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  • Toxic

    Toxic

    Ein Film von Saulė Bliuvaitė.

    [Credits] [Tickets & Termine]] [Trailer]

    Die jugend­li­che Marija ver­bringt den Sommer bei ihrer Großmutter in einem Industriegebiet im Hinterland Litauens. Aufgrund ihres Gehfehlers wird sie schnell gemobbt und gerät in eine Prügelei mit der gleich­alt­ri­gen Kristina, die – wie vie­le ande­re Mädchen in die­ser abge­häng­ten Gegend – eine Modelschule besucht. Bald schließt sich auch Marija der kult­ähn­li­chen Institution an. Mit der Aussicht auf eine Karriere in der Modebranche wer­den hier Gefühle von Selbsthass nor­ma­li­siert und Essstörungen sind an der Tagesordnung. Während sich eine inti­me Freundschaft zwi­schen Marija und Kristina ent­wi­ckelt, gera­ten die Mädchen in eine sich immer schnel­ler dre­hen­de Spirale, in der sie ihre Körper auf extre­me Weise missbrauchen.

    Beruhend auf eige­nen Erfahrungen offen­bart Regisseurin Saulė Bliuvaitė die toxi­schen Strukturen einer aus­beu­te­ri­schen, patri­ar­cha­len Gesellschaft, mit der vie­le jun­ge Frauen zu kämp­fen haben. Der weib­li­che Körper wird zur Währung, zum mani­pu­lier­ba­ren Objekt – oder viel­leicht doch zum letz­ten Fluchtweg aus einer chan­cen­lo­sen Situation? TOXIC ist von einer inti­men Emotionalität geprägt und bezieht sei­ne Faszination aus dem Gegensatz zwi­schen der Hässlichkeit eines tris­ten Alltags und der Schönheit ech­ter Menschlichkeit und Zuneigung.

    (Wichtiger Hinweis: Dieser Film behan­delt Themen im Zusammenhang mit Essstörungen und Körperbildproblemen und beinhal­tet Darstellungen von Anorexie, Bulimie und Binge-Eating. Diese Inhalte könn­ten für Menschen mit einer Essstörung oder einer ent­spre­chen­den Vergangenheit belas­tend sein.
    Beratungsstellen fin­den: www.bundesfachverbandessstoerungen.de / www.bzga-essstoerungen.de
    Anonyme und kos­ten­freie Onlineberatung: www.ANAD-dialog.de
    Hinweis in Kooperation mit ANAD-dia­log erstellt.)

    Credits:

    Akiplėša
    LT 2024, 99 Min., Litauische OmU
    Regie: Saulė Bliuvaitė

    Kamera: Vytautas Katkus
    Schnitt: Ignė Narbutaitė
    mit: Ieva Rupeikaitė, Vesta Matulytė, Giedrius Savickas, Vilma Raubaitė, Eglė Gabrėnaitė 

    Trailer:
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    A film by Saulė Bliuvaitė. In Lithuanian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine]] [Trailer]

    Dreaming of escape from the ble­ak­ne­ss of their indus­tri­al home­town, two 13-year-olds, Marija and Kristina, form a uni­que bond at a local mode­ling school, whe­re the pro­mi­se of a bet­ter life pushes girls to vio­la­te their bodies in incre­asing­ly extre­me ways.
    „Through the sto­ry of young girls navi­ga­ting toxic land­scapes, I wan­ted to explo­re the con­cept of the human body – the body as a pro­ject, cur­ren­cy, an object of desi­re, the body as a source of pain and magic.” Saulė Bliuvaitė

    Credits:

    Akiplėša
    LT 2024, 99 Min., Litauische OmU
    Regie: Saulė Bliuvaitė

    Kamera: Vytautas Katkus
    Schnitt: Ignė Narbutaitė
    mit: Ieva Rupeikaitė, Vesta Matulytė, Giedrius Savickas, Vilma Raubaitė, Eglė Gabrėnaitė 

    Trailer:
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  • Klandestin

    Klandestin

    Ein Film von Angelina Maccarone.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Mischung aus Polit-Thriller und Drama im Schatten der Frankfurter Hochfinanz-Skyline – in Angelina Maccarones fünf­ten Kinofilm tref­fen dort für eine kur­ze Zeit vier Personen schick­sals­haft auf­ein­an­der. Die Eltern der jun­gen Juristin Amina stam­men aus Marokko, des­halb gilt es für die kon­ser­va­ti­ve Europapolitikerin Mathilda als cle­ve­rer Schachzug, sie als per­sön­li­che Assistentin zu gewin­nen. Mathildas guter Freund aus Jugendtagen, der Brite Richard, hat lan­ge in Marokko gelebt. Jetzt kommt er zurück und braucht für Malik, einen von ihm ille­gal ein­ge­schleus­ten Schützling, ein siche­res Versteck, und fragt aus­ge­rech­net die Politikerin um Hilfe für ein Visum und Unterkunft. Ihrem eige­nen poli­ti­schen Credo wider­spre­chend wil­ligt sie ein, und beauf­tragt Amina, auf den jun­gen Mann in ihrer Wohnung auf­zu­pas­sen. Doch Malik, der von einem bes­se­ren Leben in Europa träumt, will sich nicht ein­sper­ren las­sen. Konsequent erzählt der Film aus den vier Perspektiven, wodurch sich nach und nach erst das gan­ze Bild ergibt.
    „Die Perspektiven bün­deln sich zu einem kalei­do­skop­ar­ti­gen Porträt der gegen­wär­ti­gen, von wach­sendem gegen­sei­ti­gen Misstrauen gekenn­zeich­ne­ten Gesellschaft. Dabei ent­hält sich Angelina Maccarone jeg­li­cher Wertung. Sie zeigt die Bilder, ohne zu sym­pa­thi­sie­ren oder Partei zu ergrei­fen. Und Gewissheiten lässt sie eben­falls nicht zu. Wer sich anfangs ein Urteil über eine der Per­sonen gebil­det hat, wird es irgend­wann revi­die­ren müs­sen. Ganz wie im wirk­li­chen Leben sind die Dinge meist nicht so, wie sie zu sein schei­nen…. Angelina Maccarone hat sich mit „Klandestin“ zudem auf die Spuren Claude Chabrols bege­ben. Sie hat eine Polit-Thriller-Handlung mit poli­ti­scher Analyse und bei­ßen­der Gesellschaftskritik ver­knüpft, ohne dabei die intel­li­gen­te Unterhaltung des Publikums zu ver­nach­läs­si­gen.“ Gaby Sikorski | Programmkino.de

    Credits:

    DE 2024, 124 Min., Deutsch, Englisch, Arabisch OmU
    Regie: Angelina Maccarone

    Kamera: Florian Foest
    Schnitt: Gergana Voigt
    mit: Habib Adda, Lambert Wilson, Barbara Sukowa, Banafshe Hourmazdi, Katharina Schüttler 

    Trailer:
    Klandestin | Trailer [HD]
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    A film by Angelina Maccarone. In German, English and Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Conservative poli­ti­ci­an Mathilda is actual­ly in favor of strict­ly guard­ed EU exter­nal bor­ders. Things beco­me all the more dif­fi­cult for her when she is asked to help her old fri­end Richard accom­mo­da­te Malik, who has ille­gal­ly ente­red the coun­try from Morocco. Mathilda’s second-gene­ra­ti­on assistant Amina also ques­ti­ons her own posi­ti­on when Malik beco­mes the tar­get of a ter­ro­rist inves­ti­ga­ti­on fol­lo­wing a bomb attack.

    Credits:

    DE 2024, 124 Min.,
    Regie: Angelina Maccarone

    Kamera: Florian Foest
    Schnitt: Gergana Voigt
    mit: Habib Adda, Lambert Wilson, Barbara Sukowa, Banafshe Hourmazdi, Katharina Schüttler 

    Trailer:
    Klandestin | Trailer [HD]
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  • Im Haus meiner Eltern

    Im Haus meiner Eltern

    Ein Film von Tim Ellrich. Am 12.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor ein paar Jahren hat­ten wir die Freude, den viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten Dokumentarfilm Mein Vietnam von Thi Hien Mai und Tim Ellrich inner­halb unse­rer Reihe „Dok-Termin“ vor­stel­len zu dür­fen, einen sehr per­sön­li­cher Einblick in das Leben der Eltern der Regisseurin. In sei­nem Spielfilm-Debüt schil­dert Ko- Regisseur Tim Ellrich jetzt eben­falls eine Geschichte aus sei­ner nächs­ten Familie. Holle, eso­te­ri­sche Therapeutin, Tochter und Schwester, muss sich als ein­zi­ge um ihren Bruder Sven küm­mern, bei dem vor vie­len Jahren Schizophrenie dia­gnos­ti­ziert wur­de. Er ver­wei­ger­te jede Behandlung und lebt seit­her zurück­ge­zo­gen auf dem Dachboden im Haus der Eltern, die sich all­mäh­lich, mit zuneh­men­dem Alter, von ihm über­for­dert füh­len. Als ihre Mutter ins Krankenhaus kommt, ver­bringt Holle immer mehr Zeit mit Sven und beim Vater, und ver­nach­läs­sigt ihre eige­ne Beziehung dabei sträf­lich.
    »Die mar­kan­te for­ma­le Gestaltung von Im Haus mei­ner Eltern schiebt der all­zu direk­ten Deutung als auto­bio­gra­fi­sche Nabelschau einen Riegel vor. Mit Schwarz-weiß-Bildern und einem schma­len Bildformat ver­leiht Ellrich der Geschichte einen uni­ver­sel­len Charakter. … Das ein­drucks­volls­te Element des stil­len Dramas ist die Darstellung des psy­chisch erkrank­ten Sven. Fernab kli­schee­haf­ter Darstellungen von Schizophrenie zeigt Ellrich die Erkrankung als Rückzug ins Innere, womit eine Auflösung für die ande­ren ver­bun­den ist.“ Christian Horn | FilmDienst
    Das gran­di­os gespiel­te und stren­gem schwarz-weiß gehal­te­ne Familiendrama wur­de in IFF Rotterdam mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

    Credits:

    DE 2025, 95 Min,
    Regie: Tim Ellrich
    Kamera: Konstantin Pape
    Schnitt: Tobias Wilhelmer
    mit: Jenny Schily, Ursula Werner, Manfred Zapatka und Jens Brock 

    Trailer:
    Im Haus mei­ner Eltern – trai­ler | IFFR 2025
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    A film by Tim Ellrich. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A the­ra­pist who­se inte­rests lie in alter­na­ti­ve ways to help the sick and infirm is forced to balan­ce the demands of her pro­fes­sio­nal life with tho­se of her age­ing par­ents and older brot­her, in Tim Ellrich’s sen­si­ti­ve but uncom­pro­mi­sing drama.

    Holle works as a spi­ri­tu­al hea­ler, ten­ding to cli­ents with serious ill­nesses and chro­nic con­di­ti­ons. One of four siblings, she devo­tes much of her time to caring for her age­ing par­ents, a com­mit­ment that strains her rela­ti­onship with her part­ner. When her mother suf­fers a fall and is hos­pi­ta­li­sed, Holle faces moun­ting chal­lenges, par­ti­cu­lar­ly in rela­ti­on to her brot­her Sven, who has schi­zo­phre­nia and has lived a secluded life in their par­ents’ attic for years.

    Inspired by film­ma­ker Tim Ellrich’s own fami­ly expe­ri­en­ces and shot on loca­ti­on at his child­hood home, Im Haus mei­ner Eltern is an incisi­ve explo­ra­ti­on of the toll care­gi­ving takes on fami­lies. Filmed in stark black and white, its visu­als cap­tu­re both the exhaus­ti­on of care­gi­ving and the claus­tro­pho­bia of lives bound by duty. Ellrich avo­ids easy judgments, ins­tead offe­ring a thoughtful reflec­tion on how socie­ty tre­ats the elder­ly and infirm and the fric­tion the­se respon­si­bi­li­ties crea­te within fami­lies – from tho­se who should­er the bur­den to tho­se who keep their distance. With empa­thy and an under­sta­ted approach, Im Haus mei­ner Eltern, exami­nes the uns­po­ken ten­si­ons and quiet sacri­fices that defi­ne fami­ly life under pressure.

    Vanja Kaludjercic

    Credits:

    DE 2025, 95 Min,
    Regie: Tim Ellrich
    Kamera: Konstantin Pape
    Schnitt: Tobias Wilhelmer
    mit: Jenny Schily, Ursula Werner, Manfred Zapatka und Jens Brock 

    Trailer:
    Im Haus mei­ner Eltern – trai­ler | IFFR 2025
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  • filmPOLSKA reloaded: Travel Essentials

    filmPOLSKA reloaded: Travel Essentials

    Am 27.5. um 18:00 im fsk. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Rzeczy niez­będ­ne / Unverzichtbare Dinge
    PL/D 2024
    R: Kamila Tarabura
    101 min, OmdU
    B: Kamila Tarabura & Katarzyna Warnke
    K: Tomasz Naumiuk
    S: Alan Zejer
    M: CEL
    D: Dagmara Domińczyk, Katarzyna Warnke, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Andrzej Konopka u. a.

    Eigentlich will sich die hoch­schwan­ge­re Kriegsjournalistin Ada eine Auszeit bei ihrem Partner in Hamburg gön­nen. Doch dann bekommt sie aus Polen ein Buch zuge­schickt, in dem eine Frau ihre Missbrauchserfahrungen als Kind schil­dert – ver­se­hen mit einer per­sön­li­chen Widmung und einer Telefonnummer.

    Gegen jede Vernunft macht sich Ada auf den Weg in ihre alte Heimat. Dort trifft sie sich mit Roksana, der Autorin des Buchs. Diese bit­tet Ada, mit ihr in die pol­ni­sche Provinz zu fah­ren, wo bei­de auf­ge­wach­sen sind. Vielleicht kön­nen sie nach dem Tod von Roksanas Vater ihre Mutter dazu brin­gen, das Schweigen über die Ereignisse von damals zu bre­chen. Das odd cou­ple macht sich auf den Weg, um zu rekon­stru­ie­ren, was gesche­hen ist – oder ob sich Roksana die Geschichte viel­leicht nur aus­ge­dacht hat.

    Kamila Taraburas Langfilm-Debüt ist eine fein­füh­li­ge Mischung aus Roadmovie, Thriller, Krimi und Psychoporträt, das vie­le über­ra­schen­de Wendungen nimmt, um par­al­lel meh­re­re Geschichten zu erzäh­len. Dabei kann sich die Regisseurin vor allem auf ihre traum­haft inter­agie­ren­den Hauptdarstellerinnen Dagmara Domińczyk (Ada) und Katarzyna Warnke (Roksana) ver­las­sen, deren Schweigen oft bered­ter ist als ihre Worte. [Rainer Mende]

    Veranstalter: Polnisches Institut Berlin in Kooperation mit dem fsk Kino

  • Simón de la montaña

    Simón de la montaña

    Ein Film von Federico Luis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Simóns Verhältnis zu sei­ner Mutter ist schon län­ger schwie­rig. Wirklich zu Hause fühlt er sich nur bei Pehuén und den ande­ren an der Schule für Menschen mit kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behinderungen. Dort hat er das Gefühl, er selbst sein zu dür­fen, auch wenn er anders ist als alle anderen.

    In lose ver­bun­de­nen Vignetten tau­chen wir in das Leben einer Gruppe ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­ler Jugendlicher ein. Unser Titelheld fühlt sich vor allem an der Seite von Pehuén und Colo wohl (wie die ande­ren kogni­tiv Eingeschränkten von Laien gespielt) – ein­mal, als die bei­den Sex haben, steht er sogar für sie Schmiere. Doch irgend­wann fragt sich, was Simón an die­ser Schule eigent­lich ver­lo­ren hat und war­um er sich hier zuge­hö­rig fühlt. Luis’ unge­wöhn­li­ches Drama stellt unse­re Wahrnehmung von Menschen, die wir als „anders“ qua­li­fi­zie­ren, auf die Probe. Sein Plädoyer lässt vie­les offen, aber kei­nen Zweifel: Verbundenheit kann nur durch Offenheit ent­ste­hen. (Roman Scheiber)

    Credits:

    Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
    Regie: Federico Luis
    Kamera: Marcos Hastrup
    Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
    mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

    Trailer:
    Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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    A film by Federico Luis. Im Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The film is far from a straight­for­ward por­tra­y­al of its sub­ject. It doesn’t just focus on good and noble fee­lings, nor does it fall into the sort of sim­pli­stic bina­ries that set the “puri­ty” of peo­p­le with disa­bi­li­ties against the cyni­cism of socie­ty. Simón is deceitful, more than hap­py to lie and una­fraid to get his fri­ends into trou­ble, yet they never judge or punish him nor label him as pro­ble­ma­tic. At home, whe­re his mother’s good­will has been exhaus­ted, a sen­se of apa­thy has set in that threa­tens to usurp the obvious love she feels for him. Luis’ film smart­ly refrains from jud­ging her, as she seems unable to find a solu­ti­on to her son’s unex­plai­ned anti­cs; she only wat­ches in sur­pri­se as Simón speaks less and less, imi­ta­tes phy­si­cal tics and retre­ats into his own per­so­nal ver­si­on of disa­bi­li­ty. Engrossing, and nar­ra­ted with gre­at intel­li­gence and subt­le­ty, the film lay­ers nuan­ce upon nuan­ce in its sui­ta­b­ly ambi­va­lent por­trait of the titu­lar cha­rac­ter. With ano­ther enig­ma­tic, yet empa­the­tic per­for­mance by up-and-coming actor Lorenzo Ferro, SIMÓN DE LA MONTAÑA is a remar­kab­le debut fea­ture that dares to explo­re the mur­ky waters of human beha­viour. (Diego Lerer)

    Credits:

    Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
    Regie: Federico Luis

    Kamera: Marcos Hastrup
    Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
    mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

    Trailer:
    Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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  • Oslo Stories: Sehnsucht

    Oslo Stories: Sehnsucht

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am stärks­ten im Fokus steht das freund­li­che Verwischen von Grenzen zwi­schen den Identitäten und Orientierungen im Film Sehnsucht / Sex. Es ist zugleich der lus­tigs­te Teil der Trilogie. Der Film star­tet mit Aufnahmen vom Osloer Umland: Auffahrtstraßen, Industriegebiet, im Gemeindeschwimmbad zie­hen Menschen ihre Bahnen. Dann beginnt ein namen­lo­ser Mann , Schornsteinfeger, Familienvater, Mitte vier­zig, von sei­nem ver­wir­ren­den Traum zu erzäh­len – ein­fach so, beim Mittagessen im Pausenraum.
    David Bowie und er, erzählt der Mann, sei­en sich in sei­nem Traum in einer Toilette begeg­net, und Bowie hät­te ihn gemus­tert, als wäre er, der Schornsteinfeger, eine Frau. Die Blicke sei­en nicht abwer­tend gewe­sen, ein­fach nur anders. Nein, eigent­lich sogar ange­nehm.
    Sein bes­ter Freund, eben­falls Schornsteinfeger, Familienvater, Mitte vier­zig, hört ihm auf­merk­sam und ver­ständ­nis­voll zu. Dann erzählt er, wie ihm jüngst ein Klient nach geta­ner Arbeit Zeichen gege­ben habe, an ihm inter­es­siert zu sein. Erst habe er gezö­gert, dann hät­ten sie Sex gehabt. »Wie er mich ange­se­hen hat, das habe ich noch nie erlebt«, sagt der Freund. »Als hät­te er Lust auf mich. Regelrecht scham­los.«
    Später erzählt der Freund auch sei­ner Ehefrau von dem Sex. Sein Argument: Gerade weil es mit einem Mann gewe­sen sei und er ganz offen dar­über spre­che, habe er sie nicht betro­gen. Doch das sieht die Ehefrau ganz anders….“
    Hannah Pilarczyk | Der Spiegel
    Und natür­lich besteht auch hier viel Gesprächsbedarf.

    Credits:

    OT: Sex
    DE 2023, 90 Min., norw. OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Jan Gunnar Røise, Thorbjørn Harr, Siri Forberg, Birgitte Larsen

    Trailer:
    Sex Trailer | OIFF 2024
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    A film by Dag Johan Haugerud. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Two chim­ney sweeps living in mono­ga­mous, hete­ro­se­xu­al mar­ria­ges both end up in situa­tions that chall­enge their views on sexua­li­ty and gen­der roles. One has a sexu­al encoun­ter with ano­ther man, wit­hout hims­elf expe­ri­en­cing it eit­her as an expres­si­on of homo­se­xu­al lon­gings or infi­de­li­ty. The other sud­den­ly expe­ri­en­ces noc­turnal dreams in which he is seen as a woman. This con­fu­ses and dis­turbs him. He beg­ins to won­der to what ext­ent the gaze of others shapes his per­so­na­li­ty and whe­ther the­re are aspects of hims­elf that he has sup­pres­sed, ther­eby limi­ting hims­elf.
    In Dag Johan Haugerud’s Sex, the chim­ney is swept befo­re we get down to busi­ness. Whether hete­ro or homo, wit­ty word­play chal­lenges nor­ma­ti­ve images of men and socie­ty in modern urban Norway.

    Credits:

    OT: Sex
    DE 2023, 90 Min., norw. OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Jan Gunnar Røise, Thorbjørn Harr, Siri Forberg, Birgitte Larsen

    Trailer:
    Sex Trailer | OIFF 2024
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  • Oslo Stories: Träume

    Oslo Stories: Träume

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Oslo-Stories: Liebe, die­sem Filmjuwel, dass sich bis­her viel zu vie­le haben ent­ge­hen las­sen, kommt hier schon der nächs­te Teil von Dag Johan Haugeruds Oslo-Trilogie ins Kino, und er bringt wert­vol­les Gepäck mit – den Goldenen Bären der letz­ten Berlinale. Die Tradition des Festivals, expli­zit poli­tisch zu lesen­de Filme aus­zu­zeich­nen, wur­de dies­mal unter­bro­chen. Träume ist des­we­gen nicht min­der auf­re­gend.
    Die 17-jäh­ri­ge Johanne ver­liebt sich Hals über Kopf in ihre neue Lehrerin. Im spä­te­ren Verlangen, die­se wich­ti­ge Zeit für sich fest­zu­hal­ten, ver­packt sie die Erlebnisse in eine Erzählung. Als erst ihre Mutter, und spä­ter auch ihre Großmutter, eine bekann­te Dichterin, den Text lesen, ist die Aufregung groß. Bewunderung und Stolz, Sorge und sogar Konkurrenzangst wech­seln sich ab, und zwi­schen den Frauen drei­er Generationen gibt es viel Gesprächsbedarf.
    Träume ist einer­seits ein sehr ein­fa­cher Film, der eine klei­ne Geschichte ohne dra­ma­ti­sche Wendungen erzählt. Andererseits ist Träume ein sehr kom­ple­xer Film, der auf meh­re­ren klug ver­schach­tel­ten Ebenen dar­über nach­denkt, wie Texte, die Realität, die sie beschrei­ben, und die Menschen, die sie ver­fas­sen oder rezi­pie­ren, mit­ein­an­der ver­bun­den sind, und wie ihre Bedeutungen einer per­ma­nen­ten Veränderung unter­wor­fen sind – je nach­dem wer was wann war­um wo sagt oder hört, oder auch ver­schweigt. Und schließ­lich ist Träume ein sehr freund­li­cher, tröst­li­cher Film, der von Wandelbarkeit erzählt. Wo die meis­ten Filme ver­su­chen, eine mehr­deu­ti­ge und unor­dent­li­che Realität in eine sinn­haf­te Geschichte zu ver­wan­deln, unter­nimmt Träume das Gegenteil. Jede Szene, jede Person, jede Form des Diskurses fügt der Welt, die Träume abbil­det, eine neue Facette hin­zu, macht sie grö­ßer, offe­ner, viel­fäl­ti­ger. Für mich hät­te Träume ein­fach immer wei­ter gehen kön­nen.“ Hendrike Bake | indiekino

    Die drei „Oslo-Stories“ bil­den eine ein­zig­ar­ti­ge Filmtrilogie. Liebe (Venedig Wettbewerb 2024), Träume (Berlinale Goldener Bär 2025) und Sehnsucht / Sex (Berlinale Panorama 2024) sind drei jeweils eigen­stän­di­ge Filme mit neu­en Figuren und einer unab­hän­gi­gen Geschichte, und jeder ist ein Ereignis. Getrennt von­ein­an­der wer­fen sie jeweils einen neu­en Blick auf die Dinge, die unser Leben bestim­men. Erzählen von Liebe, Sehnsucht und Träumen, hin­ter­fra­gen Identität, Gender und Sexualität, ent­wer­fen mit fas­zi­nie­ren­den Charakteren und klu­gen Dialogen gewitzt und nah­bar Utopien, wie wir auch zusam­men­le­ben könn­ten. Und Oslo sehen wir aus der Perspektive der Protagonisten: inner­städ­tisch bei Träume, hoch auf den Dächern bei Sehnsucht / Sex und in Liebe wird stän­dig der Oslofjord mit der Fähre überquert.

    Goldener Bär – Berlinale 2025

    Credits:

    NO 2024, 110 Min., nor­we­gi­sche OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Ella Øverbye, Selome Emnetu, Ane Dahl Torp, Anne Marit Jacobsen

    Trailer:
    DREAMS (SEX LOVE) International Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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    A film by Dag Johan Haugerud. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    At 17, Johanne falls head over heels in love with her fema­le tea­cher. In an attempt to cap­tu­re this first crush, she pours her expe­ri­en­ces onto paper with raw hones­ty. When her mother and grand­mo­ther dis­co­ver her wri­tin­gs, their initi­al shock at the inti­ma­te descrip­ti­ons gives way to admi­ra­ti­on for their lite­ra­ry merit. The two older women begin to reflect on their own love lives, their plea­su­res and missed oppor­tu­ni­ties, and are remin­ded of the over­whel­ming sen­sa­ti­on of first love; and of the lon­ging for some­thing more. Johanne’s grand­mo­ther, an estab­lished poet hers­elf, feels both pri­de and unea­se at her granddaughter’s natu­ral talent. But ques­ti­ons lin­ger: What tru­ly hap­pen­ed bet­ween Johanne and her tea­cher? Where does rea­li­ty end and fic­tion begin? And should the­se deep­ly per­so­nal wri­tin­gs ever find their way to publication?

    Golden Bear – Berlinale 2025

    Credits:

    NO 2024, 110 Min., nor­we­gi­sche OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Ella Øverbye, Selome Emnetu, Ane Dahl Torp, Anne Marit Jacobsen

    Trailer:
    DREAMS (SEX LOVE) International Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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  • Oslo-Stories: Liebe

    Oslo-Stories: Liebe

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dag Johan Haugeruds Trilogie Oslo Stories besteht aus drei jeweils eigen­stän­di­gen Filmen mit einer unab­hän­gi­gen Geschichte. Der Teil Träume („Der mit der Lehrerin“, ab 8.5.) hat gera­de den Goldenen Bären gewon­nen, Sehnsucht heist im Original Sex („Der mit den Dachdeckern“, Panorama 2024, ab 22.5.) und zuerst nun der Teil Liebe („Der mit der Fähre“ Venedig 2024)

    Oslo Stories: LIEBE ist ein roman­ti­scher Film, der Sexualität, Beziehungen und Liebe erforscht und sich um einen schwu­len Krankenpfleger und eine hete­ro­se­xu­el­le Ärztin dreht. In vie­ler­lei Hinsicht ist die­ser Film uto­pisch: Er han­delt vom Streben nach sexu­el­ler und emo­tio­na­ler Nähe zu ande­ren, ohne sich dabei unbe­dingt an die gesell­schaft­li­chen Normen und Konventionen zu hal­ten, die Beziehungen regeln. Die weib­li­che Sexualität, die in vie­len Teilen der Gesellschaft sowohl von Männern als auch von Frauen stän­dig unter die Lupe genom­men und in Frage gestellt wird, ist ein zen­tra­ler Schwerpunkt des Films. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem Frauen Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Liebesleben tref­fen kön­nen, ohne sich ver­tei­di­gen oder erklä­ren zu müs­sen. Der Film deu­tet auch an, dass bestimm­te Erfahrungen und Praktiken inner­halb der homo­se­xu­el­len Gemeinschaft wert­vol­le Erkenntnisse für die Gesellschaft im Allgemeinen bie­ten könn­ten.
    Aber im Kern geht es in dem Film um die Frage, wie man Gutes tun kann. Ich glau­be, dass Fiktion eine ent­schei­den­de Rolle dabei spielt, sich alter­na­ti­ve Welten und Prspektiven vor­zu­stel­len. Sie ermög­licht es den Menschen, sich aus­zu­drü­cken und auf unge­wöhn­li­che Weise zu han­deln. Für mich besteht eine wich­ti­ge Funktion der Fiktion dar­in, neue Denkweisen im wirk­li­chen Leben zu inspi­rie­ren. Mit Oslo Stories: LIEBE – und der gesam­ten Trilogie – war es mein vor­ran­gi­ges Ziel, zu ver­mit­teln, dass neue Denk- und Verhaltensweisen mög­lich sind.

    Dag Johan Haugerud

    Credits:

    Love
    NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad,
    mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

    Trailer:
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    A film by Dag Johan Haugerud. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A Utopian design for sexua­li­ty, rela­ti­onships and love in the 21st cen­tu­ry. Marianne is a doc­tor based in Oslo. She longs for clo­sen­ess with other peo­p­le, but she’s fed up with her sex life being con­stant­ly ana­ly­sed and ques­tio­ned by the expec­ta­ti­ons of others. One evening, she meets Tor, a nur­se and col­le­ague, on a fer­ry. He tells her of the fer­ry trips he takes when he can’t sleep and his chan­ce mee­tings with other men. Curious, Marianne starts explo­ring other designs for rela­ti­onships, off the bea­ten track.

    Credits:

    Love
    NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad,
    mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

    Trailer:
    LOVE International Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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