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Bohnenstange

Ein Film von Kan­t­e­mir Balagov.

[Credits] [Tickets & Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Lenin­grad 1945, nach dem Ende des Krie­ges, dem Sieg der Sowjet­uni­on und der ver­such­ten Aus­lö­schung sei­ner Bewoh­ner durch die deut­sche Wehr­macht. Die Über­le­ben­den der 872 Tage dau­ern­den Bela­ge­rung haben wei­ter mit dem Über­le­ben zu kämp­fen. Die hoch­ge­wach­se­ne Iya, die alle nur Dyl­da, Boh­nen­stan­ge, nen­nen, ist eine von ihnen. Sie wur­de aus dem Kriegs­dienst ent­las­sen, da bei ihr als Fol­ge der trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen Schock­star­ren auf­tra­ten, jetzt pflegt die im Mili­tär­kran­ken­haus hin­ge­bungs­voll Ver­letz­te und Kran­ke. Ihre Freun­din, die extro­ver­tier­te Mascha, war eben­falls Front­sol­da­tin. Als sie end­lich heim­kehrt, ist ein gro­ßes Unglück schon gesche­hen, und Mascha besteht auf Wie­der­gut­ma­chung. Eine For­de­rung, der Iya nur unter gro­ßen Wider­stän­den nach­kom­men könn­te.

Kan­t­e­mir Balagow hat in Boh­nen­stan­ge nichts dem Zufall über­las­sen, nicht die Ton­ge­stal­tung, die auf eine her­kömm­li­che Film­mu­sik als Gefühl­s­trä­ger ver­zich­tet, nicht die Farb­dra­ma­tur­gie. Boh­nen­stan­ge ist über wei­te Tei­le ein Nacht­film, wobei die Inte­ri­eurs oft in war­me brau­ne Töne getaucht sind. Am Ende umar­men sich Mascha und Iya, das grü­ne Kleid und der rote Pull­over leuch­ten aus der Dun­kel­heit. Nie­mand weiß, ob die Hei­lung der See­len gelin­gen wird. Der Krieg ist vor­bei. Der Frie­den muss gewon­nen wer­den. Es bleibt eine Zuver­sicht.“ Ralf Schenk | Film­dienst

Mei­ne Hel­din­nen sind wie die Stadt, in der sie leben, von einem schreck­li­chen Krieg ver­stüm­melt. Sie leben in einer Stadt, die eine der schlimms­ten Bela­ge­run­gen in der Geschich­te der Kriegs­füh­rung erlebt hat. Dies ist eine Geschich­te über sie und über Men­schen, denen sie in Lenin­grad begeg­nen, die Hin­der­nis­se, die sie über­win­den müs­sen, und die Art und Wei­se, wie sie von der Gesell­schaft behan­delt wer­den. Sie sind durch den Krieg psy­chisch ver­krüp­pelt und es wird eini­ge Zeit dau­ern, bis sie ler­nen, ihr nor­ma­les Leben zu füh­ren.“ Kan­t­e­mir Balagow

 
Credits:

Дылда  Dyl­da
RU 2019, 139 Min., russ. OmU
Regie: Kan­t­e­mir Balagov
Kame­ra: Kse­nia Ser­e­da
Schnitt: Igor Litonins­kiy
mit: Vik­to­ria Miro­sh­ni­chen­ko, Vasi­li­sa Perely­gi­na, And­rey Bykov, Igor Shiro­kov

Ter­mi­ne:

  • noch kei­ne

 
Trai­ler: