sr

Ein Film von Lea Hartlaub. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Regisseurin Lea Hartlaub unter­nimmt in ihrem fil­mi­schen Essay anhand eines Objekts – der Giraffe – eine Welterzählung über Kontinente und Jahrhunderte hin­weg.
Ein Filmexperiment, das inter­na­tio­nal viel Beachtung gefun­den hat und in Form und Inhalt sei­nes­glei­chen sucht.

In einer puris­ti­schen Filmsprache und büh­nen­haf­ten Tableaus erzählt SR vom Menschen und von durch ihn geschaf­fe­ne Wirklichkeiten. 16 frag­men­ta­ri­sche Episoden füh­ren in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – unter ande­rem auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger.
Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf kolo­nia­le Relikte, hege­mo­nia­le Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wie­der­keh­ren­des Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit ent­steht, in der sich weit mehr andeu­tet, als das, was auf den ers­ten Blick sicht­bar wird.

Credits:

DE 2024, 103 Min., Deutsch, Swahili, Englisch, Hebräisch, Chinesisch, Persisch, Tamaschek OmU
Regie, Kamera, Schnitt: Lea Hartlaub

Trailer:
sr – Offizieller Trailer
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Kategorie: archiv

  • sr

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    Ein Film von Lea Hartlaub. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Regisseurin Lea Hartlaub unter­nimmt in ihrem fil­mi­schen Essay anhand eines Objekts – der Giraffe – eine Welterzählung über Kontinente und Jahrhunderte hin­weg.
    Ein Filmexperiment, das inter­na­tio­nal viel Beachtung gefun­den hat und in Form und Inhalt sei­nes­glei­chen sucht.

    In einer puris­ti­schen Filmsprache und büh­nen­haf­ten Tableaus erzählt SR vom Menschen und von durch ihn geschaf­fe­ne Wirklichkeiten. 16 frag­men­ta­ri­sche Episoden füh­ren in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – unter ande­rem auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger.
    Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf kolo­nia­le Relikte, hege­mo­nia­le Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wie­der­keh­ren­des Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit ent­steht, in der sich weit mehr andeu­tet, als das, was auf den ers­ten Blick sicht­bar wird.

    Credits:

    DE 2024, 103 Min., Deutsch, Swahili, Englisch, Hebräisch, Chinesisch, Persisch, Tamaschek OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Lea Hartlaub

    Trailer:
    sr – Offizieller Trailer
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  • Der Tod wird kommen

    Der Tod wird kommen

    Ein Film von Christoph Hochhäusler. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein legen­dä­rer, aber in die Jahre gekom­me­ner Gangster namens Mahr (Louis-Do de Lencquesaing, der mir als Alter-Ego von Humbert Balsan in Mia Hansen-Loves groß­ar­ti­gem Der Vater mei­ner Kinder heu­te noch in Erinnerung ist), beauf­tragt die Auftragskillerin Tez den Mord an einem sei­ner Geldkuriere zu rächen. In ihrem klas­sisch nach Film-Noir-Genre-Regeln erzähl­ten, erst­mals auf Französisch rea­li­sier­tem Werk weben Regisseur Christoph Hochhäusler und Co-Autor Ulrich Peltzer zwi­schen den Schnittpunkten Gier, Macht und Manipulation ein raf­fi­nier­tes Geflecht aus Intrigen und Verrat.
    „Grundsätzlich nimmt Hochhäusler das Genre beim Wort, ent­le­digt sich jeg­li­chen Überbaus und sucht auch nicht im enge­ren Sinn den Anschluss ans Gesellschaftsdiagnostische, etwa der Finanzwelt, der Mediengesellschaft oder irgend­wel­cher Identitätspolitiken. La mort vien­dra ist ein fata­lis­ti­scher Gangsterfilm nach dem Vorbild von Jean-Pierre Melville, fins­ter, kalt und auf das Notwendigste redu­ziert. Alles basiert auf Knappheit, Enge und Begrenzung: Plot, Räume, Bildausschnitte. … Engmaschig geknüpft sind auch die Erzählfäden; fast ste­hen sich die Figuren gegen­sei­tig auf den Füßen her­um. Es gibt wir und sie. Und dann gibt es auch noch die – nicht in Erscheinung tre­ten­den – Italiener“. Filmdienst, Esther Buss

    Credits:

    DE/BE/LU 2024, 101 Min., fran­zö­si­che OmU
    Regie: Christoph Hochhäusler
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Stefan Stabenow
    mit: Sophie Verbeeck, Louis-Do De Lencquesaing, Marc Limpach, Mourade Zeguendi, Nassim Rachi

    Trailer:
    Der Tod wird kom­men / La mort vien­dra [Offizieller Trailer FRANZÖSISCH HD] – Ab 12. März im Kino
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  • filmPOLSKA reloaded – This Is Not My Film

    filmPOLSKA reloaded – This Is Not My Film

    To nie mój film / It’s Not My Film

    [Tickets]

    PL 2024
    R/B/K: Maria Zbąska
    99 min, OmdU
    S: Andrzej Kowalski
    M: Anja Garbarek
    D: Zofia Chabiera, Marcin Sztabiński u. a.

    Die impul­si­ve Wanda ist nur noch genervt. Sie und ihr Freund Janek haben sich aus­ein­an­der­ge­lebt, ihre Beziehung steckt fest. Das Geld ist chro­nisch knapp, stän­dig gibt es Streit, der freud­lo­se Alltag ist nur noch die Wiederholung des ewig Gleichen und Janeks rou­ti­nier­ter Pragmatismus bringt sie zur Weißglut. Haben sie über­haupt noch eine gemein­sa­me Zukunft?

    Für Wanda steht fest: Sie müs­sen durch gemein­sa­me Grenzerfahrungen wie­der zuein­an­der fin­den – oder für immer aus­ein­an­der­ge­hen. Also bre­chen sie auf, mit­ten im Winter, ein­mal 400 km den pol­ni­schen Ostseestrand ent­lang von West nach Ost. Es gilt die eiser­ne Regel: Sie dür­fen den Strand nicht ver­las­sen. Wird sie gebro­chen, ist das Projekt been­det – das gilt für die Wanderung, aber auch für ihre Beziehung. Wind, Kälte und Erschöpfung set­zen ihnen eben­so zu wie die Notwendigkeit, trotz unter­schied­li­cher Charaktere immer wie­der einen kleins­ten gemein­sa­men Nenner zu finden.

    Maria Zbąska insze­niert in ihrem Debüt eine Reise, die kei­nen Anfang und kein Ende zu haben scheint – ein bit­ter­süß-poe­ti­sches Psycho-Kammerspiel und ein Road-Movie ohne Straßen. [Rainer Mende]

    Maria Zbąska (geb. 1975) absol­vier­te ein Kamera-Studium an der Filmhochschule Łódź und ver­öf­fent­lich­te ab 2001 sie­ben Kurzfilme, bevor sie 2024 mit „Das ist nicht mein Film“ ihren ers­ten Langfilm dreh­te. Für alle ihre Filme stand sie auch hin­ter der Kamera.

  • Jeunes Mères – Junge Mütter

    Jeunes Mères – Junge Mütter

    Ein Film von Jean-Pierre & Luc Dardenne. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ursprünglich gab es nur die Geschichte einer ein­zel­nen jun­gen Frau, die viel zu früh schwan­ger wird. Nach dem Besuch des Mutter-Kind-Heimes in der Nähe ihres Wohnsitzes in Lieges war den Brüdern Dardenne jedoch klar, was sich ändern wird:
    „Wir gin­gen zu die­sem Haus, das ein Heim für min­der­jäh­ri­ge Frauen war. Wir gin­gen mehr­mals hin, um Informationen zu sam­meln. Wir spra­chen viel mit den Betreuerinnen. Es gab kei­ne Männer. Es gab nur Frauen. Es war eine rein weib­li­che Umgebung. Mit der Leiterin, einer Psychologin, ver­brach­ten wir viel Zeit dort. Wir waren fas­zi­niert von dem Lebensgefühl, das wir dort spür­ten, auch wenn es natür­lich auch Probleme gab. Es war kein Paradies. Aber es gab dort die­se Art von Lebenskraft, die uns sowohl ansporn­te als auch anzog. Und dann sag­ten wir zuein­an­der: „Wir müs­sen den Film hier dre­hen.“ Es war die­ses Gefühl, dass das Leben vor­an­schrei­tet, sich unsi­cher wei­ter­ent­wi­ckelt, und die Zerbrechlichkeit davon – das hat uns beflü­gelt.
    Dieser Ort steht in Beziehung zu der Gewalt, aus der all die­se Teenager kom­men – aus häus­li­cher Gewalt, Armut, zer­bro­che­nen Familien, wo die jün­ge­ren Generationen das repro­du­zie­ren, was die älte­ren getan haben. Und die­se Einrichtung schien sich für uns gegen all die­se zykli­sche Fortsetzung anzu­kämp­fen. Dieses Haus ist ein Zufluchtsort, an dem sie sicher sein kön­nen, aber es ist mehr als das: Es ist ein Ort, der Leben ver­än­dert.“ So erwei­ter­te sich der Kreis von einer auf fünf jun­ge Mütter, die mit ihrer neu­en Rolle, ihrer Verantwortung und sehr vie­len Hürden zu kämp­fen haben: Perla, Jessica, Ariane, July und Naïma.

    Fast doku­men­ta­risch beglei­ten wir sie dabei, wie sie ein­an­der Solidarität geben und in ihren Beziehungen zu ihren Partnern und ihren Müttern ent­täuscht und ver­letzt wer­den, Fehler machen und über sich hin­aus wach­sen. Sie kämp­fen auf sehr unter­schied­li­che Weise mit fami­liä­ren Traumata und der Verantwortung, jun­ge Mütter zu sein. Dabei tref­fen sie Entscheidungen, die nicht nur ihr eige­nes Leben, son­dern auch das Leben ihrer Kinder lang­fris­tig beein­flus­sen und prä­gen.
    Jeunes mères – Junge Mütter besticht durch einen Mix aus Freude, Liebe, Trauer und Enttäuschung, aus Nähe, Distanz und weib­li­cher Solidarität.“
    Lea Lünenborg | Filmlöwin

    Credits:

    BE 2025, 105 Min., franz. OmU
    Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne
    Kamera: Benoît Dervaux
    Schnitt: Tristan Meunier
    mit: Babette Verbeek, Elsa Houben, Janaïna Halloy Fokan, Lucie Laruelle, Samia Hilmi

    Trailer:
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  • Wovon sollen wir träumen

    Wovon sollen wir träumen

    Ein Film von Milena Aboyan und Constantin Hatz. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Milena Aboyans Debut Elaha lief vor drei Jahren bei der Berlinale, jetzt hat sie mit dem dama­li­gen Drehbuchautor Constantin Hatz gemein­sam Regie geführt: Wovon sol­len wir träu­men pre­mier­te beim Max-Ophüls-Preis und bekam neben dem Preis der Ökomenischen Jury auch den Publikumspreis „Spielfilm“ zuge­spro­chen. Eher Langzeitbeobachtung als Momentaufnahme, zeigt der Film behut­sam und mit hoher psy­cho­lo­gi­scher Glaubwürdigkeit auf, wie beim Zusammenleben alles mit­ein­an­der zusam­men­hängt und wie Empathie und Nähe mög­lich, aber auch gleich­zei­tig schwie­rig sein kön­nen. Evîn, Laura und Julia tref­fen sich zufäl­lig an einer Lebensmittelausgabestelle für Bedürftige, als die Kurdin Evîn dort von einem Mann ras­sis­tisch belei­digt wird, ihr die Freigängerin Laura zur Hilfe kommt und, als die Situation eska­liert, die Polizei in Person von Julia schlich­ten soll.
    Wir sehen, wie jede ein­zel­ne der drei Frauen mit eige­nen Problemen kämpft. Sichtbar sind dabei die Sorge um das Bleiberecht, der Gefängnisaufenthalt und die häus­li­che Gewalt. Weiter dar­un­ter ver­ber­gen sich aber Traumata, auch sol­che, die von den Eltern an die Kinder wei­ter­ge­ge­ben wur­den.
    Zum Schluss räumt der Film sei­nen Protagonistinnen zwar weni­ger die Möglichkeit einer Befreiung ein, geschwei­ge denn einer Rebellion, schenkt ihnen aber einen ver­söhn­lich-trös­ten­den Ausblick.
    „Noch wei­ter im epi­so­dischen Erzählen geht »Wovon sol­len wir träu­men« von Milena Aboyan und Constantin Hatz, der die Lebenswege drei­er Frauen (und ihrer Beziehungen) so meis­ter­haft ver­bin­det, dass einem unwei­ger­lich ‚Short Cuts‘ von Altman dazu ein­fällt.“ epd-Film

    Credits:

    DE 2025, 108 Min., Dt., Kurd., Engl., mit dt. UT
    Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz 
    Kamera: Rafael Starman
    Schnitt: Elias Ben Engelhardt, Marco Rottig
    mit: Lea van Acken, Luise Aschenbrenner, Bayan Layla, Valerie Tscheplanowa, Louis Nitsche

    Trailer:
    WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN Trailer – ab 19. Februar 2026 im Kino
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  • filmPOLSKA reloaded – Flowers Of Ukraine

    filmPOLSKA reloaded – Flowers Of Ukraine

    Kwiaty Ukrainy / Flowers Of Ukraine
    am 25.2. 18:00 im fsk

    [Tickets]

    UKR/PL 2024
    R: Adelina Borets
    70 min, OmeU
    K: Bohdan Rozumnyi & Bogdan Borysenko
    S: Agata Cierniak & Mateusz Wojtyński
    M: DakhaBrakha

    Inmitten von rie­si­gen Beton-Wohnblöcken hat sich die 67-jäh­ri­ge Natalia ein grü­nes Refugium geschaf­fen. Der etwas strup­pi­ge, gelieb­te und gepfleg­te Garten ist nicht nur Nutzfläche, son­dern auch Rückzugsgebiet, Energietankstelle und Ort der Begegnung. Aber auch in Kyiw wird jedes freie Fleckchen bebaut und die Bauunternehmer haben die­ses Filetstück schon lan­ge für ihre Baupläne im Auge. Als sie Bagger anrol­len las­sen, gibt sich das Energiebündel Natalia nicht geschla­gen. Die agi­le Rentnerin orga­ni­siert den Widerstand und kann das kol­lek­ti­ve klei­ne Paradies ret­ten – vorerst.

    Doch bald gibt es Wichtigeres als Unkrautjäten und Gemüseernte. Im März 2022 befin­det sich der Garten plötz­lich im Kriegsgebiet und Natalia muss neue Schwierigkeiten bewäl­ti­gen. Statt zwi­schen Stauden und Bäumen sitzt sie nun immer wie­der im Bunker, Verwandte und Freunde ver­las­sen das Land. Aber mit einer gehö­ri­gen Portion Galgenhumor, Erfindungsgeist und jeder Menge Lebensfreude meis­tert Natalia auch die­se Herausforderung – denn wie die Ukraine ist sie stolz, zäh, ideen­reich und soll­te nie unter­schätzt werden.

    Adelina Borets ist ein stim­mi­ges, warm­her­zi­ges Sozialporträt gelun­gen, das trotz sei­nes erns­ten Themas durch eine hin­rei­ßen­de Protagonistin zum Feel-Good-Movie wird. [Rainer Mende]

     

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    • vorbei 
    Flowers of Ukraine 2024 | Documentary Trailer
  • filmPOLSKA reloaded – White Courage

    filmPOLSKA reloaded – White Courage

    Am 28.1. um 18:00. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Zakopane in den Dreißigerjahren, hier leben die Góralen: Im süd­polni­schen Hochgebirge spricht man sei­ne eige­ne Sprache, pflegt sei­ne alpi­nen Traditionen und hält Abstand zu ande­ren – auch zu Polen. Hier fin­den zwei Familien zuein­an­der, die durch stra­te­gi­sche Heirat ihre Situation ver­bes­sern wol­len. Aber wie so oft sind Liebe und Heirat zwei ver­schie­de­ne Dinge – der älte­re, beson­ne­ne Maciek soll die schö­ne Bronka hei­ra­ten, obwohl sie ein Verhältnis mit sei­nem jün­ge­ren, unge­stü­men Bruder Jędrek hat und sogar ein Kind von ihm erwar­tet. Koszałka beschränkt sich nicht auf ein folk­lo­ris­ti­sches Kammerspiel um Liebe und Gehorsam. Vielmehr ent­wi­ckelt er die Geschichte über einen län­ge­ren Zeitraum und ver­leiht ihr damit auch eine poli­ti­sche Dimension. Denn 1939 mar­schiert die deut­sche Wehrmacht in der Hohen Tatra ein und die Góralen müs­sen sich ent­schei­den – kol­la­bo­rie­ren sie und sichern ihren Wohlstand oder blei­ben sie rebel­lisch und ris­kie­ren damit ihr Leben? [Rainer Mende]

    Biała odwa­ga
    PL 2024
    R/K: Marcin Koszałka
    111 min, OmeU
    B: Łukasz M. Maciejewski & Marcin Koszałka
    S: Agnieszka Glińska
    M: Jacek Grudzień
    D: Filip Pławiak, Julian Świeżewski, Jakub Gierszał, Sandra Drzymalska, Wiktoria Gorodeckaja, Andrzej Konopka u. a.

    BIAŁA ODWAGA – Zwiastun PL (Official Trailer)
  • Das Beste liegt noch vor uns

    Das Beste liegt noch vor uns

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film über das Kino. Die Geschichte eines Filmemachers, des­sen Leben stets vom Kino geprägt war und des­sen Filme stets sein eige­nes Leben beglei­tet haben. Giovanni dreht einen Film, der im Jahr 1956 spielt, zur Zeit der sowje­ti­schen Invasion in Ungarn. Er glaubt fest an die­ses Projekt: Er ist über­zeugt, dass es not­wen­dig ist, die Geschichte der ita­lie­ni­schen Kommunistischen Partei zu die­ser Zeit zu erzäh­len und wie sie die Gelegenheit ver­passt hat, sich von der Sowjetunion zu lösen und end­lich einen unab­hän­gi­gen Weg ein­zu­schla­gen. Aber heu­te erin­nert sich nie­mand mehr an die­se Ereignisse, die Welt hat sich ver­än­dert, eben­so wie die Art und Weise, wie Filme gedreht wer­den. Während Giovanni über­zeugt ist, dass er einen poli­ti­schen Film dreht, ist sei­ne Schauspielerin gegen­tei­li­ger Meinung: Ihrer Ansicht nach dreht Giovanni einen Liebesfilm und merkt es nicht (und viel­leicht hat sie recht). Giovannis Frau Paola geht heim­lich zu einem Psychoanalytiker, um den Mut zu fin­den, ihn zu ver­las­sen. Außerdem pro­du­ziert sie zum ers­ten Mal einen Film, der nicht von Giovanni ist: einen Actionfilm eines jun­gen, auf­stre­ben­den Regisseurs.
    Obwohl die Welt um ihn her­um immer schwie­ri­ger zu ent­schlüs­seln und zu akzep­tie­ren ist, will Giovanni sich nicht mit einer ent­täu­schen­den Realität abfin­den. Und vor allem will er den Traum, sie ver­än­dern zu kön­nen, nicht auf­ge­ben. Und wenn das Leben und die Geschichte ihm dies nicht erlau­ben, dann ver­wan­delt das Kino mit sei­ner anste­cken­den Kraft und Energie die Realität und macht Träume mög­lich. Während er also am Set beschäf­tigt ist, berei­tet er zwei wei­te­re Filme vor und stellt sie sich vor: die Liebesgeschichte eines Paares über meh­re­re Jahrzehnte hin­weg und THE SWIMMER, basie­rend auf der Kurzgeschichte von John Cheever. Als ob die lee­ren Lücken im Leben immer durch das Kino gefüllt wer­den müss­ten.
    Ich woll­te, dass der Film Giovannis Gedanken und Gefühlen folgt. Dazu brauch­te ich, wäh­rend ich eine Geschichte (oder bes­ser gesagt meh­re­re Geschichten) erzähl­te, ein offe­nes und frei­es Drehbuch, das ver­schie­de­ne Ebenen, Töne und Stile ent­hal­ten konn­te. Der Film durch­läuft ver­schie­de­ne Krisen und über­win­det sie dann dank des Kinos, das die magi­sche Kraft hat, uns die Leichtigkeit und den Wunsch, glück­lich zu sein, wie­der­ent­de­cken zu las­sen. Trotz allem.
    Nanni Moretti

    Credits:

    l sol del­l’av­ve­ni­re
    IT/FR 2023, 95 Min., ital. OmU
    Regie: Nanni Moretti
    Kamera: Michele D’Attanasio
    Schnitt: Clelio Benevento
    mit: Nanni Moretti, Margherita Buy, Silvio Orlando, Barbora Bobulova, Mathieu Amalric

    Trailer:
    DAS BESTE LIEGT NOCH VOR UNS I OmU-Trailer, deutsch I Ab 12. Februar im Kino!
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  • The Chronology of Water

    The Chronology of Water

    Ein Film von Kristen Stewart. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Schauspielerin Kristen Stewarts Regiedebüt basiert auf dem gleich­na­mi­gen auto­bio­gra­fi­schen Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Lidia Yuknavitch. Darin erzählt sie von sexu­el­lem Missbrauch in der Kindheit, von der Entdeckung der Worte und des Wassers als Fluchten. Von Drogen, Selbstzerstörung, Beziehungen. Selbstheilung und einer Begegnung in einem Schreibseminar mit Ken Kesey – dem Autor von „Einer flog über das Kuckucksnest”. Stewart hüllt die Erzählung in traum­glei­che Bilder. Nahaufnahmen, 16-mm-Format, Spiegelungen, schnel­le Schnitte. Sie packt anschei­nend alle Mittel aus der Trickkiste des ana­lo­gen Films aus, setzt die­se aber doch behut­sam genug ein, damit es noch bedacht und nicht zu viel erscheint. Schnell fin­det man sich im Sog der inten­si­ven Bilderwelten und der poe­ti­schen und doch schmerz­li­chen Erzählung im Off. Literaturprogramme. Partys. Die Erkundung der eige­nen Sexualität. Der Verlust eines Kindes. Das Schwimmen als Metapher ihres Lebens. Lidia ver­bin­det die Punkte ihrer Biografie ehr­lich und berüh­rend.
    Selbstverständlich kann eine Hollywood-Größe wie Kristen Stewart geschätz­te Kolleg*innen um sich ver­sam­meln, und so ist der Cast ein­fach sehr gut. Kim Gordon hat einen Auftritt. Jim Belushi als lebens­süch­ti­ger Kesey schaut so ver­schmitzt und ver­lo­ren unter sei­nem Anglerhut her­vor, wie man sich einen altern­den Hippie-Autor vor­stel­len mag. Zwischen Kesey und Lidia ent­fal­ten sich auch groß­ar­ti­ge Momente der Intimität und des Ausatmens, die den Fluss an Stilmitteln vor­teil­haft unter­bre­chen und den Fokus auf die Charaktere legen. Imogen Poots schenkt ihrer Lidia ein lau­tes, unge­stü­mes Lachen, mit dem sie hel­den­haft durch alle Höhen und Tiefen navi­giert, ohne zu über­zeich­nen. Eine kraft­vol­le Verfilmung auto­fik­tio­na­ler Literatur, die auf die Komplexität sei­nes Vorbilds und die Sprache des Kinos setzt.“
    Clarissa Lempp | indiekino

    Credits:

    US/FR/LV 2025, 128 Min., engl. OmU
    Regie: Kristen Stewart
    Kamera: Corey C. Waters
    Schnitt: Olivia Neergaard-Holm
    mit: Imogen Poots, Thora Birch, Susannah Flood, Tom Sturridge, Kim Gordon, Michael Epp, Jim Belushi

    Trailer:
    THE CHRONOLOGY OF WATER – Kristen Stewarts radi­ka­les Regiedebüt | Trailer | OmdU
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  • Prinzessin Mononoke

    Prinzessin Mononoke

    Ein Film von Hayao Miyazaki. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hayao Miyazakis PRINZESSIN MONONOKE (1997, deut­sche Erstaufführung 2001) gehör­te neben AKIRA (1991) und GHOST IN THE SHELL (1997) zu den ers­ten Animes für Erwachsene, die in deut­schen Kinos zu sehen waren. Der Film, der in Japan erfolg­rei­cher war als James Camerons TITANIC und immer­hin als Abschlussfilm der Berlinale 1998 lief, erreich­te im Kino nur 70.000 Zuschauer*innen und war jah­re­lang nur in der deut­schen Synchronfassung erhält­lich. Nun hat Studio Ghibli eine sorg­fäl­tig restau­rier­te digi­ta­le 4‑K-Fassung erstellt.

    Für alle, die Zeichentrick bis dahin nur in der kind­ge­rech­ten, strom­li­ni­en­för­mi­gen Disneyvariante kann­ten, war die wen­dungs­rei­che Geschichte mit ihren kom­ple­xen Figuren, schil­lern­den Waldgeistern und nied­li­chen Nebenfiguren eine Offenbarung. Prinz Ashitaka wird von einem Fluch befal­len und ver­lässt auf der Suche nach Heilung sein Heimatdorf. Weit weg von zu Hause gelangt er zu einer Eisenhütte, in der die Menschen unter Leitung ihrer Herrscherin Eboshi Edelmetalle ver­ar­bei­ten, und zu deren Betrieb sie den Wald abhol­zen. Ashitaka gerät mit­ten in den erbit­ter­ten Konflikt zwi­schen den Menschen und den Tieren und Geistern des Waldes, auf deren Seite auch Prinzessin Mononoke kämpft, die bei Wölfen auf­wuchs und alle Menschen hasst. 

    Credits:

    Mononoke-hime
    Japan 1997, 128 Min., japa­ni­sche OmU
    Regie: Hayao Miyazaki
    Kamera: Atsushi Okui
    Schnitt: Hayao Miyazaki, Takeshi Seyama

    Trailer:
    PRINCESS MONONOKE | Official Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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