Kategorie: archiv

  • Sun Children

    Sun Children

    ein Film von Majid Majidi.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wer sich noch an Filme wie „Kinder des Himmels „Die Farben des Paradieses“ oder „Baran“ erin­nert, weiß, dass die Filme von Majid Majidi stets die Schicksale von Kindern in den Fokus stel­len. Auch sein neu­es Werk hat der ira­ni­sche Regisseur den „152 Millionen Kindern, die welt­weit zur Arbeit gezwun­gen wer­den, in Minen, auf Müllhalden oder in Sweatshops“ gewid­met. Es beginnt rasant, und sofort führt uns der Film die Klassenunterschiede in der Islamischen Republik vor die Augen, wenig sub­til, dafür umso ein­drück­li­cher. Vier Jungen müs­sen in der Tiefgarage einer Luxusmall Autoreifen aus­ge­wähl­ter teu­rer Modelle zwecks Weiterverwendung steh­len. Sie leben auf der Straße oder kom­men aus zer­rüt­te­ten Familien; die ille­ga­le Arbeit für die Autowerkstatt sichert ihr Überleben.
    Für den neus­ten Auftrag, den der 12-jäh­ri­ge Ali, der schlaus­te Kopf der Truppe, vom Boss bekommt, muss sich das Quartett in einer Schule ein­schrei­ben. Die heißt „Sun School“ und ist ein schlecht aus­ge­stat­te­tes, spen­den basier­tes Projekt für Straßenkinder, das haupt­säch­lich durch das Engagement ein­zel­ner Lehrer auf­recht gehal­ten wer­den kann. Es könn­te die ein­zi­ge Chance auf ein bes­se­res Leben sein, aber die Jungs haben ande­re Pläne. Sie sol­len einen „Schatz“ heben, der unter dem Gelände ver­bor­gen liegt.
    „Nach der Hälfte des Films hat­te ich das Gefühl, eine ziem­lich gute Vorstellung von der Richtung zu haben, in die es geht, aber das stimm­te nicht ganz; Majidi gräbt tie­fer. Dabei legt er eine unter­ir­di­sche Welt frei, in der es kei­ne ein­fa­chen Antworten und nur weni­ge Happy Ends gibt. Mit Energie und Herz, mit einer Tendenz zur Tragödie, arbei­tet sich „Sun Children“ durch den Schlamm und geht umso gestärk­ter dar­aus her­vor. Die Suche ist nur ein Ablenkungsmanöver, der wah­re Schatz ist der Film.“ Xan Brooks | The GuardianWer sich noch an Filme wie „Kinder des Himmels „Die Farben des Paradieses“ oder „Baran“ erin­nert, weiß, dass die Filme von Majid Majidi stets die Schicksale von Kindern in den Fokus stel­len. Auch sein neu­es Werk hat der ira­ni­sche Regisseur den „152 Millionen Kindern, die welt­weit zur Arbeit gezwun­gen wer­den, in Minen, auf Müllhalden oder in Sweatshops“ gewid­met. Es beginnt rasant, und sofort führt uns der Film die Klassenunterschiede in der Islamischen Republik vor die Augen, wenig sub­til, dafür umso ein­drück­li­cher. Vier Jungen müs­sen in der Tiefgarage einer Luxusmall Autoreifen aus­ge­wähl­ter teu­rer Modelle zwecks Weiterverwendung steh­len. Sie leben auf der Straße oder kom­men aus zer­rüt­te­ten Familien; die ille­ga­le Arbeit für die Autowerkstatt sichert ihr Überleben.
    Für den neus­ten Auftrag, den der 12-jäh­ri­ge Ali, der schlaus­te Kopf der Truppe, vom Boss bekommt, muss sich das Quartett in einer Schule ein­schrei­ben. Die heißt „Sun School“ und ist ein schlecht aus­ge­stat­te­tes, spen­den basier­tes Projekt für Straßenkinder, das haupt­säch­lich durch das Engagement ein­zel­ner Lehrer auf­recht gehal­ten wer­den kann. Es könn­te die ein­zi­ge Chance auf ein bes­se­res Leben sein, aber die Jungs haben ande­re Pläne. Sie sol­len einen „Schatz“ heben, der unter dem Gelände ver­bor­gen liegt.
    „Nach der Hälfte des Films hat­te ich das Gefühl, eine ziem­lich gute Vorstellung von der Richtung zu haben, in die es geht, aber das stimm­te nicht ganz; Majidi gräbt tie­fer. Dabei legt er eine unter­ir­di­sche Welt frei, in der es kei­ne ein­fa­chen Antworten und nur weni­ge Happy Ends gibt. Mit Energie und Herz, mit einer Tendenz zur Tragödie, arbei­tet sich „Sun Children“ durch den Schlamm und geht umso gestärk­ter dar­aus her­vor. Die Suche ist nur ein Ablenkungsmanöver, der wah­re Schatz ist der Film.“
    Xan Brooks | The Guardian

    Credits:

    Khōrshīd
    Iran 2020, 99 Min., far­si OmU
    Regie: Majid Majidi
    Drehbuch: Majid Majidi, Nima Javidi
    Darsteller: Rouhollah Zamani, Ali Nasirian, Javad Ezzati, Tannaz Tabatabaie
    Kamera: Hooman Behmanesh

    Trailer:
    Sun Children – Official US Trailer
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    a film by Majid Majidi. In Farsi with German subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    SUN CHILDREN is the sto­ry of 12-year-old ALI and his three fri­ends. Together they work hard to sur­vi­ve and sup­port their fami­lies, doing small jobs in a gara­ge and com­mit­ting pet­ty cri­mes to make fast money. In a turn of events that seems mira­cu­lous, Ali is ent­rus­ted to find a hid­den tre­asu­re under­ground. He recruits his gang, but first, to gain access to the tun­nel, the child­ren must enroll at the Sun School, a cha­ri­ta­ble insti­tu­ti­on that tri­es to edu­ca­te street kids and child labo­rers, clo­se to whe­re the tre­asu­re is located.

    Credits:

    Khōrshīd
    Iran 2020, 99 Min., far­si OmU
    Regie: Majid Majidi
    Drehbuch: Majid Majidi, Nima Javidi
    Darsteller: Rouhollah Zamani, Ali Nasirian, Javad Ezzati, Tannaz Tabatabaie
    Kamera: Hooman Behmanesh

    Trailer:
    Sun Children – Official US Trailer
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Achtung Berlin 2022

    Achtung Berlin 2022

    Das Filmfestival Achtung Berlin!, bei dem wir mitt­ler­wei­le zum vier­ten Mal Spielort sind, prä­sen­tiert zwar Produktionen aus Berlin, ist aber nicht an den Ort gebun­den.
    Wir begin­nen unse­re Auswahl z.B. auf Usedom, und sehen in ZWISCHENSAISON [Tickets] mit Regisseurin Tina Tripp vier Auszubildenden im Gastgewerbe, zwei Köchen, zwei Servicekräften, bis zur Prüfung über die Schultern. DE 2022, 105 Min., So. 24.4. 18:30
    Dann kom­men wir nach Berlin, wo in Florian Hoffmanns Debut-Spielfilm STILLE POST [Tickets] ein Paar ver­zwei­felt ver­sucht, media­le Aufmerksamkeit für die Situation der Kurden in der Türkei und den Krieg gegen sie zu erlan­gen. DE 2021, 94 Min., So. 24.4. 21:00
    Ein paar Schritte zurück, und wir sind in einem Bulgarischen Bergdorf. Hier por­trä­tiert Eliza Petkova in MAYOR, SHEPHERD, WIDOW, DRAGON [Tickets] eini­ge der noch ver­blie­be­nen Bewohner, außer­dem gibt es hier auch noch einen Drachen. DE BG 2020, 97 Min., Mo. 25.4. 18:30
    Weiter west­lich in Wien bekommt die jun­ge und talen­tier­te fast-Architektin Eva einen begehr­ten Job bei einem Star-Architekten. In RISSE IM FUNDAMENT (Foto oben) [Tickets] erzäh­len Genia Leis und Gerald Sommerauer von ganz all­täg­li­chen Machtspielen und Zuschreibungen, zu denen Eva Position bezie­hen muss. DE 2022, 84 Min., Mo. 25.4. 21:00
    In VOR ZEIT [Tickets] macht sich ein alter-Ego von Regisseurin Juliane Henrich in Polen auf die Suche nach Spuren der Vergangenheit und fin­det Hinweise auf Migrations- und Fluchtbewegungen, die auf die Gegenwart zie­len. DE 2021, 80 Min., Di. 26.4. 18:30
    Rebeca Ofeks Spielfilm JESSY [Tickets] beruht auf einer eige­nen Erfahrung. Die 13-jäh­ri­ge Jessica lebt allein mit ihrer Mutter in Berlin, als ihr Vater nach 7 Jahren aus dem Knast zurück nach Hause kommt und nichts mehr ist, wie es war. DE 2021 79 Min., Di. 26.4. 21:00
    Am Modell sei­ner ehe­ma­li­gen Schule in Brandenburg und der eige­nen Biografie zeigt Christian Bäucker in HEIMATKUNDE [Tickets] ein dif­fe­ren­zier­tes Bild des DDR-Schulsystems und spürt dem Einfluss ost­deut­scher Schulerziehung auf Schülerinnen und Schüler nach.
    DE 2021, 89 Min., Mi. 27.4. 18:30
    Das Anwerbeabkommen mit der Türkei 1961 brach­te mit den Menschen auch ihre Kultur nach Deutschland. Die Musik war die Verbindung zur „alten“ Heimat, die sich hier im Exil zu neu­en Formen und Verbindungen fand. Cem Kayas Dokumentarfilmessay LIEBE, D‑MARK UND TOD [Tickets], den wir zum Abschluss zei­gen, ist eine Nachhilfestunde in tür­kisch-deut­scher Zeitgeschichte. DE 2022, 96 Min., Mi. 27.4. 21:00
    (Bitte beach­ten Sie die Epilepsiewarnung für die­sen Film!)

  • Sechs Tage unter Strom – Unterwegs in Barcelona

    Sechs Tage unter Strom – Unterwegs in Barcelona

    ein Film von Neus Ballús.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Valero (Valero Escolar), Moha (Mohamed Mellali) und Pep (Pep Sarrà) arbei­ten als Installateure in einem Handwerksbetrieb in Barcelona. Immer wenn die Kundschaft ein Problem hat, wer­den sie geru­fen und repa­rie­ren so ziem­lich alles was im Haushalt kaputt­ge­hen kann. Der Marokkaner Moha hat erst vor Kurzem mit dem Job begon­nen und ist noch in der Probezeit, Pep hin­ge­gen steht kurz vor der Rente. Das Miteinander der Drei, die eine Woche lang zusam­men­ar­bei­ten müs­sen, ist nicht immer ein­fach. Denn gera­de Moha muss so man­che Stichelei über sich erge­hen las­sen: von Seiten der Kunden aber vor allem von Valero, der ein Problem mit dem „Neuen“ und aller­lei Vorurteile gegen­über Ausländer zu haben scheint. Können sich die Installateure zusam­men­rau­fen und die Woche überstehen?

    Die kata­la­ni­sche Drehbuchautorin und Regisseurin Neus Ballús wirft in ihrem drit­ten abend­fül­len­den Spielfilm einen hei­te­ren, iro­ni­schen Blick auf das von skur­ri­len Ereignissen gepräg­te (Arbeits-)Leben der drei Protagonisten. Authentizität und Glaubwürdigkeit sind ihr ein Anliegen und das erkennt man etwa an der Wahl ihrer Hauptdarsteller. Sie alle sind Laien-Schauspieler und zum Teil auch im ech­ten Leben Installateure bzw. Handwerker. Sie neh­men den Zuschauer mit in ihren Arbeitsalltag, der sie zu den Kunden nach Hause führt. Dort rei­ni­gen sie ver­stopf­te Rohre, mon­tie­ren Schaltungen, instal­lie­ren Überwachungskameras und brin­gen Klimaanlagen wie­der zum Laufen.

    Hinter ver­schlos­se­ner Tür erhal­ten sie dar­über hin­aus Einblicke in die Lebensrealität und ‑wirk­lich­keit der unter­schied­lichs­ten Personen. Darunter eine Fotografin, ein Psychiater oder ein Rentner. Mit die­ser Mannigfaltigkeit spie­gelt der Film nicht zuletzt die Vielfalt jener Menschen wie­der, die in den engen Gassen und bun­ten Stadtteilen der kata­la­ni­schen Metropole Barcelona leben. Von (Überlebens-)Künstlern und mit­tel­lo­sen Studenten über Akademiker und Arbeitslose bis hin zum ein­fa­chen Arbeiter. Valero, Moha und Pep tau­chen in den Mikrokosmos ihrer Kunden ein – und mit ihnen der Kinobesucher.

    Bei den Kunden kom­men es immer wie­der zu teils höchst bizar­ren, über­aus komi­schen Situationen, etwa wenn die Fotografin den schüch­ter­nen Moha als Model „zweck­ent­frem­det“. Oder bei einem argen­ti­ni­schen Paartherapeuten, der spon­tan eine Analyse der schwie­ri­gen Beziehung zwi­schen Moha und Valero vor­nimmt – wäh­rend gleich­zei­tig sei­ne smar­ten Haushaltsgeräte und moder­nen tech­ni­schen Anlagen außer Kontrolle gera­ten. In all die­sen Momenten ist „Sechs Tage unter Strom“ eher geprägt von einem maka­bren, der­ben Humor, der auf­grund der uner­war­te­ten Ereignisse und dank des Überraschungsmoments jedoch herr­lich funktioniert.

    Eher sub­til und poin­tiert geht Ballús bei der Betrachtung des kom­pli­zier­ten Verhältnisses zwi­schen Moha und Valero vor. Man kann dem grob­schläch­ti­gen, wohl­be­lieb­ten Valero trotz sei­ner noto­risch schlech­ten Laune, der Anzüglichkeiten und der teils unan­ge­brach­ten Andeutungen sei­nem neu­en Kollegen gegen­über, nie wirk­lich böse sein. Insgeheim trägt er das Herz am rech­ten Fleck. Außerdem ver­deut­licht Ballús anhand die­ser Figur, dass die Furcht vor dem „Fremden“ (Migranten) und exis­ten­zi­el­len Sorgen auch im wah­ren Leben lei­der oft in Wut, Aggression sowie in von Vorurteilen gepräg­ten Alltagsrassismus münden.

    Bei genaue­rer Betrachtung behan­delt „Sechs Tage unter Strom“ zudem sehr geschickt eine gan­ze Fülle an Themen, die die Sorgen und Nöte vor allem der ein­fa­chen, hart arbei­ten­den Menschen wider­spie­geln. Es geht um die spa­ni­sche Wirtschaftskrise, Konkurrenzkämpfe, die hohe regio­na­le Arbeitslosigkeit und die Frage, was eigent­lich nach der Pensionierung kommt.

    Björn Schneider | programmkino.de

    Credits:

    Sis dies cor­rents
    ES, FR 2021, 85 Min., span, kata­lan., ber­ber OmU
    Regie: Neus Ballús
    Kamera: Anna Molins
    Schnitt: Neus Ballús, Ariadna Ribas
    mit: Mohamed Mellali, Valero Escolar, Pep
    Sarrà, Paqui Becerra, Pere Codorniu


    Trailer:
    SECHS TAGE UNTER STROMUNTERWEGS IN BARCELONA – Trailer OmU German | Deutsch
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    a film by Neus Ballús. In Spanish and Katalan with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    To get through his one-week pro­ba­tio­na­ry con­tract, a young Moroccan plum­ber must deal with equal­ly eccen­tric col­le­agues and cus­to­mers. Valero, his supe­ri­or, doubts Moha has what it takes, or that cus­to­mers will accept a Moroccan worker. Maybe six days is not enough time for someone to over­co­me their pre­ju­di­ces. But it might be enough to dis­co­ver that we must live together.

    My father is a plum­ber. I have heard all kinds of weird sto­ries about his job. Over the years, I have been struck by the pre­ju­di­ces and com­ple­xi­ties the­se dai­ly-life situa­tions revealed.

    Credits:

    Sis dies cor­rents
    ES, FR 2021, 85 Min., span, kata­lan., ber­ber OmU
    Regie: Neus Ballús
    Kamera: Anna Molins
    Schnitt: Neus Ballús, Ariadna Ribas
    mit: Mohamed Mellali, Valero Escolar, Pep
    Sarrà, Paqui Becerra, Pere Codorniu


    Trailer:
    SECHS TAGE UNTER STROMUNTERWEGS IN BARCELONA – Trailer OmU German | Deutsch
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  • Bettina

    Bettina

    ein Film von Lutz Pehnert.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Bettina Wegner, gebo­ren 1947 in Westberlin, auf­ge­wach­sen in Ostberlin, mit 36 Jahren aus­ge­bür­gert, seit­her „ent­wur­zelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den span­nends­ten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts.
    Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glü­hend ver­ehr­te, über eine hoff­nungs­fro­he Teenagerin, die mit ihren eige­nen Liedern eine Gesellschaft mit bau­en möch­te, hin zu einer beseel­ten Künstlerin mit einer uner­schüt­ter­li­chen huma­nis­ti­schen Haltung. So hero­isch das klingt, so irre und aber­wit­zig, mühe­voll und trau­rig, hin­ge­bungs­voll und ver­geb­lich ist es in den vie­len Dingen des Lebens, die zwi­schen den Liedern eine Biografie aus­ma­chen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film.
    „Ich habe Bettina Wegner kurz nach dem Mauerfall ken­nen­ge­lernt. Ich kam von Ostberlin zu ihr in den Westen, nach Frohnau. Es war eine fast sur­rea­le Begegnung. Wir bei­de kamen aus einem Land – und leb­ten in zwei ver­schie­de­nen Welten. Sie kann­te mei­ne Welt, aber ich noch nicht die Ihre. In den letz­ten drei­ßig Jahren bin ich Bettina Wegner immer wie­der begeg­net, bei Konzertauftritten oder zu Interviews. Zuletzt befrag­te ich sie für die rbb-Reihe „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ zu ihren Erlebnissen in den Jahren 1967,1968 und 1978. Ich glau­be, dass Bettina Wegner bis heu­te in zwei Welten lebt – hüben und drü­ben, auch wenn sie gera­de selbst nicht genau weiß, wo gera­de hüben und wo drü­ben ist. Bis heu­te also steckt ihr die Geschichte eines Jahrhunderts, die auch ihre eige­ne ist, in den Knochen, in der Seele, in ihren Gedanken. Bei mei­ner Begegnung mit ihr, habe ich sie immer in einer wun­der­ba­ren Mischung aus Nachdenklichkeit und Heiterkeit erlebt, als eine Frau mit Humor. Traurig war sie nie. Sie erzählt von ihrer Vergangenheit mit einem natür­li­chen Gespür für den Aberwitz, den alles Erlebte ent­hält.“ Lutz Pehnert

    Credits:

    DE 2022, 107 Min., deut­sche Fassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie, Buch: Lutz Pehnert
    Kamera: Anne Misselwitz
    Montage: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
    Bettina Trailer Deutsch | German [HD]
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    a film by Lutz Pehnert. In German with English subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A bio­gra­phy set in East and West Berlin about the life of a defi­ant woman who unites the poli­ti­cal and the pri­va­te in the poet­ry of her song lyrics. Bettina Wegner is often redu­ced to just one of her many songs, “Sind so klei­ne Hände” (“Children”) and her col­la­bo­ra­ti­on with Joan Baez. But here in Lutz Pehnert’s por­trait she is given the space she deser­ves. Taken to court at the age of 21 for pro­test­ing against the vio­lent end of the Prague Spring, she soon beca­me part of the lively music and lite­ra­tu­re sce­ne around Thomas Brasch and her hus­band Klaus Schlesinger, all the while pur­suing her cri­ti­cal stance as an indi­vi­du­al and as an artist. In her hus­ky voice, she descri­bes – even humo­rous­ly – her inner turm­oil and her deter­mi­na­ti­on not to give up her home in the GDR, even when she was no lon­ger wan­ted the­re. Written in 1980, her song “Über Gebote” (“About Rules”) ser­ves Pehnert as a nar­ra­ti­ve thread while he uses archi­ve mate­ri­al from East and West Germany, audio recor­dings from her tri­al as well as Wegner’s own words and music to gui­de us through her life. In this way, the film gives a new audi­ence the chan­ce to dis­co­ver sin­ger-song­wri­ter Bettina Wegner – who real­ly only ever wan­ted to sing love songs.

    Credits:

    DE 2022, 107 Min., deut­sche Fassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie, Buch: Lutz Pehnert
    Kamera: Anne Misselwitz
    Montage: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
    Bettina Trailer Deutsch | German [HD]
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  • We all are Detroit We all are Detroit

    We all are Detroit We all are Detroit

    ein Film von Ulrike Franke und Michael Loeken.

    [Credits] [Tickets &Termine] [Trailer]

    In Spitzenzeiten haben 20000 Menschen hier bei Opel gear­bei­tet, 2014 hat Bochum als Autostadt aus­ge­dient. Wie auch Detroit in den USA. In der eins­ti­gen „Motor-City“ hat der Opel-Mutterkonzern GM sei­nen Sitz, hier wur­de das Aus in Bochum beschlos­sen. Detroit selbst ver­lor seit den 50-er Jahren 13 sei­ner Einwohner, 2013 war es die ers­te Großstadt der USA, die Konkurs anmel­de­te. Ulrike Franke und Michael Loeken haben sich sechs Jahre lang an bei­den Orten umge­schaut. Was pas­siert in den Städten, wenn sie für die Wirtschaft unin­ter­es­sant wer­den? Was mit den Menschen, die plötz­lich ohne Jobs daste­hen?
    In Bochum wer­den die Hallen abge­ris­sen, und das Gelände bekommt als ers­tes einen mar­kan­ten neu­en Namen: MARK 51°7, die Stadt trägt jetzt den Beinamen „Ermöglicherstadt“. Die ers­te Innovation ist ein neu­es Paketzentrum, mit 600 Arbeitsplätzen. Aber wie lan­ge? Dort ver­schwin­den nicht nur Gebäude, son­dern auch gewach­se­ne Sozialstrukturen und gewerk­schaft­li­che Errungenschaften.
    Die rie­si­gen alten Fabrikgebäude in Detroit wer­den zu Spekulationsobjekten oder Touristenattraktionen. Sie wer­den viel foto­gra­fiert. „Ruinenporno“ nen­nen die Einheimischen das.
    Alteingesessene Läden müs­sen schlie­ßen, die neu­en, hip­pen Cafes kön­nen die Lücken noch nicht schlie­ßen, und Urban Farmer Donney wünscht sich auf dem Gelände einen rie­si­gen Garten zur Selbstversorgung der Anwohner.
    „We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden“ bil­det exem­pla­risch die bri­san­ten Entwicklungen zwei­er Städte auf ver­schie­de­nen Kontinenten und die Auswirkungen auf die jeweils dort leben­den Menschen ab.

    Credits:

    DE 2021, 118 Min., deutsch, eng­li­sche OmU
    Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
    Kamera: Uwe Schäfer, Philip Hallay, Fabrizio Costantini, Michael Loeken, Michael Chauvistré, Jörg Adams
    Schnitt: Guido Krajewski, Bert Schmidt


    Trailer:
    WE ARE ALL DETROIT – Vom Bleiben und Verschwinden [TRAILER german]
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    a film by Ulrike Franke und Michael Loeken. In English and German with German and English subtitles. 

    [Credits] [Ticketss & Termine [Trailer]

    A look at two cities loca­ted far apart – Bochum and Detroit – whe­re the depar­tu­re of the auto­mo­bi­le indus­try has left behind enorm­ous chal­lenges. The indus­try dis­ap­pears, and what remains are the peo­p­le. Ultimately, it is a jour­ney into the hearts of each city’s inha­bi­tants, who are in search of a new iden­ti­ty fol­lo­wing the end of the indus­tri­al age. Despite all their dif­fe­ren­ces, what unites them is the desi­re for a digni­fied and hap­py life.

    Credits:

    DE 2021, 118 Min., deutsch, eng­li­sche OmU
    Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
    Kamera: Uwe Schäfer, Philip Hallay, Fabrizio Costantini, Michael Loeken, Michael Chauvistré, Jörg Adams
    Schnitt: Guido Krajewski, Bert Schmidt


    Trailer:
    WE ARE ALL DETROIT – Vom Bleiben und Verschwinden [TRAILER german]
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  • Memoria

    Memoria

    ein Film von Apichatpong Weerasethakul.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am frü­hen Morgen wur­de ich von einem lau­ten Knall geweckt und konn­te nicht wie­der ein­schla­fen.
    In Bogota, in den Bergen, im Tunnel, am Fluss: ein Knall.
    Die Britin Jessica besucht ihre Schwester Karen in Kolumbien, die wegen einer merk­wür­di­gen Atemwegserkrankung im Krankenhaus liegt. Den immer wie­der­keh­ren­den Knall, „wie ein Rumpeln aus den Erdinneren“ nimmt offen­sicht­lich nur sie wahr, und so sucht sie eine Erklärung. Sie lernt eine Archäologin ken­nen, die Knochen, die beim Bau eines Tunnels ent­deckt wur­den, stu­diert. Ein befreun­de­ter Tontechniker ver­sucht, das Geräusch digi­tal nach­zu­bau­en, und sie begeg­net auf dem Land an einem Fluss einem Einsiedler, der eine älte­re Version des Tontechnikers sein könn­te. Er wol­le die Anzahl sei­ner Eindrücke redu­zie­ren, weil er nie etwas ver­ges­sen kön­ne, erzählt er, des­halb habe er sich für die Einsamkeit ent­schie­den. Langsam kommt auch für uns der Punkt, wo wir uns von der Geschichte im Film zurück­zie­hen kön­nen, denn der nimmt sei­nen eige­nen Weg.
    „Weerasekathul ist ein Künstler, der von uns ver­langt, dass wir unse­re Gedanken auf die unge­lös­ten und unaus­ge­spro­che­nen Geheimnisse der Existenz rich­ten: dass wir gebo­ren wer­den, leben, ster­ben und das alles, ohne jemals zu wis­sen, war­um, oder oft sogar, ohne es wis­sen zu wol­len. Aber er nähert sich die­sen Phänomenen mit der glei­chen Gelassenheit, mit der er auch Fragen der Landwirtschaft oder der Technik behan­deln wür­de.
    In einer ruhig-rea­lis­ti­schen, nicht-mys­ti­schen Filmsprache kann die­ser Regisseur einen wirk­lich davon über­zeu­gen, dass die Lebenden und die Toten, die Vergangenheit und die Gegenwart, das Irdische und das Andere Seite an Seite exis­tie­ren. Memoria ist ein schö­ner und geheim­nis­vol­ler Film, „Slow Cinema“, das den Herzschlag ver­lang­samt.“
    Peter Bradshaw | The Guardian

    Credits:

    CO, TH, GB, MX, FR, CN, TW 2021, 136 Min., spa­nisch, eng­li­sche OmU
    Regie : Apichatpong Weerasethakul
    Kamera: Sayombhu Mukdeeprom
    Schnitt: Lee Chatametikool
    mit
    : Tilda Swinton, Elkin Díaz, Jeanne Balibar, Juan Pablo Urrego, Daniel Giménez Cacho, Agnes Brekke

    Trailer:
    MEMORIA (Deutscher Trailer)

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    a film by Apichatpong Weerasethakul. In English and Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Apichatpong Weerasethakul cros­ses the glo­be and chan­ges lan­guages in his latest fea­ture – but Colombia turns out to be some­thing like a spi­ri­tu­al dou­ble for his home turf of Thailand, as we’re in very fami­li­ar Apichatpong ter­ri­to­ry here.
    Speaking Spanish most of the time, Tilda Swinton is an ide­al fit for the director’s ima­gi­na­ti­ve uni­ver­se and is per­fect­ly attu­n­ed to his cha­rac­te­ristic pacing and tone. She plays Jessica, an orchid spe­cia­list working in Medellín who finds hers­elf haun­ted and baf­f­led by stran­ge ban­ging sounds – are they in the world out­side, or insi­de her head? Attempting to sol­ve the ridd­le, she con­sults a sound spe­cia­list, who pro­ves oddly elu­si­ve, then later heads off into the coun­try­si­de, whe­re she meets a man who – like the hero of Borges’s sto­ry Funes the Memorious – claims never to for­get any­thing.
    With a sur­pri­sing modern jazz inter­lude and an altog­e­ther breath­ta­king pay­off, MEMORIA is a poe­tic inquiry into sound, time, and memo­ry, and ano­ther of Apichatpong’s essays on our inter­ac­tion with the stran­gen­ess of the natu­ral world; it’s also, inci­den­tal­ly, a remin­der that Colombia is tra­di­tio­nal­ly the home of Latin American magi­cal rea­lism. Jeanne Balibar and ZAMA’s Daniel Gimenez Cacho co-star. (Jonathan Romney)

    Credits:

    CO, TH, GB, MX, FR, CN, TW 2021, 136 Min., spa­nisch, eng­li­sche OmU
    Regie : Apichatpong Weerasethakul
    Kamera: Sayombhu Mukdeeprom
    Schnitt: Lee Chatametikool
    mit
    : Tilda Swinton, Elkin Díaz, Jeanne Balibar, Juan Pablo Urrego, Daniel Giménez Cacho, Agnes Brekke

    Trailer:
    MEMORIA (Deutscher Trailer)

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  • Alles, was man braucht

    Alles, was man braucht

    ein Film von Antje Hubert.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Während in der Hauptstadt der Straßenmatratzen Spätis das Bild der quir­li­ge­ren Viertel bele­ben und in ande­ren Städten Büdchen- und Kioskkulturen plötz­li­che Engpässe im Kühlschrank ver­hin­dern, sind die klei­nen Läden in der Fläche sel­ten gewor­den. Wer nicht mehr in der Lage ist, mit dem SUV zur nächs­ten Mall zu bret­tern, hat ein Problem.
    Gerade für klei­ne­re Ortschaften und Dörfer ist der Verlust der klei­nen Geschäfte mehr als der Verlust von einem oder zwei Arbeitsplätzen, son­dern viel mehr: Der Verlust eines Treffpunktes, einem impro­vi­sier­ten Gemeindezentrum, einem Ort, an dem man sich zufäl­lig begeg­net, ein biss­chen quatscht und das Dorfleben leben­dig bleibt.

    Die Menschen, die sol­che Läden im Norden Deutschlands betrei­ben ste­hen im Mittelpunkt von Antje Huberts Dokumentarfilm Alles, was man braucht, Menschen, die ihre fes­ten Jobs auf­ge­ge­ben haben, um zumin­dest in Teilzeit einen Dorfladen zu füh­ren, die bewusst aus dem Hamsterrad eines fes­ten Arbeitsverhältnissen aus­ge­stie­gen sind, um etwas Neues aus­zu­pro­bie­ren.
    Und dar­um geht es in Alles, was man braucht: Um die Frage, was man wirk­lich braucht, ob man wirk­lich all das braucht, was man in einem rie­si­gen Supermarkt (als Beispiel für Konsumtempel aller Art) kau­fen könn­te. Ist es not­wen­dig, zehn ver­schie­de­ne Sorten Erdbeermarmelade zur Auswahl zu haben? Oder acht ver­schie­de­ne Waschmittel? Oder die Möglichkeit zu haben, noch am Abend mehr oder weni­ger fri­sche Brötchen kau­fen zu kön­nen?
    All die­se Fragen wirft Antje Hubert auf, ohne ein dog­ma­ti­sches Plädoyer auf Verzicht abzu­lie­fern. Zwar zeigt sie schö­ne Aufnahmen vom Leben auf dem Land, von wei­ten Feldern und ein­sa­men Deichen, doch dass das Leben auf dem Land gewiss nichts für alle ist, dass wird nie ange­zwei­felt. Es ist eine von vie­len Möglichkeiten, in der Gegenwart sein Leben zu gestal­ten.“ Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE 2021, 98 Min.
    Regie : Antje Hubert
    Kamera: Henning Brümmer
    Montage: Magdolna Rokob

    Trailer:
    ALLES, WAS MAN BRAUCHT Trailer
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    A film by Antje Hubert. In German

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    What and how much do we need for a good life? Not much, says Knut Thomsen from Dithmarschen Something to eat, some­thing to drink, and the free­dom to take time for wha­te­ver you’­re doing at that moment. His wife Berit and him have ope­ned a vil­la­ge store tog­e­ther – a 40-squa­re-meter, fun-loving uni­ver­se of regio­nal vege­ta­bles, careful­ly arran­ged shel­ves, chit­chat and cohe­si­on. And an island in a sea of dis­coun­ters that have long sin­ce dis­pla­ced the small stores in the coun­try­si­de. For two years, Antje Hubert and her team tra­vel through nor­t­hern German vil­la­ges and tell sto­ries of peo­p­le who dare to try some­thing new in a vacu­um of tra­di­ti­ons that have almost been lost.

    Credits:

    DE 2021, 98 Min.
    Regie : Antje Hubert
    Kamera: Henning Brümmer
    Montage: Magdolna Rokob

    Trailer:
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  • In den besten Händen

    In den besten Händen

    ein Film von Catherine Corsini.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Feuerwerk übels­ter Beschimpfungen schickt Raphaelle ihrer Freundin wegen deren Trennungsabsichten mit­ten in der Nacht, gefolgt von einer Kaskade aus Gejammer, Beschwerden und Selbstmitleid, als die Comiczeichnerin kur­ze Zeit spä­ter nach einem Sturz mit einem Armbruch in der Notaufnahme des Pariser Krankenhauses ankommt. Hier ist auch ohne die Egomanin schon die Hölle los, dazu kom­men jetzt noch Verletzte von den Ausschreitungen der Gelbwesten-Proteste, dar­un­ter auch Yann. Der Lastwagenfahrer war vol­ler Überzeugung und mit gan­zem Einsatz vor­ne dabei auf der Champs-Elysee, als Splitter einer Tränengasgranate sein Bein zer­schos­sen. Ebenso pene­trant unge­dul­dig wie Raphaelle war­tet er auf die Behandlung; er will so schnell wie mög­lich wie­der weg, um sei­nen Job nicht zu ver­lie­ren, kaput­tes Bein hin, Schmerzen her. Allerdings warnt alle schon ein Schild: „Wartezeit 8 – 10 Stunden. Wir dan­ken für Ihr Verständnis.“ Natürlich beha­ken sich Raphaelle und Yann, als sie in Vertretung ver­schie­de­ner Klassen auf­ein­an­der tref­fen, aber der Schauplatz und das Klinikpersonal, die tun, was sie nur kön­nen, sind die eigent­li­chen Hauptdarsteller. Kim, die drit­te Protagonistin, muss ihre sechs­te Nachtschicht in Folge absol­vie­ren, obwohl maxi­mal drei erlaubt sind, und hat zudem ein kran­kes Kind samt über­for­der­tem Mann zuhau­se. Trotzdem behält die erfah­re­ne Pflegerin eini­ger­ma­ßen die Ruhe, nur ein­mal bemerkt sie, dass es so nicht wei­ter­ge­hen kön­ne: Bald hören alle auf, sagt sie, und dann wer­den sie es schon mer­ken.
    In „La Fracture – In den bes­ten Händen“ steckt Catherine Corsini eine Culture-Clash-Komödie in einen Krankenhausalltag, der wie­der­um eine Tragödie ist, und legt dabei ein Wahnsinnstempo vor. „Am Ende kommt die gesät­tig­te obe­re Mittelschicht zwar davon, aber nicht gut weg“ sagt epd-Film.

    Credits:

    La frac­tu­re
    FR 2021, 98 Min., frz. OmU
    Regie : Catherine Corsini
    Kamera: Jeanne Lapoirie
    Schnitt: Frédéric Baillehaiche
    mit : Valeria Bruni-Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Aissatou Diallo
    Sagna


    Trailer:
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    a film by Catherine Corsini. In French with German subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Raf (Valéria Bruni Tedeschi) and Julie (Marina Foïs), a cou­ple on the ver­ge of brea­king up, find them­sel­ves in an Emergency Department clo­se to asphyxia­ti­on on the evening of a major ‚yel­low ves­ts‘ pro­test in Paris. Their encoun­ter with Yann (Pio Marmaï), an inju­red and angry demons­tra­tor, will shat­ter their cer­tain­ties and pre­ju­di­ces. Outside, the ten­si­on escala­tes and soon, the hos­pi­tal has to clo­se its doors and the staff is over­whel­med. The night will be long…

    Credits:

    La frac­tu­re
    FR 2021, 98 Min., frz. OmU
    Regie : Catherine Corsini
    Kamera: Jeanne Lapoirie
    Schnitt: Frédéric Baillehaiche
    mit : Valeria Bruni-Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Aissatou Diallo
    Sagna


    Trailer:
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  • Köy

    Köy

    ein Film von Serpil Turhan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Neno, Saniye und Hêvîn sind Kurdinnen aus drei Generationen. Neno ist die Großmutter der Regisseurin. Sie ist Mutter von elf Kindern und pen­delt zwi­schen Deutschland und der Türkei. Das poli­ti­sche Geschehen in der Heimat ver­folgt sie mit einer kla­ren Haltung. Saniye betreibt ein klei­nes Kiez-Café in Berlin und träumt davon, eines Tages in ihrem Geburtsort in der Türkei zu leben. Sie erkennt, dass sie bereit sein muss Risiken ein­zu­ge­hen, wenn sie in ein Land der poli­ti­schen Unruhen und Krisen zurück­keh­ren möch­te. Hêvîn, die jüngs­te Protagonistin, will Schauspielerin wer­den und ist poli­tisch aktiv. Doch wäh­rend ihres Studiums hat sie nicht mehr viel Zeit für den Kampf gegen die Unterdrückung der kur­di­schen Minderheit.
    Filmemacherin Serpil Turhan hat über drei Jahre hin­weg inten­si­ve Gespräche mit Neno, Saniye und Hêvîn geführt, die tie­fe Einblicke in deren Gefühle und Gedanken geben. Vor dem Hintergrund der poli­ti­schen Veränderungen in der Türkei erzählt „Köy“, wel­che Entscheidungen die drei Frauen für sich tref­fen und wie das Leben dar­auf ant­wor­tet. Neno, Saniye und Hêvîn begeg­nen sich im Film nicht, doch in ihren gemein­sa­men Fragen nach Selbstbestimmung und Zugehörigkeit ver­knüp­fen sich ihre Geschichten. Ein viel­schich­ti­ger Film über die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Heimat und Sicherheit – und über die Freiheit des Ichs.
    „In den letz­ten Jahren ver­folg­te ich inten­siv die poli­ti­sche Entwicklung in der Türkei, und mei­ne Ambivalenz zum Herkunftsland mei­ner Familie wuchs. Die zuneh­men­de Unterdrückung von Andersdenkenden und eth­ni­schen Minderheiten berühr­te mich und ich konn­te mich nicht distan­zie­ren von dem, wie sich das Land gesell­schaft­lich und poli­tisch ent­wi­ckel­te. Ich ver­such­te eine Haltung zu fin­den und rea­li­sier­te, dass es mir allei­ne nicht gelang. Es war für mich not­wen­dig mit Menschen zu spre­chen, die eine Verbindung wie ich zur Türkei hat­ten und die poli­ti­sche Entwicklung aus der Ferne beob­ach­te­ten. Durch die vie­len Gespräche ist die Idee gereift, einen Film zu machen über die­ses Erleben aus der Distanz.” Serpil Turhan
    Am 20.04. fin­det ein Filmgespräch mit Serpil Turhan im Anschluss an die Vorführung statt.

    Credits:

    DE 2021, 90 Min., deutsch-kur­di­sche Originalfassung, teil­wei­se mit deut­schen Untertiteln
    Regie: Serpil Turhan,
    Kamera: Ute Freund
    Schnitt: Simon Quack & Eva Hartmann 


    Trailer:
    Köy Trailer Deutsch | German [HD]
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    a film by Serpil Turhan. In German and Kurdish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    KÖY (Turkish for vil­la­ge) is about the lon­ging for home, for belon­ging and the free­dom of the self. Three women from three gene­ra­ti­ons are united by their Kurdish roots. All of them ori­gi­na­te from vil­la­ges in eas­tern Turkey and live in Berlin. Against the back­ground of the poli­ti­cal chan­ges in Turkey, Serpil Turhan held inten­se dis­cus­sions over a peri­od of three years. KÖY cap­tures each woman’s emo­tio­nal world and shows frag­ments of the ordi­na­ry. Hêvîn, Saniye and Neno do not meet, but their sto­ries are lin­ked when it comes to self-deter­mi­na­ti­on and belonging.

    Credits:

    DE 2021, 90 Min.,
    Regie: Serpil Turhan,
    Kamera: Ute Freund
    Schnitt: Simon Quack & Eva Hartmann 


    Trailer:
    Köy Trailer Deutsch | German [HD]
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  • Das Ereignis

    Das Ereignis

    ein Film von Audrey Diwan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Anne (gespielt von Annamaria Vartolomei) ist eine begab­te Literaturstudentin, die unab­sicht­lich schwan­ger wird und des­halb Angst hat, ihr Studium nicht been­den und sich aus den Zwängen ihrer sozia­len Herkunft befrei­en zu kön­nen. Die Wochen ver­strei­chen, die Abschlussklausuren ste­hen an und Anne ent­schließt sich zu han­deln. Der Film spielt im Jahr 1963, also ein Jahr, bevor die Antibabypille in Frankfreich erhält­lich war. Wer damals abtrei­ben woll­te, muss­te zu einer Engelsmacherin und ris­kier­te damit eine Gefängnisstrafe.

    Der Film basiert auf dem auto­bio­gra­fi­schen Buch DAS EREIGNIS der fran­zö­si­schen Schriftstellerin Annie Ernaux. Beim Filmfestival 2021 von Venedig wur­de DAS EREIGNIS mit dem Goldenen Löwen als „Bester Film“ aus­ge­zeich­net.
    „Das Drama kon­zen­triert sich ganz auf die Situation der Protagonistin und schil­dert beklem­mend-inten­siv deren Dilemma, ent­we­der das sozia­le Stigma einer ledi­gen Mutter und das Ende ihrer beruf­li­chen Ambitionen oder aber das Risiko einer ille­ga­len Abtreibung in Kauf neh­men zu müs­sen. Das enge Bildformat und das inten­si­ve Spiel der Hauptdarstellerin ver­mit­teln nahe­zu kör­per­lich die Zwangslage, wobei die Inszenierung durch Zurückhaltung in der zeit­ge­nös­si­schen Ausstattung die blei­ben­de Aktualität des Themas betont.” Filmdienst

    Credits:

    L‘ Evénement
    FR 2021, 100 min., frz. OmU
    Regie: Audrey Diwan
    Kamera: Laurent Tangy
    Schnitt: Géraldine Mangenot
    mit: Anamaria Vartolomei, Kacey Mottet-Klein, Luàna Bajrami, Louise Orry Diquero, Louise Chevillotte, Pio Marmaï, Sandrine Bonnaire, Anna Mouglalis, Leonor Oberson, Fabrizio Rongione


    Trailer:
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    a film by Audrey Diwan. Starts March 31st at the fsk. In French with German subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Access to abor­ti­on, now con­side­red an ina­li­enable human right in the Western world, was only made pos­si­ble by the cou­ra­ge­ous strug­gles car­ri­ed out by women from the late 1960s onward. L’EVÉNEMENT takes place at the dawn of this cru­cial coll­ec­ti­ve awa­re­ness, at a time when abor­ti­on was still con­side­red a cri­mi­nal offen­se in France. Audrey Diwan brings Annie Ernaux’s auto­bio­gra­phi­cal novel (2000) to life on the screen with a sober, sen­si­ti­ve touch.
    Student Annie, the film’s heroi­ne, is the pro­to­ty­pe of a young woman deter­mi­ned to take her desti­ny into her own hands, to do what she wants with her body and con­se­quent­ly her life.
    Shifting with a dre­a­my flui­di­ty bet­ween ensem­ble sce­nes – Annie lives in a stu­dent house and shares her ever­y­day life with a lar­ge group of girls – and the soli­ta­ry wan­de­rings of her prot­ago­nist, the direc­tor subt­ly expres­ses the trou­bles and vital decis­i­ons that this incre­asing­ly lonely girl must con­t­end with. In this con­stant­ly ten­se but never melo­dra­ma­tic chro­nic­le, actress Anamaria Vartolomei – the film’s gre­at reve­la­ti­on – embo­dies Annie’s fate with pas­sio­na­te deter­mi­na­ti­on. In the inten­si­ty of her gaze, we can sen­se the enti­re future of fema­le eman­ci­pa­ti­on. (Maria Giovanna Vagenas)

    Credits:

    L‘ Evénement
    FR 2021, 100 min., frz. OmU
    Regie: Audrey Diwan
    Kamera: Laurent Tangy
    Schnitt: Géraldine Mangenot
    mit: Anamaria Vartolomei, Kacey Mottet-Klein, Luàna Bajrami, Louise Orry Diquero, Louise Chevillotte, Pio Marmaï, Sandrine Bonnaire, Anna Mouglalis, Leonor Oberson, Fabrizio Rongione


    Trailer:
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