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  • Wilma will mehr

    Wilma will mehr

    Ein Film von Maren-Kea Freese. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ende der 1990er Jahre. Wilma hat ihr Leben im Lausitzer Braunkohlerevier ver­bracht. Es war geprägt von Arbeit und Wandel zwei­er poli­ti­scher Systeme. Als ihr per­sön­li­ches und beruf­li­ches Leben zer­bricht, ver­lässt sie Ende der 1990er Jahre ihr Heimatdorf und zieht nach Wien. Dort beginnt sie neu, fin­det fri­sche Perspektiven und ent­deckt alte Utopien wie­der, die sie einst inspi­rier­ten. Mit ihren alten Überzeugungen und neu gewon­ne­ner Kraft setzt sie sich nicht nur für sich selbst, son­dern auch für eine bes­se­re Zukunft und die Umwelt ein. Ein Film über Verlust, Neuanfang und den uner­müd­li­chen Glauben an Veränderung.

    Dass es Wilma nach Österreich ver­schlägt und nicht in die alten Bundesländer, erweist sich als geschick­ter Schachzug von Regisseurin und Drehbuchautorin Maren-Kea Freese. Im Westen wäre Wilma sofort auf ihre Herkunft redu­ziert wor­den. Womöglich hät­ten Vorurteile einen Neuanfang erschwert oder ver­ei­telt. Zumindest wäre „Wilma will mehr“ ein gänz­lich ande­rer Film gewor­den. Wien dage­gen, als eigen­stän­di­ge, aus­län­di­sche, aber deutsch­spra­chi­ge Metropole, ist ein ande­res Pflaster. Dort kennt man sich mit deutsch-deut­schen Befindlichkeiten und Streitigkeiten weni­ger aus. Zwar fin­den auch die Ösis, dass die Ossis mit­un­ter naiv sind. Doch wenn Wilma etwas leis­tet – und sie leis­tet viel –, wird das anerkannt.

    Eigentlich schert man sich in Wien nicht um Herkunft. Doch wenn Wilma über ihr ver­gan­ge­nes Leben und die Mentalität ihrer Landsleute spricht, stößt sie doch auf Interesse. Bei einem feucht-fröh­li­chen Abend mit einem Dia-Vortrag von Wilma über die Lausitz und ihr ehe­ma­li­ges Kraftwerk wird sie von ihren neu­en Freunden gefei­ert. Man stößt ganz im inter­na­tio­na­lis­ti­schen Sinne auf Karl Marx an und into­niert gemein­sam das DDR-Agitationslied „Sag mir, wo du stehst“.

    Dennoch hat sich der Film weder Ostalgie noch eine Analyse der Umbruchszeit auf die Fahnen geschrie­ben. Es geht in ers­ter Linie um eine Frau, die aus der Enge ihrer Heimat her­aus­fin­det und sich nach lan­ger Zeit wie­der ent­fal­ten kann. Als die Arbeits- und Lebensgrundlagen um sie her­um zusam­men­bre­chen, wagt Wilma den Ausbruch und stellt fest, dass sie auch in der Fremde gut zurecht­kommt. Das liegt an ihrer beruf­li­chen Vielseitigkeit, aber auch an ihrem Pragmatismus, mit dem sie sich auf neue Menschen und Mentalitäten ein­las­sen kann. Sie greift Gelegenheiten beim Schopfe – aus Notwendigkeit, aber auch, weil sie die Abenteurerin in sich ent­deckt. Fritzi Haberlandt trägt den Film mit Bravour und wirkt durch und durch glaub­haft. Selbst in Momenten der Verzweiflung rafft sich ihre Figur mit Brandenburger Dialekt wie­der auf. Von dem, was sie in ihrem bis­he­ri­gen Leben gelernt hat, kann sie in Wien jede Menge anwen­den.“
    Kira Tazman | filmdienst

    Credits:

    DE 2025, 112 Min.,
    Regie: Maren-Kea Freese
    Kamera: Michael Kotschi
    Schnitt: Andrea Muñoz
    Darsteller*innen: Fritzi Haberlandt, Thomas Gerber, Stephan Grossmann, Xenia Snagowski, Katrin Schwingel, Isabel Schosnig

    Trailer:
    Kinotrailer „Wilma will mehr” – Kinostart 31. Juli 2025
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    A film by Maren-Kea Freese. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Former power plant worker Wilma, who sur­vi­ved two poli­ti­cal sys­tems, faces a fresh start. After living her enti­re life in the rural lig­ni­te mining area (Ex-GDR), she left her vil­la­ge in the late 1990s when her world crum­bled. Escaping to Vienna, she wants to rebuild her life. Old dreams of a bet­ter socie­ty resur­face, and she embraces them with rene­wed ener­gy, deter­mi­ned to crea­te new paths for herself.

    Credits:

    DE 2025, 112 Min.,
    Regie: Maren-Kea Freese
    Kamera: Michael Kotschi
    Schnitt: Andrea Muñoz
    Darsteller*innen: Fritzi Haberlandt, Thomas Gerber, Stephan Grossmann, Xenia Snagowski, Katrin Schwingel, Isabel Schosnig

    Trailer:
    Kinotrailer „Wilma will mehr” – Kinostart 31. Juli 2025
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  • La Haine

    La Haine

    Ein Film von Mathieu Kassovitz. Wiederaufführung.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Geste aus die­sem Film wird man so schnell nicht ver­ges­sen. Es ist die wie eine Pistole mit aus­ge­streck­ten Fingern in Anschlag gebrach­te Hand von Vinz, die immer wie­der an die Möglichkeit des Ausbruchs explo­si­ver Gewalt erin­nert. Wie vie­le ande­re Aktionen in dem Film ist die­se Geste sowohl Imponiergehabe, Pose und Spiel als auch tat­säch­li­che Bedrohung. Immer ist die Gefahr gegen­wär­tig, daß das Spiel plötz­lich und unum­kehr­bar furcht­ba­re Zerstörungskräfte aus­löst. Es geht um 24 Stunden des Lebens von drei jun­gen Männern aus der ‚cite‘ ( einer Trabantenstadt an der Peripherie von Paris ). Einer von ihnen wird am Ende tot sein.” Weniger ein bru­ta­ler Film, als viel­mehr ein neu­er ‚film noir‘. – Wer ’71 Fragmente…‘ nicht moch­te (und das, so befürch­te ich, wird die Mehrheit sein), wird die­sen Film sehr mögen, die ande­ren wer­den ihn viel­leicht als ein wenig zu didak­tisch emp­fin­den. Aber wahr­schein­lich ist die­ser Vergleich auch ziem­lich blöd. (fsk Programmhefttext von 1995)

    Die Wucht, mit der Kassovitz den Zuschauer in die Auseinandersetzungen der drei Freunde zieht, resul­tiert aus der fil­mi­schen Gestaltung, aber auch aus dem her­vor­ra­gen­den Spiel der drei Hauptdarsteller, die der Geschichte hohe Authentizität ver­lei­hen. Schwarzweiße Bilder, har­te Schnitte und die aus­schließ­li­che Verwendung von Originaltönen erzeu­gen einen bedrän­gen­den Alltagsrealismus, der nicht nur den „sozia­len Riß” durch die fran­zö­si­sche Gesellschaft spür­bar macht, son­dern auch ein Gefühl für die Ausweglosigkeit sei­ner Helden ver­mit­telt. Wie sehr es dem 27jährigen Kassovitz trotz sei­ner unge­teil­ten Sympathie für die Bewohner der Banlieue doch gelingt, die Balance zwi­schen Parteilichkeit und Stilisierung zu hal­ten, wird immer wie­der in ein­zel­nen Einstellungen deut­lich, in denen sich sei­ne Intentionen zur Metapher ver­dich­ten. Als Vinz den bei­den Gefährten zum ersten­mal die Pistole zeigt, schre­cken die­se zurück und wei­sen ihn ab, indem sie davon­lau­fen; dabei iso­liert die Kamera den kahl­köp­fi­gen Vinz, der selbst­ver­ges­sen über die Waffe streicht und plötz­lich hoch­schreckt, als er merkt, daß er allein ist. Das schöns­te Bild, das Kasssovitz für die über­le­bens­not­wen­di­ge Solidarität unter­ein­an­der fin­det, ist dezent an den Rand gesetzt: nach­dem Saïd und Hubert ver­haf­tet, gequält und ernied­rigt, dann aber wie­der frei­ge­las­sen wur­den und im mon­dä­nen Stadtzentrum auch Vinz wie­der­ge­fun­den haben, wan­delt Saïd im Vorbeigehen mit der Sprühdose einen Werbeslogan ab: Die Welt ist nicht mehr „dein”, son­dern „unser”: Miteinander, nicht getrennt kön­nen sie dem Morgen ent­ge­gen­se­hen. Doch da flim­mert über eine rie­si­ge Videowand die Nachricht vom Tod Abdels.” Josef Lederle | filmdienst

    Credits:

    FR 1995, 98 Min., franz. OmU
    Regie und Buch: Mathieu Kassovitz
    Kamera: Pierre Aïm
    Schnitt: Mathieu Kassovitz, Scott Stevenson
    mit: Vincent Cassel, Hubert Kounde, Said Taghmaoui

    Trailer:
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    A film by Mathieu Kassovitz. Re-release. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    La Haine opens with a mon­ta­ge of news foo­ta­ge depic­ting urban riots in a ban­lieue in the com­mu­ne of Chanteloup-les-Vignes near Paris. In the after­math of the riots, a local man named Abdel Ichaha is gra­ve­ly inju­red in poli­ce cus­t­ody and is in inten­si­ve care. The riots esca­la­te, lea­ding to a sie­ge of the local poli­ce sta­ti­on and the loss of a poli­ce officer’s revol­ver. The film fol­lows the lives of three fri­ends of Abdel, who are all young men from immi­grant fami­lies, over appro­xi­m­ate­ly twen­ty con­se­cu­ti­ve hours.

    Vinz, a young Jewish man with an aggres­si­ve tem­pe­ra­ment, seeks reven­ge for Abdel’s con­di­ti­on. He har­bors a deep hat­red for all poli­ce offi­cers and secret­ly emu­la­tes Travis Bickle from Taxi Driver in front of his bath­room mir­ror. Hubert, an Afro-French boxer and small-time drug dea­ler, aspi­res to escape the ban­lieue and crea­te a bet­ter life for hims­elf. However, his boxing gym­na­si­um was des­troy­ed in the riots. Saïd, a young North African Muslim, acts as a media­tor bet­ween Vinz and Hubert who con­stant­ly argue.

    The three fri­ends lead a direc­tion­less dai­ly rou­ti­ne and fre­quent­ly find them­sel­ves under poli­ce sur­veil­lan­ce. At a roof­top par­ty which is bro­ken up by the poli­ce, Vinz insults a plain­clo­thes poli­ce offi­cer. After the trio lea­ves, Vinz reve­als that he has dis­co­ver­ed the .44 Magnum revol­ver lost during the riot. He plans to use it to kill a poli­ce offi­cer if Abdel dies. While Hubert dis­ap­pro­ves, Vinz secret­ly takes the gun with him. They try to visit Abdel in the hos­pi­tal but are stop­ped by the poli­ce. Saïd is arres­ted after they aggres­si­ve­ly refu­se to lea­ve, but he is later released with the assis­tance of a poli­ce offi­cer who knows his brother.

    A dis­agree­ment ari­ses bet­ween Vinz and Hubert regar­ding their per­spec­ti­ves on poli­cing and vio­lence, lea­ding them to part ways tem­po­r­a­ri­ly. Saïd accom­pa­nies Vinz, while Hubert brief­ly returns home. They reu­ni­te at ano­ther gathe­ring in the ban­lieue, which quick­ly des­cends into cha­os when Abdel’s brot­her attempts to mur­der a poli­ce offi­cer as an act of reven­ge. This trig­gers a con­fron­ta­ti­on with the poli­ce, and the group nar­row­ly escapes after Vinz almost shoots a riot offi­cer. They board a train to Paris, whe­re their inter­ac­tions with both fri­end­ly and hosti­le Parisians esca­la­te seve­ral situa­tions into dan­ge­rous confrontations.

    In a public rest­room, they encoun­ter a Polish sur­vi­vor of the gulag who tells them a sto­ry about a man who fro­ze to death after he refu­sed to reli­e­ve hims­elf in public near the train and then fai­led to re-board in time. The trio is per­ple­xed by the mea­ning of the story.

    Later, they visit Astérix, a fre­quent coca­i­ne user who owes money to Saïd. This visit leads to a vio­lent con­fron­ta­ti­on, as Astérix appears to force Vinz to play Russian rou­lette, alt­hough the gun is secret­ly unloa­ded. They encoun­ter sadi­stic plain­clo­thes poli­ce offi­cers who arrest Saïd and Hubert while Vinz mana­ges to escape. The poli­ce offi­cers ver­bal­ly and phy­si­cal­ly abu­se the duo befo­re impri­so­ning them until late at night, caus­ing the three fri­ends to miss the last train from Saint-Lazare sta­ti­on and spend the night on the streets.

    After being kicked out of an art gal­lery and fai­ling to hot­wire a car, the trio takes shel­ter in a shop­ping mall. They hear from a news broad­cast that Abdel has died. They make their way to a roof­top, whe­re they insult skin­heads. However, they encoun­ter the same group of skin­heads who mer­ci­less­ly attack Saïd and Hubert. Vinz inter­ven­es, hol­ding one of the skin­heads at gun­point. Despite Hubert pushing Vinz to exe­cu­te him, Vinz hesi­ta­tes and ulti­m­ate­ly lets the skin­head go.

    In the ear­ly mor­ning, the trio returns home, and Vinz hands the gun over to Hubert. Vinz and Saïd encoun­ter the offi­cer whom Vinz had insul­ted at the roof­top par­ty. The offi­cer sei­zes Vinz, threa­tening him with a loa­ded gun against his head. Hubert rus­hes to their aid, but the offi­cer acci­den­tal­ly dischar­ges his gun, kil­ling Vinz. A ten­se stand­off ensues bet­ween Hubert and the offi­cer, as Saïd clo­ses his eyes. A sin­gle gunshot is heard, lea­ving it unclear who fired the shot or who may have been struck.

    This cli­ma­c­tic stand­off is accom­pa­nied by a voice-over of Hubert’s slight­ly modi­fied ope­ning lines („It’s about a socie­ty in free fall…”) and the recur­ring phra­se jus­qu’i­ci tout va bien („so far so good”). The film por­trays a micro­c­osm of French society’s des­cent from hosti­li­ty into sen­se­l­ess vio­lence, empha­si­zing that despi­te appearan­ces, all is not well and the future remains uncer­tain.
    Wikipedia

    Credits:

    FR 1995, 98 Min., franz. OmU
    Regie und Buch: Mathieu Kassovitz
    Kamera: Pierre Aïm
    Schnitt: Mathieu Kassovitz, Scott Stevenson
    mit: Vincent Cassel, Hubert Kounde, Said Taghmaoui

    Trailer:
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  • Monk in Pieces

    Monk in Pieces

    Ein Film von Billy Shebar & David Roberts.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Egozentrische Erkundung ihrer Psyche“ – bös­ar­ti­ge Kritiken beglei­te­ten ihre ers­ten Arbeiten. Die NYT sah gar „Eine Schande für das Ansehen des Tanzes“, um aller­dings schon bei ihrem Stück JUICE, das sie in der Rotunde des Guggenheim aus­füh­ren durf­te, zu urtei­len: „Miss Monk, die oft das Alltägliche in Bewegungen iso­liert hat, ent­puppt sich nun mit etwas Hilfe von Frank Lloyd Wright als Meisterin des Spektakulären. Ihre Nutzung der archi­tek­to­ni­schen Möglichkeiten des Guggenheim für eine 85-köp­fi­ge Performancegruppe war ein­fach bril­lant.“ Ihre Erforschung und Nutzung der Stimme als eige­nes Instrument, sowie die Arbeiten an der Schnittstelle von Musik und Bewegung, Bild und Objekt, Licht und Klang waren Neuland. Als Frau war sie in der von Männern domi­nier­ten New Yorker Avantgarde-Musikszene der 1960er- und 1970er-Jahre jedoch ein Solitär und muss­te um Anerkennung und Ressourcen kämp­fen.“
    Regisseur Billy Shebar hat­te Glück. Seine Frau Katie spiel­te in vie­len Stücken von Monk mit. Er ent­deck­te sei­ne Liebe zu ihrer Musik und bekam Zugang zu einem wun­der­ba­ren Archiv aus Filmen, Fotos und Musik. „Man bekommt viel Lust, ihre Alben hin­ter­her in Ruhe anzu­hö­ren.“ TC Böhme | taz
    „Die Gegenkultur der 60er Jahre, in der Monk ihre Stimme fand, wand­te sich gegen ras­sis­ti­sche und geschlechts­spe­zi­fi­sche Diskriminierung, Konsumdenken und den Vietnamkrieg. Ihr Werk ist zwar nicht offen­kun­dig poli­tisch, ver­kör­pert aber all die­se Werte und wirkt heu­te noch genau­so bewusst­seins­er­wei­ternd wie zu Beginn.“
    Billy Shebar

    Credits:

    US/DE/FR 2025, 93 Min., engl. OmU
    Regie: Billy Shebar, David Roberts
    Kamera:  Jeff Hutchens, Ben Stechschulte
    Schnitt: Sabine Krayenbühl 

    Trailer:
    MONK IN PIECES – Offizieller Trailer
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    A film by Billy Shebar & David Roberts. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The pro­found cul­tu­ral influence of the com­po­ser, per­for­mer and inter­di­sci­pli­na­ry artist Meredith Monk is often over­loo­ked. As a fema­le artist, she had to fight for reco­gni­ti­on and resour­ces in the male-domi­na­ted art sce­ne of down­town New York of the 1960s and 1970s. Early reviews in “The New York Times” were vicious and sexist, with Clive Barnes cal­ling her “a dis­grace to the name of dancing” and John Rockwell opi­ning that she was “so ear­nest­ly stran­ge in a talen­ted litt­le-girl way”. And yet, as her cele­bra­ted con­tem­po­ra­ry Philip Glass says: “She, among all of us, was – and still is – the uni­que­ly gifted one.”
    Monk in Pieces is a mosaic that mir­rors the struc­tu­re of her own work and illu­mi­na­tes her wild­ly ori­gi­nal voca­bu­la­ry of sound and imagery. In the film’s final chap­ters, Monk con­fronts mor­ta­li­ty. We see her wari­ly ent­rust her mas­ter­pie­ce “Atlas” to the direc­tor Yuval Sharon and sin­ger Joanna Lynn-Jacobs for a new pro­duc­tion with the Los Angeles Philharmonic. For 60 years, Monk has direc­ted and per­for­med in all her works; now she must learn to let go. What will hap­pen to such sin­gu­lar crea­ti­ons after she is gone?

    Credits:

    US/DE/FR 2025, 93 Min., engl. OmU
    Regie: Billy Shebar, David Roberts
    Kamera:  Jeff Hutchens, Ben Stechschulte
    Schnitt: Sabine Krayenbühl 

    Trailer:
    MONK IN PIECES – Offizieller Trailer
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  • La Práctica

    La Práctica

    Ein Film von Martín Rejtman.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Argentinier Gustavo betreibt im melan­cho­lisch-humor­vol­len Spielfilm La Practica zusam­men mit sei­ner Frau Vanesa in Santago de Chile ein Yoga-Center. Die Ehe ist am Ende, bei der Scheidung wird der Besitz auf­ge­teilt. Gustavo bleibt allei­ne mit der Yoga-Schule zurück und kann und will sich nicht mit der Situation abfinden.

    Lakonischer, unter­spann­ter und schö­ner lässt sich von einem aus den Fugen gera­te­nen Leben kaum erzäh­len. Gustavo ist nach der Trennung von sei­ner Frau Vanessa, die eben­falls Yoga unter­rich­tet, zu sei­nem ket­te­rau­chen­den Schwager gezo­gen, der beim Kochen nicht am Knoblauch spart, was für ech­te Yogamenschen eine Unmöglichkeit ist. Das gemein­sa­me Studio – die ers­te staub­tro­cke­ne Einstellung gilt dem Schild mit dem Schriftzug „Yoga“ – hat sie ihm über­las­sen. Doch eben hier, an dem ein­zig sta­bi­len Ort, der ver­meint­li­chen Oase inne­rer Ruhe und Ausgeglichenheit, ereig­nen sich beun­ru­hi­gen­de Dinge. Bei einer Erderschütterung stürzt mit­ten im Training ein Paravent auf den Kopf der deut­schen Schülerin Steffi. Sie kann sich fort­an an nichts mehr erin­nern – weder an ihre Passwörter oder den Besuch eines Yoga-Kurses, noch dar­an, dass ihr Gustavo kurz vor dem Zwischenfall nahe­ge­legt hat, ein ande­res Studio zu besu­chen – wegen „Fehlinterpretation von Gesten“. Zudem kom­men bei einem Diebstahl in der Garderobe Handys und ande­re Wertsachen abhan­den. Eine unacht­sa­me Bewegung, und Gustavo ver­staucht sich auch noch den Meniskus.

    Kein Ausweg, nirgends

    Ein Refugium in den Bergen wird zum Fixpunkt – und spä­ter auch von Vanessa, Steffi und ande­ren Personen auf­ge­sucht. Durch merk­wür­di­ge Bewegungen in Büschen und eine erneu­te Zerrung bringt der Aufenthalt für Gustavo jedoch nicht die gewünsch­te Erholung. Also sieht er sich gezwun­gen, vor­erst auf die Gymnastikübungen eines rus­si­schen Influencers und stump­fe Kraftübungen in einem gewöhn­li­chen Fitnessstudio umzu­sat­teln. Auch kommt er, vom Gestank von Zigaretten und Knoblauch geplagt und inzwi­schen schwer hum­pelnd, vor­über­ge­hend in einem Studentenzimmer ohne Warmwasser unter, bevor ein geplatz­tes Rohr die gesam­te Wohnung flutet.

    Was nach einer Ansammlung von Katastrophen in wach­sen­den Eskalationsstufen klingt, voll­zieht sich unter der Regie von Martin Rejtman in aller Seelenruhe und an der Grenze zur Trägheit. Nur gespro­chen wird aus­ge­spro­chen schnell und viel; nach der Paartherapie mit der Ex-Frau, bei den Telefonaten mit Gustavos glu­cken­haf­ter Mutter, die ihn drängt, nach Buenos Aires zurück­zu­keh­ren. Von den Stürzen und Schlägen hin­ge­gen ist nichts zu sehen; die Montage folgt der ver­knap­pen­den Logik einer Bildergeschichte; gezeigt wer­den nur die Folgen – Gustavo ist aus dem Bild ver­schwun­den und steckt weni­ger spä­ter im Gully, der Paravent liegt auf Steffi und so wei­ter.” Esther Buss | filmdienst

    Credits:

    US/AR/CL/PT 2023, 93 Min. spa­ni­sche OmU,
    Regie: Martín Rejtman
    Kamera: Hugo Azevedo
    Schnitt: Frederico Rotstein
    mit: Esteban Bigliardi, Manuela Oyarzún, Amparo Noguera, Camila Hirane, Gabriel Cañas

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    A film by Martín Rejtman. In Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gustavo loses the harm­o­ny in his life when his wife lea­ves him, he loses his home and an inju­ry pre­vents him from con­ti­nuing his work: tea­ching yoga. Between tre­mors, rob­be­ries, hos­pi­tals, motor­cy­cles, couple’s the­ra­py, yoga retre­ats, anti-inflamm­a­to­ries and anti­de­pres­sants, Gustavo will try to avo­id the fall. THE PRACTICE is a natu­ra­li­stic and deli­rious come­dy about the dra­ma of approa­ching 50.

    Credits:

    US/AR/CL/PT 2023, 93 Min. spa­ni­sche OmU,
    Regie: Martín Rejtman
    Kamera: Hugo Azevedo
    Schnitt: Frederico Rotstein
    mit: Esteban Bigliardi, Manuela Oyarzún, Amparo Noguera, Camila Hirane, Gabriel Cañas

    Trailer:
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  • Sirāt

    Sirāt

    Ein Film von Oliver Laxe. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Papa, fahr los, lass uns ihnen fol­gen.“ – „Sie fol­gen uns. – Wirklich?“ – „Das ist kei­ne gute Idee, du wirst dein Auto zerschro­ten, die Straßen sind sehr gefähr­lich.“ – „Wir haben kei­ne Wahl.“ Als die rie­si­ge Rave-Party in der marok­ka­ni­schen Wüste wegen Kriegsbeginns von der ört­li­chen Militärpolizei auf­ge­löst und das Publikum nach Europa zurück­ge­schickt wird, bre­chen Jade, Stef, Josh, Tonin und Bigui aus den Konvoi aus und machen sich mit ihren umge­bau­ten Trucks aus dem Staub, zur nächs­ten Party im Süden. Spontan und mit­ge­ris­sen von der Begeisterung sei­nes klei­nen Sohnes Estaban folgt Luis ihnen in sei­nem Kleinbus. Er ist ver­zwei­felt auf der Suche nach sei­ner Teenager-Tochter Mar, die sich seit über fünf Monaten nicht gemel­det hat, und viel­leicht ist sie bei einem der Raves.
    Selten hat mich ein Film so sehr von der ers­ten Einstellung an hin­ein­ge­zo­gen und bis zum Schluss dabei­ge­hal­ten. Sirāt (so heißt die Brücke zwi­schen Himmel und Hölle in der isla­mi­schen Eschatologie – dün­ner als ein Haar und schär­fer als ein Messer) ist span­nend, hyp­no­tisch und ver­stö­rend – ein her­aus­for­dern­des Werk, dabei kei­nem Genre zuzu­ord­nen. Der eigent­li­che Endpunkt der Reise ver­schwin­det mit der Zeit, die Geschichte vom Weg, der das Ziel ist, stimmt hier trotz­dem nicht. Olivier Laxe führt die klei­ne Gruppe auf ihrer Fahrt durch die marok­ka­ni­sche Wüste an einen exis­ten­ti­el­len Rand, von dem nie­mand vor­her ahn­te, dass es ihn gibt. Was die Protagonist‚innen zuletzt antreibt, ist nur noch, dass es ein­fach immer wei­ter­ge­hen muss – was den Gewinner des Großen Preis der Jury (ex-aequo mit In die Sonne schau­en) in Cannes 2025 auch so jetzt­zei­tig macht.
    … und ja, genau für die­sen Film haben wir uns letz­tes Jahr die neue Tonanlage mit dem irren Subwoofer ange­schafft …
    „Seine her­aus­ra­gen­de künst­le­ri­sche Qualität wird durch sei­ne poli­ti­schen und gesell­schafts­kri­ti­schen Aussagen ergänzt, was zu einem Film führt, der viel­leicht nicht leicht zu ver­dau­en – aber dafür umso gehalt­vol­ler ist.“
    Selina Sondermann | the upcoming

    Credits:

    ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. OmU
    Regie: Oliver Laxe
    Kamera:  Mauro Herce
    Schnitt: Cristóbal Fernández

    Musik: Kangding Ray
    mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson

    Trailer:
    Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
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    A film by Oliver Laxe. In Spanish and French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A father (Sergi López) and his son arri­ve at a rave deep in the moun­ta­ins of sou­thern Morocco. They’re sear­ching for Mar — daugh­ter and sis­ter — who vanis­hed months ago at one of the­se end­less, slee­p­less par­ties. Surrounded by elec­tro­nic music and a raw, unfa­mi­li­ar sen­se of free­dom, they hand out her pho­to again and again. Hope is fading but they push through and fol­low a group of ravers hea­ding to one last par­ty in the desert. As they ven­ture deeper into the bur­ning wil­der­ness, the jour­ney forces them to con­front their own limits.

    Credits:

    ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. OmU
    Regie: Oliver Laxe
    Kamera:  Mauro Herce
    Schnitt: Cristóbal Fernández

    Musik: Kangding Ray
    mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson

    Trailer:
    Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
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  • Milch ins Feuer

    Milch ins Feuer

    Ein Film von Justine Bauer. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Katinka woll­te schon als Kind Bäuerin wer­den. Aber im Hohenlohischen, wo sich die 17-Jährige mit ihrer Mutter, dem älte­ren Bruder und den bei­den Schwestern um die Kühe und das Heu küm­mert, erben nun mal die Männer den Hof. Überhaupt wür­de es die Mutter viel bes­ser fin­den, wenn Katinka woan­ders eine Ausbildung anfin­ge. Das Milch­geschäft ren­tiert sich schon lan­ge nicht mehr. Dumm auch, dass Katinkas bes­te Freundin Carina aus­ge­rech­net mit ihrem Bruder geschla­fen hat. Doch wo ande­re kei­ne Zukunft sehen, ver­sucht Katinka, sich eine zu bau­en, den Traditionen zum Trotz.
    Regisseurin Justine Bauer unter­läuft in ihrem Debütfilm sämt­li­che Erwartungen auf erfri­schend humor­vol­le Art. Ohne zu beschö­ni­gen, fei­ert sie das Landleben, einen unver­gess­li­chen Sommer und vor allem: vier jun­ge Frauen, die ihren eige­nen Kopf haben. Auf dem Filmfest München gewann der Film den Förderpreis Neues Deutsches Kino.
    „Denn die Rollen, die Traditionen sind zwar fest­ge­zurrt, aber unter der Oberfläche, bei den jun­gen Frauen, da tut sich was. In vie­len Momenten: die Melkmaschine im Stall, die Heuballen, die von der Ballenpresse gebo­ren wer­den, der Ochse, der nach Kastration sei­ne Wildheit ver­lo­ren hat, auf dem man rei­ten kann. Eine Schwangerschaft, von der jeder weiß, über die nicht gespro­chen wird – die erfah­re­nen Bäuerinnen haben seit jeher träch­ti­ge Kühe erken­nen kön­nen. … Das Frausein, die Mutterschaft, das Leben unter dem Radar des töl­pel­haft machis­ti­schen Patriarchats, das am Rand fast kari­ka­turesk auf­scheint: Das ist das Thema des Films, geschickt ein­ge­floch­ten in die rea­li­täts­na­he Darstellung, und kei­nes­falls auf­ge­setzt, son­dern in son­der­bar poe­ti­scher Weise ver­wo­ben mit der Wirklichkeit. Der Nachbar, der stellt grü­ne Kreuze auf als Protest gegen „die da oben“, die den Bauernstand zer­stö­ren. Später brennt er als Protestaktion sein Heu an und löscht mit Milch, die Lokaljournalistin will vor allem schö­ne Fotos von trau­ri­gen Kindern.“ Harald Mühlberger | kino-zeit

    Credits:

    DE 2024, 78 Min., deut­sche Fassung
    Regie: Justine Bauer
    Kamera:  Pedro Carnicer
    Schnitt: Semih Korhan Güner, Justine Bauer
    mit: Johanna Wokalek, Pauline Bullinger, Anne Nothacker, Sara Nothacker, Lore Bauer

    Trailer:
    MILCH INS FEUER | Trailer | FILMFEST MÜNCHEN 2024
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    A film by Justine Bauer. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Milk has been an unpro­fi­ta­ble com­mo­di­ty for a while now. Farming in gene­ral is suf­fe­ring, and more and more farms are having to clo­se. But Katinka is hol­ding on to the fami­ly busi­ness, is being trai­ned in far­ming, and is see­king her future in a place that remem­bers how things once were.

    Credits:

    DE 2024, 78 Min., deut­sche Fassung
    Regie: Justine Bauer

    Kamera:  Pedro Carnicer
    Schnitt: Semih Korhan Güner, Justine Bauer
    mit: Johanna Wokalek, Pauline Bullinger, Anne Nothacker, Sara Nothacker, Lore Bauer

    Trailer:
    MILCH INS FEUER | Trailer | FILMFEST MÜNCHEN 2024
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  • Vermiglio

    Vermiglio

    Ein Film von Maura Delpero. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Vermiglio, einem Bergdorf in den ita­lie­ni­schen Alpen, wo die Zeit im ewi­gen Rhythmus der Monate ver­geht, ist das Leben beschwer­lich und beschei­den. Wir schrei­ben den Winter 1944, der der Krieg scheint gleich­zei­tig weit weg und doch all­ge­gen­wär­tig zu sein. Attilio, ein jun­ger Einheimischer, kehrt schwer ver­letzt auf den Schultern sei­nes sizi­lia­ni­schen Kameraden Pietro heim. Die Ankunft bringt Unruhe in das Dorfleben, beson­ders in das Haus des Lehrers Cesare und sei­ner gro­ßen Familie. Als Deserteure müs­sen bei­den jun­gen Männer ver­steckt und gepflegt wer­den, letz­te­res macht Lucia, die ältes­te der Lehrertöchter, beson­ders ger­ne. Eine Romanze beginnt, aber nicht nur das. Jeder hier hat sei­ne Geheimnisse, der Lehrer, sei­ne Töchter, und auch Pietro.
    Zunächst mit gerin­ger Kopienzahl gestar­tet, ent­wi­ckel­te sich Maura Delperos von der eige­nen Familiengeschichte inspi­rier­ter zwei­ter Film (nach Maternal) in Italien inner­halb kur­zer Zeit zu einem über­ra­schend gro­ßen Erfolg. Er gewann schließ­lich sie­ben Kategorien des wich­tigs­ten Filmpreises des Landes, dem „David di Donatello“, u.a. für den Besten Film und für die Beste Regie, der damit erst­mals an eine Frau ging.
    Vermiglio ist in sei­ner Bescheidenheit ein wuch­ti­ger Film, weil er die­se emo­tio­na­le und fami­liä­re Sprengkraft völ­lig unauf­ge­regt dar­stellt. Der Regisseurin Maura Delpero gelingt es meis­ter­lich, die­ses Liebesdrama völ­lig unsen­ti­men­tal und zurück­hal­tend zu insze­nie­ren, in schlich­ten, aber sehr bestimm­ten, stim­mi­gen Bilden, gedreht vom Kameramann Michail Kritschmans. Und die Montage lässt einem immer genü­gend Luft zum Durchatmen. Nicht umsonst hat der Film am Internationalen Filmfestival in Venedig 2024 den Silbernen Löwen gewon­nen und bei der inter­na­tio­na­len Presse viel Lob erfah­ren.“ Madeleine Hirsiger | arttv

    Credits:

    IT/FR/BE 2024, 119 Min., ital. OmU
    Regie: Maura Delpero
    Kamera:  Mikhail Krichman
    Schnitt: Luca Mattei
    mit: Tommaso Ragno, Giuseppe De Domenico, Roberta Rovelli, Martina Scrinzi, Orietta Notari, Carlotta Gamba

    Trailer:
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    A film by Maura Delpero. In Italian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In four sea­sons natu­re com­ple­tes its cycle. A girl can beco­me a woman. A bel­ly can swell and beco­me a crea­tu­re.
    One can lose the path that led safe­ly home, one can sail seas towards unknown lands.
    In four sea­sons one can die and be reborn.
    Vermiglio tells of the last year of the Second World War in a lar­ge fami­ly and how, by a para­dox of fate, with the arri­val of a refu­gee sol­dier it loses its peace at the very moment in which the world finds its own.

    Credits:

    IT/FR/BE 2024, 119 Min., ital. OmU
    Regie: Maura Delpero

    Kamera:  Mikhail Krichman
    Schnitt: Luca Mattei
    mit: Tommaso Ragno, Giuseppe De Domenico, Roberta Rovelli, Martina Scrinzi, Orietta Notari, Carlotta Gamba

    Trailer:
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  • Agent of Happiness

    Agent of Happiness

    Ein Film von Arun Bhattarai & Dorottya Zurbó. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Konzept des Bruttonationalglücks lehnt sich an den Begriff des Bruttonationaleinkommens an.
    Anders als die­ser quan­ti­täts­ori­en­tier­te Indikator zielt das Bruttonationalglück dar­auf ab, die Qualität des Lebensstandards zu defi­nie­ren. Es dient als Messwert für das Wohlergehen eines gesam­ten Volkes.
    Aber – wie ist Glück mess­bar? Bhutan ermit­telt das hier erfun­de­ne poli­ti­sche Glückmaß seit 1997 alle fünf Jahre, indem Interviewer anhand eines umfas­sen­den Fragebogens die not­wen­di­gen Informationen Haus für Haus ein­ho­len.
    Das Regie-Duo aus Ungarn und Bhutan beglei­tet zwei von ihnen, Amber Kumar Gurung und Guna Raj Kuikel, auf ihrem Weg. Dabei beob­ach­ten sie nicht nur zu Herzen gehen­de, dra­ma­ti­sche wie tröst­li­che Erzählungen der Befragten. Auch das Schicksal des offe­nen, manch­mal auch selbst­iro­ni­schen Luftgitarrespielers Amber berührt. Als Angehöriger der nepa­le­si­schen Minderheit in Bhutan wird der 40-jäh­ri­ge selbst im per­sön­li­chen Bereich so beschränkt, dass sein Glückswert laut eige­ner Einschätzung weit unter dem Durchschnitt liegt.
    „In unse­ren Filmen beschäf­ti­gen wir uns oft mit dem Aufeinandertreffen von Kulturen, Identitäten, Werten und Mustern. Diese Geschichten zie­hen uns an, die inti­men Situationen des Lebens, die unse­re kul­tu­rel­len Unterschiede ega­li­sie­ren und mit denen wir das Vertraute im Anderen zei­gen kön­nen ….“ sagen die Regisseure – so kommt das ermit­tel­te Ergebnis auch in Bhutan, wie über­all auf der Welt, nicht zuletzt durch Art der Fragestellung zustan­de.
    „Angesichts der Beschreibung des Films und der Werbefotos die­ses wun­der­schö­nen Landes könn­te man mei­nen, dass Agent of Happiness Bhutan als eine Art Paradies dar­stellt, aber der Film ist nicht ein­di­men­sio­nal und auch kei­ne rei­ne Propaganda für Bhutan als glück­li­che bud­dhis­ti­sche Enklave. Wie sein Schwerpunkt zeigt, scheut er sich nicht, die Fehler eines solch mono­li­thi­schen reli­giö­sen und eth­ni­schen Ansatzes für natio­na­les Glück auf­zu­zei­gen, der Menschen wie Amber in der Masse unter­ge­hen lässt.“
    Aren Bergstrom | hot docs

    Credits:

    BT 2024, 94 Min., Dzongkha OmU
    Regie: Arun Bhattarai, Dorottya Zurbó

    Kamera: Arun Bhattarai,
    Schnitt: Péter Sass

    Trailer:
    Agent Of Happiness – Unterwegs im Auftrag des Glücks | Kinotrailer OmdU | ab 03.07.25 im Kino
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    A film by Arun Bhattarai & Dorottya Zurbó. In Dzongkha with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The film fol­lows Amber Kumar Gurung and Guna Raj Kuikel, two Bhutanese bureau­crats, in their tra­vels through the small Himalayan king­dom as cen­sus workers, mea­su­ring people’s hap­pi­ness levels. They work for the Center for Gross National Happiness, a govern­ment insti­tu­ti­on which is tas­ked with coll­ec­ting data on the citi­zens‘ hap­pi­ness. This data is then used to inform the con­sti­tu­tio­nal­ly-man­da­ted goal of incre­asing natio­nal happiness.[5]

    Along the way we meet Bhutan’s ever­y­day peo­p­le, such as a trans­gen­der bar sin­ger, a wealt­hy far­mer and his three wives, a teenage girl who worries about her mother’s alco­ho­lism, or a recent widower who finds solace in reli­gi­on. Through them we get a glim­pse into the Bhutanese socie­ty and their views on hap­pi­ness in face of adver­si­ty. We also explo­re Amber’s dreams and ambi­ti­ons, pri­ma­ri­ly among them the dream of fin­ding love.

    Credits:

    BT 2024, 94 Min., Dzongkha OmU
    Regie: Arun Bhattarai, Dorottya Zurbó

    Kamera: Arun Bhattarai,
    Schnitt: Péter Sass

    Trailer:
    Agent Of Happiness – Unterwegs im Auftrag des Glücks | Kinotrailer OmdU | ab 03.07.25 im Kino
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  • Der Fleck

    Der Fleck

    Ein Film von Willy Hans.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eigentlich hät­te er Sportunterricht, aber Simon dreht kurz vor der Schule um. Er trifft einen Nachbarn und fährt mit zu des­sen Clique an den Fluss. Es ist heiß, und Gespräche und Aktivität lau­fen eher trä­ge ab, ein biss­chen Unsinn reden, schwim­men, spie­len, necken, ärgern, essen, aber auch: den „Neuen“, Simon, abche­cken. Dann weckt die plötz­lich auf­tau­chen­de Marie Simons Interesse. Zusammen zie­hen sie los, holen Pommes und las­sen sich durch den Wald trei­ben. Sie ver­ges­sen die Zeit und tau­chen immer tie­fer in die ver­wun­sche­ne som­mer­li­che Flusslandschaft ein.
    „‚Die Hölle, das sind die ande­ren‘ – die­ser Schlüsselsatz aus Jean Paul Sartres Einakter Geschlossene Gesellschaft bringt für mich den Zustand, in dem sich die Figuren in mei­nem Spielfilm-Debüt Der Fleck befin­den, auf den Punkt. Sie suchen Bestätigung im gegen­sei­ti­gen Blick, schau­en selbst gna­den­los auf das Gegenüber und wer­den so ein­an­der unfrei­wil­lig zu Folterknechten. Und obwohl es kei­ne offen­sicht­lich bösen Absichten oder offen­si­ve Feindseligkeiten unter den Jugendlichen gibt, trans­por­tiert sich deut­lich ein all­um­fas­sen­des Unbehagen. Hier wird im Kleinen erprobt, was auch unter Erwachsenen geschieht. Alle loten unbe­wusst und lau­ernd ihre Stellung aus, ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wer wie zuein­an­der steht, wo sich Allianzen bil­den las­sen, und wo Rivalitäten. Das zu beob­ach­ten, die­ses hilf­lo­se Verbiegen, Maßregeln und Beäugen ist zum Heulen und zum Lachen gleich­zei­tig – allein weil es mit ein wenig Abstand betrach­tet so absurd erscheint. Dass es eine irdi­sche Hölle gibt, ist in in der Welt des Atheisten Sartre sicher. Aber gibt es auch so etwas wie einen Himmel? Und was wäre das? Es wäre ein Blick, der uns nicht fest­legt oder ver­ur­teilt, der nicht redu­ziert auf das, was wir wur­den, son­dern sich öff­net für das was wir wer­den könn­ten. Einen klei­nen Einblick in die­se unbe­kann­te Welt möch­te ich mei­ne Figuren SIMON und MARIE in Der Fleck kurz erha­schen las­sen. So beginnt sich jen­seits all der Apathie und des pas­siv-aggres­si­vem Gelabers, im Laufe der fort­schrei­ten­den Erzählung etwas Hoffnungsvolles und Lebensbejahendes abzu­zeich­nen.“ Willi Hans

    Credits:

    DE/CH 2024, 94 Min., dt. OmeU
    Regie & Schnitt: Willy Hans
    Kamera: Paul Spengemann
    mit: Leo Konrad Kuhn, Alva Schäfer, Shadi Eck, Felix Maria Zeppenfeld, Darja Mahotkin, Marlene Becker u. a. 

    Trailer:
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    A film by Willy Hans. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After esca­ping from gym class, Simon finds hims­elf on the banks of a river with a group of teen­agers. Amidst the air mat­tres­ses and point­less chat­ter, time pas­ses as slug­gish­ly as the river water. Only when Marie appears and both are cata­pul­ted into the near­by river­si­de forest by an unex­pec­ted inci­dent they escape the lethar­gic group and enter the tim­e­l­ess realm of the enchan­ted landscape.

    I would like to give a glim­pse of some­thing that coun­ters the exis­ten­ti­al loneli­ne­ss of our human pre­sent. Ultimately, redemp­ti­on lies in the encoun­ter.” Willy Hans

    Credits:

    DE/CH 2024, 94 Min., dt. OmeU
    Regie & Schnitt: Willy Hans
    Kamera: Paul Spengemann
    mit: Leo Konrad Kuhn, Alva Schäfer, Shadi Eck, Felix Maria Zeppenfeld, Darja Mahotkin, Marlene Becker u. a. 

    Trailer:
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  • Step across the border

    Step across the border

    Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel. Am 24.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Nicolas Humbert.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film vol­ler Musik von Fred Frith, sowohl solo, als auch gemein­sam mit ande­ren Musikern. „Was ist ein Musiker ande­res, als ein Organisator von Sounds?“ fragt Frith. Die Regisseure haben das beher­zigt und sich als Organisatoren von Bildern betä­tigt, die ver­dammt gut zu sei­ner Musik pas­sen: Also los : Step across the Border!

    Fred Frith, John Zorn, Arto Lindsay, Ciro Battista, Iva Bitová, Bob Ostertag, Joey Baron, Jonas Mekas, Robert Frank – ver­eint in einer Zelluloid-Improvisation über Rhythmus, Bilderlust und Lebensfreude. Konzertmitschnitte, Interviews in her­un­ter­ge­kom­me­nen Hotelzimmern und Kamerafahrten durch Metropolen wie New York und Tokio ver­mi­schen sich zu einer mit­rei­ßen­den Klangreise. Musik und Bild sind eigen­stän­dig, kei­nes unter­wirft sich dem ande­ren und doch erge­ben sich Überschneidungen, die mal komisch, mal absurd, mal ein­fach schön sind – wie die Maisfelder im Wind, die einen magi­schen Augenblick lang im Rhythmus von Friths Improvisationen schwin­gen. Step Across The Border ist ein schwarz-wei­ßes Augenzwinkern über den Zusammenhang zwi­schen Schnellbahnen, Stürmen und elek­tri­schen Gitarren und ein meis­ter­haf­ter Diskurs über den Geist des Musik- und des Filme-Machens.” (DOK.fest München 2024)

    Credits:

    CH/DE 1989, 90 Min., engl. OmU,
    Regie: Nicolas Humbert, Werner Prenzel
    Kamera: Oscar Salgado
    mit den Musiker*innen: Fred Frith, Iva Bittova, Tom Cora, Pavel Fajt, Eitetsu Hayashi, Zeena Parkins, Tim Hodgekison, Arto Lindsey, Bob Ostertag, John Zorn u.v.a.

    Trailer:
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    A film by Nicolas Humbert and Werner Prenzel. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In this film two forms of artis­tic expres­si­on, impro­vi­sed music and cine­ma direct, are inter­re­la­ted. In both forms it is the moment that counts, the intui­ti­ve sen­se for what is hap­pe­ning in a space. Music and film come into exis­tence out of an inten­se per­cep­ti­on of the moment, not from the trans­for­ma­ti­on of a preor­da­i­ned plan. In impro­vi­sa­ti­on the plan is reve­a­led only at the end. One finds it. The other con­nec­tion con­cerns the work method: the film team as band. Much as musi­ci­ans com­mu­ni­ca­te via the music, our work, too, was rea­li­zed within a very small and fle­xi­ble team of equ­als. What mat­te­red was exch­an­ge. And move­ment. Sometimes we star­ted film­ing in the midd­le of the night, respon­ding to a new idea that had ari­sen only minu­tes befo­re. We had a fun­da­men­tal fee­ling for what we wan­ted to do, for what kind of film this should be. And we fol­lo­wed that fee­ling. It was all very instinctive.

    Credits:

    CH/DE 1989, 90 Min., engl. OmU,
    Regie: Nicolas Humbert, Werner Prenzel
    Kamera: Oscar Salgado
    mit den Musiker*innen: Fred Frith, Iva Bittova, Tom Cora, Pavel Fajt, Eitetsu Hayashi, Zeena Parkins, Tim Hodgekison, Arto Lindsey, Bob Ostertag, John Zorn u.v.a.

    Trailer:
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