Die Liebe der Kinder

Die Liebe der Kinder

Ein Film von Franz Müller. Am 19.4. 13:30Uhr in Anwesenheit von Franz Müller. im fsk.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Maren und Robert ler­nen sich durchs Internet ken­nen, ver­lie­ben sich, obwohl sie sehr unter­schied­lich sind. Sie sind schon etwas älter und haben bei­de Kinder. Eine Affäre beginnt und irgend­wann zie­hen sie zusam­men. Es ent­wi­ckelt sich schon bald eine Beziehung zwi­schen ihren Kindern, was nicht ohne Probleme und Auswirkungen auf ihre eige­ne Beziehung bleibt. „Die Liebe der Kinder“ erzählt die ein­fachs­te und am häu­figs­ten über­lie­fer­te Geschichte des Kinos: Boy meets Girl. Und tut das auf eine Weise, die ihr eige­nes Recht zurück­hal­tend behaup­tet: Franz Müller, der das Drehbuch geschrie­ben und Regie geführt hat, schil­dert das Suchen, Finden und Verlieren aus einer ange­neh­men Distanz. Der unsen­ti­men­ta­le Schnitt und die agi­le Kamera geben vor allem dem Verdrucksten und Verlegenen viel Raum und ver­mei­den damit, alle Gefühle dem Zuschauer als bedeu­tungs­vol­le Definition zu erklä­ren. Eine schö­ne Etüde über die Liebe.“ (Matthias Dell) „DIE LIEBE DER KINDER ist ein Film über die schreck­li­che Gewissheit dar­über, dass jede Liebe rela­tiv ist. Dass auch ein erwach­se­ner Mensch aus einem roman­ti­schen Impuls her­aus gegen die­se Gewissheit ankämpft, dage­gen rebel­liert, macht ihn mei­ner Meinung nach mensch­lich, sym­pa­thisch und nicht zuletzt auch komisch.“ Franz Müller

Credits:

DE 2009, 84 Min., deut­sche OmeU

Regie & Buch.: Franz Müller,
Kamera: Christine A. Maier
Schnitt: Stefan Stabenow

mit.: Marie-Lou Sellem,
Alex Brendemühl,
Katharina Derr,
Tim Hoffmann

Trailer:
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Kategorie: bald

  • Die Liebe der Kinder

    Die Liebe der Kinder

    Ein Film von Franz Müller. Am 19.4. 13:30Uhr in Anwesenheit von Franz Müller. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Maren und Robert ler­nen sich durchs Internet ken­nen, ver­lie­ben sich, obwohl sie sehr unter­schied­lich sind. Sie sind schon etwas älter und haben bei­de Kinder. Eine Affäre beginnt und irgend­wann zie­hen sie zusam­men. Es ent­wi­ckelt sich schon bald eine Beziehung zwi­schen ihren Kindern, was nicht ohne Probleme und Auswirkungen auf ihre eige­ne Beziehung bleibt. „Die Liebe der Kinder“ erzählt die ein­fachs­te und am häu­figs­ten über­lie­fer­te Geschichte des Kinos: Boy meets Girl. Und tut das auf eine Weise, die ihr eige­nes Recht zurück­hal­tend behaup­tet: Franz Müller, der das Drehbuch geschrie­ben und Regie geführt hat, schil­dert das Suchen, Finden und Verlieren aus einer ange­neh­men Distanz. Der unsen­ti­men­ta­le Schnitt und die agi­le Kamera geben vor allem dem Verdrucksten und Verlegenen viel Raum und ver­mei­den damit, alle Gefühle dem Zuschauer als bedeu­tungs­vol­le Definition zu erklä­ren. Eine schö­ne Etüde über die Liebe.“ (Matthias Dell) „DIE LIEBE DER KINDER ist ein Film über die schreck­li­che Gewissheit dar­über, dass jede Liebe rela­tiv ist. Dass auch ein erwach­se­ner Mensch aus einem roman­ti­schen Impuls her­aus gegen die­se Gewissheit ankämpft, dage­gen rebel­liert, macht ihn mei­ner Meinung nach mensch­lich, sym­pa­thisch und nicht zuletzt auch komisch.“ Franz Müller

    Credits:

    DE 2009, 84 Min., deut­sche OmeU

    Regie & Buch.: Franz Müller,
    Kamera: Christine A. Maier
    Schnitt: Stefan Stabenow

    mit.: Marie-Lou Sellem,
    Alex Brendemühl,
    Katharina Derr,
    Tim Hoffmann

    Trailer:
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  • Achtung Berlin! 2026

    Achtung Berlin! 2026

    Das Filmfestival Achtung Berlin!, bei dem wir mitt­ler­wei­le zum ach­ten Mal Spielort sind, prä­sen­tiert zwar Produktionen aus Berlin und Brandenburg, ist aber nicht an den Ort gebunden.

    Nach allen Filmvorstellungen folgt ein Q&A mit dem Filmteam.
    Das Programm im fsk:


    Samstag, 18.4.

    18:00 Gropiusstadt Supernova (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 82 Min.
    Sprache [deutsch], [tur­kisch], [ara­bisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Ben Voit

    [Tickets]

    Berlin-Gropiusstadt, eine Plattenbausiedlung am Stadtrand. Es ist der letz­te Tag des Jahres, auf­ge­la­den mit gro­ßen Erwartungen und den Raketen der Ungeduldigen. Drei Menschen ste­hen vor einem Wendepunkt: Tarik erhält einen Brief zu sei­ner bevor­ste­hen­den Abschiebung, Stella die Zusage für eine Schauspielschule im Ausland und Luan erwacht aus einem Albtraum, in dem er von bei­den zurück­ge­las­sen wird. Nachdem sein Bruder ver­schwun­den ist und ein miss­glück­ter Überfall das Viertel in Aufruhr ver­setzt, befürch­tet er das Schlimmste. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Tariks Schicksal abzu­wen­den. Doch je mehr er ver­sucht, den Lauf der Dinge auf­zu­hal­ten, des­to wei­ter drif­tet er selbst ins Abseits.


    Sonntag, 19.4.

    16:00 A jewish pro­blem (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 79 Min.,
    Sprache [eng­lisch], [hebrä­isch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Ron Rothschild

    [Tickets]

    Von 2007 bis 2010 dien­te Ron als Kameramann für die israe­li­sche Armee. Heute lebt er in Berlin, und der Krieg scheint weit ent­fernt – doch die Spuren sei­ner Heimat, Erinnerungen an Palästina und das Echo der Gewalt sind all­ge­gen­wär­tig. Begleitet von sei­ner Stimme wer­den wir Zeug:innen eines schmerz­haf­ten, per­sön­li­chen Schicksals von Vertreibung – zwi­schen Berlin, Palästina und Israel. Aufnahmen der Gespräche mit sei­ner Großmutter, Familienarchive und Filmmaterial aus sei­ner Zeit in den besetz­ten Gebieten, ergän­zen sich zu einem Film, der sich zwi­schen Vergangenheit und Gegenwart, zwi­schen per­sön­li­chem Erinnern und kol­lek­ti­ver Geschichte situ­iert. Die Sehnsucht nach Zugehörigkeit im Exil pro­vo­ziert wider­sprüch­li­che Gefühle und offe­ne Fragen, denen sich Ron stellt, ohne sie aufzulösen.


    Sonntag, 19.4.

    18:30 Weisser Rauch über Schwarze Pumpe (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 89 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Martin Gressmann

    [Tickets]

    Die alten Bilder rie­chen nach Phenol und Braunkohlestaub: Das Frühjahr 1991 im Energiedreieck der DDR um die Orte Spremberg, Hoyerswerder und Schwarze Pumpe – Verzweiflung von kurz vor der Entlassung ste­hen­den Arbeiter*innen. Heute hat sich das Erscheinungsbild der Kohlekraftwerke geän­dert. Es sind nur noch zwei Kühltürme da, das eigent­li­che Braunkohlenwerk ist ver­klei­det. Die von wei­tem sicht­ba­re Dampfschleppe der Türme, die ewi­gen Braunkohlezüge – ein sich in die Landschaft fres­sen­de Tagebau ist geblie­ben. Die Bergleute – jetzt kurz vor oder schon in Rente – äußern sich zu wech­sel­haft ver­lau­fen­den Arbeitsjahren. Mit Rente und Familienschicksal über­wie­gend zufrie­den, sehen sie die Entwicklungen zu nicht-fos­si­ler Energie und den Strukturwandel meist kritisch.



    Sonntag, 19.4.

    20:45 Das Glück der Tüchtigen (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 104 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Franz Müller, Buch: Franz Müller, Marcus Seibert

    [Tickets]

    Mira hat das, was man ein gutes Leben nennt: Vor kur­zem hat sie die Position der Managerin in einem Supermarkt über­nom­men, die lie­be­vol­le Beziehung zu ihrem Mann und den bei­den Töchtern geben ihr Unterstützung und Kraft. Dann wird ein ein­zi­ger Moment der Schwäche, in dem Mira sich nicht dazu durch­rin­gen kann, ehr­lich zu sein, zum Auslöser für eine Kaskade von Halbwahrheiten und Lügen. Ihr Leben wird zu einem Kampf, der ver­hin­dern soll, dass alles zer­bricht. Als wäre das nicht genug, hört sie in ihrem Kopf immer wie­der die Stimme ihrer bour­geoi­sen Mutter, die sie davon über­zeu­gen möch­te, dass sie sich zu nied­ri­ge Ziele gesetzt hat.


    Montag, 20.4

    18:30 Active Vocabulary (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 82 Min.
    Sprache [eng­lisch], [deutsch], [rus­sisch], [kir­gi­sisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Yulia Lokshina

    [Tickets]

    Eine Frau mit Plastiktüten an den Füßen steht im Wald, am Rand von Moskau. Sie ist ehe­ma­li­ge Lehrerin. Es ist Winter und alles vol­ler Schnee. Um sie her­um sind jun­ge Tagelöhner aus Zentralasien, die die­sen Wald abhol­zen sol­len. Die Frau ver­tei­digt mit aller Kraft den Wald. Der Wald soll dem Bau einer neu­en Schule wei­chen. Die Schule wie­der­um wird zur Trägerin der Staatsideologie wer­den, die die äuße­re mili­tä­ri­sche Expansion legi­ti­mie­ren soll. Es ist Mitte Februar 2022. Es ist kurz vor dem Krieg, Die Gesetzeslage ver­schärft sich, Lehrkräfte und Schüler*innen tre­ten in gegen­sei­ti­ge Beobachtung: Kurz nach der Invasion spricht sich eine jun­ge rus­si­sche Lehrerin gegen den Krieg aus. Sie wird heim­lich auf­ge­zeich­net und von einer Schülerin denun­ziert. Sie flieht nach Berlin, wo eine deut­sche Schulklasse ihren Fall nach­stellt und zu ver­ste­hen ver­sucht, wie es zu dem Verrat kam. Der Film folgt die­sen Ereignissen, um über Prozesse der poli­ti­schen Überwältigung und die Bedingungen des Widerstands nachzudenken.


    Montag, 20.4


    20:45 WB ML 5, Dear Ellis (KF)
    13 Min.
    Sprache [man­da­rin] UT [eng­lisch]
    Regie: Yinuo Wang

    und

    The Plant from the Canaries
    66 Min.
    Sprache [korea­nisch], [eng­lisch], [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Lan-Xi Ruan,

    [Tickets]

    May, eine drei­ßig­jäh­ri­ge Drehbuchautorin in Berlin, gerät aus dem Gleichgewicht, nach­dem ihr Partner aus­ge­zo­gen ist. Sie beginnt eine Therapie und ver­lässt kaum noch die Wohnung. Schlaflose Nächte brin­gen sie in Erinnerungen zurück zu ihrer Jugend in Seoul, wo sie ein­mal einen streu­nen­den Hund auf­ge­nom­men hat. Sie ver­traut sich einer Freundin an und erkennt, dass ihr Abschiede schwerfallen.


    Dienstag, 21.4.


    18:30 Sechswochenamt (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 98 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch, deutsch – dual]
    Regie, Buch: Jacqueline Jansen

    [Tickets]

    Nach dem Tod ihrer Mutter ver­bringt Lore sechs Wochen in der rhei­ni­schen Heimat, um der Verstorbenen ihren letz­ten Wunsch zu erfül­len. Dabei muss sie sich gegen fest­ge­fah­re­ne Familienstrukturen und eine Bürokratie, die von der ers­ten Covid-Welle gelähmt ist, behaup­ten. Sechs Wochen Ausnahmezustand. Sie fan­gen an zu ver­strei­chen, und es scheint, dass Lore in einer absur­den Symbiose mit der pan­de­mi­schen Ausnahmesituation zu leben beginnt. Sechs Wochen, in denen sie lernt, ihre Trauer zuzu­las­sen, um nicht von ihr auf­ge­fres­sen zu wer­den. In denen sie erfährt, dass die Endlichkeit des Lebens geplant wer­den muss und dass es kei­ne Antwort auf die Frage gibt: Wie trau­ert man richtig.


    Dienstag, 21.4.


    20:45 Nichts bleibt und nichts ver­schwin­det (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2026, 79 Min.
    Sprache [deutsch], [eng­lisch], [rumä­nisch] UT [eng­lisch, deutsch – dual]
    Regie, Buch: Paul Sonntag

    [Tickets]

    Eine Straßenecke in Berlin-Moabit ver­än­dert sich: Aus einem altern­den Supermarkt wird eine Baustelle, wird ein Neubau. Regale wer­den ein­ge­räumt, Wände abge­ris­sen, Pause gemacht und Geld gezählt. Die Menschen, die hier arbei­ten, las­sen den Ort ent­ste­hen und ver­ge­hen. In wel­cher Beziehung ste­hen sie zu ihm? Wie bestimmt er die Umstände ihrer Arbeit? Über einen Zeitraum von fünf Jahren unter­sucht der Film mit Geduld, Humor und lie­be­vol­lem Blick das Verhältnis zwi­schen Konstanten und Veränderung am Ort. Verschiedene Versionen des Ortes über­la­gern sich und fin­den zwi­schen Kühlregal, Baugerüst und Sichtbeton gleich­zei­tig statt. Mal spie­le­risch, mal gespens­tisch, kom­men dabei Wiederholungen zum Vorschein, wie Echos zwi­schen den Welten.



    Mittwoch, 22.4.

    18:30 Im Licht der Sandbank (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 75 Min.
    Sprache [deutsch], [eng­lisch], [fran­zö­sisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Kilian Helmbrecht

    [Tickets]

    Als Vogelwart ver­bringt Kilian sie­ben Monate allei­ne auf Scharhörn, einer Düneninsel in der Helgoländer Bucht. Seine Aufgaben bestehen aus Vogelzählung, Observierung und dem Sammeln von Treibgut. Das Gespür für die sich stets ver­än­dern­de Landschaft mit ihren Vogelschwärmen am Himmel und dem extrem wech­seln­den Wetter liegt eben­so in den Bildern wie im unge­küns­tel­ten Soundtrack aus Wind, Regen und Vogelrufen. Kontakte nach außen sind rar, aber umso deut­li­cher wirkt das Eindringen der Außenwelt. Vorboten des Klimawandels und Nachrichten aus dem Krieg errei­chen die Insel. In der melan­cho­li­schen Grundstimmung liegt sowohl ein Echo der Einsamkeit als auch die Ahnung, dass die Existenz die­ses Ortes ohne eige­nes Zutun zutiefst bedroht ist. In der genau­en Beobachtung ent­steht ein Sinnbild für das Verschwinden von Vielfalt und wie es beginnt



    Mittwoch, 22.4.

    20:45 Luisa (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 94 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Julia Roesler, Buch: Julia Roesler, Silke Merzhäuser

    [Tickets]

    Luisa lebt in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung am Rande einer deut­schen Kleinstadt. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und Abenteuer ein. Zunächst unbe­merkt wird Luisa stil­ler – über­ra­schend kommt her­aus, dass sie schwan­ger ist. Sie selbst schweigt dazu, wie es pas­siert ist. Alle wis­sen, dass ihr Freund Anton nicht zeu­gungs­fä­hig ist. Ein Verdacht auf sexu­el­len Missbrauch liegt nahe. Luisa ent­schließt sich, die Schwangerschaft abbre­chen zu las­sen. Es wird poli­zei­lich ermit­telt, ob eine Straftat vor­liegt – die Ermittlungen wer­den zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und die gesam­te Wohngruppe.

  • Cotton Queen

    Cotton Queen

    Ein Film von Suzannah Mirghani. Ab 23.4. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nafisa (15) lebt in einem tra­di­tio­nel­len Baumwolldorf im Sudan. Sie hat Sommerferien und muss mit ihren Freundinnen bei der Baumwollernte ihrer Großmutter hel­fen. Außerdem ist sie zum ers­ten Mal ver­liebt – in einen Jungen aus dem Dorf.

    Ihre Großmutter Al-Sit, die geach­te­te Matriarchin, hält die Fäden des Dorfs fest in ihren Händen und gibt ihr Wissen an Nafisa weiter.

    Die Ankunft von Nadir, einem jun­gen sudan­stäm­mi­gen Geschäftsmann aus dem Ausland, droht das Leben des Dorfs durch neue Technologien im Baumwollanbau zu erschüt­tern. Nafisas Eltern wit­tern die Chance, ihre Tochter mit Nadir zu ver­hei­ra­ten und so den Wohlstand der Familie zu ver­grö­ßern. Doch das letz­te Wort über Nafisas Zukunft – ob sie beschnit­ten wird und wen sie heira­ten darf – hat Al-Sit.

    Hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen den Forderungen ihrer Familie und ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit muss Nafisa ihren eige­nen Weg zwi­schen Tradition und Moderne finden.

    Credits:

    DE, FR, PS, QA, SA, SD 2025, 93 Min., arab. OmU
    Regie: Suzannah Mirghani
    Kamera: Frida Marzouk
    Schnitt: Amparo Mejías, Simon Blasi, Frank Müller
    mit: Mihad Murtada, Rabha Mohamed Mahmoud, Talaat Fareed, Haram Bisheer, Mohamed Musa, Hassan Kassala

    Trailer:
    Cotton Queen | offi­zi­el­ler deut­scher Trailer (OmU)

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  • Wir glauben euch

    Wir glauben euch

    Ein Film von Charlotte Devillers und Arnaud Dufeys. Ab 7.5. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Alice, eine 40-jäh­ri­ge Mutter, steht vor der größ­ten Herausforderung ihres Lebens: Vor Gericht muss sie alles dar­an­set­zen, die Rechte und Ängste ihrer Kinder hör­bar zu machen. Die Möglichkeit, ihren Vater wie­der­se­hen zu müs­sen, ver­setzt sie in Schrecken. Doch an die­sem Tag ist nicht nur der Vater ange­klagt – viel­mehr gerät plötz­lich Alice selbst ins Visier der Justiz.

    Der Film por­trä­tiert einen auf­wüh­len­den und emo­tio­na­len Kampf um Gerechtigkeit, in dem die schmerz­li­chen Grenzen zwi­schen Schuld und Verantwortung ver­schwim­men. Im Zentrum steht der ver­zwei­fel­te Versuch, das Richtige zu tun. Geprägt von Ängsten und Zweifeln kämpft Alice um das, was ihr am wich­tigs­ten ist: die Sicherheit ihrer Kinder. WIR GLAUBEN EUCH ist ein Drama über eine Mutter, die kei­ne Heldin sein will, aber eine sein muss. Über eine Justiz, die nicht nur urteilt, son­dern auch hin­ter­fragt. Und über die Frage, wie weit man gehen darf, um die­je­ni­gen zu schüt­zen, die sich nicht selbst ver­tei­di­gen können.

    Credits:

    On vous croit
    BE 2025, 78 Min., frz. OmU
    Regie:
    Charlotte Devillers , Arnaud Dufeys
    Kamera:
    Pépin Struye
    Schnitt: Nicolas Bier

    mit: Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, Ulysse Goffin, Adèle Pinckaers

    Trailer:
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  • Rose

    Rose

    Ein Film von Markus Schleinzer. Ab 30.4. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im 17. Jahrundert taucht in einem abge­le­ge­nen pro­tes­tan­ti­schen Dorf in deut­schen Landen ein mys­te­riö­ser Soldat auf. Der klei­ne, ruhi­ge Fremde, des­sen Gesicht von einer Narbe ent­stellt ist, gibt sich als Erbe eines ver­las­se­nen Gehöfts aus. Um sei­nen Anspruch zu unter­mau­ern, legt er den miss­traui­schen Dorfbewohnern ein Dokument vor. Mit der Zeit geben sie ihre Zweifel auf. Er erweist sich als flei­ßi­ger und got­tes­fürch­ti­ger Mann und wird Teil der Gemeinschaft, wenn­gleich sein Wunsch nach Zugehörigkeit auf einer unhalt­ba­ren Lüge fußt. Die wah­re und ver­wor­re­ne Geschichte einer Land-und-Leute-Betrügerin, die als Frau gebo­ren wur­de, sich wie ein Mann ver­hielt und ein gan­zes Dorf täuschte.

    Berlinale: Silberner Bär für Sandra Hüller als bes­te Darstellerin

    Credits:

    DE/AT 2026, 93 Min., Deutsch OmeU
    Regie: Markus Schleinzer
    Kamera: Gerald Kerkletz
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich

    mit: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    ROSE – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 30. April im Kino
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  • Direct Action

    Direct Action

    Ein Film von Guillaume Cailleau & Ben Russell. Am 11. & 12.4. im fsk. Am 12.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Als direk­te Aktion wer­den Aktionsformen des Protests bezeich­net, bei denen die Beteiligten selbst tätig wer­den, um ihre Interessen unmit­tel­bar durch­zu­set­zen. DIRECT ACTION zeich­net ein Porträt von einer der bekann­tes­ten mili­tan­ten Aktivist*innengruppen, die der­zeit in Frankreich für Veränderungen kämpft: ein 150 Personen umfas­sen­des, länd­li­ches Kollektiv, das sich 2018 erfolg­reich gegen ein inter­na­tio­na­les Großflughafenprojekt auf fran­zö­si­schem Boden wehr­te und dazu von 2012 bis 2018 eine auto­no­me Zone besetzt hielt, die es gegen meh­re­re gewalt­sa­me Räumungsversuche durch den Staat ver­tei­dig­te und das 2021 eine neue öko­lo­gi­sche Bewegung ins Leben rief.
    Mit einem kol­la­bo­ra­ti­ven und immersi­ven Beobachtungsansatz doku­men­tiert der Film den Alltag eines viel­fäl­ti­gen Ökosystems aus Aktivist*innen, Hausbesetzer*innen, Anarchist*innen, Landwirt*innen und von der Regierung als Öko-Terrorist*innen dis­kre­di­tier­ten Personen. Kann der Erfolg einer radi­ka­len Protestbewegung einen Weg aus der Klimakrise weisen?

    Credits:

    DE/FR 2024, 216 Min., Französisch, Marokkanisch-Arabisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Guillaume Cailleau & Ben Russell.
    Kamera: Ben Russell

    Trailer:
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  • Wanda

    Wanda

    Ein Film von Barbara Loden. Ab 9.4. im fsk. Preview am 2.4. 20:30 mit Lesung (engl.) aus dem Buch THE MELANCHOLIA OF CLASS von / by CYNTHIA CRUZ

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Barbara Loden erzählt in ihrem ein­zi­gen Spielfilm WANDA von einer Frau, die schein­bar ziel­los durch das länd­li­che Pennsylvania zieht. Nachdem sie ihren Mann und ihre Kinder ver­las­sen hat, treibt Wanda von Ort zu Ort, von Begegnung zu Beziehung, durch sozia­le und emo­tio­na­le Randzonen. Als sie sich einem Kleinkriminellen anschließt, scheint sie ihre bis­he­ri­ge Existenz voll­kom­men hin­ter sich zu las­sen, bis ein miss­glück­ter Banküberfall ihr Leben aber­mals in eine ande­re Richtung lenkt…

    Barbara Loden, die Regie führ­te, das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle ver­kör­per­te, ent­wirft mit einer fast doku­men­ta­ri­schen Bildsprache ein radi­kal offe­nes Porträt weib­li­cher Existenz. Wanda ist eine Antiheldin jen­seits von Opfermythen, Emanzipationsfantasien oder mora­li­schen Bewertungen. Als lei­se, unbe­que­me Gegenstimme zum männ­lich domi­nier­ten New-Hollywood-Kino wirkt WANDA noch heu­te erstaun­lich aktu­ell und beein­fluss­te zahl­rei­che Regisseur*innen und Schauspieler*innen wie Isabelle Huppert, Nan Goldin, Marguerite Duras oder Christian Petzold. Ein Stück zeit­lo­ses Kino über weib­li­che Existenz, Sichtbarkeit und radi­ka­le krea­ti­ve Autonomie, aus einer Zeit, in der Regisseurinnen noch die Ausnahme waren.

    Credits:

    US 1970, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Barbara Loden
    Kamera, Schnitt: Nicholas T. Proferes
    mit:  Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier u. a.

    Trailer:
    Wanda (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Barbara Loden | Ab 09. April zum ers­ten Mal im Kino
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  • Luisa

    Luisa

    Ein Film von Julia Roesler. Ab 23.4. im fsk. Am 27.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    LUISA ist vor kur­zem von zu Hause aus­ge­zo­gen und neu­gie­rig, was das Leben für sie bereit­hält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und klei­ne Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deut­schen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft tur­bu­len­ten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zuneh­mend stil­ler, in der Wohngruppe geht das all­täg­li­che Leben wei­ter, bis uner­war­tet fest­ge­stellt wird, dass Luisa schwan­ger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das pas­siert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeu­gungs­fä­hig ist. Der Verdacht auf sexu­el­len Missbrauch liegt nahe. Luisa ent­schließt sich, die Schwangerschaft abbre­chen zu lassen.

    Ziel war es, die Erzählung um Luisa und ihre Auseinandersetzung mit den Grenzverletzungen, die ihr zusto­ßen, mög­lichst ein­fühl­sam und respekt­voll zu umkrei­sen. Parallel soll­te die häu­fig ver­bor­ge­ne Lebenswelt von Menschen mit Behinderung in jener macht­vol­len Institution gezeigt wer­den, die sie eigent­lich beschüt­zen soll, aber zugleich bedroh­lich für ihre kör­per­li­che Integrität und ein selbst­be­stimm­tes Leben ist. Denn wie kön­nen wir sze­nisch und visu­ell abbil­den, dass die Strukturen der Heimunterbringung Missbrauch in sol­chem Maße ermög­li­chen, also Institutionen, die Schutz für aus­ge­rech­net die vul­nerabels­ten Menschen in der Gesellschaft ver­spre­chen und nicht hal­ten kön­nen? Und wie kön­nen wir als Gesellschaft das ver­än­dern? Für den Dreh war es wich­tig, einen inklu­si­ven Cast an unse­rer Seite zu haben, mit dem all die­se Fragen dis­ku­tiert wer­den konn­ten, um mög­lichst weni­ge Stereotype über Menschen mit Behinderung zu repro­du­zie­ren und natür­lich auch die Perspektive von Menschen mit Behinderung sicht­bar zu machen.“ Julia Roesler

    Credits:

    DE 2025, 94 Min., Deutsch
    Regie: Julia Roesler
    Kamera: Frank Amann
    Schnitt: Anne Jünemann
    mit: Celina Scharff, Trixi Strobel, Dennis Seidel, Eva Löbau, Bernd Hölscher, Katharina Bromka, Hadi Khanjanpour, Martin Schnippa, Peter Lohmeyer

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    LUISA – Offizieller Trailer
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  • Gavagai

    Gavagai

    Ein Film von Ulrich Köhler. Ab 30.4. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am Strand des Senegals schip­pert ein Boot vor sich hin, in ihm Kinder mit Rettungswesten. Man könn­te an den Beginn einer ris­kan­ten Reise über den Atlantik, hin zu den ver­klär­ten Gestaden Europas den­ken, doch die Wirklichkeit ist bana­ler: Ein Film wird hier gedreht, die deut­sche Schauspielerin Maja (Maren Eggert) spielt Medea, jene klas­si­sche Frauenfigur aus der anti­ken Tragödie, die in einem frem­den Land belo­gen und betro­gen wird und schließ­lich Mann und Kinder tötet.

    Aus irgend­ei­nem Grund hielt es ihre Regisseurin Caroline (Nathalie Richard) für eine gute Idee, die­se Geschichte nun im Senegal anzu­sie­deln, fast alle Rollen außer Medea mit Schwarzen zu beset­zen – so auch Medeas gegen­über Jason, der vom fran­zö­sisch-sene­ga­le­si­schen Schauspieler Nourou (Jean-Christophe Folly) gespielt wird.

    Wie eine Kolonialherrin führt sich Caroline am Set auf, schreit und wütet, wenn etwas nicht so läuft, wie sie sich das vor­ge­stellt hat. Dass gleich­zei­tig die Komparsen schlecht behan­delt wer­den und nicht zum Catering zuge­las­sen sind, stört sie dage­gen kaum.

    Wie sich das für Dreharbeiten gehört, haben die bei­den Hauptdarsteller eine Affäre, wäh­rend Maja per Zoom-Call mit ihrem offen­sicht­lich zuneh­mend ent­frem­de­ten Mann (Hans Löw) über die Erziehung des Kindes spricht.

    Monate spä­ter, der son­ni­ge Senegal wur­de mit dem tris­ten Berlin aus­ge­tauscht, es ist Februar, auf der Berlinale wird der Film Premiere haben. Bei der Ankunft in sei­nem Hotel fühlt sich Nourou vom Portier ras­sis­tisch belei­digt, doch es ist Maja, die auf einer Entschuldigung besteht und schließ­lich für die Entlassung des – pol­ni­schen – Mitarbeiters sorgt. Auch die Affäre der Beiden ist vor­bei, war viel­leicht nur am Set mög­lich, viel­leicht auch nur in der Fremde, in der exo­ti­schen Umgebung.

    Vor gut 15 Jahren war Ulrich Köhler mit sei­nem Film „Schlafkrankheit“ selbst bei der Berlinale zu Gast, ein semi-auto­bio­gra­phi­scher Film, in dem der Autor und Regisseur Erfahrungen aus sei­ner Kindheit the­ma­ti­sier­te, als er zusam­men mit sei­nen Eltern in Afrika leb­te. Auch damals spiel­te Jean-Christophe Folly eine Hauptrolle und erleb­te in einem Berliner Hotel eine ähn­li­che Szene, wie sie nun die von ihm gespiel­te Figur Nourou erlebt.

    Dieser Moment war für Köhler einer der Ausgangspunkte sei­nes neu­en Films, noch viel mehr aber man­che Diskussion, die über die Berechtigung eines Films wie „Schlafkrankheit’“ ent­stand, ein von einem wei­ßen Regisseur, mit einem haupt­säch­lich wei­ßen Team in Afrika gedreh­ter Film. Seitdem hat sich die Diskussion über das, was Allgemein als Kulturelle Aneignung bezeich­net wird, kei­nes­wegs ent­spannt, selbst ein Film wie Köhlers wird von man­chen als pro­ble­ma­tisch betrach­tet. Und das obwohl die­ser gar nicht dezi­diert von Schwarzen erzählt, son­dern gera­de von oft igno­ran­ten Weißen, die mit den Begebenheiten Afrikas kaum ver­traut sind. Aber sol­che Feinheiten gehen in einer oft popu­lis­tisch geführ­ten Diskussion bekann­ter­ma­ßen oft unter.

    M. Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE/FR 2025, 89 Min., Französisch, Englisch, Deutsch. Wolof OmU
    Regie: Ulrich Köhler
    Kamera: Patrick Orth
    Schnitt: Lorna Hoefler Steffen
    mit: Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    GAVAGAI by Ulrich Köhler – Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln

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  • Das Glück der Tüchtigen

    Das Glück der Tüchtigen

    Ein Film von  Franz Müller. Ab 16.4. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Für Mira (29) läuft es gut. Vor kur­zem hat sie die Leitung eines Supermarkts über­nom­men. Rückhalt gibt ihr die lie­be­vol­le Beziehung zu ihrem Mann Tarik und ihren bei­den Töchtern. Doch ein ein­zi­ger schwa­cher Moment, in dem es Mira nicht gelingt, die Wahrheit zu sagen, zieht ande­re Halbwahrheiten und Lügen nach sich. Und auf ein­mal geht es nur noch dar­um, das Scheitern nicht zuzu­las­sen. Bis ihr am Ende alles kra­chend um die Ohren fliegt.

    Credits:

    DE 2025, 104 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Franz Müller
    Kamera: Julia Daschner
    Schnitt: Stefan Stabenow
    mit: Katharina Derr, Alex Brendemühl, Leonidas Emre Pakkan, Lana Cooper

    Trailer:
    DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN – Offizieller Trailer
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