Burning

Ein Film von Lee Chang-dong, Ab 6.6. im fsk.

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Basie­rend auf der Kurz­ge­schich­te „Barn Bur­ning“ des japa­ni­schen Schrift­stel­lers Haru­ki Mura­ka­mi erzählt der wich­tigs­te korea­ni­sche Gegen­warts­re­gis­seur – und ehe­ma­li­ge Kul­tur­mi­nis­ter sei­nes Lan­des – Lee Chang-dong (Secret Sunshi­ne, Poe­try, letz­ter war bei 14 Films) von einer mys­te­riö­se Drei­ecks­be­zie­hung. Der ange­hen­de Schrift­stel­ler Lee hat eine Affä­re mit der schö­nen Shin. Kur­ze Zeit spä­ter reist sie nach Kenia und lässt Lee zurück, um die Kat­ze zu füt­tern. Als Shin wie­der­kommt, hat sie den eit­len, mas­ku­li­nen Ben im Schlepp­tau. Lee ist eifer­süch­tig, fügt sich aber in die­ses Bezie­hungs­ge­flecht – bis Shin eines Tages ver­schwin­det. Aber hat sie über­haupt exis­tiert? Nach und nach ver­liert Lee den Über­blick. War die Frau, die er lieb­te, nur eine Fik­ti­on oder gab es ein Ver­bre­chen, das von Ben ver­tuscht wur­de? Immer tie­fer gräbt sich Bur­ning in die mys­te­riö­sen Lücken und Leer­stel­len sei­nes Plots und zieht sei­nen Figu­ren und uns die sicher geglaub­te Rea­li­tät unter den Füßen weg. Ein hoch intel­li­gen­tes und geheim­nis­vol­les Puz­zle­spiel, das mit den sagen­haft kla­ren Bil­dern von Kame­ra­mann Hong Kyung-Pyo nicht nur von Rachefan­ta­si­en, Neid und sexu­el­ler Frus­tra­ti­on erzählt, son­dern auch von der unzu­ver­läs­si­gen Kraft der Fik­ti­on. Bur­ning ist erwach­se­nes Kino. Klug, hin­ter­grün­dig und rät­sel­haft. Ver­gleich­bar nur mit Michel­an­ge­lo Anto­nio­nis Meis­ter­werk Blow Up. Bei den Film­fest­spie­len von Can­nes schrieb Bur­ning Geschich­te. Als ers­ter Film über­haupt bekam er die höchst­mög­li­che Kri­ti­ker­wer­tung des Bran­chen­ma­ga­zins Screen Inter­na­tio­nal. Er gewann den FIPRE­SCI-Preis und ist der süd­ko­rea­ni­sche Bei­trag für den Oscar® in der Kate­go­rie Bes­ter fremd­spra­chi­ger Film. (Patrick Wel­lin­ski)

 
Credits:

Beo­ning
Süd­ko­rea 2018, 148 Min., Korea­ni­sche OmU
Regie: Lee Chang-dong
Buch: Haru­ki Mura­ka­mi, Lee Chang-dong, Jung­mi Oh
Kame­ra: Kyung-Pyo Hong
Schnitt: Da-won Kim, Hyun Kim
mit: Ah-in Yoo, Ste­ven Yeun, Jong-seo Jeon, Joong-ok Lee, Ja-Yeon Ok

Ter­mi­ne:

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Trai­ler: