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  • Godland

    Godland

    Ein Film von  Hlynur Pálmason. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein wei­te­rer Film des Regisseurs von The Love that Remains, der bis­her noch nicht im Kino war.

    Wie schon Missionare in ande­ren Kolonien vor ihm, ist der jun­ge Priester Lucas von sei­ner Aufgabe, eine christ­li­che Kirche im Heidengebiet Island zu errich­ten, über­zeugt. Um Land und Leute ken­nen­zu­ler­nen, segelt er nicht um die Insel, son­dern wählt den beschwer­li­chen Weg quer durch das unwirt­li­che, frem­de Gebiet, was am Ende des 19. Jahrhundert für jeman­den unvor­be­rei­te­tes einer Expedition gleicht. Die mit ein­drück­li­chen Bildern ein­ge­fan­ge­ne erbar­mungs­lo­se Natur und die Widerspenstigkeit sei­ner ein­hei­mi­schen Begleiter lässt den Lutheraner den Bezug zur Realität ver­lie­ren. Auch die zuneh­men­de Angst über­spielt er mit Arroganz, und stößt so bald an sei­ne Grenzen, sprach­lich, mensch­lich und phy­sisch. „Ruhig in der Erzählweise, drängt das unter­drück­te Gewaltpotenzial der inten­siv gespiel­ten Figuren immer wie­der an die Oberfläche, den sich auf­drän­gen­den fata­lis­ti­schen Blick auf die Menschheit kon­tert der Film aller­dings auch mit Humor und Zärtlichkeit.“ Fimdienst

    Credits:

    IS/FR/DK/SE 2022, 135 Min., islän­di­sche OmU
    Regie :  Hlynur Pálmason

    Kamera: Maria von Hausswolff
    Schnitt: Julius Krebs Damsbo
    mit:
    Elliott Crosset Hove, Vic Carmen Sonne, Ingvar Sigurdsson, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Jacob Hauberg Lohmann

    Trailer:
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  • Saving Spoonie

    Saving Spoonie

    Ein Film von  Till Harms. Ab 25.6. im fsk. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der klei­ne Löffelstrandläufer (Spoon-bil­led Sandpiper) leis­tet eini­ges. Sein Zugweg, der East-Asian-Australian Flyway, führt von den Brutgebieten in Nordost-Sibirien nach Kamtschatka, dann ent­lang der Küstenlinien Koreas, Japans und Chinas bis nach Vietnam, Myanmar und Bangladesch, wo der Winter ver­bracht wird. Im Frühjahr geht es wie­der zurück. Es ist eine gefähr­li­che Reise, Vogelfänger jagen mit Netzen und Gewehren, die Umweltbedingungen ändern sich, wert­vol­le Rastplätze wer­den im gro­ßen Stil zuge­baut, und bei der Brut lau­ern Prädatoren. Kein Wunder also, dass sein Überleben bedroht ist, gan­ze 300–400 Exemplare soll es noch geben. Die nied­li­che Limikole mit dem merk­wür­di­gen Schnabel erregt aber auch Aufmerksamkeit. Eine inter­na­tio­na­le Task Force hat sich zusam­men­ge­fun­den, damit es dem Vogel nicht ergeht wie dem seit einem Jahr als aus­ge­stor­ben gel­ten­de Dünnschnabel-Brachvogel, oder vie­ler ande­rer Arten, die nur noch in Naturkundemuseen vor­kom­men. Immerhin hat der Spoonie als Posterboy der auf­kom­men­den Umweltbewegung des Landes auch das Herz von Chinas Staatschef Xi Jinping erobert. Die Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen hat aber auf­grund der poli­ti­schen Lage Grenzen, in der Arbeit wie im per­sön­li­chen, die mit Hartnäckigkeit, Ideen und Fingerspitzengefühl gemein­sam umschifft wer­den müs­sen. Es gibt aber auch ers­te Erfolge, die letzt­end­lich auch vie­len ande­ren Spezies zugu­te kom­men wer­den. Im Fokus des Films ste­hen jedoch die Vogelschützerinnen. Er beglei­tet die Task Force um Christoph Zöckler, Lili Sun, Jodie Clements und ande­ren auf ihren Reisen, Konferenzen und Treffen, sowie den ver­schie­de­nen Überlegungen und Versuchen zum Rettungsplan und schafft so eine auf­schluss­rei­che und anre­gen­de Grundlage zu Überlegungen über den immer dring­li­cher wer­den­den Artenschutz.
    „In China lie­ben sie nicht nur Pandas, son­dern auch „Spoonies“. Das erfährt man in Till Harms‚ klei­nem, aber fei­nem Dokumentarfilm über eine vom Aussterben bedroh­te Vogelart. Der Kampf um „Spoonie“ wird dabei auch zu einem Symbol der Hoffnung. Nicht nur für die Tiere, son­dern für uns.“ kino-zeit

    Credits:

    DE 2025, 87 Min., dt. engl. rus­sisch, chin­se­si­sche OmU
    Regie:  Till Harms
    Kamera: Börres Weiffenbach
    Schnitt: Natali Barrey

    Trailer:
    SAVING SPOONIE – Offizieller Trailer
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  • Ich verstehe ihren Unmut

    Ich verstehe ihren Unmut

    Ein Film von Kilian Armando Friedrich. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Objektleiterin – hört sich gut an, bedeu­tet aber in einer Branche, in der die Beschäftigten für har­te Arbeit zu schlech­ten Zeiten mit wenig Anerkennung einen Lohn im unte­ren Lohnsektor bekom­men, nur mehr Verantwortung für ein kaum mehr Geld. Heike ist zer­ti­fi­zier­te Objektleiterin in der Reinigungsbranche, der­zeit zustän­dig für eine Einkaufsmall, einen Kindergarten, ein Seniorenheim und eine Baustelle. Sie sitzt als sol­che zwi­schen allen Stühlen, die da hei­ßen: Klientel, Unternehmensleitung und Reinigungspersonal. Diplomatie, Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen sind hier gefragt. Bei ers­tem ist der titel­ge­ben­de Satz unbe­dingt von­nö­ten, bei zwei­tem sind Skrupel nur hin­der­lich, und bei letz­te­rem muss es auch mal laut wer­den. Für Heike ist das seit Jahren Routine. Eigentlich wäre sie schon ger­ne soli­da­risch und freund­lich im Umgang mit „ihren“ Reinigungskräften. Jeglicher Fehler, jeder Ausfall, jede Verspätung wür­de jedoch auf sie zurück­fal­len, da bleibt man lie­ber robust. Wie als klei­ne Revanche beschafft sie sich mit einer Kollegin regel­mä­ßig einen klei­nen ille­ga­len Extra-Verdienst. Diese Aktionen stel­len sich aller­dings letzt­end­lich als Kipppunkt für eine uto­pi­sche Änderung ihres Lebens her­aus.
    Ich ver­ste­he Ihren Unmut fängt schmerz­haft die Zermürbung ein, unter der Heike zuneh­mend lei­det. Noch fünf Jahre müss­te sie durch­hal­ten, um einen Anspruch auf Grundrente zu haben. Sabine Thalau ist abso­lut groß­ar­tig in der Hauptrolle. Ähnlich wie den Held:innen in den Filmen von Ken Loach … ist Heike anzu­mer­ken, dass sie es eigent­lich rich­tig machen und fair sein möch­te. Als sie zu frag­wür­di­gen Mitteln greift und eine kla­re mora­li­sche Grenze über­schrei­tet, um den Anforderungen der Unternehmensleitung nach­zu­kom­men, stellt sie sich und ihr Vorgehen infra­ge. Der Film ver­wan­delt sich dar­auf­hin nicht in ein Feel-Good-Movie, gibt sich jedoch lei­se hoff­nungs­voll – und lässt uns wis­sen, dass auch ein er­schöpfter Mensch noch kämp­fe­risch sein kann.“
    Andreas Köhnemann | kino-zeit.de

    Credits:

    DE 2026, 93 Min., Deutsch, Kroatisch, Bosnisch, Türkisch OmU
    Regie:  Kilian Armando Friedrich
    Kamera: Louis Dickhaut, Frederik Seeberger
    Schnitt: Leila Fatima Keita, Kilian Armando Friedrich
    mit: Sabine Thalau, Nada Kosturin, Werner Posselt, Sadibou Diabang, Nigyar Velagic

    Trailer:
    ICH VERSTEHE IHREN UNMUT – Offizieller Trailer
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  • Sechswochenamt

    Sechswochenamt

    Ein Film von Jacqueline Jansen. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am Anfang ist das Sterben, völ­lig ruhig und unsen­ti­men­tal insze­niert. Dann beginnt der Trauerprozess, ein­fühl­sam dar­ge­stellt nicht ohne geäu­ßer­te, schein­ba­re Hartherzigkeiten, die aber nicht übel genom­men, son­dern gera­de­zu ‑wie übri­gens alles- unend­lich zärt­lich erzählt wer­den? Die Überforderung, das Alleinsein, die Zumutungen: „Dieses exis­ten­zi­el­le Gefühl der Weltverlassen- und Weltverlorenheit, des Abgeschnittenseins“ (Joachim Kurz) Auch davon han­delt die­ser ein­zig­ar­ti­ge Film – sozu­sa­gen auf sei­ner Metaebene.
    Lore beglei­tet ihre Mutter beim Sterben. Sie kommt in das Städtchen ihrer Kindheit, nach Erkelenz, wo vie­le Bekannte und Verwandte leben, die die rhei­ni­sche Mundart noch spre­chen. Der Umgang mit dem Tod und die Trauerarbeit sind das eigent­li­che Thema des Films. Die Darstellungsweise ist aber das wirk­lich Herausragende an die­sem Film. Natürlich schlägt die Melancholie den Grundton an, aber der mög­li­che Kitsch wird durch die neo­rea­lis­ti­sche Erzählweise kom­plett unter­lau­fen, wozu auch die lie­bens­wer­te Spielweise der vie­len Laiendarsteller bei­trägt.
    Nebenher und völ­lig unauf­dring­lich spielt die Geschichte in der Pandemiezeit. In der Erzählung ein­ge­bet­tet, bil­det sie sowas wie ein Grundrauschen, ver­stärkt noch ein­mal das Gefühl des Einsam- und Verlassenseins und ver­weist damit auf den all­ge­mei­nen Zustand der Gesellschaft.
    P.S. „Sechswochenamt“ ist nach der katho­li­schen Kirche eine Messe, die sechs Wochen nach dem Tod zele­briert wird und das Ende der ers­ten Trauerphase für die Hinterbliebenen markiert.

    Credits:

    DE 2025, 98 Min., Originalfassung in Deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie:  Jacqueline Jansen
    Kamera:Markus Ott
    Schnitt: Simon Dopslaf, Jacqueline Jansen
    mit Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, Olga Prokot, Suzanne Ziellenbach, Marc Fischer,

    Trailer:
    Trailer SECHSWOCHENAMT – ab 18. Juni im Kino
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  • Donkey Days

    Donkey Days

    Ein Film von Rosanne Pel.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein zer­ris­se­nes Dreieck von Frauen mit­ten im Zusammenbruch“ – So fasst Regisseurin Rosanne Pel ihre erfri­schen­de schwar­ze Komödie über kom­pli­zier­te Beziehungen zwi­schen Müttern, Schwestern und Töchtern zwi­schen Sticheleien, Geheimnissen und Rollenbildern, „Donkey Days”, zusam­men.
    Anna und Charlotte, zwei erwach­se­ne Schwestern, tra­gen den alten Kampf um die Gunst der Mutter nach wie vor aus, wäh­rend die­se sie noch sub­til dazu ansta­chelt. Dabei kreist der Film trotz teils selt­sa­men Settings, Auslassungen und künst­li­chen Dialogen stets um einen wahr­haf­ti­gen Kern. Das Elternhaus, ein lang­sam ver­fal­len­des Anwesen, spie­gelt dabei die Verhältnisse vie­ler Familien wie die­ser: „Aus der Ferne ist der schö­ne Schein noch intakt, aber von Nahem betrach­tet ist es unmög­lich, ihn auf­recht zu erhal­ten. Hier gel­ten ande­re Regeln. Es ist ein Ort des Chaos.“ (RP)
    „Ein eben­so skur­ri­ler wie emo­tio­na­ler Film über fami­liä­re Bindungen, unge­lös­te Verletzungen und die schwie­ri­ge Suche nach per­sön­li­cher Freiheit – Pechschwarz und unglaub­lich komisch: Selten ist eine Familienkrise psy­cho­lo­gisch so prä­zi­se und unter­halt­sam erzählt wor­den.“ FF Hamburg

    Credits:

    NL/DE 2025, 108 Min., Originalfassung in Deutsch, Englisch und Niederländisch, teil­wei­se mit deut­schen Untertiteln
    Regie:  Rosanne Pel
    Kamera: Aafke Beernink
    Schnitt: Xander Nijsten
    mit Jil Krammer, Susanne Wolff, Hildegard Schmahl, Amke Wegner, Carla Juri

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

    Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

    Ein Film von Regina Schilling. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Filme, die sich mit Ingeborg Bachmann beschäf­ti­gen, waren in den letz­ten 10 Jahren bei uns zu sehen: Margarethe von Trottas bio­gra­fi­scher Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste (2023) beleuch­tet eine Phase ihrer Beziehung mit Max Frisch. Ruth Beckermanns Die Geträumten (2016) setzt sich aus ihren Texten, genau­er dem Briefaustausch mit Paul Celan, zusam­men. Ingeborg Bachmann – Jemand, der ein­mal ich war belässt die­se und ande­re, eher unglück­lich ver­lau­fen­den Liaisons im Hintergrund. Durch vie­le Originalaufnahmen und Dokumente erzählt der Film aus­schnitt­ar­tig vom Schaffen, Werdegang und media­lem Aufstieg der Autorin in einer Zeit, in der Frauen im Literaturbetrieb eine sel­te­ne Spezies waren, beson­ders, wenn sie das Geschlechterverhältnis the­ma­ti­sier­ten.
    Sandra Hüllers respekt­vol­ler Auftritt drin ist kaum als Re-Enactment, denn als Interpretation zu ver­ste­hen und als sol­che gekenn­zeich­net. Dies erlaubt, Verletzlichkeit und nicht-auto­ri­sier­te Stimmungen, wie die Verzweiflung vor der Schreibmaschine oder den befrei­en­den Tanz auf einem römi­schen Platz, mit auf­zu­neh­men ins fil­mi­sche Kaleidoskop.
    „… die­se küh­ne Exposition und die sich dar­an anschlie­ßen­den Spielszenen [ver­lei­hen] dem Film eine Leichtigkeit und ein Funkeln, die ihn über eine rein doku­men­ta­ri­sche  Abhandlung über eine Dichterin, deren Leben und ihr Schaffen hin­aus­he­ben. …Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinn­li­che wie intel­lek­tu­el­le Annäherung an eine der bedeu­tends­ten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, ein fil­mi­sches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin fei­ert, die sich jeder Vereinnahmung ent­zog und deren Werk bis heu­te eine visio­nä­re Wucht besitzt.“
    Joachim Kurz | kino-zeit.de
    „So fliegt einem das gan­ze miso­gy­ne Katastrophen-Jahrhundert noch ein­mal rich­tig um die Ohren.“ filmdienst.de

    Credits:

    DE/AT 2026, 95 Min., deut­sche OmeU
    Regie:  Regina Schilling
    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Carina Mergens
    mit: Sandra Hüller 

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    Ingeborg Bachmann – Jemand, der ein­mal ich war | Offizieller Trailer | Ab 25. Juni im Kino
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  • The Love that Remains

    The Love that Remains

    Ein Film von Hlynur Pálmason.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ füh­ren Anna und Magnús ein unauf­ge­reg­tes Leben an der wei­ten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tage­lang auf dem Meer, wäh­rend Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft. Dazwischen wan­dern sie mit den Kindern in den Bergen, ste­chen Fische auf den Seen, lau­fen Schlittschuh, schie­ßen Bogen, sam­meln Heidelbeeren oder beob­ach­ten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer gan­zen Weile getrennt. Doch irgend­wie schaf­fen es die bei­den nicht, auch ihre Leben von­ein­an­der zu trennen.

    The Love that Remains erzählt von der Natur, dar­über, was wir erschaf­fen, erneu­ern und zer­stö­ren, was uns eint und trennt sowie von feh­len­der Kommunikation und wider­sprüch­li­chen Gefühlen. Aber in ers­ter Linie geht es um Familie. Das ist der Kern des Films und damit steht er dann doch in einer Linie mit mei­nen frü­he­ren Kurz- und Spielfilmen.
    Wir nei­gen dazu, die Welt als gro­ßes Ganzes zu sehen, wie etwa in der Politik. Für mich aber sind die klei­nen und inti­men Momente das Wichtigste im Leben. Die Dinge, die uns nahe gehen, wie Familie, Geschwister, Kinder, die Natur und der Ort, den wir bewoh­nen. Nach Godland (Ende Juni im fsk) woll­te ich eine Geschichte erzäh­len, die im Heute spielt und unse­re jet­zi­ge Welt erkun­det. Ich woll­te die Orte fil­men, die mich umge­ben, mei­ne Heimat, mei­nen Garten ohne etwas künst­lich erbau­en zu müs­sen. Ich woll­te die Welt zei­gen, wie sie wirk­lich ist.
    Ich muss­te und woll­te einen Film über das Intime, das Alltägliche und sogar das Hässliche machen und nicht über das Epische, Perfekte oder Besondere. The Love that Remains ist ein sehr per­sön­li­cher, fami­liä­rer und eigen­ar­ti­ger Film – er hat etwas Träumerisches und Fluides.“
    Hlynur Pálmason

    Auch von Hlynur Pálmason: Godland (am 27. + 28.6.)

    Credits:

    IS/FR/DK/SE 2025, 109 Min., islän­di­sche OmU
    Regie & Kamera:  Hlynur Pálmason
    Schnitt: Julius Krebs Damsbo
    mit: Saga Garðarsdóttir, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Grímur Hlynsson, Anders Mossling, Sverrir Gudnason

    Trailer:
    The Love that Remains (Trailer OmU) – Saga Garðarsdóttir, Sverrir Guðnason
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  • Meine Frau weint

    Meine Frau weint

    Ein Film von Angela Schanelec.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein gewöhn­li­cher Arbeitstag auf der Baustelle. Den 40-jäh­ri­gen Kranführer Thomas erreicht ein Anruf von sei­ner Frau Carla, er soll sie im Krankenhaus abho­len. Dort trifft er sie wei­nend an und erfährt, dass sie einen Autounfall hat­te. Carla erzählt von ihrem Tanzpartner David, mit dem sie sich ein Haus auf dem Land anschau­en woll­te und der bei dem Unfall ums Leben gekom­men ist. Sie ver­sucht mit aller Ehrlichkeit ihrem Mann offen alles zu erzäh­len, doch Thomas zieht sich mehr und mehr in sich zurück. Sie ver­ste­hen ein­an­der nicht. Ein Film über die Herausforderung, die Leben bedeu­tet, und über die Suche einer gemein­sa­men Sprache. 
    „In einer farb­lich gera­de­zu zer­flie­ßen­den Bildsprache kreist der Film sinn­lich und kör­per­lich um die unbe­ant­wort­ba­re Frage, was Menschen zusam­men­hält und bei­ein­an­der­blei­ben lässt. Das nahe­zu qua­dra­ti­sche Bildformat grenzt dabei nicht etwa ein, son­dern führt die Figuren sogar näher zusam­men und lässt sie Ausdrucksmöglichkeiten jen­seits der Sprache fin­den.“ Filmdienst

    Angela Schanelec im Interview (Auszug):
    FG.: Der Film erzählt drei Tage, wenn ich rich­tig gezählt habe.
    A.S.: Drei Tage in der Geschichte von Thomas und Carla, ja. Es ist die Geschichte die­ser Tage, die Zeit geht wei­ter, aber der Zustand des Schmerzes ver­än­dert sich nicht.
    So habe ich es auch wahr­ge­nom­men und mich gefragt, war­um trotz­dem kei­ne Schwere auf­kommt und ich in Momenten sogar lachen muss­te.
    Vielleicht lacht man, weil die Verzweiflung der Figuren manch­mal kol­li­diert mit einer pro­fa­nen, gleich­mü­ti­gen Umgebung. Thomas und Carla haben, nach­dem ihre Liebe durch das, was gesche­hen ist, infra­ge gestellt ist, kei­nen Plan mehr, kei­ne Idee, was sie tun sol­len, wie ihr Leben wei­ter­ge­hen soll. Aber es geht ja wei­ter, Dinge pas­sie­ren, Freunde tau­chen auf, Träume kom­men ans Licht.
    Zum Beispiel der Regen im Tiergarten oder das Blasorchester.
    Ja. Manchmal fin­de ich auch komisch, was man sagt, wenn man ehr­lich sein will. Da muss­te ich auch beim Schreiben lachen. Sprache hat ein­fach ein Eigenleben und manch­mal beherr­schen wir sie nicht.

    Credits:

    DE/FR 2026, 96 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Schnitt:  Angela Schanelec
    Kamera: Marius Panduru
    mit: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Ben Carter

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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