Autor: fsk

  • Stand up my Beauty

    Stand up my Beauty

    ein Film von Heidi Specogna. Filmgespräch mit Heidi Specogna am So., 22.5.22

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nardos Wude Tesfaw hat­te Glück. Sie ent­kam dem Schicksal, das gut ein Drittel der Mädchen in Äthiopien trifft und wur­de nicht schon als Kind ver­hei­ra­tet. Statt des­sen schaff­te sie es als Jugendliche, durch Schwerstarbeit auf eige­nen Füßen zu ste­hen und schließ­lich zu machen, was sie kann und und will: Musik. Nardos singt in einem Club in Addis Abeba in der Azmari-Tradition, eine Art gesun­ge­nes Gespräch, und tourt aber auch mit ihrer Band Ethiocolor durch die Welt (und trat z.B. beim Jazz-Fest in Moers auf). Die Sängerin ist wohl bekannt, kann sich und ihre zwei Kinder finan­zi­ell aller­dings gera­de so durch­brin­gen.
    Ihr Traum ist es, eige­ne Lieder zu zu schrei­ben, und Texte, die von der Situation der Frauen im Land han­deln, zusam­men mit der Dichterin Gennet in Musik umzu­set­zen. Dazu fährt sie durchs Land und spricht mit vie­len Frauen und Mädchen, die Zwangsverheiratung ist dabei ein zen­tra­les Thema.
    Heidi Specogna beglei­tet ihre Reisen fünf Jahre lang, wobei die Grundlage dafür, sagt die Regisseurin, das gegen­sei­ti­ge Vertrauen war, das sich wäh­rend ihrer Recherche auf­ge­bau­te.
    Gleichzeitig hält der Film die rasan­ten Entwicklungen in der Mega-Stadt Addis-Abbeba wäh­rend die­ses Zeitraumes fest.
    „… Specogna macht kei­ne Bilder über die Köpfe der Frauen hin­weg. Vielmehr unter­läuft sie kon­se­quent jede euro­zen­tri­sche Perspektive, indem die Musik von Nardos den Rhythmus bestimmt, die Bilder sich an Gennets Poesie anschmie­gen und die Montage das Individuell-Biografische ein­fühl­sam mit der gesell­schaft­li­chen Perspektive zu ver­bin­den weiß. „Stand Up My Beauty“ fächert sich auf, lässt Raum für Prozesse, nur um sie im nächs­ten Moment zu Zeitbildern zu ver­dich­ten.“
    Sebastian Seidler | Film Bulletin

    Credits:

    DE/CH 2021, 110 Min., amha­rische OmU
    Regie: Heidi Specogna

    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    STAND UP MY BEAUTY – Offizieller Trailer (OV/d)
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    A film by Heidi Specogna. In Amharic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nardos, an Azmari sin­ger from Addis Ababa, dreams of tel­ling sto­ries about the lives of ordi­na­ry peo­p­le through her music. In her search of sto­ries for her songs, she meets Gennet, a poet who lives on the streets with her child­ren. As Nardos puts the lives of Ethiopian women, their visi­ons and power at the cent­re of her crea­ti­on, we dive deeper and deeper into a rapidly chan­ging country.

    Credits:

    DE/CH 2021, 110 Min., amha­rische OmU
    Regie: Heidi Specogna

    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    STAND UP MY BEAUTY – Offizieller Trailer (OV/d)
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  • Der schlimmste Mensch der Welt

    Der schlimmste Mensch der Welt

    ein Film von Joachim Trier.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Welchen Weg will ich beruf­lich ein­schla­gen? Was soll ich stu­die­ren? Wann ist die Phase des Ausprobierens abge­schlos­sen? Und wie sieht es mit Partnerschaft und Familienplanung aus? Fragen über Fragen beschäf­ti­gen in Der schlimms­te Mensch der Welt die fast 30-jäh­ri­ge Protagonistin Julie (Renate Reinsve), die, wie uns ein Schnelldurchlauf zu Beginn vor Augen führt, gleich meh­re­re Arbeitsfelder erforscht. Medizin, Psychologie und Fotografie ver­set­zen sie kurz­zei­tig in Begeisterung. Wirklich fest­le­gen kann sich die jun­ge Frau jedoch nicht, jobbt daher zunächst wei­ter in einer Buchhandlung und ist genervt, wenn sie in jedem zwei­ten Gespräch nach ihren Ambitionen gefragt wird. Die Auswahlmöglichkeiten mögen so groß wie nie zuvor sein. Gerade das hemmt aller­dings auch die Entscheidungsfreudigkeit. Zudem spürt sie stän­dig Druck von außen.
    Thema sind die­se Dinge nicht zuletzt in ihrer Beziehung mit dem rund 15 Jahre älte­ren Comicautor Aksel (Anders Danielsen Lie), der im Gegensatz zu ihr mit sei­nen pro­vo­kan­ten Arbeiten einen erfolg­rei­chen Karriereweg beschrei­tet. Er selbst fühlt sich in einer Lebensphase ange­kom­men, in der es lang­sam Zeit wird für eine eige­ne Familie. Julie hin­ge­gen glaubt, dafür noch nicht bereit zu sein, möch­te vor­her ande­re Erfahrungen sam­meln und zwei­felt des­halb zuneh­mend an ihrer Partnerschaft.“ Christopher Diekhaus | programmkino.de
    „All dies geschieht so sou­ve­rän und klug, so selbst­be­wusst und vol­ler Respekt für Julie und all die Menschen, dass es eine hel­le Freude ist, sich auf die­sen Film und die­ses chao­ti­sche Leben ein­zu­las­sen — was auch, aber nicht aus­schließ­lich an Renate Reinsve liegt, die in der Rolle der Julie eine der viel­leicht bes­ten Entdeckungen der letz­ten Zeit ist. Sie hält die Balance zwi­schen Schönheit und Verunsicherung, zwi­schen Tragik und Komik, Alltagsbanalität und onto­lo­gi­scher Sinnsuche in einem schwan­ken­den Gleichgewicht, wie man ihn auf die­se Weise und dar­über hin­aus als Generationsbeschreibung nur sel­ten im Kino gese­hen hat.“
    Joachim Kurz | Kino-zeit

    Credits:

    VERDENS VERSTE MENNESKE
    NO 2021, 128 Min., norw. OmU
    Regie: Joachim Trier
    Kamera: Kasper Tuxen

    Schnitt: Olivier Bugge Coutté
    Mit: Renate Reinsve, Anders Danielsen Lie, Herbert Nordrum

    Trailer:
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    a film by Joachim Trier. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julie is almost 30 and has no idea what kind of life she wants to lead. Overwhelmed by all the pos­si­bi­li­ties, she keeps chan­ging her mind. She drops out of medi­cal school to try her hand at psy­cho­lo­gy – or may­be pho­to­gra­phy. Her con­fi­dent 44-year-old boy­fri­end, Aksel, a long-estab­lished comic book aut­hor, has always wan­ted them to have a child tog­e­ther, but Julie just isn’t rea­dy. When she meets the young and ener­ge­tic Eivind at a par­ty one day, her life faces ano­ther tur­ning point. Director Joachim Trier pres­ents a zeit­geist come­dy about the Millennial gene­ra­ti­on and the dif­fi­cul­ty of making small and big decis­i­ons. A bit­ters­weet film that con­ju­res up both exhi­la­ra­ting and melan­cho­lic moments of truth on the big screen.

    Credits:

    VERDENS VERSTE MENNESKE
    NO 2021, 128 Min., norw. OmU
    Regie: Joachim Trier
    Kamera: Kasper Tuxen

    Schnitt: Olivier Bugge Coutté
    Mit: Renate Reinsve, Anders Danielsen Lie, Herbert Nordrum

    Trailer:
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  • A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

    A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

    ein Film von Nicolette Krebitz.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor einem Szenelokal in West-Berlin wird eine Schauspielerin über­fal­len. Ein jun­ger Mann rem­pelt sie an, ent­reißt ihr die Handtasche und läuft davon. Die Dame fällt auf die Knie und schaut dem Dieb hin­ter­her. Wenig spä­ter ste­hen sie ein­an­der wie­der gegen­über. Anna (Sophie Rois) und Adrian (Milan Herms). Dieses Mal ist sie sei­ne Lehrerin und soll ihn im Sprechen unter­rich­ten. Adrian ist ein Waisenkind und gilt als schwie­ri­ger Fall. Anna ist Schauspielerin, aber spie­len tut sie schon lan­ge nicht mehr. Beide ste­hen ein Stück neben dem Leben, einen Schritt außer­halb der Gesellschaft. Anna emp­fängt Adrian bei sich zuhau­se. Ihre Wohnung gehört Michel (Udo Kier), ihm gehört das gan­ze Haus. Er ist ihr größ­ter Fan. Bald wer­den die Unterrichtsstunden zu Abendessen, Spaziergängen und gemein­sam gerauch­ten Zigaretten. Und irgend­wann ver­su­chen sie es mit dem Rest der Welt auf­zu­neh­men. Angefeuert von­ein­an­der, aber ohne einen Pfennig, ver­las­sen sie die Stadt. Sie wol­len nach Frankreich, ans Meer…
    „Der Ausgangspunkt die­ses Films war eigent­lich mein letz­ter Film. Ich woll­te da wei­ter­ma­chen, wo ich auf­ge­hört hat­te. In WILD hat mich die unmög­li­che Liebesgeschichte vor allem des­we­gen begeis­tert, weil sich die Hauptfigur in der Liebe zum Wolf nicht an Beziehungsbildern ori­en­tie­ren muss­te, die es schon gibt und an denen man ansons­ten nicht vor­bei­kommt.
    Während Ania in WILD dafür mit ihrem alten Leben Schluss machen muss­te, ver­su­chen Anna und Adrian es in A E I O U mit der Wirklichkeit auf­zu­neh­men. Sie sind ein rich­ti­ges Paar und machen mehr oder weni­ger ganz nor­ma­le „Paarsachen“. Und trotz­dem sind sie anders als die ande­ren. Anna, weil sie sich gar nicht dar­um schert, irgend­ei­nem Frauenbild zu ent­spre­chen. Und Adrian, weil ihm alles egal ist, so wie er allen egal ist – bis er Anna trifft – und sei­ne Stimme fin­det.
    Es ist also eine ganz ähn­li­che Ausgangsposition, wie in WILD, was die Aussichten betrifft, aber etwas sozia­ler und viel­leicht für den ein oder ande­ren freund­li­cher.“ Nicolette Krebitz über ihren Film

    Credits:

    DE/FR 2022, 104 Min., dt.OmeU
    Regie: Nicolette Krebitz
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit: Sophie Rois, Udo Kier, Milan Herms, Nicolas Bridet

    Trailer:
    AEIOU — A Quick Alphabet of Love new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2022 – 23
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    a film by Nicolette Krebitz. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Anna is 60 and her acting heyday is now behind her. She lives on her own but has a fri­end and con­fi­dant in her down­s­tairs neigh­bour Michel, who is also sin­gle. Reluctantly, Anna accepts a job as a lan­guage coach for 17-year-old Adrian who has a speech impe­di­ment and is some­thing of a mis­fit. She reco­g­ni­s­es him as the boy who recent­ly snat­ched her hand­bag in the street …
    “Irresistible” is the term that springs to mind when describ­ing this light-foo­ted and humo­rous sto­ry of an impos­si­ble love affair bet­ween a thief and a lady. Director Nicolette Krebitz hand­les the fra­gi­le balan­ce bet­ween the dic­ta­tes of socie­ty and the heart with gre­at care. The fresh breath of free­dom blows through a nar­ra­ti­ve that makes room for a nod to old West Berlin, some gent­le teasing of Germany’s French neigh­bours, and even a ghost that is cha­sed away to make way for new pos­si­bi­li­ties. But most of all, A E I O U is a pas­sio­na­te love let­ter to Sophie Rois and, per­haps through her, all the bril­li­ant actors negle­c­ted by an indus­try all too fond of young blood. Well, it turns out that the­se young play­ers, embo­di­ed here by new­co­mer Milan Herms, not only look up to their more expe­ri­en­ced peers, they tru­ly love them.

    Credits:

    DE/FR 2022, 104 Min., dt.OmeU
    Regie: Nicolette Krebitz
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit: Sophie Rois, Udo Kier, Milan Herms, Nicolas Bridet

    Trailer:
    AEIOU — A Quick Alphabet of Love new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2022 – 23
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  • Sun Children

    Sun Children

    ein Film von Majid Majidi.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wer sich noch an Filme wie „Kinder des Himmels „Die Farben des Paradieses“ oder „Baran“ erin­nert, weiß, dass die Filme von Majid Majidi stets die Schicksale von Kindern in den Fokus stel­len. Auch sein neu­es Werk hat der ira­ni­sche Regisseur den „152 Millionen Kindern, die welt­weit zur Arbeit gezwun­gen wer­den, in Minen, auf Müllhalden oder in Sweatshops“ gewid­met. Es beginnt rasant, und sofort führt uns der Film die Klassenunterschiede in der Islamischen Republik vor die Augen, wenig sub­til, dafür umso ein­drück­li­cher. Vier Jungen müs­sen in der Tiefgarage einer Luxusmall Autoreifen aus­ge­wähl­ter teu­rer Modelle zwecks Weiterverwendung steh­len. Sie leben auf der Straße oder kom­men aus zer­rüt­te­ten Familien; die ille­ga­le Arbeit für die Autowerkstatt sichert ihr Überleben.
    Für den neus­ten Auftrag, den der 12-jäh­ri­ge Ali, der schlaus­te Kopf der Truppe, vom Boss bekommt, muss sich das Quartett in einer Schule ein­schrei­ben. Die heißt „Sun School“ und ist ein schlecht aus­ge­stat­te­tes, spen­den basier­tes Projekt für Straßenkinder, das haupt­säch­lich durch das Engagement ein­zel­ner Lehrer auf­recht gehal­ten wer­den kann. Es könn­te die ein­zi­ge Chance auf ein bes­se­res Leben sein, aber die Jungs haben ande­re Pläne. Sie sol­len einen „Schatz“ heben, der unter dem Gelände ver­bor­gen liegt.
    „Nach der Hälfte des Films hat­te ich das Gefühl, eine ziem­lich gute Vorstellung von der Richtung zu haben, in die es geht, aber das stimm­te nicht ganz; Majidi gräbt tie­fer. Dabei legt er eine unter­ir­di­sche Welt frei, in der es kei­ne ein­fa­chen Antworten und nur weni­ge Happy Ends gibt. Mit Energie und Herz, mit einer Tendenz zur Tragödie, arbei­tet sich „Sun Children“ durch den Schlamm und geht umso gestärk­ter dar­aus her­vor. Die Suche ist nur ein Ablenkungsmanöver, der wah­re Schatz ist der Film.“ Xan Brooks | The GuardianWer sich noch an Filme wie „Kinder des Himmels „Die Farben des Paradieses“ oder „Baran“ erin­nert, weiß, dass die Filme von Majid Majidi stets die Schicksale von Kindern in den Fokus stel­len. Auch sein neu­es Werk hat der ira­ni­sche Regisseur den „152 Millionen Kindern, die welt­weit zur Arbeit gezwun­gen wer­den, in Minen, auf Müllhalden oder in Sweatshops“ gewid­met. Es beginnt rasant, und sofort führt uns der Film die Klassenunterschiede in der Islamischen Republik vor die Augen, wenig sub­til, dafür umso ein­drück­li­cher. Vier Jungen müs­sen in der Tiefgarage einer Luxusmall Autoreifen aus­ge­wähl­ter teu­rer Modelle zwecks Weiterverwendung steh­len. Sie leben auf der Straße oder kom­men aus zer­rüt­te­ten Familien; die ille­ga­le Arbeit für die Autowerkstatt sichert ihr Überleben.
    Für den neus­ten Auftrag, den der 12-jäh­ri­ge Ali, der schlaus­te Kopf der Truppe, vom Boss bekommt, muss sich das Quartett in einer Schule ein­schrei­ben. Die heißt „Sun School“ und ist ein schlecht aus­ge­stat­te­tes, spen­den basier­tes Projekt für Straßenkinder, das haupt­säch­lich durch das Engagement ein­zel­ner Lehrer auf­recht gehal­ten wer­den kann. Es könn­te die ein­zi­ge Chance auf ein bes­se­res Leben sein, aber die Jungs haben ande­re Pläne. Sie sol­len einen „Schatz“ heben, der unter dem Gelände ver­bor­gen liegt.
    „Nach der Hälfte des Films hat­te ich das Gefühl, eine ziem­lich gute Vorstellung von der Richtung zu haben, in die es geht, aber das stimm­te nicht ganz; Majidi gräbt tie­fer. Dabei legt er eine unter­ir­di­sche Welt frei, in der es kei­ne ein­fa­chen Antworten und nur weni­ge Happy Ends gibt. Mit Energie und Herz, mit einer Tendenz zur Tragödie, arbei­tet sich „Sun Children“ durch den Schlamm und geht umso gestärk­ter dar­aus her­vor. Die Suche ist nur ein Ablenkungsmanöver, der wah­re Schatz ist der Film.“
    Xan Brooks | The Guardian

    Credits:

    Khōrshīd
    Iran 2020, 99 Min., far­si OmU
    Regie: Majid Majidi
    Drehbuch: Majid Majidi, Nima Javidi
    Darsteller: Rouhollah Zamani, Ali Nasirian, Javad Ezzati, Tannaz Tabatabaie
    Kamera: Hooman Behmanesh

    Trailer:
    Sun Children – Official US Trailer
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    a film by Majid Majidi. In Farsi with German subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    SUN CHILDREN is the sto­ry of 12-year-old ALI and his three fri­ends. Together they work hard to sur­vi­ve and sup­port their fami­lies, doing small jobs in a gara­ge and com­mit­ting pet­ty cri­mes to make fast money. In a turn of events that seems mira­cu­lous, Ali is ent­rus­ted to find a hid­den tre­asu­re under­ground. He recruits his gang, but first, to gain access to the tun­nel, the child­ren must enroll at the Sun School, a cha­ri­ta­ble insti­tu­ti­on that tri­es to edu­ca­te street kids and child labo­rers, clo­se to whe­re the tre­asu­re is located.

    Credits:

    Khōrshīd
    Iran 2020, 99 Min., far­si OmU
    Regie: Majid Majidi
    Drehbuch: Majid Majidi, Nima Javidi
    Darsteller: Rouhollah Zamani, Ali Nasirian, Javad Ezzati, Tannaz Tabatabaie
    Kamera: Hooman Behmanesh

    Trailer:
    Sun Children – Official US Trailer
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Achtung Berlin 2022

    Achtung Berlin 2022

    Das Filmfestival Achtung Berlin!, bei dem wir mitt­ler­wei­le zum vier­ten Mal Spielort sind, prä­sen­tiert zwar Produktionen aus Berlin, ist aber nicht an den Ort gebun­den.
    Wir begin­nen unse­re Auswahl z.B. auf Usedom, und sehen in ZWISCHENSAISON [Tickets] mit Regisseurin Tina Tripp vier Auszubildenden im Gastgewerbe, zwei Köchen, zwei Servicekräften, bis zur Prüfung über die Schultern. DE 2022, 105 Min., So. 24.4. 18:30
    Dann kom­men wir nach Berlin, wo in Florian Hoffmanns Debut-Spielfilm STILLE POST [Tickets] ein Paar ver­zwei­felt ver­sucht, media­le Aufmerksamkeit für die Situation der Kurden in der Türkei und den Krieg gegen sie zu erlan­gen. DE 2021, 94 Min., So. 24.4. 21:00
    Ein paar Schritte zurück, und wir sind in einem Bulgarischen Bergdorf. Hier por­trä­tiert Eliza Petkova in MAYOR, SHEPHERD, WIDOW, DRAGON [Tickets] eini­ge der noch ver­blie­be­nen Bewohner, außer­dem gibt es hier auch noch einen Drachen. DE BG 2020, 97 Min., Mo. 25.4. 18:30
    Weiter west­lich in Wien bekommt die jun­ge und talen­tier­te fast-Architektin Eva einen begehr­ten Job bei einem Star-Architekten. In RISSE IM FUNDAMENT (Foto oben) [Tickets] erzäh­len Genia Leis und Gerald Sommerauer von ganz all­täg­li­chen Machtspielen und Zuschreibungen, zu denen Eva Position bezie­hen muss. DE 2022, 84 Min., Mo. 25.4. 21:00
    In VOR ZEIT [Tickets] macht sich ein alter-Ego von Regisseurin Juliane Henrich in Polen auf die Suche nach Spuren der Vergangenheit und fin­det Hinweise auf Migrations- und Fluchtbewegungen, die auf die Gegenwart zie­len. DE 2021, 80 Min., Di. 26.4. 18:30
    Rebeca Ofeks Spielfilm JESSY [Tickets] beruht auf einer eige­nen Erfahrung. Die 13-jäh­ri­ge Jessica lebt allein mit ihrer Mutter in Berlin, als ihr Vater nach 7 Jahren aus dem Knast zurück nach Hause kommt und nichts mehr ist, wie es war. DE 2021 79 Min., Di. 26.4. 21:00
    Am Modell sei­ner ehe­ma­li­gen Schule in Brandenburg und der eige­nen Biografie zeigt Christian Bäucker in HEIMATKUNDE [Tickets] ein dif­fe­ren­zier­tes Bild des DDR-Schulsystems und spürt dem Einfluss ost­deut­scher Schulerziehung auf Schülerinnen und Schüler nach.
    DE 2021, 89 Min., Mi. 27.4. 18:30
    Das Anwerbeabkommen mit der Türkei 1961 brach­te mit den Menschen auch ihre Kultur nach Deutschland. Die Musik war die Verbindung zur „alten“ Heimat, die sich hier im Exil zu neu­en Formen und Verbindungen fand. Cem Kayas Dokumentarfilmessay LIEBE, D‑MARK UND TOD [Tickets], den wir zum Abschluss zei­gen, ist eine Nachhilfestunde in tür­kisch-deut­scher Zeitgeschichte. DE 2022, 96 Min., Mi. 27.4. 21:00
    (Bitte beach­ten Sie die Epilepsiewarnung für die­sen Film!)

  • Sechs Tage unter Strom – Unterwegs in Barcelona

    Sechs Tage unter Strom – Unterwegs in Barcelona

    ein Film von Neus Ballús.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Valero (Valero Escolar), Moha (Mohamed Mellali) und Pep (Pep Sarrà) arbei­ten als Installateure in einem Handwerksbetrieb in Barcelona. Immer wenn die Kundschaft ein Problem hat, wer­den sie geru­fen und repa­rie­ren so ziem­lich alles was im Haushalt kaputt­ge­hen kann. Der Marokkaner Moha hat erst vor Kurzem mit dem Job begon­nen und ist noch in der Probezeit, Pep hin­ge­gen steht kurz vor der Rente. Das Miteinander der Drei, die eine Woche lang zusam­men­ar­bei­ten müs­sen, ist nicht immer ein­fach. Denn gera­de Moha muss so man­che Stichelei über sich erge­hen las­sen: von Seiten der Kunden aber vor allem von Valero, der ein Problem mit dem „Neuen“ und aller­lei Vorurteile gegen­über Ausländer zu haben scheint. Können sich die Installateure zusam­men­rau­fen und die Woche überstehen?

    Die kata­la­ni­sche Drehbuchautorin und Regisseurin Neus Ballús wirft in ihrem drit­ten abend­fül­len­den Spielfilm einen hei­te­ren, iro­ni­schen Blick auf das von skur­ri­len Ereignissen gepräg­te (Arbeits-)Leben der drei Protagonisten. Authentizität und Glaubwürdigkeit sind ihr ein Anliegen und das erkennt man etwa an der Wahl ihrer Hauptdarsteller. Sie alle sind Laien-Schauspieler und zum Teil auch im ech­ten Leben Installateure bzw. Handwerker. Sie neh­men den Zuschauer mit in ihren Arbeitsalltag, der sie zu den Kunden nach Hause führt. Dort rei­ni­gen sie ver­stopf­te Rohre, mon­tie­ren Schaltungen, instal­lie­ren Überwachungskameras und brin­gen Klimaanlagen wie­der zum Laufen.

    Hinter ver­schlos­se­ner Tür erhal­ten sie dar­über hin­aus Einblicke in die Lebensrealität und ‑wirk­lich­keit der unter­schied­lichs­ten Personen. Darunter eine Fotografin, ein Psychiater oder ein Rentner. Mit die­ser Mannigfaltigkeit spie­gelt der Film nicht zuletzt die Vielfalt jener Menschen wie­der, die in den engen Gassen und bun­ten Stadtteilen der kata­la­ni­schen Metropole Barcelona leben. Von (Überlebens-)Künstlern und mit­tel­lo­sen Studenten über Akademiker und Arbeitslose bis hin zum ein­fa­chen Arbeiter. Valero, Moha und Pep tau­chen in den Mikrokosmos ihrer Kunden ein – und mit ihnen der Kinobesucher.

    Bei den Kunden kom­men es immer wie­der zu teils höchst bizar­ren, über­aus komi­schen Situationen, etwa wenn die Fotografin den schüch­ter­nen Moha als Model „zweck­ent­frem­det“. Oder bei einem argen­ti­ni­schen Paartherapeuten, der spon­tan eine Analyse der schwie­ri­gen Beziehung zwi­schen Moha und Valero vor­nimmt – wäh­rend gleich­zei­tig sei­ne smar­ten Haushaltsgeräte und moder­nen tech­ni­schen Anlagen außer Kontrolle gera­ten. In all die­sen Momenten ist „Sechs Tage unter Strom“ eher geprägt von einem maka­bren, der­ben Humor, der auf­grund der uner­war­te­ten Ereignisse und dank des Überraschungsmoments jedoch herr­lich funktioniert.

    Eher sub­til und poin­tiert geht Ballús bei der Betrachtung des kom­pli­zier­ten Verhältnisses zwi­schen Moha und Valero vor. Man kann dem grob­schläch­ti­gen, wohl­be­lieb­ten Valero trotz sei­ner noto­risch schlech­ten Laune, der Anzüglichkeiten und der teils unan­ge­brach­ten Andeutungen sei­nem neu­en Kollegen gegen­über, nie wirk­lich böse sein. Insgeheim trägt er das Herz am rech­ten Fleck. Außerdem ver­deut­licht Ballús anhand die­ser Figur, dass die Furcht vor dem „Fremden“ (Migranten) und exis­ten­zi­el­len Sorgen auch im wah­ren Leben lei­der oft in Wut, Aggression sowie in von Vorurteilen gepräg­ten Alltagsrassismus münden.

    Bei genaue­rer Betrachtung behan­delt „Sechs Tage unter Strom“ zudem sehr geschickt eine gan­ze Fülle an Themen, die die Sorgen und Nöte vor allem der ein­fa­chen, hart arbei­ten­den Menschen wider­spie­geln. Es geht um die spa­ni­sche Wirtschaftskrise, Konkurrenzkämpfe, die hohe regio­na­le Arbeitslosigkeit und die Frage, was eigent­lich nach der Pensionierung kommt.

    Björn Schneider | programmkino.de

    Credits:

    Sis dies cor­rents
    ES, FR 2021, 85 Min., span, kata­lan., ber­ber OmU
    Regie: Neus Ballús
    Kamera: Anna Molins
    Schnitt: Neus Ballús, Ariadna Ribas
    mit: Mohamed Mellali, Valero Escolar, Pep
    Sarrà, Paqui Becerra, Pere Codorniu


    Trailer:
    SECHS TAGE UNTER STROMUNTERWEGS IN BARCELONA – Trailer OmU German | Deutsch
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    a film by Neus Ballús. In Spanish and Katalan with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    To get through his one-week pro­ba­tio­na­ry con­tract, a young Moroccan plum­ber must deal with equal­ly eccen­tric col­le­agues and cus­to­mers. Valero, his supe­ri­or, doubts Moha has what it takes, or that cus­to­mers will accept a Moroccan worker. Maybe six days is not enough time for someone to over­co­me their pre­ju­di­ces. But it might be enough to dis­co­ver that we must live together.

    My father is a plum­ber. I have heard all kinds of weird sto­ries about his job. Over the years, I have been struck by the pre­ju­di­ces and com­ple­xi­ties the­se dai­ly-life situa­tions revealed.

    Credits:

    Sis dies cor­rents
    ES, FR 2021, 85 Min., span, kata­lan., ber­ber OmU
    Regie: Neus Ballús
    Kamera: Anna Molins
    Schnitt: Neus Ballús, Ariadna Ribas
    mit: Mohamed Mellali, Valero Escolar, Pep
    Sarrà, Paqui Becerra, Pere Codorniu


    Trailer:
    SECHS TAGE UNTER STROMUNTERWEGS IN BARCELONA – Trailer OmU German | Deutsch
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  • Bettina

    Bettina

    ein Film von Lutz Pehnert.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Bettina Wegner, gebo­ren 1947 in Westberlin, auf­ge­wach­sen in Ostberlin, mit 36 Jahren aus­ge­bür­gert, seit­her „ent­wur­zelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den span­nends­ten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts.
    Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glü­hend ver­ehr­te, über eine hoff­nungs­fro­he Teenagerin, die mit ihren eige­nen Liedern eine Gesellschaft mit bau­en möch­te, hin zu einer beseel­ten Künstlerin mit einer uner­schüt­ter­li­chen huma­nis­ti­schen Haltung. So hero­isch das klingt, so irre und aber­wit­zig, mühe­voll und trau­rig, hin­ge­bungs­voll und ver­geb­lich ist es in den vie­len Dingen des Lebens, die zwi­schen den Liedern eine Biografie aus­ma­chen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film.
    „Ich habe Bettina Wegner kurz nach dem Mauerfall ken­nen­ge­lernt. Ich kam von Ostberlin zu ihr in den Westen, nach Frohnau. Es war eine fast sur­rea­le Begegnung. Wir bei­de kamen aus einem Land – und leb­ten in zwei ver­schie­de­nen Welten. Sie kann­te mei­ne Welt, aber ich noch nicht die Ihre. In den letz­ten drei­ßig Jahren bin ich Bettina Wegner immer wie­der begeg­net, bei Konzertauftritten oder zu Interviews. Zuletzt befrag­te ich sie für die rbb-Reihe „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ zu ihren Erlebnissen in den Jahren 1967,1968 und 1978. Ich glau­be, dass Bettina Wegner bis heu­te in zwei Welten lebt – hüben und drü­ben, auch wenn sie gera­de selbst nicht genau weiß, wo gera­de hüben und wo drü­ben ist. Bis heu­te also steckt ihr die Geschichte eines Jahrhunderts, die auch ihre eige­ne ist, in den Knochen, in der Seele, in ihren Gedanken. Bei mei­ner Begegnung mit ihr, habe ich sie immer in einer wun­der­ba­ren Mischung aus Nachdenklichkeit und Heiterkeit erlebt, als eine Frau mit Humor. Traurig war sie nie. Sie erzählt von ihrer Vergangenheit mit einem natür­li­chen Gespür für den Aberwitz, den alles Erlebte ent­hält.“ Lutz Pehnert

    Credits:

    DE 2022, 107 Min., deut­sche Fassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie, Buch: Lutz Pehnert
    Kamera: Anne Misselwitz
    Montage: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
    Bettina Trailer Deutsch | German [HD]
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    a film by Lutz Pehnert. In German with English subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A bio­gra­phy set in East and West Berlin about the life of a defi­ant woman who unites the poli­ti­cal and the pri­va­te in the poet­ry of her song lyrics. Bettina Wegner is often redu­ced to just one of her many songs, “Sind so klei­ne Hände” (“Children”) and her col­la­bo­ra­ti­on with Joan Baez. But here in Lutz Pehnert’s por­trait she is given the space she deser­ves. Taken to court at the age of 21 for pro­test­ing against the vio­lent end of the Prague Spring, she soon beca­me part of the lively music and lite­ra­tu­re sce­ne around Thomas Brasch and her hus­band Klaus Schlesinger, all the while pur­suing her cri­ti­cal stance as an indi­vi­du­al and as an artist. In her hus­ky voice, she descri­bes – even humo­rous­ly – her inner turm­oil and her deter­mi­na­ti­on not to give up her home in the GDR, even when she was no lon­ger wan­ted the­re. Written in 1980, her song “Über Gebote” (“About Rules”) ser­ves Pehnert as a nar­ra­ti­ve thread while he uses archi­ve mate­ri­al from East and West Germany, audio recor­dings from her tri­al as well as Wegner’s own words and music to gui­de us through her life. In this way, the film gives a new audi­ence the chan­ce to dis­co­ver sin­ger-song­wri­ter Bettina Wegner – who real­ly only ever wan­ted to sing love songs.

    Credits:

    DE 2022, 107 Min., deut­sche Fassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie, Buch: Lutz Pehnert
    Kamera: Anne Misselwitz
    Montage: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
    Bettina Trailer Deutsch | German [HD]
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  • We all are Detroit We all are Detroit

    We all are Detroit We all are Detroit

    ein Film von Ulrike Franke und Michael Loeken.

    [Credits] [Tickets &Termine] [Trailer]

    In Spitzenzeiten haben 20000 Menschen hier bei Opel gear­bei­tet, 2014 hat Bochum als Autostadt aus­ge­dient. Wie auch Detroit in den USA. In der eins­ti­gen „Motor-City“ hat der Opel-Mutterkonzern GM sei­nen Sitz, hier wur­de das Aus in Bochum beschlos­sen. Detroit selbst ver­lor seit den 50-er Jahren 13 sei­ner Einwohner, 2013 war es die ers­te Großstadt der USA, die Konkurs anmel­de­te. Ulrike Franke und Michael Loeken haben sich sechs Jahre lang an bei­den Orten umge­schaut. Was pas­siert in den Städten, wenn sie für die Wirtschaft unin­ter­es­sant wer­den? Was mit den Menschen, die plötz­lich ohne Jobs daste­hen?
    In Bochum wer­den die Hallen abge­ris­sen, und das Gelände bekommt als ers­tes einen mar­kan­ten neu­en Namen: MARK 51°7, die Stadt trägt jetzt den Beinamen „Ermöglicherstadt“. Die ers­te Innovation ist ein neu­es Paketzentrum, mit 600 Arbeitsplätzen. Aber wie lan­ge? Dort ver­schwin­den nicht nur Gebäude, son­dern auch gewach­se­ne Sozialstrukturen und gewerk­schaft­li­che Errungenschaften.
    Die rie­si­gen alten Fabrikgebäude in Detroit wer­den zu Spekulationsobjekten oder Touristenattraktionen. Sie wer­den viel foto­gra­fiert. „Ruinenporno“ nen­nen die Einheimischen das.
    Alteingesessene Läden müs­sen schlie­ßen, die neu­en, hip­pen Cafes kön­nen die Lücken noch nicht schlie­ßen, und Urban Farmer Donney wünscht sich auf dem Gelände einen rie­si­gen Garten zur Selbstversorgung der Anwohner.
    „We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden“ bil­det exem­pla­risch die bri­san­ten Entwicklungen zwei­er Städte auf ver­schie­de­nen Kontinenten und die Auswirkungen auf die jeweils dort leben­den Menschen ab.

    Credits:

    DE 2021, 118 Min., deutsch, eng­li­sche OmU
    Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
    Kamera: Uwe Schäfer, Philip Hallay, Fabrizio Costantini, Michael Loeken, Michael Chauvistré, Jörg Adams
    Schnitt: Guido Krajewski, Bert Schmidt


    Trailer:
    WE ARE ALL DETROIT – Vom Bleiben und Verschwinden [TRAILER german]
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    a film by Ulrike Franke und Michael Loeken. In English and German with German and English subtitles. 

    [Credits] [Ticketss & Termine [Trailer]

    A look at two cities loca­ted far apart – Bochum and Detroit – whe­re the depar­tu­re of the auto­mo­bi­le indus­try has left behind enorm­ous chal­lenges. The indus­try dis­ap­pears, and what remains are the peo­p­le. Ultimately, it is a jour­ney into the hearts of each city’s inha­bi­tants, who are in search of a new iden­ti­ty fol­lo­wing the end of the indus­tri­al age. Despite all their dif­fe­ren­ces, what unites them is the desi­re for a digni­fied and hap­py life.

    Credits:

    DE 2021, 118 Min., deutsch, eng­li­sche OmU
    Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
    Kamera: Uwe Schäfer, Philip Hallay, Fabrizio Costantini, Michael Loeken, Michael Chauvistré, Jörg Adams
    Schnitt: Guido Krajewski, Bert Schmidt


    Trailer:
    WE ARE ALL DETROIT – Vom Bleiben und Verschwinden [TRAILER german]
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  • Memoria

    Memoria

    ein Film von Apichatpong Weerasethakul.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am frü­hen Morgen wur­de ich von einem lau­ten Knall geweckt und konn­te nicht wie­der ein­schla­fen.
    In Bogota, in den Bergen, im Tunnel, am Fluss: ein Knall.
    Die Britin Jessica besucht ihre Schwester Karen in Kolumbien, die wegen einer merk­wür­di­gen Atemwegserkrankung im Krankenhaus liegt. Den immer wie­der­keh­ren­den Knall, „wie ein Rumpeln aus den Erdinneren“ nimmt offen­sicht­lich nur sie wahr, und so sucht sie eine Erklärung. Sie lernt eine Archäologin ken­nen, die Knochen, die beim Bau eines Tunnels ent­deckt wur­den, stu­diert. Ein befreun­de­ter Tontechniker ver­sucht, das Geräusch digi­tal nach­zu­bau­en, und sie begeg­net auf dem Land an einem Fluss einem Einsiedler, der eine älte­re Version des Tontechnikers sein könn­te. Er wol­le die Anzahl sei­ner Eindrücke redu­zie­ren, weil er nie etwas ver­ges­sen kön­ne, erzählt er, des­halb habe er sich für die Einsamkeit ent­schie­den. Langsam kommt auch für uns der Punkt, wo wir uns von der Geschichte im Film zurück­zie­hen kön­nen, denn der nimmt sei­nen eige­nen Weg.
    „Weerasekathul ist ein Künstler, der von uns ver­langt, dass wir unse­re Gedanken auf die unge­lös­ten und unaus­ge­spro­che­nen Geheimnisse der Existenz rich­ten: dass wir gebo­ren wer­den, leben, ster­ben und das alles, ohne jemals zu wis­sen, war­um, oder oft sogar, ohne es wis­sen zu wol­len. Aber er nähert sich die­sen Phänomenen mit der glei­chen Gelassenheit, mit der er auch Fragen der Landwirtschaft oder der Technik behan­deln wür­de.
    In einer ruhig-rea­lis­ti­schen, nicht-mys­ti­schen Filmsprache kann die­ser Regisseur einen wirk­lich davon über­zeu­gen, dass die Lebenden und die Toten, die Vergangenheit und die Gegenwart, das Irdische und das Andere Seite an Seite exis­tie­ren. Memoria ist ein schö­ner und geheim­nis­vol­ler Film, „Slow Cinema“, das den Herzschlag ver­lang­samt.“
    Peter Bradshaw | The Guardian

    Credits:

    CO, TH, GB, MX, FR, CN, TW 2021, 136 Min., spa­nisch, eng­li­sche OmU
    Regie : Apichatpong Weerasethakul
    Kamera: Sayombhu Mukdeeprom
    Schnitt: Lee Chatametikool
    mit
    : Tilda Swinton, Elkin Díaz, Jeanne Balibar, Juan Pablo Urrego, Daniel Giménez Cacho, Agnes Brekke

    Trailer:
    MEMORIA (Deutscher Trailer)

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    a film by Apichatpong Weerasethakul. In English and Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Apichatpong Weerasethakul cros­ses the glo­be and chan­ges lan­guages in his latest fea­ture – but Colombia turns out to be some­thing like a spi­ri­tu­al dou­ble for his home turf of Thailand, as we’re in very fami­li­ar Apichatpong ter­ri­to­ry here.
    Speaking Spanish most of the time, Tilda Swinton is an ide­al fit for the director’s ima­gi­na­ti­ve uni­ver­se and is per­fect­ly attu­n­ed to his cha­rac­te­ristic pacing and tone. She plays Jessica, an orchid spe­cia­list working in Medellín who finds hers­elf haun­ted and baf­f­led by stran­ge ban­ging sounds – are they in the world out­side, or insi­de her head? Attempting to sol­ve the ridd­le, she con­sults a sound spe­cia­list, who pro­ves oddly elu­si­ve, then later heads off into the coun­try­si­de, whe­re she meets a man who – like the hero of Borges’s sto­ry Funes the Memorious – claims never to for­get any­thing.
    With a sur­pri­sing modern jazz inter­lude and an altog­e­ther breath­ta­king pay­off, MEMORIA is a poe­tic inquiry into sound, time, and memo­ry, and ano­ther of Apichatpong’s essays on our inter­ac­tion with the stran­gen­ess of the natu­ral world; it’s also, inci­den­tal­ly, a remin­der that Colombia is tra­di­tio­nal­ly the home of Latin American magi­cal rea­lism. Jeanne Balibar and ZAMA’s Daniel Gimenez Cacho co-star. (Jonathan Romney)

    Credits:

    CO, TH, GB, MX, FR, CN, TW 2021, 136 Min., spa­nisch, eng­li­sche OmU
    Regie : Apichatpong Weerasethakul
    Kamera: Sayombhu Mukdeeprom
    Schnitt: Lee Chatametikool
    mit
    : Tilda Swinton, Elkin Díaz, Jeanne Balibar, Juan Pablo Urrego, Daniel Giménez Cacho, Agnes Brekke

    Trailer:
    MEMORIA (Deutscher Trailer)

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  • Alles, was man braucht

    Alles, was man braucht

    ein Film von Antje Hubert.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Während in der Hauptstadt der Straßenmatratzen Spätis das Bild der quir­li­ge­ren Viertel bele­ben und in ande­ren Städten Büdchen- und Kioskkulturen plötz­li­che Engpässe im Kühlschrank ver­hin­dern, sind die klei­nen Läden in der Fläche sel­ten gewor­den. Wer nicht mehr in der Lage ist, mit dem SUV zur nächs­ten Mall zu bret­tern, hat ein Problem.
    Gerade für klei­ne­re Ortschaften und Dörfer ist der Verlust der klei­nen Geschäfte mehr als der Verlust von einem oder zwei Arbeitsplätzen, son­dern viel mehr: Der Verlust eines Treffpunktes, einem impro­vi­sier­ten Gemeindezentrum, einem Ort, an dem man sich zufäl­lig begeg­net, ein biss­chen quatscht und das Dorfleben leben­dig bleibt.

    Die Menschen, die sol­che Läden im Norden Deutschlands betrei­ben ste­hen im Mittelpunkt von Antje Huberts Dokumentarfilm Alles, was man braucht, Menschen, die ihre fes­ten Jobs auf­ge­ge­ben haben, um zumin­dest in Teilzeit einen Dorfladen zu füh­ren, die bewusst aus dem Hamsterrad eines fes­ten Arbeitsverhältnissen aus­ge­stie­gen sind, um etwas Neues aus­zu­pro­bie­ren.
    Und dar­um geht es in Alles, was man braucht: Um die Frage, was man wirk­lich braucht, ob man wirk­lich all das braucht, was man in einem rie­si­gen Supermarkt (als Beispiel für Konsumtempel aller Art) kau­fen könn­te. Ist es not­wen­dig, zehn ver­schie­de­ne Sorten Erdbeermarmelade zur Auswahl zu haben? Oder acht ver­schie­de­ne Waschmittel? Oder die Möglichkeit zu haben, noch am Abend mehr oder weni­ger fri­sche Brötchen kau­fen zu kön­nen?
    All die­se Fragen wirft Antje Hubert auf, ohne ein dog­ma­ti­sches Plädoyer auf Verzicht abzu­lie­fern. Zwar zeigt sie schö­ne Aufnahmen vom Leben auf dem Land, von wei­ten Feldern und ein­sa­men Deichen, doch dass das Leben auf dem Land gewiss nichts für alle ist, dass wird nie ange­zwei­felt. Es ist eine von vie­len Möglichkeiten, in der Gegenwart sein Leben zu gestal­ten.“ Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE 2021, 98 Min.
    Regie : Antje Hubert
    Kamera: Henning Brümmer
    Montage: Magdolna Rokob

    Trailer:
    ALLES, WAS MAN BRAUCHT Trailer
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    A film by Antje Hubert. In German

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    What and how much do we need for a good life? Not much, says Knut Thomsen from Dithmarschen Something to eat, some­thing to drink, and the free­dom to take time for wha­te­ver you’­re doing at that moment. His wife Berit and him have ope­ned a vil­la­ge store tog­e­ther – a 40-squa­re-meter, fun-loving uni­ver­se of regio­nal vege­ta­bles, careful­ly arran­ged shel­ves, chit­chat and cohe­si­on. And an island in a sea of dis­coun­ters that have long sin­ce dis­pla­ced the small stores in the coun­try­si­de. For two years, Antje Hubert and her team tra­vel through nor­t­hern German vil­la­ges and tell sto­ries of peo­p­le who dare to try some­thing new in a vacu­um of tra­di­ti­ons that have almost been lost.

    Credits:

    DE 2021, 98 Min.
    Regie : Antje Hubert
    Kamera: Henning Brümmer
    Montage: Magdolna Rokob

    Trailer:
    ALLES, WAS MAN BRAUCHT Trailer
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