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  • Mauern aus Sand

    Mauern aus Sand

    Ein Film von Čejen Černić Čanak. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die Mauern aus Sand bestehen aus Sandsäcken, die dem Flussdeich hel­fen sol­len, das gefähr­li­che jähr­li­che Hochwasser zu ban­nen. Wie alle aus dem Dorf hilft auch Marko, ein sport­li­cher, hilfs­be­rei­ter Automechaniker, beim Schleppen und Stapeln. Die Zukunft die­ses belieb­ten jun­gen Mannes scheint in geord­ne­te Bahnen zu füh­ren, mit attrak­ti­ver Freundin, siche­rer Ausbildung, ein­ge­bet­tet in Dorfgemeinschaft und Familie – bis sein Kindheitsfreund Slaven plötz­lich aus Berlin heim­kehrt, weil er sei­nen Vater beer­di­gen muss. Zwischen den übli­chen aus­ge­tausch­ten Floskeln sind die Spannungen unüber­seh­bar, beson­ders Markos Mutter reagiert ableh­nend auf den Nachbarsohn. Vor Jahren scheint etwas gesche­hen zu sein, was ver­ges­sen und ver­gra­ben gehört, will Marko sei­nen Stand in der Gemeinschaft behal­ten. Kann sein emo­tio­na­ler Schutzwall (eine naja, etwas auf­dring­li­che Metapher) hal­ten?
    Es dau­er­te vie­le Jahre, bis Autor Tomislav Zajec jeman­den für geeig­net hielt, sein das Drehbuch, ein Herzensprojekt, zu ver­fil­men. Die Regisseurin Čejen Černić Čanak war erst nicht sicher, ob sie wirk­lich die Richtige für die Geschichte zwei­er jun­ger Männer im länd­li­chen Kroatien ist, fing aber nach Lesen des Drehbuchs zum Glück Feuer. Sie setzt das gro­ße Drama des Plots behut­sam und mit genau­em Blick in Szene.
    „Das unsen­ti­men­tal erzähl­te, auf­merk­sam beob­ach­te­te que­e­re Beziehungsdrama erzählt von Selbstfindung und Selbstbehauptung im länd­li­chen Raum. Das (Wieder-) Erwachen einer lan­ge ver­lo­ren geglaub­ten Liebe steht hier im Zentrum eines Films, der eine ele­men­ta­re Frage stellt: Wie viel Kraft und Mut braucht es, um end­lich zu sich selbst zu ste­hen?“ programmkino.de

    Credits:

    HR/LT 2025, 88 Min., kroa­ti­sche Originalfassung mit deut­schen Untertiteln
    Regie:  Čejen Černić Čanak
    Kamera: Marko Brdar
    Schnitt: Slaven Zečević
    mit: Lav Novosel, Andrija Žunac, Leon Grgić, Franka Mikolaci

    Trailer:
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  • Ein Sommer in Paris

    Ein Sommer in Paris

    Ein Film von Valentine Cadic. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zu den Olympischen Sommerspielen 2024 reist eine etwas unbe­hol­fen wir­ken­de jun­ge Französin aus der Normandie nach Paris. Durch wid­ri­ge Umstände kann sie aller­dings nicht wie geplant die Schwimmwettbewerbe sehen; zudem über­for­dert sie die Großstadt. Und auch die Wiederbegegnung mit ihrer Halbschwester ver­läuft nur bedingt har­mo­nisch. Dennoch lässt sich die Besucherin gern durch Paris trei­ben.
    „Wie sich die Hauptfigur Blandine in Ein Sommer in Paris durch die fran­zö­si­sche Hauptstadt bewegt, erin­nert in man­chem an die Touristen in Playtime von Jacques Tati. Wie die­se will sich auch die jun­ge Frau bezau­bern las­sen, erlebt dann aber alle tou­ris­ti­schen Highlights ledig­lich am Rande: den Eiffelturm über Ausschnitte der Lichtspiele bei Nacht, Notre-Dame von der Seine aus und den olym­pi­schen Rummel am ehes­ten als Zuschauerin vor Großleinwänden, mit extro­ver­tier­te­ren Sportfans, die ihr die Sicht ver­sper­ren.
    Blandine lässt sich aller­dings eben­so wenig zu dra­ma­ti­schen Gesten hin­rei­ßen wie der Film um sie her­um. Die exis­ten­zi­el­len Fragen oder auch Ängste, die Blandine durch­aus beschäf­ti­gen, schei­nen zwar auf, wer­den durch die sym­pa­thi­sche Gelassenheit der Figur aber stets abge­fe­dert. Diese ten­diert zudem nicht dazu, ihre Gefühle zu ver­ber­gen. Zu den amü­san­tes­ten Momenten des Films zäh­len eben­so unver­blüm­te wie umständ­li­che Erklärungen, die Blandine anstel­le von direk­ten Antworten gibt. Dabei ist en pas­sant von einer Beziehung mit einer Frau zu erfah­ren, die just vor den Olympischen Spielen zer­brach, von der beson­de­ren Verehrung für die Sportlerin Béryl Gastaldello, von einem beschei­de­nen Dasein als Klavierlehrerin und von ver­streu­ten Erinnerungen an ihre Kindheit. Was bei Blandine aber offen­bar kei­ne so tie­fen Spuren hin­ter­las­sen hat, dass sie sich nicht wei­ter durch Paris trei­ben lie­ße. Auch wenn ihre Augen mit­un­ter ori­en­tie­rungs­los umher­schwei­fen – für neue Erfahrungen bleibt sie immer offen.“
    Valentine Cadic | Filmdienst

    Credits:

    Le ren­dez-vous de l’é­té
    FR 2025, 77 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:  Valentine Cadic
    Kamera: Naomi Amarger
    Montage: Lisa Raymond
    mit Blandine Madec, India Hair, Arcadi Radeff, Matthias Jacquin, Lou Deleuze, Béryl Gastaldello

    Trailer:
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  • Meine Frau weint

    Meine Frau weint

    Ein Film von Angela Schanelec. Ab 11.6.im fsk. Filmgespräch mit Angela Schanelec am 12.6. 20:00 (Moderation: Ekkehard Knoerer)

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein gewöhn­li­cher Arbeitstag auf der Baustelle. Den 40-jäh­ri­gen Kranführer Thomas erreicht ein Anruf von sei­ner Frau Carla, er soll sie im Krankenhaus abho­len. Dort trifft er sie wei­nend an und erfährt, dass sie einen Autounfall hat­te. Carla erzählt von ihrem Tanzpartner David, mit dem sie sich ein Haus auf dem Land anschau­en woll­te und der bei dem Unfall ums Leben gekom­men ist. Sie ver­sucht mit aller Ehrlichkeit ihrem Mann offen alles zu erzäh­len, doch Thomas zieht sich mehr und mehr in sich zurück. Sie ver­ste­hen ein­an­der nicht. Ein Film über die Herausforderung, die Leben bedeu­tet, und über die Suche einer gemein­sa­men Sprache. 
    „In einer farb­lich gera­de­zu zer­flie­ßen­den Bildsprache kreist der Film sinn­lich und kör­per­lich um die unbe­ant­wort­ba­re Frage, was Menschen zusam­men­hält und bei­ein­an­der­blei­ben lässt. Das nahe­zu qua­dra­ti­sche Bildformat grenzt dabei nicht etwa ein, son­dern führt die Figuren sogar näher zusam­men und lässt sie Ausdrucksmöglichkeiten jen­seits der Sprache fin­den.“ Filmdienst

    Angela Schanelec im Interview (Auszug):
    FG.: Der Film erzählt drei Tage, wenn ich rich­tig gezählt habe.
    A.S.: Drei Tage in der Geschichte von Thomas und Carla, ja. Es ist die Geschichte die­ser Tage, die Zeit geht wei­ter, aber der Zustand des Schmerzes ver­än­dert sich nicht.
    So habe ich es auch wahr­ge­nom­men und mich gefragt, war­um trotz­dem kei­ne Schwere auf­kommt und ich in Momenten sogar lachen muss­te.
    Vielleicht lacht man, weil die Verzweiflung der Figuren manch­mal kol­li­diert mit einer pro­fa­nen, gleich­mü­ti­gen Umgebung. Thomas und Carla haben, nach­dem ihre Liebe durch das, was gesche­hen ist, infra­ge gestellt ist, kei­nen Plan mehr, kei­ne Idee, was sie tun sol­len, wie ihr Leben wei­ter­ge­hen soll. Aber es geht ja wei­ter, Dinge pas­sie­ren, Freunde tau­chen auf, Träume kom­men ans Licht.
    Zum Beispiel der Regen im Tiergarten oder das Blasorchester.
    Ja. Manchmal fin­de ich auch komisch, was man sagt, wenn man ehr­lich sein will. Da muss­te ich auch beim Schreiben lachen. Sprache hat ein­fach ein Eigenleben und manch­mal beherr­schen wir sie nicht.

    Credits:

    DE/FR 2026, 96 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Schnitt:  Angela Schanelec
    Kamera: Marius Panduru
    mit: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Ben Carter

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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  • Wolken über Lützerath

    Wolken über Lützerath

    Ein Film von Lukas Reiter. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Lützerath ver­läuft für Blinker, Ronni und die Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger die 1,5 Grad-Grenze. Auf unter­schied­li­che Art kämp­fen sie für den Erhalt des Dorfes im rhei­ni­schen Braunkohlerevier. Während Blinker auf Barrikaden setzt und Ronni sich auf die Medienstrategie der Besetzung kon­zen­triert, ver­sucht die ört­li­che Grünen-Abgeordnete den Protest zu unter­stüt­zen und muss eine schwe­re Niederlage ein­ste­cken, als die Ampelkoalition dem Kohlekompromiss mit RWE zustim­men – der zwar den Ausstieg bis 2030 fest­hält, aber Lützerath dem Konzern opfert. Nach der Räumung blei­ben Bilder der Zerstörung, Erinnerungen und erst lang­sam hei­len­de Wunden.

    Credits:

    DE 2025, 110 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Kamera:  
    Lukas Reiter
    Schnitt: Christoph Hans

    Trailer:
    WOLKEN ÜBER LÜTZERATH | Trailer | Kinostart: 18.05.26
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  • filmPOLSKA reloaded – Travel Essentials

    filmPOLSKA reloaded – Travel Essentials

    Rzeczy niez­będ­ne
    am 27.5.. 18:00 im fsk. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Eigentlich will sich die hoch­schwan­ge­re Kriegsjournalistin Ada eine Auszeit bei ihrem Partner in Hamburg gön­nen. Doch dann bekommt sie aus Polen ein Buch zuge­schickt, in dem eine Frau ihre Missbrauchserfahrungen als Kind schil­dert – ver­se­hen mit einer per­sön­li­chen Widmung und einer Telefonnummer. Gegen jede Vernunft macht sich Ada auf den Weg in ihre alte Heimat. Dort trifft sie sich mit Roksana, der Autorin des Buchs. Diese bit­tet Ada, mit ihr in die pol­ni­sche Provinz zu fah­ren, wo bei­de auf­ge­wach­sen sind. Vielleicht kön­nen sie nach dem Tod von Roksanas Vater ihre Mutter dazu brin­gen, das Schweigen über die Ereignisse von damals zu bre­chen.
    Das odd cou­ple macht sich auf den Weg, um zu rekon­stru­ie­ren, was gesche­hen ist – oder ob sich Roksana die Geschichte viel­leicht nur aus­ge­dacht hat.

    Kamila Taraburas Langfilm-Debüt ist eine fein­füh­li­ge Mischung aus Roadmovie, Thriller, Krimi und Psychoporträt, das vie­le über­ra­schen­de Wendungen nimmt, um par­al­lel meh­re­re Geschichten zu erzäh­len. Dabei kann sich die Regisseurin vor allem auf ihre traum­haft inter­agie­ren­den Hauptdarstellerinnen Dagmara Domińczyk (Ada) und Katarzyna Warnke (Roksana) ver­las­sen, deren Schweigen oft bered­ter ist als ihre Worte. [Rainer Mende] 

    PL/LT 2024, 101 Min., poln. OmU, Regie: Kamila Tarabura, mit: Dagmara Domińczyk, Katarzyna Warnke, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Andrzej Konopka 

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    • vorbei 
    TRAVEL ESSENTIALS (Rzeczy niez­będ­ne) dra­ma I 2024 I Poland, Germany

  • Saving Spoonie

    Saving Spoonie

    Ein Film von  Till Harms. Ab 25.6. im fsk. Premiere am 23.6. mit Team und Protagonisten (ohne Spoonie)

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Spoonie, der Löffelstrandläufer, wäre ohne Dr. Christoph Zöckler und eine ein­ge­schwo­re­ne inter­na­tio­na­le Gruppe von Ornithologen längst aus­ge­stor­ben. Als wäre das nicht an sich schon schlimm genug, ver­läuft die Flugroute des spat­zen­gro­ßen Watvogels, mit dem son­der­ba­ren Löffelschnabel, von Russland über Nordkorea, China bis nach Myanmar und führt so durch die Krisenregionen des letz­ten Jahrzehnts. Die Arbeit der Task Force wird unver­se­hens zu einer poli­ti­schen Herausforderung und einem diplo­ma­ti­schen Balanceakt zwi­schen Russen, Deutschen, Chinesen, Engländern und wei­te­ren Mitgliedern des Flyway.
    Während ein ambi­tio­nier­ter Zuchtversuch in England zu schei­tern droht, erreicht der Spoonbilled Sandpiper, in China unge­ahn­te Popularität. Von sei­ne Fans lie­be­voll als „Spoonie“ bezeich­net, wird er zum Poster-Boy einer erwa­chen­den chi­ne­si­schen Umweltbewegung. Doch wäh­rend sei­ne Bekanntheit stän­dig wächst, nimmt die Zahl der real exis­tie­ren­den Vögel, trotz welt­wei­ter Bemühungen, wei­ter­hin dra­ma­tisch ab. So dis­ku­tie­ren die exzen­tri­schen Vogelliebhaber ob es noch ein, zwei oder, wie Optimisten mei­nen, drei­hun­dert brü­ten­de Paare auf der Welt gibt.
    Und so spie­gelt sich in der Tragikkomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedroh­te Vielfalt, in einer zer­brech­lich gewor­de­nen Welt.

    Credits:

    DE 2025, 87 Min., dt. engl. rus­sisch, chin­se­si­sche OmU
    Regie:  Till Harms
    Kamera: Börres Weiffenbach
    Schnitt: Natali Barrey

    Trailer:
    SAVING SPOONIE – Offizieller Trailer
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  • Scherbenland

    Scherbenland

    Ein Film von  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Scherbenland erzählt von einer Band, deren ers­tes Album mit der Frage begann: „Warum geht es mir so dre­ckig?“ – und von einer Stadt, die durch ihre Lieder ver­än­dert wur­de. Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur. Mit Songs wie „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles ver­än­dert sich“ und „Der Traum ist aus“ geben Ton Steine Scherben einer Generation eine Stimme. Ihre Musik beglei­tet Hausbesetzungen, poli­ti­sche Kämpfe und die Suche nach einem ande­ren Leben.

    Der Film folgt den Spuren die­ser Zeit und fragt: Was ist von die­sem Aufbruch geblie­ben? Und was pas­siert, wenn die Hymnen der Scherben auf die Songs der Gegenwart tref­fen? Im Berlin von heu­te begeg­net „Scherbenland“ Musiker:innen, deren Lieder vom Leben im Kiez erzäh­len – dar­un­ter das Rap-Trio RAPK und die Songwriterin Maike Rosa Vogel. Ihre Musik ent­steht aus dem Alltag eines Bezirks, der sich zwi­schen Mythos, Gentrifizierung und neu­er kul­tu­rel­ler Energie bewegt. Ein Film über Musik und Poesie als Widerstand – damals und heu­te. Und über die Frage, ob bei­des noch immer die Kraft hat, eine Stadt zu verändern.

    Credits:

    DE 2026, 100 Min., Deutsche OF
    Regie:  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner
    Kamera: Thomas Lütz, Thomas Hering, Florian Geyer
    Schnitt: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
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    A film by  Lutz Pehnert and Ferdinand Hübner. On May 3rd at the fsk. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Scherbenland tells the sto­ry of a band who­se first album began with the ques­ti­on: „Why am I so mise­ra­ble?” – and of a city trans­for­med by their songs. In the ear­ly 1970s, Kreuzberg beca­me a test­ing ground for a coun­ter­cul­tu­re. With songs like „Destroy What Destroys You,” „Everything Changes,” and „The Dream Is Over,” Ton Steine ​​Scherben gave a voice to a generation.

    Credits:

    DE 2026, 100 Min., Deutsche OF
    Regie:  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner
    Kamera: Thomas Lütz, Thomas Hering, Florian Geyer
    Schnitt: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
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  • Wolves

    Wolves

    Ein Film von  Jonas Ulrich. Am 9.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Selma Kopp.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mittendrin in der Black-Metal-Szene ist Regisseur Jonas Ulrich mit sei­nem Film Wolves, aber nicht nur das. Beim Max Ophüls-Preis in Saarbrücken erhielt er den Preis der Jugendjury und den der Filmkritik.
    Luana arbei­tet als Erzieherin und lebt bei ihrer Mutter in Zürich. Zu ihrem Cousin Dominik hat sie ein gutes Verhältnis und teilt sei­ne Black-Metal Vorliebe. Kurz vor einer Tournee steigt in des­sen Band WLVS ein neu­er Frontmann ein. Nicht nur Wiktors außer­ge­wöhn­li­cher Gesang fas­zi­niert Luana, der jun­ge Pole ist auch char­mant und enig­ma­tisch. Sie quit­tiert die Arbeit und über­re­det Dominik, sie bei der Provinz-Tour als Social-Media-Managerin mit­zu­neh­men. Die Rechnung geht auf, Wiktor inter­es­siert sich auch für sie. Nach und nach wird jedoch klar, dass ihr neu­er Freund ideo­lo­gisch in eine frag­wür­di­ge Richtung ten­diert. Hinweise wie spe­zi­el­le Tattoos, merk­wür­di­ge Fans und mehr wer­den aber immer wie­der rela­ti­viert oder weg­ge­re­det.
    Der Film stellt nicht die Frage, wie weit man Kompromisse aus­han­deln oder ein­ge­hen soll. Er fragt, wann man erkennt, dass es höchs­te Zeit ist, zusam­men­zu­pa­cken und das Weite zu suchen. Er weiß aber auch, wie schwie­rig das, nicht nur in einer Beziehung, sein kann.
    „In Bildern von gro­ßer Schönheit erzählt die­ses Drama von Grenzen, die sich ver­schie­ben, und Abgründen, die sich auf­tun, wobei die klei­ne auf die gro­ße Welt ver­weist. Mutig und authen­tisch blickt der Film in einen unbe­kann­ten Kosmos, den wir durch die Augen der Protagonistin erle­ben. Im Kontrast zwi­schen wei­chem Licht und schar­fer Musik baut sich eine inten­si­ve Kinoatmosphäre auf.“
    Jurybegründung Preis der Filmkritik MOP 

    Credits:

    CH 2025, 96 Min., engl, schwei­zer­deutsch OmU
    Regie & Schnitt:
     Jonas Ulrich
    Kamera: Tobias Kubli

    mit:
    Bartosz Bielenia, Selma Kopp, Fabian Künzli, Anna Sauter-McDowell, Moritz Fabian

    Trailer:
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  • Wild Foxes

    Wild Foxes

    Ein Film von  Valéry Carnoy,. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In einem Sportinternat im länd­li­chen Frankreich träumt der jun­ge talen­tier­te Boxer Camille von einer Zukunft im Profisport. Camille ist ehr­gei­zig, gilt als unschlag­bar im Ring – und füt­tert heim­lich Füchse im angren­zen­den Wald. Als er bei einem sei­ner Waldausflüge von einem Felsen abstürzt, über­lebt er nur des­halb knapp, weil ihn sein bes­ter Freund Matteo ret­tet. Nach schnel­ler Genesung wird Camille zuneh­mend von uner­klär­li­chen Schmerzen heim­ge­sucht, die sein Training beein­träch­ti­gen und sei­nen Traum von einer Karriere bedro­hen. Auch die Beziehung zu sei­nem Team ver­schlech­tert sich, denn in der Welt der jun­gen Boxer gibt es für Schwäche kei­nen Platz. Als ein wich­ti­ges Turnier in Brüssel ansteht, setzt Camille alles auf eine Karte – und setzt dabei auch sei­ne Freundschaft mit Matteo aufs Spiel…
    „Boxfilme gibt es wie Sand am Meer, man muss also einen guten Grund haben, um noch einen zu dre­hen. Den hat der bel­gi­sche Regisseur Valéry Carnoy, denn eigent­lich hat er kein wirk­li­ches Interesse am Boxen selbst, nutzt den Sport und die mit ihm ver­bun­de­nen Klischees jedoch, um in sei­nem Debütfilm Wild Foxes auf gelun­ge­ne Weise Strukturen und Folgen toxi­scher Männlichkeit zu sezie­ren.“
    programmkino.de

    Credits:

    La Danse des Renards
    FR/BE 2025, 94 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:
     Valéry Carnoy,
    Kamera: Arnaud Guez,
    Schnitt:
    Suzana Pedro
    mit:
    Samuel Kircher, Fayçal Anaflous, Anna Heckel, Jef Jacobs, Hassane Alili, Salahdine El Gharchi, Jean Baptiste Durand, Raphaël Thierry unter der Mitwirkung von Yoann Blanc

    Trailer:
    Wild Foxes (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Valéry Carnoy | Ab 7. Mai im Kino

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    A film by Valéry Carnoy,. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    At a boar­ding school spe­cia­li­sing in sports, Camille, a young boxing star recent­ly crow­ned French cham­pi­on, is nar­row­ly saved from a fatal acci­dent by his best fri­end Matteo. As anxie­ty slow­ly gnaws away at him, he beg­ins to ques­ti­on his pas­si­on for boxing and his clo­se fri­end­ship with Matteo.

    Credits:

    La Danse des Renards
    FR/BE 2025, 94 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:
     Valéry Carnoy,
    Kamera: Arnaud Guez,
    Schnitt:
    Suzana Pedro
    mit:
    Samuel Kircher, Fayçal Anaflous, Anna Heckel, Jef Jacobs, Hassane Alili, Salahdine El Gharchi, Jean Baptiste Durand, Raphaël Thierry unter der Mitwirkung von Yoann Blanc

    Trailer:
    Wild Foxes (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Valéry Carnoy | Ab 7. Mai im Kino

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  • Eagles of the Republic

    Eagles of the Republic

    Ein Film von Tarik Saleh. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Tarik Salehs neu­er Film Eagles of the Republic beginnt mit hand­ge­zeich­ne­ten Postern aus der gro­ßen Zeit des ägyp­ti­schen Kinos. Das ist nicht nur Nostalgie, son­dern auch ein Statement, ein per­sön­li­ches, poli­ti­sches und ästhe­ti­sches. Das ägyp­ti­sche Kino mag, auf­grund der poli­ti­schen Veränderungen des ara­bisch­spra­chi­gen Raums und in Ägypten selbst, nicht die alte Größe aus der Zeit von Cairo Station haben, aber Tarik Saleh, Sohn eines Ägypters und einer Schwedin, dreht seit 11 Jahren Politthriller, die sich mit Alan J. Pakula, Alan Parker und Costa-Gavras mes­sen kön­nen. Eagles of the Republic spielt im gegen­wär­ti­gen Kairo, in dem zu Beginn der Glamour ver­gan­ge­ner Zeiten herrscht: ele­gan­te Clubs, Filmsets, Partys. Der nicht son­der­lich reli­giö­se Christ George Fahmy (Fares Fares, fan­tas­tisch) ist der größ­te Filmstar Ägyptens und hat gera­de sei­nen letz­ten Film abge­schlos­sen. Aber die Zensurstelle, drei mus­li­mi­sche Frauen, hat Einwände. Eine Kampagne gegen George beginnt. Eine Kollegin soll im Fernsehen über Georges Lebenswandel und poli­ti­sche Einstellung spre­chen und ver­kün­den, dass sie nicht mit ihm arbei­ten will. Stattdessen wen­det sie sich an George, und im Fernsehen spricht sie nur freund­lich von ihm. Dann neh­men die Dinge eine ers­te selt­sa­me Wendung. George soll plötz­lich in einem Propagandafilm über das Leben von Präsident Sisi die Hauptrolle spie­len. Er will nicht, aber das Regime hat Mittel, schmei­cheln­de und mör­de­ri­sche. Mit dem Einstieg in den Präsidentenfilm wird George immer tie­fer in die Ränke der Machthaber und deren nicht weni­ger kor­rup­ten Gegner inner­halb des Regimes gezo­gen. Die Atmosphäre am Set ist psy­cho­tisch, aber das ist noch nichts gegen das, was sich erst all­mäh­lich, dann rasant ent­fal­tet. Eagles of the Republic ist ein ver­trackt schlei­chen­der, sehr sty­li­scher Thriller, beängs­ti­gend und brandaktuell. 

    Tom Dorow | indiekino

    Credits:

    SE/DK/FI/FR/DE 2026, 125 Min., ara­bi­sche OmU
    Regie: Tarik Saleh
    Kamera: Pierre Aïm
    Schnitt: Theis Schmidt
    mit: Fares Fares, Lyna Khoudri, Zineb Triki, Cherien Dabis 

    Trailer:
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