Ein Film von Till Harms. Ab 25.6. im fsk.
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Der kleine Löffelstrandläufer (Spoon-billed Sandpiper) leistet einiges. Sein Zugweg, der East-Asian-Australian Flyway, führt von den Brutgebieten in Nordost-Sibirien nach Kamtschatka, dann entlang der Küstenlinien Koreas, Japans und Chinas bis nach Vietnam, Myanmar und Bangladesch, wo der Winter verbracht wird. Im Frühjahr geht es wieder zurück. Es ist eine gefährliche Reise, Vogelfänger jagen mit Netzen und Gewehren, die Umweltbedingungen ändern sich, wertvolle Rastplätze werden im großen Stil zugebaut, und bei der Brut lauern Prädatoren. Kein Wunder also, dass sein Überleben bedroht ist, ganze 300–400 Exemplare soll es noch geben. Die niedliche Limikole mit dem merkwürdigen Schnabel erregt aber auch Aufmerksamkeit. Eine internationale Task Force hat sich zusammengefunden, damit es dem Vogel nicht ergeht wie dem seit einem Jahr als ausgestorben geltende Dünnschnabel-Brachvogel, oder vieler anderer Arten, die nur noch in Naturkundemuseen vorkommen. Immerhin hat der Spoonie als Posterboy der aufkommenden Umweltbewegung des Landes auch das Herz von Chinas Staatschef Xi Jinping erobert. Die Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen hat aber aufgrund der politischen Lage Grenzen, in der Arbeit wie im persönlichen, die mit Hartnäckigkeit, Ideen und Fingerspitzengefühl gemeinsam umschifft werden müssen. Es gibt aber auch erste Erfolge, die letztendlich auch vielen anderen Spezies zugute kommen werden. Im Fokus des Films stehen jedoch die Vogelschützerinnen. Er begleitet die Task Force um Christoph Zöckler, Lili Sun, Jodie Clements und anderen auf ihren Reisen, Konferenzen und Treffen, sowie den verschiedenen Überlegungen und Versuchen zum Rettungsplan und schafft so eine aufschlussreiche und anregende Grundlage zu Überlegungen über den immer dringlicher werdenden Artenschutz.
„In China lieben sie nicht nur Pandas, sondern auch „Spoonies“. Das erfährt man in Till Harms‚ kleinem, aber feinem Dokumentarfilm über eine vom Aussterben bedrohte Vogelart. Der Kampf um „Spoonie“ wird dabei auch zu einem Symbol der Hoffnung. Nicht nur für die Tiere, sondern für uns.“ kino-zeit




Credits:
DE 2025, 87 Min., dt. engl. russisch, chinsesische OmU
Regie: Till Harms
Kamera: Börres Weiffenbach
Schnitt: Natali Barrey
Trailer:
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