Music

Ein Film von Angela Schanelec.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Der Mythos des Ödipus ist der vir­tu­el­le Kern die­ser Meisterstudie des ellip­ti­schen Erzählens, in der jedes auch noch so klei­ne Detail zum Zeichen wird oder auch nicht. Ein Film, der uns von den Bergen und Stränden Griechenlands bis an die Seen um Berlin führt, von irgend­wann in den 1980er-Jahren bis ins Heute. Dazwischen ein rekon­stru­ier­ba­res Datum: 2006. (Es geht um Fußball und zwei ent­schei­den­de Minuten für Italien.)
In einem nächt­li­chen Sturm wird ein neu­ge­bo­re­ner Junge gebor­gen. Sanitäter Elias bringt ihn zu sei­ner Frau, die bei­den nen­nen ihn Jon und zie­hen ihn auf. Als jun­ger Mann wird Jon über­fal­len und macht sich des Totschlags schul­dig. Das Opfer … Die Gefängnisbeamtin Iro und er wer­den ein Paar. Der Kassettenrekorder spielt Barock, Playlist: Monteverdi, Bach, Pergolesi und ande­re. Die Ästhetik der Musik wird zum Programm. Sie spie­gelt das Geschehen luzi­de enig­ma­tisch, kon­kret abs­trakt, lust­voll aske­tisch. Im barock-post­mo­der­nen Kino der Angela Schanelec gel­ten die Formeln der Affekten- und Figurenlehre. Eine intel­lek­tu­ell-sinn­li­che Herausforderung, die süch­tig macht. Blind sehend.

Berlinale 2023 – Wettbewerb

Die Audioaufzeichnung des Filmgesprächs mit Angela Schanelec kann man hier hören.

Credits:

Deutschland / Frankreich / Serbien 2023, 108 Min., Griechisch,  Englisch OmU
Regie, Buch & Schnitt: Angela Schanelec
Kamera: Ivan Marković
mit Aliocha Schneider, Agathe Bonitzer, Marisha Triantafyllidou, Argyris Xafis, Frida Tarana

Trailer:
MUSIC – ein Film von Angela Schanelec (offi­zi­el­ler Trailer)
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A film by Angela Schanelec. In Greek and English with German and English subtitles.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

The myth of Oedipus is the core of this mas­terful pie­ce of ellip­ti­cal sto­rytel­ling in which every detail, no mat­ter how small, beco­mes a sign – or not. This is a film that trans­ports us from the moun­ta­ins and bea­ches of Greece to the lakes of Berlin, and from some­time in the 1980s to the pre­sent day. In bet­ween, the­re is one date that can be ascer­tai­ned: 2006 (fea­turing foot­ball and two decisi­ve minu­tes for Italy).
A new­born baby boy is res­cued from a storm one night. Paramedic Elias and his wife take him in, name him Jon, and rai­se him. As a young man, Jon is atta­cked and com­mits mans­laugh­ter. The vic­tim is none other than … During his inc­ar­ce­ra­ti­on, Jon and a fema­le pri­son offi­cer named Iro beco­me a cou­ple. The tape recor­der is play­ing baro­que music: the play­list includes Monteverdi, Bach, Pergolesi. The aes­the­tics of this music deve­lop into the film’s informing prin­ci­ple, reflec­ting events in a lucid­ly enig­ma­tic and con­cre­te­ly abs­tract way that revels in its own austeri­ty. In Angela Schanelec’s baro­que-post­mo­dern cine­ma, for­mu­las from the doc­tri­nes of the affec­tions and figu­res app­ly. An addic­ti­ve intellec­tu­al-sen­su­al chall­enge that allows us to blind­ly see.

Berlinale 2023 – Competition

Credits:

Deutschland / Frankreich / Serbien 2023, 108 Min., Griechisch, Englisch OmU
Regie, Buch & Schnitt: Angela Schanelec
Kamera: Ivan Marković
mit Aliocha Schneider, Agathe Bonitzer, Marisha Triantafyllidou, Argyris Xafis, Frida Tarana

Trailer:
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