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    fsk KinoDas fsk Kino ist ein unab­hän­gi­ges Filmkunstkino in Berlin Kreuzberg

     

     


    Zitty:
    Berlins Beste 2012: Anspruchvollstes Kino
    Richtiges, pures Arthouse – für Mainstream-Mätzchen ist im Kreuzberger fsk am Oranienplatz kein Platz. Das Namenskürzel steht übri­gens für Flugzeugsesselkino, die ers­te Bestuhlung stamm­te von aus­ge­mus­ter­ten Lufthansa-Maschinen. Wer also ech­te Entdeckungen machen möch­te, ist hier rich­tig, mit Filmen aus aller Welt, meist in der Originalfassung mit Untertiteln. Und die dür­fen ger­ne mal ele­gisch oder sper­rig sein, damit genug Raum für die Assoziationen des Zuschauers bleibt. (MS)


    Die drei bes­ten Berliner Kinos sind …?
    Das FSK am Oranienplatz. Da gehe ich zu Fuß hin und schaue an, was gera­de läuft. Das ist das Gegenteil von DVD. Ich tref­fe kei­ne Kaufentscheidung, ich ent­de­cke etwas. (…)
    (Christian Petzold im Tagesspiegel Interview 2014)


     

    Galerie:

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  • Das geträumte Abenteuer

    Das geträumte Abenteuer

    Ein Film von Valeska Grisebach.  Ab 24.9. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die Archäologin Veska ist für ein Ausgrabungsprojekt in ihre Heimatstadt Svilengrad zurück­ge­kehrt, in die Grenzregion zwi­schen Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Überraschend trifft sie auf Said, einen alten Bekannten aus den Rhodopen, den undurch­sich­ti­ge Geschäfte nach Svilengrad geführt haben. Saids Auto ist gestoh­len wor­den, und Veska lädt ihn ein, den Tag mit ihr auf der Ausgrabungsstätte zu ver­brin­gen. Es ist ein glück­li­cher Tag vol­ler Vertrautheit, ein Tag wie ein Versprechen. Am nächs­ten Morgen ist Said verschwunden.

    Veska folgt den Spuren Saids und dringt dabei immer tie­fer in die ver­bor­ge­nen Schichten und Verhältnisse der Stadt und ihrer Menschen vor – Geschichten aus der Zeit des gro­ßen Umbruchs in den 90er Jahren, von Freiheit und geplatz­ten Träumen, Gewalt und schnel­lem Geld. Was hat Said mit Iliya zu tun, dem mäch­ti­gen Mann im Hintergrund, bei dem alle Fäden zusam­men­zu­lau­fen schei­nen? Veska ist gezwun­gen, sich ihren eige­nen Erinnerungen zu stel­len. Unterstützt von ihren Freundinnen und Freunden aus Svilengrad, beginnt sie, ihre eige­ne Geschichte zu schreiben.

    Credits:

    BG/FR/DE/AT 2026 , 164 Min., bul­ga­ri­sche OmU
    Regie: Valeska Grisebach
    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit: Yana Radeva, Syuleyman Alilov Letifov, Stoicho Kostadinov, Nikolay Shekerdjiev, Denislava Yordanova

    Trailer:
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  • Vaterland

    Vaterland

    Ein Film von Paweł Pawlikowski. Ab 17.9. im fsk. Preview am 26.8.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wie mei­ne frü­he­ren Filme beschäf­tigt sich auch VATERLAND mit den Wirren der Geschichte, mit dem Exil und mit unse­rem tie­fen Bedürfnis nach Heimat und zuge­hö­rig­keit. Außerdem ver­bin­det der Film einen dra­ma­ti­schen his­to­ri­schen Moment
    mit einer ganz beson­de­ren per­sön­li­chen Geschichte. Doch wäh­rend die Figuren in IDA und COLD WAR fik­tiv waren, ste­hen im Mittelpunkt von VATERLAND die his­to­ri­schen Persönlichkeiten Thomas Mann und sei­ne eigen­sin­ni­gen ältes­ten Kinder Erika und Klaus, die in ein kom­ple­xes, fami­liä­res Dreiecksdrama ver­strickt sind.
    Um das Persönliche und das Historische auf ergrei­fen­de und sich gegen­sei­tig berei­chern­de Weise mit­ein­an­der zu ver­bin­den, haben wir uns eini­ge Freiheiten hin­sicht­lich der his­to­ri­schen Fakten und ihrer Chronologie genom­men. Dabei
    haben wir uns bemüht, der emo­tio­na­len und intel­lek­tu­el­len Wahrheit der Geschichte treu zu blei­ben.
    Manns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1949 und sein Versuch, die Teilung und die zuneh­men­de ideo­lo­gi­sche Polarisierung sei­nes Landes zu über­win­den, haben offen­sicht­li­che Parallelen zur heu­ti­gen Zeit. Das alte Paradigma ist tot, die alten Regeln gel­ten nicht mehr, und an deren Stelle ent­ste­hen zwei kru­de, sich gegen­sei­tig aus­schlie­ßen­de Narrative. Narrative, die alles ver­all­ge­mei­nern, die den Sauerstoff aus der Luft zie­hen, die einen in die Ecke drän­gen und dazu nöti­gen, Partei zu ergrei­fen und es lang­sam unmög­lich machen, klar zu sehen und frei zu spre­chen. Die ein­zi­ge Abwehr gegen die­se ideo­lo­gi­sche Reduktion war für Mann die Kunst – der „poe­ti­sche Blick“, den er in einer sei­ner Reden erwähnt, das offe­ne Auge für die Komplexität und die Paradoxien des Lebens.
    VATERLAND ver­eint vie­le Elemente, erzählt dabei mit einer ein­fa­chen und ver­dich­te­ten Filmsprache, ent­fal­tet sich in ein­dring­li­chen Bildern und prä­gnan­ten Szenen und lässt dem Publikum Raum zum Fühlen und Nachdenken.” (Pawel Pawlokowski)

    Credits:

    PL/DE/IT/FR 2026 , 82 Min. deutsch, eng­lisch, rus­si­sche OmU
    Regie: Paweł Pawlikowski
    Kamera: Łukasz Żal
    Schnitt: Piotr Wójcik, Paweł Pawlikowski
    mit: Hanns Zischler, Sandra Hüller, August Diehl, Devid Striesow, Joachim Meyerhoff, Fritzi Haberlandt, Milan Peschel

    Trailer:
    Kinotrailer „Vaterland” – Kinostart 3. September 2026
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  • Chihiros Reise ins Zauberland

    Chihiros Reise ins Zauberland

    Ein Film von Hayao Miyazaki. Ab 20.8. im fsk. Preview am 18.8.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die klei­ne Chihiro durch­quert mit ihren Eltern wäh­rend eines Ausflugs einen dunk­len Tunnel. Auf der ande­ren Seite befin­det sich die Stadt der Geister, in der Chihiros Eltern in Schweine ver­wan­delt wer­den. Völlig auf sich allei­ne gestellt ver­sucht das Mädchen, die Verwandlung rück­gän­gig zu machen. In einem Erholungsbad für Götter trifft sie auf aller­lei merk­wür­di­ge Gottheiten: einen Stinkgott, einen Jungen, der sich in einen Fluss ver­wan­deln kann, den gesichts­lo­sen Gott Noface und aller­lei ande­ren selt­sa­me Figuren…

    2002 fei­er­te Chihiros Reise ins Zauberland Europa-Premiere auf der Berlinale und wur­de als Bester Film des Festivals mit dem Goldenen Bären aus­ge­zeich­net – als bis­her ein­zi­ger Animationsfilm der Filmgeschichte. 2003 erhielt er schließ­lich den Oscar und konn­te sich auch an der Kinokasse als einer der erfolg­reichs­ten Animationsfilme aller Zeiten etablieren.

    Zum 25. Geburtstag kehrt Chihiros Reise ins Zauberland 2026 in die Kinos.

    Credits:

    Spirited Away
    JP 2001 , 125 Min. japa­ni­sche OmU
    Regie: Hayao Miyazaki

    Trailer:
    CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND – 25th ANNIVERSARY – Trailer German | Deutsch

    Im Kino in japa­nisch mit deut­schen Untertiteln

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  • Für immer 16

    Für immer 16

    Ein Film von Brezel Göring. Ab 27.8. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Film erzählt die Geschichte von Charlotte, Helena und Oskar – die sich nach lan­ger Zeit wie­der­tref­fen und – ein­ge­la­den von Charlotte – gemein­sam in den Urlaub fah­ren. Sie hat näm­lich Geld, hat Karriere gemacht als Schauspielerin, wäh­rend die ande­ren bei­den nach wie vor Undergroundkunst machen (und völ­lig ver­armt sind). Die drei waren frü­her die Experimentalfilmgruppe „Les enfants ter­ri­ble”, hat­ten sich aber heil­los zer- strit­ten. Und jetzt bre­chen Neid und Eifersucht erneut aus und neh­men sogar an Schärfe zu, als Rudolph in ihr Leben tritt. Alle drei ver­lie­ben sich und haben nach­ein­an­der eine Affäre mit ihm! Sie beschlie­ßen – wie frü­her – einen Undergroundfilm zu dre­hen. Demenzia, eine män­ner­mor­den­de Serienkillerin, gespielt von Helena, bringt unent­wegt Typen um, alle­samt gespielt von Rudolph. Beim letz­ten Dreh kommt Rudolph durch einen Unfall zu Tode. Die drei las­sen die Leiche ver­schwin­den und durch die­se kri­mi­nel­le Aktivität erwacht die alte Freundschaft und die Liebe zuein­an­der erneut.

    Der Film Für immer 16 beruht auf einem Roman von Françoise Cactus. Sie hat sich vor­ge­stellt wie es wäre alt zu sein und die Kumpels von frü­her wie­der­zu­se­hen: also Science-Fiction, bezo­gen auf die Individualpsychologie. Sie machen da wei­ter, wo sie
    auf­ge­hört haben: 1. sie dre­hen einen Film und 2. sie zan­ken sich!
    Neben den Rivalitäten und Streitereien stel­len sich auch grund­sätz­li­che Fragen: wie altern Subversion, schwar­zer Humor, Antimoral, Genderidentitäten, Feminismus, jugend­li­che Fundamentalopposition? Und wie kann man ver­hin­dern, dass Subversion Teil des Mainstreams und der Verwertungskultur wird?
    Die drei Hauptpersonen ste­hen für unter­schied­li­che Formen des Scheiterns: Charlotte kom­mer­zia­li­siert sich, Helena ver­bit­tert über der Erfolglosigkeit und Oskar gibt resi­gniert die Kunst auf.

    Credits:

    DE 2026 74 Min.,
    Regie Brezel Göring
    Kamera: Stephan Holl
    mit:
    Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Twiggy, Anton Garber

    Trailer:

    kommt noch.

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  • Funeral Casino Blues

    Funeral Casino Blues

    Ein Film von Roderick Warich. Ab 13.8. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Jen lebt in Bangkok – zwi­schen der Rezeption eines Apartmenthauses und den Hotelzimmern frem­der Männer. Was sie ver­kauft, ist Zeit, Nähe, manch­mal nur einen Moment. Als ein Treffen eska­liert, greift Wason ein – ein Barkeeper, der mehr ver­lo­ren hat, als er zeigt. Für eine kur­ze Weile trei­ben sie gemein­sam durch die schwü­len Nächte.
    Dann ist Jen fort. Keine Spur. Kein Abschied.
    Pim, ihre Mitbewohnerin, beginnt zu suchen. Wason folgt ihr. Ihre Spur führt durch lee­re Gassen, frem­de Zimmer, offe­ne Schulden und Erinnerungen, die sich ent­zie­hen. Bis an die kam­bo­dscha­ni­sche Grenze – oder viel­leicht nur zurück dort­hin, wo Jen längst ver­schwun­den war.
    Als Jen ver­schwin­det – ohne Nachricht, ohne Abschied – fol­gen ihre Mitbewohnerin Pim und der stil­le Barkeeper Wason ihrer Spur. Eine lei­se Suche beginnt, durch Nächte, Erinnerungen – und eine Stadt, die nie­man­den vermisst.

    Wenn man im ers­ten Akt eine Pistole zeigt, muss sie im drit­ten Akt abge­feu­ert wer­den – eine dra­ma­tur­gi­sche Regel von Anton Tschechow, es geht dabei um Erzählökonomie, um das Vermeiden loser Enden, um den Aufbau von Spannung. Roderick Warich zeigt in sei­nem Film „Funeral Casino Blues“ schon ziem­lich am Anfang die Pistole: Wason (Wason Dokkathum) hat sie im Hosenbund ste­cken, er lüf­tet sein Hemd, um Jen (Jutamat Lamoon) vor einem auf­dring­li­chen Verehrer (sprich: Freier) zu befrei­en. Die Pistole wird immer wie­der auf­tau­chen. Sie wird auch abge­feu­ert. Aber dies im Off, nach Schwarzblenden, und auch nicht unbe­dingt im drit­ten Akt, weil so etwas wie eine kla­re Aktaufteilung, über­haupt eine struk­tu­rier­te, stan­dar­di­sier­te Erzählweise liegt Warich fern.
    Und das macht sei­nen Film so unbe­dingt inter­es­sant, so unbe­dingt sehens­wert. Man muss sich nur dar­auf ein­las­sen, dann kann man ver­sin­ken in hyp­no­ti­schen Bildern, in denen die Kamera sich durch den Raum bewegt, durchs nächt­li­che Bangkok, dann kann man sich ver­lie­ren in den Figuren, deren Innerstem wir uns allen­falls annä­hern, dann kann man ein­tau­chen in eine Geschichte, die von der Liebesgeschichte in die Noir-Gangsterstory wech­selt, die zum Geisterfilm wird, ohne Horror zu sein.„
    Kinozeit | Harald Mühlbeyer

    Credits:

    DE 2025 , 153 Min. · Thailändische Originalfassung mit deut­schen Untertiteln
    Regie: Roderick Warich
    Kamera: Roland Stuprich
    Schnitt: Hannes Bruun
    mit: Jutamat Lamoon · Wason Dokkathum · Jutarat Burinok · Piyapong Saebui · Rinda Hamer · Chayanee Choomnoommanee

    Trailer:
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  • The Lights, They Fall

    The Lights, They Fall

    Ein Film von Saša Vajda. Ab 20.8. im fsk. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der 16-jäh­ri­ge Ilay treibt ziel­los durch die Randbezirke Berlins. Seine Mutter Maria liegt im Sterben. Betreut wird sie von Ana, einer mexi­ka­ni­schen Palliativpflegerin. Ilay will Marias nahen­den Tod nicht wahr­ha­ben und kap­selt sich zuneh­mend von der Realität ab. In ruhi­gen, kon­tem­pla­ti­ven Bildern fängt der Film Ilays und Anas Alltag ein, zeigt Anas stil­le Hingabe bei der Pflege und ihr Ringen mit der eige­nen Suchterkrankung. Ilay arbei­tet in einem Logistikzentrum, leis­tet Sozialstunden und ver­bringt sei­ne Nachmittage mit Freund*innen am See. Nachts führt er eine zuneh­mend geis­ter­haf­te Existenz und wan­dert schlaf­los durch die Stadt. Als er auf einem sei­ner nächt­li­chen Streifzüge aus einem Impuls her­aus einen Hund stiehlt, bringt Ana ihn zum Psychologen. Dort offen­bart Ilay sei­nen tief ver­wur­zel­ten Glauben an die Unmöglichkeit des Sterbens. Als das Ende sei­ner Mutter näher rückt, wird ihr Tod weni­ger zu einer Gewissheit als viel­mehr zu einem Rätsel – und zu einer Frage der Vorstellungskraft.

    Credits:

    DE 2026 , 87 Min., deut­sche OmeU,
    Regie: Saša Vajda
    Kamera:
    Tom Otte
    Schnitt: Denys Darahan, Saša Vajda
    mit: Mohammed Yassin Ben Majdouba, Flor Prieto Catemaxca, Mahira Hakberdieva, Safet Bajraj, Shanthi Philipp, Solomon Guye, Mahir Özel

    Trailer:
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  • To my sisters – mit Gast

    To my sisters – mit Gast

    Ein Film von Faek Falak. Ab 23.7. im fsk. Am Freitag, 24.07 um 20 Uhr mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Regisseur Faek Falak

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine jun­ge Kurdin in Syrien führt eine Fraueneinheit in den Kampf gegen den IS – für Freiheit und Frauenrechte. Gehalten wird ihr Kampf von der Stimme einer jesi­di­schen Überlebenden, die als Kind vom IS ver­sklavt wur­de und sicht­bar macht, was auf dem Spiel steht, wenn die­ser Kampf ver­lo­ren geht. Und wäh­rend sie den Horror über­lebt hat, schloss sich eine deut­sche Frau frei­wil­lig dem IS an – und ist heu­te den Konsequenzen ihrer Entscheidung aus­ge­lie­fert. Drei Frauen, drei Entscheidungen, ein Spiegel von Mut, Leid und gefähr­li­cher Verblendung.

    Credits:

    DE 2026, 96 Min., OmU
    Regie:  Faek Falak
    Kamera: Noah Schuller
    Schnitt: Kristina Bogen

    Trailer:
    TO MY SISTERS // Offizieller Trailer // Demnächst im Kino
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  • Ninja Motherf*cking Destruction – mit Gast

    Ninja Motherf*cking Destruction – mit Gast

    Ein Film von Lotta Schwerk. So., 19.7. 20:30 mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit der Regisseurin.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine fil­mi­sche Langzeitstudie, die über 8 Jahre das Coming of Age von Leonie beglei­tet: Leonie und Marlene sind 18 Jahre alt, bes­te Freundinnen und sicher, dass nichts sie tren­nen kann. Doch Leonie ver­liebt sich in Naomi, gibt sich ganz ihrer gro­ßen Liebe hin und ent­fernt sich immer wei­ter von Marlene. Mit der Zeit stellt sich her­aus, dass Naomi an Depressionen lei­det, die Leonie zuneh­mend über­for­dern. Erst als die Beziehung end­gül­tig zer­bricht, merkt Leonie, wie sehr sie sich iso­liert hat. Sie ver­lässt Berlin und beginnt eine Ausbildung zur Gärtnerin in Brandenburg, die ihr dabei hilft, die Welt um sich her­um wie­der zu sor­tie­ren. Mit neu gefun­de­ner Stärke traut sie sich, nach Jahren der Entfremdung auf ihre Jugendfreundin Marlene zuzu­ge­hen.
    „Als ich 2017 begann, die­sen Film zu dre­hen, sehn­te ich mich nach einem Raum im Kino, in dem ein jun­ger weib­li­cher oder quee­rer Körper ohne den männ­li­chen Blick auf­wach­sen kann in der vul­ner­ablen Zeit zwi­schen 18 und 25. „Ninja Motherf*cking Destruction“ ist ein Film über Intimität, über Sexualität und über Körper, die sich über 8 Jahre hin­weg ver­än­dern. Und über das lie­be­vol­le, schmerz­haf­te, ambi­va­len­te Beziehungsnetz zwi­schen (quee­ren) Frauen.“
    Lotta Schwerk

    Credits:

    DE 2025 79 Min., deut­sche OmeU,
    Regie: Lotta Schwerk
    Kamera: Fion Mutert
    mit: Emma Suthe, Marie Tragousti, Merle von Mach, Yildiz Tiryakioglu

    Trailer:
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  • Everytime

    Everytime

    Ein Film von Sandra Wollner. Ab 6.8. im fsk. Am 8.8. 20:00 mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit der Regisseurin.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Langsam steigt die gold­ro­te Sonne groß und rund über den Dächern Berlins empor. In ein paar Stunden soll Jessie mit ihrer Familie die Urlaubsreise nach Teneriffa antre­ten. Doch dann geschieht ein Unglück, ein unend­li­cher Verlust, und die Zeit scheint still­zu­ste­hen. Viel spä­ter geht das Leben der ande­ren ein­fach wei­ter: für Jessies Mutter Ella, ihre Schwester Mellie und ihren Freund Lux. Trotz des Abstands ist für sie jedoch alles immer noch anders. Ella beschließt spon­tan, zum Tag des tra­gi­schen Geschehens zurück­zu­keh­ren. Die Reise, die nie statt­fand, tre­ten die drei jetzt an.
    Als Meisterin der behut­sa­men Zeitmanipulation hat sich die Regisseurin schon bei The Trouble with Being Born bewie­sen; hier setzt sie auf tem­po­rä­re Verschiebungen und die Magie der Erinnerung. Die Landschaft der kana­ri­schen Vulkaninsel wird bei allem rea­lis­tisch dar­ge­stell­ten äuße­ren Geschehen fast zu einem mythi­schen Ort, an dem die Irrationalität das Handeln über­nimmt. So ist es kein Wunder, dass die zu einem gel­ben Riesenpixel mutier­te Sonne schließ­lich end­los über dem Meereshorizont steht und nicht mehr unter­ge­hen will.
    Everytime fängt einen Zwischenzustand ein, eine Parallelwelt, in der sich die Trauernden bewe­gen. Sie sieht der Welt der Nicht-Trauernden ver­däch­tig ähn­lich, aber Zeit und Raum und Logik funk­tio­nie­ren hier anders. Mit ihrem Handy schickt Melli wei­ter­hin SMS an ihre gro­ße Schwester, und die Kamera glei­tet immer wie­der durch die wür­fe­li­ge Landschaft des Computerspiels, das die Mädchen immer gespielt haben. Ist Jessie hier zu fin­den? Oder in den grel­len Schwarzweiß-Kontrasten der kana­ri­schen Insel, auf der die Familie Urlaub machen woll­te, bevor Jessie starb, und auf die Ella nun Lux mit­nimmt?
    Sandra Wollner gibt kei­ne Antworten, aber ihr Film nimmt fas­zi­nie­ren­de, irr­lich­tern­de Wege, die sich immer wei­ter vom Realismus des Beginns ent­fer­nen. In Cannes wur­de Everytime in die­sem Jahr mit dem Preis für den bes­ten Film in der Sektion „Un cer­tain regard“ 2026 aus­ge­zeich­net.“
    Hendrike Bake | indiekino

    Credits:

    DE/AT 2026 , 123 Min., deut­sche OmeU,
    Regie: Sandra Wollner
    Kamera: Gregory Oke
    mit: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristán López, Carla Hüttermann, Naomi Elia Richard

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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  • Staatsschutz

    Staatsschutz

    Ein Film von Faraz Shariat. Ab 27 .8. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mit staat­li­chen Mitteln und staat­li­cher Autorität – so will die jun­ge Staatsanwältin Seyo Kim rech­ter Gewalt in Ostdeutschland ent­ge­gen­tre­ten. Als sie selbst ins Visier gerät und einen ras­sis­ti­schen Anschlag über­lebt, ent­schei­det sie sich, ent­ge­gen der aus­drück­li­chen Weisung ihrer Behörde und unter Gefahr für ihr Leben, in eige­ner Sache zu ermit­teln. Es gelingt Seyo, einen der Täter vor Gericht zu brin­gen. Mit Nachdruck geht sie dar­an, ihn als Teil eines rech­ten Netzwerks zu ent­tar­nen. Sie gräbt tief in den Archiven ihrer Behörde, rollt lan­ge abge­ur­teil­te „Einzelfälle“ wie­der auf und lässt schein­bar harm­lo­se Zeugen ins Messer lau­fen, die sich nicht nur mit dem Anschlag auf ihre Person in Verbindung brin­gen las­sen. Die deut­sche Staatsanwaltschaft umweht der Mythos, die „objek­tivs­te Behörde der Welt“ zu sein. Doch wäh­rend ihres Gerichtsprozesses erlebt Seyo am eige­nen Leib, was es bedeu­tet, den Kampf für Gerechtigkeit in einem Staat zu füh­ren, der mit zwei­er­lei Maß misst und rech­te Gewalt nicht nur ver­harm­lost, son­dern mit­un­ter sogar deckt.

    Credits:

    DE 2026 113 Min., Deutsch, Koreanisch OmU,
    Regie: Faraz Shariat
    Kamera: Lotta Kilian
    Montage: Friederike Hohmuth
    mit: Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, Arnd Klawitter, Sebastian Urzendowsky

    Trailer:
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