Ein Film von James Benning.
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„… a truly depressing film“ James Benning
Es ist erschreckend, wenn Bomben Namen bekommen. Ungeheuerlich aber war die Benennung des Geschosses, die über Hiroshima explodierte und hunderttausende Leben forderte: Little Boy – kleiner Junge. James Benning war damals, 1945, ein kleiner Junge. Sein Film unterminiert die kindliche-unschuldige Welt mit Militarismus, Politik, Rassismus, indem er niedliche Miniaturmodelle, etwa von Zügen oder Bauwerken, fein säuberlich anpinseln lässt, und wer sich auskennt, kann auch die winzigen Firmennamensschilder zuordnen. Jedes Teil bekommt dabei seine eigene, passende oder konterkarierende Tonspur zugewiesen. Meist sind es Lieder, so von Tracy Chapman, Sinéad O’Connor, Cat Power und Nat King Cole, aber auch Reden und Ansprachen, die im Zusammenspiel mit dem Bild Emotionen freisetzen können.
Es ist ein beinahe wütender Film, und leider aktueller denn je. Und für Eltern von Schulkindern hat er eine Empfehlung: Pete Seegers „What Did You Learn in School Today?“ – nicht nur für die USA relevant.
„Das Gesamtbild ist das einer Gesellschaft, die zu Zyklen des inneren Niedergangs verdammt ist und im Namen eines „friedensstiftenden“ Interventionismus in den internationalen Terror verwickelt ist. … Little Boy [ist] ein amerikanisches Epos im Kleinen.“ filminc



Credits:
US 2025, 74 Min., englische OmU
Regie: James Benning
mit Johnan Jahromi, Alessandro Streccioni, Yusef Ferguson, Yuan Gao, Nelson De Los Santos, Calum Walter, Nathan Meier, James Benning
Trailer:
Kein Trailer, aber das QnA zur Forumspremiere.
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