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  • Der Fleck

    Der Fleck

    Ein Film von Willy Hans.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eigentlich hät­te er Sportunterricht, aber Simon dreht kurz vor der Schule um. Er trifft einen Nachbarn und fährt mit zu des­sen Clique an den Fluss. Es ist heiß, und Gespräche und Aktivität lau­fen eher trä­ge ab, ein biss­chen Unsinn reden, schwim­men, spie­len, necken, ärgern, essen, aber auch: den „Neuen“, Simon, abche­cken. Dann weckt die plötz­lich auf­tau­chen­de Marie Simons Interesse. Zusammen zie­hen sie los, holen Pommes und las­sen sich durch den Wald trei­ben. Sie ver­ges­sen die Zeit und tau­chen immer tie­fer in die ver­wun­sche­ne som­mer­li­che Flusslandschaft ein.
    „‚Die Hölle, das sind die ande­ren‘ – die­ser Schlüsselsatz aus Jean Paul Sartres Einakter Geschlossene Gesellschaft bringt für mich den Zustand, in dem sich die Figuren in mei­nem Spielfilm-Debüt Der Fleck befin­den, auf den Punkt. Sie suchen Bestätigung im gegen­sei­ti­gen Blick, schau­en selbst gna­den­los auf das Gegenüber und wer­den so ein­an­der unfrei­wil­lig zu Folterknechten. Und obwohl es kei­ne offen­sicht­lich bösen Absichten oder offen­si­ve Feindseligkeiten unter den Jugendlichen gibt, trans­por­tiert sich deut­lich ein all­um­fas­sen­des Unbehagen. Hier wird im Kleinen erprobt, was auch unter Erwachsenen geschieht. Alle loten unbe­wusst und lau­ernd ihre Stellung aus, ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wer wie zuein­an­der steht, wo sich Allianzen bil­den las­sen, und wo Rivalitäten. Das zu beob­ach­ten, die­ses hilf­lo­se Verbiegen, Maßregeln und Beäugen ist zum Heulen und zum Lachen gleich­zei­tig – allein weil es mit ein wenig Abstand betrach­tet so absurd erscheint. Dass es eine irdi­sche Hölle gibt, ist in in der Welt des Atheisten Sartre sicher. Aber gibt es auch so etwas wie einen Himmel? Und was wäre das? Es wäre ein Blick, der uns nicht fest­legt oder ver­ur­teilt, der nicht redu­ziert auf das, was wir wur­den, son­dern sich öff­net für das was wir wer­den könn­ten. Einen klei­nen Einblick in die­se unbe­kann­te Welt möch­te ich mei­ne Figuren SIMON und MARIE in Der Fleck kurz erha­schen las­sen. So beginnt sich jen­seits all der Apathie und des pas­siv-aggres­si­vem Gelabers, im Laufe der fort­schrei­ten­den Erzählung etwas Hoffnungsvolles und Lebensbejahendes abzu­zeich­nen.“ Willi Hans

    Credits:

    DE/CH 2024, 94 Min., dt. OmeU
    Regie & Schnitt: Willy Hans
    Kamera: Paul Spengemann
    mit: Leo Konrad Kuhn, Alva Schäfer, Shadi Eck, Felix Maria Zeppenfeld, Darja Mahotkin, Marlene Becker u. a. 

    Trailer:
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    A film by Willy Hans. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After esca­ping from gym class, Simon finds hims­elf on the banks of a river with a group of teen­agers. Amidst the air mat­tres­ses and point­less chat­ter, time pas­ses as slug­gish­ly as the river water. Only when Marie appears and both are cata­pul­ted into the near­by river­si­de forest by an unex­pec­ted inci­dent they escape the lethar­gic group and enter the tim­e­l­ess realm of the enchan­ted landscape.

    I would like to give a glim­pse of some­thing that coun­ters the exis­ten­ti­al loneli­ne­ss of our human pre­sent. Ultimately, redemp­ti­on lies in the encoun­ter.” Willy Hans

    Credits:

    DE/CH 2024, 94 Min., dt. OmeU
    Regie & Schnitt: Willy Hans
    Kamera: Paul Spengemann
    mit: Leo Konrad Kuhn, Alva Schäfer, Shadi Eck, Felix Maria Zeppenfeld, Darja Mahotkin, Marlene Becker u. a. 

    Trailer:
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  • Step across the border

    Step across the border

    Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel. Am 24.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Nicolas Humbert.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film vol­ler Musik von Fred Frith, sowohl solo, als auch gemein­sam mit ande­ren Musikern. „Was ist ein Musiker ande­res, als ein Organisator von Sounds?“ fragt Frith. Die Regisseure haben das beher­zigt und sich als Organisatoren von Bildern betä­tigt, die ver­dammt gut zu sei­ner Musik pas­sen: Also los : Step across the Border!

    Fred Frith, John Zorn, Arto Lindsay, Ciro Battista, Iva Bitová, Bob Ostertag, Joey Baron, Jonas Mekas, Robert Frank – ver­eint in einer Zelluloid-Improvisation über Rhythmus, Bilderlust und Lebensfreude. Konzertmitschnitte, Interviews in her­un­ter­ge­kom­me­nen Hotelzimmern und Kamerafahrten durch Metropolen wie New York und Tokio ver­mi­schen sich zu einer mit­rei­ßen­den Klangreise. Musik und Bild sind eigen­stän­dig, kei­nes unter­wirft sich dem ande­ren und doch erge­ben sich Überschneidungen, die mal komisch, mal absurd, mal ein­fach schön sind – wie die Maisfelder im Wind, die einen magi­schen Augenblick lang im Rhythmus von Friths Improvisationen schwin­gen. Step Across The Border ist ein schwarz-wei­ßes Augenzwinkern über den Zusammenhang zwi­schen Schnellbahnen, Stürmen und elek­tri­schen Gitarren und ein meis­ter­haf­ter Diskurs über den Geist des Musik- und des Filme-Machens.” (DOK.fest München 2024)

    Credits:

    CH/DE 1989, 90 Min., engl. OmU,
    Regie: Nicolas Humbert, Werner Prenzel
    Kamera: Oscar Salgado
    mit den Musiker*innen: Fred Frith, Iva Bittova, Tom Cora, Pavel Fajt, Eitetsu Hayashi, Zeena Parkins, Tim Hodgekison, Arto Lindsey, Bob Ostertag, John Zorn u.v.a.

    Trailer:
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    A film by Nicolas Humbert and Werner Prenzel. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In this film two forms of artis­tic expres­si­on, impro­vi­sed music and cine­ma direct, are inter­re­la­ted. In both forms it is the moment that counts, the intui­ti­ve sen­se for what is hap­pe­ning in a space. Music and film come into exis­tence out of an inten­se per­cep­ti­on of the moment, not from the trans­for­ma­ti­on of a preor­da­i­ned plan. In impro­vi­sa­ti­on the plan is reve­a­led only at the end. One finds it. The other con­nec­tion con­cerns the work method: the film team as band. Much as musi­ci­ans com­mu­ni­ca­te via the music, our work, too, was rea­li­zed within a very small and fle­xi­ble team of equ­als. What mat­te­red was exch­an­ge. And move­ment. Sometimes we star­ted film­ing in the midd­le of the night, respon­ding to a new idea that had ari­sen only minu­tes befo­re. We had a fun­da­men­tal fee­ling for what we wan­ted to do, for what kind of film this should be. And we fol­lo­wed that fee­ling. It was all very instinctive.

    Credits:

    CH/DE 1989, 90 Min., engl. OmU,
    Regie: Nicolas Humbert, Werner Prenzel
    Kamera: Oscar Salgado
    mit den Musiker*innen: Fred Frith, Iva Bittova, Tom Cora, Pavel Fajt, Eitetsu Hayashi, Zeena Parkins, Tim Hodgekison, Arto Lindsey, Bob Ostertag, John Zorn u.v.a.

    Trailer:
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  • One to One: John & Yoko

    One to One: John & Yoko

    Ein Film von Kevin Macdonald. Ab 26.6. im fsk.
    Cineville Preview (auch für nicht-Cinevilles) am 25.6.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am 30. August 1972 spiel­te John Lennon in New York sein ein­zi­ges Einzelkonzert, eine Benefizveranstaltung, im Madison Square Garden. Der Dokumentarfilm nimmt das epi­sche Musikereignis zum Ausgangspunkt, um 18 ent­schei­den­de Monate im Leben von John und Yoko in einer rasan­ten Collage zu rekon­stru­ie­ren – mit Live-Songs in vol­ler Länge.
    Nach dem Umzug von England nach New York 1971 ver­bringt das Paar viel Zeit in ihrem klei­nen Apartment in Greenwich Village mit Fernsehen, und ein wil­des Gemisch aus Vietnamkrieg, Protestmärsche, Präsident Nixon, Unterhaltungsserien, Talkshows und vie­le, vie­le Werbespots. lässt es uns nach­voll­zie­hen. Running Gag unter den rea­len, von John auf­ge­zeich­ne­ten Telefongesprächen sind Yokos Aufträge zur Beschaffung von Fliegen. Ihr poli­ti­sches Engagement zeigt sich bei der Zusammenarbeit mit Jerry Rubin und vie­len kon­struk­ti­ven, nicht immer umzu­set­zen­den Ideen. Ihr sozia­les Engagement gip­felt in eben die­sem „One to One”-genannten Benefiz-Konzert nach dem „Willowbrook”-Skandal, der Aufdeckung schwers­ter Misshandlungs-Praxis in einer staat­li­chen kin­der­psy­cha­tri­schen Anstalt.
    „Der Film von Kevin McDonald ist min­des­tens so sehr ein Porträt des Zeitgeistes von 1971 wie sei­ner Protagonist*innen. Editor Sam Rice-Edwards schafft eine rasan­te Montage aus Nachrichtenschnipseln, Fernsehwerbung, Interviews und den Aufzeichnungen des Konzerts. Erstaunlich ist auch, dass der von dass Sean Ono Lennon mit­pro­du­zier­te Filme die wider­sprüch­li­chen Charaktere sei­ner Eltern nicht glät­tet. Zwar fehlt in die­sem Film die gan­ze Geschichte der Beatles-inter­nen Konkurrenz. Erzählt wird ledig­lich, dass Lennon gern Bob Dylan für eine Gefangenen-Benefiz-Tour haben woll­te. Weil einer der Tour-Organisatoren vor lau­fen­der Kamera Dylans Müll durch­wühlt hat­te, um zu zei­gen, was für ein kom­mer­zi­el­ler Lump Dylan gewor­den sei, wei­ger­te sich Dylan aller­dings, mit Lennon auf­zu­tre­ten und spiel­te statt­des­sen bei George Harrisons „Concert for Bangladesh“ … Aber das poli­ti­sche Umfeld ist viel­leicht auch inter­es­san­ter. …“ Tom Dorow | Indiekino

    Credits:

    UK 2024, 100 Min., engl. OmU
    Regie: Kevin Macdonald

    Kamera: David Katznelson
    Schnitt: Sam Rice-Edwards 

    Trailer:
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    A film by Kevin Macdonald. Starts June 26th at the fsk. Cineville Preview on June 25th. In English with German subitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    An expan­si­ve and reve­la­to­ry insi­de look at John Lennon and Yoko Ono’s life in Greenwich Village in the ear­ly 1970s, ONE TO ONE: JOHN & YOKO deli­vers an immersi­ve cine­ma­tic expe­ri­ence that brings to life elec­tri­fy­ing, never-befo­re-seen mate­ri­al and new­ly res­to­red foo­ta­ge of John and Yoko’s only full-length con­cert. Featuring mind-blo­wing music new­ly remi­xed and pro­du­ced by Sean Ono Lennon, the film is a seis­mic reve­la­ti­on that will chall­enge pre-exis­ting noti­ons of the ico­nic couple.

    Credits:

    UK 2024, 100 Min., engl. OmU
    Regie: Kevin Macdonald

    Kamera: David Katznelson
    Schnitt: Sam Rice-Edwards 

    Trailer:
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  • Archiv der Zukunft

    Archiv der Zukunft

    Ein Film von Joerg Burger. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Naturhistorischen Museum in Wien wird mit akri­bi­scher Energie gesam­melt, geforscht, archi­viert und reflek­tiert – mehr als 30 Millionen Objekte sind hier über die Jahrhunderte zusam­men­ge­tra­gen wor­den. Der Film zeigt das Museum als eine Welt, die sich in stän­di­ger Veränderung befin­det: Die spek­ta­ku­lä­ren Archivarien aus tau­sen­den Jahren Natur und Menschheitsgeschichte wer­den durch Grundlagenforschung und den leben­di­gen Apparat des Museums immer wie­der neu in der Gegenwart befragt, um in der Zukunft Geschichten zu erzäh­len.
    Wie bei einem Rundgang hin­ter den Kulissen erschließt sich die Institution: ein kürz­lich ver­stor­be­ner Löwe wird zur Präparation ein­ge­lie­fert, die Haltung eines Dinosauriers dem aktu­el­len Forschungsstand ange­passt oder Artefakte mit­tels 3D-Scan digi­ta­li­siert.
    Als auf­merk­sa­mer Beobachters ent­wirft Regisseur und Kameramann Joerg Burger das Museum als einen Ort, an dem das phy­si­sche Handwerk am Objekt immer auch mit Fragen nach Wissenskonstruktionen und deren inhä­ren­ten Machtbeziehungen ein­her­geht. Die Spezies Mensch – als ver­meint­lich Betrachtende und Wissende – wird in ihrer Beziehung zu Tier, Natur und Historie schließ­lich selbst beobachtet.

    Credits:

    AT 2023, 92 Min., Deutsch
    Regie & Kamera: Joerg Burger
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    ARCHIV DER ZUKUNFT – Offizieller Trailer
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    A film by Joerg Burger. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Armies of moun­ted beet­les, arran­ged in rank and file. In dra­wers and glass con­tai­ners, rep­ti­les and birds sor­ted in the most magni­fi­cent forms. An almost macab­re beau­ty is found in the cata­logued sub-uni­ver­ses of the Natural History Museum Vienna: sub-uni­ver­ses that stand for the who­le ran­ge of evo­lu­ti­on and are part of the immense, expert­ly pre­pared coll­ec­tion of this world-renow­ned insti­tu­ti­on of know­ledge. With an appro­pria­te­ly curious atti­tu­de, Joerg Burger devo­tes gre­at atten­ti­on to this cumu­la­ti­ve archi­ve of pure rese­arch for its own sake, its exhi­bits and under­ly­ing craft­work, but first and fore­most to the peo­p­le who work there,…

    Credits:

    AT 2023, 92 Min., Deutsch
    Regie & Kamera: Joerg Burger
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    ARCHIV DER ZUKUNFT – Offizieller Trailer
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  • Good News

    Good News

    Ein Film von Hannes Schilling. Am 2.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leos Karrierekurve bewegt sich schon län­ger steil nach unten, als der Journalist ver­sucht, sich durch eine außer­ge­wöhn­li­che Story wie­der ins Gespräch zu brin­gen. Ein Bericht über eine ver­bor­gen leben­de Rebellengruppe im süd­thai­län­di­schen Urwald soll es brin­gen. Nach eini­ger Zeit vor Ort haben sich aller­dings weder wei­ter­füh­ren­de Kontakte noch ande­res Berichtenswertes erge­ben. Seine Partnerin zuhau­se ist bereits schwer genervt, er selbst ver­misst vor allem die gemein­sa­me Tochter, und der Chef schreibt unge­dul­dig Mails. Also wird Leo krea­tiv und schmückt alles aus, was er bis­her erfah­ren hat, über­nimmt frem­de Geschichten und schickt den Artikel nach Deutschland. Die Redaktion ist begeis­tert, schrei­ben kann er wohl gut, will aber Fotos. Der Fotograf ist schnel­ler bei ihm, als Leo dage­gen pro­tes­tie­ren kann. Julian ist ein Draufgänger, der nur schnell zum Fotografieren in den Dschungel fah­ren und dann wie­der weg will. Das ist unmög­lich, und die Situation wird zuneh­mend brenz­lig für Leo.
    Hätte es anders kom­men kön­nen? Gab es einen Zeitpunkt, an dem Leo hät­te auf­hö­ren kön­nen? Er hat schließ­lich nicht sei­ne beruf­li­che und fami­liä­re Existenz aufs Spiel gesetzt, son­dern auch Vertraute in Thailand ver­ra­ten und aus­ge­nutzt, sich selbst und ande­re in Gefahr gebracht. Ist es sei­ne indi­vi­du­el­le Schuld, oder die sei­nes Redakteurs, oder ein kran­kes System, das nach außen die Moral hoch­hält, innen jedoch jede mög­li­che Schweinerei zum Erreichen eines Ziels erwar­tet? Wo ver­lau­fen ethi­sche Grenzen?
    „… ein sehr rele­van­tes Drama über die Grenze von Lüge und Wahrheit, vor allem aber die Grauzone dazwi­schen. Hannes Schilling gelingt ein dra­ma­tur­gisch und schau­spie­le­risch über­zeu­gen­des Werk, das zum Nachdenken anregt … Schilling filmt in Schwarz-Weiß, für eine sti­li­sier­te Distanzierung. Die Filmmusik – groß­ar­tig: Lena Radivoj – bringt dis­so­nant-sphä­ri­sche Klänge in die­se an sich rea­lis­ti­sche, tat­säch­lich aber tra­gö­di­en­haft ver­dich­te­te Geschichte.“
    Harald Mühlbeyer, Kino-Zeit

    Credits:

    DE 2024, 75 Min., Deutsch, Englisch, Thai und Melayu mit deut­schen Untertiteln,
    Regie: Hannes Schilling
    Schnitt: Marie Fontanel, Paul Gröbel
    Kamera: Falco Seliger

    mit: Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann

    Trailer:
    GOOD NEWS (2024) TRAILER
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    A film by Hannes Schilling. In German, English, Thai and Melayu with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The jour­na­list Leo hopes to final­ly make an inter­na­tio­nal breakth­rough with a report about a rebel group in Thailand. His fri­end Mawar helps him make local cont­acts. In return, Leo pro­mi­ses to sup­port him in start­ing over in Germany. But when the edi­tors sen­ding him the pho­to­grapher Julian wit­hout asking, Leo beco­mes incre­asing­ly ent­an­gled in a web of lies and moral­ly ques­tionable decisions.

    Credits:

    DE 2024, 75 Min., Deutsch, Englisch, Thai und Melayu mit deut­schen Untertiteln,
    Regie: Hannes Schilling
    Schnitt: Marie Fontanel, Paul Gröbel
    Kamera: Falco Seliger

    mit: Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann

    Trailer:
    GOOD NEWS (2024) TRAILER
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  • Copa 71

    Copa 71

    Ein Film von Rachel Ramsay und James Erskine.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    August 1971: Mexico City ist Austragungsort für ein rie­si­ges Fußballspektakel, bei dem Teams aus England, Argentinien, Mexiko, Frankreich, Dänemark und Italien auf­ein­an­der­tref­fen. Über 100.000 Fans ver­wan­deln das his­to­ri­sche Azteca-Stadion Spiel für Spiel in einen Ort der Begeisterung, das Fernsehen berich­tet durch­ge­hend. Die Atmosphäre erin­nert an die größ­ten Momente der inter­na­tio­na­len Fußballgeschichte. Aber die­ses Turnier ist anders als alles, was es vor­her gab, denn auf dem Platz sind aus­schließ­lich Frauen. Es han­delt sich um die Copa ’71, die ers­te inof­fi­zi­el­le Frauenfußball-WM. Von der FIFA und den natio­na­len Fußballverbänden abge­lehnt, wur­de die­ses his­to­ri­sche Ereignis aus den Annalen des Fußballs ver­drängt. Doch nun erin­nert ein Dokumentarfilm an die­ses Turnier, das über zehn Jahre vor der ers­ten offi­zi­el­len Frauenfußball-Weltmeisterschaft statt­fand, und rückt die Spielerinnen der dama­li­gen Zeit, die cha­ris­ma­ti­schen Pionierinnen ihrer Sportart, end­lich ins Rampenlicht.

    Es gibt viel zu erzäh­len – von der Geschichte des Frauenfußballs, der in Europa in den 1920ern auf­kam, dann vie­ler­orts als „unweib­lich“ und angeb­lich gesund­heits­schäd­lich wie­der unter­drückt und in Deutschland und England erst 197071 wie­der offi­zi­ell zuge­las­sen wur­de; über die groß­flä­chi­ge Kampagne der Organisatoren der COPA, die ihre Teams zu Medienstars mach­ten und dafür sorg­ten, dass 110.000 Menschen das Finale im sechs­größ­ten Stadium der Welt, dem Azteka-Stadium in Mexiko City, ver­folg­ten; bis hin zu den dia­bo­li­schen Machenschaften der FIFA. Nicht nur ver­such­te die FIFA, die Veranstaltung zu ver­hin­dern, im Anschluss an das Turnier unter­sag­te sie den ihr ange­schlos­se­nen Vereinen, Frauenteams bei sich trai­nie­ren zu las­sen. Für eini­ge Spielerinnen war das Turnier in Mexiko das letz­te Mal, dass sie pro­fes­sio­nell oder über­haupt Fußball gespielt haben.“ Hendrike Bake | indiekino

    Vom Anfang an war uns klar, dass wir einen Film machen woll­ten, der nicht nur die his­to­ri­sche Ungleichheit her­vor­hebt, son­dern auch die invol­vier­ten Frauen wirk­lich fei­ert und ihnen die Möglichkeit gibt, gehört und aner­kannt zu wer­den. Wir woll­ten, dass die Zuschauer:innen in die Welt von Copa ´71 ein­tau­chen. Wir woll­ten einen Raum zum Lachen, zum Weinen und zum Schreien kre­ieren. Wir woll­ten auch eine wirk­lich glo­ba­le Geschichte erzäh­len, eine, die die­se ein­zig­ar­ti­ge kol­lek­ti­ve Erfahrung spie­gelt.” Regiestatement

    Im August zei­gen wir in Zusammenarbeit mit der Gallerie und deren Ausstellung „She can kick it“ zwei wei­te­re Frauenfußballfime:
    Marinette – Kämpferin. Fußballerin. Legende und Das Wunder von Taipeh

    Credits:

    GB 2023, 91 Min., Englisch/Spanisch/Italienisch/Französisch mit deut­schen Untertiteln, Regie: Rachel Ramsay und James Erskine
    Schnitt: Arturo Calvete und Mark Roberts
    Kamera: Angela Neil

    Trailer:
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    A film by Rachel Ramsay and James Erskine. In English/Spanish/Italian/French with German subtitles..

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    »Why haven’t I seen this befo­re?« In the first sce­ne of Copa 71, American inter­na­tio­nal foot­bal­ler Brandi Chastain sta­res at her tablet in ama­ze­ment. She is wat­ching foo­ta­ge of the first ever inter­na­tio­nal women’s foot­ball tour­na­ment in Mexico City in 1971, Copa 71. Why is it that one of the best-atten­ded women’s sport­ing events of all time has been forgotten?

    In 1970, the first European tour­na­ment took place in Italy; SC 07 Bad Neuenahr repre­sen­ted Germany. A year later, inter­na­tio­nal teams from Argentina, England, France, Denmark and Mexico com­pe­ted against each other in Mexico. This purely com­mer­cial event, which was not backed by FIFA, pro­ved a huge suc­cess, attrac­ting crowds of 100,000 to the sta­di­ums. Yet what could have been the launch pad for women’s foot­ball world­wi­de fai­led to attract any sup­port. Another ten years would pass befo­re the next inter­na­tio­nal tour­na­ment. In Taipei, Taiwan, SSG 09 Bergisch Gladbach beca­me world cham­pi­ons in 1981. This also paved the way for the for­ma­ti­on of an offi­ci­al women’s natio­nal team in Germany in 1982. One thing to note though: women’s foot­ball was offi­ci­al­ly ban­ned until 1970. Perhaps not sur­pri­sing then that ano­ther deca­de pas­sed befo­re the first FIFA Women’s World Cup was held, in China. The final saw Brandi Chastain score the win­ning penal­ty to help the US take the tro­phy home.

    The film pres­ents archi­ve foo­ta­ge of the tour­na­ment, plus inter­views with the play­ers of the time – impres­si­ve per­so­na­li­ties who pro­vi­de vivid accounts of the pre­pa­ra­ti­ons and the tour­na­ment its­elf. A threa­ten­ed walk-out by the Mexican team over pay at one point put the tour­na­ment in jeo­par­dy, as did the ten­se atmo­sphe­re bet­ween the teams, still tan­gi­ble when wat­ching the film in the cinema.

    Credits:

    GB 2023, 91 Min., Englisch/Spanisch/Italienisch/Französisch mit deut­schen Untertiteln, Regie: Rachel Ramsay und James Erskine
    Schnitt: Arturo Calvete und Mark Roberts
    Kamera: Angela Neil

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  • Black Tea

    Black Tea

    Ein Film von Abderrahmane Sissako. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
    Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
    „China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
    Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
    Bert Rebhandl | Tip-Magazin

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

    Trailer:
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    A film by Abderrahmane Sissako. In Mandarin, French, English, Portugese with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya is a woman in her ear­ly thir­ties. After asto­nis­hing ever­yo­ne by say­ing “No” on her wed­ding day, she lea­ves the Ivory Coast for a new life in China. Living in an area whe­re the African dia­spo­ra meets the Chinese cul­tu­re, she finds a job in a tea bou­tique owned by Cai, a 45-year-old Chinese man. In the pri­va­cy of the shop’s back­room, Cai initia­tes Aya into the Chinese tea cerem­o­ny. As he tea­ches her this anci­ent art, their rela­ti­onship slow­ly grows into one of ten­der love. But for their bur­geo­ning pas­si­on to be sup­port­ed by trust, both of them must let go of their bur­dens and face up to their pasts.

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

    Trailer:
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  • Moria Six

    Moria Six

    Ein Film von Jennifer Mallmann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nachdem ein Feuer das Camp Moria im September 2020 kom­plett ver­nich­tet hat­te, wur­de es gespens­tisch still. Nicht nur vor Ort, son­dern auch im öffent­li­chen Diskurs. Weder die men­schen­rechts­wid­ri­gen Bedingungen in den wei­te­ren Lagern an den Außengrenzen Europas noch die zahl­lo­sen Pushbacks im Mittelmeer schie­nen die Allgemeinheit näher zu beschäf­ti­gen. Auch die Verhaftung der sechs Jugendlichen, die man der Brandstiftung bezich­tig­te, blieb ohne weit­hin hör­ba­res Echo – obwohl schon ein zwei­ter Blick auf die Umstände der Ermittlungen und den fol­gen­den Strafprozess das Vorgehen der grie­chi­schen Justiz als frag­wür­dig offen­bar­te. Ganz zu schwei­gen von der zugrun­de lie­gen­den Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.
    Jennifer Mallmann wagt mit ihrem Film die­sen zwei­ten Blick. Im Zentrum steht ihr Briefwechsel mit Hassan, einem der ver­ur­teil­ten Jugendlichen, der ihr aus dem Gefängnis von sei­nem Alltag, sei­nen Wünschen und Ängsten berich­tet. Ruhige, exakt kadrier­te Bilder doku­men­tie­ren „Normalität“ an den Rändern der Festung Europa. Sie zei­gen, wie stra­te­gi­sche Abschottung und die damit ein­her­ge­hen­de struk­tu­rel­le Ausgrenzung funk­tio­nie­ren. Wer wis­sen will, wie sich unse­re Staatengemeinschaft ihre Zukunft vor­stellt, muss nur die neu errich­te­ten, futu­ris­ti­schen Hochsicherheitslager betrach­ten. Dort wer­den die Ankommenden behan­delt wie Menschen, die schwe­re Verbrechen began­gen haben. 

    Credits:

    DE 2024, 82 Min., OmU,
    Regie: Jennifer Mallmann
    Kamera: Sina Diehl
    Schnitt: Maxie Borchert

    Trailer:
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    A film by enni­fer Mallmann. In Greek, Farsi, German, English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    There was an eery silence after a fire had des­troy­ed the Moria camp com­ple­te­ly in September 2020. Not just local­ly, but in public dis­cour­se. The world did not seem par­ti­cu­lar­ly con­cer­ned with the inhu­ma­ne con­di­ti­ons in other camps on Europe’s exter­nal bor­ders or the count­less push­backs in the Mediterranean. Nor did the arrest of six ado­le­s­cents who were accu­sed of arson reso­na­te in any audi­ble way – though even a second glan­ce at the cir­cum­s­tances of the inves­ti­ga­ti­on and the cri­mi­nal pro­cee­dings reve­a­led the actions of the Greek judi­cia­ry to be ques­tionable. Not to men­ti­on the under­ly­ing refu­gee poli­cy of the European Union.
    Jennifer Mallmann dares to take this second glan­ce with her film. At its cent­re is her cor­re­spon­dence with Hassan, one of the con­vic­ted youths, who tells her of his ever­y­day life, his desi­res and fears from pri­son. Calm, pre­cis­e­ly framed images docu­ment “nor­ma­li­ty” on the frin­ges of Fortress Europe. They show how stra­te­gi­cal iso­la­ti­on and the ensuing struc­tu­ral exclu­si­on work. If you want to know how our com­mu­ni­ty of nati­ons ima­gi­nes its future you only need to look at the new­ly-built futu­ristic high-secu­ri­ty camps, whe­re new arri­vals are trea­ted like peo­p­le who have com­mit­ted serious cri­mes. Luc-Carolin Ziemann

    Credits:

    DE 2024, 82 Min., OmU,
    Regie: Jennifer Mallmann
    Kamera: Sina Diehl
    Schnitt: Maxie Borchert

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