Kategorie: archiv

  • Liebe Angst

    Liebe Angst

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine sich über drei Generationen erstre­cken­de Familientragödie, der man sich nicht ent­zie­hen kann; ein Dokumentarfilm, dem man ein Denkmal bau­en möch­te. (Sedat Aslan, Filmfest München)

    Lore war sechs Jahre alt, als ihre Mutter Marianne Seligsohn nach Auschwitz depor­tiert wur­de. Lore Kübler ist eine „DP” – eine Displaced Person, bis zum heu­ti­gen Tag. Von mor­gens bis abends schreibt sie Artikel aus dem Weser-Kurier auf Karteikarten, archi­viert sie in Kisten, Körben und Kartons.

    Kim ist die Tochter von Lore. Kim hat ihre Musik, ihre Hunde, ihren Glauben. Kim Seligsohn kämpft gegen die Angst, um ein Stück Normalität, um den Boden unter den Füßen.

    Ein Leben lang hat ihre Mutter nicht gespro­chen: nicht über Marianne, Kims Großmutter, nicht über das Versteck, in dem Lore als Kind über­lebt hat, nicht über Tom, Kims Bruder, der sich das Leben genom­men hat. Aber Kim will reden: über die Kindheit mit Lore, über Tom, über die beschä­dig­ten Leben beider.

    LIEBE ANGST beglei­tet aus gro­ßer Nähe den Prozess der Annäherung zwi­schen Mutter und Tochter, ihre Wut, ihre Kraft, und eine Liebe, die immer da war, aber nicht gelebt wer­den konnte.

    Credits:

    DE 2022, 81 Min.
    Regie: Sandra Prechtel
    Kamera: Susanne Schüle
    Schnitt: Andreas Zitzmann

    Trailer:
    nach oben

    In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kim has her music. Kim has her dogs. Kim has her faith. Kim strug­gles, every day: with anxie­ty, for a bit of nor­ma­li­ty, to stand on her own two feet. Kim’s mother, Lore, was depor­ted to Auschwitz at the age of six. To this day, Lore is a DP, a dis­pla­ced per­son. Lore has her index cards. From mor­ning till night, she tran­scri­bes artic­les from the dai­ly news­pa­per, archi­ving them in boxes and bas­kets. All her life, Lore has been silent: about her mother, about the hiding place whe­re she sur­vi­ved, about Tom, her son, Kim’s brot­her, who took his own life. Kim ins­tead wants to talk: about her child­hood with Lore, about Tom, about the scar­red lives they both lead. There is a lot of anger, a lot of strength, and a love bet­ween mother and daugh­ter that was always the­re but could not be expressed.

    Credits:

    DE 2022, 81 Min.
    Regie: Sandra Prechtel
    Kamera: Susanne Schüle
    Schnitt: Andreas Zitzmann

    Trailer:
    nach oben
  • Music

    Music

    Ein Film von Angela Schanelec.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Mythos des Ödipus ist der vir­tu­el­le Kern die­ser Meisterstudie des ellip­ti­schen Erzählens, in der jedes auch noch so klei­ne Detail zum Zeichen wird oder auch nicht. Ein Film, der uns von den Bergen und Stränden Griechenlands bis an die Seen um Berlin führt, von irgend­wann in den 1980er-Jahren bis ins Heute. Dazwischen ein rekon­stru­ier­ba­res Datum: 2006. (Es geht um Fußball und zwei ent­schei­den­de Minuten für Italien.)
    In einem nächt­li­chen Sturm wird ein neu­ge­bo­re­ner Junge gebor­gen. Sanitäter Elias bringt ihn zu sei­ner Frau, die bei­den nen­nen ihn Jon und zie­hen ihn auf. Als jun­ger Mann wird Jon über­fal­len und macht sich des Totschlags schul­dig. Das Opfer … Die Gefängnisbeamtin Iro und er wer­den ein Paar. Der Kassettenrekorder spielt Barock, Playlist: Monteverdi, Bach, Pergolesi und ande­re. Die Ästhetik der Musik wird zum Programm. Sie spie­gelt das Geschehen luzi­de enig­ma­tisch, kon­kret abs­trakt, lust­voll aske­tisch. Im barock-post­mo­der­nen Kino der Angela Schanelec gel­ten die Formeln der Affekten- und Figurenlehre. Eine intel­lek­tu­ell-sinn­li­che Herausforderung, die süch­tig macht. Blind sehend.

    Berlinale 2023 – Wettbewerb

    Die Audioaufzeichnung des Filmgesprächs mit Angela Schanelec kann man hier hören.

    Credits:

    Deutschland / Frankreich / Serbien 2023, 108 Min., Griechisch,  Englisch OmU
    Regie, Buch & Schnitt: Angela Schanelec
    Kamera: Ivan Marković
    mit Aliocha Schneider, Agathe Bonitzer, Marisha Triantafyllidou, Argyris Xafis, Frida Tarana

    Trailer:
    MUSIC – ein Film von Angela Schanelec (offi­zi­el­ler Trailer)
    nach oben

    A film by Angela Schanelec. In Greek and English with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The myth of Oedipus is the core of this mas­terful pie­ce of ellip­ti­cal sto­rytel­ling in which every detail, no mat­ter how small, beco­mes a sign – or not. This is a film that trans­ports us from the moun­ta­ins and bea­ches of Greece to the lakes of Berlin, and from some­time in the 1980s to the pre­sent day. In bet­ween, the­re is one date that can be ascer­tai­ned: 2006 (fea­turing foot­ball and two decisi­ve minu­tes for Italy).
    A new­born baby boy is res­cued from a storm one night. Paramedic Elias and his wife take him in, name him Jon, and rai­se him. As a young man, Jon is atta­cked and com­mits mans­laugh­ter. The vic­tim is none other than … During his inc­ar­ce­ra­ti­on, Jon and a fema­le pri­son offi­cer named Iro beco­me a cou­ple. The tape recor­der is play­ing baro­que music: the play­list includes Monteverdi, Bach, Pergolesi. The aes­the­tics of this music deve­lop into the film’s informing prin­ci­ple, reflec­ting events in a lucid­ly enig­ma­tic and con­cre­te­ly abs­tract way that revels in its own austeri­ty. In Angela Schanelec’s baro­que-post­mo­dern cine­ma, for­mu­las from the doc­tri­nes of the affec­tions and figu­res app­ly. An addic­ti­ve intellec­tu­al-sen­su­al chall­enge that allows us to blind­ly see.

    Berlinale 2023 – Competition

    Credits:

    Deutschland / Frankreich / Serbien 2023, 108 Min., Griechisch, Englisch OmU
    Regie, Buch & Schnitt: Angela Schanelec
    Kamera: Ivan Marković
    mit Aliocha Schneider, Agathe Bonitzer, Marisha Triantafyllidou, Argyris Xafis, Frida Tarana

    Trailer:
    nach oben
  • Roter Himmel

    Roter Himmel

    Ein Film von Christian Petzold. .

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wer kennt ihn nicht, den Satz „Ich weiß da eine Abkürzung…“? Auch für die bei­den Freunde aus Berlin ist das nicht der glück­lichs­te Auftakt für ihre Arbeitstage an der Ostsee. Leon, der Schriftsteller, muss das Manuskript für sein neu­es Buch über­ar­bei­ten, Felix plant eine Fotomappe zur UdK-Bewerbung. Als sie im Ferienhaus ankom­men, hat dort schon ganz unvor­her­ge­se­hen eine jun­ge Frau namens Nadia, ent­fernt bekannt mit Felix Mutter, der Hauseigentümerin, gut hör­bar schö­ne Tage. Leon nervt es, Felix freut sich auf die zusätz­li­che Gesellschaft. Tatsächlich sind die Namen auch Programm: Felix, dem „Glücklichen“, scheint alles leicht zu neh­men, für Leon, den „Löwen“, ist das Leben ein Kampf, auch gegen sich selbst, und Eindringling Nadia wird ver­su­chen, ihm als die „Hoffnung“ Mut zu machen und aus der Reserve zu locken.
    Leon hat es aber auch nicht leicht. Er fühlt sich nicht wohl in sei­ner Haut, kommt den­noch nicht dort her­aus, und ist sich des­sen bewusst. Bei allen Unternehmungen der ver­gnüg­ten Mitbewohner, denen sich dann der ört­li­che Rettungsschwimmer Devid (der „Geliebte“) ange­schlos­sen hat, schiebt er Arbeit vor, nur um sich anschlie­ßend allein ordent­lich zu lang­wei­len. Manchmal stellt er Fettnäpfchen auf, nur um dort hin­ein­zu­tre­ten. Die immer näher kom­men­den Waldbrände machen ihm weni­ger Angst als der bevor­ste­hen­de Besuch sei­nes Verlegers, der dann schließ­lich den Höhepunkt sei­ner selbst­emp­fun­de­nen Niederlage mar­kiert, bevor Tragödie und Erkenntnis ihren Lauf neh­men.
    „… han­delt vom Nicht-schla­fen-Können und Lieben wol­len, vom Schreiben und Gelesen wer­den, vom In-der-Welt-Sein und mög­li­cher­wei­se doch An-ihr-vor­bei-Leben. Ein Film im Schwebezustand zwi­schen Symbolik und Realistik, komisch und zutiefst tra­gisch.“ Berlinale Silbener Bär – Großer Preis der Jury für „Große Eleganz und Präzision, vol­ler Überraschungen“ und vie­les mehr.

    Credits:

    DE 2023, 103 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Christian Petzold
    Kamera: Hans Fromm
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit Thomas Schubert, Paula Beer, Langston Uibel, Enno Trebs, Matthias Brandt

    Trailer:
    nach oben

    A film by Christian Petzold. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leon and Felix’s plan was to spend the sum­mer tog­e­ther in a holi­day home on the Baltic coast. They wan­ted to be the­re as fri­ends but also to work – one on his second book, the other assembling his art port­fo­lio. But Nadja and Devid are also the­re, and they bring lots of posi­ti­ve vibes with them. Four young peo­p­le expe­ri­men­ting with love, even though this does not come easy to Leon. His unfi­nis­hed manu­script haunts him whe­re­ver he goes, whe­ther he is at the sum­mer­house or the beach. The others’ good mood often cau­ses his to plum­met. A visit from his publisher is immi­nent. But, as the lat­ter arri­ves in his nif­ty small car, the forest beg­ins to bla­ze. It rains ash, the sky turns red, and a rela­ti­onship-dra­ma that mer­ges phy­si­cal inten­si­ty and artis­tic sub­li­ma­ti­on takes a turn into a new dimen­si­on.
    This second part of Christian Petzold’s tri­lo­gy begun in 2020 with Undine, is about not being able to sleep and wan­ting to love; about wri­ting and being read; about being in the world and yet pos­si­bly allo­wing life to slip by. A film that is sus­pen­ded bet­ween sym­bo­lism and rea­lism, both fun­ny and deep­ly tragic.

    Berlinale 2023 – Competition

    Credits:

    DE 2023, 103 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Christian Petzold
    Kamera: Hans Fromm
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit Thomas Schubert, Paula Beer, Langston Uibel, Enno Trebs, Matthias Brandt

    Trailer:
    nach oben
  • Berlinale goes Kiez

    Berlinale goes Kiez

    Dieses Jahr wird bei uns mal wie­der ein roter Teppich vor der Tür lie­gen, denn wir haben die „Berlinale goes Kiez“ Sektion bei uns zu Gast. Wann? Am 22.2. Es gibt drei Filme die jeweils im bei­den Sälen par­al­lel gezeigt wer­den. Tickets bekommt man bei der Berlinale und ein paar Karten dür­fen wir auch im Kino ver­kau­fen (ab 19.2.). Wir sind gespannt, aber nicht ver­ges­sen: Das Kino gibt es auch ohne Berlinale.
    Hier die Filme, die für uns aus­ge­wählt wurden:

    Forum:
    W Ukrainie – In Ukraine
    Zerbombte Straßen, zer­stör­te rus­si­sche Panzer, Abendessen im U‑Bahn-Bunker: Bild für Bild tau­chen Tomasz Wolski und Piotr Pawlus unter die Oberfläche repro­du­zier­ba­rer Kriegsbilder – hin­ein in die Realität, in der das Land seit dem 24. Februar 2022 lebt.
    Piotr Pawlus, Tomasz Wolski ∙
    Polen, Deutschland ∙ Dokumentarische Form ∙ 85‚ ∙ Ukrainisch, Russisch
    22.02. 15:30 fsk Kino (mehr)

    Panorama:
    Silver Haze
    Franky ist Krankenschwester und kommt aus einer rau­en Gegend in Ostlondon. Als sie sich Hals über Kopf in ihre Patientin Florence ver­liebt, ver­än­dert das ihr Leben tief­grei­fend. Ein Film über Vergangenheitsbewältigung, sozia­le Herkunft und die Suche nach Zugehörigkeit. Sacha Polak ∙ Niederlande, Vereinigtes Königreich ∙ 103‚ ∙ Englisch 22.02. 18:00 fsk Kino (mehr)


    Berlinale Classics:
    Mapantsula
    Ein klei­ner Ganove, der sich in Soweto durch­zu­schla­gen ver­sucht, gerät in den Sog der Anti-Apartheid-Bewegung. Ein län­ge­rer Gefängnisaufenthalt und der Druck der Polizei, Bürgerrechtler zu denun­zie­ren, mün­den in einen poli­ti­schen Bewußtwerdungsprozeß. An Originalschauplätzen gedreht, rückt der doku­men­ta­ri­sche Spielfilm auf span­nend-unter­halt­sa­me Weise die Rassendiskriminierung in ihrer all­täg­li­chen und all­ge­gen­wär­ti­gen Form in den Blickpunkt; ein Plädoyer gegen die Amerikanisierung des Landes und für bes­se­re Lebensbedingungen der Schwarzen.
    Oliver Schmitz ∙ Südafrika, Australien, Vereinigtes Königreich ∙ 1988 ∙ 104‚ ∙
    Englisch, Zulu, Afrikaans 22.02. 21:00 fsk Kino (mehr)

    Dieses Jahr wird bei uns mal wie­der ein roter Teppich vor der Tür lie­gen, denn wir haben die „Berlinale goes Kiez“ Sektion bei uns zu Gast. Wann? Am 22.2. Es gibt drei Filme die jeweils im bei­den Sälen par­al­lel gezeigt wer­den. Tickets bekommt man bei der Berlinale und ein paar Karten dür­fen wir auch im Kino ver­kau­fen. Wir sind gespannt, aber nicht ver­ges­sen: Das Kino gibt es auch ohne Berlinale.
    Hier die Filme, die für uns aus­ge­wählt wurden:

    Forum:
    W Ukrainie – In Ukraine
    Zerbombte Straßen, zer­stör­te rus­si­sche Panzer, Abendessen im U‑Bahn-Bunker: Bild für Bild tau­chen Tomasz Wolski und Piotr Pawlus unter die Oberfläche repro­du­zier­ba­rer Kriegsbilder – hin­ein in die Realität, in der das Land seit dem 24. Februar 2022 lebt.
    Piotr Pawlus, Tomasz Wolski ∙
    Polen, Deutschland ∙ Dokumentarische Form ∙ 85‚ ∙ Ukrainisch, Russisch
    22.02. 15:30 fsk Kino (mehr)

    Panorama:
    Silver Haze
    Franky ist Krankenschwester und kommt aus einer rau­en Gegend in Ostlondon. Als sie sich Hals über Kopf in ihre Patientin Florence ver­liebt, ver­än­dert das ihr Leben tief­grei­fend. Ein Film über Vergangenheitsbewältigung, sozia­le Herkunft und die Suche nach Zugehörigkeit. Sacha Polak ∙ Niederlande, Vereinigtes Königreich ∙ 103‚ ∙ Englisch 22.02. 18:00 fsk Kino (mehr)


    Berlinale Classics:
    Mapantsula
    Ein klei­ner Ganove, der sich in Soweto durch­zu­schla­gen ver­sucht, gerät in den Sog der Anti-Apartheid-Bewegung. Ein län­ge­rer Gefängnisaufenthalt und der Druck der Polizei, Bürgerrechtler zu denun­zie­ren, mün­den in einen poli­ti­schen Bewußtwerdungsprozeß. An Originalschauplätzen gedreht, rückt der doku­men­ta­ri­sche Spielfilm auf span­nend-unter­halt­sa­me Weise die Rassendiskriminierung in ihrer all­täg­li­chen und all­ge­gen­wär­ti­gen Form in den Blickpunkt; ein Plädoyer gegen die Amerikanisierung des Landes und für bes­se­re Lebensbedingungen der Schwarzen.
    Oliver Schmitz ∙ Südafrika, Australien, Vereinigtes Königreich ∙ 1988 ∙ 104‚ ∙
    Englisch, Zulu, Afrikaans 22.02. 21:00 fsk Kino (mehr)

  • Alle wollen geliebt werden

    Alle wollen geliebt werden

    Ein Film von Katharina Woll.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am 11.3. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Regisseurin Katharina Woll, Produzent Markus Kaatsch & Darstellerin Anne Ratte-Polle

    Bei Katharina Woll hat ihre Protagonistin Ina einen Beruf, eini­ge Patient*innen, einen Freund, einen Ex-Mann, eine Teenager-Tochter und oben­drauf eine Mutter mit Geburtstagsfeier. Alle ver­fol­gen eige­ne Ziele, brau­chen Hilfe, erwar­ten Entscheidungen, Zuwendung und Entlastung. Ina, die Psychotherapeutin, ist für alle da: „Geht schon!“ oder„Ich schaff das!“ sind stän­di­ge Begleiter. Die Mutter stört rück­sichts­los eine Therapiesitzung, der Freund will mit ihr wegen eines Jobs nach Finnland, die Tochter droht damit, zum Vater zu zie­hen, und ihre Ärztin hat kei­ne Zeit für eine Erklärung des neu­en Untersuchungsbefundes. Während für Ina alle ande­ren wich­tig sind, steht sie in ALLE WOLLEN GELIEBT WERDEN im Mittelpunkt, phä­no­me­nal dar­ge­stellt von Anne Ratte-Polle. Eine Komödie, die nie die fei­ne Linie und Leichtigkeit ver­liert – nur ein­mal, da wird es rich­tig schön laut…

    „Die Männer soll­ten in dem Film immer schon nur Nebenrollen spie­len und auf kei­nen Fall den gro­ßen Platz auf der Leinwand ein­neh­men. Männliche Erzählperspektiven ver­kör­pert von männ­li­chen Schauspielern, haben wir ja zur Genüge. Mir war es wich­tig Frauen in den Mittelpunkt zu stel­len. Die Zukunft ist weib­lich.“ Katharina Woll

    Credits:

    DE 2022, 80 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Katharina Woll
    Kamera: Matan Radin
    Schnitt: Kai Minierski
    mit: Anne Ratte-Polle, Lea Drinda, Ulrike Willenbacher, Urs Jucker, Hassan Akkouch

    Trailer:
    nach oben

    A film by Katharina Woll. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    An incisi­ve psy­cho­lo­gi­cal pro­fi­le that’s fil­led with subt­le ten­si­on but never loses its deli­ca­cy and grace.

    Ina is a the­ra­pist, the mother of a rebel­lious teenage girl, and a part­ner to a man who has always put his own care­er first. She puts everyone’s needs ahead of her own until one hot sum­mer day, when her self-cen­te­red mother cele­bra­tes her 70th bir­th­day, some­thing hap­pens that will chan­ge everything.

    Credits:

    DE 2022, 80 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Katharina Woll
    Kamera: Matan Radin
    Schnitt: Kai Minierski
    mit: Anne Ratte-Polle, Lea Drinda, Ulrike Willenbacher, Urs Jucker, Hassan Akkouch

    Trailer:
    nach obenAlle wollen geliebt werden
  • Broker

    Broker

    Ein Film von Hirokazu Kore-Eda.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Gangsterduo, das Babys stiehlt und ver­kauft, und eine Prostituierte, die ein Verbrechen began­gen hat, sind auf der Flucht vor einer Handvoll Geldeintreiber und einem Ermittlerinnen-Duo auf der Suche nach dem gro­ßen Coup … Was nach Action-gela­de­nem Drama klingt, wird in den Händen von Hirokazu Kore-eda, des wohl freund­lichs­ten Regisseurs der Welt, zu einer ver­träum­ten Patchwork-Familiengeschichte. Sang-hye­on (Song Kang Ho), Wäschereibesitzer und Vater einer Tochter, die er nur sel­ten zu sehen bekommt, und sein Freund Dong-soo (Gang Dong Won), der selbst in einem Waisenhaus auf­ge­wach­sen ist, haben ein klei­nes Adoptions-„Business“ auf­ge­baut: Sie steh­len Kinder, die in einer Babyklappe abge­legt wer­den, und ver­mit­teln sie an kauf­kräf­ti­ge Paare, die für eine lega­le Adoption nicht in Frage kom­men – zum Beispiel, weil sie unver­hei­ra­tet sind, oder homo­se­xu­ell. Als der klei­ne Woo-sung abge­legt wird, lässt die anony­me Mutter einen Zettel da „Ich kom­me dich abho­len“. Meist stimmt das nicht, aber am nächs­ten Tag steht So-young (Lee Ji Eun) tat­säch­lich vor der Tür, um ihren Sohn zu sehen. Dong-soo fängt sie ab, und als sie erfährt, was die „Broker“ vor­ha­ben, beschließt sie mit­zu­kom­men, um bei der Auswahl der Eltern zu hel­fen und einen Teil des Geldes zu kas­sie­ren. So beginnt ein Roadtrip, den Kore-eda dazu nutzt, Fragen nach Eltern- und Kindsein zu stel­len und von zar­ten Verbindungen zu erzäh­len, die sich den Kategorien von Mutter-Vater-Kind ent­zie­hen.“
    Hendrike Bake | Indiekino
    „Das Schöne an den Filmen Koreedas ist, dass sie auf die Tränendrüsen drü­cken, ohne auf die Tränendrüsen zu drü­cken.“ Martin Gobbin | critic.de
    Der Japaner Kore-Eda dreh­te hier erst­mals in Korea, und so ist es mög­lich, dass neben Pop-Ikone Lee Ji Eun auch Schauspiel-Star Song Kang Ho (Parasite) eine Hauptrolle besetzt und in Cannes mit der ent­spre­chen­den Palme geehrt wurde.

    Credits:

    브로커
    KR / JP 2022, 129 Min., kore­an. OmU
    Regie. Schnitt & Buch: Hirokazu Kore-Eda
    Kamera: Kyung-pyo Hong
    mit: Song Kang-ho, Gang Dong Won, Doona Bae, Lee Ji Eun, Lee Joo Young

    Trailer:
    nach oben

    A film by Hirokazu Kore-Eda. In Korean with German suntitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A man and his fri­end occa­sio­nal­ly ste­al babies from the church’s baby box and sell them on the adop­ti­on black mar­ket. However, when a young mother comes back after having aban­do­ned her baby, she dis­co­vers them and deci­des to go with them on a road-trip to inter­view the baby’s poten­ti­al parents.

    Credits:

    브로커
    KR / JP 2022, 129 Min., kore­an. OmU
    Regie. Schnitt & Buch: Hirokazu Kore-Eda
    Kamera: Kyung-pyo Hong
    mit: Song Kang-ho, Gang Dong Won, Doona Bae, Lee Ji Eun, Lee Joo Young

    Trailer:
    nach oben
  • Saint Omer

    Saint Omer

    Ein Film von Alice Diop.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der viel­fach aus­ge­zeich­ne­te ers­te Spielfilm Saint Omer von Dokumentarregisseurin Alice Diop beglei­tet die jun­ge Akademikerin Rama zu einem Gerichtstermin, in dem eine unfass­ba­re Tat ver­han­delt wird: eine aus dem Senegal stam­men­de Frau hat ihr Baby im Meer ertrin­ken las­sen. Es scheint, als war­te die Angeklagte selbst durch den Prozess auf eine Antwort auf die Frage nach dem Warum?. Die aus Paris ange­reis­te Rama iden­ti­fi­ziert sich mit der Angeklagten und plant eine Reportage. Das Verfahren beginnt, aber nach den ers­ten Aussagen wird klar, dass nichts klar ist. Wer sitzt hier wirk­lich auf der Anklagebank? Und wie schnell kann ein Urteil gefällt wer­den ange­sichts die­ser unvor­stell­ba­ren Tötung?
    Inspiriert von einer wah­ren Begebenheit erzählt Alice Diop von Brüchen in weib­li­chen Biografien und eine Geschichte der kul­tu­rel­len Unterschiede – nicht nur zwi­schen Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft, son­dern auch inner­halb der Diaspora. Ein packen­der, intel­li­gen­ter Film über uni­ver­sel­le Fragen von Wahrheit, Ausgrenzung und Mutterschaft, streng und intensiv.

    „Saint Omer wid­met sich Themen wie Mutterschaft und Rassismus, ohne sie the­sen­haft aus­zu­for­mu­lie­ren oder in dra­ma­ti­schen Konflikten auf­zu­lö­sen. Der Film ist dabei zugleich genau und unver­bind­lich. Es geht um Überschneidungen, aber nicht um deckungs­glei­che Erfahrungen. Mehrmals beschwört Diop dabei ein weib­li­ches Gemeinschaftsgefühl her­auf. Während einer Vorlesung von Rama schnei­det sie auf inter­es­sier­te Studentinnen; und die Verhandlung schafft durch Aufnahmen von wis­sen­den Zuhörerinnen eine ver­ständ­nis­vol­le Atmosphäre, die ledig­lich eini­ge Male durch das bös­ar­ti­ge Gepolter des Staatsanwalts gestört wird.“ Filmdienst

    SAINT OMER wur­de beim Filmfestival Venedig mit dem Großen Preis der Jury aus­ge­zeich­net und ist offi­zi­el­ler Kandidat Frankreichs für den Auslands-Oscar 2023.

    Credits:

    FR 2022, 123 Min., franz. OmU
    Regie: Alice Diop
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Amrita David
    Mit Kayije Kagame, Guslagie Malanda, Valérie Dréville, Aurélia Petit u. a.

    Trailer:
    nach oben

    A film by Alice Diop. In French with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    French direc­tor Alice Diop has explo­red intra­fa­mi­li­al frac­tures in Afro-European fami­lies in a series of nota­ble docu­men­ta­ries, most recent­ly NOUS (2021). SAINT OMER, her first work of fic­tion, is co-writ­ten with acclai­med aut­hor Marie Ndiaye and con­ti­nues this pro­ject within the frame­work of a cle­ver­ly mir­rored cour­t­room dra­ma – crea­ting one of the most asto­nis­hing fic­tion debuts of the year. The start­ing point is a fait divers about a young woman from Senegal who aban­do­ned her 15-month-old baby to the tide on a beach in nor­t­hern France. On the one hand, Diop fol­lows this woman’s tri­al in an empha­ti­cal­ly sober tone, with the accu­sed pre­sen­ting hers­elf neither as a vic­tim of cir­cum­s­tances nor as a con­sci­en­ce­l­ess per­pe­tra­tor. This choice of sta­ging alre­a­dy crea­tes a sort of defa­mi­lia­riza­ti­on that makes clear attri­bu­ti­ons and simp­le ans­wers dif­fi­cult. However, the film turns out to be even more com­plex due to the fact that the­re is an out­side per­spec­ti­ve to boot: Rama, a young nove­list working on the anci­ent Medea myth, is atten­ding the tri­al. Rama is pregnant, but that’s not the only reason the woman’s sto­ry trig­gers doubts in her about her own self-image. Diop tells a sto­ry of cul­tu­ral dif­fe­ren­ces – not only bet­ween mino­ri­ties and the majo­ri­ty socie­ty, but also within the dia­spo­ra. (Dominik Kamalzadeh)

    Credits:

    FR 2022, 123 Min., franz. OmU
    Regie: Alice Diop
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Amrita David
    Mit Kayije Kagame, Guslagie Malanda, Valérie Dréville, Aurélia Petit u. a.

    Trailer:
    nach oben
  • Return to Dust

    Return to Dust

    Ein Film von Li Ruijun.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ma und Guiying füh­ren bei­de ein iso­lier­tes und pro­blem­be­la­de­nes Leben: Der schweig­sa­me Bauer Ma ist das letz­te unver­hei­ra­te­te Mitglied sei­ner Familie; Guiying ist behin­dert und unfrucht­bar, über das im länd­li­chen China übli­che Heiratsalter ist sie weit hin­aus. In der zwi­schen ihnen arran­gier­ten Ehe tref­fen sie als zwei Fremde auf­ein­an­der, die Vereinzelung und Demütigungen gewohnt sind. Die Heirat könn­te alles nur noch ver­schlim­mern, doch für Ma und Guiying wird sie zur Chance. Sie ent­de­cken ihre gemein­sa­me Bestimmung. Sie ler­nen, Nähe zuzu­las­sen, sich aus­zu­spre­chen, für­ein­an­der zu sor­gen und sogar zu lächeln – trotz der har­ten Feldarbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestrei­ten, und der Herausforderungen, die sie gemein­sam bewäl­ti­gen müs­sen.
    Regisseur Li Ruijun, der für die Dreharbeiten in sein Heimatdorf Gaotai in der nord­west­chi­ne­si­schen Provinz Gansu zurück­ge­kehrt ist, the­ma­ti­siert Ausbeutung, Zwangsverstädterung, Armut und Verlust von Traditionen durch Entwurzelung. Doch vor allem geht es ihm dar­um, wie sei­ne arg­lo­sen und ver­letz­li­chen Figuren die Welt sehen. Ihnen gel­ten sei­ne Liebe und sein Vertrauen. Ein zutiefst mensch­li­cher Film von unauf­dring­li­cher Zärtlichkeit.

    „Es gibt Filme, die wie die chi­ne­si­sche Bau­ern­tra­gö­die Return to Dust auf den ers­ten Blick unpo­li­tisch wir­ken, aber im Nachhinein in ihrer abgrün­di­gen Düsternis wie ei­ne ästhe­ti­sche Widerstandsgeste erschei­nen.” Andreas Kilb | FAZ

    Credits:

    Yin Ru Chen Yan
    CN 2022, 132 Min., chin. OmU
    Regie & Schnitt: Li Ruijun
    Kamera: Wang Weihua
    mit: Wu Renlin, Hai Qing

    Trailer:
    Return to Dust – Trailer OV/d/f
    nach oben

    A film by Li Ruijun. In Chisese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ma and Guiying lead lives that are simi­lar­ly shel­te­red and dif­fi­cult. He is a reti­cent far­mer, the last of his fami­ly to remain unmar­ried; she is dis­ab­led and infer­ti­le, and long past what is con­side­red to be mar­ry­ing age in rural China. Their arran­ged mar­ria­ge, uniting two peo­p­le who are accus­to­med to iso­la­ti­on and humi­lia­ti­on, would appear to force them into a rela­ti­onship that will make life worse for both of them. But ins­tead, they sei­ze the oppor­tu­ni­ty to rise abo­ve them­sel­ves and dis­co­ver their shared desti­ny. They learn how to beco­me clo­se com­pa­n­ions, how to speak up, how to care for each other and even how to smi­le. All this in spi­te of the hard work requi­red of them by their quint­essen­ti­al bond with the land and the tri­als that await them on their com­mon path. Against a back­drop of topics such as the explo­ita­ti­on of farm workers, forced urba­ni­sa­ti­on, the uproo­ting of tra­di­ti­ons and pover­ty, Li Ruijun – who returns to his birth­place of Gaotai, in the nor­t­hern pro­vin­ce of Gansu – prio­ri­ti­ses the cha­rac­ters’ world­view, with its inher­ent nai­ve­ty and fra­gi­li­ty, through an act of trust and love that infu­ses the film with subt­le ten­der­ness and pro­found humanity.

    Credits:

    CN 2022, 132 Min., chin. OmU
    Regie & Schnitt: Li Ruijun
    Kamera: Wang Weihua
    mit: Wu Renlin, Hai Qing

    Trailer:
    Return to Dust – Trailer OV/d/f
    nach oben
  • Berlin JWD

    Berlin JWD

    Ein Film von Bernhard Sallmann. Am 21. + 22.1. 15:45. Am 21.1. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Winterreise nach (J)anz (W)eit (D)raußen oder JWD, wie man in Berlin sagt. Die mär­ki­schen Landschaften hin­ter der Stadtgrenze wur­den am Ende des 19. Jahrhunderts von pro­le­ta­ri­schen Erholungssuchenden über­rannt. Kurz dar­auf fraß der Moloch Großstadt die schein­bar unschul­di­ge Idylle: Gentrifizierung Neunzehn Punkt Null. Seitdem wech­seln Um‑, Ab- und Aufbrüche in nicht vor­her­seh­ba­rer Folge. Wie Exkremente einer ver­gan­ge­nen Zukunft lie­gen die ehe­ma­li­gen Rieselfelder, zer­fal­le­nen Grenzanlagen, auf­ge­las­se­nen Fabriken, ange­fan­ge­nen Verkehrswege, neu­en Siedlungen und begrün­ten Müllberge in der Landschaft ver­streut. Der nie gänz­lich ver­klin­gen­de Straßenlärm und die Verbrennungsmotoren unse­rer Tage tönen heu­te schon wie ein totes Echo von morgen. 

    Credits:

    DE 2022, 74 Min, ohne Dialog,
    Regie & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger.

    Trailer:
    BERLIN JWD | Trailer deutsch ger­man [HD]
    nach oben

    A film by Bernhard Sallmann. On January 21st and 22nd at the fsk. No dialogue

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After a four-part cycle based on Theodor Fontane’s Wanderungen durch die Mark Brandenburg („Ramblings through Brandenburg”) (Oderland, Rhinland, Spreeland, Havelland), Bernhard Sallmann turns to urban land­scapes for his latest docu­men­ta­ry BERLIN JWD (G 2022) – more pre­cis­e­ly, he explo­res the area bet­ween the Ringbahn in Berlin and the city limits. At the end of the 19th cen­tu­ry, the area was a desti­na­ti­on „janz weit drau­ßen” (“very far away”) for the „pro­le­ta­ri­an mas­ses”. Now, the­re is natu­re, indus­tri­al zones, con­s­truc­tion sites, his­to­ri­cal buil­dings, newer buil­dings, and many indi­ca­ti­ons of uphe­aval. The viewer’s eyes can take a delightful “stroll” through the obser­va­tions, pho­to­gra­phed pre­cis­e­ly with a fixed came­ra and during the cour­se of the chan­ging sea­sons, while the ears hear the sound of the places. Sometimes peo­p­le appear in the pic­tu­re. Though the­re is no dia­lo­gue, this is not a silent Berlin film. The fact that names such as Spree-Teltow Pyramid, Arkenberge, Dichtervillen descri­be quite ordi­na­ry places is also very much Berlin. (Birgit Kohler)

    Credits:

    DE 2022, 74 Min, ohne Dialog,
    Regie & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger.

    Trailer:
    BERLIN JWD | Trailer deutsch ger­man [HD]
    nach oben
  • Tara

    Tara

    Ein Film von Volker Sattel & Francesa Bertin.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    TARA – das ist ein klei­ner Fluss am Rande der süd­ita­lie­ni­schen Hafenstadt Taranto. Der gleich­na­mi­ge Dokumentarfilm von Volker Sattel und Francesca Bertin hält sich zunächst an des­sen Ufern auf, zeigt idyl­li­sche Badeszenen mit Jung und Alt, den Wind im Gras, einen Marienaltar im Schilf und unter Wasser auf­ge­nom­me­ne Pflanzen. Die Einheimischen spre­chen dem Wasser hei­len­de, magi­sche Kräfte zu, auch eine Legende mit einem Esel rankt sich um den „Fluss des Glücks“.
    Allmählich wei­tet sich das Panorama um die benach­bar­ten Fabrikschlote, kon­ta­mi­nier­te Wasserproben, den Bau des gigan­ti­schen ört­li­chen Stahlwerks in den 60er Jahren, eine Deponie mit gif­ti­gen Altlasten und die anti­ke Geschichte der Gegend, vor allem aber um Menschen, die in der maro­den Industriestadt nicht auf­ge­ben und dem Unrecht und Niedergang ihre Ideen und Initiativen ent­ge­gen­set­zen. Mit visu­ell star­ken Bildern, ruhig und eher bei­läu­fig wird so vom ​Scheitern der Versprechungen des Fortschritts und Resistenz glei­cher­ma­ßen erzählt. (Birgit Kohler)
    (21. – 24.1., am 24.1. mit Filmgespräch)

    Credits:

    DE/IT 2022, 86 Min., ital. OmU,
    Regie: Volker Sattel & Francesa Bertin
    Kamera: Volker Sattel, Thilo Schmidt
    Schnitt: Bettina Blickwede

    Trailer:
    Trailer | Tara | Sattel Volker, Francesca Bertin
    nach oben

    A Film by Volker Sattel & Francesa Bertin. In itlai­an with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The Tara is a river on the out­skirts of Taranto who­se waters are belie­ved to have heal­ing pro­per­ties; bathing the­re is a tra­di­ti­on for the inha­bi­tants of the city. Starting from this buco­lic place, Volker Sattel and Francesca Bertin take us on a jour­ney through a ter­ri­to­ry whe­re myths clash with rea­li­ty and whe­re so-cal­led “pro­gress” has taken a hea­vy toll on natu­re and society.

    Credits:

    DE/IT 2022, 86 Min., ital. OmU,
    Regie: Volker Sattel & Francesa Bertin
    Kamera: Volker Sattel, Thilo Schmidt
    Schnitt: Bettina Blickwede

    Trailer:
    Trailer | Tara | Sattel Volker, Francesca Bertin
    nach oben