Archiv des Autors: Christian Suhren

Like Father, Like Son

Like Father, Like Son

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Inhalt

Like Father, Like Son

Ein Anruf, und ihre Welt ist nicht mehr wie sie war: Keita, der 6‑jährige Sohn, wur­de als Neugeborener im Krankenhaus ver­tauscht, erfah­ren die wohl­si­tu­ier­ten Nonomiyas eines Tages. Ihr Sohn ist nicht ihr leib­li­ches Kind. „Das erklärt also alles“ ent­fährt es spon­tan Ryota, dem Vater,  der sich doch schon oft über den man­geln­den Ehrgeiz sei­nes ein­zi­gen Kindes geär­gert hat. Seine Frau Midori dage­gen macht sich Vorwürfe, als Mutter nicht gespürt zu haben, dass ihr gelieb­ter Keita nicht ihr leib­li­ches Kind war. Was ist jetzt der nächs­te Schritt? Erstmal müs­sen sie die Saikis, Eltern des „rich­ti­gen“ Sohnes tref­fen. Eher ein­fach als wohl­ha­bend, leben die in einem leben­di­gen Haushalt mit 3 Kindern; nicht gera­de das, was sich Ryota für sei­nen Sprößling erhofft. Und was nun? Die Psychologen raten zu einem mög­lichst schnel­len Kindertausch – aber das geht natür­lich nicht so ein­fach. Zunächst ent­schlie­ßen sich die Familien für eine Wochenendlösung.

Man ist […] ganz hin­ge­ris­sen von sei­nem [Kore-Edas] Zartgefühl für’s Menschenmögliche. Für eine Frau zum Beispiel, die schon aus ihrer Haut könn­te, wenn ihr Mann, der es nicht kann, sie lie­ße.  Für die wehr­lo­se Fröhlichkeit von Kindern – Hirokazu Kore-eda ist ein genia­ler Kinder-Regisseur,  … und für alle Varianten von Elternliebe, die sym­pa­thi­schen und die unsym­pa­thi­schen. Denn dar­um geht es am Ende doch immer in die­ser Inszenierung, die sich nie mora­lisch auf­bläst. In ihrer fas­zi­nie­ren­den, vor­sich­tig möch­te man sagen: japa­nisch dis­zi­pli­nier­ten Contenance steckt eine gro­ße Melancholie des Verstehens.“ Christoph Schneider | Tagesanzeiger ch

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Credits

Like Father, Like Son

[Soshite chi­chi ni naru]
Japan 2013  120 Min.  jap. OmU

Regie & Buch: KORE-EDA Hirokazu
Kamera: Takimoto Mikiya
Schnitt: Kore-Eda Hirokazu

mit  Masaharu Fukuyama,  Yôko Maki,  Machiko Ono,  Lily Franky,  Hiroshi Ohkochi, Keita Ninomiya

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Das Mädchen und die Spinne

ein Film von Ramon und Silvan Zürcher

[Credits] [Termine] [Trailer]

Lisa zieht aus der WG mit Mara aus, um künf­tig allein zu woh­nen. An den bei­den Umzugstagen und in der Nacht dazwi­schen geht vie­les zu Bruch, ande­res renkt sich ein.
Der Film ist fili­gran und geo­me­trisch auf­ge­baut wie das Netz der titel­ge­ben­den Spinne. Er spielt fast aus­schließ­lich in Innenräumen und wirkt damit unwill­kür­lich auch wie ein Resümee der Pandemiezeit mit ihren Paradoxien. Der Wechsel von einer Bleibe in die ande­re und die Energie, die frei­ge­setzt wird, wenn eine Geschichte endet und eine neue beginnt, ver­set­zen das Figurenensemble in einen beson­de­ren Aggregatzustand. Das Resultat ist eine Art Jam Session, bei der auch Totemtiere eine Rolle spie­len. „Als hal­te eine gehei­me Kraft die Dinge zusam­men“, wie es ein­mal heißt. Dieser Magnetismus wird erzeugt durch die orga­ni­sche Art des Filmemachens der Brüder Zürcher. Kadrierung, Perspektive und Tiefenschärfe sind wesent­li­che Bestandteile ihrer Filmsprache. Motive und Figuren wer­den in rasan­tem Tempo mon­tiert. Zwischen Bewegungen, Blicken, Geräuschen, Farben und Details herrscht stän­di­ge Spannung: Alle die­se Elemente stüt­zen sich gegen­sei­tig wie die Karten in einem schwin­del­erre­gend hohen Kartenhaus.

Credits:

CH 2021, 98 Min., deut­sche Fassung,
Regie:
Ramon Zürcher, Silvan Zürcher
Kamera: Alex Haßkerl
Schnitt: Ramon Zürcher, Katharina Bhend
mit: Henriette Confurius, Liliane Amuat, Ursina Lardi, Flurin Giger, André M. Hennicke, Ivan Georgiev, Dagna Litzenberger Vinet, Lea Draeger, Sabine Timoteo, Birte Schnöink

Trailer:

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