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    fsk KinoDas fsk Kino ist ein unab­hän­gi­ges Filmkunstkino in Berlin Kreuzberg

     

     


    Zitty:
    Berlins Beste 2012: Anspruchvollstes Kino
    Richtiges, pures Arthouse – für Mainstream-Mätzchen ist im Kreuzberger fsk am Oranienplatz kein Platz. Das Namenskürzel steht übri­gens für Flugzeugsesselkino, die ers­te Bestuhlung stamm­te von aus­ge­mus­ter­ten Lufthansa-Maschinen. Wer also ech­te Entdeckungen machen möch­te, ist hier rich­tig, mit Filmen aus aller Welt, meist in der Originalfassung mit Untertiteln. Und die dür­fen ger­ne mal ele­gisch oder sper­rig sein, damit genug Raum für die Assoziationen des Zuschauers bleibt. (MS)


    Die drei bes­ten Berliner Kinos sind …?
    Das FSK am Oranienplatz. Da gehe ich zu Fuß hin und schaue an, was gera­de läuft. Das ist das Gegenteil von DVD. Ich tref­fe kei­ne Kaufentscheidung, ich ent­de­cke etwas. (…)
    (Christian Petzold im Tagesspiegel Interview 2014)


     

    Galerie:

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  • Ein Sommer in Paris

    Ein Sommer in Paris

    Ein Film von Valentine Cadic. Ab 4.6. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Frankreich im August 2024: Während die Olympischen Spiele bereits voll im Gange sind, trifft die 30-jäh­ri­ge Blandine in Paris ein, um sich die Schwimmwettkämpfe vor Ort anzu­se­hen und bei der Gelegenheit ihre Halbschwester wie­der­zu­tref­fen, zu der sie seit Jahren kei­nen Kontakt mehr hat und deren Tochter sie noch nie gese­hen hat. Blandine lebt in der Normandie und hat sich dort an ein ruhi­ges und abge­schie­de­nes Dasein gewöhnt. In Paris taucht sie in das pul­sie­ren­de Stadtleben ein, in dem ande­re Regeln zu gel­ten schei­nen. Im Laufe ihres Aufenthalts lernt sie ande­re Menschen ken­nen, ver­läuft sich, zögert, ver­sucht, alte Fäden auf­zu­neh­men und neue zu knüp­fen, und lässt sich durch das Herz einer Stadt trei­ben, die ganz im Zeichen die­ses außer­ge­wöhn­li­chen Ereignisses steht.

    Credits:

    Le ren­dez-vous de l’é­té
    FR 2025, 77 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:  Valentine Cadic
    Kamera: Naomi Amarger
    Montage: Lisa Raymond
    mit Blandine Madec, India Hair, Arcadi Radeff, Matthias Jacquin, Lou Deleuze, Béryl Gastaldello

    Trailer:
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  • Meine Frau weint

    Meine Frau weint

    Ein Film von Angela Schanelec. Ab 11.6.im fsk. Preview und Filmgespräch am 10.6.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor einer wei­ßen Wand steht ein wei­ßer Stuhl, der Bauarbeiter Thomas (Vladimir Vulević) sitzt auf ihm, viel­leicht etwas ner­vös oder sogar beun­ru­higt, zumin­dest sei­ne Worte deu­ten dies an, Worte, die wie stets bei Angela Schanelec mehr erzäh­len als die meist sta­tisch agie­ren­den Personen, die fast ohne Mimik und Gestik agieren.

    Thomas’ Frau Clara (Agathe Bonitzer) hat­te ihm auf dem Handy geschrie­ben, sie habe einen Unfall gehabt, genau­es weiß Thomas nicht, er war­tet auf genaue­re Informationen. Zwei Angestellte der Baufirma, für die Thomas arbei­tet, unter­hal­ten sich mit ihm, berich­ten von eige­nen Beziehungen, Kinderwünschen, Irritationen.

    Später trifft Thomas Clara, sie weint, beginnt auf dem nach Hause Weg mit erreg­ter Stimme von einem Tanzkurs zu erzäh­len, den Thomas und sie gemein­sam besuch­ten, den wei­ter­füh­ren­den Kurs dage­gen mach­te Clara allein, traf dort einen Mann, mit dem sie tanz­te, viel­leicht auch mehr, David heißt der Mann, der nun bei dem Unfall ums Leben gekom­men ist, bei dem Clara ver­letzt wurde.

    Ein plötz­lich Moment der Irritation in einer schein­bar sta­bi­len Beziehung, die Thomas aus der Bahn wirft, aber auch Clara zum Nachdenken über sich selbst, ihre Ziele und Träume bringt.

    In ihrem letz­ten Film „Music“ vari­ier­te Angela Schanelec den anti­ken Ödipus-Mythos, insze­nier­te ihre typi­schen, oft an ein Tableau erin­nern­den Bilder in Griechenland, am Ende aber auch in Berlin, ihrem Wohnort. Auch „Meine Frau weint“ spielt in Berlin, auch wenn man das kaum erkennt: Auf einer Baustelle beginnt die Geschichte, an S‑Bahn-Höfen und in den aus­la­den­den Parks spie­len sich Szenen ab, ein­mal kann man die Tiergartenstraße erken­nen, an der Clara und einer Freundin ent­lang­ra­deln. Ein viel­leicht nicht zufäl­lig gewähl­ter Schauplatz, denn hier befin­den sich etli­che diplo­ma­ti­sche Vertretungen, die auf die Vielstimmigkeit einer Stadt ver­wei­sen, die immer inter­na­tio­na­ler wird. Diese Internationalität, die immer wie­der zu kul­tu­rel­len, per­sön­li­chen, aber auch emo­tio­na­len Missverständnissen führt, zeigt sich in „Meine Frau weint“ iro­ni­scher­wei­se jedoch nicht in der gespro­che­nen Sprache: Ausschließlich auf Deutsch unter­hal­ten sich die Figuren, man soll­te viel­leicht mehr vom Vortragen ihrer oft zu aus­la­den­den Monologen wer­den­den Texte spre­chen, die eher auf einer Theaterbühne zu ver­mu­ten sind und weni­ger im ech­ten Leben.

    Unterschwellig zeigt sich die Internationalität der Figuren, die das moder­ne Berlin spie­geln, beson­ders aber den Kulturbetrieb, in dem sich auch Schanelec bewegt, durch die mar­kan­ten Akzente der Schauspieler: Allen vor­an der Serbe Vladimir Vulević und die Französin Agathe Bonitzer, dazu der Engländer Ben Carter und manch andere.

    Auch wenn sie sich alle auf Deutsch unter­hal­ten, sich eigent­lich ver­ste­hen, ist das Miteinander von Irritationen geprägt, von Leerstellen, die sich wie­der­um auch in fil­mi­schen Ellipsen spie­geln. Oft reden die Figuren zwar Miteinander, aber auch ein wenig anein­an­der vor­bei, offen­ba­ren in ihren Worten ihr Innerstes, wir­ken dabei aber äußer­lich kühl und unnahbar.

    Einmal mehr insze­niert Angela Schanelec die­sen Reigen wie eine fil­mi­sche Versuchsanordnung, ver­weist auf Kunst- und Filmgeschichte, lehnt sich bis­wei­len fast am absur­den Theater eines Samuel Becketts an und bleibt am Ende doch ganz bei sich. Ein eigen­tüm­li­cher, eigen­sin­ni­ger Film, der in jedem Moment die Handschrift sei­ner Regisseurin durch­schei­nen lässt.
    Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE/FR 2026, 96 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Schnitt:  Angela Schanelec
    Kamera: Marius Panduru
    mit: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Ben Carter

    Trailer:
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  • Wolken über Lützerath

    Wolken über Lützerath

    Ein Film von Lukas Reiter. Am 30. Mai. mit Gästen im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Lützerath ver­läuft für Blinker, Ronni und die Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger die 1,5 Grad-Grenze. Auf unter­schied­li­che Art kämp­fen sie für den Erhalt des Dorfes im rhei­ni­schen Braunkohlerevier. Während Blinker auf Barrikaden setzt und Ronni sich auf die Medienstrategie der Besetzung kon­zen­triert, ver­sucht die ört­li­che Grünen-Abgeordnete den Protest zu unter­stüt­zen und muss eine schwe­re Niederlage ein­ste­cken, als die Ampelkoalition dem Kohlekompromiss mit RWE zustim­men – der zwar den Ausstieg bis 2030 fest­hält, aber Lützerath dem Konzern opfert. Nach der Räumung blei­ben Bilder der Zerstörung, Erinnerungen und erst lang­sam hei­len­de Wunden.

    Credits:

    DE 2025, 110 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Kamera:  
    Lukas Reiter
    Schnitt: Christoph Hans

    Trailer:
    WOLKEN ÜBER LÜTZERATH | Trailer | Kinostart: 18.05.26
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  • filmPOLSKA reloaded – Travel Essentials

    filmPOLSKA reloaded – Travel Essentials

    Rzeczy niez­będ­ne
    am 27.5.. 18:00 im fsk. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Eigentlich will sich die hoch­schwan­ge­re Kriegsjournalistin Ada eine Auszeit bei ihrem Partner in Hamburg gön­nen. Doch dann bekommt sie aus Polen ein Buch zuge­schickt, in dem eine Frau ihre Missbrauchserfahrungen als Kind schil­dert – ver­se­hen mit einer per­sön­li­chen Widmung und einer Telefonnummer. Gegen jede Vernunft macht sich Ada auf den Weg in ihre alte Heimat. Dort trifft sie sich mit Roksana, der Autorin des Buchs. Diese bit­tet Ada, mit ihr in die pol­ni­sche Provinz zu fah­ren, wo bei­de auf­ge­wach­sen sind. Vielleicht kön­nen sie nach dem Tod von Roksanas Vater ihre Mutter dazu brin­gen, das Schweigen über die Ereignisse von damals zu bre­chen.
    Das odd cou­ple macht sich auf den Weg, um zu rekon­stru­ie­ren, was gesche­hen ist – oder ob sich Roksana die Geschichte viel­leicht nur aus­ge­dacht hat.

    Kamila Taraburas Langfilm-Debüt ist eine fein­füh­li­ge Mischung aus Roadmovie, Thriller, Krimi und Psychoporträt, das vie­le über­ra­schen­de Wendungen nimmt, um par­al­lel meh­re­re Geschichten zu erzäh­len. Dabei kann sich die Regisseurin vor allem auf ihre traum­haft inter­agie­ren­den Hauptdarstellerinnen Dagmara Domińczyk (Ada) und Katarzyna Warnke (Roksana) ver­las­sen, deren Schweigen oft bered­ter ist als ihre Worte. [Rainer Mende] 

    PL/LT 2024, 101 Min., poln. OmU, Regie: Kamila Tarabura, mit: Dagmara Domińczyk, Katarzyna Warnke, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Andrzej Konopka 

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    TRAVEL ESSENTIALS (Rzeczy niez­będ­ne) dra­ma I 2024 I Poland, Germany
  • Saving Spoonie

    Saving Spoonie

    Ein Film von  Till Harms. Am 9.Mai. (Weltvogelzugtag) Vorpremiere mit Gästen im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Spoonie, der Löffelstrandläufer, wäre ohne Dr. Christoph Zöckler und eine ein­ge­schwo­re­ne inter­na­tio­na­le Gruppe von Ornithologen längst aus­ge­stor­ben. Als wäre das nicht an sich schon schlimm genug, ver­läuft die Flugroute des spat­zen­gro­ßen Watvogels, mit dem son­der­ba­ren Löffelschnabel, von Russland über Nordkorea, China bis nach Myanmar und führt so durch die Krisenregionen des letz­ten Jahrzehnts. Die Arbeit der Task Force wird unver­se­hens zu einer poli­ti­schen Herausforderung und einem diplo­ma­ti­schen Balanceakt zwi­schen Russen, Deutschen, Chinesen, Engländern und wei­te­ren Mitgliedern des Flyway.
    Während ein ambi­tio­nier­ter Zuchtversuch in England zu schei­tern droht, erreicht der Spoonbilled Sandpiper, in China unge­ahn­te Popularität. Von sei­ne Fans lie­be­voll als „Spoonie“ bezeich­net, wird er zum Poster-Boy einer erwa­chen­den chi­ne­si­schen Umweltbewegung. Doch wäh­rend sei­ne Bekanntheit stän­dig wächst, nimmt die Zahl der real exis­tie­ren­den Vögel, trotz welt­wei­ter Bemühungen, wei­ter­hin dra­ma­tisch ab. So dis­ku­tie­ren die exzen­tri­schen Vogelliebhaber ob es noch ein, zwei oder, wie Optimisten mei­nen, drei­hun­dert brü­ten­de Paare auf der Welt gibt.
    Und so spie­gelt sich in der Tragikkomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedroh­te Vielfalt, in einer zer­brech­lich gewor­de­nen Welt.

    Credits:

    DE 2025, 87 Min., dt. engl. rus­sisch, chin­se­si­sche OmU
    Regie:  Till Harms
    Kamera: Börres Weiffenbach
    Schnitt: Natali Barrey

    Trailer:
    SAVING SPOONIE – Offizieller Trailer
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  • Scherbenland

    Scherbenland

    Ein Film von  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner. Am 3.5. mit Gästen im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Scherbenland erzählt von einer Band, deren ers­tes Album mit der Frage begann: „Warum geht es mir so dre­ckig?“ – und von einer Stadt, die durch ihre Lieder ver­än­dert wur­de. Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur. Mit Songs wie „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles ver­än­dert sich“ und „Der Traum ist aus“ geben Ton Steine Scherben einer Generation eine Stimme. Ihre Musik beglei­tet Hausbesetzungen, poli­ti­sche Kämpfe und die Suche nach einem ande­ren Leben.

    Der Film folgt den Spuren die­ser Zeit und fragt: Was ist von die­sem Aufbruch geblie­ben? Und was pas­siert, wenn die Hymnen der Scherben auf die Songs der Gegenwart tref­fen? Im Berlin von heu­te begeg­net „Scherbenland“ Musiker:innen, deren Lieder vom Leben im Kiez erzäh­len – dar­un­ter das Rap-Trio RAPK und die Songwriterin Maike Rosa Vogel. Ihre Musik ent­steht aus dem Alltag eines Bezirks, der sich zwi­schen Mythos, Gentrifizierung und neu­er kul­tu­rel­ler Energie bewegt. Ein Film über Musik und Poesie als Widerstand – damals und heu­te. Und über die Frage, ob bei­des noch immer die Kraft hat, eine Stadt zu verändern.

    Credits:

    DE 2026, 100 Min., Deutsche OF
    Regie:  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner
    Kamera: Thomas Lütz, Thomas Hering, Florian Geyer
    Schnitt: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
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  • Wolves

    Wolves

    Ein Film von  Jonas Ulrich,. Ab 21.5. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Luana ist Anfang Zwanzig und will raus aus ihrem öden Alltag, in dem sie immer noch mit ihrer Mutter und dem tod­kran­ken Vater zusam­men­lebt. Auch in ihrem Job als Erzieherin im ört­li­chen Kindergarten fühlt sie sich fest­ge­fah­ren. Da kommt der Vorschlag ihres Cousins Domi ganz gele­gen, doch ein­fach mal im Proberaum sei­ner neu­en Black-Metal-Band WLVS abzu­hän­gen. Dort trifft Luana auf den cha­ris­ma­ti­schen Frontmann Wiktor und schon bald ist sie fas­zi­niert – von dem jun­gen Sänger, von der aggres­si­ven Musik, die den Kopf frei­macht und von den exzes­si­ven Nächten in abge­rock­ten Underground-Clubs. Als die Band im Umland auf Tour geht, ist Luana sofort dabei, ver­kauft Merchandise auf den Konzerten und küm­mert sich um den Social-Media-Auftritt der WLVS. Zwischen ihr und Wiktor ent­wi­ckelt sich eine Beziehung, und zurück in der Schweiz zieht sie bei ihm ein. Doch sein Verhalten bleibt unbe­re­chen­bar – mal zärt­lich, mal abwei­send. Als ein Konzertvideo im Internet ein pro­ble­ma­ti­sches Tattoo auf Wiktors Brust offen­bart, droht die Band aus­ein­an­der­zu­bre­chen. Der Machtkampf zwi­schen Domi und Wiktor spitzt sich zu, ver­stärkt durch zuneh­men­de Online- Aufmerksamkeit und ers­te Anschuldigungen. Luana gerät immer tie­fer in eine gewalt­be­rei­te Subkultur, in der extre­me Ansichten zum Alltag gehö­ren, und Wiktor ist ein Teil die­ser Welt. Als die lodern­den Feuer der Sonnenwendfeier die Nacht erhel­len, muss sich Luana ent­schei­den, wem sie ver­trau­en will, bevor der unheil­vol­le Sog sie end­gül­tig in den Abgrund reißt …

    Credits:

    CH 2025, 96 Min., engl, schwei­zer­deutsch OmU
    Regie & Schnitt:
     Jonas Ulrich
    Kamera: Tobias Kubli

    mit:
    Bartosz Bielenia, Selma Kopp, Fabian Künzli, Anna Sauter-McDowell, Moritz Fabian

    Trailer:
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  • Wild Foxes

    Wild Foxes

    Ein Film von  Valéry Carnoy,. Ab 7.5. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In einem Sportinternat im länd­li­chen Frankreich träumt der jun­ge talen­tier­te Boxer Camille von einer Zukunft im Profisport. Camille ist ehr­gei­zig, gilt als unschlag­bar im Ring – und füt­tert heim­lich Füchse im angren­zen­den Wald. Als er bei einem sei­ner Waldausflüge von einem Felsen abstürzt, über­lebt er nur des­halb knapp, weil ihn sein bes­ter Freund Matteo ret­tet. Nach schnel­ler Genesung wird Camille zuneh­mend von uner­klär­li­chen Schmerzen heim­ge­sucht, die sein Training beein­träch­ti­gen und sei­nen Traum von einer Karriere bedro­hen. Auch die Beziehung zu sei­nem Team ver­schlech­tert sich, denn in der Welt der jun­gen Boxer gibt es für Schwäche kei­nen Platz. Als ein wich­ti­ges Turnier in Brüssel ansteht, setzt Camille alles auf eine Karte – und setzt dabei auch sei­ne Freundschaft mit Matteo aufs Spiel…

    In Valéry Carnoys dyna­mi­schem Spielfilm bril­liert Frankreichs Jungstar Samuel Kircher (IM LETZTEN SOMMER) in der Rolle eines auf­stre­ben­den jun­gen Sportlers, der ler­nen muss, dass sich in der Männerwelt des Boxsports das Gesetz des Stärkeren gegen einen selbst wen­den kann. Ein packen­der Film über Freundschaft, Mut und die Kraft, für sich einzustehen.

    Credits:

    FR/BE 2025, 94 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:
     Valéry Carnoy,
    Kamera: Arnaud Guez,
    Schnitt:
    Suzana Pedro
    mit:
    Samuel Kircher, Fayçal Anaflous, Anna Heckel, Jef Jacobs, Hassane Alili, Salahdine El Gharchi, Jean Baptiste Durand, Raphaël Thierry unter der Mitwirkung von Yoann Blanc

    Trailer:
    Wild Foxes (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Valéry Carnoy | Ab 7. Mai im Kino

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  • Eagles of the Republic

    Eagles of the Republic

    Ein Film von Tarik Saleh. Ab 21.5. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Tarik Salehs neu­er Film Eagles of the Republic beginnt mit hand­ge­zeich­ne­ten Postern aus der gro­ßen Zeit des ägyp­ti­schen Kinos. Das ist nicht nur Nostalgie, son­dern auch ein Statement, ein per­sön­li­ches, poli­ti­sches und ästhe­ti­sches. Das ägyp­ti­sche Kino mag, auf­grund der poli­ti­schen Veränderungen des ara­bisch­spra­chi­gen Raums und in Ägypten selbst, nicht die alte Größe aus der Zeit von Cairo Station haben, aber Tarik Saleh, Sohn eines Ägypters und einer Schwedin, dreht seit 11 Jahren Politthriller, die sich mit Alan J. Pakula, Alan Parker und Costa-Gavras mes­sen kön­nen. Eagles of the Republic spielt im gegen­wär­ti­gen Kairo, in dem zu Beginn der Glamour ver­gan­ge­ner Zeiten herrscht: ele­gan­te Clubs, Filmsets, Partys. Der nicht son­der­lich reli­giö­se Christ George Fahmy (Fares Fares, fan­tas­tisch) ist der größ­te Filmstar Ägyptens und hat gera­de sei­nen letz­ten Film abge­schlos­sen. Aber die Zensurstelle, drei mus­li­mi­sche Frauen, hat Einwände. Eine Kampagne gegen George beginnt. Eine Kollegin soll im Fernsehen über Georges Lebenswandel und poli­ti­sche Einstellung spre­chen und ver­kün­den, dass sie nicht mit ihm arbei­ten will. Stattdessen wen­det sie sich an George, und im Fernsehen spricht sie nur freund­lich von ihm. Dann neh­men die Dinge eine ers­te selt­sa­me Wendung. George soll plötz­lich in einem Propagandafilm über das Leben von Präsident Sisi die Hauptrolle spie­len. Er will nicht, aber das Regime hat Mittel, schmei­cheln­de und mör­de­ri­sche. Mit dem Einstieg in den Präsidentenfilm wird George immer tie­fer in die Ränke der Machthaber und deren nicht weni­ger kor­rup­ten Gegner inner­halb des Regimes gezo­gen. Die Atmosphäre am Set ist psy­cho­tisch, aber das ist noch nichts gegen das, was sich erst all­mäh­lich, dann rasant ent­fal­tet. Eagles of the Republic ist ein ver­trackt schlei­chen­der, sehr sty­li­scher Thriller, beängs­ti­gend und brandaktuell. 

    Tom Dorow | indiekino

    Credits:

    SE/DK/FI/FR/DE 2026, 125 Min., ara­bi­sche OmU
    Regie: Tarik Saleh
    Kamera: Pierre Aïm
    Schnitt: Theis Schmidt
    mit: Fares Fares, Lyna Khoudri, Zineb Triki, Cherien Dabis 

    Trailer:
    Official Trailer | Eagles of the Republic | In Theaters April 17

    Im Kino mit deut­schen Untetiteln.

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  • Was an Empfindsamkeit bleibt

    Was an Empfindsamkeit bleibt

    Ein Film von Daniela Magnani Hüller. Ab 14.5. im fsk. Am 14.5. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Regisseurin Daniela Magnani Hüller hat vor 14 Jahren einen Femizidversuch durch einen dama­li­gen Mitschüler über­lebt. In ihrem Dokumentarfilm nähert sie sich der Tat und ihrer Reflexion über die Tat in einer frag­men­ta­ri­schen Erzählung. Vor allem spricht sie mit den Menschen, deren Handeln/Nicht-Handeln damals für sie eine wich­ti­ge Rolle gespielt hat. Sie befragt eine Lehrerin, eine ehe­ma­li­ge Mitschülerin, einen Arzt, einen Staatsanwalt, eine Kommissarin, ihre Halbschwester und eine Freundin in Brasilien zu ihren Erinnerungen.
    „Hüller macht das vom Mordversuch gespann­te Netz der Verantwortungen begeh­bar. Monströses Gebäude. Hinter jeder Tür die­ses kaf­ka­es­ken Gebildes erwar­tet ein wei­te­rer, zwar sehr beschämt-betrof­fen her­ein­bli­cken­der Repräsentant eines Subsystems, doch schluss­end­lich fin­den wir lau­ter „Nicht Verantwortliche“, „Nicht Befugte“, „Oder das sieht-das-Gesetzbuch eben nicht vor“. Doch aus die­sen Interviews macht die Regisseurin kei­ne Fallen. Sie stellt zwar kon­fron­ta­ti­ve Fragen – lässt manch einen kalt auf­lau­fen –, doch gestell­te Fragen sind ehr­lich, es sind Gedanken, die Hüller wohl seit über zehn Jahren mit sich schleppt. Und end­lich Klarheit dar­über haben will.“ Niklas Michels | kinozeit

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    Credits:

    DE 2026, 91 Min., deutsch por­tu­gie­si­sche OmeU
    Regie: Daniela Magnani Hüller
    Kamera: Noah Böhm
    Montage: Melanie Jilg

    Trailer (Ausschnitt):
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