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  • Dreams – Gefährliches Verlangen

    Dreams – Gefährliches Verlangen

    Ein Film von Michel Franco. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wie bereits bei sei­nem Drama Memory (2023) arbei­tet der Autorenfilmer Michel Franco bei sei­nem drit­ten Film erneut mit der US-Schauspielerin Jessica Chastain zusam­men. Auch die­ses Mal agie­ren bei­de, ergänzt durch den Ballettstar Isaac Hernández, vor und hin­ter der Kamera mit der dem Sujet ange­mes­se­nen Sensibilität. Der Film ist eine Abrechnung mit der ame­ri­ka­ni­schen Migrationspolitik und den dahin­ter ste­hen­den gesell­schaft­li­chen Denkmustern, die er hoch­span­nend und para­bel­haft auf eine ero­ti­sche Affäre ver­dich­tet.
    In den USA ist es Tradition, im Falle gro­ßen Reichtums einen klei­nen Teil des Vermögens in gemein­nüt­zi­ge Arbeit umzu­wan­deln und dies auch öffent­lich zu zele­brie­ren. High-Society-Erbin Jennifer ver­wal­tet die Stiftung ihrer Familie und för­dert dabei bevor­zugt Kunstprojekte im Nachbarland Mexiko. Auch ihr Liebesleben hat sie dort­hin aus­ge­la­gert, in Form des hoch­ta­len­tier­ten ein­hei­mi­schen Balletttänzers Fernando. In der Hoffnung, dass sie ihm bei sei­ner Karriere unter­stützt, wagt der jun­ge Mann eines Tages den extrem gefähr­li­chen und ille­ga­len Weg in den Norden. Als er plötz­lich in Jennifers luxu­riö­sem Apartment in San Francisco auf­taucht, droht ihre sorg­fäl­tig kon­trol­lier­te Welt aus­ein­an­der zu fal­len, und bald sto­ßen bei­de an ganz anders gezo­ge­ne Grenzen.
    „Michel Franco, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent aus Mexiko, sta­tu­iert in sei­nem aktu­el­len Film ein Exempel. Er setzt Klassen- und Geschlechterverhältnisse mit Herkunft, Macht und Charakter in Relation, und zwar so, dass sich die Agenten des Konflikts glei­cher­ma­ßen alle­go­risch lesen las­sen: Mann und Frau als Stellvertreter ihrer jewei­li­gen Heimatländer USA und Mexiko, Nachbarn, deren Verhältnis von Ausbeutung geprägt ist. Die Idee mag auf den ers­ten Blick pla­ka­tiv wir­ken, sie sieht aber vor allem dank her­vor­ra­gen­der schau­spie­le­ri­scher Ausführung kei­nes­wegs so aus.“
    Alexandra Seitz | tip

    Credits:

    MX 2025, 100 Min., engl., span. OmU,
    Regie: Michel Franco
    Kamera: Yves Cape
    Montage: Michel Franco, Oscar Figueroa Jara
    mit Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend, Marshall Bell, Eligio Meléndez, Mercedes Hernández 

    Trailer:
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  • Etwas ganz Besonderes

    Etwas ganz Besonderes

    Ein Film von Eva Trobisch. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In den Vorbereitungen für ihren Auftritt in einer Talenteshow fürs Fernsehen wird Lea (Frida Hornemann) gefragt, war­um sie glaubt, etwas ganz Besonderes zu sein. Eine Antwort dar­auf hat sie nicht. Ihre Eltern sind getrennt. Während ihr Vater Matze (Max Riemelt) sie bei ihrem Traum einer Bühnenkarriere unter­stützt, kommt es mit Mutter Rieke (Gina Henkel) regel­mä­ßig zu Konflikten. Lea lebt bei ihren Großeltern Christel (Rahel Ohm) und Friedrich (Peter René Lüdicke), die auf ihrem Hof inmit­ten der thü­rin­gi­schen Idylle eine Pension betrei­ben. Die Gäste blei­ben aus. Stattdessen will sich die rechts­po­pu­lis­ti­sche Partei für eine Tagung ein­mie­ten, was ins­be­son­de­re Leas auf­müp­fi­gem Bruder miss­fällt. Die ein­zi­ge wirk­lich Vertraute der 16-Jährigen ist ihre Tante Kati (Eva Löbau), die aus dem Westen zurück in die Heimat gezo­gen ist, um das frisch sanier­te Stadtschloss als DDR-Museum zu betrei­ben. Wenn Kati mit ihrer Mutter im Schlepptau des Fördergremiums durch die Ausstellung wan­delt und Christel ihr Leben aus­ge­stellt sieht, ist das eine der stärks­ten Szenen des Films. Wie kann es sein, dass für die­se Vergangenheit, die sie am liebs­ten ver­ges­sen wür­de, Millionen aus­ge­ge­ben wer­den, wäh­rend sie kurz vor dem Bankrott steht? Die Autorin und Regisseurin Eva Trobisch, gebo­ren und auf­ge­wach­sen im Osten Berlins, ord­net ihre Figurenkonstellation sorg­sam an, um die Konflikte zwi­schen den Generationen aus­zu­spie­len. Genau beob­ach­tet und mit spit­zen Dialogen schil­dert sie deutsch-deut­sche Befindlichkeiten.“ Indiekino

    Es sind nie die ganz gro­ßen Dramen, die wirk­lich schlim­men Tragödien, von denen Eva Trobisch erzählt, son­dern eher die Geschichten, die einem oder einer eben so wider­fah­ren, wäh­rend alles eigent­lich ganz ande­res geplant war. Diese Beliäufigkeit, die vie­le klei­ne Beobachtungen ent­hält, viel Sinn für Details, mag auf den ers­ten Blick ein wenig unfo­kus­siert erschei­nen und doch ver­birgt sich unter den hin­ge­tupf­ten Episoden und Storylines, dem umher­schwei­fen­den Schauen des Films mehr, als man zunächst glaubt.“ Joachim Kurz | Kinozeit

    Credits:

    DE 2026, 116 Min., deut­sche Originalfassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Eva Trobisch
    Kamera: Adrian Campean
    Schnitt: Laura Lauzemis
    mit  Frida Hornemann, Max Riemelt, Eva Löbau, Gina Henkel, Rahel Ohm, Peter René Lüdecke, Florian Geißelmann, Yvon Sable Moltzen, Ida Fischer, Florian Lukas, Thomas Schubert, Kara Schröder, Anne Kulbatzki, Nairi Hadodo

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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  • To my sisters

    To my sisters

    Ein Film von Faek Falak. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Leben der Frauen, die in To My Sisters zu Wort kom­men, wur­de durch Krieg, Gewalt und extre­mis­ti­sches Gedankengut geprägt. Zwischen Kriegserfahrung, Erinnerung und Verantwortung ent­fal­tet der Film drei weib­li­che Perspektiven.
    Die syri­sche Kurdin Haval Berxwedan hat sich im Alter von 18 Jahren gegen die Gründung einer eige­nen Familie und für den bewaff­ne­ten Widerstand gegen Unterdrückung und Verfolgung ent­schie­den. Als Kommandeurin einer Einheit der kur­di­schen Frauentruppe YPJ kämpft sie gegen IS-Terroristen, um ihre und die Freiheit ihres Volkes zu ver­tei­di­gen.
    Die kur­disch­spra­chi­ge Jesidin Sepan Ajo wur­de im Sommer 2014, als die nord­ira­ki­sche Region Sindschar von IS-Milizen besetzt wur­de, von dort ver­schleppt. Sie war sie­ben Jahre lang sys­te­ma­ti­scher sexua­li­sier­ter Gewalt aus­ge­setzt. Bei einem zwangs­wei­sen Transfer in den Libanon konn­te sie flie­hen und fand in Deutschland Zuflucht.
    Die Deutsche Zakia leb­te als Frau zwei­er IS-Kämpfer mit ihren Kindern jah­re­lang in Syrien, bis sie gefan­gen genom­men wur­de. Da Deutschland sie als „Gefährderin“ nicht wie­der auf­neh­men will, bleibt sie mit ihren Kindern dort im Lager.
    Der Film des 2014 aus Syrien nach Deutschland gekom­me­nen Regisseurs ver­bin­det per­sön­li­che Geschichten mit gesell­schaft­li­chen Entwicklungen und macht deut­lich, dass die­se Konflikte längst nicht abge­schlos­sen sind. So steht die Frage nach den lang­fris­ti­gen Folgen von Gewalt und Radikalisierung im Zentrum und zeigt, dass die Ideologien hin­ter die­sen Verbrechen bis heu­te fort­be­stehen. Sie ver­än­dern ihre Form, gewin­nen unter neu­en Akteuren erneut Einfluss und wer­fen auch in Europa Fragen nach Freiheit, Frauenrechten und gesell­schaft­li­cher Stabilität auf.
    Mit sel­te­nem Zugang vor Ort und unter außer­ge­wöhn­li­chen Bedingungen gedreht, eröff­net der Film einen unmit­tel­ba­ren Einblick in eine Realität, die oft ver­drängt wird. Dadurch ent­wi­ckelt er sich weni­ger zu einer klas­si­schen Kriegsdokumentation als viel­mehr zu einer per­sön­li­chen und poli­ti­schen Auseinandersetzung über Selbstbestimmung und Widerstand.

    Credits:

    DE 2026, 96 Min., kur­disch, ara­bisch und deut­sche OmU
    Regie:  Faek Falak
    Kamera: Noah Schuller
    Schnitt: Kristina Bogen

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    TO MY SISTERS // Ab 23.07 im Kino // Offizieller Trailer
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  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

    Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

    Ein Film von Regina Schilling. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Filme, die sich mit Ingeborg Bachmann beschäf­ti­gen, waren in den letz­ten 10 Jahren bei uns zu sehen: Margarethe von Trottas bio­gra­fi­scher Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste (2023) beleuch­tet eine Phase ihrer Beziehung mit Max Frisch. Ruth Beckermanns Die Geträumten (2016) setzt sich aus ihren Texten, genau­er dem Briefaustausch mit Paul Celan, zusam­men. Ingeborg Bachmann – Jemand, der ein­mal ich war belässt die­se und ande­re, eher unglück­lich ver­lau­fen­den Liaisons im Hintergrund. Durch vie­le Originalaufnahmen und Dokumente erzählt der Film aus­schnitt­ar­tig vom Schaffen, Werdegang und media­lem Aufstieg der Autorin in einer Zeit, in der Frauen im Literaturbetrieb eine sel­te­ne Spezies waren, beson­ders, wenn sie das Geschlechterverhältnis the­ma­ti­sier­ten.
    Sandra Hüllers respekt­vol­ler Auftritt drin ist kaum als Re-Enactment, denn als Interpretation zu ver­ste­hen und als sol­che gekenn­zeich­net. Dies erlaubt, Verletzlichkeit und nicht-auto­ri­sier­te Stimmungen, wie die Verzweiflung vor der Schreibmaschine oder den befrei­en­den Tanz auf einem römi­schen Platz, mit auf­zu­neh­men ins fil­mi­sche Kaleidoskop.
    „… die­se küh­ne Exposition und die sich dar­an anschlie­ßen­den Spielszenen [ver­lei­hen] dem Film eine Leichtigkeit und ein Funkeln, die ihn über eine rein doku­men­ta­ri­sche  Abhandlung über eine Dichterin, deren Leben und ihr Schaffen hin­aus­he­ben. …Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinn­li­che wie intel­lek­tu­el­le Annäherung an eine der bedeu­tends­ten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, ein fil­mi­sches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin fei­ert, die sich jeder Vereinnahmung ent­zog und deren Werk bis heu­te eine visio­nä­re Wucht besitzt.“
    Joachim Kurz | kino-zeit.de
    „So fliegt einem das gan­ze miso­gy­ne Katastrophen-Jahrhundert noch ein­mal rich­tig um die Ohren.“ filmdienst.de

    Credits:

    DE/AT 2026, 95 Min., deut­sche OmeU
    Regie:  Regina Schilling
    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Carina Mergens
    mit: Sandra Hüller

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    Ingeborg Bachmann – Jemand, der ein­mal ich war | Offizieller Trailer | Ab 25. Juni im Kino
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