Der Franzose Jay (Romain Duris) hat sich entschieden aus Japan nach Frankreich zurückzukehren. Neun Jahre hat er als Taxifahrer in Tokyo vergeblich nach seiner Tochter Lily gesucht. Nach ihrer Trennung ist Jays Frau mit der gemeinsamen Tochter in Tokyo untergetaucht. Jay hat seiner Frau die Scheidung verweigert, weil er sonst nach japanischem Recht jedes Anrecht verlieren würde seine Tochter vor ihrer Volljährigkeit wiederzusehen. Für Jay heißt es nun, sein Haus verkaufen und Abschiednehmen von seiner Sorgerechtsanwältin Michiko (Tsuyu), und der Selbsthilfegruppe aus Männern und Frauen, Japanern und Ausländern, denen allen der regelmäßige Zugang zu ihren Kindern verweigert wird. Gerade neu hinzugekommen ist Jessica (Judith Chemla) deren Sohn Lucas nach der Trennung seiner Eltern von seinem Vater von Paris nach Tokyo entführt worden ist. Als Jay eine Schicht für einen erkrankten Kollegen in einem anderen Stadtteil übernimmt steigt ein Mädchen (Mei Cirne-Masuki) in seinen Wagen das seine Tochter sein könnte. Jays Vater, der in Paris auf ihn wartet, warnt ihn, dass es das 10te Mal sei, dass er glaubt seine Tochter gefunden zu haben.
Credits:
Une part manquante FR/BE 2024, 98 Min., franz. OmU Regie: Guillaume Senez Kamera: Elin Kirschfink Schnitt: Julie Brenta mit: Romain Duris, Judith Chemla, Mei Cirne-Masuki, Tsuyu
Der Franzose Jay (Romain Duris) hat sich entschieden aus Japan nach Frankreich zurückzukehren. Neun Jahre hat er als Taxifahrer in Tokyo vergeblich nach seiner Tochter Lily gesucht. Nach ihrer Trennung ist Jays Frau mit der gemeinsamen Tochter in Tokyo untergetaucht. Jay hat seiner Frau die Scheidung verweigert, weil er sonst nach japanischem Recht jedes Anrecht verlieren würde seine Tochter vor ihrer Volljährigkeit wiederzusehen. Für Jay heißt es nun, sein Haus verkaufen und Abschiednehmen von seiner Sorgerechtsanwältin Michiko (Tsuyu), und der Selbsthilfegruppe aus Männern und Frauen, Japanern und Ausländern, denen allen der regelmäßige Zugang zu ihren Kindern verweigert wird. Gerade neu hinzugekommen ist Jessica (Judith Chemla) deren Sohn Lucas nach der Trennung seiner Eltern von seinem Vater von Paris nach Tokyo entführt worden ist. Als Jay eine Schicht für einen erkrankten Kollegen in einem anderen Stadtteil übernimmt steigt ein Mädchen (Mei Cirne-Masuki) in seinen Wagen das seine Tochter sein könnte. Jays Vater, der in Paris auf ihn wartet, warnt ihn, dass es das 10te Mal sei, dass er glaubt seine Tochter gefunden zu haben.
Credits:
Une part manquante FR/BE 2024, 98 Min., franz. OmU Regie: Guillaume Senez Kamera: Elin Kirschfink Schnitt: Julie Brenta mit: Romain Duris, Judith Chemla, Mei Cirne-Masuki, Tsuyu
Auf einer Party lässt sich die 13jährige Alpha (Mélissa Boros) ein Tattoo stechen: Wie ein Blitz wirkt das A, das nun ihren Oberarm ziert. Dass ein so junges Mädchen auf Parties anzufinden ist, könnte für eine gewisse Verwahrlosung sprechen, doch das Gegenteil ist der Fall. Ihre Mutter (Golshifteh Farahani) liebt sie über alles, zieht sie seit Jahren allein auf – vom Vater ist nie die Rede – und hat es bis zur Position einer Ärztin geschafft.
Anderen zu helfen scheint der Mutter, die namenlos bleibt, angeboren zu sein, denn auch ihren Bruder Amin (Tahar Rahim) pflegt sie immer wieder, nimmt ihn auf, wenn die Sucht ihn wieder einmal obdachlos gemacht hat, rettet ihm das Leben, wenn er einer Überdosis nahe ist.
Und als Ärztin weiß die Mutter, welche Gefahr das unbedachte Tattoo für ihre Tochter bedeutet: Ob die Nadel sauber war, will sie von Alpha wissen, ob sie vorher in einem anderen Arm steckte, mit fremdem Blut verschmutzt war. Denn mittels Blut wird das Virus übertragen, dass auch von Amin längst besitzt ergriffen hat, dass auch die Patienten in dem Krankenhaus quält, in dem die Mutter arbeitet: Mehr Palliativstation als Krankenhaus, denn das Virus marmorisiert die Körper der Infizierten, ergreift langsam aber unausweichlich vom ganzen Körper Besitz und verwandelt ihn in eine Statue von unwirklicher Schönheit.
Das A auf Alphas Arm bezieht sich einerseits auf ihren Namen, zitiert das A, dass die Ehebrecherin Hester Prynne in Nathanial Hawthrones Roman „Der scharlachrote Buchstabe“ zum Zeichen ihrer Transgression tragen musste, und verweist schließlich auf AIDS. Zwar fallen die Begriffe AIDS oder HIV nicht, aber die Bezüge sind mehr als deutlich. Nicht ganz in unserer Welt spielt „Alpha“ dabei, sondern in einer Art Parallelwelt, die so aussieht wie die Welt Anfang der 90er Jahre, in der AIDS seinen größten Schrecken hatte, die aber universeller und am Ende auch phantastischer wirkt.
Wirkt „Alpha“ anfangs noch wie eine jener Geschichten, in denen eine Außenseiterin, von ihren Mitschülern ausgeschlossen und gehänselt wird, entwickelt sich Julia Ducournaus Film bald zu etwas anderem, interessanteren. Zunehmend wird die Welt außerhalb der Wohnung der Mutter ausgeblendet, konzentriert sich die Geschichte auf Alpha, die Mutter und Amin. Gegenwärtiges verschwimmt mit Erinnerungen, in manchen Szenen scheint Alphas 13jähriges mit ihrem 5jährigen Ich zu verschmelzen, wie ein Fiebertraum oder den Wahnvorstellungen eines Heroinrausches.
Ihren Darstellern verlangt Julia Ducournau dabei einiges ab, besonders Mélissa Boros, die hier in ihrer ersten Rolle zu sehen ist und neben Golshifteh Farahani und besonders Tahar Rahim besteht. Abgemagert, mit herausstehenden Rippen, verkörpert Rahim seine Figur, zeigt auf berührende Weise sein Leid, seine Sucht, bald auch seinen Wunsch auf Erlösung von seinen Qualen.
In vielerlei Hinsicht mutet „Alpha“ konventioneller an als Ducournaus erste beiden Filme „Raw“ und „Titane“, die auf den ersten Blick radikaler wirkten, bisweilen ihre Lust an der Provokation ausstellten. „Alpha“ dagegen wirkt reifer, bewusster, verliert sich nicht mehr in betont transgressiven Momenten, sondern beschreibt auf emotionale und besonders in der zweiten Hälfte mitreißende Weise, wie drei Menschen herauszufinden wollen, wann und ob es sich zu Leben lohnt. Ein überraschendes, hartes, berührendes Drama über die Folgen einer Epidemie auf eine Familie. Michael Meyns | programmkino.de
Agadez war einst das Drehkreuz der Migration von Subsahara-Afrika nach Norden. Die lokale Bevölkerung, vor allem Tuareg, transportierten die Menschen auf dem lebensgefährlichen Weg durch die Wüste. Diese lukrative Einnahmequelle sicherte über Jahre den Wohlstand von Stadt und Region. Als Teil der ECOWAS Wirtschaftsgemeinschaft herrschte in Niger freier Personenverkehr. 2015 drängte die EU auf ein Gesetz, das den Transport von Menschen ohne Arbeitsvisum und ID kriminalisierte.Viele Migrant:innen an der virtuellen Grenze hatten plötzlich einen illegalen Status, aus Transporteuren wurden Schlepper, und tausende verloren über Nacht ihre Lebensgrundlage. Das Versprechen der EU, die negativen Folgen des Gesetzes durch Umschulungsprogramme abzufedern, wurde kaum eingelöst, und nicht nur Nigriner:innen stellten sich die Frage: Was machen Amerika und Europa hier eigentlich? Der Umgang der Bevölkerung mit dieser EU-Außengrenze mitten in Afrika bildet den roten Faden des Films. Er begleitet drei Einheimische über fünf Jahre, bis zum Putsch 2023: den ehemaligen Bürgermeister Agadez’, eine Journalistin und einen Händler, und zeichnet ein Bild der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden früheren Handelsmetropole. Wie wirkt sich die Anwesenheit der fremden Militärs aus, wieweit fördert die Perspektivlosigkeit Radikalisierung? „Rhissa Feltou, ehemaliger Bürgermeister von Agadez … bezeichnet im Film die Region als „Migrationslabor der Europäer“. Wie Viele befürchtete auch er, dass mit dem Gesetz eine „bombe humaine“ entstehen würde … . Afrikanische Ableger des Islamischen Staates und von Al-Qaida begannen in der Region und den angrenzenden Staaten immer mehr an Einfluss zu gewinnen. Mit dem Zerfall Libyens liefen wichtige Routen für den Waffen- und Drogenschmuggel über Agadez. Es entstand eine Zone der Gewalt in einem schwer kontrollierbaren Gebiet, das größer ist als das Mittelmeer.“ G. Hauzenberger, und G. Schild
Credits:
AT/DE/CH 2024, 103 Min., Tamascheq, Hausa, Fulah, Französisch, Deutsch. OmU Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger Schnitt: Nela Märki, Stefan Fauland
Trailer:
ONTHEBORDER // Trailer // Kinostart mit Kinotour am 19.03.26
„Als ich AUSSERATEM und andere Filme der Nouvelle Vague sah, dachte ich: „So etwas ist möglich?“ Diese Freiheit faszinierte mich. Ich wusste nichts über das Filmemachen, aber ich konnte spüren, wie cool, freudig und revolutionär der Film war. Kurze Zeit später, als alle hörten, dass ich mich nun für Kino interessierte, lieh mir ein Freund meiner Eltern sein Buch über die Nouvelle Vague. Diese Ära des Kinos ist für mich nach wie vor von grundlegender Bedeutung. Und niemand verkörpert sie besser als Godard. Er tut das Verbotene, er skizziert, er improvisiert. Ich liebe seinen Humor, seine Körperlichkeit, seine Kühnheit. Er folgt keinen Regeln außer seinem eigenen filmischen Bewusstsein. Als er seinen ersten Spielfilm drehte, hinkte er seinen Freunden von Cahiers du Cinéma hinterher. Er war besorgt, ängstlich, hatte Angst, die Welle verpasst zu haben. Ihm fehlte es an Selbstvertrauen. Ich finde das sehr liebenswert und ganz anders, als man ihn sich später in seiner Karriere vorstellen wird. Aus heutiger Sicht steht AUSSERATEM in der Mitte der Filmgeschichte. Es schien jetzt der perfekte Moment, um die Radikalität und den Wagemut dieses Films wieder zu erleben. Um uns daran zu erinnern, dass das Kino sich immer wieder neu erfinden kann. Ein verspieltes Porträt einer eng verbundenen Gemeinschaft von Filmfanatikern zu zeichnen, die Kino leben, in sich aufnehmen und atmen. Um zu erforschen, wie eine neue Art des persönlichen Filmemachens entstand. Und um zu zeigen, dass das Kino ein innovatives Medium ist – und immer sein wird. Es ging aber nicht darum, AUSSERATEM neu zu verfilmen, sondern den Filmklassiker aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich wollte mit meiner Kamera in das Jahr 1959 eintauchen und die damalige Zeit, die Menschen und die Atmosphäre nachstellen. Ich wollte mit den Leuten der Nouvelle Vague abhängen.” Richard Linklater
Credits:
FR 2025, 105 Min., franz. OmU Regie: Richard Linklater Kamera: David Chambille Schnitt: Catherine Schwartz mit: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, Jodie Ruth Forest
„Sie wissen ja, dass es in der Ehe heißt ‚in guten wie in schlechten Zeiten‘? Ich glaube, ich bin in meinem Leben jetzt im ‚schlechten‘ Teil angelangt, und das geschah so leise, dass ich es nicht einmal bemerkt habe.“ Richard Linklaters Blue Moon erzählt die Geschichte des Songwriters Lorenz Hart, dessen berufliches und privates Leben während der Premierenfeier für das Musical „Oklahoma!“, mit dem sein ehemaliger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen großen Erfolg feiert, ins Wanken gerät. Der Film, in dem eine Vielzahl von Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Freund*innen und Protegés auftreten – eine Parade der Berühmten und derer, die es werden wollen –, schildert über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe: Am Ende dieses Abends wird Hart einer Welt, die sich durch den Krieg unwiderruflich verändert hat, und der scheinbaren Unmöglichkeit der Liebe ins Auge gesehen haben. Mit beeindruckenden Darbietungen von Ethan Hawke als Lorenz Hart, Andrew Scott als Richard Rodgers, Margaret Qualley als Harts Schützling Elizabeth und Bobby Cannavale als Barkeeper, Freund und Vertrauter von Hart sowie Linklaters Talent fürs Komödiantische, gelingt es, die Ereignisse dieses einzigartigen Abends perfekt einzufangen.
„Eine Hommage an den guten alten Broadway, Abgesang auf jene Zeit in der Entertainmentindustrie, als der Esprit noch mehr zählte als der Profit. Ein Narr, wer da nicht an die klassischen und die neuen Medien von heute denkt, an Quoten und Clickbaits. Oder daran, dass das Geld zunehmend auch in der Politik regiert, gerade in US-Amerika. (…) Linklaters Film erzählt in leichtem Ton von einem Todgeweihten, einem, dem das Herz gebrochen wurde, der aber nicht lassen kann von seiner Passion. Es ist wie mit den Songtexten von Lorenz Hart: Die schönsten Zeilen hat er der unglücklichen Liebe gewidmet.“ Christiane Peitz | Tsp.
Credits:
US/IE 2025, 100 Min., engl. OmU Regie: Richard Linklater Kamera: Shane F. Kelly Schnitt: Sandra Adair mit: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale, Andrew Scott
In mancher Hinsicht erinnert Lojkines dritter Spielfilm an eine rasante Neuauflage des italienischen Meisterwerks Fahrraddiebe und zeigt, wie die alte Geschichte aus der Nachkriegszeit auch heute passieren könnte oder sogar passiert – in einer Zeit, in der Einwanderer unter katastrophalen Bedingungen unergiebige, aber erwünschte Arbeiten in Städten auf der ganzen Welt ausüben, Jobs, die am unteren Ende einer von Gleichgültigkeit geprägten Gig-Economy stehen. Der Film begleitet den Guineaner Souleymane auf seiner Fahrt durch die Pariser Boulevards, und wir erleben einige der haarsträubendsten Fahrradszenen seit Buster Keaton. Die Kamera von Tristan Galand filmt die sich ständig verändernde Hauptstadt Frankreichs mit verschwommener impressionistischer Schönheit, und bleibt dabei Souleyman, stets Mittelpunkt des Geschehens, in der vom Anstand gebührender Nähe auf den Fersen. Der befindet sich in einer prekären Lage – nicht nur in Bezug auf den Verkehr, oder nach dem Diebstahl seines Gefährts, sondern auch wirtschaftlich und emotional. Ständig unter der Kontrolle und in Zeitdruck, kann er auch schon mal gegenüber einem Restaurantbesitzer, der beleidigend ist und ihn warten lässt, seine eigene Kontrolle verlieren. Die ständigen Demütigungen zermürben den jungen Mann, und der bevorstehende Prüfungstermin seines Asylantrags tut das übrige. „Boris Lojkine erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus Verzweiflung lügt, sich dabei verliert und schließlich in noch mehr Verzweiflung wiederfindet. Und wir reagieren darauf für einmal nicht wie pawlowsche Kinohunde mit Rührung und Schrecken und schnellem Vergessen, sondern mit der Erkenntnis, das wir um den Schrecken ja wissen, dass uns unerwartete Freundlichkeit gegenüber dem Protagonisten aus der filmischen Bahn werfen kann, und dass die Kulisse, die wir da sehen, die Welt ist, in der wir leben.“ Sennhausers Filmblog
Jim Jarmusch konnte es selbst kaum glauben, als sein Film in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, und manche Filmkritik zeugte auch von Irritation. Als zu wenig überwältigend, zu unaufgeregt und daher löwen-unwürdig wurde FMSB eingestuft. Dabei macht doch gerade das von feinem Humor durchzogene Hintergründige, mit dem von drei Familien erzählt wird, die Stärke aus. In Teil eins besuchen die Geschwister Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) nach zwei Jahren Pause gemeinsam ihren weitab in New Jersey lebenden Vater (Tom Waits). Beide schätzen den Vater als bedürftig und einsam ein, aber der hat eine ganz eigene Agenda. In Dublin findet in Episode zwei das jährliche Treffen der ungleichen Schwestern Timothea (Cate Blanchett) und Lilith (Vicky Krieps) mit ihrer Mutter (Charlotte Rampling) statt. Die Bestsellerautorin psychologischer Ratgeber dominiert am exquisit gedeckten Kaffeetisch auch jetzt noch ihre erwachsenen Töchter. Im letzten Teil treffen sich die Zwillinge Kye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) in Paris, um nach dem Unfalltod der Eltern deren Wohnung aufzulösen, und entdecken manche Geheimnisse. Der Vertrautheit untereinander konnte weder räumliche noch zeitliche Distanz etwas anhaben, und so endet der Reigen mit warmer Melancholie. „Jarmusch in Reinform: keine Sentimentalität, keine falsche Dramatik, stattdessen die stille Rebellion der Pause, das Gedicht in den Zwischenräumen, die Erkenntnis, dass Familie ebenso Gefängnis wie Rettung sein kann. Wer ihn als „klein“ abtut, hat nicht verstanden, dass gerade die kleinsten Filme manchmal die größten Risse hinterlassen.“ kino-zeit „Ich habe schon häufiger episodische Filme gedreht. Mir gefällt, dass es keinen Star gibt, sondern allen Figuren die gleiche Bedeutung zukommt. … Ich mag es nicht, wenn man einen Film wie Father Mother Sister Brother bloß als Aneinanderreihung von Kurzfilmen sieht. Denn wenn schon nicht inhaltlich, dann besteht doch emotional eine Verbindung zwischen den drei Geschichten. Der letzte Teil über die Geschwister in Paris könnte seine emotionale Wirkung gar nicht entfalten, hätte es nicht vorher die beiden anderen Episoden gegeben.“ J.J. im epd-Interview
Credits:
US,FR,IT,DE,IR 2025, 110 Min., Englisch OmU Regie: Jim Jarmusch Kamera: Frederick Elmes, Yorick Le Saux Schnitt: Affonso Gonçalves mit: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktionale Cookies
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.