Return to Seoul

Ein Film von Davy Chou.

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Eigentlich woll­te Freddie gar nicht nach Seoul, aber als der Flug von Paris nach Japan aus­fällt, nimmt sie kur­zer­hand den nächs­ten mit ähn­li­cher Richtung, und kommt so zum ers­ten Mal seit ihrer Geburt nach Korea. Als Baby wur­de sie von einem fran­zö­si­schen Ehepaar adop­tiert, und ist so als Französin der korea­ni­schen Sprache nicht mäch­tig. Äußerlich jedoch wird sie (sie habe ein »alt­ko­rea­ni­sches Gesicht« heißt es) der Gegend zuge­ord­net, was all­ge­mein stets zu Verwirrung, und sie an ihre Grenzen führt.
Eigentlich will Freddie auch ihre bio­lo­gi­schen Eltern nicht suchen, aber da es nun mal die Möglichkeit bei einer staat­li­chen Stelle in Seoul gibt, ver­sucht sie es doch. Die Mutter ver­wei­gert stets den Kontakt, wäh­rend der Vater sie so sehr sofort in die Familie auf­neh­men will, dass sie ihn schließ­lich zurück­stößt. Der Film bleibt über acht Jahre nah bei sei­ner Protagonistin, die bei jedem neu­em Aufenthalt in der Stadt neue Identitäten zwi­schen Schroffheit und Verletzlichkeit erprobt, sich oft ver­liert und manch­mal wie­der­fin­det.
Der fran­zö­sisch-kam­bo­dscha­ni­sche Regisseur Davy Chou beweist in sei­nem Nachfolgefilm zu „Diamond Island“ gro­ße Sensibilität im Umgang mit Themen wie Heimat, Identität und dem Aufeinanderprallen ver­schie­de­ner Kulturen.
„Der Film ist bis­wei­len so unkon­ven­tio­nell und rup­pig wie sei­ne Protagonistin, ist wie sie auf der Suche. Er hat aber auch ihre ver­füh­re­ri­schen Qualitäten mit einem Hauch von Melancholie, die ihn zu einer fes­seln­den, wenn auch unvor­her­seh­ba­ren Reise machen.“ Wendy Ide | Screen Daily

Credits:

BE/DE/FR/QT 2022, 119 Min., frz, kore­an., engl. OmU,
Regie: Davy Chou
Kamera: Thomas Favel
Schnitt: Dounia Sichov
mit: Ji-Min Park, Oh Kwang-rok, Guka Han, Yoann Zimmer

Trailer:
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