Kategorie: archiv

  • filmPOLSKA 2022Filmpolska 2022

    filmPOLSKA 2022Filmpolska 2022

    Vom 22. – 29. Juni fin­det die­ses Jahr das größ­te pol­ni­sche Filmfestival außer­halb Polens statt (mehr). Im fsk zei­gen wir alle sie­ben Wettbewerbsbeiträge und zwei Specials:

    Bukolika / Bucolic Mutter und Tochter in einem bau­fäl­li­gen, abge­le­ge­nen Haus. Das gan­ze Leben mit sei­nen all­täg­li­chen Reibereien, klei­nen Ausbrüchen und grund­le­gen­den Entscheidungen.
    PL 2021, R/B/K: Karol Pałka, 70 Min, OmeU,
    24.06. 20:00 zu Gast: Karol Pałka
    [Tickets]


    Inni lud­zie / Other People Wer ein­mal einen Text der Star-Autorin Dorota Masłowska gele­sen hat, weiß, was ihn/sie erwar­tet: eine wild schlin­gern­de Handlung, Gesellschaftskritik, mas­sen­haft pop-/kul­tu­rel­le Zitate, Blicke in die Abgründe urba­ner Milieus im frü­hen 21. Jahrhundert.
    PL 2021, 106 min, OmdU, R/B: Aleksandra Terpińska, D: Jacek Beler, Sonia Bohosiewicz, Magdalena Koleśnik.
    25.06. 20:00
    [Tickets]

    Mosquito State In einem muti­gen, umwer­fend bild­ge­wal­ti­gen visu­el­len Experiment ver­knüpft Rymsza die Biografie eines Insekts mit der Zukunft der glo­ba­len Ökonomie. Er zeigt, dass neue Ansätze radi­kal gedacht wer­den müs­sen – und fin­det dafür radi­ka­le visu­el­le Mittel.
    PL/USA 2020, 101 min, engl. OF m. poln. UT, R: Filip Jan Rymsza, D: Beau Knapp, Charlotte Vega, Jack Kesy u. a.
    29.06. 20:00 zu Gast: Filip Jan Rymsza
    [Tickets]

    Ostatni kom­ers / Love Tasting Es ist Juni, nur noch weni­ge Tage blei­ben bis zum gro­ßen Abschlussball. Dann wer­den sich die Wege der Gymnasiastinnen tren­nen und es wird höchs­te Zeit sich zu ent­schei­den, wohin die Lebensreise gehen soll.
    PL 2020, 85 min, OmeU, R/B: Dawid Nickel, D: Mikołaj Matczak, Michał Sitnicki, Sandra Drzymalska u. a.
    28.06. 20:00l
    [Tickets]

    Polaków port­ret włas­ny / Polish Self-Portrait Ein Dokumentar-Experiment, in denen die Protagonistinnen zu ihren eige­nen Kameraleuten wer­den und uns ein Jahr lang an ihrem Leben teil­ha­ben las­sen. Und das ist alles ande­re als ereig­nis­arm.
    PL 2021, 115 min, OmeU, R: Maciej Białoruski, Jakub Drobczyński, Robert Rawłuszewicz,
    26.06. 20:00 zu Gast: Maciej Białoruski & Jakub Drobczyński
    [Tickets]

    Sonata / Sonate In der Provinz des Karpatenvorlandes wird bei Grzegorz schon früh Autismus dia­gnos­ti­ziert. Er spricht nicht, kap­selt sich von sei­ner Umwelt ab und vege­tiert man­gels Therapie vor sich hin – bis in sei­nem Haus ein Klavier auf­taucht.
    PL 2021, 118 min, OmdU, R/B: Bartosz Blaschke, D: Michał Sikorski, Małgorzata Foremniak, Łukasz Simlat
    27.06. 20:00 zu Gast: Bartosz Blaschke
    [Tickets]

    Wszystkie nas­ze strachy / Alle unse­re Ängste Kunst und Gesellschaft sind für Daniel Rycharski untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den, doch mit sei­nen Skulpturen und Happenings eckt er bei den unmit­tel­ba­ren Nachbarn mas­siv an – vor allem, wenn er dar­in die Ausgrenzung von LGBT-Personen the­ma­ti­siert.
    PL 2021, 91 Min, OmdU, R: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt, Kamil Grzybowski, D: Dawid Ogrodnik, Maria Maj, Andrzej Chyra.
    23.06. 20:00 zu Gast: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt & Dawid Ogrodnik
    [Tickets]

    Erotica 2022 In fünf Episoden ent­wer­fen Regisseurinnen nach Drehbüchern nam­haf­ter Schriftstellerinnen – unter ihnen die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und Bestseller-Autorin Joanna Bator – dys­to­pi­sche Visionen über eine nicht all­zu fern lie­gen­de Zukunft. PL 2021, 137 min, OmeU, R: Anna Kazejak, Anna Jadowska, Kasia Adamik, Jagoda Szelc, Olga Chajdas, D: Agata Buzek, Monika Pikuła, Agnieszka Żulewska,
    26.06. 15:00 zu Gast: Anna Jadowska
    [Tickets]

    Film bal­ko­no­wy / Der Balkonfilm Paweł Łoziński mon­tiert eine Kamera auf dem Balkon, kabelt ein Mikrofon an den Zaun und beginnt, den Passant*innen schein­bar plan­los und naiv Fragen nach ihrem Woher und Wohin zu stel­len. Von nun an legt er sich ein Jahr lang auf die Lauer.
    PL 2021, 100 min, OmdU, R/B/K: Paweł Łoziński, S: Paweł Łoziński, Piasek & Wójcik 25.06. 15:00 zu Gast: Paweł Łoziński
    [Tickets]

    Termine:

    Vom 22. – 29. Juni fin­det die­ses Jahr das größ­te pol­ni­sche Filmfestival außer­halb Polens statt. Im fsk zei­gen wir alle sie­ben Wettbewerbsbeiträge und zwei Specials:

    Bukolika / Bucolic Mutter und Tochter in einem bau­fäl­li­gen, abge­le­ge­nen Haus. Das gan­ze Leben mit sei­nen all­täg­li­chen Reibereien, klei­nen Ausbrüchen und grund­le­gen­den Entscheidungen.
    PL 2021, R/B/K: Karol Pałka, 70 Min, OmeU,
    24.06. 20:00 zu Gast: Karol Pałka


    Inni lud­zie / Other People Wer ein­mal einen Text der Star-Autorin Dorota Masłowska gele­sen hat, weiß, was ihn/sie erwar­tet: eine wild schlin­gern­de Handlung, Gesellschaftskritik, mas­sen­haft pop-/kul­tu­rel­le Zitate, Blicke in die Abgründe urba­ner Milieus im frü­hen 21. Jahrhundert.
    PL 2021, 106 min, OmdU, R/B: Aleksandra Terpińska, D: Jacek Beler, Sonia Bohosiewicz, Magdalena Koleśnik.
    25.06. 20:00

    Mosquito State In einem muti­gen, umwer­fend bild­ge­wal­ti­gen visu­el­len Experiment ver­knüpft Rymsza die Biografie eines Insekts mit der Zukunft der glo­ba­len Ökonomie. Er zeigt, dass neue Ansätze radi­kal gedacht wer­den müs­sen – und fin­det dafür radi­ka­le visu­el­le Mittel.
    PL/USA 2020, 101 min, engl. OF m. poln. UT, R: Filip Jan Rymsza, D: Beau Knapp, Charlotte Vega, Jack Kesy u. a.
    29.06. 20:00 zu Gast: Filip Jan Rymsza

    Ostatni kom­ers / Love Tasting Es ist Juni, nur noch weni­ge Tage blei­ben bis zum gro­ßen Abschlussball. Dann wer­den sich die Wege der Gymnasiastinnen tren­nen und es wird höchs­te Zeit sich zu ent­schei­den, wohin die Lebensreise gehen soll.
    PL 2020, 85 min, OmeU, R/B: Dawid Nickel, D: Mikołaj Matczak, Michał Sitnicki, Sandra Drzymalska u. a.
    28.06. 20:00 zu Gast: Dawid Nickel

    Polaków port­ret włas­ny / Polish Self-Portrait Ein Dokumentar-Experiment, in denen die Protagonistinnen zu ihren eige­nen Kameraleuten wer­den und uns ein Jahr lang an ihrem Leben teil­ha­ben las­sen. Und das ist alles ande­re als ereig­nis­arm.
    PL 2021, 115 min, OmeU, R: Maciej Białoruski, Jakub Drobczyński, Robert Rawłuszewicz, 26.06. 20:00 zu Gast: Maciej Białoruski & Jakub Drobczyński

    Sonata / Sonate In der Provinz des Karpatenvorlandes wird bei Grzegorz schon früh Autismus dia­gnos­ti­ziert. Er spricht nicht, kap­selt sich von sei­ner Umwelt ab und vege­tiert man­gels Therapie vor sich hin – bis in sei­nem Haus ein Klavier auf­taucht.
    PL 2021, 118 min, OmdU, R/B: Bartosz Blaschke, D: Michał Sikorski, Małgorzata Foremniak, Łukasz Simlat
    27.06. 20:00 zu Gast: Bartosz Blaschke

    Wszystkie nas­ze strachy / Alle unse­re Ängste Kunst und Gesellschaft sind für Daniel Rycharski untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den, doch mit sei­nen Skulpturen und Happenings eckt er bei den unmit­tel­ba­ren Nachbarn mas­siv an – vor allem, wenn er dar­in die Ausgrenzung von LGBT-Personen the­ma­ti­siert.
    PL 2021, 91 Min, OmdU, R: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt, Kamil Grzybowski, D: Dawid Ogrodnik, Maria Maj, Andrzej Chyra.
    23.06. 20:00 zu Gast: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt & Dawid Ogrodnik

    Erotica 2022 In fünf Episoden ent­wer­fen Regisseurinnen nach Drehbüchern nam­haf­ter Schriftstellerinnen – unter ihnen die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und Bestseller-Autorin Joanna Bator – dys­to­pi­sche Visionen über eine nicht all­zu fern lie­gen­de Zukunft. PL 2021, 137 min, OmeU, R: Anna Kazejak, Anna Jadowska, Kasia Adamik, Jagoda Szelc, Olga Chajdas, D: Agata Buzek, Monika Pikuła, Agnieszka Żulewska,
    26.06. 15:00 zu Gast: Anna Jadowska

    Film bal­ko­no­wy / Der Balkonfilm Paweł Łoziński mon­tiert eine Kamera auf dem Balkon, kabelt ein Mikrofon an den Zaun und beginnt, den Passant*innen schein­bar plan­los und naiv Fragen nach ihrem Woher und Wohin zu stel­len. Von nun an legt er sich ein Jahr lang auf die Lauer.
    PL 2021, 100 min, OmdU, R/B/K: Paweł Łoziński, S: Paweł Łoziński, Piasek & Wójcik 25.06. 15:00 zu Gast: Paweł Łoziński

  • Die Ruhelosen

    Die Ruhelosen

    Ein Film von Joachim Lafosse.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hat er sei­ne Pillen genom­men oder nicht? Habe er, beteu­ert Damien, aber Leïla kann ihm nicht glau­ben. Jeden Tag gibt es mehr klei­ne Anzeichen für die nächs­te mani­sche Episode, ihr Mann ent­glei­tet ihr Stück für Stück.
    Der erfolg­rei­che Maler und die Restauratorin leben mit ihrem Sohn Amine in einem geräu­mi­gen Hof auf dem Land nahe dem Meer. Damiens Bipolarität macht allen drei­en ein­zeln das Leben schwer, und dazu das Zusammenleben schwie­rig. Sie strei­ten, sie schrei­en, aber sie lie­ben sich auch lei­den­schaft­lich. Die Liebe zu erhal­ten, ist schon für ande­re schwie­rig genug, mit die­ser Krankheit aber eine extre­me Herausforderung. Als eine gro­ße Ausstellung sei­ner Werke ansteht, ver­wei­gert der eupho­ri­sche, ener­gie­ge­la­de­ne Damien voll­ends die Medikation. Leïla ist am Ende und lässt ihn ins Krankenhaus ein­wei­sen, nicht zum ers­ten Mal. Aber auch sei­ne Abwesenheit macht sie fer­tig. Was kommt danach? Was pas­siert, wenn eine Krankheit die Kontrolle über­nimmt, über die Umgebung, die Beziehungen?
    „Der gequäl­te männ­li­che Künstler wird vom Kino regel­mä­ßig ver­wöhnt: In zahl­lo­sen Filmen wer­den krea­ti­ve Männer beschrie­ben, die sich im Dienste ihres Genies schlecht beneh­men, wobei die unschö­ne Realität ihrer psy­chi­schen Gesundheit oder die Auswirkungen ihres Verhaltens auf ande­re nur ein Lippenbekenntnis ist. Mit die­sem außer­ge­wöhn­lich bewe­gen­den und klug beob­ach­te­ten Film bie­tet der bel­gi­sche Filmemacher Joachim Lafosse so etwas wie ein Korrektiv, und zwar ein span­nen­des, ver­stö­ren­des.“
    Dave Calhoun | timeout

    Credits:

    Les Intranquilles
    BE/LU/FR 2021, 118 Min., frz. OmU,
    Regie: Joachim Lafosse
    Kamera: Jean-François Hensgens
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo
    mit: Leïla Bekhti, Damien Bonnard, Gabriel Merz Chammah, Patrick Descamps

    Trailer:
    The Restless / Les Intranquilles (2021) – Trailer (English subs)
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    A film by Joachim Lafosse. In French with ger­man subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leïla and Damien love each other deep­ly. Despite his bipo­la­ri­ty, he tri­es to con­ti­nue life with her, kno­wing that he may never be able to give her what she desires.

    Credits:

    Les Intranquilles
    BE/LU/FR 2021, 118 Min., frz. OmU,
    Regie: Joachim Lafosse
    Kamera: Jean-François Hensgens
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo
    mit: Leïla Bekhti, Damien Bonnard, Gabriel Merz Chammah, Patrick Descamps

    Trailer:
    The Restless / Les Intranquilles (2021) – Trailer (English subs)
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Der menschliche Faktor

    Der menschliche Faktor

    Ein Film von Ronny Trocker.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Jan und Nina lei­ten eine Werbeagentur und leben mit ihren Kindern Emma und Max in Hamburg. Ein Ausflug in ihr gelieb­tes Wochenenddomizil an der Belgischen Küste beginnt dra­ma­tisch: es ist jemand ins Haus ein­ge­drun­gen, und hat bei Ankunft der Familie die Flucht ergrif­fen. Außer dass Max‘ zah­me Ratte den Schreckmoment eben­falls zur Flucht nutzt, ist aber kein Schaden zu ent­de­cken. Trotzdem ist das Sicherheitsgefühl an die­sem Ort ver­schwun­den, und wei­te­re Vertrauensverluste fol­gen.
    Nun ken­nen wir ja den „Rashomon-Effekt“: ein Ereignis wird von allen Beteiligten unter­schied­lich erlebt und beschrie­ben, was zu ver­schie­de­nen Interpretationen und Handlungsoptionen führt. Allerdings sehen wir hier nun nicht nur nach und nach die Sichtweisen der fünf – ja, Ratte Zorro ist auch dabei und hat eine recht plau­si­ble Sicht auf die Dinge – Anwesenden, son­dern auch ande­re Geheimnisse kom­men ans Licht, wie Jans heim­li­che Zusage zu einem deli­ka­ten Auftrag, gegen den Willen sei­ner Partnerin.

    „Während sich das Quartett in der Gefahr zunächst näher kommt, um dann aber zuneh­mend die Bodenhaftung zu ver­lie­ren, irri­tiert Regisseur Ronny Trocker über­dies mit einer nicht-linea­ren Erzählweise, die das anfäng­li­che Familiendrama all­mäh­lich in einen auf expli­zi­te Horroreffekte ver­zich­ten­den Thriller ver­wan­delt. Die Bedrohung aus dem Inneren der Figuren droht dabei in die ohne­hin mul­ti­per­spek­ti­visch aus­fran­sen­de Handlung durch­zu­drin­gen. Selbst die Tatsache des Einbruchs gerät ins Wanken. Vielleicht waren es gar kei­ne Diebe, son­dern Aktivisten, die Jans Kampagne für die extre­mis­ti­sche Partei ableh­nen? Oder doch nur eine kol­lek­ti­ve Einbildung von Menschen, die zu lan­ge anein­an­der vor­bei­ge­lebt haben?
    … ein psy­cho­lo­gisch kon­zen­trier­ter, aber gera­de durch sei­nen unspek­ta­ku­lä­ren Gestus beun­ru­hi­gen­der und zutiefst beein­dru­cken­der Film.“ Alexandra Wach | Filmdienst

    Credits:

    DE, DK, IT 2022, 102 Min., frz., dt. OmU,
    Buch & Regie: Ronny Trocker

    Kamera: Klemens Hufnagl
    Schnitt: Julia Drack
    mit Mark Waschke, Sabine Timoteo, Jule Hermann, Wanja Valentin Kub

    Trailer:
    DER MENSCHLICHE FAKTOR Trailer HD
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    A film by Ronny Trocker.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Jan and Nina tra­vel with their two child­ren to their weekend home on the Belgian coast to find some peace and quiet. But this is rui­ned by a mys­te­rious break-in when the fami­ly arri­ves. Afterwards, Nina has a bloo­dy nose and Zorro, their son Max’s pet rat, has dis­ap­peared. What hap­pen­ed? None of them is able to give the poli­ce a clear descrip­ti­on of the intru­ders. Back in Germany, the suc­cessful adver­ti­sing agen­cy that this bilin­gu­al cou­ple runs tog­e­ther beco­mes the tar­get of a paint bomb attack. Jan had pre­vious­ly made the sin­gle-han­ded decis­i­on to take on the elec­tion cam­paign for a poli­ti­cal par­ty with popu­list ten­den­ci­es – a move that goes against ever­y­thing Nina holds dear.
    Director Ronny Trocker’s second fea­ture film is a subt­le fami­ly dra­ma that smooth­ly tran­si­ti­ons bet­ween dif­fe­rent per­spec­ti­ves of an event. What took place and what it means is thus shown to us in diver­se ways and is con­ti­nu­al­ly expan­ded. As he zeroes in on the sta­te of mind of indi­vi­du­al fami­ly mem­bers, he reve­als the fra­gi­li­ty and poten­cy of indi­vi­du­al perception.

    Credits:

    DE, DK, IT 2022, 102 Min., frz., dt. OmU,
    Buch & Regie: Ronny Trocker

    Kamera: Klemens Hufnagl
    Schnitt: Julia Drack
    mit Mark Waschke, Sabine Timoteo, Jule Hermann, Wanja Valentin Kub

    Trailer:
    DER MENSCHLICHE FAKTOR Trailer HD
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  • Zum Tod meiner Mutter

    Zum Tod meiner Mutter

    Ein Film von Jessica Krummacher.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Einfach Sterben ist es nicht. Es ist nicht ein­fach zu ster­ben.
    Julianes Mutter ist erst 64 Jahre alt. Sie ist schwer krank und lebt in einem Pflegeheim. Jetzt will sie ster­ben und hört auf zu essen und zu trin­ken. Juliane beglei­tet ihre Mutter dabei. Freunde und Bekannte kom­men zu Besuch. Sie neh­men Abschied. Juliane auch, ganz lang­sam. Das Sterben dau­ert, dabei ist es recht fried­lich, manch­mal pro­vo­zie­rend. Der Ausgang steht bereits fest. Ihre Mutter wird bald nicht mehr da sein, wäh­rend Julianes Leben wei­ter­geht. Sie möch­te ihrer Mutter hel­fen und doch weiß sie, dass sie ihr das Sterben nicht abneh­men kann. Aus Tagen wer­den Wochen. Tochter und Mutter sind sich unend­lich nah, kör­per­lich und geis­tig. Bis etwas sie trennt: der ersehn­te Tod.
    Jessica Krummacher erzählt in ihrem zwei­ten Spielfilm vom Sterben, so wie es sich in der Realität ver­hält. Vom Loslassen eines gelieb­ten Menschen. Bis am Ende alles still ist.

    Womöglich hat sich noch kein Film so inten­siv und umfas­send mit dem Ableben befasst wie Zum Tod mei­ner Mutter. Mit sei­ner Unfassbarkeit und Alltäglichkeit. Mit der Nähe und Intimität, aber auch dem Befremden, das ein­setzt, wenn ein Mensch, der schon immer da war, weni­ger wird, sich auf­löst und bald ver­schwun­den sein wird. Aber auch mit der Unmöglichkeit, das Sterben zu tei­len, selbst wenn man bis zur Erschöpfung an der Seite ist und dabei in eine ganz eige­ne Daseinsform abdrif­tet. „Es ist unmög­lich, in dein Leid ein­zu­drin­gen“, sagt Juliane ein­mal.
    Zum Tod mei­ner Mutter ist aber nicht nur ein Film, der zwei Körper in ihrem Zusammenspiel betrach­tet. Er unter­nimmt auch eine sprach­li­che Annäherung an den Tod. Immer wie­der wird er in Worten umkreist, wird nach einem Ausdruck gesucht, um zu beschrei­ben, was pas­siert und doch nie ganz zu fas­sen ist.“ Esther Buss | Filmdienst
    Am Sonntag, 12.6. ist Jessica Krummacher bei uns zu Gast, um über ihren Film zu sprechen.

    Credits:

    DE 2022, 135 Min., OmenglU,
    Buch & Regie: Jessica Krummacher
    Kamera: Gerald Kerkletz,
    Schnitt: Anne Fabini,
    mit: Birte Schnöink, Elsie de Brauw, Christian Löber, Gina Haller, Nicole Johannhanwahr, Thomas Wehling, Susanne Bredehöft u. a.

    Trailer:
    Zum Tod mei­ner Mutter (offi­zi­el­ler Trailer)
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    A film by Jessica Krummacher. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    When the film beg­ins, it is all over. “We know it’s ter­mi­nal, and that’s all”, says Juliane of her mother Kerstin, who is in gre­at pain and about to die aged just 64. Although the young doc­tor she con­sults ack­now­led­ges on a per­so­nal level that ever­yo­ne has the right to mana­ge their own death, he none­thel­ess reminds her that eutha­na­sia is still ille­gal in Germany. This is even more the case at the Catholic hospi­ce whe­re Kerstin is stay­ing. As rela­ti­ves come to say good­bye to her mother and the emo­ti­ons of memo­ries ming­le with the anti­ci­pa­ti­on of grief, Juliane finds hers­elf having to do batt­le with time – unben­ding, apa­the­tic and mono­chro­me – and this is super­b­ly reflec­ted in the con­vul­si­ons of the hand­held came­ra in wide shots.
    Based on per­so­nal expe­ri­ence, Jessica Krummacher’s second fea­ture film vivid­ly rela­tes the pain­ful sto­ry of losing a parent. There is no vio­lence or mor­bi­di­ty, rather the direc­tor descri­bes the most important of events via the smal­lest, most fra­gi­le of details – the exchan­ging of words, texts and ten­der ges­tu­res that remain with us and get under our skin.

    Credits:

    DE 2022, 135 Min., OmenglU,
    Buch & Regie: Jessica Krummacher
    Kamera: Gerald Kerkletz,
    Schnitt: Anne Fabini,
    mit: Birte Schnöink, Elsie de Brauw, Christian Löber, Gina Haller, Nicole Johannhanwahr, Thomas Wehling, Susanne Bredehöft u. a.

    Trailer:
    Zum Tod mei­ner Mutter (offi­zi­el­ler Trailer)
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  • Axiom

    Axiom

    Ein Film von Jöns Jönsson.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julius ist ein rede­ge­wand­ter jun­ger Museumswärter, der sich all­seits gro­ßer Beliebtheit erfreut. Eines Tages lädt er sei­ne Kolleg*innen zu einem Segeltörn auf dem Boot sei­ner ade­li­gen Familie ein. Die Stimmung kippt. Julius ist nicht der, der er zu sein vor­gibt.
    Moritz von Treuenfels ist die per­fek­te Besetzung für die Rolle des char­man­ten jun­gen Mannes, dem man zunächst ger­ne folgt, bevor einem unver­se­hens immer unwoh­ler wird. Denn Julius’ dyna­mi­sche Haltung zum Leben bringt aller­hand Widersprüche mit sich. In sei­nem fein­sin­nig geschrie­be­nen und insze­nier­ten Film über Identität und Sozialverhalten setzt Jöns Jönsson die Idee vom „Fake it till you make it“ der Zerreißprobe aus. Julius beein­druckt mit Weltgewandtheit und Eloquenz, er ver­kör­pert das moder­ne Ideal eines Menschen, der sich selbst stän­dig neu erfin­det. Doch sei­ne Verhaltensmuster ste­hen in Konflikt mit gesell­schaft­li­chen Regeln. Mit einer Flexibilität, ähn­lich der des Protagonisten, erkun­det Axiom die­sen ver­stö­ren­den Widerspruch – ein fas­zi­nie­ren­der Film, der Herz und Verstand erschüt­tert.
    „Auf die Idee zu AXIOM kam ich durch eine kur­ze Anekdote, die mir ein Freund vor vie­len Jahren erzählt hat. Ein Bekannter von ihm hat­te einen neu­en Kollegen, der immer etwas Interessantes zu sagen hat­te. Ein cha­ris­ma­ti­scher, sym­pa­thi­scher Typ, mit dem man sich ger­ne befreun­de­te. Eines Tages hat er sei­ne Kolleg*innen zu einem Segelboot ein­ge­la­den, doch der Ausflug fand nie statt. Es hat dann noch etwas gedau­ert, bis sie her­aus­ge­fun­den haben, was mit dem Typen nicht stimm­te.
    AXIOM ist ein Film über das Menschsein, wie ich es sehe, zusam­men­ge­fasst in dem Satz “Fake it till you make it”, der für mich sehr tref­fend unser aller Verhalten von der Geburt an cha­rak­te­ri­siert. Die Vorstellung solch einer Person, die auf wider­sprüch­li­che Weise so ver­bun­den mit ihrer Umwelt und doch so iso­liert von ihr ist, hat mich fas­zi­niert und zum Nachdenken bewegt. Dies brach­te mich schließ­lich an einen Punkt, an dem ich jede Art von “wah­rer Identität” voll­stän­dig in Frage stel­len muss­te, ganz im Sinne des Schriftstellers Luigi Pirandello, der vor­schlug, dass wir alle für jede neue Person, die wir tref­fen, eine neue Identität erfin­den.“
    Jöns Jönsson

    Credits:

    DE 2021, 113 Min., dt. OmeU
    Regie & Buch: Jöns Jönsson
    Kamera: Johannes Louis
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
    mit: Moritz von Treuenfels, Ricarda Seifried, Thomas Schubert, Zejhun Demirov, Sebastian Klein, Leo Meier, Ines Marie Westernströer

    Trailer:
    From: Cineuropa
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    a Film by Jöns Jönsson. In German with English subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julius is an elo­quent young muse­um atten­dant loved by his fri­ends, col­le­agues and his girl­fri­end. One day he invi­tes his fel­low workers to join him for a sai­ling trip on his aris­to­cra­tic family’s boat. But some­thing goes wrong. Julius is not who he seems to be.
    Moritz von Treuenfels is the per­fect choice to embo­dy this char­ming young man whom we glad­ly fol­low at first, only to feel less and less com­for­ta­ble with the con­tra­dic­tions that ari­se from his flu­id approach to life. In this fine­ly writ­ten and direc­ted film about iden­ti­ty and social beha­viour, Jöns Jönsson pushes the idea of “fake it till you make it” to its brea­king point. Julius impres­ses ever­yo­ne with his world­ly know­ledge and free-flowing con­ver­sa­ti­on embo­dy­ing modern ide­als of self-reinven­ti­on. Yet his beha­viou­ral pat­terns are in con­flict with the rules of socie­ty. Unfolding with a fle­xi­bi­li­ty that echo­es that of the prot­ago­nist, Axiom is a fasci­na­ting explo­ra­ti­on of this dis­quie­ting con­tra­dic­tion that is both vis­ce­ral and intellec­tual­ly dizzying.

    Credits:

    DE 2021, 113 Min.,
    Regie & Buch: Jöns Jönsson
    Kamera: Johannes Louis
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
    mit: Moritz von Treuenfels, Ricarda Seifried, Thomas Schubert, Zejhun Demirov, Sebastian Klein, Leo Meier, Ines Marie Westernströer

    Trailer:
    From: Cineuropa
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  • France

    France

    Ein Film von Bruno Dumont.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wie wun­der­bar kann man sich über sie aus­tau­schen, was sie tun, wie sie es tun, wie sie sich prä­sen­tie­ren. Watching the Detektive: Die Belustigung oder der Aufreger über öffent­li­che Medienvertreter ist selbst schon zur eige­nen Unterhaltungsform gewor­den. Bruno Dumont ver­sucht sich an der Überdrehung die­ser Entertainment- schrau­be. Lea Seydoux spielt France, eine sehr pro­mi­nen­te Fernsehmoderatorin, die immer dahin geht, „wo es weh­tut“. Das ist wahl­wei­se eine Regierungskonferenz, ein Kriegsgebiet oder eine Seenotrettungsaktion. Immer mit­ten­drin, nah am Sujet, per­fekt in Szene gesetzt zeigt sie der Gemeinde, was die sehen will, Sensation, Aktion und Anteilnahme. Aber der Film geht wei­ter. France de Meure ist immer etwas zu schrill, zu uner­schro­cken, zu schnell, zu beliebt, dabei stets unter­stützt, oder auch getrie­ben, von ihrer, alles mit „geni­al“ kom­men­tie­ren­den Assistentin. Aber nicht alles ist per­fekt. Die Wohnung ist eine rie­si­ge Designer-Gruft, die Ehe nur noch ein lang­wei­li­ger Witz, und ein Unfall schafft es schließ­lich, sie völ­lig aus der Bahn zu wer­fen. Aber aus der Katastrophe erwächst ja immer auch eine neue Chance, sagt jeden­falls das „Positive Denken“.

    Das Systemische, von dem die­se Satire zeugt, umfasst die Zuschauerschaften, die als Fans ins Bild tre­ten, eben­so wie die, die im Kino vor dem Film sit­zen. Weil er sich dabei angreif­bar macht, gerät Dumont womög­lich selbst unter die Räder. Das wäre nicht das Schlechteste für eine Farce, die davon erzählt, dass nie­mand über­le­gen ist.“
    Frédéric Jaeger | critic.de

    Credits:

    FR 2021, 133 Min., frz. OmU
    Regie: Bruno Dumont
    Kamera: David Chambille
    Schnitt: Nicolas Bier
    Mit: Léa Seydoux, Blanche Garin, Benjamin Biolay, Emanuele Arioli, Gaëtan Amiel, Juliane Köhler, Jawad Zemar

    Trailer:
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    a Film by Bruno Dumont. In French with German subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Full of absurd humour, Bruno Dumont’s new film shows how quick­ly one can fall into the abyss – and re-emer­ge stron­ger. Paris: star jour­na­list France de Meurs (Léa Seydoux) has her hands full as a talk­show host, war repor­ter, mother and wife. After a car acci­dent in which she inju­res a scoo­ter dri­ver, her well-orde­red world gets out of con­trol. France fights the down­ward spi­ral, yet ends up losing almost ever­y­thing. But France de Meurs isn’t France de Meurs for not­hing. She starts again from squa­re one – this time with a healt­hy por­ti­on of iro­ny and a twink­le in he eye.

    Credits:

    FR 2021, 133 Min., frz. OmU
    Regie: Bruno Dumont
    Mit: Léa Seydoux, Blanche Garin, Benjamin Biolay, Emanuele Arioli, Gaëtan Amiel, Juliane Köhler, Jawad Zemar

    Trailer:
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  • The United States of America

    The United States of America

    Ein Film von James Benning.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wie schön, end­lich wie­der ein neu­er „Benning“.
    Es beginnt mit „Heron Bay, Alabama“ und endet mit „Kelly, Wyoming“. dazwi­schen lie­gen wei­te­re 50 Einstellungen, beti­telt mit US-ame­ri­ka­ni­sche Bundesstaaten, ein­schließ­lich Puerto Rico und District of Columbia, die offi­zi­ell kei­ne sind.
    Manche der, erwart­bar wun­der­bar kom­po­nier­ten, sta­ti­schen Einstellungen von Landschaft, Städten, Wegen und sons­ti­gen Orten wer­den unter­legt und ergänzt durch Erinnerungen, Songs, zwei poli­ti­schen Reden (u.a. Woody Guthrie, Martin Luther King, Dwight D. Eisenhower, Alicia Keys).
    1975 fuhr Benning zusam­men mit Regisseurin Bette Gordon durch die USA, das durch die Windschutzscheibe gefilm­te Werk hieß „The United States of America“. Jetzt wird mit der Neuauflage glei­chen Namens das Bild aktua­li­siert.
    „Nicht zuletzt war James Benning immer schon auch ein Spieler und Humorist. In die­sem Film beglückt er sei­ne Fans mit vie­len augen­zwin­kern­den Referenzen und Anspielungen auf frü­he­re Arbeiten. Der größ­ten Spaß, den er sich her­aus­nimmt, ist aber eine gewich­ti­ge Verschiebung im Verständnis des gesam­ten Films aus der Rückschau. Genaueres ver­ra­ten wer­den soll hier aus Spoiling-Gründen nicht. Aber bit­te blei­ben Sie auf­merk­sam bis zum Abspann! Es könn­te sein, dass Sie „The United States of America“ danach gleich ein zwei­tes Mal sehen wol­len.“
    Silvia Hallensleben | Der Tagesspiegel

    Credits:

    USA 2022, 98 Min., eng­li­sche OV (kaum Dialog)
    Regie: James Benning

    Trailer:
    The United States of America | Clip | Berlinale 2022
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    A film by James Benning. In English.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    James Benning’s first film cal­led The United States of America was a 1975 trip across the coun­try, cap­tu­ring its sce­n­ery through a car winds­hield. This second one also cris­scros­ses the nati­on, but wit­hout a car, car­ving it up ins­tead into a series of sta­tic shots of just under two minu­tes, one for each sta­te, pre­sen­ted alpha­be­ti­cal­ly, from Heron Bay, Alabama to Kelly, Wyoming. The names of the places are non­de­script, but the images atta­ched to them are any­thing but, imma­cu­l­ate­ly com­po­sed shots of land­scape, city­scape and the spaces in bet­ween. As we move from A to Z, the images coale­s­ce into a por­trait of today’s USA, tra­cing out its fault lines almost in pas­sing: fen­ced-off faci­li­ties, a river bed run­ning dry, fac­to­ries and refi­ne­ries, run-down streets and gas sta­ti­ons, a camp under a bridge. The past is the­re too, see­ping up through the songs and spee­ches that spo­ra­di­cal­ly pier­ce the back­ground noi­se or the motifs that evo­ke a who­le care­er; the clouds, trains and cab­ins are stand-ins for films, not just sta­tes. As always, there’s time for more abs­tract thoughts too: each image may stand for a sta­te, but repre­sen­ta­ti­vi­ty is slip­pery. Which sta­te is more cine­ma­tic than the rest?

    Credits:

    USA 2022, 98 Min., eng­li­sche OmU
    Regie: James Benning

    Trailer:
    The United States of America | Clip | Berlinale 2022
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  • Stand up my Beauty

    Stand up my Beauty

    ein Film von Heidi Specogna. Filmgespräch mit Heidi Specogna am So., 22.5.22

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nardos Wude Tesfaw hat­te Glück. Sie ent­kam dem Schicksal, das gut ein Drittel der Mädchen in Äthiopien trifft und wur­de nicht schon als Kind ver­hei­ra­tet. Statt des­sen schaff­te sie es als Jugendliche, durch Schwerstarbeit auf eige­nen Füßen zu ste­hen und schließ­lich zu machen, was sie kann und und will: Musik. Nardos singt in einem Club in Addis Abeba in der Azmari-Tradition, eine Art gesun­ge­nes Gespräch, und tourt aber auch mit ihrer Band Ethiocolor durch die Welt (und trat z.B. beim Jazz-Fest in Moers auf). Die Sängerin ist wohl bekannt, kann sich und ihre zwei Kinder finan­zi­ell aller­dings gera­de so durch­brin­gen.
    Ihr Traum ist es, eige­ne Lieder zu zu schrei­ben, und Texte, die von der Situation der Frauen im Land han­deln, zusam­men mit der Dichterin Gennet in Musik umzu­set­zen. Dazu fährt sie durchs Land und spricht mit vie­len Frauen und Mädchen, die Zwangsverheiratung ist dabei ein zen­tra­les Thema.
    Heidi Specogna beglei­tet ihre Reisen fünf Jahre lang, wobei die Grundlage dafür, sagt die Regisseurin, das gegen­sei­ti­ge Vertrauen war, das sich wäh­rend ihrer Recherche auf­ge­bau­te.
    Gleichzeitig hält der Film die rasan­ten Entwicklungen in der Mega-Stadt Addis-Abbeba wäh­rend die­ses Zeitraumes fest.
    „… Specogna macht kei­ne Bilder über die Köpfe der Frauen hin­weg. Vielmehr unter­läuft sie kon­se­quent jede euro­zen­tri­sche Perspektive, indem die Musik von Nardos den Rhythmus bestimmt, die Bilder sich an Gennets Poesie anschmie­gen und die Montage das Individuell-Biografische ein­fühl­sam mit der gesell­schaft­li­chen Perspektive zu ver­bin­den weiß. „Stand Up My Beauty“ fächert sich auf, lässt Raum für Prozesse, nur um sie im nächs­ten Moment zu Zeitbildern zu ver­dich­ten.“
    Sebastian Seidler | Film Bulletin

    Credits:

    DE/CH 2021, 110 Min., amha­rische OmU
    Regie: Heidi Specogna

    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    STAND UP MY BEAUTY – Offizieller Trailer (OV/d)
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    A film by Heidi Specogna. In Amharic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nardos, an Azmari sin­ger from Addis Ababa, dreams of tel­ling sto­ries about the lives of ordi­na­ry peo­p­le through her music. In her search of sto­ries for her songs, she meets Gennet, a poet who lives on the streets with her child­ren. As Nardos puts the lives of Ethiopian women, their visi­ons and power at the cent­re of her crea­ti­on, we dive deeper and deeper into a rapidly chan­ging country.

    Credits:

    DE/CH 2021, 110 Min., amha­rische OmU
    Regie: Heidi Specogna

    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    STAND UP MY BEAUTY – Offizieller Trailer (OV/d)
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  • Der schlimmste Mensch der Welt

    Der schlimmste Mensch der Welt

    ein Film von Joachim Trier.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Welchen Weg will ich beruf­lich ein­schla­gen? Was soll ich stu­die­ren? Wann ist die Phase des Ausprobierens abge­schlos­sen? Und wie sieht es mit Partnerschaft und Familienplanung aus? Fragen über Fragen beschäf­ti­gen in Der schlimms­te Mensch der Welt die fast 30-jäh­ri­ge Protagonistin Julie (Renate Reinsve), die, wie uns ein Schnelldurchlauf zu Beginn vor Augen führt, gleich meh­re­re Arbeitsfelder erforscht. Medizin, Psychologie und Fotografie ver­set­zen sie kurz­zei­tig in Begeisterung. Wirklich fest­le­gen kann sich die jun­ge Frau jedoch nicht, jobbt daher zunächst wei­ter in einer Buchhandlung und ist genervt, wenn sie in jedem zwei­ten Gespräch nach ihren Ambitionen gefragt wird. Die Auswahlmöglichkeiten mögen so groß wie nie zuvor sein. Gerade das hemmt aller­dings auch die Entscheidungsfreudigkeit. Zudem spürt sie stän­dig Druck von außen.
    Thema sind die­se Dinge nicht zuletzt in ihrer Beziehung mit dem rund 15 Jahre älte­ren Comicautor Aksel (Anders Danielsen Lie), der im Gegensatz zu ihr mit sei­nen pro­vo­kan­ten Arbeiten einen erfolg­rei­chen Karriereweg beschrei­tet. Er selbst fühlt sich in einer Lebensphase ange­kom­men, in der es lang­sam Zeit wird für eine eige­ne Familie. Julie hin­ge­gen glaubt, dafür noch nicht bereit zu sein, möch­te vor­her ande­re Erfahrungen sam­meln und zwei­felt des­halb zuneh­mend an ihrer Partnerschaft.“ Christopher Diekhaus | programmkino.de
    „All dies geschieht so sou­ve­rän und klug, so selbst­be­wusst und vol­ler Respekt für Julie und all die Menschen, dass es eine hel­le Freude ist, sich auf die­sen Film und die­ses chao­ti­sche Leben ein­zu­las­sen — was auch, aber nicht aus­schließ­lich an Renate Reinsve liegt, die in der Rolle der Julie eine der viel­leicht bes­ten Entdeckungen der letz­ten Zeit ist. Sie hält die Balance zwi­schen Schönheit und Verunsicherung, zwi­schen Tragik und Komik, Alltagsbanalität und onto­lo­gi­scher Sinnsuche in einem schwan­ken­den Gleichgewicht, wie man ihn auf die­se Weise und dar­über hin­aus als Generationsbeschreibung nur sel­ten im Kino gese­hen hat.“
    Joachim Kurz | Kino-zeit

    Credits:

    VERDENS VERSTE MENNESKE
    NO 2021, 128 Min., norw. OmU
    Regie: Joachim Trier
    Kamera: Kasper Tuxen

    Schnitt: Olivier Bugge Coutté
    Mit: Renate Reinsve, Anders Danielsen Lie, Herbert Nordrum

    Trailer:
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    a film by Joachim Trier. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julie is almost 30 and has no idea what kind of life she wants to lead. Overwhelmed by all the pos­si­bi­li­ties, she keeps chan­ging her mind. She drops out of medi­cal school to try her hand at psy­cho­lo­gy – or may­be pho­to­gra­phy. Her con­fi­dent 44-year-old boy­fri­end, Aksel, a long-estab­lished comic book aut­hor, has always wan­ted them to have a child tog­e­ther, but Julie just isn’t rea­dy. When she meets the young and ener­ge­tic Eivind at a par­ty one day, her life faces ano­ther tur­ning point. Director Joachim Trier pres­ents a zeit­geist come­dy about the Millennial gene­ra­ti­on and the dif­fi­cul­ty of making small and big decis­i­ons. A bit­ters­weet film that con­ju­res up both exhi­la­ra­ting and melan­cho­lic moments of truth on the big screen.

    Credits:

    VERDENS VERSTE MENNESKE
    NO 2021, 128 Min., norw. OmU
    Regie: Joachim Trier
    Kamera: Kasper Tuxen

    Schnitt: Olivier Bugge Coutté
    Mit: Renate Reinsve, Anders Danielsen Lie, Herbert Nordrum

    Trailer:
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  • A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

    A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

    ein Film von Nicolette Krebitz.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor einem Szenelokal in West-Berlin wird eine Schauspielerin über­fal­len. Ein jun­ger Mann rem­pelt sie an, ent­reißt ihr die Handtasche und läuft davon. Die Dame fällt auf die Knie und schaut dem Dieb hin­ter­her. Wenig spä­ter ste­hen sie ein­an­der wie­der gegen­über. Anna (Sophie Rois) und Adrian (Milan Herms). Dieses Mal ist sie sei­ne Lehrerin und soll ihn im Sprechen unter­rich­ten. Adrian ist ein Waisenkind und gilt als schwie­ri­ger Fall. Anna ist Schauspielerin, aber spie­len tut sie schon lan­ge nicht mehr. Beide ste­hen ein Stück neben dem Leben, einen Schritt außer­halb der Gesellschaft. Anna emp­fängt Adrian bei sich zuhau­se. Ihre Wohnung gehört Michel (Udo Kier), ihm gehört das gan­ze Haus. Er ist ihr größ­ter Fan. Bald wer­den die Unterrichtsstunden zu Abendessen, Spaziergängen und gemein­sam gerauch­ten Zigaretten. Und irgend­wann ver­su­chen sie es mit dem Rest der Welt auf­zu­neh­men. Angefeuert von­ein­an­der, aber ohne einen Pfennig, ver­las­sen sie die Stadt. Sie wol­len nach Frankreich, ans Meer…
    „Der Ausgangspunkt die­ses Films war eigent­lich mein letz­ter Film. Ich woll­te da wei­ter­ma­chen, wo ich auf­ge­hört hat­te. In WILD hat mich die unmög­li­che Liebesgeschichte vor allem des­we­gen begeis­tert, weil sich die Hauptfigur in der Liebe zum Wolf nicht an Beziehungsbildern ori­en­tie­ren muss­te, die es schon gibt und an denen man ansons­ten nicht vor­bei­kommt.
    Während Ania in WILD dafür mit ihrem alten Leben Schluss machen muss­te, ver­su­chen Anna und Adrian es in A E I O U mit der Wirklichkeit auf­zu­neh­men. Sie sind ein rich­ti­ges Paar und machen mehr oder weni­ger ganz nor­ma­le „Paarsachen“. Und trotz­dem sind sie anders als die ande­ren. Anna, weil sie sich gar nicht dar­um schert, irgend­ei­nem Frauenbild zu ent­spre­chen. Und Adrian, weil ihm alles egal ist, so wie er allen egal ist – bis er Anna trifft – und sei­ne Stimme fin­det.
    Es ist also eine ganz ähn­li­che Ausgangsposition, wie in WILD, was die Aussichten betrifft, aber etwas sozia­ler und viel­leicht für den ein oder ande­ren freund­li­cher.“ Nicolette Krebitz über ihren Film

    Credits:

    DE/FR 2022, 104 Min., dt.OmeU
    Regie: Nicolette Krebitz
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit: Sophie Rois, Udo Kier, Milan Herms, Nicolas Bridet

    Trailer:
    AEIOU — A Quick Alphabet of Love new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2022 – 23
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    a film by Nicolette Krebitz. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Anna is 60 and her acting heyday is now behind her. She lives on her own but has a fri­end and con­fi­dant in her down­s­tairs neigh­bour Michel, who is also sin­gle. Reluctantly, Anna accepts a job as a lan­guage coach for 17-year-old Adrian who has a speech impe­di­ment and is some­thing of a mis­fit. She reco­g­ni­s­es him as the boy who recent­ly snat­ched her hand­bag in the street …
    “Irresistible” is the term that springs to mind when describ­ing this light-foo­ted and humo­rous sto­ry of an impos­si­ble love affair bet­ween a thief and a lady. Director Nicolette Krebitz hand­les the fra­gi­le balan­ce bet­ween the dic­ta­tes of socie­ty and the heart with gre­at care. The fresh breath of free­dom blows through a nar­ra­ti­ve that makes room for a nod to old West Berlin, some gent­le teasing of Germany’s French neigh­bours, and even a ghost that is cha­sed away to make way for new pos­si­bi­li­ties. But most of all, A E I O U is a pas­sio­na­te love let­ter to Sophie Rois and, per­haps through her, all the bril­li­ant actors negle­c­ted by an indus­try all too fond of young blood. Well, it turns out that the­se young play­ers, embo­di­ed here by new­co­mer Milan Herms, not only look up to their more expe­ri­en­ced peers, they tru­ly love them.

    Credits:

    DE/FR 2022, 104 Min., dt.OmeU
    Regie: Nicolette Krebitz
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit: Sophie Rois, Udo Kier, Milan Herms, Nicolas Bridet

    Trailer:
    AEIOU — A Quick Alphabet of Love new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2022 – 23
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