Kategorie: archiv

  • Matthias et Maxime

    Matthias et Maxime

    Ein Film von Xavier Dolan.

    [Credits] [Ticktes & Termine] [Trailer]

    Die Titelhelden sind seit ewig befreun­det. Matt eta­bliert sich lang­sam in einer Anwaltskanzlei und Max jobbt noch und plant, um sei­nem Leben einen neu­en Start zu geben, für län­ge­re Zeit nach Australien zu gehen. Weg von der Mutter, der Freundin und eben auch dem bes­ten Freund. Nun han­geln sie sich von einer Abschiedsparty zur nächs­ten, vie­le Freunde, alle reden durch­ein­an­der, viel Klamauk und über allem steht die Frage, ob es nicht doch gut Gründe gäbe, zu bleiben.

    Matthias & Maxime ist ein ech­ter Dolan. Die Leinwand bro­delt und leuch­tet, ob die Kamera einer Mittellinie auf einer kana­di­schen Waldstrasse ent­lang­rast, oder ob sie plötz­lich auf­fliegt und die bun­test mög­li­chen Herbstbilder prä­sen­tiert, stets ist die kine­ti­sche Energie hoch­ge­dreht.“ Sennhausers Filmblog CA 2019, 119 Min., frz. OmU, Regie, Buch & Schnitt: Xavier Dolan, Kamera: André Turpin, mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey

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    Credits:

    CA 2019, 119 Min., frz. OmU,
    Regie, Buch & Schnitt: Xavier Dolan
    Kamera: André Turpin
    mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey

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    Trailer:

    Matthias & Maxime — Official Trailer

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    A film by Xavier Dolan. In French and English with German subtitles.

    [Credits] [Ticktes & Termine] [Trailer]

    Suppressed love and an ode to fri­end­ship: Matthias & Maxime is a typi­cal Dolan film, full of bound­less ener­gy and romance. Max (Xavier Dolan) and Matthias (Gabriel d’Almeida Freitas) have been best fri­ends sin­ce child­hood. But now Max is hea­ding off to Australia to final­ly get his life tog­e­ther. On their fare­well tour from par­ty to par­ty, the fri­ends meet a film stu­dent who impul­si­ve­ly casts both for a pro­ject. When they then have to kiss on came­ra, it’s as if they’ve been struck by light­ning. Unexpected fee­lings bloom, which Matthias vehe­men­t­ly rejects – a reac­tion which in turn hits Max very hard.

     

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    Credits:

    CA 2019, 119 Min., frz. OmU,
    Regie, Buch & Schnitt: Xavier Dolan
    Kamera: André Turpin
    mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey

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    Trailer:

    Matthias & Maxime — Official Trailer

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  • Doch das Böse gibt es nicht

    Doch das Böse gibt es nicht

    Ein Film von Mohammad Rasoulof.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Heshmat ist ein vor­bild­li­cher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vor­stel­len, einen ande­ren Menschen zu töten, trotz­dem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? Javad besucht sei­ne Freundin Nana um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch die­ser Tag hält für bei­de noch eine ande­re Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht prak­ti­zie­ren. Als ihn sei­ne Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offen­ba­ren. Doch das Böse gibt es nicht erzählt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor exis­ten­zi­el­len Herausforderungen ste­hen. Sie wer­fen die Fragen auf, wie inte­ger ein Mensch in einem abso­lu­ten Regime blei­ben, wel­che mora­li­sche Schuld er ertra­gen kann, ohne zu zer­bre­chen, und zu wel­chem Preis es gelingt, die indi­vi­du­el­le Freiheit zu bewahren.
    »Es geht somit nicht nur um Schuld und Moral oder Freiheit und Bedrohung, son­dern auch um den Kreislauf des Lebens, bei dem die ers­te Szene des Films mit der letz­ten zusam­men­hängt. Dass Rasoulof bei aller Kritik an der poli­ti­schen Führung sein Land liebt, wird am inter­es­sier­ten Miteinander der Menschen deut­lich, am leben­di­gen Trubel in Teheran, an der Schönheit der Landschaft, die der Regisseur immer wie­der in auf­re­gen­den Totalen ein­fängt. Auf die­se Weise ent­steht ein kraft­vol­les, fein­füh­lig insze­nier­tes und sub­til ver­knüpf­tes Meisterwerk …« Michael Ranze | Filmdienst

    … das auf der 70. Berlinale mit dem Goldenen Bären aus­ge­zeich­net wur­de. Rasoulof konn­te die Auszeichnung nicht selbst ent­ge­gen­neh­men (sei­ne Tochter tat es für ihn), da er seit 2017 den Iran nicht ver­las­sen darf und zudem zu einer Gefängnisstrafe ver­ur­teilt wur­de, die er aber bis­her noch nicht antre­ten musste.

    Goldender Bär – Berlinale 2020

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    Credits:

    OT: Sheytan vojud nadarad, IR/DE/SZ 2020,
    139 Min., far­si OmU,
    Regie & Buch: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Ashkan Ashkani
    Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
    mit: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh, Kaveh Ahangar, Alirezy Zareparast, Salar Khamseh

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    Trailer:

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    A film by Mohammad Rasoulof. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Heshmat, an exem­pla­ry hus­band and father, gets up very ear­ly every day. Where does he go? Pouya can­not ima­gi­ne kil­ling ano­ther man, yet he is told he must do so. Javad doesn’t know that pro­po­sing to his bel­oved won’t be the only sur­pri­se on her bir­th­day. Bahram is a phy­si­ci­an but is unable to prac­ti­ce medi­ci­ne. He has deci­ded to explain to his visi­ting nie­ce the reason for his life as an out­cast. The four sto­ries that com­pri­se Sheytan vojud nadarad (There Is No Evil) offer varia­ti­ons on the cru­cial the­mes of moral strength and the death penal­ty, asking to what ext­ent indi­vi­du­al free­dom can be expres­sed under a des­po­tic regime and its see­mingly ine­s­ca­pa­ble thre­ats. Mohammad Rasoulof only crea­tes a loo­se nar­ra­ti­ve link bet­ween the­se sto­ries, and yet they are all tra­gi­cal­ly and inex­orab­ly con­nec­ted. In the con­text of struc­tu­ral oppres­si­on, choice seems to be limi­t­ed to eit­her resis­ting or sur­vi­ving. But with each abrupt­ly inter­rupt­ed sto­ry, we are urged to con­sider how men and women can assert their free­dom even in such situations.

    Golden Baer – Berlinale 2020

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    Credits:

    OT: Sheytan vojud nadarad, IR/DE/SZ 2020,
    139 Min., far­si OmU,
    Regie & Buch: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Ashkan Ashkani
    Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
    mit: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh, Kaveh Ahangar, Alirezy Zareparast, Salar Khamseh

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    Trailer:

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  • Schwesterlein

    Schwesterlein

    Ein Film von Stéphanie Chuat & Véronique Reymond.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Was haben Thurston Moore und Christian Petzold gemein­sam? Was hat Lars Eidinger in Deichkind Videos zu suchen? Zwei Fragen, die so unter­schied­lich sind wie Nina Hoss und Lars Eidinger als Zwillinge in Schwesterlein, dem Porträt einer tie­fen, inni­gen Beziehung unter extre­men Druck von außen. Denn Sven, Schauspieler an der Schaubühne (das bot sich wohl ganz selbst­ver­ständ­lich an) und Lisa, die frü­her fürs Theater schrieb und inzwi­schen ein ruhi­ges Familienleben in der Schweiz führt, wer­den durch Svens Krebserkrankung aus dem Alltag geris­sen. Weil ihr Bruder sein Leben gegen die Krankheit ver­tei­digt und des­halb auch wie­der auf der Bühne ste­hen will, reist sie zurück nach Berlin und trägt den unglei­chen Kampf mit. Der Dramatik des HAMLET, als der er wie­der besetzt wer­den möch­te, steht die Nüchternheit hin­ter der Bühne gegen­über. Sven wird ver­trös­tet, denn man will kei­nen Skandal auf der Bühne und die Geschwister rei­sen in die Schweiz um die Situation neu zu über­den­ken. Für Lisa wird der Versuch, ihrem Bruder zu hel­fen und ein Familienleben zu füh­ren, zum Parforceritt zwi­schen zwei Wirklichkeiten.
    Die Schweizer Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond haben ein ein­drucks­vol­les Kleinod geschaf­fen und für Nina Hoss eine Rolle geschrie­ben, die ihre Intelligenz, Stärke und Eigensinnigkeit auf eine ganz unprä­ten­tiö­se Art und Weise schei­nen lässt.
    Bruder und Schwester, Berlin und Schweiz, Leben und Theater, Gesundheit und Krankheit: Mit über­ra­gen­den Hauptdarsteller*innen ver­knüpft Schwesterlein die­se kom­ple­men­tä­ren Paare zu einer rei­fen, bewe­gen­den und viel­schich­ti­gen Filmerzählung. Im Mittelpunkt ste­hen der Sinn von Heilung und Opfer, die Lauterkeit einer erwach­se­nen Geschwisterbeziehung, von der sel­ten so erzählt wur­de wie in die­sem Film, und die künst­le­ri­sche Arbeit als Lebensanspruch. Ein Märchen mit zwei Erwachsenen als Hänsel und Gretel, dem Theater als Lebkuchenhaus und der Krankheit als böser Hexe. (Berlinale 2020, wo Schwesterlein im Wettbewerb lief)

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    Credits:

    CH 2020, 99 Min., dt.,frz,engl. OmU
    Regie, Buch: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond
    Kamera: Filip Zumbrunn
    Schnitt: Myriam Rachmuth
    mit: Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier, Linne-Lu Lungershausen, Noah Tscharland, Isabelle Caillat, Moritz Gottwald, Urs Jucker

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    Trailer:

    Schwesterlein | Offizieller Trailer Deutsch HD | Jetzt im Kino!

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    A film by Stéphanie Chuat & Véronique Reymond. In German, French and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lisa has given up her ambi­ti­ons as a play­w­right in Berlin and moved to Switzerland with her child­ren and hus­band, who runs an inter­na­tio­nal school the­re. When her twin brot­her Sven, a star actor at Berlin’s Schaubühne theat­re, falls ill with leuk­aemia, Lisa returns to the German capi­tal. His hopes of get­ting back on the stage give Sven the strength he needs to fight the dise­a­se. But when his con­di­ti­on dete­rio­ra­tes and his mother, also an actor, pro­ves unre­lia­ble, Lisa takes the reins and whisks her brot­her back to Switzerland. She hopes that new tre­at­ments, fami­ly life and moun­tain air will work a mira­cle. Brother and sis­ter, Berlin and Switzerland, life and theat­re, sick­ness and health. With its out­stan­ding lea­ding cast, Schwesterlein inter­wea­ves the­se com­ple­men­ta­ry bina­ries into a matu­re, moving and com­plex dra­ma. This film explo­res the mea­ning of heal­ing and sacri­fice, the inte­gri­ty of an adult sibling rela­ti­onship – a topic that has rare­ly been addres­sed as it is here – and artis­tic work as a core aspi­ra­ti­on in life. A fairy tale, with two adults as Hansel and Gretel, the theat­re as the gin­ger­b­read house and the ill­ness as the evil witch.

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    Credits:

    CH 2020, 99 Min., dt.,frz,engl. OmU
    Regie, Buch: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond
    Kamera: Filip Zumbrunn
    Schnitt: Myriam Rachmuth
    mit: Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier, Linne-Lu Lungershausen, Noah Tscharland, Isabelle Caillat, Moritz Gottwald, Urs Jucker

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    Trailer:

    Schwesterlein | Offizieller Trailer Deutsch HD | Jetzt im Kino!

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  • Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

    Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

    Ein Film von Yulia Lokshina.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dass im Fleischkonzern und Schlachthof von Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück schreck­li­che Zustände herr­schen, war weit vor der Corona Pandemie bekannt. Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit ent­stand schon Monate frü­her und nimmt die­se kon­kre­ten Arbeitsbedingungen zum Anlass, all­ge­mein und grund­le­gend über das Wirtschaftssystem nach­zu­den­ken. Der Film von Yulia Lokshina setzt wun­der­ba­re Assoziationsketten frei, indem er einer­seits die ost­eu­ro­päi­schen Leiharbeiter:innen, deren unsäg­li­che Ausbeutung und ihre empa­thi­schen Unterstützer:innen in den Mittelpunkt sei­ner Beobachtung stellt und ande­rer­seits eine Schulklasse aus München beglei­tet, die das Theaterstück „Die hei­li­ge Johanna der Schlachthöfe“ von Brecht ein­übt. Beide Milieus wer­den durch fort­wäh­ren­de Parallelmontage in Beziehung gesetzt, ergän­zen sich und schlie­ßen sich kei­nes­wegs aus: Hier das hart­nä­cki­ge Bemühen, die Situation der Arbeiter:innen zu ver­bes­sern und dort der Versuch, Brechts Intentionen auf die Bühne zu brin­gen. Dabei wagt der Film, indi­vi­du­el­les Schicksal und Systemanalyse in Verbindung zu brin­gen: Der Schlachthof und des­sen Arbeitsbedingungen fun­gie­ren als Metapher für Prozesse, die sich der Einflussnahme des Einzelnen ent­zie­hen, obwohl sie alle Bereiche des Lebens durch­drin­gen. Einiges wird über ein System sicht­bar, das auf Wachstum und Profitmaximierung beruht und so jeg­li­cher vor­stell­ba­rer Art von Ausbeutung Tür und Tor öff­net, sich immer­fort selbst sta­bi­li­siert und als alter­na­tiv­los gilt.
    Ein poli­ti­scher Film im bes­ten Sinn, der ganz wenig didak­tisch ist, aber umso mehr die Zuschauer:innen, wie auch die Beteiligten ernst­nimmt. Es ist auch ein Film, der Wut auf die Verhältnisse aus­löst, nicht durch Affekt hei­schen­de Zuspitzungen, son­dern durch eine zärt­li­che Subtilität. (M. Schmitz | indie­ki­no) Am

     

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    Credits:

    DE 2020, 92 Min., 
    Buch & Regie: Yulia Lokshina 
    Kamera: Zeno Legner, Lilli Pongratz
    Schnitt: Urte Alfs, Yulia Lokshina

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    Trailer:

     

    A film by Yulia Lokshina. In German, Polish, Russian and Romanian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the meat fac­to­ry a worker dies. School child­ren rehe­ar­se Brecht. Two sto­ries from the land of poets, phi­lo­so­phers and pri­ce-cut­ters. Gently and pre­cis­e­ly and with cine­ma­tic fines­se Yulia Lokshina picks at the wound in our system.

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    Credits:

    DE 2020, 92 Min., 
    Buch & Regie: Yulia Lokshina 
    Kamera: Zeno Legner, Lilli Pongratz
    Schnitt: Urte Alfs, Yulia Lokshina

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    Trailer:

     

  • Bohnenstange

    Bohnenstange

    Ein Film von Kantemir Balagov.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leningrad 1945, nach dem Ende des Krieges, dem Sieg der Sowjetunion und der ver­such­ten Auslöschung sei­ner Bewohner durch die deut­sche Wehrmacht. Die Überlebenden der 872 Tage dau­ern­den Belagerung haben wei­ter mit dem Überleben zu kämp­fen. Die hoch­ge­wach­se­ne Iya, die alle nur Dylda, Bohnenstange, nen­nen, ist eine von ihnen. Sie wur­de aus dem Kriegsdienst ent­las­sen, da bei ihr als Folge der trau­ma­ti­schen Erfahrungen Schockstarren auf­tra­ten, jetzt pflegt die im Militärkrankenhaus hin­ge­bungs­voll Verletzte und Kranke. Ihre Freundin, die extro­ver­tier­te Mascha, war eben­falls Frontsoldatin. Als sie end­lich heim­kehrt, ist ein gro­ßes Unglück schon gesche­hen, und Mascha besteht auf Wiedergutmachung. Eine Forderung, der Iya nur unter gro­ßen Widerständen nach­kom­men könnte.

    Kantemir Balagow hat in Bohnenstange nichts dem Zufall über­las­sen, nicht die Tongestaltung, die auf eine her­kömm­li­che Filmmusik als Gefühlsträger ver­zich­tet, nicht die Farbdramaturgie. Bohnenstange ist über wei­te Teile ein Nachtfilm, wobei die Interieurs oft in war­me brau­ne Töne getaucht sind. Am Ende umar­men sich Mascha und Iya, das grü­ne Kleid und der rote Pullover leuch­ten aus der Dunkelheit. Niemand weiß, ob die Heilung der Seelen gelin­gen wird. Der Krieg ist vor­bei. Der Frieden muss gewon­nen wer­den. Es bleibt eine Zuversicht.“ Ralf Schenk | Filmdienst

    Meine Heldinnen sind wie die Stadt, in der sie leben, von einem schreck­li­chen Krieg ver­stüm­melt. Sie leben in einer Stadt, die eine der schlimms­ten Belagerungen in der Geschichte der Kriegsführung erlebt hat. Dies ist eine Geschichte über sie und über Menschen, denen sie in Leningrad begeg­nen, die Hindernisse, die sie über­win­den müs­sen, und die Art und Weise, wie sie von der Gesellschaft behan­delt wer­den. Sie sind durch den Krieg psy­chisch ver­krüp­pelt und es wird eini­ge Zeit dau­ern, bis sie ler­nen, ihr nor­ma­les Leben zu füh­ren.“ Kantemir Balagow

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    Credits:

    Дылда  Dylda
    RU 2019, 139 Min., russ. OmU
    Regie: Kantemir Balagov
    Kamera: Ksenia Sereda
    Schnitt: Igor Litoninskiy
    mit: Viktoria Miroshnichenko, Vasilisa Perelygina, Andrey Bykov, Igor Shirokov

    Termine:

    • noch keine 

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    Trailer:

     A film by Kantemir Balagov. In Russian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    1945, Leningrad. World War II has devas­ta­ted the city, demo­li­shing its buil­dings and lea­ving its citi­zens in tat­ters, phy­si­cal­ly and men­tal­ly. Although the sie­ge – one of the worst in histo­ry – is final­ly over, life and death con­ti­nue their batt­le in the wrecka­ge that remains. Two young women, Iya and Masha, search for mea­ning and hope in the strugg­le to rebuild their lives among­st the ruins. Jessica Kiang, Variety, calls it a “slow, fero­cious, and extra­or­di­na­ry second film from bla­zing 27-year-old Russian talent Kantemir Balagov.”

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    Credits:

    Дылда  Dylda
    RU 2019, 139 Min., russ. OmU
    Regie: Kantemir Balagov
    Kamera: Ksenia Sereda
    Schnitt: Igor Litoninskiy
    mit: Viktoria Miroshnichenko, Vasilisa Perelygina, Andrey Bykov, Igor Shirokov

    Termine:

    • noch keine 

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    Trailer:

     

  • Im Stillen laut

    Im Stillen laut

    Ein Film von Therese Koppe.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Damals wur­den die bei­den Frauen von der Stasi beäugt, jetzt lesen sie belus­tigt die Protokolle, die bezeu­gen, wie wenig die Protokollierenden davon ver­stan­den, was ihr Leben ausmachte.
    Im Stillen laut por­trä­tiert die Künstlerinnen Erika Stürmer-Alex und Christine Müller-Stosch, und blickt mit ihnen zurück in die DDR-Vergangenheit und auf das gegen­wär­ti­ge Leben und Arbeiten in Lietzen, wo sie einen Hof in Ateliers ver­wan­delt haben. Und ganz neben­bei erzählt der Film von der Liebe, denn die bei­den sind schon seit 40 Jahren ein Paar.
    „Mir war es wich­tig, einen Dokumentarfilm zu machen, der die Nuancen des Lebens in der DDR zeigt, und dadurch die Komplexität der Auseinandersetzung mit dem System ver­deut­licht. Nicht nur den lau­ten Protest, son­dern die Gestaltung eines Lebens in einem eige­nen, geschaf­fe­nen Raum wie dem Kunsthof Lietzen. Der Kunsthof kann dabei stell­ver­tre­tend für die vie­len künst­le­ri­schen Freiräume, die sich Leute in der DDR schu­fen, ste­hen.“ Therese Koppe

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    Credits:

    DE 2019, 74 Min., 
    Buch & Regie: Therese Koppe
    Kamera: Annegret Sachse
    Schnitt: Evelyn Rack

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    Trailer:

     A film by Therese Koppe.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Erika and Tine are 81 and have been a cou­ple for 40 years. The two women live on a farm in Brandenburg they res­to­red them­sel­ves and look back on eventful lives. In the GDR they both had to fight for per­so­nal and artis­tic free­dom and strug­g­led dai­ly with socia­lism, not to men­ti­on its actual­ly exis­ting con­tra­dic­tions. Unlike other GDR crea­ti­ve artists who cra­cked under the rejec­tion of their art and ide­as, they both take a humo­rous look back today at the mani­fold docu­ments of their lives, con­tex­tua­li­sing and con­tra­dic­ting the num­e­rous Stasi files with their own memo­ries, pho­tos, pain­tings, sculp­tures and texts. They use the con­ver­sa­ti­ons with the young direc­tor to take a clo­se look at their own (GDR) past, but also the post-reuni­fi­ca­ti­on peri­od, the pre­sent and future.

    What can art do in times of social poli­ti­cal chall­enge? How can one stay true to ones­elf, art and one’s ide­als? Where are women still con­fron­ted by struc­tu­ral dis­cri­mi­na­ti­on today? How can social grie­van­ces be resol­ved tog­e­ther? By stay­ing natu­ral­ly clo­se to its prot­ago­nists, the film mana­ges to achie­ve an enchan­tingly lucid nar­ra­ti­ve about free­dom, auto­no­my, crea­ti­vi­ty and socia­li­ty – and, last but not least, a mar­vell­ous ode to love.

    Luc-Carolin Ziemann

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    Credits:

    DE 2019, 74 Min., 
    Buch & Regie: Therese Koppe
    Kamera: Annegret Sachse
    Schnitt: Evelyn Rack

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    Trailer:

     

  • Becoming Black

    Becoming Black

    Ein Film von Ines Johnson-Spain.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    »In einem Land, in dem jede Abweichung von der Norm als exis­ten­zi­el­le Bedrohung ange­se­hen wur­de, muss die Geburt eines schwar­zen Kindes ein Politikum gewe­sen sein.« Ines Johnson-Spain

    Anfang der 60er Jahre in der DDR: Sigrid aus Leipzig ver­liebt sich in Lucien, einen Studenten aus Togo, und wird schwan­ger. Doch sie ist bereits mit Armin ver­hei­ra­tet, mit dem sie einen Sohn hat. Ihre dun­kel-häu­ti­ge Tochter lässt das Ehepaar in dem Glauben, dass ihre Hautfarbe Zufall sei und kei­ne Bedeutung habe, bis sie als Teenager durch einen Zufall die Wahrheit ent­deckt. Jahrzehnte spä­ter, lan­ge nach­dem sie die Familie ihres leib­li­chen Vaters in Togo ken­nen­ge­lernt hat, rekon­stru­iert sie als Protagonistin und Autorin ihre Familiengeschichte in einem Film. In emo­tio­na­len und offen geführ­ten Gesprächen mit ihrem Stiefvater Armin wird die Atmosphäre des Schweigens und der Verdrängung ein­drück­lich spür­bar. Langsam wird klar, wie das sozia­le Umfeld gestrickt sein muss, um eine der­ma­ßen gra­vie­ren­de Verleugnung von Fakten mög­lich zu machen.Auch hier ist das Private poli­tisch. In Auseinandersetzung mit der eige­nen Identität geht Ines Johnson-Spain dem alles über­schat­ten­den Tabu ihrer Kindheit auf die Spur und legt zeit­gleich exem­pla­risch den struk­tu­rel­len Rassismus in der DDR offen. In Verbindung mit dem berüh­ren­den Treffen mit ihrer spät gefun­den togo­le­si­schen Familie wird der Film zu einer Reflexion über Identität, Familienkonzepte und sozia­le Normen. Von den 1960er Jahren in Ost-Berlin bis in die Gegenwart ent­fal­tet sich in die­sem inti­men, berüh­ren­den Selbstporträt eine klu­ge und bis­her un-geschrie­be­ne deut­sche Historie.

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    Credits:

    DE 2019, 91 Min.,
    Buch & Regie: Ines Johnson-Spain
    Kamera: Sebastian Winkels, Anne Misselwitz
    Schnitt: Yana Höhnerbach

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    Trailer:

     A film by Ines Johnson-Spain.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    »In a coun­try whe­re any devia­ti­on from its norm was con­side­red an exis­ten­ti­al thre­at, the birth of a black child must have been a poli­ti­cal issue.«Ines Johnson-Spain

    It’s the start of the 1960s in the GDR: Sigrid, from Leipzig, falls in love with Lucien, a stu­dent from Togo, and gets pregnant. But she’s mar­ried to Armin, and they alre­a­dy have a son tog­e­ther. The cou­ple let their dark-skin­ned daugh­ter belie­ve that her skin colour is a coin­ci­dence and not signi­fi­cant, until she dis­co­vers the truth by chan­ce as a teen­ager. Decades later, long after she has met her bio­lo­gi­cal father’s fami­ly in Togo, she recon­s­tructs her fami­ly histo­ry in a film as both prot­ago­nist and aut­hor. In emo­tio­nal and open con­ver­sa­ti­ons with her ste­pf­a­ther Armin, the atmo­sphe­re of silence and sup­pres­si­on is very much in evi­dence. It slow­ly beco­mes clear how the social milieu has to be struc­tu­red in order to make such a major deni­al of facts possible.Here too, pri­va­te mat­ters are poli­ti­cal. In an inti­ma­te explo­ra­ti­on of her own iden­ti­ty, Ines Johnson-Spain traces the taboo topic overs­ha­dowing her child­hood and in doing so also expo­ses an under­ly­ing racism resi­ding in the GDR. In the con­text of the tou­ch­ing encoun­ter with her Togolese fami­ly whom she dis­co­ver­ed so late in her life, the film beco­mes a reflec­tion on iden­ti­ty, fami­ly con­cepts and social norms. From the 1960s in East Berlin to the pre­sent day, this inti­ma­te, moving self-por­trait reve­als a wise and hither­to unwrit­ten German story.

     

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    Credits:

    DE 2019, 91 Min.,
    Buch & Regie: Ines Johnson-Spain
    Kamera: Sebastian Winkels, Anne Misselwitz
    Schnitt: Yana Höhnerbach

    Termine:

    • noch keine 

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    Trailer:

     

  • The Souvenir – Part I

    The Souvenir – Part I

    Ein Film von Joanna Hogg.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

     

    London in den frü­hen 1980ern: Maggie Thatchers Regierung beginnt mit wirt­schaft­li­cher Umstrukturierung, die Troubles errei­chen die Stadt mit Bomben und Punk ist noch kein Begriff. Julie lebt mit ihrer Mutter in einer kom­for­ta­blen Maisonettewohnung in Knightsbridge, will Film stu­die­ren und hofft, so ihrer pri­vi­le­gier­ten Upper-Class-Blase ent­wei­chen zu kön­nen. Ihrer zukünf­ti­gen Liebschaft Anthony begeg­net sie auf einer Party. Er ist anders als ihre Freund*innen, char­mant und etwas älter, und sein Auftreten schwankt zwi­schen Dandytum und Blasiertheit. Julie lässt sich fas­zi­nie­ren, aber nach und nach muss sie fest­stel­len, dass ihr Geliebter sie belügt und ein gefähr­li­ches Geheimnis hat.
    Die sanf­te jun­ge Frau, die zwi­schen Champagnerfrühstück und Rendevouz in lächer­lich-baro­cken hoch­prei­si­gen Cafes ihre künst­le­risch-poli­ti­schen Ambitionen und ihren Freundeskreis ver­liert, steht jedoch loy­al zu ihrem Geliebten, trotz leich­ten Widerstands auch von ihrer Mutter Rosalind, die von Tilda Swinton groß­ar­tig mit Faltenrock und Kopftuch inter­pre­tiert wird (und deren rea­le Tochter Honor Swinton Byrne ist).
    Joanna Hogg hat nach eige­nen Erinnerungen einen sehr per­sön­li­chen Film gedreht. Die Verletzlichkeit und Unsicherheit Julies oder die Arroganz und Unehrlichkeit Anthonys wer­den dabei nie aus­ge­beu­tet oder über­dra­ma­ti­siert. Die Frage, war­um sie ihn nicht ver­lässt, darf gestellt, kann und soll­te aber aus dem Film her­aus beant­wor­tet werden.
    Von der Berlinale, als »hoch­kon­zen­trier­te Betrachtung von Räumen, Landschaften, Abhängigkeitsverhältnissen und nicht zuletzt des Mediums Film« beschrie­ben, ist THE SOUVENIR aber auch, wie der Rezensent der NY Times sich begeis­ter­te, »einer der trau­rigs­ten Filme, die man sich vor­stel­len kann, und es ist eine abso­lu­te Freude, ihn anzu­schau­en.« In Sundance wur­de THE SOUVENIR mit dem Preis für den bes­ten Spielfilm ausgezeichnet.

     

    Was bedeu­tet es, in einer Welt der Mittel- und Oberschicht zur Arbeiterklasse zu gehören?

    In ihrem Buch The Melancholia of Class (Die Melancholie der Klasse) beschreibt Cynthia Cruz mit Klarheit, Präzision und Radikalität, was Klasse ist, war­um der Klassenbegriff im Neo-Liberalismus aus­ra­diert wur­de, und wel­che Auswirkungen die Anpassung an die obe­ren Schichten für Menschen aus den unte­ren Schichten bedeutet.

    Ausgehend von Freuds Konzept der Melancholie unter­sucht Cruz für sie wich­ti­ge künst­le­ri­sche Werke der Popkultur, Musik, Bücher, Filme, auf die Melancholie, die ent­steht, wenn die Herkunft aus der Arbeiterklasse für den Aufstieg ver­las­sen wird, nur um am Ende fest­zu­stel­len, dass man dabei sich selbst verliert.

    Einer der Filme, die im Buch eine gro­ße Rolle spie­len, ist THE SOUVENIR Part 1 von Joanna Hogg. Im Film hat eine Filmstudentin aus der Upperclass eine, ger­ne als „toxisch” beschrie­be­ne, Beziehung zu einen dan­dy­haf­ten, etwas undurch­sich­ti­gen Mann. Das halb­bio­gra­fi­sche Werk ist ganz aus Sicht der jun­gen Frau geschrie­ben. Cynthia Cruz‘ Perspektivwechsel, bei dem sie den Blick auf Anthony, den Liebhaber, rich­tet, bringt ganz ande­re Facetten der Rezeption ins Spiel als üblich.

    Cynthia Cruz wird am 7.12. um 19:30 Uhr aus ihrem Buch lesen (auf engl.), und wir zei­gen den Film THE SOUVENIR Part 1 in der OmU-Fassung.

    Credits:

    GB 2019, 115 Min., engl. OmU
    Regie, Buch: Joanna Hogg
    Kamera: David Raedeker
    Schnitt: Helle le Fevre
    mit: Honor Swinton Byrne, Tom Burke, Tilda Swinton

    Trailer:

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    A film by Joanna Hogg. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    England; the ear­ly 1980s. Young film stu­dent Julie wants to use her came­ra to bet­ter under­stand the world. This shy woman is well awa­re of her pri­vi­le­ged social posi­ti­on and, as she explains, sees her Super 8 came­ra as a way to break out of her own litt­le bubble. She thinks she is medio­cre, but the pho­tos and moving images that flow into the film bear wit­ness to her spe­cial gaze. In an unas­sum­ing, almost docu­men­ta­ry approach, we are intro­du­ced to Julie’s stu­dent milieu, into which Anthony unex­pec­ted­ly enters. He is older and more distin­gu­is­hed. He har­bours a secret that Julie only unco­vers later, but that then dra­ma­ti­cal­ly chan­ges everything.
    Joanna Hogg’s semi-auto­bio­gra­phi­cal film is both a per­so­nal take on the crea­ti­ve out­put of upper-midd­le-class Britain and an incisi­ve explo­ra­ti­on of spaces, land­scapes, depen­dent rela­ti­onships and, not least, the medi­um of film. Hogg’s con­tem­po­ra­ry, Tilda Swinton, plays Julie’s gene­rous mother; her daugh­ter, Honor Swinton Byrne, embo­dies the role of the prot­ago­nist, who seems to be losing her grip on life. Until, that is, film comes to the res­cue, as a means of expres­si­on, rea­li­ty, the­ra­py and a record of the times.

    [nbsp]
    Credits:

    GB 2019, 115 Min., engl. OmU
    Regie, Buch: Joanna Hogg
    Kamera: David Raedeker
    Schnitt: Helle le Fevre
    mit: Honor Swinton Byrne, Tom Burke, Tilda Swinton

    Termine:

    • noch keine 

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    Trailer:

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  • Corpus ChristiCorpus Christi 

    Corpus ChristiCorpus Christi 

    Ein Film von Jan Komasa.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In der Logik des Christentums ist Gott nicht nur in der Kirche prä­sent, son­dern über­all. Auch in der Strafanstalt für jun­ge Männer, in der wir Daniel ken­nen­ler­nen – einen fra­gi­len Jungen mit kla­rem, unschul­di­gen Blick, der bei den Knast-Gottesdiensten auf­blüht und doch als Vorbestrafter kei­ne Chance hat, jemals Priester zu werden.

    Beim Arbeitseinsatz in einem Karpatendorf bie­tet sich plötz­lich unver­hofft die Gelegenheit: Der jun­ge Mann wird für einen Geistlichen gehal­ten und schlüpft zuneh­mend bereit­wil­lig in die ersehn­te Rolle. Und es geschieht das Erstaunliche: Die Menschen hören ihm zu, wenn er im Freestyle zu ihnen spricht. Zunehmend beginnt er, sich in die Geschicke des Dorfs ein­zu­mi­schen. Wie lan­ge kann die­ses ris­kan­te Spiel gut gehen?

    Komasa mischt Krimi mit Sozialstudie und Romanze mit Thriller. Dabei kann er sich vor allem auf sei­nen gran­dio­sen Hauptdarsteller Bartosz Bielenia ver­las­sen, der glaub­wür­dig den Spagat zwi­schen einem Straßenjungen mit Drogenerfahrung und einer bele­se­nen, wei­sen Respektperson schafft.

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    Credits:

    PL 2019, Regie: Jan Komasa, 115 min, OmU
    Buh: Mateusz Pacewicz, Kamera: Piotr Sobociński jr., Schnitt: Przemysław Chruścielewski,
    mit: Bartosz Bielenia, Aleksandra Konieczna, Eliza Rycembel, Tomasz Ziętek u.a.

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    Trailer:

    Corpus Christi | Offizieller deut­scher Trailer
    film by Jan Komasa. On September 12th & 13th at the fsk. In Polish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A young pet­ty cri­mi­nal gets a small com­mu­ni­ty back on track after pas­sing hims­elf off as a vicar. A Polish dra­ma based on real events. 20-year old Daniel has screwed up a lot in his young life. Then one day he has a spi­ri­tu­al epi­pha­ny in the young offen­ders‘ insti­tu­ti­on. From now on, he wants to fol­low the path of good­ness and beco­me a priest – an impos­si­ble dream, given his cri­mi­nal record. After his release, he is sent to a small town whe­re he has a chan­ce to earn an honest living. He takes the oppor­tu­ni­ty to dis­gu­i­se and pre­sent hims­elf as the new vicar. And, stran­ge­ly enough, after the arri­val of the cha­ris­ma­tic priest, things in the vil­la­ge begin to chan­ge for the positive.

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    Credits:

    PL 2019, Regie: Jan Komasa, 115 min, OmU
    Buh: Mateusz Pacewicz, Kamera: Piotr Sobociński jr., Schnitt: Przemysław Chruścielewski,
    mit: Bartosz Bielenia, Aleksandra Konieczna, Eliza Rycembel, Tomasz Ziętek u.a.

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    Trailer:

    Corpus Christi | Offizieller deut­scher Trailer
  • 40 Jahre AG DOK: Wie Erich seine Arbeit verlor

    40 Jahre AG DOK: Wie Erich seine Arbeit verlor

    [Tickets & Termin]

    Der jun­ge west­deut­sche Kameramann Kai von Westerman gerät mit­ten in die Ereignisse. 1989 arbei­te­te er für einen Korrespondenten des fran­zö­si­schen Fernsehens in der DDR. Als die Menschen auf die Straße gin­gen, bekam er den Auftrag, den Franzosen in knap­pen Beiträgen die Ereignisse zu erklä­ren. So doku­men­tier­ten bei­de die Kraft und Dramatik der Friedlichen Revolution, aber das meis­te Material wur­de nicht gesen­det. Erst jetzt, 20 Jahre nach der Wende, hat von Westerman dar­aus einen Film gemacht, der die Ereignisse des Herbstes 1989 beschreibt. Der Dokumentarfilm gibt in sub­ti­ler Weise ein­ma­li­ge Geschehnisse des Jahres 1989 wie­der. Er zeich­net das Lebensgefühl von DDR-Bürgern nach, die für Freiheit und Demokratie auf die Straße gin­gen, ohne zu wis­sen, wie es aus­ge­hen wür­de. Es ist ein Film, der zum Nachdenken anregt und durch die bestechen­de Sicht auf die Ereignisse des Herbstes ’89 ein wert­vol­les Zeitdokument darstellt.
    Regie: Kai von Westerman, D 19891999, 90 Min. Zu Gast: Kai von Westerman

    Zusammen mit:
    Z mojego okna (From My Window)
    Regie: Józef Robakowski, Polen 2000, 20 Min.
    Der pol­ni­sche Filmemacher und Videokünstler Józef Robakowski film­te über 22 Jahre den sich ver­än­dern­den Blick aus dem Fenster sei­ner Wohnung in einem sozia­lis­ti­schen Wohnblock in Łódź. Er beob­ach­tet den Übergang Polens vom Sozialismus der Nachkriegszeit in die Zeit der Solidarność in den spä­ten 1980er Jahren und des­sen Übergang in die Dritte Republik, den Einstieg Polens in die Marktwirtschaft.

    Wie Erich sei­ne Arbeit ver­lor – Trailer from Westermans Filme on Vimeo.