Ein Film von James Benning. Ab 9.7. im fsk.
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„… a truly depressing film“ James Benning
Es hat schon etwas erschreckendes, wenn Bomben Namen bekommen. Ungeheuerlich aber ist die Benennung des Geschosses, die über Hiroshima explodierte und hunderttausende Leben forderte: Little Boy – kleiner Junge. James Benning war damals, 1945, ein kleiner Junge.
Im Film bringt er beides zusammen, die unschuldige kindliche Welt und die Rüstungsindustrie. Zu jedem Miniaturmodell-Bauwerk oder ‑Zug, das im Bild fein angemalt wird, gehört eine eigene Tonspur. Meist sind es Lieder, u.a. von Sinéad O’Connor, Tracy Chapman, Cat Power und Nat King Cole, manchmal Reden, wie ein Reagan-Statement zum Ersten Golfkrieg oder die Ansprache der 12-jährigen Severn Cullis-Suzuki, die 1992 zu längst überfälligen Maßnahmen gegen Artensterben und Klimawandel aufruft.
Aktuell, eigentlich wie fast immer, aber jetzt mehr denn je und Eltern von Schulkindern sollten sich Pete Seegers „What Did You Learn in School Today?“ genau anhören.
„Das Gesamtbild ist das einer Gesellschaft, die zu Zyklen des inneren Niedergangs verdammt ist und im Namen eines „friedensstiftenden“ Interventionismus in den internationalen Terror verwickelt ist. … „Little Boy“ – – [ist] ein amerikanisches Epos im Kleinen.“ Filminc – 68. NY Film Festival

Credits:
US 2025, 74 Min., englische OmU
Regie: James Benning
mit Johnan Jahromi, Alessandro Streccioni, Yusef Ferguson, Yuan Gao, Nelson De Los Santos, Calum Walter, Nathan Meier, James Benning
Trailer:
kein Trailer.
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