Day I Saved The Kurds von Şener Özmen
No! 1506600XXXX von Leyla Toprak (mit Q&A)
Paradise von Leyla Yenirce, Mazlum Nergiz (mit Q&A)
Barikat von Mirkan Deniz (mit Q&A)
Munzur von Rojda Tuğrul
Küpeli von Metin Akdemir- Çetin Baskın
Our bright future von Ezgi Kılınçarslan (mit Q&A)

…with English subtitles

Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

Ein Film von Yulia Lokshina.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Dass im Fleischkonzern und Schlachthof von Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück schreck­li­che Zustände herr­schen, war weit vor der Corona Pandemie bekannt. Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit ent­stand schon Monate frü­her und nimmt die­se kon­kre­ten Arbeitsbedingungen zum Anlass, all­ge­mein und grund­le­gend über das Wirtschaftssystem nach­zu­den­ken. Der Film von Yulia Lokshina setzt wun­der­ba­re Assoziationsketten frei, indem er einer­seits die ost­eu­ro­päi­schen Leiharbeiter:innen, deren unsäg­li­che Ausbeutung und ihre empa­thi­schen Unterstützer:innen in den Mittelpunkt sei­ner Beobachtung stellt und ande­rer­seits eine Schulklasse aus München beglei­tet, die das Theaterstück „Die hei­li­ge Johanna der Schlachthöfe“ von Brecht ein­übt. Beide Milieus wer­den durch fort­wäh­ren­de Parallelmontage in Beziehung gesetzt, ergän­zen sich und schlie­ßen sich kei­nes­wegs aus: Hier das hart­nä­cki­ge Bemühen, die Situation der Arbeiter:innen zu ver­bes­sern und dort der Versuch, Brechts Intentionen auf die Bühne zu brin­gen. Dabei wagt der Film, indi­vi­du­el­les Schicksal und Systemanalyse in Verbindung zu brin­gen: Der Schlachthof und des­sen Arbeitsbedingungen fun­gie­ren als Metapher für Prozesse, die sich der Einflussnahme des Einzelnen ent­zie­hen, obwohl sie alle Bereiche des Lebens durch­drin­gen. Einiges wird über ein System sicht­bar, das auf Wachstum und Profitmaximierung beruht und so jeg­li­cher vor­stell­ba­rer Art von Ausbeutung Tür und Tor öff­net, sich immer­fort selbst sta­bi­li­siert und als alter­na­tiv­los gilt.
Ein poli­ti­scher Film im bes­ten Sinn, der ganz wenig didak­tisch ist, aber umso mehr die Zuschauer:innen, wie auch die Beteiligten ernst­nimmt. Es ist auch ein Film, der Wut auf die Verhältnisse aus­löst, nicht durch Affekt hei­schen­de Zuspitzungen, son­dern durch eine zärt­li­che Subtilität. (M. Schmitz | indie­ki­no) Am

 

 
Credits:

DE 2020, 92 Min., 
Buch & Regie: Yulia Lokshina 
Kamera: Zeno Legner, Lilli Pongratz
Schnitt: Urte Alfs, Yulia Lokshina

 
Trailer:

 

Im Stillen laut

Ein Film von Therese Koppe.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Damals wur­den die bei­den Frauen von der Stasi beäugt, jetzt lesen sie belus­tigt die Protokolle, die bezeu­gen, wie wenig die Protokollierenden davon ver­stan­den, was ihr Leben ausmachte.
Im Stillen laut por­trä­tiert die Künstlerinnen Erika Stürmer-Alex und Christine Müller-Stosch, und blickt mit ihnen zurück in die DDR-Vergangenheit und auf das gegen­wär­ti­ge Leben und Arbeiten in Lietzen, wo sie einen Hof in Ateliers ver­wan­delt haben. Und ganz neben­bei erzählt der Film von der Liebe, denn die bei­den sind schon seit 40 Jahren ein Paar.
„Mir war es wich­tig, einen Dokumentarfilm zu machen, der die Nuancen des Lebens in der DDR zeigt, und dadurch die Komplexität der Auseinandersetzung mit dem System ver­deut­licht. Nicht nur den lau­ten Protest, son­dern die Gestaltung eines Lebens in einem eige­nen, geschaf­fe­nen Raum wie dem Kunsthof Lietzen. Der Kunsthof kann dabei stell­ver­tre­tend für die vie­len künst­le­ri­schen Freiräume, die sich Leute in der DDR schu­fen, ste­hen.“ Therese Koppe

 
Credits:

DE 2019, 74 Min., 
Buch & Regie: Therese Koppe
Kamera: Annegret Sachse
Schnitt: Evelyn Rack

 
Trailer:

 

Becoming Black

Ein Film von Ines Johnson-Spain.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

»In einem Land, in dem jede Abweichung von der Norm als exis­ten­zi­el­le Bedrohung ange­se­hen wur­de, muss die Geburt eines schwar­zen Kindes ein Politikum gewe­sen sein.« Ines Johnson-Spain

Anfang der 60er Jahre in der DDR: Sigrid aus Leipzig ver­liebt sich in Lucien, einen Studenten aus Togo, und wird schwan­ger. Doch sie ist bereits mit Armin ver­hei­ra­tet, mit dem sie einen Sohn hat. Ihre dun­kel-häu­ti­ge Tochter lässt das Ehepaar in dem Glauben, dass ihre Hautfarbe Zufall sei und kei­ne Bedeutung habe, bis sie als Teenager durch einen Zufall die Wahrheit ent­deckt. Jahrzehnte spä­ter, lan­ge nach­dem sie die Familie ihres leib­li­chen Vaters in Togo ken­nen­ge­lernt hat, rekon­stru­iert sie als Protagonistin und Autorin ihre Familiengeschichte in einem Film. In emo­tio­na­len und offen geführ­ten Gesprächen mit ihrem Stiefvater Armin wird die Atmosphäre des Schweigens und der Verdrängung ein­drück­lich spür­bar. Langsam wird klar, wie das sozia­le Umfeld gestrickt sein muss, um eine der­ma­ßen gra­vie­ren­de Verleugnung von Fakten mög­lich zu machen.Auch hier ist das Private poli­tisch. In Auseinandersetzung mit der eige­nen Identität geht Ines Johnson-Spain dem alles über­schat­ten­den Tabu ihrer Kindheit auf die Spur und legt zeit­gleich exem­pla­risch den struk­tu­rel­len Rassismus in der DDR offen. In Verbindung mit dem berüh­ren­den Treffen mit ihrer spät gefun­den togo­le­si­schen Familie wird der Film zu einer Reflexion über Identität, Familienkonzepte und sozia­le Normen. Von den 1960er Jahren in Ost-Berlin bis in die Gegenwart ent­fal­tet sich in die­sem inti­men, berüh­ren­den Selbstporträt eine klu­ge und bis­her un-geschrie­be­ne deut­sche Historie.

 
Credits:

DE 2019, 91 Min.,
Buch & Regie: Ines Johnson-Spain
Kamera: Sebastian Winkels, Anne Misselwitz
Schnitt: Yana Höhnerbach

 
Trailer:

 

The Souvenir

Ein Film von Joanna Hogg.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

London in den frü­hen 1980ern: Maggie Thatchers Regierung beginnt mit wirt­schaft­li­cher Umstrukturierung, die Troubles errei­chen die Stadt mit Bomben und Punk ist noch kein Begriff. Julie lebt mit ihrer Mutter in einer kom­for­ta­blen Maisonettewohnung in Knightsbridge, will Film stu­die­ren und hofft, so ihrer pri­vi­le­gier­ten Upper-Class-Blase ent­wei­chen zu kön­nen. Ihrer zukünf­ti­gen Liebschaft Anthony begeg­net sie auf einer Party. Er ist anders als ihre Freund*innen, char­mant und etwas älter, und sein Auftreten schwankt zwi­schen Dandytum und Blasiertheit. Julie lässt sich fas­zi­nie­ren, aber nach und nach muss sie fest­stel­len, dass ihr Geliebter sie belügt und ein gefähr­li­ches Geheimnis hat.
Die sanf­te jun­ge Frau, die zwi­schen Champagnerfrühstück und Rendevouz in lächer­lich-baro­cken hoch­prei­si­gen Cafes ihre künst­le­risch-poli­ti­schen Ambitionen und ihren Freundeskreis ver­liert, steht jedoch loy­al zu ihrem Geliebten, trotz leich­ten Widerstands auch von ihrer Mutter Rosalind, die von Tilda Swinton groß­ar­tig mit Faltenrock und Kopftuch inter­pre­tiert wird (und deren rea­le Tochter Honor Swinton Byrne ist).
Joanna Hogg hat nach eige­nen Erinnerungen einen sehr per­sön­li­chen Film gedreht. Die Verletzlichkeit und Unsicherheit Julies oder die Arroganz und Unehrlichkeit Anthonys wer­den dabei nie aus­ge­beu­tet oder über­dra­ma­ti­siert. Die Frage, war­um sie ihn nicht ver­lässt, darf gestellt, kann und soll­te aber aus dem Film her­aus beant­wor­tet werden.
Von der Berlinale, als »hoch­kon­zen­trier­te Betrachtung von Räumen, Landschaften, Abhängigkeitsverhältnissen und nicht zuletzt des Mediums Film« beschrie­ben, ist THE SOUVENIR aber auch, wie der Rezensent der NY Times sich begeis­ter­te, »einer der trau­rigs­ten Filme, die man sich vor­stel­len kann, und es ist eine abso­lu­te Freude, ihn anzu­schau­en.« In Sundance wur­de THE SOUVENIR mit dem Preis für den bes­ten Spielfilm ausgezeichnet.

 
Credits:

GB 2019, 115 Min., engl. OmU
Regie, Buch: Joanna Hogg
Kamera: David Raedeker
Schnitt: Helle le Fevre
mit: Honor Swinton Byrne, Tom Burke, Tilda Swinton

Termine:

  • noch keine 

 
Trailer:

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Corpus Christi

Ein Film von Jan Komasa.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

In der Logik des Christentums ist Gott nicht nur in der Kirche prä­sent, son­dern über­all. Auch in der Strafanstalt für jun­ge Männer, in der wir Daniel ken­nen­ler­nen – einen fra­gi­len Jungen mit kla­rem, unschul­di­gen Blick, der bei den Knast-Gottesdiensten auf­blüht und doch als Vorbestrafter kei­ne Chance hat, jemals Priester zu werden.

Beim Arbeitseinsatz in einem Karpatendorf bie­tet sich plötz­lich unver­hofft die Gelegenheit: Der jun­ge Mann wird für einen Geistlichen gehal­ten und schlüpft zuneh­mend bereit­wil­lig in die ersehn­te Rolle. Und es geschieht das Erstaunliche: Die Menschen hören ihm zu, wenn er im Freestyle zu ihnen spricht. Zunehmend beginnt er, sich in die Geschicke des Dorfs ein­zu­mi­schen. Wie lan­ge kann die­ses ris­kan­te Spiel gut gehen?

Komasa mischt Krimi mit Sozialstudie und Romanze mit Thriller. Dabei kann er sich vor allem auf sei­nen gran­dio­sen Hauptdarsteller Bartosz Bielenia ver­las­sen, der glaub­wür­dig den Spagat zwi­schen einem Straßenjungen mit Drogenerfahrung und einer bele­se­nen, wei­sen Respektperson schafft.

 
Credits:

PL 2019, Regie: Jan Komasa, 115 min, OmU
Buh: Mateusz Pacewicz, Kamera: Piotr Sobociński jr., Schnitt: Przemysław Chruścielewski,
mit: Bartosz Bielenia, Aleksandra Konieczna, Eliza Rycembel, Tomasz Ziętek u.a.

 
Trailer:

40 Jahre AG DOK: Wie Erich seine Arbeit verlor

[Tickets & Termin]

Der jun­ge west­deut­sche Kameramann Kai von Westerman gerät mit­ten in die Ereignisse. 1989 arbei­te­te er für einen Korrespondenten des fran­zö­si­schen Fernsehens in der DDR. Als die Menschen auf die Straße gin­gen, bekam er den Auftrag, den Franzosen in knap­pen Beiträgen die Ereignisse zu erklä­ren. So doku­men­tier­ten bei­de die Kraft und Dramatik der Friedlichen Revolution, aber das meis­te Material wur­de nicht gesen­det. Erst jetzt, 20 Jahre nach der Wende, hat von Westerman dar­aus einen Film gemacht, der die Ereignisse des Herbstes 1989 beschreibt. Der Dokumentarfilm gibt in sub­ti­ler Weise ein­ma­li­ge Geschehnisse des Jahres 1989 wie­der. Er zeich­net das Lebensgefühl von DDR-Bürgern nach, die für Freiheit und Demokratie auf die Straße gin­gen, ohne zu wis­sen, wie es aus­ge­hen wür­de. Es ist ein Film, der zum Nachdenken anregt und durch die bestechen­de Sicht auf die Ereignisse des Herbstes ’89 ein wert­vol­les Zeitdokument darstellt.
Regie: Kai von Westerman, D 19891999, 90 Min. Zu Gast: Kai von Westerman

Zusammen mit:
Z moje­go okna (From My Window)
Regie: Józef Robakowski, Polen 2000, 20 Min.
Der pol­ni­sche Filmemacher und Videokünstler Józef Robakowski film­te über 22 Jahre den sich ver­än­dern­den Blick aus dem Fenster sei­ner Wohnung in einem sozia­lis­ti­schen Wohnblock in Łódź. Er beob­ach­tet den Übergang Polens vom Sozialismus der Nachkriegszeit in die Zeit der Solidarność in den spä­ten 1980er Jahren und des­sen Übergang in die Dritte Republik, den Einstieg Polens in die Marktwirtschaft.

Wie Erich sei­ne Arbeit ver­lor – Trailer from Westermans Filme on Vimeo.

 

Sag‘ du es mir

Ein Film von Michael Fetter Nathansky.

[Credits]  [Trailer]

Mich über­rascht nichts. Wenn was Schlechtes pas­siert, dann hab‘ ich in der Regel damit gerech­net, und wenn was Gutes pas­siert, dann pas­sierts nicht.“ Silkes Sicht auf die Welt ist„ nach­dem ihr Freund sie ent­täusch­te und ein Fremder sie in die Havel warf„ recht illusionslos.
Silke, das Opfer, ihre gro­ße Schwester Moni, und René, der Täter – das sind die Protagonist*innen in Michael Fetter Nathanskys Debutfilm. Die mit lako­ni­schem Witz und sen­si­bler Figurenzeichnung erfri­schend ande­re Erzählung einer Tat und ihrer selt­sa­men Folgen ist ange­legt wie ein raf­fi­nier­tes Vexierspiel, bei dem die unter­schied­li­che Sicht der Beteiligten immer neue, über­ra­schen­de Einsichten gewährt.
Nachdem Silke ohne erkenn­ba­ren Anlass vom ihr unbe­kann­ten René übers Brückengeländer ins Wasser gesto­ßen wird, taucht Moni, mit der sie lan­ge kei­nen Kontakt hat­te, unge­fragt in ihrer Potsdamer Wohnung auf. Sie will Silke unbe­dingt zur Seite ste­hen, aber die will kei­ne Hilfe. Was pas­siert ist, ist vor­bei, auch die poli­zei­li­chen Ermittlungen wer­den rasch ein­ge­stellt. Moni aber gibt nicht auf. Sie will der Sache auf den Grund gehen, den Übeltäter fin­den und zur Rede stel­len. Den hat sei­ne schein­bar grund­lo­se und irra­tio­na­le Tat völ­lig ver­wirrt, ver­lief sein Leben bis­her doch eigent­lich in ordent­li­chen Bahnen.

»Michael Fetter Nathanskys for­mal erfin­dungs­rei­che Umsetzung sei­nes prä­zi­se struk­tu­rier­ten Drehbuchs, Leander Otts atmo­sphä­ri­sche Kamera und die gro­ße schau­spie­le­ri­sche Leistung von Marc Ben Puch und ganz beson­ders von Gisa Flake und Christina Große als star­kes Schwesternpaar ver­bin­den sich zu einer Reflexion über die trü­ge­ri­sche Eindeutigkeit von Realität und die mani­fes­te Magie des Kinos.« aus der Jurybegründung (Gewinner des Filmkunstpreises) beim 15. Festival des Deutschen Films Ludwigshafen (2019).

 
Credits:

DE 2019, 104 Min., dt. OmeU
Regie & Buch: Michael Fetter Nathansky 
Kamera: Leander Ott 
Schnitt: Camila Mercadal
mit: Christina Große, Marc Ben Puch, Gisa Flake K Leander Ott

 
Trailer:

Achtung Berlin 2020

Das Filmfestival für neu­es deut­sches Kino aus Berlin und Brandenburg kommt auch die­ses Jahr ins fsk (coro­nabe­dingt etwas spä­ter): 16. – 20. September 2020
www.achtungberlin.de

Die Filme außer YU GONG lau­fen in Anwesenheit des Filmteams:

Sebastian springt über Geländer

Drei Lebensabschnitte auf Sebastians Weg. Als Kind auf sich selbst gestellt, als Jugendlicher zwi­schen zwei Welten pen­delnd und als jun­ger Mann, der sich ent­schei­den muss.
DE 2019, 70 Min., OmeU, R/B/M Ceylan Ataman-Checa D Joseph Peschko, Finn Freyer, Ambar de la Horra, Frederieke Morgenroth K Albrecht von Grünhagen
(Do, 17.9. 18:30) [Tickets]

Yu Gong

Die Fabel des Narrs Yu Gong, der Berge ver­set­zen woll­te, als Metapher für die kom­ple­xen sino-afri­ka­ni­schen Beziehungen, wel­che der Film in einer Reise durch Afrika dokumentiert.
DE 2019, 84 Min., OmeU, R/B/K/M/P: Daniel Kötter
(Do, 17.9. 21:00) [Tickets]

Zustand und Gelände

Der Film han­delt von Orten, ihren Überschreibungen durch die Zeit und wie sich poli­ti­sche Erinnerungskulturen in sie ein­ge­schrie­ben haben; – aus­ge­hend von sog. ‘Wilden Konzentrationslagern’ der NS-Zeit.
DE 2019, 118 Min., OmeU, R/B/M/P Ute Adamczewski B André Siegers K Stefan Neuberger
(Fr, 18.9. 18:00) [Tickets]

Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewach­sen ist
Der Film beglei­tet die täg­li­che Arbeit von Künstler*innen der Spandauer Kunstwerkstatt für Menschen mit Behinderung. Die Idee von Kunst wird ganzheitlich.
DE 2020, 106 Min., OmeU, R/K/M/P: Sabine Herpich, P: Büchner Filmproduktion
(Fr, 18.9. 21:00) [Tickets]

30 Jahre, aber den Sinn des Lebens habe ich immer noch nicht rausgefunden

30 Jahre fil­mi­sche Selbstportraits an jedem Geburtstag, eine Super‑8 Rolle pro Jahr.
DE 2019, 91 Min., R/B/K/M Jan Peters
(Sa 19.9. 18:30) [Tickets]

Träume von Räumen

Der Film beglei­tet die ver­blie­be­nen Bewohner*innen eines Hauses im Herzen Berlins und stellt die Frage nach Leerstand als sub­ver­si­ven Akt gegen die Utopie des geord­ne­ten Raums.
DE 2019, 85 Min., OmeU, R/B/K Matthias Lintner K Francisco Medina, Matilda Mester, Carlos Andres Lopez, Christopher Aoun
(Sa 19.9. 21:00) [Tickets]

Sunburned

Von ihrer Familie im Spanien-Urlaub ver­nach­läs­sigt, sieht sich Claire mit den weit­aus grö­ße­ren Problemen des jun­gen afri­ka­ni­schen Strandverkäufers Amram konfrontiert.
DE/NL/PL 2019, 94 Min., OmeU, R/B Carolina Hellsgård D Zita Gaier, Gedion Oduor Wekesa, Sabine Timoteo, K Wojciech Staron M Ruth Schönegge
(So 20.9. 18:30) [Tickets]

Sag du es mir

Silke wird in Potsdam von der Brücke gesto­ßen. Plötzlich taucht ihre Schwester auf. Und dann gibt es noch die Perspektive des Täters. Ein Verwirrspiel um Opfer-und Täterschaft, Wahrheit und Lüge.
DE 2019, 104 Min., OmeU, R/B Michael Fetter Nathansky D Christina Große, Marc Ben Puch, Gisa Flake K Leander Ott 
(So. 20.9. 21:00) [Tickets]

JFBB – 26. Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg

Das 26. Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg fin­det vom 6.- 13.9.2020 statt.
Bei uns gibt es am 8. + 9. 9. aus­ge­wähl­te Vorführungen. Mehr unter: www.jffb.de

Im fsk:  
Doppelprogramm
Masel Tov Cocktail
Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5cl Erinnerungskultur, 3cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus. DE 2020, 30 Min., OmU, Regie: Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch, Kamera: Nikolaus Schreiber, Schnitt: Tobias Wieduwilt, mit: Alexander Wertmann

There are no lions in Tel Aviv
Der Film erzählt die Geschichte des Oberrabbiners der jüdi­schen Gemeinde Dänmarks, Max Shorenstein, der als ‚Rabbiner Doolittle‘ bekannt wur­de. Nach sei­ner Pensionierung 1935 zog er nach Tel Aviv, wo er spä­ter einen Zoo für die Kinder von Eretz Israel eröffnete.
IL 2019, 53 Min., hebr. OmU, Regie: Duki Dror, Kamera: Ron Katzenelson, Schnitt: Ron Goldman (Di. 8.9. 19:00)


Incitement
Die Ermordung des israe­li­schen Premierministers Yitzhak Rabin am 4. November 1995 gilt als einer der ver­hee­rends­ten Schläge gegen den Friedensprozess zwi­schen Israelis und Palästinensern. Der Film rekon­stru­iert die Ereignisse die­ses poli­tisch ange­spann­ten Jahres aus der Perspektive des Attentäters Yigal Amir,
IR 2019, 123 Min., hebr. OmeU, Regie: Yaron Zilberman, Kamera: Amit Yasour , Schnitt: Shira Arad, Yonatan Weinstein, mit: Yehuda Nahari Halevi
(Mi. 9.9. 19:00)