Kategorie: archiv

  • Ich war zuhause, aber …

    Ich war zuhause, aber …

    Ein Film von Angela Schanelec.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Eine Woche war Astrids drei­zehn­jäh­ri­ger Sohn Phillip ver­schwun­den. Nun kehrt er wie­der nach Hause zurück, wort­los, ohne Erklärungen, mit ver­letz­tem Fuß. Über die Gründe sei­nes Verschwindens kön­nen Astrid und Phillips Lehrer nur mut­ma­ßen. Was hat er gesucht, ein Ausgeliefertsein an die Natur, eine Annäherung an den Tod, aus­ge­löst durch den Tod sei­nes Vaters?
    Langsam setzt die Normalität des täg­li­chen Lebens sich wie­der in Gang. Phillip probt mit sei­ner Klasse ein Stück von Shakespeare, Hamlet. Astrid geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach, sie kauft ein Fahrrad, sie küm­mert sich um Phillip und sei­ne klei­ne Schwester. Doch sie trägt schwer an der Einsicht, dass ihr Sohn ein eige­nes Leben führt, dass ihr Einfluss begrenzt ist. Als sich Philipps Wunde ent­zün­det und er mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus kommt, lie­gen bei Astrid die Nerven blank. Aber die Kinder wen­den sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zer­fällt, um sich neu zu bilden.

    Verzeihen Sie mir bit­te, aber kei­ner möch­te mit sei­ner Wahrheit allein sein. Man möch­te sie gern tei­len, die Wahrheit. Außerdem ist das Quatsch, eine Meinung kann man tei­len, aber eine Meinung ist ja noch kei­ne Wahrheit.“ Filmzitat

    Dieser Film erklärt nichts. Er erzählt das Leben auf eine wun­der­ba­re Weise. Angela Schanelec insze­niert eine Schule des Sehens, die, statt Sinn zu stif­ten, den Zuschauer in sei­ne Sinnlichkeit zwingt. Maren Eggert – als Mutter von zwei Kindern – ist das Gravitationszentrum des Films, der vie­le Facetten, Räume, Rätsel hat – und einen Angriff gegen das Falsche. (…) Dieser Film schwebt hei­ter, still, ver­we­gen, zor­nig, betrübt. Es ist ein Glück, dass es die­sen Film gibt.“ ARD TAGESSCHAU 24


    Credits:

    DE 2019, 105 Min., 
    Regie, Schnitt & Buch: Angela Schanelec
    Kamera: Ivan Marković
    mit: Maren Eggert Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg, Alan Williams, Jirka Zett

    Termine:

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    Trailer (Ausschnitt):

     

     

     

    A film by Angela Schanelec. In German with English subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    After having dis­ap­peared for a week, Astrid’s 13-year-old son Phillip returns home one day wit­hout say­ing a word. Both his mother and tea­chers suspect that his dis­ap­pearance may be rela­ted to the loss of his father. Only gra­du­al­ly does ever­y­day life get back on track. Astrid now finds hers­elf con­fron­ted with ques­ti­ons that pro­vi­de a who­le new per­spec­ti­ve on her midd­le-class exis­tence and her care­er in Berlin’s cul­tu­ral sec­tor. Her ide­as about art also begin to chan­ge. At home, it beco­mes more and more dif­fi­cult for this sin­gle mother to accept that her son is lea­ding his own life. And then Phillip is admit­ted to hos­pi­tal with blood poi­so­ning. Astrid is a ner­vous wreck, wiped out by worry, guilt and her fee­lings of fail­ure. But Phillip and his litt­le sis­ter do not turn away from her. The fami­ly may be dis­in­te­gra­ting, but only to form its­elf anew.
    The came­ra in this film remains at a dis­crete distance, pro­vi­ding mother and child­ren with the space and time they need to redis­co­ver and reapp­rai­se their fee­lings. These sce­nes are framed by others depic­ting school rehear­sals of Shakespeare’s ‘Hamlet’, the purcha­se of a bro­ken bicy­cle and other loo­se sto­ry­li­nes that all echo each other.

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    Credits:

    DE 2019, 105 Min., 
    Regie, Schnitt & Buch: Angela Schanelec
    Kamera: Ivan Marković
    mit: Maren Eggert Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg, Alan Williams, Jirka Zett

    Trailer (Ausschnitt):

     

     

     

  • Der unverhoffte Charme des Geldes

    Der unverhoffte Charme des Geldes

    Ein Film von Denys Arcand.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Pierre-Paul ist Mitte 30, hat einen Doktor in Philosophie und arbei­tet als Kurierfahrer. Nicht unge­wöhn­lich, könn­te man den­ken, wer kann mit einem Dr. Phil. schon was anfan­gen? Doch Pierre-Paul könn­te Karriere machen, will nur nicht. Finanzieller und geschäft­li­cher Erfolg, so ist ihm sehr rich­tig bewusst, hat immer mit Schweinereien zu tun. Aber genau dort gerät der freund­li­che Kapitalismusgegner plötz­lich hin­ein: eine miss­glück­te Geldübergabe hin­ter­lässt vie­le Tote und säcke­wei­se Scheine, die der zufäl­lig anwe­sen­de Pierre-Paul, ohne groß nach­zu­den­ken, in sei­nen Wagen lädt. Schnell ist ihm klar, dass er die aus Verbrechen stam­men­de Ladung für sei­ne eige­nen altru­is­ti­schen Zwecke nut­zen könn­te und dafür Hilfe braucht.
    Seine ers­te Partnerin ist Aspasie, selb­stän­di­ge Escort-Lady mit bes­ten Kontakten, die nicht zufäl­lig den Namen der ers­ten bekann­ten Philosophin trägt. Dazu wird Sylvain, der wäh­rend sei­ner Knastzeit Ökonomie stu­dier­te, um sich ganz legal berei­chern zu kön­nen, aus­ge­sucht, sowie Jacmel, ein­zi­ger Überlebende des Überfalls, der des­halb von allen Seiten schwer bedrängt wird und allen Grund hat, sich zu ver­ste­cken. Schließlich benö­ti­gen sie den win­di­gen Offshore Banker Wilbrod Taschereau, um das Geld zu lega­li­sie­ren. Alle sind zunächst rein am Geld inter­es­siert und müs­sen noch von der Notwendigkeit, Gutes zu tun, über­zeugt wer­den. Das weit­aus grö­ße­re, eben­falls von Pierre-Paul weit­ge­hend erfolg­reich igno­rier­te Problem, sind die bei­den skru­pel­lo­sen Gangs, die hin­ter der Beute her sind, und die Polizei, die sich an sei­ne Fersen heftet.

    Es ist nicht eigent­lich ent­schei­dend, ob das Ziel, eine letzt­lich lega­le Stiftung zu grün­den, erreicht wird, son­dern wie. Das Austricksen des Systems durch Jonglieren mit Gepflogenheiten der Finanzwelt lässt einen schwin­deln, die Angst vor der Skrupellosigkeit der Gangs schau­dern, die Umpolung der Helfer lachen. „Der unver­hoff­te Charme des Geldes“ ist eine Satire mit real­po­li­ti­schem Hintergund, zwar auch mal zynisch-bru­tal, meist jedoch ver­spielt und dazu rüh­rend-sym­pa­thisch in sei­nem Engagement gegen Armut und Obdachlosigkeit.

     

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    Credits:

    La chu­te de l’empire américain
    CA 2018, 128 Min., frz. OmU
    Buch und Regie: Denys Arcand
    Kamera: Van Royko
    Schnitt: Arthur Tarnowski
    mit: Alexandre Landry, Maripier Morin, Rémy Girard, Pierre Curzi, Louis Morissette

    Termine:

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    Trailer:

     

     A film by Denys Arcand. In French with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Denys Arcand’s the­ma­tic suc­ces­sor to The Decline of the American Empire and The Barbarian Invasions cen­tres on a young man who­se life is chan­ged when he finds two bags of cash after an armed robbery.

    As its title indi­ca­tes, Denys Arcand’s new film con­ti­nues the inves­ti­ga­ti­on into modern socie­ty he began over 30 years ago with his remar­kab­le and for­ma­ti­ve Le Déclin de l’em­pire amé­ri­cain. If 2003’s Les Invasions bar­ba­res was a sequel of sorts, revi­si­ting many of the same cha­rac­ters, this new film is not. Nevertheless, it does com­ple­te a kind of infor­mal tri­lo­gy that looks deep into Quebec socie­ty, its values, and its mores.

    La chu­te de l’em­pire amé­ri­cain is built around the con­cept of money: what it means, how it is used, what value it has in our world, and what it can do to peo­p­le. Arcand’s prot­ago­nist, Pierre-Paul (Alexandre Landry), is a 36-year-old with a PhD in phi­lo­so­phy who ends up dri­ving a cou­rier truck, a line of work he belie­ves he is too good for. A sin­gle event chan­ges Pierre-Paul’s life: he finds hims­elf with a lot of money in his hands – and a choice. This money can pro­vi­de him the life­style he wants, but it can also lead to num­e­rous hea­da­ches, name­ly in the form of ent­an­gle­ments with both poli­ce and the cri­mi­nal under­world. Pierre-Paul’s decis­i­ons take him on an unli­kely voya­ge whe­re he needs all his wits to out­fox his various pur­suers, among­st whom are two rather dif­fe­rent women: a young pro­sti­tu­te who can free him, and a young cop who can put him behind bars.

    Arcand’s pro­bing intel­li­gence turns the film into a subt­le inves­ti­ga­ti­on of con­tem­po­ra­ry socie­ty, a socie­ty whe­re the old social con­tract that once under­pin­ned our inter­ac­tions pro­ves hol­low. Marcus Aurelius jos­t­les with Rousseau and Machiavelli in this wit­ty and sar­do­nic sati­re.   (TIFF)

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    Credits:

    La chu­te de l’empire américain
    CA 2018, 128 Min., frz. OmU
    Buch und Regie: Denys Arcand
    Kamera: Van Royko
    Schnitt: Arthur Tarnowski
    mit: Alexandre Landry, Maripier Morin, Rémy Girard, Pierre Curzi, Louis Morissette

    Termine:

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    Trailer:

     

     

  • La Flor

    La Flor

    Ein Film von Mariano Llinás.

    [indie­ki­no Club] [Credits] [Termine] [Trailer]

    LA FLOR ist ein her­aus­ra­gen­des Filmprojekt der Gegenwart: Ein Regisseur und sei­ne vier Darstellerinnen spie­len mit dem Kino, und ihr Spieltrieb kennt kei­ne Grenzen. Sie kre­ieren Fantasieräume, sche­ren sich nicht um Sinn, Logik, Dramaturgie – und sie ver­ges­sen die Zeit. Die Filmgeschichte ist ihr Abenteuerspielplatz, auf dem sie über zehn Jahre ver­brin­gen, um ein fast 14-stün­di­ges Werk fer­tig­zu­stel­len. Allerdings lässt sich wohl kaum von einer abge­schlos­se­nen Geschichte spre­chen. LA FLOR ist ein im bes­ten Sinne offe­nes Kunstwerk, ein Bildergewächs, das immer neue Blüten zum Vorschein bringt, ein Streifzug durch das Genrekino, ein­ge­teilt in drei Kapitel, sechs Episoden, acht Akte. Mariano Llinás vom Filmkollektiv El Pampero Cine und die Schauspielerinnentruppe Piel de Lava for­dern das Publikum auf, den ver­schlun­ge­nen Wegen ihrer Erzählungen zu fol­gen, die sich mal kreu­zen, dann wie­der Umwege neh­men oder schlicht ins Leere lau­fen. Ein B‑Movie muss nicht zwangs­läu­fig in einem laut­star­ken Showdown enden. Die unzäh­li­gen Off-Stimmen im Agententhriller wider­spre­chen ein­an­der, füh­ren bewusst in die Irre, wäh­rend die Bilder eine wei­te­re Version der Geschichte bereit­hal­ten. Musikalische Intermezzi erin­nern an klas­si­sche Vorführungen in den prunk­vol­len Kinopalästen der 30er und 40er Jahre. Zum Spiel gehört auch ein gewis­ser Ernst, den die Schauspielerinnen Elisa Carricajo, Pilar Gamboa, Valeria Correa und Laura Paredes mit schö­ner Hingabe bei gleich­zei­ti­ger Distanz dar­bie­ten. Dabei reflek­tie­ren sie sowohl ihre eige­ne Rolle als auch tra­dier­te Rollenbilder. Während sich das Werk und sei­ne Darstellerinnen per­ma­nent neu fin­den und erfin­den, sieht man sich selbst beim Schauen und Staunen zu. LA FLOR wur­de auf zahl­rei­chen Festivals enthu­si­as­tisch auf­ge­nom­men. (Arsenal Kino – Anke Leweke)

    Die Vorfreude steigt, ganz ohne Cliffhanger“ Critic.de Teil I
    „Ein for­mi­da­bles Frauenquartett“ Der Standard
    „Überwältigend stark“ Critic.de Teil II
    „Wer sich also jeden Morgen um halb neun in den­sel­ben Kinosaal setz­te, der sich von Tag zu Tag mehr füll­te, kam zuneh­mend aus dem Staunen nicht mehr her­aus.“ Der Standard
    „Ich hat­te es mir so gewünscht, und es kam viel bes­ser: La Flor ist nicht nur ein spie­le­risch klu­ges Arrangement der Kinobezüge, son­dern ein form­voll­ende­tes Pastiche.“ Critic.de Teil III
    La Flor ist sel­ten weni­ger als lus­tig und öfter mehr als span­nend, und wie bei vie­len ande­ren sehr lan­gen Filmen – wie z.B. Peter Watkins The Journey (14,5 Stunden), Jacques Rivetes Out 1 (fast 13) und Béla Tarrs Sátántangó (mage­re 7,5) ist es Teil der Erfahrung, mit dem Film über sei­ne Länge hin­aus zu leben und ihn dabei zu sehen, wie er sich andau­ernd neu erfin­det. “ Artforum

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    Credits:

    Teil 1 besteht aus Akt 1: 167 Min., Akt 2: 59 Min.
    Teil 2. besteht aus Akt 3: 106 Min., Akt 4: 112 Min., Akt 5: 126 Min.
    Teil 3 besteht aus: Akt 6: 99 Min., Akt 7: 117 Min., Akt 8: 107 Min.
    AR 2018,  808 Min.,  Spanisch/Französisch/Englisch/Russisch/Deutsch/Schwedisch/Italienische OmU,
    Regie: Mariano Llinás
    Kamera: Agustín Mendilaharzu
    Schnitt: Alejo Moguillansky, Agustín Rolandelli

    mit Elisa Carricajo, Pilar Gamboa, Valeria Correa, Laura Paredes

    Termine:

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    Trailer:

    A film by Mariano Llinás.  In seve­ral lan­guages with German subtitles.

    [indie­ki­no Club] [Credits] [Termine] [Trailer]

    A film that pays tri­bu­te to the histo­ry of cine­ma, via six epi­so­des inspi­red by the dif­fe­rent forms of cine­ma­tic art. Each epi­so­de has a gen­re. The first epi­so­de could be regard­ed as a B movie, the kind that Americans used to shoot with their eyes clo­sed and now just can’t shoot any­mo­re. The second epi­so­de is a sort of musi­cal with a touch of mys­tery. The third epi­so­de is a spy movie. The fourth epi­so­de is dif­fi­cult to descri­be. The fifth one is inspi­red by an old French film. The last one is about some cap­ti­ve women in the 19th cen­tu­ry who return from the desert, from the Indians, after many years.

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    Credits:

    AR 2018,  808 Min.,  (Akt 1: 167 Min., Akt 2: 59 Min., Akt 3: 106 Min., Akt 4: 112 Min., Akt 5: 126 Min., Akt 6: 99 Min., Akt 7: 117 Min., Akt 8: 107 Min.), Spanisch/Französisch/Englisch/Russisch/Deutsch/Schwedisch/Italienische OmU,
    Regie: Mariano Llinás
    Kamera: Agustín Mendilaharzu
    Schnitt: Alejo Moguillansky, Agustín Rolandelli

    mit Elisa Carricajo, Pilar Gamboa, Valeria Correa, Laura Paredes

    Termine:

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    Trailer:

  • In many imperfect ways: Becks

    In many imperfect ways: Becks

    Ein Film von Elizabeth Rohrbaugh & Daniel Powell.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Nach der schmerz­haf­ten Trennung von ihrer Freundin zieht die Folk-Musikerin Becks von Brooklyn zurück in ihre Heimatstadt St. Louis, um sich fern­ab vom New Yorker Künstler_innen-Trubel neu zu fin­den. Doch erst­mal ist sie damit beschäf­tigt, mit ihrer streng katho­li­schen Mutter die Fronten der sexu­el­len Freiheiten zu klä­ren und etwas Geld zu ver­die­nen. Da die Gesangsauftritte in der Bar ihres alten Kumpels Dave nur ein paar Dollar Trinkgeld abwer­fen, ent­schließt sie sich, Gi-tar­ren­un­ter­richt zu geben. Ihre ers­te Schülerin ist die schüch­ter­ne Elyse, die aus­ge­rech­net mit Becks altem High-School-Erzfeind Mitch ver­hei­ra­tet ist. Zwischen den bei­den Frauen ent­wi­ckelt sich rasch eine inni­ge Beziehung, die Elyses bis­he­ri­gen Lebensentwurf gehö­rig ins Wanken bringt …

    Das Regie-Duo Elizabeth Rohrbaugh und Daniel Powell ließ sich für BECKS vom Leben der US-ame­ri­ka­ni­schen Singer/Songwriterin Alyssa Robbins inspi­rie­ren, von der auch die meis­ten der bit­ter­sü­ßen Lie-bes­lie­der im Film stam­men. Neben dem berüh­ren­den Soundtrack wird BECKS vor allem von sei­nem star­ken Darstellerinnen-Ensemble getra­gen: An der Seite von Newcomerin Lena Hall glän­zen „Chicago Hope“-Star Christine Lahti als Becks gläu­bi­ge, aber gut­her­zi­ge Mutter Ann und Mena Suvari („American Beauty“, „American Pie“) als jun­ge Ehefrau Elyse, die zwi­schen den Wänden ihrer rie­si­gen Vorort-Villa an Langeweile und Unlust zu ersti­cken droht. Ein berüh­ren­der Film über Heimkehr, alte Familienkonflikte und ein neu­es Begehren

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    Credits:

    US 2017, 92 Min., engl. OmU
    Regie: Elizabeth Rohrbaugh & Daniel Powell
    mit: Lena Hall, Mena Suvari, Christine Lahti u.a.

    Termine:

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    Trailer:

    Becks (Trailer) from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.

     

     

    A film by Elizabeth Rohrbaugh & Daniel Powell. In English with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    After a crus­hing break­up with her girl­fri­end, a Brooklyn musi­ci­an moves back in with her Midwestern mother. As she navi­ga­tes her home­town, play­ing for tip money in an old friend’s bar, an unex­pec­ted rela­ti­onship beg­ins to take shape.

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    Credits:

    US 2017, 92 Min., engl. OmU
    Regie: Elizabeth Rohrbaugh & Daniel Powell
    mit: Lena Hall, Mena Suvari, Christine Lahti u.a.

    Termine:

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    Trailer:

    Becks (Trailer) from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.

     

     

  • Nuestro tiempo

    Nuestro tiempo

    Ein Film von Carlos Reygadas.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Carlos Reygadas hat schon die Protagonisten in STELLET LICHT mit den Mühen und Quälereien einer Dreiecksbeziehung kon­fron­tiert. Den Gegensatz dazu bil­de­te die Weite der mexi­ka­ni­schen Landschaft, vom Licht beseelt. Ein äuße­res Licht, im ful­mi­nan­ten Sonnenuntergang am Ende des Films zum lang­sa­men Verglühen gebracht, dass dem Inneren ent­sprach. In NUESTRO TIEMPO nimmt Reygadas das Thema wie­der auf, unter ganz ande­ren Bedingungen, obwohl auch die­ser Film wie­der auf dem Land spielt, näm­lich auf einer Ranch. Ester und Juan züch­ten Bullen, jene leicht reiz­ba­ren, gefähr­lich star­ken Tiere, die einen mit ihren lan­gen Hörnern auf­spie­ßen kön­nen. Beide reflek­tie­ren ihr Zusammenleben und beson­ders ihre Gemeinschaft, zu der auch die gemein­sa­men Kinder gehö­ren. Besonders Juan legt Wert auf die Offenheit der Beziehung, um der Freiheit wil­len, auch der Freiheit der Liebe. Dieser Weg erweist sich aber als dor­nig und arbeits­reich. Denn Ester fängt tat­säch­lich ein Verhältnis an: mit Phil, dem breit­är­schi­gen Gringo, der gele­gent­lich für die bei­den arbei­tet. Die Dreierbahn rum­pelt also los, in unge­ahn­te Höhen und Tiefen. Kaleidoskopartig ent­fal­tet die Handlung ihren Sog, oft aus der Sicht von Juan, der vor­gibt, die Freiheit zu ver­tre­ten, aber ein­for­dert, stän­dig alles über Esters Affäre und ihre Gefühle offen­ge­legt zu bekom­men. Sie beharrt auf ihrer Privatsphäre und wehrt sich gegen sei­ne selbst­ge­mach­ten Spielregeln. Und läßt ihr schlech­tes Gewissen an ihm aus. Beide wol­len ehr­lich mit­ein­an­der sein, viel­leicht eine zu gro­ße Herausforderung. Die drit­te Hauptrolle spielt die epi­sche Landschaft bzw. das Licht, das sie strah­len läßt. Darin scheint das Leben trotz aller Plackerei einen Sinn zu machen. In vie­len Momenten von NUESTRO TIEMPO beweist Reygadas sein Gespür dafür, mit Bildern modu­lie­ren zu kön­nen, was unter der Oberfläche pocht, und das macht den Reichtum des Films aus.

    Es ist ein­fach, die erwi­der­te Liebe zu defi­nie­ren, wie bei­spiels­wei­se die Liebe, die uns an den Wald oder an ein Tier bin­det. Die Liebe, die man für einen Ort oder einen Freund oder auch für sei­ne Kinder und Eltern emp­fin­det. Aber sobald man von der Liebe in einer Paarbeziehung spricht, scheint das Feld der Gefühle sehr viel kom­ple­xer, selbst wenn wir die heik­len Fragen, was die Liebe vom Besitzanspruch und die Treue von der Lauterkeit unter­schei­det, beant­wor­ten kön­nen. Müssen wir sexu­ell mono­gam leben? Dauert die Liebe ewig? Endet die Ehe, die ein Paar eint, immer einer Gewohnheit gleich? Die am sel­tens­ten gestell­te Frage, wel­che die erwähn­ten Überlegungen zusam­men­fasst, lau­tet: Wenn man sei­ne Frau liebt, stellt man dann ihr Wohl wirk­lich immer über alles ande­re? Oder bloß so weit, als dass es unser eige­nes Wohl nicht beein­träch­tigt? Kurz: Ist die Liebe gegenseitig?”

    (Carlos Reygadas)

     

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    Credits:

    Nuestro tiem­po
    MX/FR/DE/DK/SE 2018, 175 Min., spa­ni­sche OmU
    Regie, Buch: Carlos Reygadas
    Kamera: Diego Garcia
    Schnitt: Natalia López
    mit: Carlos Reygadas, Natalia López, Phil Burgers, Yago Martinez, Eleazar Reygadas, Rut Reygadas

    Termine:

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    Trailer:

    Nuestro Tiempo (offi­zi­el­ler deut­scher Trailer)

     

     A film by Carlos Reygadas. In Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Our Time gores mas­cu­li­ni­ty on its own horns. Carlos Reygadas lays bare mas­cu­li­ne patho­lo­gy with a typi­cal­ly bra­vu­ra and extra­or­di­na­ri­ly unspa­ring dis­sec­tion of love and mar­ria­ge, cas­ting hims­elf and his spou­se, Natalia López, at the heart of the pie­ce. Reygadas con­ducts exis­ten­ti­al inves­ti­ga­ti­ons into the human capa­ci­ty for altru­ism, the cor­re­la­ti­on bet­ween love and pos­ses­si­on, and the uni­ver­sal­ly devas­ta­ting rami­fi­ca­ti­ons of patri­ar­chal cul­tu­re. It makes for a relent­less, har­ro­wing vie­w­ing expe­ri­ence but also, ulti­m­ate­ly, a cathar­tic one. As such, Reygadas and López’s wil­ling­ness to lay them­sel­ves bare in this man­ner, wit­hout embel­lish­ment or faci­le abso­lu­ti­on, repres­ents a deep­ly gene­rous ges­tu­re.” (Giovanni Marchini Camia, Sight and Sound)

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    Credits:

    Nuestro tiem­po
    MX/FR/DE/DK/SE 2018, 175 Min., spa­ni­sche OmU
    Regie, Buch: Carlos Reygadas
    Kamera: Diego Garcia
    Schnitt: Natalia López
    mit: Carlos Reygadas, Natalia López, Phil Burgers, Yago Martinez, Eleazar Reygadas, Rut Reygadas

    Termine:

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    Trailer:

    Nuestro Tiempo (offi­zi­el­ler deut­scher Trailer)

     

     

  • Eine moralische Entscheidung

    Eine moralische Entscheidung

    Ein Film von Vahid Jalilvand,

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Dr. Nariman muss auf der Straße aus­wei­chen und tou­chiert ein Motorrad, auf dem Moosa mit sei­ner Familie unter­wegs ist. Der Arzt ver­sucht, das alles ohne Polizei zu klä­ren, bie­tet dem Mann Geld an und will die Familie auch ins Krankenhaus brin­gen. Doch letz­te­res lehnt Moosa ab. Nariman arbei­tet in der Gerichtsmedizin und erfährt am nächs­ten Tag, dass ein Junge ein­ge­lie­fert wur­de: Moosas acht­jäh­ri­ger Sohn. Er ist in der Nacht ver­stor­ben. Die Todesursache scheint eine Fleischvergiftung gewe­sen zu sein. Aber das beru­higt Nariman nicht. Es könn­te auch der Unfall gewe­sen sein, der die direk­te Todesursache darstellt.
    „Eine mora­li­sche Entscheidung“ ist ein beein­dru­cken­der Film, weil er eigent­lich eine sehr unschein­ba­re Geschichte erzählt. Eine, in die man sich hin­ein­ver­set­zen kann, denn im Kern geht es vor allem dar­um, dass jede Entscheidung zu Konsequenzen führt – und die sich immer dra­ma­ti­scher aus­wei­ten kön­nen. Es gibt eini­ge Momente in die­sem Film, in denen sich Menschen anders hät­ten ver­hal­ten kön­nen. Damit ein­her geht immer die Frage, ob der Ausgang bes­ser gewe­sen wäre, wenn eine ande­re Entscheidung getrof­fen wor­den wäre. Hätte das Kind über­lebt, wenn der Arzt dar­auf bestan­den hät­te, ins Krankenhaus zu fah­ren? Hätte der Vater es frü­her ins Krankenhaus brin­gen müs­sen, als er es getan hat? Hätte der Arzt mit dem Vater nach dem Tod des Kindes reden sol­len? Hätte das ver­hin­dert, dass er die Schuld bei dem Mann such­te, der ihm das ver­gam­mel­te Fleisch ver­kauft hat, durch das sich der Junge die Vergiftung zuge­zo­gen hat? Eine kon­kre­te Antwort gibt es auf all die­se Fragen nicht. Sie sind immer rei­ne Spekulation, aber sie quä­len die Hauptfigur.
    Denn Dr. Nariman ist ein peni­bler, sehr kor­rek­ter Mann. Jemand, der den Dingen auf den Grund geht. Der ein­fach nicht locker­las­sen kann. Denn eigent­lich wäre er aus die­ser Angelegenheit fein her­aus­ge­kom­men, aber er selbst ist es, der die Untersuchung erneut begin­nen lässt. Weil der Zweifel dar­über, ob er es war, der am Tod des Jungen schul­dig ist, für ihn letz­ten Endes qual­vol­ler ist als jede kon­kre­te Erkenntnis, die kom­men könn­te, inklu­si­ve der Konsequenzen, die sich dar­aus ergeben.
    Peter Osteried | programmkino.de

    • Beste Regie und bes­ter Hauptdarsteller – Venedig 2018

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    Credits:

    Bedoone tarikh, bedoo­ne emza 
    IR 2017, 100 Min., Farsi OmU 
    Regie: Vahid Jalilvand 
    Kamera: Peyman Shadmanfar 
    Schnitt: Vahid Jalilvand, Sepehr Vakili 
    mit: Navid Mohammadzadeh, Amir Agha’ee, Hediyeh Tehrani, Zakiyeh Behbahani

    Termine:

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    Trailer:

    EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG Trailer HD

    Im Kino in Farsi mit deut­schen Untertitlen.

     A film by Vahid Jalilvand,  In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    In the tried and tes­ted tra­di­ti­on of Iranian art­house cine­ma (think of the work of Abbas Kiarostami and Asghar Farhadi), direc­tor and co-wri­ter Vahid Jalilvand gra­du­al­ly con­fronts the view­er with a moral dilem­ma. It’s undoub­ted­ly about the con­trast bet­ween good and evil, but that doesn’t make it imme­dia­te­ly clear what the best cour­se of action is.
    A usual­ly strict coro­ner finds the body of an acquain­tance in the mor­tua­ry. His col­le­ague has alre­a­dy deter­mi­ned the cau­se of death, but he has ano­ther pos­si­ble expl­ana­ti­on. However, to reve­al the truth would mean beco­ming per­so­nal­ly invol­ved in the case. Moreover, it could have unjust con­se­quen­ces for tho­se involved.
    Jalilvand uses a blea­ched colour palet­te, lea­ves ple­nty of room for his natu­ra­li­sti­cal­ly acting prot­ago­nists and builds the ten­si­on gra­du­al­ly with more and more new com­pli­ca­ti­ons. Best Film and Best Actor (Amir Aghaee) pri­ze­win­ner in the Orizzonti pro­gram­me at the Venice Film Festival.

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    Credits:

    Bedoone tarikh, bedoo­ne emza 
    IR 2017, 100 Min., Farsi OmU 
    Regie: Vahid Jalilvand 
    Kamera: Peyman Shadmanfar 
    Schnitt: Vahid Jalilvand, Sepehr Vakili 
    mit: Navid Mohammadzadeh, Amir Agha’ee, Hediyeh Tehrani, Zakiyeh Behbahani

    Termine:

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    Trailer:

    EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG Trailer HD

    Im Kino in Farsi mit deut­schen Untertitlen.

     

  • Dene wos guet geit

    Dene wos guet geit

    Ein Film von Cyril Schäublin.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Können wir uns noch ohne Zahlen und Ziffern, Nummern, Codes oder Passworte ver­stän­di­gen und über­haupt durchs Leben kom­men? Im Zürich des Films geht da nichts mehr. Permanent wer­den end­lo­se Verschlüsselungen, Preise, PINs, GPS-Daten, Telefon- Policen- und Kontonummern oder ande­re Zahlenkolonnen hin- und her gereicht. Das funk­tio­niert rei­bungs­los, alle Beteiligten agie­ren höf­lich, gesit­tet, ob es sich um die Bewachung eines Gebäudes nach einer Bombendrohung, um Bankgeschäfte, Betrugsversuche oder deren Aufklärung han­delt. Nichts Persönliches kann die­se Welt trü­ben, denn beim kleins­ten Anflug ver­sagt das Gedächtnis ad hoc.

    Dene wos guet geit – der Titel kann für nicht-schwei­ze­ri­sche Ohren schnell Assoziationen mit länd­li­chem Lustspiel oder Bauerntheater wecken. Völlig falsch – es han­delt es sich viel­mehr um einen der eigen­wil­ligs­ten Filme, die in letz­ter Zeit hier ins Kino kom­men. Nicht, dass ihm der Humor abgeht; in Fassung einer fast ein­ge­fro­ren wir­ken­den Lakonie bahnt er sich durch die redu­zier­ten, zu nichts füh­ren­den Bewegungen und den mini­ma­len Plot sei­nen Weg. Die lose Handlung sieht so aus: Alice, eine Callcenterangestellte aus Zürich, muss ihren „Kunden“ neue Internetanbieter oder Krankenkassenverträge auf­schwat­zen, mög­lichst „mit Gefühl“, wie ihr Verkaufsleiter anweist. Mit den dadurch qua­si als Beifang erhal­te­nen Informationen ver­sucht sie, ihr Einkommen mit­tels „Enkelintrick“ auf­zu­bes­sern, und das erfolg­reich. Zwei Stadtpolizisten sind ihr aller­dings schon auf den Fersen. Woanders, in der gleich­för­mi­gen Umgebung ist eine Orientierung schwie­rig, muss eben das oben erwähn­te Gebäude gesi­chert wer­den, wobei die sich wie­der­ho­len­den Gespräche des Polizeipersonals über Mobilfon- Internet- und ande­re Tarife die Idee von Kommunikation ad Absurdum füh­ren. Während des Festivals avan­cier­te der Film in Locarno zum Geheimtip, und die Presse äußer­te sich enthusiastisch:

    Wann zuletzt haben wir einen so bösen, radi­kal prä­zi­sen und in der Bildsprache so kon­se­quen­ten Schweizer Film gese­hen? Und war­um nur ver­lässt man das Kino so leicht­füs­sig beschwingt und mit einem Schmunzeln im Gesicht, das sich nur noch ver­tieft, wann immer man an den Film zurück­denkt? Cyril Schäublins «Dene wos guet geit» ver­stösst so ziem­lich gegen alles, was man von einem span­nen­den Film erwar­ten kann – und ver­zau­bert genau dadurch.” NZZ

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    Credits:

    CH 2018, 71 Min., OmU,
    Regie & Buch: Cyril Schäublin
    Kamera: Silvan Hillmann
    Schnitt: Cyril Schäublin, Silvan Hillmann
    mit: Sarah Stauffer, Nikolai Bosshardt, Fidel Morf

    Termine:

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    Trailer:

     

     A film by Cyril Schäublin. In SwissGerman with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Alice works in a call­cen­ter in the out­skirts of Zurich, sel­ling inter­net sub­scrip­ti­ons and insu­rance deals to stran­gers on the other end of the line. After work she walks through the city, which seems to func­tion wit­hout any fric­tion. Inspired by her job, she calls lonely grand­mo­thers and pre­tends to be their grand­d­augh­ter in urgent need of money. As she quick­ly makes a for­tu­ne with this trick, the film por­trays and explo­res various places and peo­p­le in the city of Zurich, all stran­ge­ly con­nec­ted to Alice’s deed.

     

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    Credits:

    CH 2018, 71 Min., OmU,
    Regie & Buch: Cyril Schäublin
    Kamera: Silvan Hillmann
    Schnitt: Cyril Schäublin, Silvan Hillmann
    mit: Sarah Stauffer, Nikolai Bosshardt, Fidel Morf

    Termine:

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    Trailer:

     

  • Erde

    Erde

    Ein Film von Nikolaus Geyrhalter.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Jeden Tag ver­schiebt und bewegt unser Planet selbst rie­si­ge Mengen Erde, Schlamm, Gestein und Sedimente durch Wasserströme, Winde und Tektonik – in Tonnen aus­drückt ist das aller­dings nur die Hälfte des­sen, was der Mensch durch Baggern, Bohren und Sprengen im glei­chen Zeitraum schafft. Nikolaus Geyrhalter hat sie­ben teil­wei­se schwer zugäng­li­che Orte in Europa und Nordamerika besucht, wo auf der Oberfläche und dar­un­ter schwer gear­bei­tet wird oder wur­de: den Bau des welt­weit längs­ten Eisenbahntunnels am Brenner, die Marmorsteinbrüche im ita­lie­ni­schen Carrara, wo der Abbau in den letz­ten drei­ßig Jahren auf das Hundertfache gestie­gen ist, der als Atomzwischenlager genutz­te Salzstock in Wolfenbüttel oder das rie­si­ge Ölsandabbaugelände im kana­di­schen Alberta, mit­ten auf dem Gebiet einer First Nation. Von allen Plätzen lie­fert er wun­der­schö­ne und beein­dru­cken­de Bilder, die als Beweis einer Zerstörung zugleich eine gro­ße Beunruhigung in sich tra­gen. Im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch der ent­schei­den­de Faktor für die fun­da­men­ta­len Veränderungen des Planeten ist, stel­len sich dazu gewiss Fragen wie: Muss das sein? Wem nutzt es? Wem scha­det es? Dürfen wir das? Was wird der Preis sein? Dass er auch aus­führ­lich zeigt, wie sich eini­ge der dort arbei­ten­den Menschen schlaue Gedanken zu die­sen und ande­ren Fragen, wie die nach dem Wirtschaftssystem oder der Endlichkeit der Ressourcen, stel­len, und ande­re gleich­zei­tig und trotz­dem der Faszination ihrer Arbeit erlie­gen, ist eine wei­te­re beson­de­re Seite des Film.

    Die Ökumenische Jury ver­leiht ihren Preis an ERDE für die Beschreibung der Verwüstung unse­res Planeten durch mensch­li­ches Eingreifen – ein drän­gen­des Thema unse­rer Zeit. Dieser Dokumentarfilm zeigt bren­nend schar­fe Bilder von der Zerstörung der Topographie der Erde und eben­so offen­her­zi­ge Gespräche mit Arbeitern, Ingenieuren und Wissenschaftlern. Die Jury hebt beson­ders das Klagelied einer indi­ge­nen Kanadierin für Mutter Erde am Ende des Films her­vor, das uns dazu ein­lädt, unse­re Verantwortung zu reflek­tie­ren.” Aus  der  Begründung  der  Jury –Preis  der  Ökumenischen  Jury,  Berlinale  Forum  2019

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    Credits:

    AU 2019, 114 Min., Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Ungarische OmU
    Regie, Buch, Kamera: Nikolaus Geyrhalter
    Schnitt: Niki Mossböc 

    Termine:

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    Trailer:

     

     A film by Nikolaus Geyrhalter.
    In English, German, Spanish, Italian, Hungarian with German subtitles

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    A por­trait of the Earth in the Anthropocene – at seven loca­ti­ons that humans have trans­for­med on a grand sca­le: Entire moun­ta­ins being moved in California, a tun­nel being sli­ced through rock at the Brenner Pass, an open-cast mine in Hungary, a marb­le quar­ry in Italy, a cop­per mine in Spain, the salt mine used to store radio­ac­ti­ve was­te in Wolfenbüttel and a tar sands land­scape in Canada. Initially shown from abo­ve as abs­tract pain­tings, the­se ter­rains are sub­se­quent­ly explo­red on the ground: The film wea­ves tog­e­ther obser­va­tio­nal foo­ta­ge of machi­nes in ope­ra­ti­on with con­ver­sa­ti­ons with the workers. Alongside state­ments on work pro­ces­ses, envi­ron­men­tal dama­ge and tech­no­lo­gi­cal chan­ge, Erde makes this con­s­truc­ted world visi­ble in uni­que fashion by subt­ly paring it down: the piles of grey mat­ter, hills and moun­ta­ins. The black­ness and the cracks. The san­dy land­scapes, criss-crossed by an array of mecha­ni­cal devices that scuttle about like cater­pil­lars or worms. The dimen­si­ons are gigan­tic, the pro­por­ti­ons out of con­trol; the world has slip­ped from humanity’s grasp. “There is always a big­ger machi­ne, a big­ger engi­ne and when all fails the­re is dyna­mi­te. We always win.” Or do we?

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    Credits:

    AU 2019, 114 Min., 
    Regie, Buch, Kamera: Nikolaus Geyrhalter
    Schnitt: Niki Mossböc 

    Termine:

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    Trailer:

     

     

  • Das melancholische Mädchen

    Das melancholische Mädchen

    Ein Film von Susanne Heinrich.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Und, wor­um geht es in dem Film? Eine häu­fig gestell­te Frage, die aller­dings in die fal­sche Richtung zielt. Bei Filmen (und nicht nur da) ist das Wie ent­schei­den­der als das Was. Eine Geschichte kann völ­lig sim­pel aus­fal­len. Erst wenn die Inszenierung eben­so sche­ma­tisch daher­kommt, wird es lang­wei­lig bis nichts­sa­gend und schlimms­ten­falls bei­des davon. „Das melan­cho­li­sche Mädchen“ führt den Effekt vor: Der Plot ist nicht mal sprung­haft, son­dern letzt­lich nicht vor­han­den. Die halb ver­kopf­te und theo­rie­schwan­ge­re, halb ver­spiel­te Inszenierung macht das Ganze aber zu glei­chen Teilen unter­halt­sam, eigen­wil­lig und interpretierfähig.

    Im Mittelpunkt steht das titel­ge­ben­de melan­cho­li­sche Mädchen (pas­send besetzt: Marie Rathscheck), das wie sämt­li­che Figuren – dar­un­ter der Existentialist, die Clubfreundin, der Normalo – namen­los bleibt. Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz streift die selbst­er­nann­te Autorin mit Schreibblockade durch Berlin und trifft ver­schie­de­ne Männer, die sie schnell mit nach Hause beglei­tet und oft unver­mit­telt wie­der sit­zen lässt.

    Der Film unter­teilt sich in 15 Episoden, die Titel wie „Feminismus zu ver­kau­fen“, „Die Gewalt der Liebesmärchen“ oder „Objekte der Begierde“ tra­gen. Es geht um Feminismus, die Rolle des Kapitalismus in die­sem Feld und das selbst­be­stimm­te Handeln der Streunerin. „Rambo is a pus­sy,“ lau­tet ein T‑Shirt-Aufdruck; an ande­rer Stelle meint die jun­ge Frau, dass ihr Körper allen ande­ren mehr gehört als ihr selbst. Mit Rosa und Blau setzt Susanne Heinrich leit­mo­ti­visch zwei Farben ins Bild, die qua­si sym­bo­lisch für die Geschlechterfrage ste­hen. Symbolcharakter haben auch die Penisse, die hier mit­un­ter direkt vor der Kameralinse rum­bau­meln. Heinrich wirft herr­lich scham­lo­se und daher unge­wohn­te Blicke auf männ­li­che Körper.

    An einer schlüs­si­gen Story zeigt die Filmemacherin der­weil kein Interesse. Jeder Dialog, jeder Frame zwit­schert es her­aus: Je suis ciné­ma! Die Selbstbespiegelung fängt mit der Wahl des 4:3‑Formats an und setzt sich in der sti­li­sier­ten Bildästhetik, dem extro­ver­tier­ten Tondesign und dem geküns­tel­ten Schauspiel fort. Hinzu kom­men Motiv-Dopplungen und Wiederholungen, eine musi­ka­li­sche Trickfilmsequenz oder Retro-Wischblenden à la „Star Wars“. Heinrich hat ihren Schlegel gele­sen und trans­fe­riert des­sen Autonomiepostulat ins Filmische. Die Form pro­du­ziert den Inhalt, bis die Selbstbespiegelung im digi­ta­len Bandsalat abreißt.

    Das Bemerkenswerte dar­an ist nicht das Artifizielle, son­dern der Glücksfall, dass der Film kein Stück lang­weilt. Das mit Filmseminarwissen voll­ge­pack­te Debüt ist kein markt­ge­rech­tes Thesengedöns, son­dern zuerst eine auf­ge­weck­te Gesellschaftskomödie mit einer schö­nen Form der Ironie – der vol­len Ironie näm­lich, die nicht nur plump das Gegenteil des Gesagten meint, son­dern gleich­zei­tig auch das Gesagte und man­ches dazwischen.

    Christian Horn | programmkino.de

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    Credits:

    Deutschland 2019, 80 Min., Deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie & Buch: Susanne Heinrich
    Kamera: Agnesh Pakozdi
    Schnitt: Susanne Heinrich, Benjamin Mirguet
    mit: Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Malte Bündgen, Dax Constantine, Monika Freinberger, Yann Grouhel, Julian Fricker, Nicolo Pasetti

    Termine:

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    Trailer:

    Das melan­cho­li­sche Mädchen – Trailer from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.

     

     A film by Susanne Heinrich. In German with English subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    A girl roams through the city loo­king for a place to sleep. Along the way she meets young mothers who cele­bra­te mother­hood reli­gious­ly, goes home with an abs­ti­nent exis­ten­tia­list for whom sex is “just ano­ther mar­ket,” and waits for the end of capi­ta­lism in a drag bar. Her attempt to wri­te a book doesn’t make it bey­ond the first sen­tence of the second chap­ter, and she finds no space bet­ween art gal­le­ries, yoga stu­di­os and the beds of stran­gers. Instead of try­ing to fit in, she starts regar­ding her depres­si­on as a poli­ti­cal issue. Through 15 of the girl’s humo­rous encoun­ters, Aren’t You Happy? explo­res our post-modern socie­ty bet­ween pre­ca­ri­ty and self-mar­ke­ting, seri­al mono­ga­my and neo-spi­ri­tua­li­ty, dis­il­lu­sionment and the pres­su­re to be hap­py. Susanne Heinrich’s debut film brings tog­e­ther pop and theo­ry, femi­nism and humour, and gives you tons of quo­tes you’ll want to see on adver­ti­sing bill­boards in neon letters.

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    Credits:

    Deutschland 2019, 80 Min., OmeU
    Regie & Buch: Susanne Heinrich
    Kamera: Agnesh Pakozdi
    Schnitt: Susanne Heinrich, Benjamin Mirguet
    mit: Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Malte Bündgen, Dax Constantine, Monika Freinberger, Yann Grouhel, Julian Fricker, Nicolo Pasetti

    Termine:

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    Trailer:

    Das melan­cho­li­sche Mädchen – Trailer from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.

     

     

  • Burning

    Burning

    Ein Film von Lee Chang-dong,

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Es braucht Zeit, aus einer Kurzgeschichte einen 148-minü­ti­gen guten Film zu machen. Nach sei­nem letz­ten Werk, dem wun­der­ba­ren POETRY, hat sich Lee Chang-dong acht Jahre genom­men, und jetzt kommt der beein­dru­cken­de Nachfolger zu unse­rem Glück tat­säch­lich ins Kino. Die Vorlage, Haruki Murakamis Scheunenabbrennen ist schon genau­so mys­te­ri­ös wie der Palmen-Anwärter im Wettbewerb von Cannes 2018, nur gibt der Film der Geschichte zusätz­lich einen ruhig-lang­sa­men Spannungsaufbau und betö­ren­de Bilder. Jong Su liebt Geschichten von William Faulkner, so sagt er, und will als Schriftsteller in sei­ne Fußstapfen tre­ten. Erstmal aber lebt er von Lieferjobs. Haemi arbei­tet als Gelegenheits-Model und sucht Sinn in ihrem Leben. Als die bei­den sich zufäl­lig über den Weg lau­fen, behaup­tet sie, Klassenkameraden gewe­sen zu sein (er habe sie schlimm gemobbt), er kann sich nicht erin­nern. Die Affäre zwi­schen bei­den jun­gen Leuten ist zu Ende, kaum dass sie begon­nen hat, da Haemi zwecks Sinnsuche nach Kenia reist. Jong Su darf sich der­weil um ihre Katze küm­mern, die er und auch wir trotz der Winzigkeit der Wohnung aller­dings nie zu sehen bekom­men. Zurück aus Afrika hat Haemi den wohl­ha­ben­den, ele­gan­ten und ver­wöhn­ten Ben im Schlepptau, der auch spä­ter immer mit dabei ist. Jong Su, der sich neu­er­dings auch um den Hof des ver­haf­te­ten Vaters küm­mern muss, arran­giert sich trotz sei­ner Eifersucht gezwun­ge­ner­ma­ßen mit dem selt­sa­men Dreiecksverhältnis. Doch Ben ver­hält sich zuneh­mend merk­wür­dig, und eines Tages ist Haemi spur­los ver­schwun­den. Jong Su ver­liert lang­sam den Boden unter den Füßen.

    Ein hoch intel­li­gen­tes und geheim­nis­vol­les Puzzlespiel, das mit den sagen­haft kla­ren Bildern von Kameramann Hong Kyung-Pyo nicht nur von Rachefantasien, Neid und sexu­el­ler Frustration erzählt, son­dern auch von der unzu­ver­läs­si­gen Kraft der Fiktion. Burning ist erwach­se­nes Kino. Klug, hin­ter­grün­dig und rät­sel­haft, ver­gleich­bar nur mit Michelangelo Antonionis Meisterwerk Blow Up.“ Patrick Wellinski | 14 films around the world

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    Credits:

    Beoning
    Südkorea 2018, 148 Min., Koreanische OmU
    Regie: Lee Chang-dong
    Buch: Haruki Murakami, Lee Chang-dong, Jungmi Oh
    Kamera: Kyung-Pyo Hong
    Schnitt: Da-won Kim, Hyun Kim
    mit: Ah-in Yoo, Steven Yeun, Jong-seo Jeon, Joong-ok Lee, Ja-Yeon Ok

    Termine:

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    Trailer:

     

    A film by Lee Chang-dong. In Korean with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Male rage bla­zes a chil­ling trail on the Korean bor­der. Sex, envy and pyro­ma­nia make for a rive­ting mys­tery in Lee Chang-dong’s mas­terful­ly craf­ted Murakami adapt­a­ti­on. Lee Chang-dong’s Burning is a super­b­ly shot and sen­suous­ly scored movie, a mys­tery thril­ler about obses­si­ve love taken from a short sto­ry by Haruki Murakami. It’s a psy­cho­lo­gi­cal dra­ma set in the modern con­su­me­rist Korea of the call­ous Gangnam-style rich and poor young peo­p­le who often go invi­si­bly to ground, pur­sued by cre­dit-card debt.“ (Peter Bradshaw, The Guardian)

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    Credits:

    Beoning
    Südkorea 2018, 148 Min., Koreanische OmU
    Regie: Lee Chang-dong
    Buch: Haruki Murakami, Lee Chang-dong, Jungmi Oh
    Kamera: Kyung-Pyo Hong
    Schnitt: Da-won Kim, Hyun Kim
    mit: Ah-in Yoo, Steven Yeun, Jong-seo Jeon, Joong-ok Lee, Ja-Yeon Ok

    Termine:

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    Trailer:

     

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    Credits:

    Termine:

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