Kategorie: archiv

  • Verabredungen mit einem Dichter – Michael Krüger

    Verabredungen mit einem Dichter – Michael Krüger

    Ein Film von Frank Wierke. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Michael Krüger gilt als einer der bedeu­tends­ten Verleger und Literaturvermittler in Deut-schland und welt­weit – aber vor allem ist er Dichter. Wir sind ver­ab­re­det in den inof­fi­zi­el­len Bereichen, wo sich sei­ne Gedichte und ein unkon­ven­tio­nel­les, schick­sal­haf­tes Leben berüh­ren.
    „Wie ein Gedicht wirk­lich ent­steht? Wenn man es wüss­te, wür­den kei­ne Gedichte mehr ent­ste­hen. Das ist für mich ganz klar.“ (Michael Krüger)
    Unvoreingenommen folgt der Filmemacher Frank Wierke den Gedankengängen Michael Krügers bei ihren Verabredungen – von Krügers letz­tem Monat im Verlag bis in die Zeit, in der eine lebens­be­droh­li­che Erkrankung tie­fe Fragen auf­wirft. In der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, im Garten bei den ver­trau­ten Bäumen und auf sei­nen täg­li­chen Wegen sind es oft die gegen­wär­ti­gen Momente, in denen sich Michael Krügers Gedanken über das Leben ent­wi­ckeln.
    Mit den Verabredungen mit einem Dichter gelingt Frank Wierke ein leicht­fü­ßi­ger Spaziergang durch das Leben und Denken eines gro­ßen Intellektuellen unse­rer Zeit.
    „Michael Krügers Karriere begann 1968, als der damals 25-Jährige eine Stelle als Verlagslektor beim Carl Hanser Verlag antrat. 1986 wur­de er lite­ra­ri­scher Leiter des Verlages; 1995 über­nahm er die Geschäftsführung. Geschrieben hat­te er wäh­rend die­ser Zeit immer. Pausenlos. 1976 erschien sein Debüt, der Gedichtband „Reginapoly“, 1984 folg­te, nach eini­gen wei­te­ren Lyrikbänden, das ers­te Prosastück „Was tun? Eine alt­mo­di­sche Geschichte“. Mit „Der Mann im Turm“ erschien 1991 im Residenz Verlag Krügers ers­ter Roman. Ein uner­müd­li­cher Literaturarbeiter, der, so scheint es, vie­le Jahrzehnte lang vom Lesen ins Schreiben fiel und umge­kehrt. Was bewegt einen sol­chen Menschen, was treibt ihn um? Wo tun sich Erschöpfungsgrenzen auf? Gibt es sol­che über­haupt? Unter ande­rem die­sen Fragen geht der Regisseur Frank Wierke in sei­nem Dokumentarfilm Verabredungen mit einem Dichter – Michael Krüger nach.“ Lesering
    DE 2022, 91 Min., Regie, Kamera & Schnitt: Frank Wierke

    Credits:

    DE 2022, 91 Min.,
    Regie, Kamera und Schnitt: Frank Wierke

    Trailer:
    VERABREDUNGEN MIT EINEM DICHTER – MICHAEL KRÜGER – Offizieller Trailer
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    A film by Frank Wierke. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Michael Krüger was not only one of the most important publishers and lite­ra­ry media­tors in Germany and world­wi­de – first and fore­most he is a poet. We have an appoint­ment in the unof­fi­ci­al spaces whe­re poems and an uncon­ven­tio­nal, fateful life meet. “How a poem is real­ly made? If you knew, no more poems would be crea­ted. That’s very clear to me.”

    Credits:

    DE 2022, 91 Min.,
    Regie, Kamera und Schnitt: Frank Wierke

    Trailer:
    VERABREDUNGEN MIT EINEM DICHTER – MICHAEL KRÜGER – Offizieller Trailer
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  • Mutter

    Mutter

    Ein Film von Carolin Schmitz. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Bei der Premiere von „Mutter“ beim Filmfest München konn­te ich erle­ben, welch unter­schied­li­che per­sön­li­che Rezeptionen vie­le Filme ermög­li­chen, so auch die­ser. Während bei der anschlie­ßen­den Diskussion eine Zuschauerin recht bald fest­stell­te, dass das dar­ge­stell­te Mutterbild durch­weg sehr nega­tiv sei, ver­tra­ten ande­re sofort eine gegen­tei­li­ge Meinung. Spricht das für die Offenheit des Films, der ver­schie­de­ne Sichtweisen erlaubt, oder gewin­nen eige­ne Erfahrungen, wenn sie mit dem Kunstprodukt abge­gli­chen wer­den, stets die Oberhand?
    15 Frauen haben Carolin Schmitz ihre Geschichten erzählt. Acht davon hören wir im Film offen und frei über Mutterschaft, Sex, Männer, Familie oder Beruf spre­chen, anony­mi­siert sozu­sa­gen durch Anke Engelke, die uns dabei durch mehr oder weni­ger all­täg­li­che Szenen führt.
    „Einmal sitzt die Schauspielerin, die hier erfreu­li­cher­wei­se nichts von ihrem Image als Komikerin ein­flie­ßen lässt, auf einem Sofa, als sie den Text der Frauen „spricht“. Plötzlich greift ein Regisseur ein, wir sehen eine Bühne. Das ist nicht die ein­zi­ge Verfremdung, die klar macht: Hier geht es nicht um Anke Engelke. Aber auch nicht allein um die Einzelschicksale der acht Interviewten. Dadurch, dass die Geschichten der acht Frauen so intim und indi­vi­du­ell sind, wer­den sie anschluss­fä­hig für die Erfahrungen aller Mütter. … Manchmal kann man die inein­an­der ver­schach­tel­ten Stimmen der ein­zel­nen Mütter gut aus­ein­an­der­hal­ten, in ande­ren Momenten gelingt dies weni­ger. Aber das macht nichts. Denn der Film lädt das Publikum ein, sich trei­ben zu las­sen und sich ein Gesamtbild der Mutterschaft zusam­men zu puz­zeln, gera­de auch mit ihren tabui­sier­ten Teilen.“
    Peter Gutting | film-rezensionen.de

    Credits:

    DE 2022, 88 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Buch: Carolin Schmitz
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita, Annett Kiener
    mit: Anke Engelke

    Trailer:
    MUTTER von Carolin Schmitz mit Anke Engelke // Trailer
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    A film by Carolin Schmitz. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Bewildering, amusing, insightful: Anke Engelke acts out eight authen­tic inter­views, assembling them into a gigan­tic mosaic about motherhood.

    This film tells of the joy and doubt, the power and power­less­ness, the anger and love invol­ved in mother­hood. It is at its heart a docu­men­ta­ry pro­ject: eight women aged bet­ween 30 and 75 talk about their lives as mothers. What all the­se women have in com­mon is their rea­liza­ti­on that mother­hood is a high­ly ambi­va­lent expe­ri­ence. For the film, the­se docu­men­ta­ry state­ments are brought tog­e­ther visual­ly in the form of a fic­tion­al cha­rac­ter por­tray­ed by Anke Engelke. The actress com­bi­nes the women’s reports into a laco­nic nar­ra­ti­ve about the ever­y­day life of a mother.

    Credits:

    DE 2022, 88 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Buch: Carolin Schmitz
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita, Annett Kiener
    mit: Anke Engelke

    Trailer:
    MUTTER von Carolin Schmitz mit Anke Engelke // Trailer
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  • Liebe, D‑Mark und Tod

    Liebe, D‑Mark und Tod

    Ein Film von Cem Kaya.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mit den Menschen brach­te das Anwerbeabkommen mit der Türkei 1961 auch die Musik der Gastarbeiter*innen nach Deutschland. Cem Kayas dich­ter Dokumentarfilmessay ist eine Nachhilfestunde in tür­kisch-deut­scher Zeitgeschichte: Fließbandjobs, Heimweh und Familiennachzug, der Basar im Berliner Hochbahnhof Bülowstraße, Xenophobie und Rassismus, die weh­mü­ti­gen Lieder der frü­hen Jahre und der Hiphop der Nachwendezeit. Von all dem erzäh­len die Musiker*innen, begin­nend mit Metin Türköz und Yüksel Özkasap über die psy­che­de­li­schen Derdiyoklar bis zum Rapper Muhabbet, der in den Charts stand. Ihre Musik ent­wi­ckel­te sich fern­ab von der deut­scher Bands, immer getra­gen von der tür­ki­schen Gemeinschaft und deren Bedürfnissen. Es geht um Radio Yilmaz, diver­se Musikkassettenlabels, das deut­sche Exil des Protestrockers Cem Karaca und um Hochzeitsbands, die auch auf Kurdisch und Arabisch sin­gen, um den Markt zu bedie­nen.
    Umfangreiche Archivrecherche und das Interesse an tür­ki­scher Populärkultur sind wie­der­keh­ren­de Themen in Cem Kayas Werk. Mit Aşk, Mark ve Ölüm schafft er ein rhyth­misch und leben­dig erzähl­tes, fil­mi­sches Nachschlagewerk der tür­ki­schen Musik in Deutschland.

    Credits:

    Aşk, Mark ve Ölüm
    DE 2022, 96 Min., Türkisch, Deutsch, Englisch OmU
    Regie: Cem Kaya
    Buch Cem Kaya, Mehmet Akif Büyükatalay
    Koautor*in Ufuk Cam
    Kamera: Cem Kaya, Mahmoud Belakhel, Julius Dommer, Christian Kochmann
    Schnitt: Cem Kaya
    mit İsmet Topçu, Ömer Boral, Yüksel Ergin, İhsan Ergin, Metin Türköz, Adnan Türköz, Yüksel Özkasap, Cevdet Yıldırım, Ercan Demirel, Cavidan Ünal, Ata Canani, Cem Karaca, Betin Güneş, Aykut Şahin, Fehiman Uğurdemir, Cengiz Öztunç, Dede Deli, Mustafa Çetinol, Erdal Karayağız, İzzet Nihat Yarsaloğlu, Hatay Engin, Yasin Kıran, Aytaç Kıran, Serdar Saydan, Serkan Kaynarcalı, Rüştü Elmas, Mustafa Deniz, Oktay Vural, Orhan Amuroğlu, Ümit Gücüyener, Sultan Korkmaz, Bekir Karaoğlan, Ümit Çağlar, Ali Ekber Aydoğan, Killa Hakan, Kabus Kerim, Derya Yıldırım, Tümay Koyuncuoğlu, Rossi Pennino, Kutlu Yurtseven, Erci E., Alper Ağa, Boe B., Tahir Çevik, Volkan Türeli, Nellie, Muhabbet, Aziza A., İmran Ayata, Bülent Kullukcu, Ibrahim Ertalay, Ilkay Kökel, Mehmet Yozgut

    Trailer:
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    A film by Cem Kaya. In German Turkish and English with German suntitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The German Federal Republic’s 1961 recruit­ment agree­ment with Turkey not only brought “guest workers” to Germany but also their music. Cem Kaya’s den­se docu­men­ta­ry film essay is a tuto­ri­al in Turkish-German recent histo­ry that tells a tale of assem­bly line jobs, home­sick­ness and fami­ly reuni­fi­ca­ti­on, the bazaar in the ele­va­ted rail­way sta­ti­on at Berlin’s Bülowstraße, xeno­pho­bia and racism, the wistful songs of the ear­ly years and the hip-hop of the post-reuni­fi­ca­ti­on peri­od. These are the sto­ries shared by musi­ci­ans begin­ning with Metin Türköz and Yüksel Özkasap, to the psy­che­de­lic Derdiyoklar and the chart-top­ping rap­per Muhabbet. Their music has evol­ved a long way from that of German bands and has always deve­lo­ped out of the Turkish com­mu­ni­ty and its desi­res. This is the world of Radio Yilmaz, various music cas­set­te labels, pro­test rocker Cem Karaca’s German exi­le, and wed­ding bands that also sing in Kurdish and Arabic to meet the demands of the mar­ket. Extensive archi­val rese­arch and an inte­rest in Turkish popu­lar cul­tu­re are recur­ring the­mes in Cem Kaya’s work. With Aşk, Mark ve Ölüm, he has crea­ted a rhyth­mic and vivid­ly nar­ra­ted cine­ma­tic ency­clo­paed­ia of Turkish music in Germany.

    Credits:

    Aşk, Mark ve Ölüm
    DE 2022, 96 Min., Türkisch, Deutsch, Englisch OmU
    Regie: Cem Kaya
    Buch Cem Kaya, Mehmet Akif Büyükatalay
    Koautor*in Ufuk Cam
    Kamera: Cem Kaya, Mahmoud Belakhel, Julius Dommer, Christian Kochmann
    Schnitt: Cem Kaya
    mit İsmet Topçu, Ömer Boral, Yüksel Ergin, İhsan Ergin, Metin Türköz, Adnan Türköz, Yüksel Özkasap, Cevdet Yıldırım, Ercan Demirel, Cavidan Ünal, Ata Canani, Cem Karaca, Betin Güneş, Aykut Şahin, Fehiman Uğurdemir, Cengiz Öztunç, Dede Deli, Mustafa Çetinol, Erdal Karayağız, İzzet Nihat Yarsaloğlu, Hatay Engin, Yasin Kıran, Aytaç Kıran, Serdar Saydan, Serkan Kaynarcalı, Rüştü Elmas, Mustafa Deniz, Oktay Vural, Orhan Amuroğlu, Ümit Gücüyener, Sultan Korkmaz, Bekir Karaoğlan, Ümit Çağlar, Ali Ekber Aydoğan, Killa Hakan, Kabus Kerim, Derya Yıldırım, Tümay Koyuncuoğlu, Rossi Pennino, Kutlu Yurtseven, Erci E., Alper Ağa, Boe B., Tahir Çevik, Volkan Türeli, Nellie, Muhabbet, Aziza A., İmran Ayata, Bülent Kullukcu, Ibrahim Ertalay, Ilkay Kökel, Mehmet Yozgut

    Trailer:
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  • Hive

    Hive

    Ein Film von Blerta Basholli.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Krieg im Kosovo ist vor­über, und vie­le der Männer kehr­ten nicht zurück. Im Dorf müs­sen jetzt die Alten, die Frauen, ihre Kinder und weni­ge arbeits­fä­hi­ge Männer neben der Ungewiss auch mit der pre­kä­ren Lage zurecht­kom­men. Mehr schlecht als recht schafft es Fahrije, mit der kläg­li­chen Unterstützung, Sohn, Tochter, Schwiegervater und sich selbst durch­zu­brin­gen, der Ertrag vom Bienenstock ihres Ehemannes hilft wenig. Aber sie weiß, was sie kann: Ajvar, eine Paprikazubereitung, her­stel­len, und so wird eine Großküche in der Imkerei ein­ge­rich­tet. Kontakte zu Supermärkten in der Gegend her­stel­len ist die eine, die Ware dort zuzu­stel­len die ande­re Hürde. Fahrjie beschließt, den Führerschein zu machen. Das ist zu viel für die, vor­sich­tig gesagt, patri­ar­chal gepräg­te Gemeinde. Selbständig arbei­ten zu wol­len war schon eine Zumutung, aber Auto fah­ren … da fliegt auch schon mal ein Stein durch die Scheibe. Andere Frauen, die in der glei­chen Situation ste­cken, war­nen sie, aber, was bleibt ihnen eigent­lich zu tun übrig? Das Ende wird jetzt nicht ver­ra­ten, nur soviel: die Geschichte hat so bzw. so ähn­lich statt­ge­fun­den, und die rea­le Farhije sag­te nach Sichtung des Filmes: „Ich habe so viel mehr gelit­ten, aber ich den­ke, Sie haben die Dinge sehr gut zusam­men­ge­fasst.“ zu Regisseurin Blerta Basholli. Die kehr­te nach ihrem Studium an der New York University 2011 in ihre Heimat zurück, und ist inzwi­schen Kulturdirektorin in Pristina.

    „ … [Sie] erzählt sozi­al­rea­lis­tisch aus dem Leben die­ser Frau und ihres Umfelds, das vom Feminismus ver­ges­sen wor­den zu sein scheint. Doch rutscht sie nie­mals ins Melodram, viel­mehr rückt sie die ver­hee­ren­de Zerstörung eines gan­zen sozia­len Gefüges in den Fokus ihres Films und die immense gemein­schaft­li­che Anstrengung, derer es bedarf, um nach einem sol­chen kol­lek­ti­ven und per­sön­li­chen Trauma wei­ter­zu­ma­chen.“
    Sofia Glasl | Filmdienst

    Credits:

    XK, CH, AL, MK 2021, 84 Min., alba­ni­sche OmU
    Buch & Regie: Blerta Basholli
    Kamera: Alex Bloom
    Schnitt: Félix Sandri, Enis Saraçimit: Yllka Gashi, Çun Lajçi, Aurita Agushi, Kumrije Hoxha, Adriana Matoshi

    Trailer:
    HIVE | offi­zi­el­ler deut­scher Trailer | OmU
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    Afilm by Blerta Basholli. In Albanian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Fahrije’s hus­band has been con­side­red miss­ing sin­ce the end of the war – like so many other men from her vil­la­ge in rural Kosovo. When she deci­des one day to get her driver’s licen­se so she can sell her home­ma­de sau­ces in town, she imme­dia­te­ly faces oppo­si­ti­on from her con­ser­va­ti­ve, patri­ar­chal vil­la­ge. Fahrije, howe­ver, is not inti­mi­da­ted and soon other women dare to help her in this revo­lu­tio­na­ry ven­ture. The film, which won three awards at Sundance, tells the sto­ry of a dar­ing woman who, against all the odds, builds a new exis­tence for hers­elf and other women.

    Credits:

    XK, CH, AL, MK 2021, 84 Min., alba­ni­sche OmU
    Buch & Regie: Blerta Basholli
    Kamera: Alex Bloom
    Schnitt: Félix Sandri, Enis Saraçimit: Yllka Gashi, Çun Lajçi, Aurita Agushi, Kumrije Hoxha, Adriana Matoshi

    Trailer:
    HIVE | offi­zi­el­ler deut­scher Trailer | OmU
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  • Komm mit mir in das Cinema – Die Gregors

    Komm mit mir in das Cinema – Die Gregors

    Ein Film von Alice Agneskirchner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Titel zitiert Else Lasker-Schülers gleich­na­mi­ges Gedicht: Im Cinema fin­de man, „was ein­mal war: Die Liebe!“, schreibt die Dichterin dar­in im Jahr 1937. Zwei Jahrzehnte spä­ter hat die Liebe zum Kino zwei Menschen zusam­men­ge­bracht, die die Filmgeschichte Nachkriegsdeutschlands – umfas­send ver­stan­den als Geschichte auch des Filmabspiels und des Diskurses über Film – auf bedeu­ten­de Weise erwei­tert, heu­te wür­de man sagen, diver­ser gemacht haben: Erika und Ulrich Gregor.
    Alice Agneskirchners Dokumentarfilm nähert sich den Gründer*innen des Kinos Arsenal und des Internationalen Forum des Jungen Films über ver­schie­de­ne Pfade: zum einen über die beweg­te Lebensgeschichte des seit über 60 Jahren ver­hei­ra­te­ten Paars, zum ande­ren über pro­mi­nen­te Wegbegleiter*innen wie Jutta Brückner, Wim Wenders und Jim Jarmusch. Zentral sind aber auch die Filme, die den Gregors beson­ders am Herzen lie­gen, für die sie sich ein­ge­setzt haben: So gibt es Wiederbegegnungen der Gregors mit Claude Lanzmanns Shoah, István Szabós Apa oder Helke Sanders Die all­sei­tig redu­zier­te Persönlichkeit – Redupers. Ein Film nicht nur über die Liebe und das Kino, son­dern auch über ein Stück bun­des­re­pu­bli­ka­ni­scher Zeitgeschichte.

    Credits:

    DE 2021, 155 Min.
    Regie & Buch: Alice Agneskirchner
    Kamera: Jan Kerhart
    Schnitt: Silke Botsch
    mit Erika Gregor, Ulrich Gregor

    Trailer:
    KOMM MIT MIR IN DAS CINEMA – DIE GREGORS – Offizieller Trailer
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    A film by Alice Agneskirchner. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The title refers to the epony­mous 1937 poem by Else Lasker-Schüler, in which the poet wri­tes that “what once was: love” can be found at the cine­ma. Two deca­des on from this, it was a love of cine­ma that brought tog­e­ther two peo­p­le who signi­fi­cant­ly expan­ded – today one might say, diver­si­fied – the film histo­ry of post-war Germany, encom­pas­sing both the way films are view­ed as well as the dis­cour­se sur­roun­ding the medi­um: Erika and Ulrich Gregor.
    Alice Agneskirchner’s docu­men­ta­ry fol­lows various paths to get right up clo­se to the foun­ders of Arsenal and the International Forum of New Cinema: on the one hand via the eventful life of the cou­ple, who have been mar­ried for over 60 years; on the other via tho­se who have accom­pa­nied them along the way, inclu­ding such pro­mi­nent figu­res as Jutta Brückner, Wim Wenders and Jim Jarmusch. The films of which the Gregors are par­ti­cu­lar­ly fond and to which they gave their full back­ing are also cen­tral, as the duo beco­mes reac­quain­ted with Claude Lanzmann’s Shoah, István Szabó’s Apa and Helke Sander’s Die all­sei­tig redu­zier­te Persönlichkeit – Redupers. This is not only a film about love and cine­ma but also a pie­ce of West German history.

    Credits:

    DE 2021, 155 Min.
    Regie & Buch: Alice Agneskirchner
    Kamera: Jan Kerhart
    Schnitt: Silke Botsch
    mit Erika Gregor, Ulrich Gregor

    Trailer:
    KOMM MIT MIR IN DAS CINEMA – DIE GREGORS – Offizieller Trailer
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  • Das Glücksrad – Wheel of fortune and fantasy

    Das Glücksrad – Wheel of fortune and fantasy

    Ein Film von Ryusuke Hamaguchi.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ryūsuke Hamaguchis zwei letz­te Filme lie­fen hin­ter­ein­an­der im Wettbewerb zwei­er A‑Festivals, und bei­de wur­den aus­ge­zeich­net. Oscar-Gewinner „Drive my Car“, der in Cannes 2021 u.a. den Drehbuchpreis gewann, star­te­te letz­ten November erfolg­reich auch bei uns im Kino. Jetzt legen wir mit dem „Großen Jurypreis“ der Berlinale, „Wheel of Fortune and Fantasy“ bzw.“Das Glücksrad“ nach. War ers­te­rer geprägt von sei­ner Vorlage, einer Murakami-Kurzgeschichte, merkt man dem „Glücksrad“ die Nähe zu Rohmers luf­tig-tie­fem „Rendezvous in Paris“ an, den der Regisseur als Referenz angibt, und dabei mehr als nur die Aufteilung in drei Episoden meint.
    Der Zufall spielt dies­mal eine gro­ße Rolle, sei es eine Begegnung, ein Missverständnis oder nur eine falsch gesen­de­te Mail. Filigrane amou­rö­se Gebilde sind alle drei Geschichten, sie fügen sich zu anrüh­ren­den oder auf­re­gen­den, uni­ver­sal ver­ständ­li­chen Momenten für die Protagonistinnen zusam­men.
    Zunächst schwärmt Meikos Freundin Tsugumi von einer tol­len Nacht mit einem tol­len Mann, bis Meiko erkennt, dass es sich dabei um ihren Ex-Liebhaber han­delt, mit dem sie noch nicht abge­schlos­sen hat. In der nächs­ten, gleich tra­gi­schen wie lus­ti­gen Episode will die Studentin Nao ihrem Hochschulprofessor Tsugumi eine Verführungsfalle stel­len. Zum Schluss trifft Nana nach einem völ­lig ver­patz­ten Klassentreffen ihre Jugendliebe Moka doch noch wie­der. Die bei­den Frauen ver­brin­gen einen wun­der­ba­ren, ver­trau­ten Nachmittag mit­ein­an­der – doch ist es wirk­lich Moka?
    „Ich weiß nicht, wie man die­sen Film nicht lie­ben kann.“ Robert Ide | Tagesspiegel

    Credits:

    JP 2021, 121 Min., jap. OmU
    Regie & Schnitt: Ryusuke Hamaguchi
    Kamera: Yukiko Iioka
    mit:
    Kotone Furukawa, Kiyohiko Shibukawa, Katsuki Mori, Fusako Urabe, Aoba Kawai, Ayumu Nakajima, Hyunri, Shouma Kai

    Trailer:
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    A Film by Ryusuke Hamaguchi. In Japanese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    As with the rest of his oeu­vre, dupli­ca­ti­on and mir­ro­ring of fema­le cha­rac­ters once again informs Ryusuke Hamaguchi’s latest work, Guzen to sozo. It would not be out of place to make a lite­ra­ry ana­lo­gy and, if one were to regard his two pre­vious films (Happy Hour and Asako I & II) as novels, this new work could be descri­bed as a coll­ec­tion of short sto­ries. The film’s recur­ring rhythm ampli­fies this effect. The three epi­so­des, which each revol­ve around a woman, are in turn divi­ded into three move­ments, like a pie­ce of music. They tell sto­ries of an unex­pec­ted love tri­ang­le, a fai­led seduc­tion trap, and an encoun­ter that results from a misun­derstan­ding. The frag­men­ta­ti­on ser­ves to empha­sise rather than under­mi­ne the exqui­si­te­ly orga­nic sto­rytel­ling and mise en scè­ne. Although most of the action takes place in a sin­gle space and invol­ves just two actors, not once does it feel like film­ed theat­re. The secret lies not only in the wri­ting, but also in the noti­on of a more com­plex tem­po­ra­li­ty in each epi­so­de that flirts with sci­ence fic­tion in the final inst­al­ment. The moments we wit­ness are crystal­li­sed into tou­ch­ing uni­ver­sal desti­nies mark­ed by choices, reg­rets, decep­ti­on and coin­ci­den­ces. They are the film’s true protagonists.

    Credits:

    JP 2021, 121 Min., jap. OmU
    Regie & Schnitt: Ryusuke Hamaguchi
    Kamera: Yukiko Iioka
    mit:
    Kotone Furukawa, Kiyohiko Shibukawa, Katsuki Mori, Fusako Urabe, Aoba Kawai, Ayumu Nakajima, Hyunri, Shouma Kai

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  • Alle reden übers Wetter

    Alle reden übers Wetter

    Ein Film von Annika Pinske. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Stadt / Land, Ost / West, Mann / Frau – für Clara für gibt es vie­le Identitätsfragen. Die wich­tigs­te jedoch heißt: was ist der Preis, den die Philosophiedoktorandin für den Bildungsaufstieg bezah­len muss? Als sie zum 60sten Geburtstag ihrer Mutter in ihre meck­len­bur­gi­sche Heimat zurück­kehrt, reagie­ren die Verwandten und alten Bekannten ganz ver­schie­den auf sie. Kein ent­spann­ter Umgang erscheint mög­lich.
    Clara wird bewusst, wie weit sie sich auf der Suche nach einem selbst­be­stimm­ten, erfolg­rei­chen Leben von ihren Wurzeln ent­fernt hat, und wie sich sich hat ver­än­dern müs­sen, um in ihrem jetz­ti­gen Leben in Berlin mit­zu­hal­ten. Aber auch dort, im aka­de­mi­schen Umfeld, wo auf Feiern Champagner statt Bier gereicht wird, ist sie nicht zuhause.

    „Der Film han­delt von Heimat und Herkunft und fragt, was man für ein selbst­be­stimm­tes Leben zurück­las­sen muss, beson­ders als Frau. Es geht auch um Mütter und Töchter und ihre Beziehungen, um Frauen in män­ner­do­mi­nier­ten Berufen und den Kampf um Anerkennung.
    Der Film beob­ach­tet die Geschlechterhierarchien in den ganz ein­fa­chen all­täg­li­chen Interaktionen der Figuren und zeigt, wie stark wir in der Gesellschaft auf bestimm­te Rollen fest­ge­legt sind und wie schwie­rig es ist, die­sen zuge­wie­se­nen Platz zu ver­las­sen, aus­zu­bre­chen und etwas Neues zu fin­den. Diese Sehnsucht hat mit Trennung und Grenzen zu tun, und es gibt eben­so viel Schmerz wie Verheißung. Ich lie­be die­se Widersprüche im Leben. Sie sind eine Art krea­ti­ver Motor für mich.“ Annika Pinske

    Credits:

    DE 2022, 89 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Buch: Annika Pinske
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Laura Lauzemis
    mit Anne Schäfer, Anne-Kathrin Gummich, Judith Hofmann, Marcel Kohler, Max Riemelt, Emma Frieda Brüggler, Thomas Bading, Christine Schorn, Sandra Hüller, Alireza Bayram

    Trailer:
    Alle reden übers Wetter (offi­zi­el­ler Trailer)
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    A film by Annika Pinske. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Clara is 39 and is taking a PhD in phi­lo­so­phy. She lives in a Kreuzberg flat share while her teenage daugh­ter lives with her ex. Clara is having a secret rela­ti­onship with one of her stu­dents. Her the­sis super­vi­sor, the strong and inde­pen­dent Margot, pro­vi­des her with pro­fes­sio­nal encou­ra­ge­ment. When Clara visits her home in pro­vin­cial Mecklenburg-Vorpommern for her mother’s bir­th­day, she finds hers­elf strugg­ling with the pri­de and expec­ta­ti­ons but also with the rejec­tion of her fami­ly and for­mer com­pa­n­ions. She beg­ins to rea­li­se just how far she has moved away from her roots in her search for a self-deter­mi­ned life. But per­haps she had to move away. Because one’s per­cep­ti­on of home can chan­ge.
    Annika Pinske’s quiet dra­ma is a stu­dy in fami­lia­ri­ty and distance, liber­ty and com­pul­si­on, the coun­try­si­de and the city. Sensitive, nuan­ced per­for­man­ces from an out­stan­ding cast with an assu­red com­mand of the local dialects allow the audi­ence to expe­ri­ence the atmo­sphe­res of both Berlin’s uni­ver­si­ty milieu and the rural fami­ly get-together.

    Credits:

    DE 2022, 89 Min.
    Regie & Buch: Annika Pinske
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Laura Lauzemis
    mit Anne Schäfer, Anne-Kathrin Gummich, Judith Hofmann, Marcel Kohler, Max Riemelt, Emma Frieda Brüggler, Thomas Bading, Christine Schorn, Sandra Hüller, Alireza Bayram

    Trailer:
    Alle reden übers Wetter (offi­zi­el­ler Trailer)
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  • Mit 20 wirst du sterbenMit 20 wirst Du sterben

    Mit 20 wirst du sterbenMit 20 wirst Du sterben

    Ein Film von Amjad Abu Alala.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Damit der Mensch leben kann, muss der Tod gleich­zei­tig prä­sent und abwe­send sein. Das Gefühl von Sterblichkeit treibt vor­an und erfüllt mit Sinn, begrenz­te Zeit will schließ­lich genutzt wer­den. Doch zu nah darf das Ende nicht erschei­nen, weil es vom Gefühl für Wirkung und Konsequenz des Handelns befreit.“ Dieser Text von Lucas Barwenczik führt in den Film ein. Es gibt schon eini­ge Filme, in denen das Wissen über den Todeszeitpunkt die Folie ist, aber dies ist der ers­te aus suda­ni­scher Sicht und der ers­te des Regisseurs, dabei erst der ach­te Spielfilm aus dem Land ins­ge­samt.
    Ein Junge wur­de gebo­ren und soll vom Imam geseg­net wer­den, doch bei sei­nem Zahlentanz bricht der Derwisch mit dem Wort „20“ auf den Lippen tot zusam­men. Für die Gemeinde steht fest: Mit 20 wird der klei­ne Muzamil ster­ben. Was wird aus einem Kind, das ohne Zukunft auf­wächst? Der Vater ver­lässt umge­hend das Land, die Mutter wird immer from­mer, der Junge zwei­felt nicht an der Prophezeiung, muss aber viel Häme ertra­gen und wird oft geschnit­ten. Als Heranwachsender lernt er jedoch Sulaiman ken­nen, einen alten Rebellen, der von reli­giö­sen Vorhersagen wenig hält.
    Mit 20 wirst du ster­ben ist fas­zi­nie­rend in sei­nen Bildkompositionen, den war­men Farben, den Aufnahmen, in denen das Innere in Muzamils Haus mit den traum­haf­ten Sequenzen der kegel­för­mi­gen Heiligtümer kon­tras­tiert. Der in Venedig preis­ge­krön­te Film ist geprägt von der sorg­fäl­ti­gen und wohl­wol­len­den Beobachtung des Lebens im Dorf zwi­schen blau­em und wei­ßem Nil.
    „Er [der Film] zeigt, wie sehr ein star­ker Glaube das Leben der Menschen beein­flus­sen und wie er poli­tisch genutzt wer­den kann. Die suda­ne­si­sche Regierung von Omar el-Beshir benutz­te den Islam, um das Volk zum Schweigen zu brin­gen. Wenn jemand den Satz «Gott sagt» aus­spricht, wer­den alle still. Mein Film ist eine Einladung, sich davon frei zu machen.“ Amjad Abu Alala
    Filmgespräch mit dem Produzenten am 28.8. 20Uhr

    Credits:

    SD 2019, 105 Min., OmU
    Regie: Amjad Abu Alala
    Schnitt: Heba Othman
    Kamera: Sébastien Goepfert
    mit: Mustafa Shehata, Islam Mubarak, Mahmoud Elsaraj, Bunna Khalid

    Trailer:
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    A film by Amjad Abu Alala. In Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Muzamil was only a new­born when a pro­phe­cy fore­told his death at 20. His father is unable to live with this cur­se and aban­dons his fami­ly. Long resi­gned to his fate, the young man starts to ques­ti­on his preor­da­i­ned death when he meets Suleiman, a came­ra­man who has retur­ned to the vil­la­ge of his birth. The Sudanese direc­tor won the Lion of the Future at the 2019 Mostra di Venezia.

    Credits:

    SD 2019, 105 Min., OmU
    Regie: Amjad Abu Alala
    Schnitt: Heba Othman
    Kamera: Sébastien Goepfert
    mit: Mustafa Shehata, Islam Mubarak, Mahmoud Elsaraj, Bunna Khalid

    Trailer:
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  • Der perfekte Chef

    Der perfekte Chef

    Ein Film von Fernando León de Aranoa.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Einst war er Santa, ein groß­mäu­li­ger Arbeitsloser unter vie­len – Javier Bardem gibt ihn in Fernando León de Aranoas Debut Montags in der Sonne, das mit viel Sinn für Humor und Solidarität unter den gesell­schaft­lich Benachteiligten zum gro­ßen Überraschungserfolg avan­cier­te. 20 Jahre spä­ter ist er bei de Aranoa nicht mehr der Underdog, son­dern ganz oben ange­langt. Bardem spielt Julio, den patri­ar­cha­len Chef einer Waagenfabrik, mit eben soviel Verve wie vor zwei Jahrzehnten Santa.
    Julio Blanco hat die Fabrik von sei­nem Vater geerbt und will sie einer­seits zeit­ge­mäß fort­füh­ren. Alle Mitarbeiter über­neh­men Verantwortung, heißt es bei ihm. Alle sind auf Augenhöhe und eine gro­ße glück­li­che Familie und noch mehr Humbug, der jeg­li­chen Zusammenhalt und Mitbestimmungswunsch der Untergebenen unter­bin­den soll. Auf der ande­ren Seite mischt er sich, ganz Firmen-Papa, unge­fragt in die pri­va­ten Angelegenheiten sei­ner Angestellten ein und über­schrei­tet auch sonst man­che mora­li­sche Grenze. Als ein Angestellter sich mit sei­ner – natür­lich unaus­weich­li­chen – Entlassung nicht abfin­det, und ein Protestcamp vor dem Firmentor auf­schlägt, scheint das dem Firmenoberhaupt aus der Balance zu brin­gen. Er war­tet gera­de sehn­süch­tig auf den unan­ge­mel­de­ten Besuch der Jury, die den begehr­ten Preis der Regierung für exzel­len­te Unternehmensführung ver­gibt. Die Auszeichnung soll der Höhepunkt sei­nes Schaffens wer­den, und da ist der irrer Querulant vor der Tür, der auch noch vol­les Medieninteresse erlangt, äußerst unwill­kom­men.
    „Der alte Klassenkampf löst sich auf in einen Nebel aus Metaphern über das Boot, in dem man sit­ze. Diesen Strukturwandel so raf­fi­niert in die komö­di­an­ti­sche Struktur ein­zu­flech­ten und qua­si unter­zu­schmug­geln, ist das eigent­li­che Verdienst des Films.“ Peter Gutting | kino-zeit.de

    Credits:

    El buen patrón
    ES 2021, 120 Min., span. OmU
    Drehbuch und Regie: Fernando León de Aranoa

    Schnitt: Vanessa Marimbert
    mit: Javier Bardem, Manolo Solo, Almudena Amor, Óscar de la Fuente, Sonia Almarcha
    Kamera: Pau Esteve Birba

    Trailer:
    Der per­fek­te Chef Trailer OmU
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    A film by Fernando León de Aranoa. In Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „The Good Boss” takes place in and around the Blancos Básculas fac­to­ry, whe­re all things must be in balan­ce at all times. After all, they manu­fac­tu­re sca­les of all shapes and sizes. There, the see­mingly bene­vo­lent boss, Bardem’s Blanco, is pre­pa­ring his work­force for an upco­ming inspec­tion by a group visi­ting local busi­nesses to sel­ect one for a pres­ti­gious pri­ze. Tensions begin to mount, howe­ver, when recent­ly fired employee Jose shows up with his two child­ren and beg­ins making demands for the rein­state­ment of his employ­ment. When Blanco’s manage­ment team refu­ses, the employee beg­ins a one man cru­sa­de to dis­credit Blanco and pre­vent him from win­ning the much-cove­ted award.

    Credits:

    El buen patrón
    ES 2021, 120 Min., span. OmU
    Drehbuch und Regie: Fernando León de Aranoa

    Schnitt: Vanessa Marimbert
    mit: Javier Bardem, Manolo Solo, Almudena Amor, Óscar de la Fuente, Sonia Almarcha
    Kamera: Pau Esteve Birba

    Trailer:
    Der per­fek­te Chef Trailer OmU
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  • Die Magnetischen

    Die Magnetischen

    Ein Film von Vincent Maël Cardona.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Frankreich Anfang der 1980er Jahre: auch auf dem Acker herrscht reges Treiben, auch hier ist DIY ange­kom­men. In einer ver­schla­fe­nen Kleinstadt betreibt die Clique um den cha­ris­ma­ti­schen Jerôme und sei­nen intro­ver­tier­ten Bruder Philippe auf einem Dachboden einen Piratensender. Als Marianne mit ihrer klei­nen Tochter aus Paris in den Ort zurück­zieht, ist es um die Brüder gesche­hen und bei­de ver­lie­ben sich Hals über Kopf in sie. Jerôme kann Marianne schnell für sich gewin­nen, wäh­rend Philippe sich wei­ter um die Technik küm­mern darf. Dank sei­ner Gradlinigkeit wird er beim Versuch, dem Wehrdienst zu ent­ge­hen, ein­ge­zo­gen und muß sei­ne ver­trau­te Umgebung und Marianne gegen West Berlin ein­tau­schen, dass erstaun­lich hell ist. Dort ver­än­dert die Begegnung mit dem schil­lern­den Radiomoderator Dany sein Leben, sich wer­den Freunde und er ent­deckt nach einer Begegnung mit John Peel (ja, hier wird sich extra weit aus dem Fenster gelehnt) sei­ne eige­ne Kreativität als DJ und Soundwimmeler. Doch zurück aus der Mauerstadt hat sich alles verändert.

    Vincent Maël Cardona gelingt es mit durch die Bank sehr über­zeu­gen­den Schauspielern, allen vor­an mit Thimotée Robart und Joseph Olivennes als unglei­chen Brüdern, die Atmosphäre der 1980er Jahre im Look, im Sound und in den Details per­fekt wider­zu­spie­geln. Darüber hin­aus erzählt er eine uni­ver­sel­le Geschichte vom Erwachsenwerden, aus­ge­löst durch den unwi­der­steh­li­chen Sog der Liebe. In einer gran­dio­sen Szene wir­belt Philippe in einem Berliner Radiostudio wie ein Derwisch durch die Räume, als er in einer Live-Performance eine aber­wit­zi­ge Klangcollage aus schwin­gen­den Mikrofonen, gescratch­ten Schallplatten und vir­tu­os ein­ge­füg­ten Kassettentape-Ausschnitten zusam­men­zau­bert – eine ein­zig­ar­ti­ge Liebeserklärung an Marianne und gleich­zei­tig ein wil­der Rausch der Selbstoffenbahrung.
    (Christoph Becker, Artechock)

    Credits:

    Les Magnétiques
    FR / DE 2021, 98 Min., frz. OmU
    Regie: Vincent Maël Cardona
    Kamera: Brice Pancot
    Schnitt: Flora Volpelière
    mit: Thimotée Robert, Marie Colomb, Joseph Olivennes, Meinhard Neumann

    Trailer:
    Les Magnétiques Trailer OmU
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    A film by Vincent Maël Cardona. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Brittany, 1980s.

    A bunch of fri­ends year­ning for exci­te­ment broad­cast a free radio sta­ti­on from their home­town in the coun­try­si­de. Jerome leads it with uni­que cha­ris­ma while Philippe, the tech­ni­cal geni­us, lives in the shadow of Jerome, his big brot­her. When cal­led for the mili­ta­ry ser­vice, Philippe has no choice but to lea­ve for West Berlin. He’s deter­mi­ned to keep on broad­cas­ting, but rea­li­zes that he just lived the last glo­rious moments of a world on the ver­ge of extinction.

    Credits:

    Les Magnétiques
    FR / DE 2021, 98 Min., frz. OmU
    Regie: Vincent Maël Cardona
    Kamera: Brice Pancot
    Schnitt: Flora Volpelière
    mit: Thimotée Robert, Marie Colomb, Joseph Olivennes, Meinhard Neumann

    Trailer:
    Magnetic Beats / Les Magnétiques (2021) – Trailer (English subs)
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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