Kategorie: archiv

  • Saint Omer

    Saint Omer

    Ein Film von Alice Diop.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der viel­fach aus­ge­zeich­ne­te ers­te Spielfilm Saint Omer von Dokumentarregisseurin Alice Diop beglei­tet die jun­ge Akademikerin Rama zu einem Gerichtstermin, in dem eine unfass­ba­re Tat ver­han­delt wird: eine aus dem Senegal stam­men­de Frau hat ihr Baby im Meer ertrin­ken las­sen. Es scheint, als war­te die Angeklagte selbst durch den Prozess auf eine Antwort auf die Frage nach dem Warum?. Die aus Paris ange­reis­te Rama iden­ti­fi­ziert sich mit der Angeklagten und plant eine Reportage. Das Verfahren beginnt, aber nach den ers­ten Aussagen wird klar, dass nichts klar ist. Wer sitzt hier wirk­lich auf der Anklagebank? Und wie schnell kann ein Urteil gefällt wer­den ange­sichts die­ser unvor­stell­ba­ren Tötung?
    Inspiriert von einer wah­ren Begebenheit erzählt Alice Diop von Brüchen in weib­li­chen Biografien und eine Geschichte der kul­tu­rel­len Unterschiede – nicht nur zwi­schen Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft, son­dern auch inner­halb der Diaspora. Ein packen­der, intel­li­gen­ter Film über uni­ver­sel­le Fragen von Wahrheit, Ausgrenzung und Mutterschaft, streng und intensiv.

    Saint Omer wid­met sich Themen wie Mutterschaft und Rassismus, ohne sie the­sen­haft aus­zu­for­mu­lie­ren oder in dra­ma­ti­schen Konflikten auf­zu­lö­sen. Der Film ist dabei zugleich genau und unver­bind­lich. Es geht um Überschneidungen, aber nicht um deckungs­glei­che Erfahrungen. Mehrmals beschwört Diop dabei ein weib­li­ches Gemeinschaftsgefühl her­auf. Während einer Vorlesung von Rama schnei­det sie auf inter­es­sier­te Studentinnen; und die Verhandlung schafft durch Aufnahmen von wis­sen­den Zuhörerinnen eine ver­ständ­nis­vol­le Atmosphäre, die ledig­lich eini­ge Male durch das bös­ar­ti­ge Gepolter des Staatsanwalts gestört wird.“ Filmdienst

    SAINT OMER wur­de beim Filmfestival Venedig mit dem Großen Preis der Jury aus­ge­zeich­net und ist offi­zi­el­ler Kandidat Frankreichs für den Auslands-Oscar 2023.

    Credits:

    FR 2022, 123 Min., franz. OmU
    Regie: Alice Diop
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Amrita David
    Mit Kayije Kagame, Guslagie Malanda, Valérie Dréville, Aurélia Petit u. a.

    Trailer:
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    A film by Alice Diop. In French with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    French direc­tor Alice Diop has explo­red intra­fa­mi­li­al frac­tures in Afro-European fami­lies in a series of nota­ble docu­men­ta­ries, most recent­ly NOUS (2021). SAINT OMER, her first work of fic­tion, is co-writ­ten with acclai­med aut­hor Marie Ndiaye and con­ti­nues this pro­ject within the frame­work of a cle­ver­ly mir­rored cour­t­room dra­ma – crea­ting one of the most asto­nis­hing fic­tion debuts of the year. The start­ing point is a fait divers about a young woman from Senegal who aban­do­ned her 15-month-old baby to the tide on a beach in nor­t­hern France. On the one hand, Diop fol­lows this woman’s tri­al in an empha­ti­cal­ly sober tone, with the accu­sed pre­sen­ting hers­elf neither as a vic­tim of cir­cum­s­tances nor as a con­sci­en­ce­l­ess per­pe­tra­tor. This choice of sta­ging alre­a­dy crea­tes a sort of defa­mi­lia­riza­ti­on that makes clear attri­bu­ti­ons and simp­le ans­wers dif­fi­cult. However, the film turns out to be even more com­plex due to the fact that the­re is an out­side per­spec­ti­ve to boot: Rama, a young nove­list working on the anci­ent Medea myth, is atten­ding the tri­al. Rama is pregnant, but that’s not the only reason the woman’s sto­ry trig­gers doubts in her about her own self-image. Diop tells a sto­ry of cul­tu­ral dif­fe­ren­ces – not only bet­ween mino­ri­ties and the majo­ri­ty socie­ty, but also within the dia­spo­ra. (Dominik Kamalzadeh)

    Credits:

    FR 2022, 123 Min., franz. OmU
    Regie: Alice Diop
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Amrita David
    Mit Kayije Kagame, Guslagie Malanda, Valérie Dréville, Aurélia Petit u. a.

    Trailer:
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  • Return to Dust

    Return to Dust

    Ein Film von Li Ruijun.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ma und Guiying füh­ren bei­de ein iso­lier­tes und pro­blem­be­la­de­nes Leben: Der schweig­sa­me Bauer Ma ist das letz­te unver­hei­ra­te­te Mitglied sei­ner Familie; Guiying ist behin­dert und unfrucht­bar, über das im länd­li­chen China übli­che Heiratsalter ist sie weit hin­aus. In der zwi­schen ihnen arran­gier­ten Ehe tref­fen sie als zwei Fremde auf­ein­an­der, die Vereinzelung und Demütigungen gewohnt sind. Die Heirat könn­te alles nur noch ver­schlim­mern, doch für Ma und Guiying wird sie zur Chance. Sie ent­de­cken ihre gemein­sa­me Bestimmung. Sie ler­nen, Nähe zuzu­las­sen, sich aus­zu­spre­chen, für­ein­an­der zu sor­gen und sogar zu lächeln – trotz der har­ten Feldarbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestrei­ten, und der Herausforderungen, die sie gemein­sam bewäl­ti­gen müs­sen.
    Regisseur Li Ruijun, der für die Dreharbeiten in sein Heimatdorf Gaotai in der nord­west­chi­ne­si­schen Provinz Gansu zurück­ge­kehrt ist, the­ma­ti­siert Ausbeutung, Zwangsverstädterung, Armut und Verlust von Traditionen durch Entwurzelung. Doch vor allem geht es ihm dar­um, wie sei­ne arg­lo­sen und ver­letz­li­chen Figuren die Welt sehen. Ihnen gel­ten sei­ne Liebe und sein Vertrauen. Ein zutiefst mensch­li­cher Film von unauf­dring­li­cher Zärtlichkeit.

    Es gibt Filme, die wie die chi­ne­si­sche Bau­ern­tra­gö­die Return to Dust auf den ers­ten Blick unpo­li­tisch wir­ken, aber im Nachhinein in ihrer abgrün­di­gen Düsternis wie ei­ne ästhe­ti­sche Widerstandsgeste erschei­nen.” Andreas Kilb | FAZ

    Credits:

    Yin Ru Chen Yan
    CN 2022, 132 Min., chin. OmU
    Regie & Schnitt: Li Ruijun
    Kamera: Wang Weihua
    mit: Wu Renlin, Hai Qing

    Trailer:
    Return to Dust – Trailer OV/d/f
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    A film by Li Ruijun. In Chisese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ma and Guiying lead lives that are simi­lar­ly shel­te­red and dif­fi­cult. He is a reti­cent far­mer, the last of his fami­ly to remain unmar­ried; she is dis­ab­led and infer­ti­le, and long past what is con­side­red to be mar­ry­ing age in rural China. Their arran­ged mar­ria­ge, uniting two peo­p­le who are accus­to­med to iso­la­ti­on and humi­lia­ti­on, would appear to force them into a rela­ti­onship that will make life worse for both of them. But ins­tead, they sei­ze the oppor­tu­ni­ty to rise abo­ve them­sel­ves and dis­co­ver their shared desti­ny. They learn how to beco­me clo­se com­pa­n­ions, how to speak up, how to care for each other and even how to smi­le. All this in spi­te of the hard work requi­red of them by their quint­essen­ti­al bond with the land and the tri­als that await them on their com­mon path. Against a back­drop of topics such as the explo­ita­ti­on of farm workers, forced urba­ni­sa­ti­on, the uproo­ting of tra­di­ti­ons and pover­ty, Li Ruijun – who returns to his birth­place of Gaotai, in the nor­t­hern pro­vin­ce of Gansu – prio­ri­ti­ses the cha­rac­ters’ world­view, with its inher­ent nai­ve­ty and fra­gi­li­ty, through an act of trust and love that infu­ses the film with subt­le ten­der­ness and pro­found humanity.

    Credits:

    CN 2022, 132 Min., chin. OmU
    Regie & Schnitt: Li Ruijun
    Kamera: Wang Weihua
    mit: Wu Renlin, Hai Qing

    Trailer:
    Return to Dust – Trailer OV/d/f
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  • Berlin JWD

    Berlin JWD

    Ein Film von Bernhard Sallmann. Am 21. + 22.1. 15:45. Am 21.1. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Winterreise nach (J)anz (W)eit (D)raußen oder JWD, wie man in Berlin sagt. Die mär­ki­schen Landschaften hin­ter der Stadtgrenze wur­den am Ende des 19. Jahrhunderts von pro­le­ta­ri­schen Erholungssuchenden über­rannt. Kurz dar­auf fraß der Moloch Großstadt die schein­bar unschul­di­ge Idylle: Gentrifizierung Neunzehn Punkt Null. Seitdem wech­seln Um‑, Ab- und Aufbrüche in nicht vor­her­seh­ba­rer Folge. Wie Exkremente einer ver­gan­ge­nen Zukunft lie­gen die ehe­ma­li­gen Rieselfelder, zer­fal­le­nen Grenzanlagen, auf­ge­las­se­nen Fabriken, ange­fan­ge­nen Verkehrswege, neu­en Siedlungen und begrün­ten Müllberge in der Landschaft ver­streut. Der nie gänz­lich ver­klin­gen­de Straßenlärm und die Verbrennungsmotoren unse­rer Tage tönen heu­te schon wie ein totes Echo von morgen. 

    Credits:

    DE 2022, 74 Min, ohne Dialog,
    Regie & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger.

    Trailer:
    BERLIN JWD | Trailer deutsch ger­man [HD]
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    A film by Bernhard Sallmann. On January 21st and 22nd at the fsk. No dialogue

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After a four-part cycle based on Theodor Fontane’s Wanderungen durch die Mark Brandenburg („Ramblings through Brandenburg”) (Oderland, Rhinland, Spreeland, Havelland), Bernhard Sallmann turns to urban land­scapes for his latest docu­men­ta­ry BERLIN JWD (G 2022) – more pre­cis­e­ly, he explo­res the area bet­ween the Ringbahn in Berlin and the city limits. At the end of the 19th cen­tu­ry, the area was a desti­na­ti­on „janz weit drau­ßen” (“very far away”) for the „pro­le­ta­ri­an mas­ses”. Now, the­re is natu­re, indus­tri­al zones, con­s­truc­tion sites, his­to­ri­cal buil­dings, newer buil­dings, and many indi­ca­ti­ons of uphe­aval. The viewer’s eyes can take a delightful “stroll” through the obser­va­tions, pho­to­gra­phed pre­cis­e­ly with a fixed came­ra and during the cour­se of the chan­ging sea­sons, while the ears hear the sound of the places. Sometimes peo­p­le appear in the pic­tu­re. Though the­re is no dia­lo­gue, this is not a silent Berlin film. The fact that names such as Spree-Teltow Pyramid, Arkenberge, Dichtervillen descri­be quite ordi­na­ry places is also very much Berlin. (Birgit Kohler)

    Credits:

    DE 2022, 74 Min, ohne Dialog,
    Regie & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger.

    Trailer:
    BERLIN JWD | Trailer deutsch ger­man [HD]
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  • Tara

    Tara

    Ein Film von Volker Sattel & Francesa Bertin.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    TARA – das ist ein klei­ner Fluss am Rande der süd­ita­lie­ni­schen Hafenstadt Taranto. Der gleich­na­mi­ge Dokumentarfilm von Volker Sattel und Francesca Bertin hält sich zunächst an des­sen Ufern auf, zeigt idyl­li­sche Badeszenen mit Jung und Alt, den Wind im Gras, einen Marienaltar im Schilf und unter Wasser auf­ge­nom­me­ne Pflanzen. Die Einheimischen spre­chen dem Wasser hei­len­de, magi­sche Kräfte zu, auch eine Legende mit einem Esel rankt sich um den „Fluss des Glücks“.
    Allmählich wei­tet sich das Panorama um die benach­bar­ten Fabrikschlote, kon­ta­mi­nier­te Wasserproben, den Bau des gigan­ti­schen ört­li­chen Stahlwerks in den 60er Jahren, eine Deponie mit gif­ti­gen Altlasten und die anti­ke Geschichte der Gegend, vor allem aber um Menschen, die in der maro­den Industriestadt nicht auf­ge­ben und dem Unrecht und Niedergang ihre Ideen und Initiativen ent­ge­gen­set­zen. Mit visu­ell star­ken Bildern, ruhig und eher bei­läu­fig wird so vom ​Scheitern der Versprechungen des Fortschritts und Resistenz glei­cher­ma­ßen erzählt. (Birgit Kohler)
    (21. – 24.1., am 24.1. mit Filmgespräch)

    Credits:

    DE/IT 2022, 86 Min., ital. OmU,
    Regie: Volker Sattel & Francesa Bertin
    Kamera: Volker Sattel, Thilo Schmidt
    Schnitt: Bettina Blickwede

    Trailer:
    Trailer | Tara | Sattel Volker, Francesca Bertin
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    A Film by Volker Sattel & Francesa Bertin. In itlai­an with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The Tara is a river on the out­skirts of Taranto who­se waters are belie­ved to have heal­ing pro­per­ties; bathing the­re is a tra­di­ti­on for the inha­bi­tants of the city. Starting from this buco­lic place, Volker Sattel and Francesca Bertin take us on a jour­ney through a ter­ri­to­ry whe­re myths clash with rea­li­ty and whe­re so-cal­led “pro­gress” has taken a hea­vy toll on natu­re and society.

    Credits:

    DE/IT 2022, 86 Min., ital. OmU,
    Regie: Volker Sattel & Francesa Bertin
    Kamera: Volker Sattel, Thilo Schmidt
    Schnitt: Bettina Blickwede

    Trailer:
    Trailer | Tara | Sattel Volker, Francesca Bertin
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  • Utama

    Utama

    Ein Film von Alejandro Loayza Grisi. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im tro­cke­nen boli­via­ni­schen Hochland der Anden lebt ein älte­res Quechua-Ehepaar. Mitten in einer Dürre erkrankt Virginio und ver­bringt sei­ne letz­ten Tage im Wissen um sei­nen bevor­ste­hen­den Tod damit, sei­ne Krankheit vor Sisa zu ver­ber­gen. Alles ver­än­dert sich durch die Ankunft des Enkels Clever, der mit Neuigkeiten zu Besuch kommt. Die drei stel­len sich auf unter­schied­li­che Weise der Dürre, den Veränderungen und dem Sinn des Lebens.

    Sie leben fern von dem, was man Erungenschaften der so genann­ten Zivilisation bezeich­net. Ihr Leben ist ein­fach und eng ver­bun­den mit der Natur. Diese ist auf dem Altiplano him­mels­nah und von betö­ren­der Schönheit, gleich­zei­tig auch karg. Jedes Stückchen Erde zählt und wird gepflegt. So gering ihr öko­lo­gi­scher Fussabdruck sein mag: Auch die Indigenen auf dem Altiplano sind betrof­fen von der glo­ba­len Verantwortungsarmut. Die Trockenheiten neh­men zu, die natür­li­chen Zyklen sind in Gefahr. Zusammen mit sei­ner her­vor­ra­gen­den argen­ti­ni­schen Kamerafrau Barbara Alvarez zau­bert der Bolivianer Alejandro Loayza Grisi eine Erzählung auf die Leinwand, die vom Verlust eines Lebensraums han­delt und von einem Leben, das auch so schon ent­beh­rungs­reich ist. Eigentlich bleibt da kein Raum mehr für Abstriche. «Wir waren berührt von die­sem schö­nen Stück eth­no­gra­fi­schen Kinos, das auf einer ein­fa­chen, aber uni­ver­sel­len und sehr auf­rich­ti­gen Geschichte basiert», hat die Jury von Toulouse notiert, als sie Utama aus­zeich­ne­te. Der Film lie­fert eine eben­so schlich­te wie dring­li­che Botschaft: Es gibt nur eine Erde, und es gibt sie nur ein­mal. Wann begrei­fen das ihre Bewohnerinnen und Bewohner in den Zentren? Walter Ruggle

    Credits:

    BO 2022, 87 Min., Quechua, Spanisch OmU
    Regie: Alejandro Loayza Grisi
    Kamera: Barbara Alvarez
    Schnitt: Fernando Epstein
    mit: José Calcina, Luisa Quispe, Santos Choque

    Trailer:
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    A film by IAlejandro Loayza Grisi. In Spanish & Quechua with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the Bolivian high­lands, an elder­ly Quechua cou­ple has been living the same dai­ly life for years. When an uncom­mon­ly long drought threa­tens their enti­re way of life, Virginio and his wife Sisa face the dilem­ma of resis­ting or being defea­ted by the envi­ron­ment and time itself.

    Credits:

    BO 2022, 87 Min., Quechua, Spanisch OmU
    Regie: Alejandro Loayza Grisi
    Kamera: Barbara Alvarez
    Schnitt: Fernando Epstein
    mit: José Calcina, Luisa Quispe, Santos Choque

    Trailer:
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  • Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song

    Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song

    Ein Film von Daniel Geller und Dayna Goldfine. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Neulich beim Aqua-Fitness gab es zur Unterstützung des Takthaltens eine beson­ders scheuß­li­che Disko-Techno-Version, ges­tern auf der Strandpromenade an der Ostsee eine ver­hal­te­ne mit Solo-Trompete: HALLELUJA ist über­all. Kaum eine Hochzeit, Beerdigung, Casting-Show, Straßenmusikerin kommt mehr ohne eine – text­lich ger­ne ent­schärf­te – Version aus, und Musikerinnen, die was auf sich hal­ten, rei­chern ihre Auftritte damit an, eben­so myria­den TV-Sendungen, Serien, Shows und Filme. Was ist mit die­sem Song, der offen­sicht­lich die meis­ten Menschen rund um den Globus zu rüh­ren ver­mag? Der Film erzählt die Geschichte des Liedes, das Leonard Cohen beim Schreiben über Jahre auf meta­phy­si­scher Suche Strophe auf Strophe, die genaue Anzahl bleibt im Dunkeln, ver­län­ger­te. Die Annäherung an den Poeten und Sänger über ein ein­zi­ges Lied, viel­leicht sein, so legt der Film nahe, wich­tigs­tes, ist hier sehr schlüs­sig, aber nicht das ein­zig Interessante. Von Menschen, die dem Musiker nahe stan­den und mit der Entstehung oder dem Song all­ge­mein zu tun hat­ten, hören wir von der unglaub­li­chen Veröffentlichungsgeschichte, wie der Song trotz­dem in die Welt kam und von wem. Dazu gibt es eini­ge klu­ge Kommentare und Überlegungen zum Musikgeschäft all­ge­mein und dar­über hin­aus. Meine Lieblings-Interpretation von HALLELUJA ist übri­gens nach wie vor die von John Cale von 1991, trotz eini­ger hüb­scher unter den Aufnahmen, die im Netz zu fin­den sind.

    Kann man das Genie eines so viel­sei­ti­gen Dichters, über des­sen Leben es knapp 20 Filme gibt, auf einen Song kon­zen­trie­ren? Die erstaun­li­che Antwort gibt die­ser Film, der es schafft, die wich­tigs­ten bio­gra­fi­schen Wendepunkte zu erwäh­nen und doch im Kern nur die Geschichte von »Hallelujah« zu erzäh­len. Dabei ist es erstaun­lich, …, wie wech­sel­voll Cohens Beziehung zu sei­nem eige­nen Lied war und wie er sich am Ende damit ret­te­te.“ epd-film

    Credits:

    USA 2021 116 MIn., engl. OmU
    Regie & Buch: Daniel Geller, Dayna Goldfine
    Kamera: Dan Geller
    Schnitt: Dayna Goldfine, Bill Weber, Dan Geller

    Trailer:
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  • Concerned Citizen

    Concerned Citizen

    Ein Film von Idan Haguel.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ben ist ein libe­ra­ler, schwu­ler Mann. Er hat einen gut bezahl­ten Job und wohnt mit sei­nem Partner Raz in einem lie­be­voll ein­ge­rich­te­ten Apartment in Tel Aviv. Zum Glück fehlt dem jun­gen Paar nur noch ein Kind, aber sie arbei­ten dran. Um ihre noch etwas abschüs­si­ge Wohngegend zu ver­schö­nern, pflanzt Ben einen Baum auf der ande­ren Straßenseite. Doch sei­ne gut gemein­te Tat löst eine Kette von immer unan­ge­neh­me­ren Ereignissen aus, denn ein Geflüchteter aus Eritrea sieht den Baum aus einer ganz ande­ren Perspektive. Bens Bild von sich selbst, sei­ner Beziehung, ja der gan­zen Gesellschaft gerät dabei zeit­wei­se aus den Fugen.
    Mit fei­nem Humor erzählt Regisseur Idan Haguel eine Parabel über das Leben in gro­ßen Städten und dem mensch­li­chen Bedürfnis nach Selbstverwirklichung inner­halb des selbst geschaf­fe­nen Kastenwesens bei gleich­zei­ti­ger Ausbruchsstimmung aus eben die­sem. Doch solan­ge die unhin­ter­frag­ten Privilegien und Annehmlichkeiten halb­wegs aus­rei­chen, wird der Status Quo akzep­tiert. Trotz hohem Problembewusstsein für die sozia­len Verwerfungen, aber dar­über kann man ja bei einem Essen mit Freunden und einem guten Wein reden.
    Für sei­ne ele­gant erzähl­te Sozialkritik wur­de „Concerned Citizen“ bereits auf der Berlinale gefeiert.

    Credits:

    IL 2022, 82 Min., hebäi­sche OmU
    Regie, Buch: Idan Haguel
    Kamera: Guy Sahaf
    Schnitt: Shauly Melamed
    mit: Shlomi Bertonov, Ariel Wolf

    Trailer:
    CONCERNED CITIZEN Trailer Deutsch | German [HD]
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    A film by Idan Haguel. In Hebrew with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ben plants a tree on the street in front of his house in Neve Sha’anan, a migrant neigh­bour­hood in the south of Tel Aviv. The dis­trict is on the up, and Ben has bought and upgraded a flat here tog­e­ther with his part­ner Raz. This gay cou­ple now enjoys a sett­led exis­tence, their days are struc­tu­red by a well-estab­lished rou­ti­ne and ever­y­thing is in its pro­per place. Time then, to tack­le their desi­re to have child­ren. And so, assi­duous­ly and con­sci­en­tious­ly, they set about sear­ching for a sui­ta­ble egg donor and sur­ro­ga­te mother. One day, when a neigh­bour­ly con­flict escala­tes over the tree he has plan­ted, Ben beco­mes wit­ness to bru­tal poli­ce vio­lence against an Eritrean. The inci­dent upsets his self-image and his plans for a life tog­e­ther with Raz.
    Idan Haguel por­trays a gay midd­le-class cou­ple who­se desi­re for self-rea­li­sa­ti­on beg­ins to nar­row their world­view, brin­ging deep-sea­ted pre­ju­di­ces to light. A deft­ly told para­ble about the mecha­nisms of gen­tri­fi­ca­ti­on which, with a hint of sati­re, rai­ses an uncom­for­ta­ble ques­ti­on, name­ly: exact­ly how tole­rant are we?

    Credits:

    IL 2022, 82 Min., hebäi­sche OmU
    Regie, Buch: Idan Haguel
    Kamera: Guy Sahaf
    Schnitt: Shauly Melamed
    mit: Shlomi Bertonov, Ariel Wolf

    Trailer:
    CONCERNED CITIZEN Trailer Deutsch | German [HD]
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  • Petrov’s Flu

    Petrov’s Flu

    Ein Film von Kirill Serebrennikov.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Es war wahr­schein­lich eines der ver­rück­tes­ten Abenteuer mei­nes Lebens.“ KS
    Mehrere Jahre stand der rus­si­sche Theater‑, Opern‑, und Filmregisseur Kirill Serebrennikov unter Hausarrest, vage Vorwürfe der Untreue schränk­ten sei­ne Freiheit ein, die Gefahr einer Verurteilung und der Lagerhaft hin­gen in der Luft. Dieses zu wis­sen hilft viel­leicht, sei­nen neu­en Film zu sehen, die Verfilmung des Romans von Alexey Salnikov – eine irri­tie­ren­de, deli­rie­ren­de Reise in die rus­si­sche Nacht:
    Petrov ist Automechaniker und lebt mit Frau und Kind in Jekaterinenburg, knapp öst­lich des Ural. Kurz vor Weihnachten wird die gan­ze Stadt von einer bösen Grippe geplagt, so auch sei­ne Familie.
    So weit, so nor­mal – könn­te man den­ken, ist es aber nicht, oder bes­ser, wird es nicht sein. Ob es das Medikament sei­nes Freundes ist, das ihn und uns in die­se Achterbahn aus Paranoia und Phantastischem setzt und Runde um Runde dre­hen lässt? Oder sind es Bilder aus Petrovs Vergangenheit, oder Zukunftsängste, alles ver­mischt mit Fieberträumen? Die Reise geht immer wei­ter, steht sel­ten still, und wird nur von den lan­gen Kamerafahrten gehal­ten.
    „Wir kom­men von sei­ner Frau, einer Bibliothekarin mit über­na­tür­li­chen Kräften, zu Igor und lan­den in dem krea­ti­ven und selbst­mör­de­ri­schen Wahnsinn eines Schriftstellers (der unglaub­li­che Ivan Dorn), der davon über­zeugt ist, post­hu­men Ruhm zu erlan­gen. Alles wird in einer gro­ßen Kuppel her­ge­stellt, die aus Chimären besteht, mit einem Weihnachtsfest als Ankerpunkt. Erinnerungen an die Kindheit ver­mi­schen sich, gefilmt aus der Perspektive der sub­jek­ti­ven Kamera, und bie­ten zutiefst ergrei­fen­de und zärt­li­che Eindrücke. Eine Vielzahl von Rückblenden in die Vergangenheit, um das Geschehen zu ent­wir­ren und die auf der Strecke geblie­be­nen Figuren wie­der auf­zu­neh­men. «Petrov’s Flu» kann einen ganz schön ein­wi­ckeln, wenn man sich auf eine fie­ber­haf­te Erzählung ein­lässt.“ Sven Papaux | cineman

    Credits:

    RU 2021, 145 Min., russ. OmU,
    Regie & Buch: Kirill Serebrennikov
    nach dem gleich­na­mi­gen Roman von Alexey Salnikov
    Kamera: Vladislav Opelyants
    Schnitt: Yuriy Karikh
    mit: Semyon Serzin, Chulpan Khamatovar

    Trailer:
    PETROV’S FLU | Trailer [HD]
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    A film by Kirill Serebrennikov. In Russian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A dead­pan, hal­lu­ci­n­a­to­ry romp through post-Soviet Russia. With the city in the throes of a flu epi­de­mic, the Petrov fami­ly strug­gles through yet ano­ther day in a coun­try whe­re the past is never past, the pre­sent is a boo­ze-fue­led, icy fever dream of vio­lence and ten­der­ness, and whe­re – beneath lay­ers of the ordi­na­ry – things turn out to be quite extra­or­di­na­ry. Based on the novel „The Petrovs In and Around the Flu” by Alexey Salnikov.

    Credits:

    RU 2021, 145 Min., russ. OmU,
    Regie & Buch: Kirill Serebrennikov
    nach dem gleich­na­mi­gen Roman von Alexey Salnikov
    Kamera: Vladislav Opelyants
    Schnitt: Yuriy Karikh
    mit: Semyon Serzin, Chulpan Khamatovar

    Trailer:
    PETROV’S FLU | Trailer [HD]
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  • Return to Seoul

    Return to Seoul

    Ein Film von Davy Chou.
    Am 22.4. um 14:00 mit anschlie­ßen­dem Gespräch mit der Ko-Autorin Laure Badufle.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eigentlich woll­te Freddie gar nicht nach Seoul, aber als der Flug von Paris nach Japan aus­fällt, nimmt sie kur­zer­hand den nächs­ten mit ähn­li­cher Richtung, und kommt so zum ers­ten Mal seit ihrer Geburt nach Korea. Als Baby wur­de sie von einem fran­zö­si­schen Ehepaar adop­tiert, und ist so als Französin der korea­ni­schen Sprache nicht mäch­tig. Äußerlich jedoch wird sie (sie habe ein »alt­ko­rea­ni­sches Gesicht« heißt es) der Gegend zuge­ord­net, was all­ge­mein stets zu Verwirrung, und sie an ihre Grenzen führt.
    Eigentlich will Freddie auch ihre bio­lo­gi­schen Eltern nicht suchen, aber da es nun mal die Möglichkeit bei einer staat­li­chen Stelle in Seoul gibt, ver­sucht sie es doch. Die Mutter ver­wei­gert stets den Kontakt, wäh­rend der Vater sie so sehr sofort in die Familie auf­neh­men will, dass sie ihn schließ­lich zurück­stößt. Der Film bleibt über acht Jahre nah bei sei­ner Protagonistin, die bei jedem neu­em Aufenthalt in der Stadt neue Identitäten zwi­schen Schroffheit und Verletzlichkeit erprobt, sich oft ver­liert und manch­mal wie­der­fin­det.
    Der fran­zö­sisch-kam­bo­dscha­ni­sche Regisseur Davy Chou beweist in sei­nem Nachfolgefilm zu „Diamond Island“ gro­ße Sensibilität im Umgang mit Themen wie Heimat, Identität und dem Aufeinanderprallen ver­schie­de­ner Kulturen.
    „Der Film ist bis­wei­len so unkon­ven­tio­nell und rup­pig wie sei­ne Protagonistin, ist wie sie auf der Suche. Er hat aber auch ihre ver­füh­re­ri­schen Qualitäten mit einem Hauch von Melancholie, die ihn zu einer fes­seln­den, wenn auch unvor­her­seh­ba­ren Reise machen.“ Wendy Ide | Screen Daily

    Credits:

    BE/DE/FR/QT 2022, 119 Min., frz, kore­an., engl. OmU,
    Regie: Davy Chou
    Kamera: Thomas Favel
    Schnitt: Dounia Sichov
    mit: Ji-Min Park, Oh Kwang-rok, Guka Han, Yoann Zimmer

    Trailer:
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    A film by Davy Chou.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    What does hap­pi­ness look like? The ques­ti­on throbs under the sen­suous sur­faces and emo­tio­nal­ly fraught dia­lo­gues of Davy Chou’s reso­nant third fea­ture RETURN TO SEOUL. Frederique, or Freddie, a young French woman born of South Korean par­ents revi­sits Seoul: what starts out as a see­mingly casu­al trip to con­nect with her cul­tu­ral past soon ripens into a jour­ney of angu­is­hed self-dis­co­very, as Freddie visits an adop­ti­on agen­cy and tri­es to make cont­act with her bio­lo­gi­cal par­ents. Expanding the nar­ra­ti­ve to move briskly through packed days befo­re sud­den­ly lea­ping years, Chou gives his edgy heroi­ne a leng­thy, yet rich­ly nuan­ced script to work with. In the film, fami­li­al love lies in wait, punc­tua­ted by new fri­end­ships and sexu­al expe­ri­men­ta­ti­on, and the need for mate­r­nal accep­tance, though ago­ni­zin­gly essen­ti­al, slow­ly ripens into only a broa­der search for self-awa­re­ness. But how does one beco­me ful­ly self-awa­re while not under­stan­ding one’s ori­g­ins? Thomas Favel’s quiet­ly atten­ti­ve cine­ma­to­gra­phy sus­ta­ins the exis­ten­ti­al eeri­ne­ss of Freddie’s quest. Newcomer Park Jin-Min in the title role deli­vers an exhi­la­ra­ting per­for­mance as a rebel­lious young woman who refu­ses to be wre­cked by the immensi­ty of her lon­ging, yet must learn to ack­now­ledge, and then embrace, her vul­nerabi­li­ty. (Ela Bittencourt)

    Credits:

    BE/DE/FR/QT 2022, 119 Min., frz, kore­an., engl. OmU,
    Regie: Davy Chou
    Kamera: Thomas Favel
    Schnitt: Dounia Sichov
    mit: Ji-Min Park, Oh Kwang-rok, Guka Han, Yoann Zimmer

    Trailer:
    RETURN TO SEOUL | Official Trailer (2022)
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    Close

    Ein Film von Lukas Dhont.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Remi und Leo sind von klein auf bes­te Freunde. Sie besu­chen die glei­che Schulklasse, ver­brin­gen Tag und manch­mal auch Nacht mit­ein­an­der, und jetzt, im Alter von 13 Jahren, pla­nen sie eine gemein­sa­me Zukunft: Leo wird Manager des begab­ten Oboe-Spielers Remi, und sie rei­sen dann von Konzert zu Konzert durch die Welt.
    Wegen der offen­sicht­li­chen engen und lie­be­vol­len Beziehung der bei­den stel­len eines Tages Mitschülerinnen auf dem Schulhof die unschul­dig-pro­vo­ka­ti­ve Frage: „Seid ihr ein Paar?“ Leo ist ver­wirrt und ver­un­si­chert. Von einem Augenblick auf den ande­ren fühlt er sich von Remis Nähe bedrängt und möch­te sich abset­zen. Er war­tet beim Schulweg nicht mehr auf den Freund und beginnt mit dem Training eines männ­lich kon­no­tier­ten Sports, dem Eishockey. Remi ver­steht die Welt nicht mehr. Für ihn hat sich nichts geän­dert, und er weiß nicht, war­um Leo ihn so offen­siv igno­riert.
    Gruppenzwang und sei­ne für ande­re oft ver­let­zen­den Folgen, die Frage nach Loyalität und dem eige­nen Empfinden macht Lukas Dhont (der mit GIRL bereits einen ein­fühl­sa­men Film übers Erwachsenwerden vor­stell­te) hier zum Thema, das natür­lich nicht nur Kinder und Jugendliche angeht.
    „So herz­zer­rei­ßend die­se Geschichte ist, insze­niert sie Dhont bedacht und zurück­ge­nom­men. Eine Tragödie zieht den Boden unter den Füßen weg, doch das Leben geht wei­ter, irgend­wie. Und mit der Zeit lernt man, den Verlust anzu­neh­men, mit der Leerstelle zu leben, so die tröst­li­che Geste. »Close« ist in all sei­ner Sensibilität ein radi­ka­les Werk. Und zeigt im Porträt die­ser inten­si­ven Jungsfreundschaft auch, wie stark sich Geschlechterrollen in den jün­ge­ren Generationen ver­än­dert haben. Ein Film wäre in die­ser Fluidität noch vor zehn Jahren kaum denk­bar gewe­sen.“
    Thomas Abeltshauser | epd-Film

    Credits:

    BE/FR/NL 2022, 105 Min., frz. OmU
    Regie: Lukas Dhont
    Kamera: Frank van den Eeden
    Schnitt: Alain Dessauvage
    mit: Eden Dambrine
    Gustav De Waele
    Emilie Dequenne
    Léa Drucker

    Trailer:
    Trailer Close, OmU, fran­zö­sisch mit deut­schen Untertiteln
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    A film by Lukas Dhont.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The inten­se fri­end­ship bet­ween two thir­teen-year old boys Leo and Remi sud­den­ly gets dis­rupt­ed. Struggling to under­stand what has hap­pen­ed, Leo approa­ches Sophie, Remi’s mother. Close is a film about fri­end­ship and responsibility.

    Credits:

    BE/FR/NL 2022, 105 Min., frz. OmU
    Regie: Lukas Dhont
    Kamera: Frank van den Eeden
    Schnitt: Alain Dessauvage
    mit: Eden Dambrine
    Gustav De Waele
    Emilie Dequenne
    Léa Drucker

    Trailer:
    Close | Official Trailer HDA24
    im Kino mit deut­schen Untertiteln
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