Kategorie: archiv

  • To the Ends of the Earth

    To the Ends of the Earth

    Ein Film von Kiyoshi Kurosawa.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die japa­ni­sche Starmoderatorin Yoko mode­riert ein in ihrer Heimat belieb­tes Reisemagazin. In der neus­ten Folge sol­len die ursprüng­li­chen und exo­ti­schen Seiten Usbekistan ent­deckt wer­den. Aber nichts läuft wirk­lich wie geplant. Das Filmteam reist durchs Land, filmt im wun­der­ba­ren Samarkand und an ande­ren belieb­ten Spots, besucht einen Markt, ver­sucht das loka­le Essen und fühlt sich trotz­dem nie so rich­tig wohl. Bei einem ihrer Streifzügen ent­deckt Yoko eine Ziege, die in einer für sie viel zu klei­nem Stallung steht. Um etwas Action ins Format zu brin­ge, soll die Ziege befreit wer­den – kein guter Plan, wie sich zeigt. Aber mit der Zeit, und nach wei­te­ren Unternehmungen auf dem unbe­kann­tem Terrain kommt Yoko lang­sam auch zu sich, so dass kurz vor Ende der Japanische Originaltitel Sinn macht: Das Ende einer Reise, der Beginn einer Welt.
    Kiyoshi Kurosawa gehört zu den wich­tigs­ten Filmschaffenden Asiens. Diesmal ver­lässt er sei­ne mit­un­ter har­te Vision der moder­nen Welt, um uns eine fried­li­che­re und opti­mis­ti­sche­re Reise anzu­bie­ten.
    „Hinter dem gewal­ti­gen Titel To the Ends Of the Earth ver­birgt sich ein klei­ner gro­ßer Film von über­ra­schen­der Romantik. Doch die weni­gen Klänge, die er anschlägt, hal­len weit über die zwei Stunden Laufzeit hin­aus. Es ist ein Reisefilm über ein Fernsehteam, das eine Reisereportage dreht. So sehen wir wenig von Japan, aber viel von Usbekistan. Sehen aber heißt noch lan­ge nicht ver­ste­hen.
    Denn wie Sofia Coppola in ihrer Japan-Komödie Lost in Translation por­trä­tiert Kurosawa zugleich die Reisenden in ihrer Unfähigkeit, sich auf das Fremde ein­zu­las­sen. Aber auf sei­ne behut­sa­me Art zeich­net er dabei ein grö­ße­res Bild als Coppola. Die Pest, die er fast unmerk­lich seziert, ist das pseu­do-doku­men­ta­ri­sche Reportagefernsehen an der Schwelle zur Dokusoap. Jene Art von Journalismus, die in die Welt hin­aus­zieht, um Klischees bestä­tigt zu fin­den und dazu ein paar Kuriositäten ein­zu­sam­meln.“
    Daniel Kothenschulte | FR

    Credits:

    Tabi no Owari Sekai no Hajimari (旅のおわり世界のはじまり)
    UZ 2019, 120 Min. japa­nisch, usbe­ki­sche OmU
    Regie: Kiyoshi Kurosawa
    Kamera: Akiko Ashizawa
    Schnitt: Koichi Takahashi
    mit: Atsuko Maeda, Shota Sometani, Tokio Emoto, Adiz Rajabov, Ryo Kase

    Trailer:
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    A film by Kiyoshi Kurosawa. In Japanese and Uzbek with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Yoko (play­ed by the for­mer lea­ding mem­ber of the idol girl group AKB48, Atsuko Maeda) is the repor­ter for a tele­vi­si­on tra­vel pro­gram who visits Uzbekistan with her tele­vi­si­on crew to make an epi­so­de for the pro­gram. She dreams of beco­ming a sin­ger. The film con­trasts Yoko’s upbeat on-came­ra per­so­na with her inter­nal con­flicts when she is on her own.

    The film con­sists of a series of epi­so­des in which Yoko wades into a lake to descri­be loo­king for a pos­si­bly mythi­cal Uzbeki fish; pro­claims the deli­cious crun­chi­ness of under-coo­ked rice in a bowl of plov, a local dish; repea­ted­ly takes nau­sea-indu­cing turns on a fun-park pen­dulum ride until her came­ra crew can get enough B‑camera foo­ta­ge of her face; and tri­es to libe­ra­te a goat in cap­ti­vi­ty named Okoo only to learn that if she does, it will be eaten by wild dogs.

    She and the crew visit Samarkand and Tashkent; in the lat­ter, she sings the clas­sic Édith Piaf anthem, Hymne à l’a­mour (with Japanese lyrics], in a fan­ta­sy sequence set at the Navoi Theatre which (as noted below) had been built after the war by Japanese POWs. During a visit to the bazaar, she wan­ders off with a hand-held came­ra and starts video­ta­ping in a rest­ric­ted area. She runs away from the poli­ce, who even­tual­ly appre­hend her but tre­at her kind­ly, espe­ci­al­ly when she lear­ns that her fire­figh­ter boy­fri­end may have been invol­ved in a mas­si­ve oil refi­nery fire in Tokyo Bay, whe­re he was sta­tio­ned. (The boy­fri­end is never actual­ly seen or heard; all the audi­ence lear­ns about him comes from texts he exch­an­ges with Yoko.)

    In a fina­le set in the moun­ta­ins, her crew once again in pur­su­it of a likely mythi­cal beast, she again sings Hymne à l’a­mour as she ima­gi­nes that she has caught sight of Okoo run­ning free in the distance.

    Credits:

    Tabi no Owari Sekai no Hajimari (旅のおわり世界のはじまり)
    UZ 2019, 120 Min. japa­nisch, usbe­ki­sche OmU
    Regie: Kiyoshi Kurosawa
    Kamera: Akiko Ashizawa
    Schnitt: Koichi Takahashi
    mit: Atsuko Maeda, Shota Sometani, Tokio Emoto, Adiz Rajabov, Ryo Kase

    Trailer:
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  • Alcarràs

    Alcarràs

    Ein Film von Carla Simón.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Seit 80 Jahren baut die Familie Solé in Alcarràs Pfirsiche an. In die­sem Sommer ver­sam­melt sie sich zum letz­ten Mal zur gemein­sa­men Ernte. Das Land hat­te ihnen einst der Großgrundbesitzer Pinyol über­las­sen, als Dank für sei­ne Rettung im Spanischen Bürgerkrieg. Doch der jun­ge Pinyol will vom Handschlag sei­nes Großvaters nichts mehr wis­sen. Er will das Land zurück, um eine Photovoltaik-Anlage dar­auf zu errich­ten. Vielstimmig und mit über­bor­den­der Energie erzählt Alcarràs von der letz­ten Ernte der Solés – so hand­fest, dass man sich bald selbst inmit­ten der Familie wähnt. Der Großvater Rogelio gibt die Hoffnung nicht auf, den jun­gen Pinyol zum Einlenken zu bewe­gen. Vater Quimet stürzt sich in die Erntearbeit, als gäbe es kein Morgen. Dolores hält Haus und Familie mit Optimismus und Geduld zusam­men, doch auch sie muss lang­sam ihre Grenzen erken­nen. Die fast erwach­se­nen Kinder Roger und Mariona, Quimets Schwestern Glòria und Nati und Schwager Cisco – alle hel­fen mit, wäh­rend die klei­ne­ren ihren eige­nen Sommer erle­ben und stän­dig neu­es ent­de­cken. Doch inmit­ten der Erntearbeit, nur zwi­schen Sonnenunter- und Sonnenaufgang unter­bro­chen, meh­ren sich die Stimmen, die Angebote Pinyols, für ihn zu arbei­ten, zu über­den­ken. Die Selbstständigkeit wür­de auf­ge­ge­ben, aber die Arbeit gere­gel­ter. Quimet, qua­si das Familienoberhaupt, will davon nichts wis­sen.
    „Alcarràs ist ein klei­nes Dorf im tiefs­ten Katalonien, wo mei­ne Familie Pfirsiche anbaut. Als mein Großvater vor eini­gen Jahren starb, über­nah­men mei­ne Onkel und Tanten das Land. Die Abwesenheit mei­nes Großvaters brach­te mich dazu, die Familientradition und ihre Verbundenheit mit dem Land, die Bäume, die sie anbau­ten, auf eine neue Art wert zu schät­zen. Ich spür­te, dass das alles eines Tages ver­schwin­den könn­te. So ent­stand die Idee zu Alcarràs.
    Wir haben mit groß­ar­ti­gen nicht-pro­fes­sio­nel­len Schauspielerinnen und Schauspielern aus der Gegend von Alcarràs gear­bei­tet, die eine wirk­li­che Verbindung zum Land und zum Boden haben und die den beson­de­ren Dialekt die­ser kata­la­ni­schen Region spre­chen.“
    Carla Simón

    Goldener Bär – Berlinale 2022

    Credits:

    ES/IT 2022, 120 Min., kata­la­ni­sche Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertitlen
    Regie: Carla Simón
    Buch: Arnau Vilaró, Carla Simón
    Kamera: Daniela Cajías
    Schnitt: Ana Pfaff
    mit Jordi Pujol Dolcet, Anna Otin, Xènia Roset, Albert Bosch, Ainet Jounou, Josep Abad, Montse Oró, Carles Cabós, Berta Pipó

    Trailer:
    OmU-Trailer ALCARRÀS – DIE LETZTE ERNTE – ab 11. August im Kino
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    A film by Carla Simón. In Catalan with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    For as long as they can remem­ber, the Solé fami­ly has spent every sum­mer picking the pea­ches in their orchard in Alcarràs, a small vil­la­ge in Spain’s Catalonia regi­on. But this year’s crop may well be their last, as they face evic­tion. The new plans for the land, which include cut­ting down the peach trees and instal­ling solar panels, cau­se a rift in this lar­ge, tight-knit fami­ly. For the first time, they face an uncer­tain future and risk losing more than their orchard.
    After her beau­tiful debut Summer 1993, Carla Simón draws again on her expe­ri­ence of rural life in the Catalan coun­try­si­de, whe­re human acti­vi­ty is part of a cycle gover­ned by sea­sons in a capri­cious cli­ma­te. Family dyna­mics may be mud­di­ed by eco­no­mic con­cerns, but the­re are also dif­fe­ren­ces in how each indi­vi­du­al rela­tes to time. The youn­ger ones enjoy a see­mingly ever­las­ting pre­sent while father bul­lish­ly igno­res the immi­nent future, and grand­fa­ther is rely­ing on a long-for­got­ten pro­mi­se to pro­ve owner­ship of their house … This varie­ty is well-ser­ved by the natu­ral per­for­man­ces of the ensem­ble cast and ensu­res that poli­ti­cal­ly rele­vant the­mes are pre­sen­ted to us in a subt­le man­ner. The fami­ly is only able to find com­mon ground in tra­di­ti­on, which lea­ves us with a genui­ne dis­com­fort about what lies ahead.

    Goldener Bär – Berlinale 2022

    Credits:

    ES/IT 2022, 120 Min., kata­la­ni­sche Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertitlen
    Regie:
    Carla Simón
    Buch: Arnau Vilaró, Carla Simón
    Kamera: Daniela Cajías
    Schnitt: Ana Pfaff
    mit Jordi Pujol Dolcet, Anna Otin, Xènia Roset, Albert Bosch, Ainet Jounou, Josep Abad, Montse Oró, Carles Cabós, Berta Pipó

    Trailer:
    OmU-Trailer ALCARRÀS – DIE LETZTE ERNTE – ab 11. August im Kino
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  • The Souvenir – Part II

    The Souvenir – Part II

    Ein Film von Joanna Hogg.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Es ist nur wenig her, dass Julies undurch­schau­ba­rer, dan­dy­haf­ter Geliebter Anthony sich mit einer Überdosis Heroin das Leben nahm, und der Schock sitzt noch tief. Nachdem sie lan­ge Zeit in ihrem Filmstudium nicht sehr enga­giert war, über­legt sie nun, ihre Beziehung zum Thema ihrer Abschlussarbeit zu machen. Es wird ein schmerz­haf­ter Prozess. Der Dreh und die Zusammenarbeit mit den Kommiliton*innen lau­fen sub­op­ti­mal. Fragen und Kritik kom­men nicht nur von der Crew, Julie selbst muss sich ihrer Rolle stel­len, sowohl inner­halb der Geschichte als auch als Regisseurin.
    „Souvenir I“ han­delt vom Auf und Ab einer toxi­schen Beziehung, Teil II ist aber weit mehr als die Fortsetzung. Wie frag­men­tier­te Erinnerungstücke an die Zeit nach Anthonys Tod setzt sich der Film zusam­men, Trauerarbeit und künst­le­ri­sche Entwicklung gehen Hand in Hand. Julie wird sich selbst bewuss­ter, und der Veränderungen, die sie in ihrem Leben vor­neh­men muss.
    Wie weit das auto­bio­gra­fisch ist, sei dahin­ge­stellt, aber um Authentizität geht es Joanna Hogg ohne­hin nicht, son­dern um die künst­le­ri­sche Darstellung der eige­nen Sicht.
    „THE SOUVENIR … ist wohl auch des­halb so groß­ar­tig, weil eine Filmemacherin hier nichts mehr ver­ar­bei­tet, son­dern die Erinnerung an Erleben und Ver­arbeitung selbst in einen Film ver­ar­bei­tet. Und dabei ganz bei­läu­fig nach­zeich­net, wie sie selbst zu der Fil­memacherin gewor­den ist, die die­sen Film machen konn­te und woll­te.
    Ein Film à la Annie Ernaux: die eige­ne Geschichte nicht ein­fach geste­hen, son­dern zum Anlass neh­men, sich die Welt anzu­se­hen.“ Till Kadritzke | critic.de

    Credits:

    GB 2021, 107 Min., engl. OmU
    Regie: Joanna Hogg
    Kamera: David Raedeker
    Schnitt: Helle le Fevre
    Mit Honor Swinton Byrne, Tilda Swinton, James Spencer Ashworth, Alice McMillan, Oli Bauer, Ariane Labed, Richard Ayoade

    Trailer:
    The Souvenir Part II – Offizieller Trailer
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    A film by Joanna Hogg. In English with German subtitles-

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the second part of her self-explo­ra­to­ry diptych, Joanna Hogg ful­ly rea­li­zes the Proustian impli­ca­ti­ons of film­ing her memo­ries. In the begin­ning, it seems as if the film just took off whe­re the first one stop­ped, but ins­tead of moving on with the emo­tio­nal rol­ler­co­as­ter ride, the mour­ning echo of Anthony’s absence now takes over and rela­tes all actions to the ques­ti­on asked at the very begin­ning of the first film: how to film life? How to film what real­ly hap­pen­ed?
    As Julia tri­es to cope with her life and make her gra­dua­ti­on film about her rela­ti­onship with Anthony, we redis­co­ver cine­ma as a means to heal our wounds, not neces­s­a­ri­ly becau­se ever­y­thing works out, but becau­se films and the exhaus­ting ways of making them enable us to find new per­spec­ti­ves on exis­tence. Rarely have the doubts of gro­wing up mer­ged so beau­tiful­ly with fin­ding one’s voice as an artist, such as in the sequen­ces remi­nis­cent of Hogg’s own first shorts when Julia gets lost in a Cocteau laby­rinth of sur­re­al memo­ries and phan­ta­sies.
    This expres­sio­nist out­burst stands in stark con­trast to the casu­al and ten­der obser­va­tions across the rest of the film, but also pres­ents us with the dis­co­very of a lan­guage that cros­ses the bridge bet­ween expe­ri­ence and film. (Patrick Holzapfel)

    Credits:

    GB 2021, 107 Min., engl. OmU
    Regie: Joanna Hogg
    Kamera: David Raedeker
    Schnitt :Helle le Fevre
    Mit Honor Swinton Byrne, Tilda Swinton, James Spencer Ashworth, Alice McMillan, Oli Bauer, Ariane Labed, Richard Ayoade

    The Souvenir Part II – Offizieller Trailer
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  • Das Pfauenparadies

    Das Pfauenparadies

    Ein Film von Laura Bispuri.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Rund um den Geburtstag von Großmutter Nena und Paco, den Pfau erzählt Laura Bispuri eine wun­der­bar leicht­hän­di­ge Familiendramödie, die mit Erwartungen spielt und die­se dann char­mant ein­löst.
    Bei Regisseurin Laura Bispuri ist es nicht der Elefant, der im Raum steht und den doch kei­ner sehen möch­te, son­dern ein Pfau, der stolz bal­zend ein Rad schlägt. Er ist das Bild im Bild, das offe­ne Geheimnis, eigent­lich aber das etwas ande­re Haustier von Enkelin Alma. Der Vogel stol­ziert durch die Räume, wäh­rend die Gäste auf dem Geburtstag von Großmutter Nena ein­tru­deln, sich situ­ie­ren, ers­te Gespräche begin­nen und das Essen vor­be­rei­tet wird. Schwiegertochter Adelina ver­sucht, mit ihrem Geschenk, einem selbst gestrick­ten Pullover, zu glän­zen. Sohn Vito pumpt Schwester Caterina um Geld für sei­ne anste­hen­de Hochzeit an, wäh­rend die­se zu ver­heim­li­chen sucht, dass sie sich von ihrem Mann Manfredi getrennt hat. Der insis­tiert trotz­dem, beim Essen dabei zu sein, wäh­rend sei­ne neue Freundin Joana unten im Auto war­tet. Alles könn­te in Banalitäten oder Klamauk enden, hät­te Bispuri nicht ein gran­dio­ses Gespür für Besetzung, Timing und Stil. Und es gibt Paco, den schö­nen Pfau, der sich inmit­ten des fami­liä­ren Durcheinanders in eine Taube auf einem von Nenas Gemälde ver­liebt.“
    Susanne Kim | Indiekino

    Diese beweg­te, manch­mal chao­ti­sche Familienaufstellung ist ein Ensemblestück mit 11 Personen und einem Pfau, als wun­der­ba­res Durcheinander cho­reo­gra­fiert. Die einem möch­te sich unbe­dingt mit­tei­len, ande­re lügen oder schwei­gen, und ande­re wei­chen lie­ber aus. Der arme Pfau jedoch kann gar­nichts dafür, dass er im Mittelpunkt steht und schließ­lich als Katalysator für uner­war­te­te Klarstellungen dient. Obwohl, ein wenig dumm ver­hält er sich schon.

    Credits:

    Il paradi­so del pavo­ne
    DE/IT 2021, 89 Min., ital. OmU
    Regie: Laura Bispuri
    Kamera: Vladan Radovic
    Schnitt: Carlotta Cristiani, Jacopo Quadri
    mit: Dominique Sanda, Maddalena Crippa, Carlo Cerciello, Alba Rohrwacher, Fabrizio Ferracane, Maya Sansa

    Trailer:
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    A film by Laura Bispuri. In Italian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    One winter’s day, Nena gathers her fami­ly tog­e­ther to cele­bra­te her bir­th­day. Everyone is the­re: her hus­band Umberto, her son Vito and her daugh­ter Caterina with her cou­sin Isabella, her daugh­ter-in-law Adelina and her ex-son-in-law Manfredi with his new girl­fri­end Joana, her grand­d­augh­ter Alma, her maid Lucia with daugh­ter Grazia. And then the­re is Paco, Alma’s pea­cock. While ever­yo­ne waits for a lunch that will never be ser­ved, Paco beco­mes infa­tua­ted with a litt­le dove in a pain­ting. The tra­ge­dy inher­ent in the impos­si­bi­li­ty of this love distres­ses the who­le fami­ly. All of the guests are impel­led to think about their true fee­lings, about what remains and what is gone forever.

    Credits:

    Il paradi­so del pavo­ne
    DE/IT 2021, 89 Min., ital. OmU
    Regie: Laura Bispuri
    Kamera: Vladan Radovic
    Schnitt: Carlotta Cristiani, Jacopo Quadri
    mit: Dominique Sanda, Maddalena Crippa, Carlo Cerciello, Alba Rohrwacher, Fabrizio Ferracane, Maya Sansa

    Trailer:
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  • Rifkin’s Festival

    Rifkin’s Festival

    Ein Film von Woody Allen.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Woody Allen beglei­tet mich seit eigent­lich schon immer. Jedenfalls seit den 70er Jahren, Spielfilme gegen Fernsehserien, zu der Zeit Take the money and run gegen Derrick. Ein Fernseher für zwei Fraktionen, im Einfamilienhaus. Freitagabend bevor Freitag/Samstagabend zu Disco wur­den. Das SS Mitglied Herbert Reinecker gegen Allen David Koenigsberg, Paranoia in der Straßenbahn gegen die ers­te Szene von Annie Hall. Jahrzehnte spä­ter macht Woody Allen mit 84 nach Stardust Memories einen wei­te­ren Film im Film, ent­spannt in San Sebastian, wäh­rend des Festivals. Wallace Shawn, der mit My din­ner with Andrew und Vanya on 42 street von Louis Malle auch im Film dem Theater treu blieb, für das er haupt­säch­lich arbei­tet (auch als Autor), spielt hier die typischs­te aller Woody Allen Verkörperungen. Intellektuell, banal, ver­korkst, hell­sich­tig, ver­wi­ckelt, allein im Kosmos für sol­che wie ihn und des­halb immer in Gesellschaft.

    Wallace Shawn lebt also ein Filmfestival lang den Nachmittag eines Fauns aus. Sich sei­ner eige­nen Grenzen nicht bewußt aber die­se beharr­lich ver­fol­gend. Ein Vergnügen.

    Rifkin’s Festival wur­de bereits 2019 gedreht, kommt nun aber auch end­lich in hie­si­ge Kinos. Wie so oft bei Allen ist dies ein viel­schich­ti­ger, warm­her­zi­ger Film. Noch dazu einer, der das euro­päi­sche Kino ehrt und zele­briert. In der Hauptrolle agiert Wallace Shawn. Er ist prak­tisch Woody Allen’s Alter Ego. Als Romanautor geschei­tert, als New Yorker Filmdozent nur Anhängsel sei­ner Frau Sue, beglei­tet Mort Rifkin sie zu den Filmfestspielen in San Sebastián. Dort macht Sue die PR für den neu­en Film des Regisseurs Philippe, den Mort so gar nicht aus­ste­hen kann. Er hegt auch den Verdacht, dass Sue eine Affäre hat. Als er dann die orts­an­säs­si­ge Ärztin Jo ken­nen lernt, fin­det er immer wie­der neue Gründe, wie­so er sie auf­su­chen muss. Mort sin­niert über sei­ne Beziehungen – und das in Tagträumen, die gro­ßen euro­päi­schen Filmklassikern nach­emp­fun­den sind.

    (Peter Osteried, Cineman)

    Credits:

    ES/US/IT 2020, 92 Min., engl. OmU,
    Regie: Woody Allen
    Kamera: Vittorio Storaro
    Schnitt: Alisa Lepselter
    mit: Elena Anaya, Louis Garrel, Gina Gershon, Sergi López, Wallace Shawn, Christoph Waltz

    Trailer:
    RIFKIN’S FESTIVAL | Offizieller Trailer | Deutsch
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    A film by Woody Allen. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mort Rifkin, a snob­by elder­ly film cri­tic from New York[dis­am­bi­gua­ti­on nee­ded], is tel­ling his the­ra­pist about the recent deve­lo­p­ments in his life. In the recount, he’s accom­pany­ing his much youn­ger wife Sue to a film fes­ti­val in San Sebastián. She works as a press agent for Philippe, a French direc­tor who­se banal and deri­va­ti­ve anti-war film is being uni­ver­sal­ly cele­bra­ted as a mas­ter­pie­ce, to Mort’s chag­rin. Mort quick­ly beco­mes jea­lous of Sue and Philippe’s rela­ti­onship, which incre­asing­ly moves into open flir­ta­ti­on. Mort’s inner thoughts and fears cau­ses him to have night­ma­res inspi­red by well-known black and white cine­ma­tic clas­sics like Citizen Kane, Breathless, Jules and Jim, Persona, The Exterminating Angel, and 8½.

    While at the fes­ti­val, Mort remi­nis­ces about his life and the pre­ten­tious novel that he’s been wri­ting for deca­des, try­ing to achie­ve a lite­ra­ry rele­van­ce that elu­des him. He reflects upon his youn­ger years when he used to teach cine­ma at the uni­ver­si­ty and felt hap­py and sti­mu­la­ted. Meanwhile, he’s hel­p­less to keep Sue and Philippe from spen­ding time with each other. Eventually, he seeks medi­cal advice about some chest pains and meets Joanna „Jo” Rojas, a Spanish doc­tor who spent some time in New York and is now unhap­pi­ly mar­ried with an unfaithful, tem­pe­ra­men­tal artist. Joanna lea­ves a las­ting impres­si­on on Mort and he repea­ted­ly tri­es to enga­ge her atten­ti­on by faking health issues. Eventually, the two go on a sight-see­ing dri­ve through the sur­roun­ding coun­try, both having a good time in the process.

    On their way back to town, a flat tire forces Joanna and Mort to hitch­hi­ke back to Joanna’s home, whe­re she dis­co­vers her hus­band chea­ting on her with one of his models. The two have a bit­ter fight, then Joanna takes Mort back to his hotel. Here, Sue con­fronts Mort about their dete­rio­ra­ting rela­ti­onship, even­tual­ly announ­cing she’s lea­ving him to start a new life with Philippe. The next mor­ning, Mort calls Joanna, hoping to see her again befo­re he has to return to New York, but she poli­te­ly decli­nes, despi­te har­bor­ing some affec­tion for Mort and doubts about her own marriage’s toxicity.

    Finally, Mort ima­gi­nes hims­elf play­ing chess with Death in a paro­dy of Ingmar Bergman’s 1957 film The Seventh Seal. Death tells him that human life is ulti­m­ate­ly meanin­g­less, but does­n’t need to be emp­ty. In a par­ting word of advice, Death tells Mort that he will see him again in the future, but Mort might win some extra time by making sure to exer­cise and to avo­id pro­ces­sed foods. As the fes­ti­val rea­ches its clo­sing day, Mort reflects upon his chan­ged cir­cum­s­tances, pon­de­ring to go back to be a tea­cher, this time with a less rigid atti­tu­de towards art. Back in New York, he asks his the­ra­pist what he should do now.

    Credits:

    ES/US/IT 2020, 92 Min., engl. OmU,
    Regie: Woody Allen
    Kamera: Vittorio Storaro
    Schnitt: Alisa Lepselter
    mit: Elena Anaya, Louis Garrel, Gina Gershon, Sergi López, Wallace Shawn, Christoph Waltz

    Trailer:
    RIFKIN’S FESTIVAL | Offizieller Trailer | Deutsch
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Eine Sekunde

    Eine Sekunde

    Ein Film von Zhang Yimou.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Sekunde Film, dafür ist der Häftling aus dem Straflager geflo­hen. Seine ihn ent­frem­de­te Tochter soll so lan­ge in dem Werk, das durch die Provinz tourt, zu sehen sein. Genauer gesagt, in der Wochenschau, und aus­ge­rech­net die­se Filmrolle stiehlt das Waisenmädchen Wu. Sie will das Material einer ande­ren, für sie wich­ti­gen Bestimmung zufüh­ren. Ohne die­se Propaganda-Rolle wie­der­um will der stol­ze Projektionist des Kinos der zwei­ten Einheit die Vorstellung nicht begin­nen. Es beginnt eine wech­sel­sei­ti­ge Jagd auf das Diebesgut, mit Verlusten auf aller Seiten. Doch aller Auseinandersetzungen zum Trotz bahnt sich auch eine neue Freundschaft an.

    Bevor Zhang Yimous sei­ne „boden­stän­di­ge und ein­fa­che Geschichte“ vor Publikum zei­gen konn­te, hat­te der Film schon eine beweg­te Geschichte hin­ter sich. Bei der Berlinale für den Goldenen Bären nomi­niert, wur­de er kurz vor sei­ner Premiere aus „tech­ni­schen Gründen“ zurück­ge­zo­gen. Gleiches pas­sier­te dann 21 Monate und zwei Überarbeitungen spä­ter noch­mal beim „Golden Rooster and Hundred Flowers Film Festival“. Kurze Zeit spä­ter aber wur­de der heiß erwar­te­te Streifen in China mit gro­ßem Erfolg gestartet.

    Hatte Zhang zuvor eini­ge opu­len­te Werke geschaf­fen, und zuletzt mit „Hero“ auch das Wuxia-Genre bedient, kön­nen wir hier zwar auch wun­der­ba­re Bilder der Sandwüste bewun­dern, aber Bilder aus der Kulturrevolution sind ins­ge­samt fürs Schwelgen wohl weni­ger geeignet.

    Eine Sekunde ist eher eine Hommage an den 35mm-Film, an sei­ne Haptik, Sinnlichkeit, die stoff­li­che Verletzlichkeit des Materials, und dabei an sei­ne Möglichkeiten, sowie an das Kino die­ser Zeit. Es wird hier „Heroische Söhne und Töchter“ gezeigt, alter­na­tiv wäre nur „Der Kampf zwi­schen Nord und Süd“ mög­lich gewe­sen, denn es gibt nur weni­ge Filme fürs Landvolk. Das tut der Begeisterung jedoch kei­nen Abbruch, und der Andrang sorgt immer­hin für die ein- oder ande­re Massenszene.

    Credits:

    Yi miao zhong 秒钟
    CN 2019, 103 Min., man­da­rin OmU
    Regie: Zhang Yimou
    Basierend auf dem Roman „The Criminal Lu Yanshi” von Yan Geling.
    Schnitt: Yuan Du
    Kamera: Zhao Xiaoding
    mit: Zhang Yi, Liu Haocun, Fan We

    Trailer:
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    A film by Zhang Yimou. In Mandarin with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A pri­soner is sent to a labor camp during China’s Cultural Revolution. Using his wit, sole­ly to watch a news­re­el con­tai­ning a glim­pse of his daugh­ter, he escapes and heads for the cine­ma in a local town whe­re he hopes to find the film. But on the way he comes across a young vagabond who runs away with the reel. Curiously, this enig­ma­tic object, which both covet, will beco­me the seed of an unex­pec­ted friendship.

    Credits:

    Yi miao zhong
    CN 2019, 103 Min., man­da­rin OmU
    Regie: Zhang Yimou
    Basierend auf dem Roman „The Criminal Lu Yanshi” von Yan Geling.
    Schnitt: Yuan Du
    Kamera: Zhao Xiaoding
    mit: Zhang Yi, Liu Haocun, Fan We

    Trailer:
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  • filmPOLSKA 2022Filmpolska 2022

    filmPOLSKA 2022Filmpolska 2022

    Vom 22. – 29. Juni fin­det die­ses Jahr das größ­te pol­ni­sche Filmfestival außer­halb Polens statt (mehr). Im fsk zei­gen wir alle sie­ben Wettbewerbsbeiträge und zwei Specials:

    Bukolika / Bucolic Mutter und Tochter in einem bau­fäl­li­gen, abge­le­ge­nen Haus. Das gan­ze Leben mit sei­nen all­täg­li­chen Reibereien, klei­nen Ausbrüchen und grund­le­gen­den Entscheidungen.
    PL 2021, R/B/K: Karol Pałka, 70 Min, OmeU,
    24.06. 20:00 zu Gast: Karol Pałka
    [Tickets]


    Inni lud­zie / Other People Wer ein­mal einen Text der Star-Autorin Dorota Masłowska gele­sen hat, weiß, was ihn/sie erwar­tet: eine wild schlin­gern­de Handlung, Gesellschaftskritik, mas­sen­haft pop-/kul­tu­rel­le Zitate, Blicke in die Abgründe urba­ner Milieus im frü­hen 21. Jahrhundert.
    PL 2021, 106 min, OmdU, R/B: Aleksandra Terpińska, D: Jacek Beler, Sonia Bohosiewicz, Magdalena Koleśnik.
    25.06. 20:00
    [Tickets]

    Mosquito State In einem muti­gen, umwer­fend bild­ge­wal­ti­gen visu­el­len Experiment ver­knüpft Rymsza die Biografie eines Insekts mit der Zukunft der glo­ba­len Ökonomie. Er zeigt, dass neue Ansätze radi­kal gedacht wer­den müs­sen – und fin­det dafür radi­ka­le visu­el­le Mittel.
    PL/USA 2020, 101 min, engl. OF m. poln. UT, R: Filip Jan Rymsza, D: Beau Knapp, Charlotte Vega, Jack Kesy u. a.
    29.06. 20:00 zu Gast: Filip Jan Rymsza
    [Tickets]

    Ostatni kom­ers / Love Tasting Es ist Juni, nur noch weni­ge Tage blei­ben bis zum gro­ßen Abschlussball. Dann wer­den sich die Wege der Gymnasiastinnen tren­nen und es wird höchs­te Zeit sich zu ent­schei­den, wohin die Lebensreise gehen soll.
    PL 2020, 85 min, OmeU, R/B: Dawid Nickel, D: Mikołaj Matczak, Michał Sitnicki, Sandra Drzymalska u. a.
    28.06. 20:00l
    [Tickets]

    Polaków port­ret włas­ny / Polish Self-Portrait Ein Dokumentar-Experiment, in denen die Protagonistinnen zu ihren eige­nen Kameraleuten wer­den und uns ein Jahr lang an ihrem Leben teil­ha­ben las­sen. Und das ist alles ande­re als ereig­nis­arm.
    PL 2021, 115 min, OmeU, R: Maciej Białoruski, Jakub Drobczyński, Robert Rawłuszewicz,
    26.06. 20:00 zu Gast: Maciej Białoruski & Jakub Drobczyński
    [Tickets]

    Sonata / Sonate In der Provinz des Karpatenvorlandes wird bei Grzegorz schon früh Autismus dia­gnos­ti­ziert. Er spricht nicht, kap­selt sich von sei­ner Umwelt ab und vege­tiert man­gels Therapie vor sich hin – bis in sei­nem Haus ein Klavier auf­taucht.
    PL 2021, 118 min, OmdU, R/B: Bartosz Blaschke, D: Michał Sikorski, Małgorzata Foremniak, Łukasz Simlat
    27.06. 20:00 zu Gast: Bartosz Blaschke
    [Tickets]

    Wszystkie nas­ze strachy / Alle unse­re Ängste Kunst und Gesellschaft sind für Daniel Rycharski untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den, doch mit sei­nen Skulpturen und Happenings eckt er bei den unmit­tel­ba­ren Nachbarn mas­siv an – vor allem, wenn er dar­in die Ausgrenzung von LGBT-Personen the­ma­ti­siert.
    PL 2021, 91 Min, OmdU, R: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt, Kamil Grzybowski, D: Dawid Ogrodnik, Maria Maj, Andrzej Chyra.
    23.06. 20:00 zu Gast: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt & Dawid Ogrodnik
    [Tickets]

    Erotica 2022 In fünf Episoden ent­wer­fen Regisseurinnen nach Drehbüchern nam­haf­ter Schriftstellerinnen – unter ihnen die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und Bestseller-Autorin Joanna Bator – dys­to­pi­sche Visionen über eine nicht all­zu fern lie­gen­de Zukunft. PL 2021, 137 min, OmeU, R: Anna Kazejak, Anna Jadowska, Kasia Adamik, Jagoda Szelc, Olga Chajdas, D: Agata Buzek, Monika Pikuła, Agnieszka Żulewska,
    26.06. 15:00 zu Gast: Anna Jadowska
    [Tickets]

    Film bal­ko­no­wy / Der Balkonfilm Paweł Łoziński mon­tiert eine Kamera auf dem Balkon, kabelt ein Mikrofon an den Zaun und beginnt, den Passant*innen schein­bar plan­los und naiv Fragen nach ihrem Woher und Wohin zu stel­len. Von nun an legt er sich ein Jahr lang auf die Lauer.
    PL 2021, 100 min, OmdU, R/B/K: Paweł Łoziński, S: Paweł Łoziński, Piasek & Wójcik 25.06. 15:00 zu Gast: Paweł Łoziński
    [Tickets]

    Termine:

    Vom 22. – 29. Juni fin­det die­ses Jahr das größ­te pol­ni­sche Filmfestival außer­halb Polens statt. Im fsk zei­gen wir alle sie­ben Wettbewerbsbeiträge und zwei Specials:

    Bukolika / Bucolic Mutter und Tochter in einem bau­fäl­li­gen, abge­le­ge­nen Haus. Das gan­ze Leben mit sei­nen all­täg­li­chen Reibereien, klei­nen Ausbrüchen und grund­le­gen­den Entscheidungen.
    PL 2021, R/B/K: Karol Pałka, 70 Min, OmeU,
    24.06. 20:00 zu Gast: Karol Pałka


    Inni lud­zie / Other People Wer ein­mal einen Text der Star-Autorin Dorota Masłowska gele­sen hat, weiß, was ihn/sie erwar­tet: eine wild schlin­gern­de Handlung, Gesellschaftskritik, mas­sen­haft pop-/kul­tu­rel­le Zitate, Blicke in die Abgründe urba­ner Milieus im frü­hen 21. Jahrhundert.
    PL 2021, 106 min, OmdU, R/B: Aleksandra Terpińska, D: Jacek Beler, Sonia Bohosiewicz, Magdalena Koleśnik.
    25.06. 20:00

    Mosquito State In einem muti­gen, umwer­fend bild­ge­wal­ti­gen visu­el­len Experiment ver­knüpft Rymsza die Biografie eines Insekts mit der Zukunft der glo­ba­len Ökonomie. Er zeigt, dass neue Ansätze radi­kal gedacht wer­den müs­sen – und fin­det dafür radi­ka­le visu­el­le Mittel.
    PL/USA 2020, 101 min, engl. OF m. poln. UT, R: Filip Jan Rymsza, D: Beau Knapp, Charlotte Vega, Jack Kesy u. a.
    29.06. 20:00 zu Gast: Filip Jan Rymsza

    Ostatni kom­ers / Love Tasting Es ist Juni, nur noch weni­ge Tage blei­ben bis zum gro­ßen Abschlussball. Dann wer­den sich die Wege der Gymnasiastinnen tren­nen und es wird höchs­te Zeit sich zu ent­schei­den, wohin die Lebensreise gehen soll.
    PL 2020, 85 min, OmeU, R/B: Dawid Nickel, D: Mikołaj Matczak, Michał Sitnicki, Sandra Drzymalska u. a.
    28.06. 20:00 zu Gast: Dawid Nickel

    Polaków port­ret włas­ny / Polish Self-Portrait Ein Dokumentar-Experiment, in denen die Protagonistinnen zu ihren eige­nen Kameraleuten wer­den und uns ein Jahr lang an ihrem Leben teil­ha­ben las­sen. Und das ist alles ande­re als ereig­nis­arm.
    PL 2021, 115 min, OmeU, R: Maciej Białoruski, Jakub Drobczyński, Robert Rawłuszewicz, 26.06. 20:00 zu Gast: Maciej Białoruski & Jakub Drobczyński

    Sonata / Sonate In der Provinz des Karpatenvorlandes wird bei Grzegorz schon früh Autismus dia­gnos­ti­ziert. Er spricht nicht, kap­selt sich von sei­ner Umwelt ab und vege­tiert man­gels Therapie vor sich hin – bis in sei­nem Haus ein Klavier auf­taucht.
    PL 2021, 118 min, OmdU, R/B: Bartosz Blaschke, D: Michał Sikorski, Małgorzata Foremniak, Łukasz Simlat
    27.06. 20:00 zu Gast: Bartosz Blaschke

    Wszystkie nas­ze strachy / Alle unse­re Ängste Kunst und Gesellschaft sind für Daniel Rycharski untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den, doch mit sei­nen Skulpturen und Happenings eckt er bei den unmit­tel­ba­ren Nachbarn mas­siv an – vor allem, wenn er dar­in die Ausgrenzung von LGBT-Personen the­ma­ti­siert.
    PL 2021, 91 Min, OmdU, R: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt, Kamil Grzybowski, D: Dawid Ogrodnik, Maria Maj, Andrzej Chyra.
    23.06. 20:00 zu Gast: Łukasz Ronduda, Łukasz Gutt & Dawid Ogrodnik

    Erotica 2022 In fünf Episoden ent­wer­fen Regisseurinnen nach Drehbüchern nam­haf­ter Schriftstellerinnen – unter ihnen die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und Bestseller-Autorin Joanna Bator – dys­to­pi­sche Visionen über eine nicht all­zu fern lie­gen­de Zukunft. PL 2021, 137 min, OmeU, R: Anna Kazejak, Anna Jadowska, Kasia Adamik, Jagoda Szelc, Olga Chajdas, D: Agata Buzek, Monika Pikuła, Agnieszka Żulewska,
    26.06. 15:00 zu Gast: Anna Jadowska

    Film bal­ko­no­wy / Der Balkonfilm Paweł Łoziński mon­tiert eine Kamera auf dem Balkon, kabelt ein Mikrofon an den Zaun und beginnt, den Passant*innen schein­bar plan­los und naiv Fragen nach ihrem Woher und Wohin zu stel­len. Von nun an legt er sich ein Jahr lang auf die Lauer.
    PL 2021, 100 min, OmdU, R/B/K: Paweł Łoziński, S: Paweł Łoziński, Piasek & Wójcik 25.06. 15:00 zu Gast: Paweł Łoziński

  • Die Ruhelosen

    Die Ruhelosen

    Ein Film von Joachim Lafosse.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hat er sei­ne Pillen genom­men oder nicht? Habe er, beteu­ert Damien, aber Leïla kann ihm nicht glau­ben. Jeden Tag gibt es mehr klei­ne Anzeichen für die nächs­te mani­sche Episode, ihr Mann ent­glei­tet ihr Stück für Stück.
    Der erfolg­rei­che Maler und die Restauratorin leben mit ihrem Sohn Amine in einem geräu­mi­gen Hof auf dem Land nahe dem Meer. Damiens Bipolarität macht allen drei­en ein­zeln das Leben schwer, und dazu das Zusammenleben schwie­rig. Sie strei­ten, sie schrei­en, aber sie lie­ben sich auch lei­den­schaft­lich. Die Liebe zu erhal­ten, ist schon für ande­re schwie­rig genug, mit die­ser Krankheit aber eine extre­me Herausforderung. Als eine gro­ße Ausstellung sei­ner Werke ansteht, ver­wei­gert der eupho­ri­sche, ener­gie­ge­la­de­ne Damien voll­ends die Medikation. Leïla ist am Ende und lässt ihn ins Krankenhaus ein­wei­sen, nicht zum ers­ten Mal. Aber auch sei­ne Abwesenheit macht sie fer­tig. Was kommt danach? Was pas­siert, wenn eine Krankheit die Kontrolle über­nimmt, über die Umgebung, die Beziehungen?
    „Der gequäl­te männ­li­che Künstler wird vom Kino regel­mä­ßig ver­wöhnt: In zahl­lo­sen Filmen wer­den krea­ti­ve Männer beschrie­ben, die sich im Dienste ihres Genies schlecht beneh­men, wobei die unschö­ne Realität ihrer psy­chi­schen Gesundheit oder die Auswirkungen ihres Verhaltens auf ande­re nur ein Lippenbekenntnis ist. Mit die­sem außer­ge­wöhn­lich bewe­gen­den und klug beob­ach­te­ten Film bie­tet der bel­gi­sche Filmemacher Joachim Lafosse so etwas wie ein Korrektiv, und zwar ein span­nen­des, ver­stö­ren­des.“
    Dave Calhoun | timeout

    Credits:

    Les Intranquilles
    BE/LU/FR 2021, 118 Min., frz. OmU,
    Regie: Joachim Lafosse
    Kamera: Jean-François Hensgens
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo
    mit: Leïla Bekhti, Damien Bonnard, Gabriel Merz Chammah, Patrick Descamps

    Trailer:
    The Restless / Les Intranquilles (2021) – Trailer (English subs)
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    A film by Joachim Lafosse. In French with ger­man subtitles. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leïla and Damien love each other deep­ly. Despite his bipo­la­ri­ty, he tri­es to con­ti­nue life with her, kno­wing that he may never be able to give her what she desires.

    Credits:

    Les Intranquilles
    BE/LU/FR 2021, 118 Min., frz. OmU,
    Regie: Joachim Lafosse
    Kamera: Jean-François Hensgens
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo
    mit: Leïla Bekhti, Damien Bonnard, Gabriel Merz Chammah, Patrick Descamps

    Trailer:
    The Restless / Les Intranquilles (2021) – Trailer (English subs)
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Der menschliche Faktor

    Der menschliche Faktor

    Ein Film von Ronny Trocker.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Jan und Nina lei­ten eine Werbeagentur und leben mit ihren Kindern Emma und Max in Hamburg. Ein Ausflug in ihr gelieb­tes Wochenenddomizil an der Belgischen Küste beginnt dra­ma­tisch: es ist jemand ins Haus ein­ge­drun­gen, und hat bei Ankunft der Familie die Flucht ergrif­fen. Außer dass Max‘ zah­me Ratte den Schreckmoment eben­falls zur Flucht nutzt, ist aber kein Schaden zu ent­de­cken. Trotzdem ist das Sicherheitsgefühl an die­sem Ort ver­schwun­den, und wei­te­re Vertrauensverluste fol­gen.
    Nun ken­nen wir ja den „Rashomon-Effekt“: ein Ereignis wird von allen Beteiligten unter­schied­lich erlebt und beschrie­ben, was zu ver­schie­de­nen Interpretationen und Handlungsoptionen führt. Allerdings sehen wir hier nun nicht nur nach und nach die Sichtweisen der fünf – ja, Ratte Zorro ist auch dabei und hat eine recht plau­si­ble Sicht auf die Dinge – Anwesenden, son­dern auch ande­re Geheimnisse kom­men ans Licht, wie Jans heim­li­che Zusage zu einem deli­ka­ten Auftrag, gegen den Willen sei­ner Partnerin.

    „Während sich das Quartett in der Gefahr zunächst näher kommt, um dann aber zuneh­mend die Bodenhaftung zu ver­lie­ren, irri­tiert Regisseur Ronny Trocker über­dies mit einer nicht-linea­ren Erzählweise, die das anfäng­li­che Familiendrama all­mäh­lich in einen auf expli­zi­te Horroreffekte ver­zich­ten­den Thriller ver­wan­delt. Die Bedrohung aus dem Inneren der Figuren droht dabei in die ohne­hin mul­ti­per­spek­ti­visch aus­fran­sen­de Handlung durch­zu­drin­gen. Selbst die Tatsache des Einbruchs gerät ins Wanken. Vielleicht waren es gar kei­ne Diebe, son­dern Aktivisten, die Jans Kampagne für die extre­mis­ti­sche Partei ableh­nen? Oder doch nur eine kol­lek­ti­ve Einbildung von Menschen, die zu lan­ge anein­an­der vor­bei­ge­lebt haben?
    … ein psy­cho­lo­gisch kon­zen­trier­ter, aber gera­de durch sei­nen unspek­ta­ku­lä­ren Gestus beun­ru­hi­gen­der und zutiefst beein­dru­cken­der Film.“ Alexandra Wach | Filmdienst

    Credits:

    DE, DK, IT 2022, 102 Min., frz., dt. OmU,
    Buch & Regie: Ronny Trocker

    Kamera: Klemens Hufnagl
    Schnitt: Julia Drack
    mit Mark Waschke, Sabine Timoteo, Jule Hermann, Wanja Valentin Kub

    Trailer:
    DER MENSCHLICHE FAKTOR Trailer HD
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    A film by Ronny Trocker.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Jan and Nina tra­vel with their two child­ren to their weekend home on the Belgian coast to find some peace and quiet. But this is rui­ned by a mys­te­rious break-in when the fami­ly arri­ves. Afterwards, Nina has a bloo­dy nose and Zorro, their son Max’s pet rat, has dis­ap­peared. What hap­pen­ed? None of them is able to give the poli­ce a clear descrip­ti­on of the intru­ders. Back in Germany, the suc­cessful adver­ti­sing agen­cy that this bilin­gu­al cou­ple runs tog­e­ther beco­mes the tar­get of a paint bomb attack. Jan had pre­vious­ly made the sin­gle-han­ded decis­i­on to take on the elec­tion cam­paign for a poli­ti­cal par­ty with popu­list ten­den­ci­es – a move that goes against ever­y­thing Nina holds dear.
    Director Ronny Trocker’s second fea­ture film is a subt­le fami­ly dra­ma that smooth­ly tran­si­ti­ons bet­ween dif­fe­rent per­spec­ti­ves of an event. What took place and what it means is thus shown to us in diver­se ways and is con­ti­nu­al­ly expan­ded. As he zeroes in on the sta­te of mind of indi­vi­du­al fami­ly mem­bers, he reve­als the fra­gi­li­ty and poten­cy of indi­vi­du­al perception.

    Credits:

    DE, DK, IT 2022, 102 Min., frz., dt. OmU,
    Buch & Regie: Ronny Trocker

    Kamera: Klemens Hufnagl
    Schnitt: Julia Drack
    mit Mark Waschke, Sabine Timoteo, Jule Hermann, Wanja Valentin Kub

    Trailer:
    DER MENSCHLICHE FAKTOR Trailer HD
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  • Zum Tod meiner Mutter

    Zum Tod meiner Mutter

    Ein Film von Jessica Krummacher.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Einfach Sterben ist es nicht. Es ist nicht ein­fach zu ster­ben.
    Julianes Mutter ist erst 64 Jahre alt. Sie ist schwer krank und lebt in einem Pflegeheim. Jetzt will sie ster­ben und hört auf zu essen und zu trin­ken. Juliane beglei­tet ihre Mutter dabei. Freunde und Bekannte kom­men zu Besuch. Sie neh­men Abschied. Juliane auch, ganz lang­sam. Das Sterben dau­ert, dabei ist es recht fried­lich, manch­mal pro­vo­zie­rend. Der Ausgang steht bereits fest. Ihre Mutter wird bald nicht mehr da sein, wäh­rend Julianes Leben wei­ter­geht. Sie möch­te ihrer Mutter hel­fen und doch weiß sie, dass sie ihr das Sterben nicht abneh­men kann. Aus Tagen wer­den Wochen. Tochter und Mutter sind sich unend­lich nah, kör­per­lich und geis­tig. Bis etwas sie trennt: der ersehn­te Tod.
    Jessica Krummacher erzählt in ihrem zwei­ten Spielfilm vom Sterben, so wie es sich in der Realität ver­hält. Vom Loslassen eines gelieb­ten Menschen. Bis am Ende alles still ist.

    „Womöglich hat sich noch kein Film so inten­siv und umfas­send mit dem Ableben befasst wie Zum Tod mei­ner Mutter. Mit sei­ner Unfassbarkeit und Alltäglichkeit. Mit der Nähe und Intimität, aber auch dem Befremden, das ein­setzt, wenn ein Mensch, der schon immer da war, weni­ger wird, sich auf­löst und bald ver­schwun­den sein wird. Aber auch mit der Unmöglichkeit, das Sterben zu tei­len, selbst wenn man bis zur Erschöpfung an der Seite ist und dabei in eine ganz eige­ne Daseinsform abdrif­tet. „Es ist unmög­lich, in dein Leid ein­zu­drin­gen“, sagt Juliane ein­mal.
    Zum Tod mei­ner Mutter ist aber nicht nur ein Film, der zwei Körper in ihrem Zusammenspiel betrach­tet. Er unter­nimmt auch eine sprach­li­che Annäherung an den Tod. Immer wie­der wird er in Worten umkreist, wird nach einem Ausdruck gesucht, um zu beschrei­ben, was pas­siert und doch nie ganz zu fas­sen ist.“ Esther Buss | Filmdienst
    Am Sonntag, 12.6. ist Jessica Krummacher bei uns zu Gast, um über ihren Film zu sprechen.

    Credits:

    DE 2022, 135 Min., OmenglU,
    Buch & Regie: Jessica Krummacher
    Kamera: Gerald Kerkletz,
    Schnitt: Anne Fabini,
    mit: Birte Schnöink, Elsie de Brauw, Christian Löber, Gina Haller, Nicole Johannhanwahr, Thomas Wehling, Susanne Bredehöft u. a.

    Trailer:
    Zum Tod mei­ner Mutter (offi­zi­el­ler Trailer)
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    A film by Jessica Krummacher. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    When the film beg­ins, it is all over. “We know it’s ter­mi­nal, and that’s all”, says Juliane of her mother Kerstin, who is in gre­at pain and about to die aged just 64. Although the young doc­tor she con­sults ack­now­led­ges on a per­so­nal level that ever­yo­ne has the right to mana­ge their own death, he none­thel­ess reminds her that eutha­na­sia is still ille­gal in Germany. This is even more the case at the Catholic hospi­ce whe­re Kerstin is stay­ing. As rela­ti­ves come to say good­bye to her mother and the emo­ti­ons of memo­ries ming­le with the anti­ci­pa­ti­on of grief, Juliane finds hers­elf having to do batt­le with time – unben­ding, apa­the­tic and mono­chro­me – and this is super­b­ly reflec­ted in the con­vul­si­ons of the hand­held came­ra in wide shots.
    Based on per­so­nal expe­ri­ence, Jessica Krummacher’s second fea­ture film vivid­ly rela­tes the pain­ful sto­ry of losing a parent. There is no vio­lence or mor­bi­di­ty, rather the direc­tor descri­bes the most important of events via the smal­lest, most fra­gi­le of details – the exchan­ging of words, texts and ten­der ges­tu­res that remain with us and get under our skin.

    Credits:

    DE 2022, 135 Min., OmenglU,
    Buch & Regie: Jessica Krummacher
    Kamera: Gerald Kerkletz,
    Schnitt: Anne Fabini,
    mit: Birte Schnöink, Elsie de Brauw, Christian Löber, Gina Haller, Nicole Johannhanwahr, Thomas Wehling, Susanne Bredehöft u. a.

    Trailer:
    Zum Tod mei­ner Mutter (offi­zi­el­ler Trailer)
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