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  • One to One: John & Yoko

    One to One: John & Yoko

    Ein Film von Kevin Macdonald. Ab 26.6. im fsk.
    Cineville Preview (auch für nicht-Cinevilles) am 25.6.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am 30. August 1972 spiel­te John Lennon in New York sein ein­zi­ges Einzelkonzert, eine Benefizveranstaltung, im Madison Square Garden. Der Dokumentarfilm nimmt das epi­sche Musikereignis zum Ausgangspunkt, um 18 ent­schei­den­de Monate im Leben von John und Yoko in einer rasan­ten Collage zu rekon­stru­ie­ren – mit Live-Songs in vol­ler Länge.
    Nach dem Umzug von England nach New York 1971 ver­bringt das Paar viel Zeit in ihrem klei­nen Apartment in Greenwich Village mit Fernsehen, und ein wil­des Gemisch aus Vietnamkrieg, Protestmärsche, Präsident Nixon, Unterhaltungsserien, Talkshows und vie­le, vie­le Werbespots. lässt es uns nach­voll­zie­hen. Running Gag unter den rea­len, von John auf­ge­zeich­ne­ten Telefongesprächen sind Yokos Aufträge zur Beschaffung von Fliegen. Ihr poli­ti­sches Engagement zeigt sich bei der Zusammenarbeit mit Jerry Rubin und vie­len kon­struk­ti­ven, nicht immer umzu­set­zen­den Ideen. Ihr sozia­les Engagement gip­felt in eben die­sem „One to One”-genannten Benefiz-Konzert nach dem „Willowbrook”-Skandal, der Aufdeckung schwers­ter Misshandlungs-Praxis in einer staat­li­chen kin­der­psy­cha­tri­schen Anstalt.
    „Der Film von Kevin McDonald ist min­des­tens so sehr ein Porträt des Zeitgeistes von 1971 wie sei­ner Protagonist*innen. Editor Sam Rice-Edwards schafft eine rasan­te Montage aus Nachrichtenschnipseln, Fernsehwerbung, Interviews und den Aufzeichnungen des Konzerts. Erstaunlich ist auch, dass der von dass Sean Ono Lennon mit­pro­du­zier­te Filme die wider­sprüch­li­chen Charaktere sei­ner Eltern nicht glät­tet. Zwar fehlt in die­sem Film die gan­ze Geschichte der Beatles-inter­nen Konkurrenz. Erzählt wird ledig­lich, dass Lennon gern Bob Dylan für eine Gefangenen-Benefiz-Tour haben woll­te. Weil einer der Tour-Organisatoren vor lau­fen­der Kamera Dylans Müll durch­wühlt hat­te, um zu zei­gen, was für ein kom­mer­zi­el­ler Lump Dylan gewor­den sei, wei­ger­te sich Dylan aller­dings, mit Lennon auf­zu­tre­ten und spiel­te statt­des­sen bei George Harrisons „Concert for Bangladesh“ … Aber das poli­ti­sche Umfeld ist viel­leicht auch inter­es­san­ter. …“ Tom Dorow | Indiekino

    Credits:

    UK 2024, 100 Min., engl. OmU
    Regie: Kevin Macdonald

    Kamera: David Katznelson
    Schnitt: Sam Rice-Edwards 

    Trailer:
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    A film by Kevin Macdonald. Starts June 26th at the fsk. Cineville Preview on June 25th. In English with German subitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    An expan­si­ve and reve­la­to­ry insi­de look at John Lennon and Yoko Ono’s life in Greenwich Village in the ear­ly 1970s, ONE TO ONE: JOHN & YOKO deli­vers an immersi­ve cine­ma­tic expe­ri­ence that brings to life elec­tri­fy­ing, never-befo­re-seen mate­ri­al and new­ly res­to­red foo­ta­ge of John and Yoko’s only full-length con­cert. Featuring mind-blo­wing music new­ly remi­xed and pro­du­ced by Sean Ono Lennon, the film is a seis­mic reve­la­ti­on that will chall­enge pre-exis­ting noti­ons of the ico­nic couple.

    Credits:

    UK 2024, 100 Min., engl. OmU
    Regie: Kevin Macdonald

    Kamera: David Katznelson
    Schnitt: Sam Rice-Edwards 

    Trailer:
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  • Archiv der Zukunft

    Archiv der Zukunft

    Ein Film von Joerg Burger. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Naturhistorischen Museum in Wien wird mit akri­bi­scher Energie gesam­melt, geforscht, archi­viert und reflek­tiert – mehr als 30 Millionen Objekte sind hier über die Jahrhunderte zusam­men­ge­tra­gen wor­den. Der Film zeigt das Museum als eine Welt, die sich in stän­di­ger Veränderung befin­det: Die spek­ta­ku­lä­ren Archivarien aus tau­sen­den Jahren Natur und Menschheitsgeschichte wer­den durch Grundlagenforschung und den leben­di­gen Apparat des Museums immer wie­der neu in der Gegenwart befragt, um in der Zukunft Geschichten zu erzäh­len.
    Wie bei einem Rundgang hin­ter den Kulissen erschließt sich die Institution: ein kürz­lich ver­stor­be­ner Löwe wird zur Präparation ein­ge­lie­fert, die Haltung eines Dinosauriers dem aktu­el­len Forschungsstand ange­passt oder Artefakte mit­tels 3D-Scan digi­ta­li­siert.
    Als auf­merk­sa­mer Beobachters ent­wirft Regisseur und Kameramann Joerg Burger das Museum als einen Ort, an dem das phy­si­sche Handwerk am Objekt immer auch mit Fragen nach Wissenskonstruktionen und deren inhä­ren­ten Machtbeziehungen ein­her­geht. Die Spezies Mensch – als ver­meint­lich Betrachtende und Wissende – wird in ihrer Beziehung zu Tier, Natur und Historie schließ­lich selbst beobachtet.

    Credits:

    AT 2023, 92 Min., Deutsch
    Regie & Kamera: Joerg Burger
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    ARCHIV DER ZUKUNFT – Offizieller Trailer
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    A film by Joerg Burger. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Armies of moun­ted beet­les, arran­ged in rank and file. In dra­wers and glass con­tai­ners, rep­ti­les and birds sor­ted in the most magni­fi­cent forms. An almost macab­re beau­ty is found in the cata­logued sub-uni­ver­ses of the Natural History Museum Vienna: sub-uni­ver­ses that stand for the who­le ran­ge of evo­lu­ti­on and are part of the immense, expert­ly pre­pared coll­ec­tion of this world-renow­ned insti­tu­ti­on of know­ledge. With an appro­pria­te­ly curious atti­tu­de, Joerg Burger devo­tes gre­at atten­ti­on to this cumu­la­ti­ve archi­ve of pure rese­arch for its own sake, its exhi­bits and under­ly­ing craft­work, but first and fore­most to the peo­p­le who work there,…

    Credits:

    AT 2023, 92 Min., Deutsch
    Regie & Kamera: Joerg Burger
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    ARCHIV DER ZUKUNFT – Offizieller Trailer
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  • Good News

    Good News

    Ein Film von Hannes Schilling. Am 2.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leos Karrierekurve bewegt sich schon län­ger steil nach unten, als der Journalist ver­sucht, sich durch eine außer­ge­wöhn­li­che Story wie­der ins Gespräch zu brin­gen. Ein Bericht über eine ver­bor­gen leben­de Rebellengruppe im süd­thai­län­di­schen Urwald soll es brin­gen. Nach eini­ger Zeit vor Ort haben sich aller­dings weder wei­ter­füh­ren­de Kontakte noch ande­res Berichtenswertes erge­ben. Seine Partnerin zuhau­se ist bereits schwer genervt, er selbst ver­misst vor allem die gemein­sa­me Tochter, und der Chef schreibt unge­dul­dig Mails. Also wird Leo krea­tiv und schmückt alles aus, was er bis­her erfah­ren hat, über­nimmt frem­de Geschichten und schickt den Artikel nach Deutschland. Die Redaktion ist begeis­tert, schrei­ben kann er wohl gut, will aber Fotos. Der Fotograf ist schnel­ler bei ihm, als Leo dage­gen pro­tes­tie­ren kann. Julian ist ein Draufgänger, der nur schnell zum Fotografieren in den Dschungel fah­ren und dann wie­der weg will. Das ist unmög­lich, und die Situation wird zuneh­mend brenz­lig für Leo.
    Hätte es anders kom­men kön­nen? Gab es einen Zeitpunkt, an dem Leo hät­te auf­hö­ren kön­nen? Er hat schließ­lich nicht sei­ne beruf­li­che und fami­liä­re Existenz aufs Spiel gesetzt, son­dern auch Vertraute in Thailand ver­ra­ten und aus­ge­nutzt, sich selbst und ande­re in Gefahr gebracht. Ist es sei­ne indi­vi­du­el­le Schuld, oder die sei­nes Redakteurs, oder ein kran­kes System, das nach außen die Moral hoch­hält, innen jedoch jede mög­li­che Schweinerei zum Erreichen eines Ziels erwar­tet? Wo ver­lau­fen ethi­sche Grenzen?
    „… ein sehr rele­van­tes Drama über die Grenze von Lüge und Wahrheit, vor allem aber die Grauzone dazwi­schen. Hannes Schilling gelingt ein dra­ma­tur­gisch und schau­spie­le­risch über­zeu­gen­des Werk, das zum Nachdenken anregt … Schilling filmt in Schwarz-Weiß, für eine sti­li­sier­te Distanzierung. Die Filmmusik – groß­ar­tig: Lena Radivoj – bringt dis­so­nant-sphä­ri­sche Klänge in die­se an sich rea­lis­ti­sche, tat­säch­lich aber tra­gö­di­en­haft ver­dich­te­te Geschichte.“
    Harald Mühlbeyer, Kino-Zeit

    Credits:

    DE 2024, 75 Min., Deutsch, Englisch, Thai und Melayu mit deut­schen Untertiteln,
    Regie: Hannes Schilling
    Schnitt: Marie Fontanel, Paul Gröbel
    Kamera: Falco Seliger

    mit: Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann

    Trailer:
    GOOD NEWS (2024) TRAILER
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    A film by Hannes Schilling. In German, English, Thai and Melayu with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The jour­na­list Leo hopes to final­ly make an inter­na­tio­nal breakth­rough with a report about a rebel group in Thailand. His fri­end Mawar helps him make local cont­acts. In return, Leo pro­mi­ses to sup­port him in start­ing over in Germany. But when the edi­tors sen­ding him the pho­to­grapher Julian wit­hout asking, Leo beco­mes incre­asing­ly ent­an­gled in a web of lies and moral­ly ques­tionable decisions.

    Credits:

    DE 2024, 75 Min., Deutsch, Englisch, Thai und Melayu mit deut­schen Untertiteln,
    Regie: Hannes Schilling
    Schnitt: Marie Fontanel, Paul Gröbel
    Kamera: Falco Seliger

    mit: Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann

    Trailer:
    GOOD NEWS (2024) TRAILER
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  • Copa 71

    Copa 71

    Ein Film von Rachel Ramsay und James Erskine.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    August 1971: Mexico City ist Austragungsort für ein rie­si­ges Fußballspektakel, bei dem Teams aus England, Argentinien, Mexiko, Frankreich, Dänemark und Italien auf­ein­an­der­tref­fen. Über 100.000 Fans ver­wan­deln das his­to­ri­sche Azteca-Stadion Spiel für Spiel in einen Ort der Begeisterung, das Fernsehen berich­tet durch­ge­hend. Die Atmosphäre erin­nert an die größ­ten Momente der inter­na­tio­na­len Fußballgeschichte. Aber die­ses Turnier ist anders als alles, was es vor­her gab, denn auf dem Platz sind aus­schließ­lich Frauen. Es han­delt sich um die Copa ’71, die ers­te inof­fi­zi­el­le Frauenfußball-WM. Von der FIFA und den natio­na­len Fußballverbänden abge­lehnt, wur­de die­ses his­to­ri­sche Ereignis aus den Annalen des Fußballs ver­drängt. Doch nun erin­nert ein Dokumentarfilm an die­ses Turnier, das über zehn Jahre vor der ers­ten offi­zi­el­len Frauenfußball-Weltmeisterschaft statt­fand, und rückt die Spielerinnen der dama­li­gen Zeit, die cha­ris­ma­ti­schen Pionierinnen ihrer Sportart, end­lich ins Rampenlicht.

    Es gibt viel zu erzäh­len – von der Geschichte des Frauenfußballs, der in Europa in den 1920ern auf­kam, dann vie­ler­orts als „unweib­lich“ und angeb­lich gesund­heits­schäd­lich wie­der unter­drückt und in Deutschland und England erst 197071 wie­der offi­zi­ell zuge­las­sen wur­de; über die groß­flä­chi­ge Kampagne der Organisatoren der COPA, die ihre Teams zu Medienstars mach­ten und dafür sorg­ten, dass 110.000 Menschen das Finale im sechs­größ­ten Stadium der Welt, dem Azteka-Stadium in Mexiko City, ver­folg­ten; bis hin zu den dia­bo­li­schen Machenschaften der FIFA. Nicht nur ver­such­te die FIFA, die Veranstaltung zu ver­hin­dern, im Anschluss an das Turnier unter­sag­te sie den ihr ange­schlos­se­nen Vereinen, Frauenteams bei sich trai­nie­ren zu las­sen. Für eini­ge Spielerinnen war das Turnier in Mexiko das letz­te Mal, dass sie pro­fes­sio­nell oder über­haupt Fußball gespielt haben.“ Hendrike Bake | indiekino

    Vom Anfang an war uns klar, dass wir einen Film machen woll­ten, der nicht nur die his­to­ri­sche Ungleichheit her­vor­hebt, son­dern auch die invol­vier­ten Frauen wirk­lich fei­ert und ihnen die Möglichkeit gibt, gehört und aner­kannt zu wer­den. Wir woll­ten, dass die Zuschauer:innen in die Welt von Copa ´71 ein­tau­chen. Wir woll­ten einen Raum zum Lachen, zum Weinen und zum Schreien kre­ieren. Wir woll­ten auch eine wirk­lich glo­ba­le Geschichte erzäh­len, eine, die die­se ein­zig­ar­ti­ge kol­lek­ti­ve Erfahrung spie­gelt.” Regiestatement

    Im August zei­gen wir in Zusammenarbeit mit der Gallerie und deren Ausstellung „She can kick it“ zwei wei­te­re Frauenfußballfime:
    Marinette – Kämpferin. Fußballerin. Legende und Das Wunder von Taipeh

    Credits:

    GB 2023, 91 Min., Englisch/Spanisch/Italienisch/Französisch mit deut­schen Untertiteln, Regie: Rachel Ramsay und James Erskine
    Schnitt: Arturo Calvete und Mark Roberts
    Kamera: Angela Neil

    Trailer:
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    A film by Rachel Ramsay and James Erskine. In English/Spanish/Italian/French with German subtitles..

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    »Why haven’t I seen this befo­re?« In the first sce­ne of Copa 71, American inter­na­tio­nal foot­bal­ler Brandi Chastain sta­res at her tablet in ama­ze­ment. She is wat­ching foo­ta­ge of the first ever inter­na­tio­nal women’s foot­ball tour­na­ment in Mexico City in 1971, Copa 71. Why is it that one of the best-atten­ded women’s sport­ing events of all time has been forgotten?

    In 1970, the first European tour­na­ment took place in Italy; SC 07 Bad Neuenahr repre­sen­ted Germany. A year later, inter­na­tio­nal teams from Argentina, England, France, Denmark and Mexico com­pe­ted against each other in Mexico. This purely com­mer­cial event, which was not backed by FIFA, pro­ved a huge suc­cess, attrac­ting crowds of 100,000 to the sta­di­ums. Yet what could have been the launch pad for women’s foot­ball world­wi­de fai­led to attract any sup­port. Another ten years would pass befo­re the next inter­na­tio­nal tour­na­ment. In Taipei, Taiwan, SSG 09 Bergisch Gladbach beca­me world cham­pi­ons in 1981. This also paved the way for the for­ma­ti­on of an offi­ci­al women’s natio­nal team in Germany in 1982. One thing to note though: women’s foot­ball was offi­ci­al­ly ban­ned until 1970. Perhaps not sur­pri­sing then that ano­ther deca­de pas­sed befo­re the first FIFA Women’s World Cup was held, in China. The final saw Brandi Chastain score the win­ning penal­ty to help the US take the tro­phy home.

    The film pres­ents archi­ve foo­ta­ge of the tour­na­ment, plus inter­views with the play­ers of the time – impres­si­ve per­so­na­li­ties who pro­vi­de vivid accounts of the pre­pa­ra­ti­ons and the tour­na­ment its­elf. A threa­ten­ed walk-out by the Mexican team over pay at one point put the tour­na­ment in jeo­par­dy, as did the ten­se atmo­sphe­re bet­ween the teams, still tan­gi­ble when wat­ching the film in the cinema.

    Credits:

    GB 2023, 91 Min., Englisch/Spanisch/Italienisch/Französisch mit deut­schen Untertiteln, Regie: Rachel Ramsay und James Erskine
    Schnitt: Arturo Calvete und Mark Roberts
    Kamera: Angela Neil

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  • Black Tea

    Black Tea

    Ein Film von Abderrahmane Sissako. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
    Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
    „China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
    Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
    Bert Rebhandl | Tip-Magazin

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

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    A film by Abderrahmane Sissako. In Mandarin, French, English, Portugese with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya is a woman in her ear­ly thir­ties. After asto­nis­hing ever­yo­ne by say­ing “No” on her wed­ding day, she lea­ves the Ivory Coast for a new life in China. Living in an area whe­re the African dia­spo­ra meets the Chinese cul­tu­re, she finds a job in a tea bou­tique owned by Cai, a 45-year-old Chinese man. In the pri­va­cy of the shop’s back­room, Cai initia­tes Aya into the Chinese tea cerem­o­ny. As he tea­ches her this anci­ent art, their rela­ti­onship slow­ly grows into one of ten­der love. But for their bur­geo­ning pas­si­on to be sup­port­ed by trust, both of them must let go of their bur­dens and face up to their pasts.

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

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  • Moria Six

    Moria Six

    Ein Film von Jennifer Mallmann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nachdem ein Feuer das Camp Moria im September 2020 kom­plett ver­nich­tet hat­te, wur­de es gespens­tisch still. Nicht nur vor Ort, son­dern auch im öffent­li­chen Diskurs. Weder die men­schen­rechts­wid­ri­gen Bedingungen in den wei­te­ren Lagern an den Außengrenzen Europas noch die zahl­lo­sen Pushbacks im Mittelmeer schie­nen die Allgemeinheit näher zu beschäf­ti­gen. Auch die Verhaftung der sechs Jugendlichen, die man der Brandstiftung bezich­tig­te, blieb ohne weit­hin hör­ba­res Echo – obwohl schon ein zwei­ter Blick auf die Umstände der Ermittlungen und den fol­gen­den Strafprozess das Vorgehen der grie­chi­schen Justiz als frag­wür­dig offen­bar­te. Ganz zu schwei­gen von der zugrun­de lie­gen­den Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.
    Jennifer Mallmann wagt mit ihrem Film die­sen zwei­ten Blick. Im Zentrum steht ihr Briefwechsel mit Hassan, einem der ver­ur­teil­ten Jugendlichen, der ihr aus dem Gefängnis von sei­nem Alltag, sei­nen Wünschen und Ängsten berich­tet. Ruhige, exakt kadrier­te Bilder doku­men­tie­ren „Normalität“ an den Rändern der Festung Europa. Sie zei­gen, wie stra­te­gi­sche Abschottung und die damit ein­her­ge­hen­de struk­tu­rel­le Ausgrenzung funk­tio­nie­ren. Wer wis­sen will, wie sich unse­re Staatengemeinschaft ihre Zukunft vor­stellt, muss nur die neu errich­te­ten, futu­ris­ti­schen Hochsicherheitslager betrach­ten. Dort wer­den die Ankommenden behan­delt wie Menschen, die schwe­re Verbrechen began­gen haben. 

    Credits:

    DE 2024, 82 Min., OmU,
    Regie: Jennifer Mallmann
    Kamera: Sina Diehl
    Schnitt: Maxie Borchert

    Trailer:
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    A film by enni­fer Mallmann. In Greek, Farsi, German, English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    There was an eery silence after a fire had des­troy­ed the Moria camp com­ple­te­ly in September 2020. Not just local­ly, but in public dis­cour­se. The world did not seem par­ti­cu­lar­ly con­cer­ned with the inhu­ma­ne con­di­ti­ons in other camps on Europe’s exter­nal bor­ders or the count­less push­backs in the Mediterranean. Nor did the arrest of six ado­le­s­cents who were accu­sed of arson reso­na­te in any audi­ble way – though even a second glan­ce at the cir­cum­s­tances of the inves­ti­ga­ti­on and the cri­mi­nal pro­cee­dings reve­a­led the actions of the Greek judi­cia­ry to be ques­tionable. Not to men­ti­on the under­ly­ing refu­gee poli­cy of the European Union.
    Jennifer Mallmann dares to take this second glan­ce with her film. At its cent­re is her cor­re­spon­dence with Hassan, one of the con­vic­ted youths, who tells her of his ever­y­day life, his desi­res and fears from pri­son. Calm, pre­cis­e­ly framed images docu­ment “nor­ma­li­ty” on the frin­ges of Fortress Europe. They show how stra­te­gi­cal iso­la­ti­on and the ensuing struc­tu­ral exclu­si­on work. If you want to know how our com­mu­ni­ty of nati­ons ima­gi­nes its future you only need to look at the new­ly-built futu­ristic high-secu­ri­ty camps, whe­re new arri­vals are trea­ted like peo­p­le who have com­mit­ted serious cri­mes. Luc-Carolin Ziemann

    Credits:

    DE 2024, 82 Min., OmU,
    Regie: Jennifer Mallmann
    Kamera: Sina Diehl
    Schnitt: Maxie Borchert

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  • Spielerinnen

    Spielerinnen

    Ein Film von Aysun Bademsoy.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor 30 Jahren begann die Filmemacherin Aysun Bademsoy eine Langzeitbeob­achtung der ers­ten tür­ki­schen Frauen-Fußballmannschaft außer­halb der Türkei. Mit Mäd­chen am Ball (1995) zeig­te sich, dass der BSC Agrispor in Berlin-Kreuzberg mehr als nur ein Sportverein für die Heranwachsenden war: inmit­ten von Tur­nieren und Freundschaften gewan­nen die Spielerinnen ein neu­es Selbstbild in einem Land und zu einer Zeit, in der Rassismen wie­der offen in die Straßen ge­tragen wur­den. Zwei Jahre danach folg­te Nach dem Spiel, und erst elf Jahre spä­ter Ich gehe jetzt rein.
    Viel hat sich ver­än­dert in der Zeit, nicht nur im Leben von Türkan, Nalan, Na­zan und Arzu. Im vier­ten Teil Spielerinnen hat sich der Kreis der Protagonistinnen auf die nächs­te Generation erwei­tert. Durch die­sen Fo­kus – Jugendliche, die in Berlin gebo­ren und aufge­wachsen sind, sich aber den­noch ent­frem­det von einer Mehrheitsgesellschaft füh­len und in kon­ser­va­ti­ve Rollenbilder flüch­ten – wirft die Filmemacherin sub­til die drän­gen­den Fragen unse­rer Gegenwart auf. Welche Perspektiven bie­tet Deutschland jun­gen Menschen und wie ver­bun­den ist die zwei­te Einwanderer­generation noch mit den Erfahrungen ihrer Eltern?

    Credits:

    DE 2024, 86 Min., deutsch, tür­ki­sche OmU
    Regie: Aysun Bademsoy

    Kamera: Isabelle Casez, Ines Thomsen
    Schnitt: Maja Tennstedt

    Trailer:
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    A film by Aysun Bademsoy. In German & Turkish with Turkish and German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aysun Bademsoy’s long-term obser­va­ti­on of Turkish fema­le soc­cer play­ers in Berlin-Kreuzberg focu­ses on the next gene­ra­ti­on 30 years after their first encoun­ter. Born and rai­sed in Germany, they still ask them­sel­ves the ques­ti­on: Do we real­ly feel accept­ed here? It seems as if a cul­tu­ral rift still defi­nes their lives. Referring back to the 1990s, their mothers today remi­nis­ce about a youth in which the game of soc­cer pro­vi­ded the space for emancipation.

    Credits:

    DE 2024, 86 Min., deutsch, tür­ki­sche OmU
    Regie: Aysun Bademsoy

    Kamera: Isabelle Casez, Ines Thomsen
    Schnitt: Maja Tennstedt

    Trailer:
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  • Zikaden

    Zikaden

    Ein Film von  Ina Weisse. Am 23.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Isabell erkennt erschro­cken, dass ihre Eltern nicht mehr allei­ne zurecht­kom­men, und muss sich küm­mern. Während sie pen­delt, zwi­schen Berlin und dem bran­den­bur­gi­schen Land, wo ihr einst berühm­ter Architekten-Vater ein Haus im moder­nis­ti­schen Stil hat bau­en las­sen, sucht sie ver­zwei­felt Pflegepersonal. Die Eltern müs­sen auch noch davon über­zeugt wer­den, sich hel­fen zu las­sen. In die­ser ange­spann­ten Situation trifft Isabell im Ort immer wie­der auf die eigen­wil­li­ge Anja, eine allein­er­zie­hen­de Mutter, die mit ihren eige­nen Herausforderungen zu kämp­fen hat. Als Anja und ihre klei­ne Tochter Greta zuneh­mend in Isabells Leben tre­ten, ent­steht eine uner­war­te­te Bindung zwi­schen den bei­den Frauen. Gleichzeitig beginnt Isabell, an dem Leben zu zwei­feln, das sie bis­lang für sicher und ver­traut hielt, zumal ihre Ehe mit Philippe ers­te Risse zeigt.
    Ina Weisse: „Ist zwi­schen den bei­den sehr unter­schied­li­chen Frauen, die aus ganz unter­schied­li­chen Milieus kom­men, eine Freundschaft mög­lich? Sie tref­fen in einer schwie­ri­gen Phase ihres Lebens auf­ein­an­der. Sie rin­gen um Selbstbestimmung. Sie  sind so damit beschäf­tigt, sich um  ande­re zu küm­mern, dass sie sich selbst ver­ges­sen haben. Die Annäherung, wie sie sich gegen­sei­tig beob­ach­ten, vor­ein­an­der zurück­wei­chen, ver­un­si­chert sind und dann wie­der auf­ein­an­der zuge­hen, die­se Zwischentöne sind inter­es­sant für mich.“ 
    „… ein Film, der immer in Bewegung ist, obwohl Stasis herrscht, Eiszeit in den som­mer­li­chen Bildern von Kamerafrau Judith Kaufmann, der kei­nen fes­ten Boden unter die Füße bekommt im ste­ten Rhythmus, den Hansjörg Weißbrich ein­mal mehr traum­wand­le­risch sicher gefun­den hat: eine Frau, naja, am Rande des Nervenzusammenbruchs, der das Leben zu ent­glei­ten droht, die har­mo­ni­sche Fassade vor ihren Augen zer­brö­selt. Entsprechend kreist alles um das Haus der Eltern in der Provinz, das der Vater ent­wor­fen und gebaut hat, ein Haus vol­ler Geister und Erinnerungen.“ Thomas Schultze |SPOT media & film

    Credits:

    DE/FR 2024, 100 Min.,
    Regie:  Ina Weisse 

    Kamera: Judith Kaufmann
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich
    mit Nina Hoss, Saskia Rosendahl, Vincent Macaigne, Thorsten Merten

    Trailer:
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    A film by Ina Weisse. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Isabell’s life takes a turn when she rea­li­ses that her elder­ly par­ents can no lon­ger live inde­pendent­ly. The search for carers is dif­fi­cult and the­re are also com­pli­ca­ti­ons in her mar­ria­ge to Philippe. She shut­tles bet­ween Berlin and her par­ents’ weekend house, a striking moder­nist buil­ding desi­gned by her pro­mi­nent father hims­elf in bet­ter days. There, Isabell repea­ted­ly encoun­ters the enig­ma­tic Anja, a sin­gle mother who is strugg­ling to make ends meet. An unex­pec­ted bond beg­ins to form. The more Anja and her daugh­ter Greta beco­me part of Isabell’s life, the more uncer­tain she feels about the exis­tence she has so careful­ly built for hers­elf. Isabell sen­ses the ground shif­ting beneath her feet as she incre­asing­ly loses control.

    Credits:

    DE/FR 2024, 100 Min.,
    Regie:  Ina Weisse 

    Kamera: Judith Kaufmann
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich
    mit Nina Hoss, Saskia Rosendahl, Vincent Macaigne, Thorsten Merten

    Trailer:
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  • Im Prinzip Familie

    Im Prinzip Familie

    Ein Film von Daniel Abma. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der neue Film von Daniel Abma (Autobahn 2019, Nach Wriezen 2012) ist zeit­wei­se Mal ein rich­ti­ger „Tearjerker“, aber auch alle, die weit weg vom Wasser gebaut haben, dürf­ten sich gerührt füh­len.
    In einem Haus am Ufer eines idyl­li­schen Sees arbei­ten drei Erzieher:innen im Schichtdienst in einer Wohngruppe mit fünf vor­pu­ber­tä­ren Jungen. Die Kinder nen­nen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, ein­kau­fen, die Kinder zum Schulbus und zu und Freizeitaktivitäten zu brin­gen, gehört eben­so zu ihrem Alltag, wie zuhö­ren, trös­ten, auf dem Sofa kuscheln, Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten vor­le­sen. Die Betreuer:innen wol­len kei­ne Ersatzeltern sein, und den­noch zei­gen, wie sich ein fami­liä­res Miteinander anfüh­len kann.
    Alle Kinder, die hier leben, ver­eint vor allem eines: der Wunsch eines Tages nach Hause zurück­zu­keh­ren. Dafür set­zen sich die Erzieher:innen uner­müd­lich ein: sie spre­chen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, doku­men­tie­ren, orga­ni­sie­ren, set­zen gemein­sam Ziele und tref­fen Verabredungen – und wer­den häu­fig ent­täuscht, weil die­se nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Das erin­nert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines über­for­der­ten Systems.
    „Im Prinzip Familie gelingt damit, was nur den bes­ten Dokumentarfilmen gelingt: allein durch inten­si­ves Hinschauen Vorurteile abzu­bau­en und neue Perspektiven zu eröff­nen. Er zeigt (zwischen)menschliche Höhen und Tiefen, die schö­nen und die schwie­ri­gen Momenten zwi­schen Sozialarbeiter*innen und Kindern, Konflikte und Versöhnung, schickt sein Publikum auf eine emo­tio­na­le Achterbahnfahrt aus Freude, Wut, Verständnis und Mitgefühl. Und ver­mit­telt dabei ein­drück­lich und auf­dring­lich, wie kom­plex Menschen und ihre Probleme sind.“ Christian Neffe | kino-zeit

    Credits:

    DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
    Regie: Daniel Abma

    Kamera: Johannes Praus
    Schnitt: Jana Dugnus 

    Trailer:
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    A film by Daniel Abma. Starts June 5th at the fsk. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    When par­ents can no lon­ger ful­fil their duty of care, the children’s world often falls apart. Nothing stays as it was. Suddenly it is no lon­ger mum or dad who are in char­ge but the youth wel­fa­re sys­tem. Daniel Abma fol­lo­wed a youth housing group in a rural area over seve­ral years, show­ing pro­fes­sio­nal edu­ca­tors who want to give five boys bet­ween the ages of seven and four­teen what they need most urgen­tly, day by day: secu­ri­ty, ori­en­ta­ti­on, a home.
    The docu­men­ta­ry focus is not on the child­ren but on tho­se who take the par­ents’ place. They some­ti­mes remind us of Don Quixote til­ting at the wind­mills, for the­re is a dif­fu­si­on of respon­si­bi­li­ty bet­ween school, youth wel­fa­re ser­vices, and absent mothers and fathers. Words fail when adults do not keep appoint­ments, when tho­se in char­ge capi­tu­la­te in the face of racist bul­ly­ing and pro­po­se some “time out” – for the bul­lied boy – in a psych­ia­tric faci­li­ty. It would be easy to denoun­ce the­se mecha­nisms, but that is not the point Daniel Abma wants to make. His obser­va­ti­on, both empha­tic and reser­ved, looks ques­tio­nin­gly into the gaps in the sys­tem – with tho­se who are in dan­ger of fal­ling through and tho­se who try to fill them with affec­tion. He makes us suspect that the ans­wer is not to clo­se all the system’s gaps. It is peo­p­le who are the­re for other peo­p­le and take respon­si­bi­li­ty. Luc-Carolin Ziemann

    Credits:

    DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
    Regie: Daniel Abma

    Kamera: Johannes Praus
    Schnitt: Jana Dugnus 

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  • Das Fest geht weiter!

    Das Fest geht weiter!

    Ein Film von Robert Guédiguian. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]


    Nach einem Ausflug ins afri­ka­ni­sche Mali kehrt der fran­zö­si­sche Regisseur Robert Guédiguian für Das Fest geht wei­ter in sei­ne Heimat Marseille zurück, der Stadt in der er einen Großteil sei­ner Filme insze­niert hat, deren Menschen und Macken er kennt und por­trä­tiert wie kein Zweiter. Fast doku­men­ta­risch mutet sein Blick daher an, sozia­lis­tisch und huma­nis­tisch, wenn­gleich auch zuneh­mend skeptisch.Am 5. November 2018 stürz­ten in Marseille zwei Gebäude ein, acht Menschen kamen unter den Trümmern ums Leben. Schauplatz war das Viertel Noailles, unweit des Hafens gele­gen, dort wo das tra­di­tio­nel­le Marseille noch deut­li­cher zu spü­ren ist, als in den schi­cke­ren, moder­ne­ren Vierteln. …
    Mit Bildern der ein­ge­stürz­ten Häuser beginnt Das Fest geht wei­ter und ver­or­tet sich dadurch kon­kret in Raum und Zeit, auch wenn sich im Folgenden die Geschichte um fik­ti­ve Figuren ent­wi­ckelt. Die wer­den aller­dings von Schauspielern ver­kör­pert, die schon oft in den Filmen von Robert Guédiguian zu sehen waren, die dadurch fast eben­so wie Einwohner von Marseille wir­ken, wie der Autor und Regisseur selbst zu einer Art Chronist sei­ner Heimatstadt gewor­den ist.
    Hauptfigur ist Rosa, Witwe, Mutter von zwei schon erwach­se­nen Söhnen. Als Krankenschwester arbei­tet sie, bald will sie in den Ruhestand gehen, was für eine umtrie­bi­ge, sozi­al enga­gier­te Person wie sie es ist, kaum denk­bar erscheint. Nicht nur im Krankenhaus, auch im Privaten küm­mert sich Rosa eher um ande­re Menschen als um sich selbst … . Aus die­sem Grund kan­di­diert die umtrie­bi­ge Rosa auch bei den bald anste­hen­den Kommunalwahlen, ange­sichts ihrer Beliebtheit im Viertel steht ihrem Einzug in den Stadtrad nichts ent­ge­gen. Doch dann lernt Rosa Alice Vater Henri ken­nen, der gera­de sein klei­nes Buchgeschäft auf­ge­ge­ben hat und sich nun end­gül­tig aus­schließ­lich den schö­nen Dingen des Lebens wid­men möch­te. Zum ers­ten Mal seit sehr lan­ger Zeit spürt Rosa das Bedürfnis, sich mehr um sich selbst zu küm­mern.
    Auf dem Papier könn­te man Das Fest geht wei­ter für eine leich­te, harm­lo­se roman­ti­sche Komödie hal­ten, in der ein älte­res Paar ein spä­tes Glück erlebt. Doch auch wenn Robert Guédiguian nicht mit Bildern glei­ßen­der Sonnenuntergänge spart, in denen Marseille traum­haft schön wirkt, hat sein Film auch eine ande­re Ebene. Als aus­ge­wie­se­ner Sozialist hat der inzwi­schen 71jährige Regisseur immer wie­der die Notwendigkeit und Bedeutung von per­sön­li­chem Engagement the­ma­ti­siert, vom gesell­schaft­li­chen Miteinander, von Bürgerinitiativen und leb­haf­ten, laut­star­ken Protesten.“ Michael Meyns

    Credits:

    Et la fête con­ti­nue ! 
    FR/IT 2023, 106 Min., frz. OmU
    Regie: Robert Guédiguian
    Kamera: Pierre Milon
    Schnitt: Bernard Sasia
    mit: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan, Lola Naymark, Grégoire Leprince-Ringuet, Robinson Stévenin.

    Trailer:
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    A film by Robert Guédiguian. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the working-class dis­trict of old Marseilles, Rosa is the heart and soul of her com­mu­ni­ty, a nur­se and the matri­arch of a lar­ge and clo­se-knit fami­ly. But approa­ching reti­re­ment and sur­roun­ded by poli­ti­cal iner­tia, she is fee­ling dis­il­lu­sio­ned. Until she meets Henri and rea­li­ses it is never too late to ful­fil her own poli­ti­cal and per­so­nal dreams.

    Credits:

    Et la fête con­ti­nue ! 
    FR/IT 2023, 106 Min., frz. OmU
    Regie: Robert Guédiguian
    Kamera: Pierre Milon
    Schnitt: Bernard Sasia
    mit: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan, Lola Naymark, Grégoire Leprince-Ringuet, Robinson Stévenin.

    Trailer:
    And the Party Goes on / Et la fête con­ti­nue ! (2023) – Trailer (English Subs)

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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