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SAF

Ein Film von Ali Vatansever. Ab 24.2. im fsk. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Kamil, ein gut­her­zi­ger Arbeiter, nimmt einen Job auf einer benach­bar­ten Baustelle an. Als Widerständler gegen die städ­ti­sche Wandlung wider­spricht dies jedoch sei­nen Prinzipien. Sein Vorgänger bei die­ser Arbeit, ein syri­scher Flüchtling, möch­te sei­ne Stelle zurück, was einen Konflikt mit Kamil pro­vo­ziert. Doch Unterdrückung und Angst in Kamils Nachbarschaft und bei sei­ner Arbeit führen dazu, dass Kamil bei einem Unfall ums Leben kommt. Nun muss sich sei­ne Frau den Konsequenzen sei­ner Taten stellen.

Credits:

DE, RO, TR 2021, 108 min., Türkisch, Arabisch, Rumänisch, Deutsch OmU
Buch und Regie: Ali Vatansever
Kamera: Tudor Vladimir Panduru
mit Erol Afsin, Saadet Aksoy, Kida Khodr Ramadan

Trailer:
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Filme von Derek Jarman

80 Jahre alt wäre der Maler, Autor, Regisseur und poli­ti­sche Aktivist Derek Jarman am 31.1.22 gewor­den. Er starb 1986 an den Folgen sei­ner AIDS-Erkrankung, die er auch in sei­nen Filmen zur Sprache brach­te. BLUE, sein letz­ter und for­mal wohl extrems­ter Film, wur­de von der Krankheit, durch die er erblin­de­te, bestimmt. Die Ton- Musik- und Sprechcollage vor mono­chrom blau­er Leinwand ist poli­tisch und per­sön­lich, poe­tisch und dis­kur­siv zugleich.

Jarmans Filme gel­ten als radi­kal, zor­nig und enga­giert. Er führ­te einen ste­ti­gen Kampf gegen die Thatcher-Regierung und zeig­te sich hier­bei als Queer- und AIDS-Aktivist, aber sein Thema war vor allem auch die Liebe, beson­ders die ver­hin­der­te, und körperliche.

Wir zei­gen sechs sei­ner Werke, die neu restau­riert und digi­ta­li­siert wur­den. Dazu gibt eine Doku über ihn, von Regisseur Julien Isaac und Tilda Swinton, die ohne Jarman nicht zu den­ken wäre (und umge­kehrt), und in allen sechs Filme mitwirkt:

Caravaggio (1986, 93‘), der bio­gra­fi­sche Ausschnitt vom ita­lie­ni­schen Maler ist wohl sein bekann­tes­tes Werk. (21.1. 17:45)

The Garden (1990, 95‘) ist eine sinn­li­che, sub­jek­ti­ve, schwu­le Passionsgeschichte mit Garten-nahem Atomkraftwerk.(22.1. 17:45)

Edward II (1991, 90‘) hat bei Jarman einen etwas ande­ren Stand als bei Mel Gibson seinerzeit.(23.1. 17:45)

Wittgenstein (1993, 75‘) – „hei­te­re, dia­log­si­che­re, her­vor­ra­gend gespiel­te Gesamtschau auf das Leben eines phi­lo­so­phi­schen Außenseiters“ (Lexikon des intern. Films) (24.1. 17:45)

War Requiem (1989, 92‘) ist die fil­mi­sche Umsetzung Benjamins Brittons Musikstücks, mit Laurence Olivier in sei­ner letz­ten Rolle. (25.1. 17:45)

Blue DF (1993, 74‘), gespro­chen von Derek Jarman, Tilda Swinton, Nigel Terry, John Quentin, und in der deut­schen Fassung von Ulrich Matthes, Sylvester Groth, Wolfgang Condrus, Eva Mattes. (22. & 23.1. 15:45) Blue OV

Derek (2008, 76‘) – ein Brief, ein Interview, eine Rückschau und Hommage (26.1. 17:45)

  • alle Filme lau­fen in Originalfassung mit deut­schen Untertiteln, Blue in dt. und engl. Fassung

End of Season

ein Film von Elmar Imanov. Ab 17.2 im fsk. 

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Eine Familie in der Auflösung: Der arbeits­lo­se Schauspieler Samir will eigent­lich nur in Ruhe gelas­sen wer­den, sei­ne Frau Fidan über­legt, in Berlin eine Stelle anzu­neh­men, und Sohn Mahmud will vor allem sei­nen Eltern ent­flie­hen. Ein dra­ma­ti­scher Zwischenfall wäh­rend eines Ausflugs an den Strand legt die Risse in der Familie schmerz­haft frei. Der Film navi­giert meis­ter­haft zwi­schen den drei Figuren und por­trä­tiert sie zugleich als Fremde und Komplizen.

Credits:

DE/GE/AZ 2019, 92 Min., aze­ri OmU
Regie: Elmar Imanov
Kamera: Berta Valin Escofet und Driss Azhari
Schnitt: Ioseb „Soso” Bliadze
mit Rasim Jafarov, Zulfiyye Gurbanova, Mir-Mövsüm Mirzazade

Trailer:
END OF SEASON – Offizieller Trailer
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Petite Maman

ein Film von Céline Sciamma. Ab 17.2 im fsk. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Nach dem Tod von Nellys gelieb­ter Großmutter hilft das acht­jäh­ri­ge Mädchen sei­nen Eltern beim Ausräumen des Hauses, in dem ihre Mutter Marion ihre Kindheit ver­brach­te. Nelly erkun­det das Haus und den umlie­gen­den Wald, in dem ihre Mutter frü­her spiel­te und das Baumhaus bau­te, von dem Nelly so viel gehört hat. Eines Tages reist die Mutter unver­mit­telt ab. Da lernt Nelly ein gleich­alt­ri­ges Mädchen ken­nen, das im Wald gera­de ein Baumhaus baut. Das Mädchen heißt: Marion.
Céline Sciamma, zum zwei­ten Mal auf der Berlinale, hat mit ihrem fünf­ten Film ein höchst inten­si­ves und rei­fes Werk geschaf­fen. Im herbst­li­chen Licht der Bilder von Kamerafrau Claire Mathon spürt die Regisseurin mit poe­ti­scher Präzision einem wich­ti­gen Moment des Erwachsenwerdens nach. Wieder ein­mal stellt Sciamma das weib­li­che Universum in den Mittelpunkt ihrer Beschäftigung mit den Fragen des Lebens. Aus der Kraft der Erinnerung und der Imagination lässt sie einen ein­zig­ar­ti­gen emo­tio­na­len Resonanzraum entstehen.

Credits:

FR 2021, 72 Min., frz. OmU
Regie, Buch: Céline Sciamma
Kamera: Claire Mathon
Schnitt: Julien Lacheray
mit Joséphine Sanz, Gabrielle Sanz, Nina Meurisse, Stéphane Varupenne, Margot Abascal

Trailer:
Petite Maman – Official Trailer
im Kino mit deut­schen Untertitlen
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The other Side of the River

ein Film von Antonia Kilian. Ab 27.1. im fsk. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Ich habe 20 Jahre ohne Mann gelebt und kann wei­te­re 100 ohne leben.“ Hala ist mit 19 Jahren vor einer Zwangsheirat aus dem nord­sy­ri­schen Minbij über den Euphrat geflo­hen – und beim kur­di­schen Militär gelan­det. In Rojava bekommt sie eine Kampfausbildung und das Selbstbewusstsein, um sich und ande­re Frauen künf­tig vor Gewalt zu schüt­zen. Dass das nicht über­all auf Verständnis trifft, erlebt sie, als sie in ihre Heimatstadt zurück­kehrt, um ihre jün­ge­ren Schwestern zu ret­ten. Spannend erzählt Antonia Kilian in ihrem Regiedebüt von Frauen, die um ihre Selbstbestimmtheit kämp­fen. Dabei blitzt immer wie­der ein Hauch von Freiheit auf: in einer wehen­den Gardine, einer Autofahrt mit wind­zer­zaus­ten Haaren oder einem Bad im Euphrat. Anja Klauck

Credits:

DE/FI 2021, 92 Min., Arabisch, Kurdisch, Deutsch mit deut­schen Untertiteln
Regie: Antonia Kilian
Kamera: Antonia Kilian
Ton: Nadya Derwish
Schnitt: Arash Asadi


Trailer:
The Other Side Of The River | offi­zi­el­ler deut­scher Trailer
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Are You Lonesome Tonight?

ein Film von Wen Shipei . Ab 27.1. im fsk. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

ARE YOU LONESOME TONIGHT? ist der poe­ti­sche und eigen­wil­li­ge ers­te Spielfilm des chi­ne­si­schen Regisseurs Wen Shipei. Wens Film ist ein Noir-Thriller, aber Wen scheint ande­ren Leitsternen zu fol­gen als etwa Diao Yi’nan, des­sen FEUERWERK AM HELLICHTEN TAGE und SEE DER WILDEN GÄNSE Noir-Geschichten erzähl­ten, die rela­tiv nah bei den US-Filmen der drei­ßi­ger bis fünf­zi­ger Jahre waren: mit Femmes Fatales, mit ver­lo­re­nen Helden und einem rea­lis­tisch-sozia­len Hintergrund.

Wen Shipeis ver­träum­te Erzählung hat weni­ger Bezüge zum ame­ri­ka­ni­schen Noir als zum fran­zö­si­schen poe­ti­schen Realismus von Marcel Carné und Max Ophüls, und zu den exis­ten­tia­lis­ti­schen Dramen von Robert Bresson. Wen erzählt sei­nen Film in Erinnerungsbildern, die sich durch Überblendungen kris­tal­li­sie­ren und immer wei­te­re, prä­zi­se­re Kreise zie­hen, aber am Ende womög­lich nur eine Traumchimäre sind. Die Räume sind ver­stellt und laby­rin­thisch, das Licht oft extrem far­big. Selbst häss­lichs­te rea­le Orte haben in den Kamerabildern einen Zauber. Das Wetter bestimmt hier immer spür­bar die Atmosphäre, die Hitze, der schwü­le Regen. Es ist kein Zufall, dass der (Anti-)Held Xueming (Eddie Peng) Klimaanlagen repa­riert. Die feuch­te Hitze wirkt wie ein emo­tio­na­ler Brutkasten, der Regen lässt die müden Seelen kochen. Wörtlich über­setzt lau­tet der chi­ne­si­sche Titel des Filmes „Es war ein­mal in den Tropen“.

Xuemíng erzählt aus dem Gefängnis, was pas­siert ist: Er hat nachts einen Mann über­fah­ren, der urplötz­lich vor sei­nem Laster auf­taucht, als er sich gera­de eine Zigarette anzün­det. Xueming begeht Fahrerflucht, aber sei­ne Schuldgefühle las­sen ihm kei­ne Ruhe. Er will sich stel­len, aber auf der Polizeistation über­wäl­tigt ihn die aggres­si­ve Atmosphäre. Als er zufäl­lig Frau Liang, die Witwe des Opfers, trifft, will er sich ihr gegen­über offen­ba­ren, fin­det aber bald her­aus, dass mehr hin­ter der Geschichte steckt und Herr Liang kein unschul­di­ges Opfer war. Eine Tasche vol­ler Geld spielt eine Rolle, und Gestalten erschei­nen, die wie Gespenster hin­ter Xueming her sind.

ARE YOU LONESOME TONIGHT? ist eines der erstaun­lichs­ten Debüts der letz­ten Jahre, mit einem ganz eige­nen Rhythmus, einem umwer­fen­den Gefühl für hyp­no­ti­sche Bilder. Von Wen Shipei lässt sich noch eini­ges erwar­ten. Tom Dorow | indiekino.de

Credits:

Originaltitel: Re dai wang shi
CN 2021, 95 Min., man­da­rin OmU
Regie: Wen Shipei
Kamera: Cedric Cheung-Lau, Xiaosu Han, Zhang Heng, Andreas Thalhammer
Schnitt: Zhu Lin, Will Wei, Dong Jie, Noé Dodson, Cao Hangchen

mit: Eddie Peng, Peiyao Jiang, Zhang Yu, Sylvia Chang 


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Moleküle der Erinnerung – Venedig, wie es niemand kennt

ein Film von Andrea Segre.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Beim ers­ten Lockdown vor einem Jahr stran­det Regisseur Andrea Segre im ver­las­se­nen Venedig. Er ist gera­de für Dreharbeiten in der Luganenstadt, als sie sich schlag­ar­tig ver­än­dert: kei­ne Touristen, ein lee­rer Canale Grande und auf der Piazza San Marco sind nur noch die Schreie der Möwen zu hören. Seinen ursprüng­li­chen Film kann er nicht wei­ter­dre­hen, und beginnt statt­des­sen mit einer Annäherung an sei­ne Familiengeschichte, die hier ihren Anfang nahm.
„Andrea Segres ein­ma­lig poe­ti­sche Doku ist mehr als ein Corona-Tagebuch. Geschickt spielt der Regisseur mit Super8-Aufnahmen sei­nes Vaters, mischt ele­gant alte Fotografien von Venedig mit sei­nen neu­en Aufnahmen, unter­legt mit Teho Teardos dräu­en­der Musik. Letztlich ent­steht eine berü­ckend melan­cho­li­sche Liebeserklärung an den schweig­sa­men Vater und an Venedig. Der ver­stor­be­ne Vater, ein Wissenschaftler, stu­dier­te Molekülbewegungen und arbei­te­te als Chemiker in Venedig.
Der Großvater war Jude, die Großmutter nicht. Die Shoa beglei­te­te sie als lebens­lan­ger Schrecken, erzählt Segres Off-Stimme bei sei­ner Annäherung an die Familiengeschichte. ‚Während mei­nes gan­zen absur­den Lebens, das ich gelebt hat­te, war über Jahre hin­weg ein dunk­ler Wind von irgend­wo tief in mei­ner Zukunft auf mich zuge­kom­men‘. Nicht umsonst beginnt der ver­sier­te Filmemacher mit die­sem Zitat aus Albert Camus‘ Roman ‚Der Fremde‘. Der bar­ba­ri­sche Zivilisationsbruch des Jahrhunderts hat auch in sei­ner Biographie Spuren hin­ter­las­sen.“ Luitgard Koch | programmkino.de

Credits:

IT 2020, 68 Min., ital. OmU,
Buch & Regie: Andrea Segre
Kamera: Matteo Calore, Andrea Segre
Schnitt: Chiara Russo

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The Assistant

Ein Film von Kitty Green.

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Ein wei­te­rer Tag im Büro: Jane, die neue Assistentin eines mäch­ti­gen Medienmoguls, war als Erste da und wird am Ende des Films als Letzte wie­der gehen. Sie erle­digt ihre Aufgaben, erträgt die stän­di­gen Feindseligkeiten ihrer Kollegen und wid­met sich dem wach­sen­den Stapel an Arbeit mit Sorgfalt und Präzision: Terminpläne aus­dru­cken, Reisen orga­ni­sie­ren, Mittagessen bestel­len, das Büro ihres Chefs auf­räu­men. Ohne dass er jemals auf der Leinwand erscheint, ist der Chef all­ge­gen­wär­tig, bei Jane eben­so wie bei den Zuschauer*innen. Wir hören ihn durch das Telefon, als er Jane zurecht­weist, und wir sehen eine gan­ze Reihe attrak­ti­ver Frauen, die auf sei­ne Anweisung hin in die Firma kom­men. Als Janes Misstrauen und ihr Unbehagen über­hand­neh­men, offen­bart sich, dass sie Teil eines miss­bräuch­li­chen Systems ist.
Mit visu­el­ler Strenge und erzäh­le­ri­scher Ruhe rich­tet Kitty Greens fes­seln­des Spielfilmdebüt den Fokus auf die repres­si­ven Vorgänge am Arbeitsplatz. Sie schil­dert den Missbrauch, der hin­ter geschlos­se­nen Türen statt­fin­det, aus der Perspektive der­je­ni­gen, die ihn wil­lent­lich oder unwil­lent­lich ermög­li­chen. Am Ende haben wir viel­leicht nicht viel gese­hen, aber umso mehr verstanden.

Kritik in der Zeit


Credits:

US 2019, 87 Min., engl. OmU,
Regie: Kitty Green
Kamera: Michael Latham
Schnitt: Kitty Green, Blair McClendon
mit Julia Garner, Matthew Macfadyen, Makenzie Leigh, Kristine Froseth


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Niemand ist bei den Kälbern

ein Film von Sabrina Sarabi.

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Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und rings­um nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres lang­jäh­ri­gen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit präg­ten, ist längst dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es schon lan­ge kei­ne Liebe mehr. Ihr Vater säuft.
Den Kirsch hat auch Christin immer griff­be­reit unterm Autositz. Unter der flir­ren­den Hitze des Sommers scheint die Zeit still­zu­ste­hen. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf, und die Welt beginnt sich wie­der zu drehen.

Credits:


DE 2021, 116 Min., dt. O.m.engl. U.
Buch und Regie: Sabrina Sarabi
nach dem Roman von Alina Herbing
Kamera: Max Preiss
Schnitt: Heike Parplies
mit: Saskia Rosendahl, Rik Okon, Godehard Giese, Enno Trebs, Peter Moltzen, Anne Weinknecht

Trailer:
Ausschnitt
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The Lost Daughter – Frau im Dunkeln

ein Film von Maggie Gyllenhaal.

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Eine Literaturwissenschaftlerin macht Urlaub auf einer grie­chi­schen Insel und genießt die Zeit am Strand, bis eine Großfamilie auf­taucht und ihre Ruhe stört. Dabei ist es nicht nur das lau­te Treiben, das die Frau irri­tiert. Die Präsenz einer jun­gen Mutter und ihrer klei­nen Tochter wecken Erinnerungen an ihre eige­ne Vergangenheit als Mutter zwei­er Töchter, die sich, als die Mädchen klein waren, von der Mutterrolle über­for­dert fühl­te und eine radi­ka­le Entscheidung traf. Die Adaption des gleich­na­mi­gen Romans von Elena Ferrante chan­giert ele­gant zwi­schen zwei Zeitebenen und ver­webt sie zum Porträt einer Frau, die sich von klas­si­schen Rollenbildern löst, dafür aber die Bürde laten­ter Scham mit sich trägt. Mit gro­ßer Sensibilität arbei­tet die Inszenierung die unglei­chen Verhältnisse zwi­schen den Geschlechtern her­aus und den Druck, der dadurch auf der ful­mi­nant ver­kör­per­ten Protagonistin las­tet.” Filmdienst
„Gyllenhaal hat Ferrantes Buch selbst adap­tiert, die Textur ihrer Bilder lässt den lite­ra­ri­schen Ursprung manch­mal fast ver­ges­sen. Noch im kleins­ten visu­el­len Detail steckt ein Information aus Ledas Leben – selbst aus den zwan­zig Jahren, die „The Lost Daughter“ über­springt. Die jun­ge Leda, wenn sie mal in ihrer unge­lieb­ten Mutterrolle auf­geht, hat ein Spiel mit ihren Töchtern: Es gewinnt, wer geschickt genug ist, die Haut einer Orange in einem Stück zu schä­len. Das ist auch „The Lost Daughter“: ein Geduldspiel, kunst­voll und zer­brech­lich.” Andreas Busche | Tagesspiegel

Credits:


US/GB/GR/IL 2021, 121 Min., engl. OmU
Buch und Regie: Maggie Gyllenhaal
nach dem Roman „Frau im Dunkeln” von Elena Ferrante
Kamera: Hélène Louvart
Schnitt: Affonso Gonçalves
mit: Olivia Colman, Jessie Buckley, Dakota Johnson, Ed Harris, Peter Sarsgaard, Paul Mescal, Dagmara Dominczyk, Alba Rohrwacher

Trailer:
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