La Flor

Ein Film von Maria­no Llinás. Ab 25.7. im fsk.

[Credits] [Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Zehn Jah­re lang hat Maria­no Llinás an sei­nem knapp 14-stün­di­gen Epos gear­bei­tet, und das Ergeb­nis zählt unbe­strit­ten zu den außer­ge­wöhn­lichs­ten Kino­er­eig­nis­sen des Jah­res. Eli­sa Car­ri­ca­jo, Vale­ria Cor­rea, Pilar Gam­boa und Lau­ra Pare­des bil­den für drei Kapi­tel ein ful­mi­nant auf­spie­len­des Quar­tett, das in sechs Epi­so­den und acht Akten, umge­ben von Dut­zen­den Neben­dar­stel­le­rIn­nen, als betö­rend roter Faden der Serie fun­giert. Ver­wir­rend? Dabei ist alles ganz ein­fach: Jede Epi­so­de bezieht sich auf ein klas­si­sches Film­gen­re, das Llinás genüss­lich dekon­stru­iert und dem er zugleich hul­digt –wie zum Auf­takt, im ers­ten Kapi­tel, dem Hor­ror mit­hil­fe einer ein­ge­schlepp­ten Mumie und dem Melo­dram mit eifer­süch­ti­gem Gesang.
Das zwei­te Kapi­tel, mit dem er sei­ne unge­wöhn­li­che Rei­se in die Kino­ge­schich­te fort­setzt – und aber­mals nicht zu Ende bringt –, ver­klei­det Llinás als Agen­ten­film aus dem Kal­ten Krieg. Eine Ent­füh­rung im argen­ti­ni­schen Nir­gend­wo, undurch­sich­ti­ge Moti­ve des Auf­trag­ge­bers im grau­en Brüs­sel, eine Grenz­über­schrei­tung im geteil­ten Ber­lin (Fritz-Lang-Stra­ße!) und die Geheim­nis­se eines weib­li­chen Maul­wurfs in Lon­don bil­den die kunst­voll inein­an­der ver­schach­tel­ten Erzäh­lun­gen.
Kapi­tel 3: Am Ende kann es kein sol­ches geben. Nach Refe­ren­zen an den fran­zö­si­schen Autoren­film, den Heim­keh­rer-Wes­tern und die Memoi­ren Casa­no­vas, nach dem plötz­li­chen Auf­tau­chen eines Fil­me­ma­chers und der Meu­te­rei sei­ner mitt­ler­wei­le natür­lich geal­ter­ten Schau­spie­le­rin­nen muss Llinás für sein Opus magnum aber zumin­dest ein Resü­mee zie­hen. Wie es wei­ter­geht? Das wird hier natür­lich nicht ver­ra­ten. Aber so viel steht fest: LA FLOR bleibt ein wun­der­ba­res Mys­te­ri­um, wie es sich Llinás’ Lands­mann Bor­ges nicht bes­ser hät­te aus­den­ken kön­nen. Mit eigens für post­mo­der­ne Fähr­ten­le­se­rIn­nen gemach­ten Wegen, mit so vie­len und zugleich kei­nen Aus­gän­gen. [Micha­el Pek­ler, Vien­na­le]

Die Vor­freu­de steigt, ganz ohne Cliff­han­ger“ Critic.de Teil I
„Ein for­mi­da­bles Frau­en­quar­tett“ Der Stan­dard
„Über­wäl­ti­gend stark“ Critic.de Teil II
„Wer sich also jeden Mor­gen um halb neun in den­sel­ben Kino­saal setz­te, der sich von Tag zu Tag mehr füll­te, kam zuneh­mend aus dem Stau­nen nicht mehr her­aus.“ Der Stan­dard
„Ich hat­te es mir so gewünscht, und es kam viel bes­ser: La Flor ist nicht nur ein spie­le­risch klu­ges Arran­ge­ment der Kino­be­zü­ge, son­dern ein form­voll­ende­tes Pasti­che.“ Critic.de Teil III
La Flor ist sel­ten weni­ger als lus­tig und öfter mehr als span­nend, und wie bei vie­len ande­ren sehr lan­gen Fil­men – wie z.B. Peter Wat­kins The Jour­ney (14,5 Stun­den), Jac­ques Rive­tes Out 1 (fast 13) und Béla Tarrs Sátánt­an­gó (mage­re 7,5) ist es Teil der Erfah­rung, mit dem Film über sei­ne Län­ge hin­aus zu leben und ihn dabei zu sehen, wie er sich andau­ernd neu erfin­det. “ Art­fo­rum

 
Credits:

AR 2018,  808 Min.,  (Akt 1: 167 Min., Akt 2: 59 Min., Akt 3: 106 Min., Akt 4: 112 Min., Akt 5: 126 Min., Akt 6: 99 Min., Akt 7: 117 Min., Akt 8: 107 Min.), Spanisch/Französisch/Englisch/Russisch/Deutsch/Schwedisch/Italienische OmU,
Regie: Maria­no Llinás
Kame­ra: Agus­tín Men­di­la­har­zu
Schnitt: Ale­jo Moguil­lan­sky, Agus­tín Rolan­del­li

mit Eli­sa Car­ri­ca­jo, Pilar Gam­boa, Vale­ria Cor­rea, Lau­ra Pare­des

Ter­mi­ne:

Do., 25. Jul.:Fr., 26. Jul.:Sa., 27. Jul.:So., 28. Jul.:Mo., 29. Jul.:Di., 30. Jul.:Mi., 31. Jul.: