Freakscene – The Story of Dinosaur Jr.

Ein Film von ​Philipp Reichenheim. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Dinosaur jr. sind Pioniere des Indie-Rock, aber es gab schon früh Berichte über Spannungen zwi­schen den drei Bandmitgliedern. In FREAKSCENE reden J. Macsis, Lou und Murph offen über die toxi­sche Atmosphäre in der Band.

Mitte der 80er Jahre ver­öf­fent­lich­te die Band Dinosaur jr. – damals noch als „Dinosaur“, das „jr.“ war die Folge einer Klage der älte­ren Hippie-Band „Dinosaurs“ – ihr Debütalbum, das zwar noch im US-Hardcore-Punk ver­wur­zelt war, aber eine läs­si­ge­re Haltung mit älte­ren Rockstilen ein­nahm. Dinosaur jr. waren (und sind) irr­sin­nig laut und wirk­ten trotz­dem selt­sam intro­ver­tiert. Die Band war schnell in Independent-Kreisen erfolg­reich, und lan­de­te mit 1988 mit „Freak Scene“ einen Hit in den Independent-Charts, ein Jahr spä­ter kam ihre Coverversion des The Cure-Songs „Just Like Heaven“ auch in die Pop-Charts. Dinosaur jr. war auf dem Höhepunkt des Erfolgs, aber es gab Gerüchte dar­über, dass die Musiker nicht mehr mit­ein­an­der rede­ten. 1989 warf J. Mascis Lou Barlow aus der Band, zwei Jahre spä­ter hat­te auch Drummer Murph genug.
In FREAKSCENETHE STORY OF DINOSAUR JR. reden J. Macsis, Lou und Murph über die Gründung, Trennung, und Wiedervereinigung der Band, und sind dabei erstaun­lich offen in Bezug auf die eige­ne toxi­sche Männlichkeit, die sich bei Dinosaur jr. wenigs­tens nicht gegen Frauen rich­te­te. Heute, nach den Missbrauchsskandalen um Ryan Adams und Marilyn Manson, ist klar, dass auch in der Independent Szene reich­lich Macker-Gift ver­brei­tet war und ist, aber damals stan­den die Stars auch für eine ande­re, kom­ple­xe­re Vorstellung von Männlichkeit. Heute zei­gen sich auch Band-Diktator J. Mascis und Aggro-Bassist Lou Barlow ein­sich­tig. Drummer Murph weckt auf­rich­ti­ges Mitgefühl dafür, den Psycho-Terror sei­ner Band so lan­ge aus­ge­hal­ten zu haben. Als Porträt einer Banddynamik ist FREAKSCENE groß­ar­tig, nur kommt die Faszination der Musik von Dinosaur jr., die gera­de in der flä­chi­gen Entfaltung der Songs und in den bra­chia­len Dynamikwechseln liegt, in den Songschnipseln nicht her­über. Für Fans ist der Film Gold, für Nicht-Eingeweihte weniger.

Tom Dorow | indiekino.de

Credits:

DE/US 2020, 82 Min.
Regie: Philipp Reichenheim
mit: J Mascis, Lou Barlow, Murph, Kim Gordon, Henry Rollins, Bob Mould, Thurston Moore

Trailer:
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Autor: fsk

  • Freakscene – The Story of Dinosaur Jr.

    Freakscene – The Story of Dinosaur Jr.

    Ein Film von ​Philipp Reichenheim. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dinosaur jr. sind Pioniere des Indie-Rock, aber es gab schon früh Berichte über Spannungen zwi­schen den drei Bandmitgliedern. In FREAKSCENE reden J. Macsis, Lou und Murph offen über die toxi­sche Atmosphäre in der Band.

    Mitte der 80er Jahre ver­öf­fent­lich­te die Band Dinosaur jr. – damals noch als „Dinosaur“, das „jr.“ war die Folge einer Klage der älte­ren Hippie-Band „Dinosaurs“ – ihr Debütalbum, das zwar noch im US-Hardcore-Punk ver­wur­zelt war, aber eine läs­si­ge­re Haltung mit älte­ren Rockstilen ein­nahm. Dinosaur jr. waren (und sind) irr­sin­nig laut und wirk­ten trotz­dem selt­sam intro­ver­tiert. Die Band war schnell in Independent-Kreisen erfolg­reich, und lan­de­te mit 1988 mit „Freak Scene“ einen Hit in den Independent-Charts, ein Jahr spä­ter kam ihre Coverversion des The Cure-Songs „Just Like Heaven“ auch in die Pop-Charts. Dinosaur jr. war auf dem Höhepunkt des Erfolgs, aber es gab Gerüchte dar­über, dass die Musiker nicht mehr mit­ein­an­der rede­ten. 1989 warf J. Mascis Lou Barlow aus der Band, zwei Jahre spä­ter hat­te auch Drummer Murph genug.
    In FREAKSCENETHE STORY OF DINOSAUR JR. reden J. Macsis, Lou und Murph über die Gründung, Trennung, und Wiedervereinigung der Band, und sind dabei erstaun­lich offen in Bezug auf die eige­ne toxi­sche Männlichkeit, die sich bei Dinosaur jr. wenigs­tens nicht gegen Frauen rich­te­te. Heute, nach den Missbrauchsskandalen um Ryan Adams und Marilyn Manson, ist klar, dass auch in der Independent Szene reich­lich Macker-Gift ver­brei­tet war und ist, aber damals stan­den die Stars auch für eine ande­re, kom­ple­xe­re Vorstellung von Männlichkeit. Heute zei­gen sich auch Band-Diktator J. Mascis und Aggro-Bassist Lou Barlow ein­sich­tig. Drummer Murph weckt auf­rich­ti­ges Mitgefühl dafür, den Psycho-Terror sei­ner Band so lan­ge aus­ge­hal­ten zu haben. Als Porträt einer Banddynamik ist FREAKSCENE groß­ar­tig, nur kommt die Faszination der Musik von Dinosaur jr., die gera­de in der flä­chi­gen Entfaltung der Songs und in den bra­chia­len Dynamikwechseln liegt, in den Songschnipseln nicht her­über. Für Fans ist der Film Gold, für Nicht-Eingeweihte weniger.

    Tom Dorow | indiekino.de

    Credits:

    DE/US 2020, 82 Min.
    Regie: Philipp Reichenheim
    mit: J Mascis, Lou Barlow, Murph, Kim Gordon, Henry Rollins, Bob Mould, Thurston Moore

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  • Die außergewöhnliche Reise der Celeste Garcia

    Die außergewöhnliche Reise der Celeste Garcia

    ein Film von Arturo Infante. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Einen Science-Fiction-Film aus Kuba bekommt man nicht alle Tage zu sehen, allein das schon macht das Regiedebüt des erfah­re­nen Drehbuchautors Arturo Infantes bemer­kens­wert. Weltraumaction soll­te man aller­dings nicht erwar­ten, denn „Die außer­ge­wöhn­li­che Reise der Celeste Garcia“ benutzt sein Sci-Fi-Motiv ganz unter­schwel­lig und erzählt statt­des­sen von sei­ner Titelheldin, die nach Jahren des immer glei­chen Trotts noch ein­mal einen Neuanfang wagen möchte.

    Die ehe­ma­li­ge Lehrerin Celeste Garcia (Maria Isabel Diaz) führt nach ihrer Pensionierung ein beschau­li­ches Leben in Havanna, arbei­tet als Teilzeitkraft im Planetarium und küm­mert sich um ihren 25jährigen Sohn Pedrito (Roberto Espinosa), der immer noch zu Hause lebt und den gan­zen Tag mit sei­nen Videospielen beschäf­tigt ist. Ein wenig mehr Aufregung wünscht sich Celeste in ihrem täg­li­chen Trott, der so beschau­lich abläuft, wie das Leben in der kuba­ni­schen Hauptstadt.

    Als sie eines Tages nach Hause kommt, ist die Wohnung ihrer Nachbarin Polina von der Polizei abge­sperrt und die Nachbarin ver­schwun­den. Und dann hört Celeste in den abend­li­chen Nachrichten im Staatsfernsehen etwas selt­sa­mes: Der Sprecher erklärt der Bevölkerung, dass Kuba seit lan­gem von Außerirdischen vom Planeten Gryok Besuch hat. Unbemerkt haben die Aliens sich unter die Bevölkerung gemischt, um die beson­de­ren Erfolge des kuba­ni­schen Sonderweges mit eige­nen Augen zu erle­ben, Erfolge, die, wie der Nachrichtensprecher betont, trotz des Embargos durch die Vereinigten Staaten errun­gen wur­den. Und als wäre das nicht schon selt­sam genug, fin­det Celeste in ihrer Wohnung eine Einladung zum Planeten der Gryoks, die eini­ge Kubaner als Botschafter in ihre Welt holen wol­len. Voller Enthusiasmus beginnt sich Celeste auf die bevor­ste­hen­de Reise vor­zu­be­rei­ten und erin­nert sich der­weil an Momente, die ihr bis­he­ri­ges Leben geprägt haben.

    In einer alten, ver­fal­le­nen Schule spielt „Die außer­ge­wöhn­li­che Reise der Celeste Garcia“ in ers­ter Linie, umfunk­tio­niert zum Ort, wo die Auserwählten sich auf ihr neu­es Leben vor­be­rei­ten. Eine bun­te Gruppe kuba­ni­scher Charaktere ist das, vom altern­den Musiker, einer schwan­ge­ren Frau, bis zu einem jün­ge­ren Paar, das unbe­dingt aus­rei­sen möch­te. Unweigerlich muss man spä­tes­tens hier an den Wunsch vie­ler Kubaner den­ken, ihre mit wirt­schaft­li­chen Problemen kämp­fen­de Heimat zu ver­las­sen und ihr Glück im Ausland, am liebs­ten im eben­so nahen wie fer­nen Amerika zu suchen. Doch die Vorbereitung auf die Migration macht schnell deut­lich, dass auch das Leben auf Gyrok kein Zuckerschlecken ist, das auch dort stren­ge Regeln gel­ten, das auch in die­sem schein­ba­ren Ort der Freiheit, nicht Alle alle Möglichkeiten haben.

    So deut­lich sich die­se Prämisse auf dem Papier liest, so sub­til erzählt Arturo Infante von sei­ner Titelfigur, ein­fühl­sam gespielt von der auch inter­na­tio­nal bekann­ten Maria Isabel Diaz, die etwa in Almodovars „Volver“ oder Mel Gibsons „Apocalypto“ zu sehen war. Ob Celeste Garcia dann am Ende mit dem Raumschiff in ein neu­es Leben auf­bricht oder doch in ihrer Heimat zurück­bleibt, spielt kei­ne Rolle mehr. Längst hat sie erkannt, dass nicht der Ort an dem sie lebt für ihr Glücklichsein ent­schei­dend ist, son­dern die Menschen, die sie umge­ben und vor allem ihr eige­ner Blick auf ihr Dasein.

    Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    OT: El Viaje Extraordinario de Celeste Garcia
    CU/DE 2018, 92 Min., Span. OmU
    Regie & Buch: Arturo Infante
    Darsteller: Maria Isabel Diaz, Omar Franco, Nestor Jimenez, Yerlin Perez, Tamara Castellanos, Veronica Diaz, Roberto Espinosa

    Trailer:
    Trailer „Celeste Garcia”
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  • Achtung Berlin 2021

    Achtung Berlin 2021

    Auch die­ses Jahr sind wir wie­der bei Achtung Berlin dabei, mitt­ler­wei­le zum 3. Mal. Bei unse­rer Auswahl schei­nen sich die Themen manch­mal zu ähneln, Hintergründe und Erzählstil sind es nicht. 

    Die Filme:

    (WAS SEHEN WIR, WENN WIR ZUM HIMMEL SCHAUEN? gibt es bei uns dann zum Filmstart, das nur zur Info.)

    Melanie Lischker schafft in BILDER (M)EINER MUTTER neben einem sehr per­sön­li­chen Zugang zu ihrer Mutter ein anschau­li­ches Zeitkolorit der 1970-er Jahre mit sei­nen man­nig­fal­ti­gen Widersprüchen.
    R: Melanie Lischker, Dokumentarfilm | 78 min.
    9.9., 18:30  [Tickets & Termine]

    Jide Tom Akinleminu schaut in WHEN A FARM GOES AFLAME auf sei­ne Eltern, eine dänisch-nige­ria­ni­sche Beziehung, die plötz­lich eine völ­lig uner­war­te­te Wendung nahm.
    R: Jide Tom Akinleminu, Dokumentarfilm | 111 min.
    12.9., 17Uhr [Tickets & Termine]

    Rocco Di Mento möch­te einen Film über die gro­ße Liebe sei­ner Großeltern dre­hen, muss aber fest­stel­len, dass die Familienerzählung sehr ver­schie­den ist von der Wirklichkeit (und auch noch anders, als wir das jetzt ver­mu­ten): THE BLUNDER OF LOVE.
    R: Rocco Di Mento, Dokumentarfilm | 84 min.
    11.9., 18:30 [Tickets & Termine]

    In der Polizeiakademie der auto­nom ver­wal­te­ten kur­di­schen Provinz Rojava absol­viert die 19-jäh­ri­ge Hala eine mili­tä­ri­sche Ausbildung mit femi­nis­ti­scher Schulung. Dann kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück, um auch ihre Schwestern vor Zwangsheirat und Unterdrückung zu schüt­zen, erlebt aber eine Enttäuschung: THE OTHER SIDE OF THE RIVER von Antonia Kilian
    R: Antonia Kilian, Dokumentarfilm | 92 min.
    11.9., 21:00 [Tickets & Termine]

    Einmal mehr unter­sucht Daniel Kötter Bewegungen und Entwicklungen in Afrika. Entlang der Schlucht des Akaki-Flusses seziert RIFT FINFINNEE den mehr als nur sym­bo­li­schen Riss zwi­schen der Stadt Addis Ababa und dem Land.
    R: Daniel Kötter, Dokumentarfilm | 79 min.
    12.9., 19:30 [Tickets & Termine]

    Tobias Lenels Spielfilm CAPRICCIODAS FALSCHE KIND ist ein Sommerfilm über Empathie, Lügen und eine ver­leug­ne­te Tochter.
    R: Tobias Lenel, Spielfilm| 90 min
    10.9., 21.00 [Tickets & Termine]

    Nach dem Tod sei­ner Großmutter reist der neun­jäh­ri­ge Roman sei­ner Mutter Oksana aus der Ukraine nach Deutschland hin­ter­her, nur um fest­zu­stel­len, dass er sich einem Rivalen stel­len muss, dem neu­en Mann der Mutter. RIVALE, Spielfilm von Marcus Lenz
    R: Marcus Lenz, Spielfilm | 96 min.
    10.9., 18:30 [Tickets & Termine]

    Irgendwo im graus­ten Ruhrgebiet fin­det das „Böse“ statt, und Komissar Konka und sein Assistent Walter müs­sen in der völ­lig sinn­lo­sen Tat ermit­teln. Hanna Dörrs DAS MASSAKER VON ANRÖCHTE ist ziem­lich abge­fah­ren und will kein „Crowdpleaser“ sein, ist aber ein Film für alle, die kei­nen deut­schen Fernsehkrimi mehr ertra­gen kön­nen.
    R: Hannah Dörr, Spielfilm | 63 min.
    9.9., 21:00 [Tickets & Termine]

  • Nachspiel

    Nachspiel

    ein Film von Christoph Hübner & Gabriele Voss.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sie haben alles erlebt im Fußball. Sie waren oben und unten, dann wie­der oben oder auch nicht. Sie haben sich ver­letzt, sie haben sich wie­der her­an gekämpft, sie haben den har­ten und ernüch­tern­den Alltag des bezahl­ten Fußballs in den Profi-Ligen und dar­un­ter erlebt. Sie sind ganz aus dem Fußball aus­ge­stie­gen, haben ihre eige­nen Grenzen erkannt, sie haben erle­ben müs­sen, dass Talent allein nicht reicht. Sie haben sich mit den Medien her­um­ge­schla­gen und sich an sie gewöh­nen müs­sen. Sie haben sehr viel Geld ver­dient oder auch gera­de das nötigs­te. Sie haben viel über sich selbst gelernt und in weni­gen Jahren so viel erlebt, wie ande­re kaum in einem gan­zen Leben.

    Seit über zwan­zig Jahren beglei­ten Christoph Hübner und Gabriele Voss eini­ge jun­ge Fußballtalente von Borussia Dortmund mit der Kamera. Sie alle waren mehr­fa­che deut­sche Jugendmeister und Hoffnungsträger im Nachwuchsfußball. Einer von ihnen brach­te es schließ­lich zu einer Profikarriere bis an die Spitze der Bundesliga, ein ande­rer schlug sich in den unte­ren Ligen des Fußballgeschäfts durch. Einer stieg schließ­lich ganz aus und mach­te eine erstaun­li­che Karriere anderswo.

    Doch jetzt ist Schluss mit Fußball. Die Protagonisten von damals sind inzwi­schen Mitte drei­ßig und haben ihre Karriere been­det. Wie bau­en sie sich einen neu­en Alltag auf? Wie geben sie ihrem Leben einen neu­en Inhalt? Sind sie mit sich zufrie­den? Haben sie für die Verwirklichung ihres Traums alles gege­ben? Was bleibt über den Fußball hinaus?

    NACHSPIEL erlaubt einen unge­wöhn­lich nahen Blick auf den Fußball, auf sei­ne Faszination und sei­ne Gnadenlosigkeit, auf sei­ne schö­nen und schwie­ri­gen Seiten. Das ist aber nicht alles. Was die jun­gen Spieler erlebt haben, ist nicht nur Fußball. Die Fragen, die blei­ben, gehen weit dar­über hin­aus: Was muss man tun, um den eige­nen Lebenstraum zu ver­wirk­li­chen? Was heißt Erfolg  und was heißt Scheitern? Und was heißt Gelingen auf dem per­sön­li­chen Lebensweg? 

    NACHSPIEL ist der drit­te und letz­te Teil der „Trilogie des Fußballer-Lebens“ von Christoph Hübner und Gabriele Voss, die 1998 mit DIE CHAMPIONS begann und 2009 mit HALBZEIT fort­ge­setzt wurde.

    Credits:

    DE 2019, 94 Min.
    Regie: Christoph Hübner & Gabriele Voss
    Kamera: Christoph Hübner
    Schnitt: Gabriele Voss

    Trailer:
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  • Über Deutschland

    Über Deutschland

    ein Film von Bernhard Sallmann.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Den Sommer 1910 ver­bringt die 17-jäh­ri­ge Russin Marina Zwetajewa im Kurort Loschwitz bei Dresden. Die Begegnung mit der deut­schen Kultur fließt in ihren nach der Oktoberrevolution ver­fass­ten tage­buch­ar­ti­gen Text ein. Entstanden ist ein schil­lern­der, irri­tie­ren­der Exkurs der noch jun­gen Beobachterin, in dem schon die spä­te­re Lyrikerin auf­blitzt. Sie reflek­tiert über Kunst und das Verhältnis Deutschland-Russland-Frankreich.

    Credits:

    DE 2021, 90 Min.
    Buch & Regie: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger

    Trailer:
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  • Victoria

    Victoria

    ein Film von Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Jahre in California City, einer rie­si­gen, geis­ter­haf­ten Planstadt in der Wüste, durch eine Bergkette von Los Angeles abge­schnit­ten. Im Vergehen der Zeit, beim Pflegen des ver­san­de­ten Straßennetzes, auf dem Weg zur Schule, beim Abhängen, ent­fal­tet Victoria en pas­sant eine Stadtkarte, die nie Orientierung erlaubt. Aus doku­men­ta­ri­schen Bildern und Handyvideos des Protagonisten, aus vir­tu­el­len Ansichten und einem Voiceover aus Warrens Tagebucheinträgen ent­steht ein Bild der Stadt und eine Stadt aus Bildern. Darin wird die Konstruktion der Realität sicht­bar, aber auch ihr Potenzial zur Poesie: ein Wettrennen mit der Schildkröte im Wüstensand, die Fontänen geplatz­ter Wasserleitungen, die Erinnerungen an Los Angeles beim vir­tu­el­len Flanieren mit Google Maps, schwar­ze Löcher als Tore zu einer ande­ren Galaxie.

    Credits:

    BE 2019, 71 Min., engl. OmU
    Regie: Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer, Isabelle Tollenaere

    Kamera: Isabelle Tollenaere
    Schnitt: Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer, Isabelle Tollenaere
    mit Lashay T. Warren, Sharleece Bourne, Mark Martinez, Ernest Dove, Markiece Glover, Elliot Lacey

    Trailer:
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  • Hinter den Schlagzeilen

    Hinter den Schlagzeilen

    ein Film von Daniel Sager.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Für den Dokumentarfilm HINTER DEN SCHLAGZEILEN öff­net Deutschlands größ­te Tageszeitung erst­mals die Tür zu ihrem welt­weit renom­mier­ten Investigativ-Ressort und erlaubt einen inti­men Einblick in Arbeitsprozesse, die sonst nur unter strik­ter Geheimhaltung stattfinden.

    Zwei Jahre nach der Enthüllung der Panama Papers ste­hen die Journalisten der Investigativ-Redaktion der Süddeutschen Zeitung vor neu­en Herausforderungen: der poli­ti­sche Mord der mal­te­si­schen Journalistin Daphne Caruana Galicia und ein mys­te­riö­ser Waffenhändler, der mit dem ira­ni­schen Atomraketen-Programm in Verbindung gebracht wird. Doch als ihnen im Frühling 2019 ein gehei­mes Video zuge­spielt wird, das den öster­rei­chi­schen Vizekanzler HC Strache schwer belas­tet, über­schla­gen sich die Ereignisse.

    Daniel Sager gelingt es in sei­nem Film, die kom­ple­xe Vorgehensweise der Journalisten und der Redaktion für die Veröffentlichung des Ibiza-Videos zu beglei­ten. Prüfungen des Materials auf Echtheit, recht­li­che Konsequenzen und Absicherungen, Recherchen zur Entstehung und den Quellen des Videos als Arbeitsschritte bis zur Veröffentlichung wer­den für den Zuschauer hier transparent.

    Ein wich­ti­ger Beitrag in der Diskussion um die Glaubwürdigkeit und die Rolle der Medien in demo­kra­ti­schen Gesellschaften.

    Credits:

    DE 2021, 90 Min.
    Regie: Daniel Sager
    Kamera: Börres Weiffenbach, Daniel Sager, Anne Misselwitz, Frank Marten Pfeiffer
    Schnitt: Hannes Bruun

    Trailer:
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  • filmPOLSKA reloaded – Simple Things

    filmPOLSKA reloaded – Simple Things

    Proste rzec­zy / Simple Things

    [Tickets]

    PL 2020, 84 min, OmU
    R/B: Grzegorz Zariczny
    K: Weronika Bilska
    S: Bartosz Pietras
    M: Marcin Dymiter
    D: Błażej Kitowski, Magdalena Sztorc, Tomasz Schimscheiner u. a.

    Für die jun­ge Aussteiger-Familie geht ein Traum in Erfüllung – ein eige­nes Haus auf dem Land. Hier kann das jun­ge Paar mit sei­ner Tochter in Ruhe pla­nen, wer­keln und gestal­ten. Aber ein altes Haus zu reno­vie­ren ist kei­ne leich­te Bastelarbeit. Deshalb kommt ein Onkel, um zu hel­fen – doch mit ihm kommt auch die Vergangenheit in das Haus, die zuneh­mend die hei­te­re Aufbruchsstimmung überschattet.

    Der Film besticht durch nar­ra­ti­ve Einfachheit und eine gro­ße Nähe zu sei­nen Figuren. Weronika Bilskas Kamera rückt eng an Personen und Gegenstände her­an und hilft damit dem Zuschauer, tief in das Leben der Familie ein­zu­tau­chen. Regisseur Grzegorz Zariczny wie­der­um bedient sich meis­ter­haft der Sprache des Dokumentarfilms und nimmt damit die Perspektive eines unprä­ten­tiö­sen Beobachters ein, der auf kon­stru­ier­te Spannungsbögen und den mora­li­schen Zeigefinger verzichtet.

    Grzegorz Zariczny (geb. 1983) stu­dier­te Regie in Katowice Dokumentarfilm in Warschau. Sein Kurzfilm „Gwizdek“ (2013) gewann einen Grand Prix beim Sundance-Filmfestival. Darüber hin­aus dreh­te Zariczny u. a. die Dokumentarfilme „Love, love“ (2015), „Ridan“ (2017) und „Ostatnia lek­c­ja“ (2018), sowie den Spielfilm „Fale“ (2016).

     

     

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

     

  • filmPOLSKA – I Never Cry

    filmPOLSKA – I Never Cry

    Jak naj­da­lej stąd / I Never Cry

    PL/IRL 2020, 100 min, OmU

    R/B: Piotr Domalewski

    K: Piotr Sobociński jr.

    S: Agnieszka Glińska

    M: Hania Rani

    D: Zofia Stafiej, Kinga Preis, Arkadiusz Jakubik, Dawid Tulej u. a.

    Ola ist sieb­zehn, ziem­lich dick­köp­fig und träumt vor allem von einem eige­nen Auto – denn damit kann man dem Alltag einer tris­ten Kleinstadt ent­flie­hen, die immer ein Stück zu eng ist. Ihren Vater hat sie ewig nicht mehr gese­hen, denn der schuf­tet in Irland für die Familie.

    Dann kommt aus hei­te­rem Himmel die Nachricht: Ihr Vater hat­te einen töd­li­chen Arbeitsunfall. Jemand muss nach Irland fah­ren, um die nöti­gen Formalitäten zu erle­di­gen und ihn nach Hause zu über­füh­ren. Da ihre Mutter kein Wort Englisch spricht, macht sich Ola allein auf den Weg, um mit der Aussicht auf die Erbschaft viel­leicht doch den Traum vom Auto zu fül­len. Dort taucht sie tief ein in den Alltag der zahl­lo­sen Migranten, wel­che die iri­sche Wirtschaft am Laufen halten.

    Wenn Ken Loach Pole wäre, hät­te er die­sen Film gemacht. Piotr Domalewski bedient sich in Bildsprache und Erzähltechnik beim Meister des Sozialdramas und haucht damit dem Genre neu­es Leben ein. Das gelingt vor allem dank der Hauptdarstellerin Zofia Stafiej, die über­zeu­gend einen unge­stü­men Teenie ver­kör­pert, der lang­sam zur Erwachsenen reift.

    Piotr Domalewski (geb. 1983) stu­dier­te Schauspiel in Kraków und Regie in Katowice, bevor er mit sei­nem Langspiel-Debüt „Cicha noc / Stille Nacht“ auf Anhieb beim Filmfestival in Gdynia den Hauptpreis gewann.

    Vorführungen in Kooperation mit dem FilmFestival Cottbus

    14.10. 18:00 / fsk Kino  [Tickets]

     

  • filmPOLSKA 2021

    filmPOLSKA 2021

    filmPOLSKA ist das größ­te pol­ni­sche Filmfestival in Deutschland und wird vom Polnischen Institut Berlin ver­an­stal­tet. In den Jahren 2006–2020 zeig­te das Festival in ver­schie­de­nen Kinos Berlins und Brandenburgs ins­ge­samt 1.574 Filme. 324 Filmemacher/innen waren beim Festival zu Gast.

    Insgesamt sie­ben Filme kon­kur­rie­ren die­ses Jahr im Wettbewerb (der kom­plett im fsk zu sehen ist), dar­un­ter gleich zwei Coming-Of-Age-Geschichten: Piotr Domalewski wid­met sich mit sei­nem in Cottbus mit dem Hauptpreis aus­ge­zeich­ne­ten “Jak naj­da­lej stąd / I Never Cry” [Tickets] den pre­kä­ren Lebensbedingungen der pol­ni­schen Arbeitsmigrant*innen in England mit Ken Loach-Anklängen, wäh­rend Tomasz Jurkiewicz in sei­nem Debüt “Każdy ma swo­je lato / Everyone Has A Summer” [Tickets] als Generationenfilm von der ers­ten gro­ßen Liebessehnsucht erzählt. “Sweat” [Tickets] zeigt den Alltag der Fitness-Trainerin und Influencerin Sylwia (​gespielt von Magdalena Koleśnik) und wirft einen ung­la­mou­rö­sen Blick hin­ter die Kulissen per­fekt insze­nier­ter Online-Persönlichkeiten.Um die Verquickung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht es in Mariusz Wilczyńskis hoch­am­bi­tio­nier­tem, düs­te­rem Animationsfilm “Zabij to i wyje­dź z tego mias­ta / Kill It And Leave This Town“ [Tickets], an dem der Regisseur 14 Jahre lang arbei­te­te. Der ers­te Langfilm des Regisseurs fei­er­te 2020 in der Sektion Encounters der Berlinale sei­ne Premiere. Grzegorz Zaricznys auf wah­ren Begebenheiten und mit “rea­len” Charakteren insze­nier­tes Drama “Proste rzec­zy / Simple Things” [Tickets] berich­tet von der Schwierigkeit, einen Neustart auf dem Land zu wagen, wenn die fami­liä­re Vergangenheit einen nicht los­lässt. Dokumentarisch wird es dann mit Eliza Kubarskas atem­be­rau­bend foto­gra­fier­tem “Ściana cie­ni / Die Wand der Schatten“ [Tickets], der das Abhängigkeitsverhältnis von Sherpas und Alpinist*innen zum Anlass nimmt, über die Grenzen des Tourismus und Macht(un)gleichgewichte nach­zu­den­ken. Und Agnieszka Polska lie­fert mit “Hura. Wciąż żyje­my! / Hurrah, We Are Still Alive!” [Tickets] einen Polit-Thriller und Genrefilm um eine Schauspieltruppe, der ihr Regisseur abhan­den gekom­men ist.

    Hinzu kom­men außer­habl des Wettbewerbs Małgorzata Szumowskas mes­ser­schar­fe Gesellschaftssatire “Śniegu już nig­dy nie będ­zie / Der Masseur” [Tickets] und Agnieszka Hollands “Šarlatán / Charlatan“ [Tickets], sowie fol­gen­des Kurzfilmprogramm:

    Im Trickfilm-Programm “Polish Animation” [Tickets] erle­ben wir in aktu­el­len Filmen jun­ger Regisseur*innen in diver­sen Animationstechniken die Erforschung des eige­nen Körpers, eine vir­tu­os insze­nier­te Seelenwanderung, einen comic­haft über­zeich­ne­ten Kampf mit dem Körpergewicht, eine im Sterben lie­gen­de Frau bei ihren letz­ten Atemzügen und dar­über hin­aus, eine zwie­lich­ti­ge Vogelretterin mit dunk­len Geheimnissen, eine moder­ne Hexenjagd mit tra­gi­schem Ausgang, einen nächt­li­chen Wandel im Rausch und das in Metaphern ver­pack­te Ringen mit einer trau­ma­ti­schen Kindheit.

    Installation:
    Das für iPads und iPhones opti­mier­te Augmented-Reality-Projekt “Przyszłość będ­zie świet­la­na / Die Zukunft wird leuch­tend sein” von Wiola Sowa erwei­tert die bestehen­de Realität nicht um eine neue Dimension, son­dern  degra­diert sie, indem sie Informationen aus dem Bild schnei­det und ihm so „Narben“ zufügt. Damit bezieht sich die Arbeit auf Pandemie-Erfahrungen und ruft Verlustgefühle her­vor. In filmPOLSKA-Kinos hän­gen Plakate mit dem QR-Code zum Projekt. Die Arbeit ist für die Anzeige auf iPads und iPhones opti­miert, läuft aber auch auf eini­gen Android-Geräten.

    Przyszłość będ­zie świet­la­na / The Future Will Be Bright © Wiola Sowa

    Termine: