On the BorderOn the border

Ein Film von Igor Hauzenberger & Gabriela Schild. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Agadez war einst das Drehkreuz der Migration von Subsahara-Afrika nach Norden. Die loka­le Bevölkerung, vor allem Tuareg, trans­por­tier­ten die Menschen auf dem lebens­ge­fähr­li­chen Weg durch die Wüste. Diese lukra­ti­ve Einnahmequelle sicher­te über Jahre den Wohlstand von Stadt und Region. Als Teil der ECOWAS Wirtschaftsgemeinschaft herrsch­te in Niger frei­er Personenverkehr.
2015 dräng­te die EU auf ein Gesetz, das den Transport von Menschen ohne Arbeitsvisum und ID kriminalisierte.Viele Migrant:innen an der vir­tu­el­len Grenze hat­ten plötz­lich einen ille­ga­len Status, aus Transporteuren wur­den Schlepper, und tau­sen­de ver­lo­ren über Nacht ihre Lebensgrundlage. Das Versprechen der EU, die nega­ti­ven Folgen des Gesetzes durch Umschulungsprogramme abzu­fe­dern, wur­de kaum ein­ge­löst, und nicht nur Nigriner:innen stell­ten sich die Frage: Was machen Amerika und Europa hier eigent­lich?
Der Umgang der Bevölkerung mit die­ser EU-Außengrenze mit­ten in Afrika bil­det den roten Faden des Films. Er beglei­tet drei Einheimische über fünf Jahre, bis zum Putsch 2023: den ehe­ma­li­gen Bürgermeister Agadez’, eine Journalistin und einen Händler, und zeich­net ein Bild der zum UNESCO-Weltkulturerbe zäh­len­den frü­he­ren Handelsmetropole. Wie wirkt sich die Anwesenheit der frem­den Militärs aus, wie­weit för­dert die Perspektivlosigkeit Radikalisierung?
„Rhissa Feltou, ehe­ma­li­ger Bürgermeister von Agadez … bezeich­net im Film die Region als „Migrationslabor der Europäer“. Wie Viele befürch­te­te auch er, dass mit dem Gesetz eine „bom­be humaine“ ent­ste­hen wür­de … . Afrikanische Ableger des Islamischen Staates und von Al-Qaida began­nen in der Region und den angren­zen­den Staaten immer mehr an Einfluss zu gewin­nen. Mit dem Zerfall Libyens lie­fen wich­ti­ge Routen für den Waffen- und Drogenschmuggel über Agadez. Es ent­stand eine Zone der Gewalt in einem schwer kon­trol­lier­ba­ren Gebiet, das grö­ßer ist als das Mittelmeer.“ G. Hauzenberger, und G. Schild

Credits:

AT/DE/CH 2024, 103 Min., Tamascheq, Hausa, Fulah, Französisch, Deutsch. OmU
Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild
Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger
Schnitt:
Nela Märki, Stefan Fauland

Trailer:
ON THE BORDER // Trailer // Kinostart mit Kinotour am 19.03.26
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A film by Igor Hauzenberger & Gabriela Schild. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

The desert city of Agadez in Niger has been a hub of trade rou­tes sin­ce time imme­mo­ri­al. The local Tuareg popu­la­ti­on always ear­ned a good living by trans­port­ing goods and peo­p­le across the Sahara. But Agadez is also a place whe­re migrants pass through on their way to Europe.

Niger has been in direct talks with the European Union about this sin­ce 2012. The result is a law that cri­mi­na­li­zes ille­gal migra­ti­on and has made Agadez a High Risk Area, with cata­stro­phic con­se­quen­ces for the local eco­no­my. The ban on trans­port led to unem­ploy­ment, hig­her crime and a drug epidemic.

In On the Border, three resi­dents of Agadez talk about the decli­ne of their city. Salesman Ahmed Dizzi looks back with nost­al­gia to a time when lar­ge num­bers of European tou­rists used to visit the his­to­ric city and spend a lot of money. Radio repor­ter Tilla Amadou ques­ti­ons the effec­ti­ve­ness of European trai­ning pro­grams for bor­der guards. And for­mer mayor Rhissa Feltou argues that the new bor­der con­trols are a thre­at to the tra­di­tio­nal noma­dic exis­tence of the Tuareg.

Credits:

AT/DE/CH 2024, 103 Min., Tamascheq, Hausa, Fulah, Französisch, Deutsch. OmU
Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild
Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger
Schnitt:
Nela Märki, Stefan Fauland

Trailer:
ON THE BORDER // Trailer // Kinostart mit Kinotour am 19.03.26
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