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  • May December

    May December

    Ein Film von Todd Haynes. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zusammen mit Julienne Moore und Nathalie Portman gelingt Todd Haynes ein raf­fi­niert gebau­tes und gespiel­tes Psychodrama, des­sen Grundstein auf tat­säch­lich Geschehenem basiert, des­sen Schwerpunkt aber anders lagert.
    Bei frü­he­ren TV-Verfilmungen stand das skan­dal­träch­ti­ge ver­bo­te­ne und geahn­de­te Liebesverhältnis, bzw. der sexu­el­le Missbrauch eines 13-jäh­ri­gen, der hier Joe heißt, durch eine drei­mal so alte ver­hei­ra­te­te zwei­fa­che Mutter, hier Gracie genannt, vor 20 Jahren im Mittelpunkt. Diesmal geht es zuvor­derst um die Auswirkungen des Besuchs von Fernsehstar Elisabeth und ihrer Beziehung zu Gracie. Die soll sie näm­lich in einem die­ser „TV-Movies“ ver­kör­pern und möch­te, so sagt sie, für die Rolle leib­haf­tig recher­chie­ren. Joe und Gracie haben nach ihrer Haft, in der sie das ers­te der drei gemein­sa­men Kinder zu Welt brach­te, und sei­ner Volljährigkeit gehei­ra­tet und sind noch immer glück­lich zusam­men. Um ein mög­lichst wahr­heits­ge­treu­es Bild zu pro­du­zie­ren, wird dem Eindringen der Schauspielerin in ihr Leben zuge­stimmt. Durch Elisabeths Einsatz, ihrem Befragen aller Beteiligten und der Auseinandersetzung mit Gracie bekommt die per­fek­te Oberfläche dann doch Risse und Verletzungen wer­den sicht­bar. Die bei­den Frauen ver­brin­gen viel Zeit mit­ein­an­der, aller­dings bleibt stets nebu­lös, was sie wirk­lich von­ein­an­der wol­len und wel­che Ziele sie ver­fol­gen. Während Gracie sich unbe­merkt in Widersprüche ver­strickt, ver­sucht sich Elisabeth in Manipulationen und Grenzüberschreitungen. Und viel­leicht war­tet der Mittdreißiger Joe auch nur dar­auf, ein neu­es Leben zu begin­nen, wenn die Kinder end­lich aus dem Haus sind.
    „… die Geschichte einer ver­bo­te­nen Liebe als intri­gan­tes Verwirrspiel mit Humor und ver­füh­re­ri­schen Fallstricken. … Dass sich Todd Haynes der Verfilmung die­ser ver­bo­te­nen Liebesgeschichte ange­nom­men hat, klingt zunächst nicht unge­wöhn­lich. Filme wie Far From Heaven und Carol haben gezeigt, mit wie­viel Kunstfertigkeit und Leidenschaft der Regisseur in sei­nen Melodramen immer wie­der die Trugbilder des ame­ri­ka­ni­schen Traums plat­zen lässt.“ Pamela Jahn | RAY Magazin

    Credits:

    US 2023, 113 Min., engl. OmU
    Regie: Todd Haynes
    Kamera: Christopher Blauvelt
    Schnitt: Affonso Gonçalves
    mit Natalie Portman, Julianne Moore, Charles Melton, Piper Curda, Elizabeth Yu, Gabriel Chung

    Trailer:
    MAY DECEMBER – Trailer OmU German | Deutsch
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  • Alle die Du bist

    Alle die Du bist

    Ein Film von Michael Fetter Nathansky. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nadine (Aenne Schwarz) weiß was los ist: Kollegen haben sie geru­fen, da ihr Mann Paul (Carlo Ljubek) ein­mal mehr eine Panikattacke bekom­men hat und sich in der Fabrik ver­schanzt hat. Trotz der Warnungen der Kollegen geht Nadine zu ihm – und steht vor einem Rind! Liebevoll umarmt sie es und hat kurz dar­auf ein Kind im Arm. Beide Variationen von Paul, bzw. Versionen von Paul, so wie Nadine sie wahrnimmt.

    Doch inzwi­schen sieht sie Paul meist ein­fach „nur“ als Paul, ein Mann um die 30, so wie Nadine. Nach den omi­nö­sen sie­ben Jahren Beziehung hat sich bei dem Paar längst Routine ein­ge­stellt, zwei Kinder sind da, Leben und Arbeit gehen ihren all­zu gewohn­ten Gang. Dazu kommt, dass es in der Fabrik Probleme gibt, die Arbeitsplätze unsi­cher sind, Gehaltskürzungen nicht mehr rei­chen, Entlassungen dro­hen. Mit zuneh­men­der Verzweiflung, vor allem aber Traurigkeit, ver­sucht Nadine das Gefühl wie­der­auf­le­ben zu las­sen, wegen dem sie sich einst in Paul verliebte.

    Nicht nur als Rind und Kind, auch als älte­re Frau sieht man Paul bis­wei­len, aber nicht zu oft. Es genügt, dass Michael Fetter Nathansky die­se Idee zu Beginn andeu­tet, um zu ver­ste­hen wor­um es geht: Um den sub­jek­ti­ven Blick auf ande­re Menschen, der oft eine ande­re Dimension offen­bart, als sie ein Unbeteiligter, emo­tio­nal nicht invol­vier­ter haben wür­de. Man kennt die­ses Konzept etwa aus dem Film „Schwer ver­liebt“ von den Farrelly-Brüdern, in denen ein Mann nur die inne­re Schönheit von Frauen wahr­nahm, wäh­rend sie Äußerlich nicht den kon­ven­tio­nel­len Schönheitsidealen ent­spra­chen. Auch Birgit Möller spiel­te letz­tes Jahr in „Franky Five Star“ mit der Darstellung unter­schied­li­cher Persönlichkeiten, die unter­schied­li­che Aspekte ihrer Hauptfigur repräsentierten.

    So ein extre­mes Konzept funk­tio­niert dann am bes­ten, wenn es nicht Selbstzweck ist, son­dern nur Mittel, um einen Einblick in die Emotionen der Figuren zu bekom­men. Und das ist bei Michael Fetter Nathanskys „Alle die du bist“ der Fall, erst der zwei­te Film, den der 31jährige Regisseur gedreht hat. Und wie schon in sei­nem Debüt „Sag du es mir“, in dem er eine Geschichte aus drei ver­schie­de­nen Perspektiven erzähl­te, spielt Fetter Nathansky auch hier mit Erzählformen, die aber stets im Dienst der Figuren stehen.

    Immer wie­der schnei­det er zwi­schen der Gegenwart, in der die Beziehung zwi­schen Nadine und Paul an ihr Ende gekom­men zu sein scheint und der Vergangenheit, als das Paar sich ken­nen­lern­te, hin und her, mar­kiert durch einen leich­ten Wechsel des Bildformates. Der Beginn und das mög­li­che Ende der Beziehung ste­hen also neben­ein­an­der, der sich ver­än­dern­de Blick, mit dem Nadine Paul betrach­tet, wird so unmit­tel­bar deut­lich. Und ganz neben­bei wird in „Alle die du bist“ auch noch die Welt der Arbeiterklasse sicht­bar, wird eine Welt jen­seits der bür­ger­li­chen Existenz sicht­bar. Auch das ein Grund, war­um Michael Fetter Nathansky zu den inter­es­san­tes­ten jun­gen deut­schen Regisseuren zählt, die sich trau­en, inhalt­lich und sti­lis­tisch neue, unge­wöhn­li­che Wege zu gehen.

    Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE/ES 2024, 108 Min., Deutsch mit eng­li­schen UT
    Regie: Michael Fetter Nathansky
    Kamera: Jan Mayntz
    Schnitt: Andrea Mertens
    mit Aenne Schwarz, Carlo Ljubek, Youness Aabbaz, Sara Fazilat, Naila Schuberth

    Trailer:
    ALLE DIE DU BIST (Trailer)
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  • Showing up

    Showing up

    Ein Film von Kelly Reichardt.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der aktu­el­le Film von Kelly Reichardt kommt nun end­lich ins fsk!

    Filme über Künstler*innen befas­sen sich nur sel­ten mit dem, was die­se in ihrem Alltag tun – oder pro­kras­ti­nie­rend nicht tun. Gerade des­halb ist Kelly Reichardts SHOWING UP eine sol­che Offenbarung – und als Wende im Schaffen die­ser Autorin und Regisseurin ein aus­ge­spro­che­nes Vergnügen. Ein Hauch von Humor fin­det sich oft in Reichardts Filmen, aber die­ser hier ist durch und durch eine Komödie – wenn auch cha­rak­te­ris­ti­scher­wei­se eine phi­losophische, ent­spann­te, melan­cho­li­sche. In Portland, Oregon – einer Bastion der US-Gegenkultur –, berei­tet die Bildhauerin Lizzy ihre Soloausstellung vor. Dabei lässt sie sich von den Widrigkeiten des Lebens ablen­ken: von ihrem psy­chisch kran­ken Bruder, ihrem schrul­li­gen Vater, einer ego­is­tisch-nach­läs­si­gen Vermieterin und Künstlerkollegin sowie einer ver­letz­ten Taube. In der Rolle der wort­kar­gen Lizzy zeigt Reichardts Stammschauspielerin Michelle Williams eine ganz neue komi­sche Seite ihres Talents.“ (Jonathan Romney)

    In ihrer bereits vier­ten Zusammenarbeit gelingt Reichardt und ihrer wun­der­ba­ren Hauptdarstellerin Michelle Williams das bemer­kens­wert detail­lier­te Porträt einer Künstlerin im künstlerverliebten Portland. Mit bezau­bern­der Leichtigkeit erle­ben wir die Bildhauerin Lizzy in den letz­ten Wochen vor ihrer gro­ßen Galerieausstellung, der noch jede Menge Feinschliff fehlt. Das Chaos des Alltags, die Anforderungen des Brotjobs und die Nöte des Umfelds machen es nicht gera­de leich­ter … Es ist vor allem der lei­se Humor, abseits gängiger Künstler:innen-Klischees oder sati­ri­scher Überzeichnung, der SHOWING UP zum so amüsanten wie gro­ßen Kino macht. (Nada Torucar)

    Credits:

    US 2022 | 108 Min., engl. OmU
    Regie & Schnitt: Kelly Reichardt
    Kamera: Christopher Blauvelt
    mit: Michelle Williams, Hong Chau, Judd Hirsch, André Benjamin, Heather Lawless, Amanda Plummer

    Trailer:
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  • Das leere Grab

    Das leere Grab

    Ein Film von Agnes Lisa Wegner & Cece Mlay.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Songea, Tansania. John Mbano ist fest ent­schlos­sen, die Gebeine sei­nes Urgroßvaters Songea Mbano zu fin­den, der von der deut­schen Kolonialarmee ermor­det wur­de. Seine Familie hat über Generationen hin­weg an einem geplün­der­ten Grab getrau­ert, denn Songea Mbanos Schädel wur­de damals zu ras­sis­ti­schen Forschungszwecken nach Deutschland gebracht. John und sei­ne Frau tre­ten eine Reise an, die ihr Leben ver­än­dert. Mit gro­ßer Zielstrebigkeit begin­nen sie ihre Nachforschungen und fah­ren schließ­lich nach Berlin, um dort nach den Knochen ihres Vorfahren zu suchen. Hier begeg­nen sie einer Gruppe von Aktivist*innen, die dafür kämp­fen, Leugnung und Versäumnisse in der Aufarbeitung der deut­schen Kolonialgeschichte sicht­bar zu machen.

    Unser Film … gibt dem Publikum die Möglichkeit, etwas zu erfah­ren, was viel zu lan­ge unter den Teppich gekehrt wur­de. Und er stellt ent­schei­den­de Fragen: Wie lebt eine Familie, eine Community mit einem inter­ge­ne­ra­tio­nel­len Trauma? Wer ist ver­ant­wort­lich für die tat­säch­li­che Restitution der Ahnen? Welche Rolle spie­len Familien und Communities in die­sem Prozess? Wer hat die Geduld, die Beharrlichkeit, nach den jewei­li­gen Vorfahren zu suchen, und wie wird das finan­ziert? Und wor­auf alles hin­aus­läuft: Wie wol­len wir mit­ein­an­der leben?” Agnes Lisa Wegner & Cece Mlay

    Filmgespräch am 27.5. mit dem Aktivisten und Protagonisten Konradin Kunze

    Credits:

    DE/TZ 2023, 97 Min., Suaheli, Deutsch und Englisch OmU
    Regie: Agnes Lisa Wegner, Cece Mlay
    Kamera: Marcus Winterbauer
    Schnitt: Donni Schoenemond

    Trailer:
    DAS LEERE GRAB Trailer [HD]
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  • Ein Traum von Revolution

    Ein Traum von Revolution

    Ein Film von Petra Hoffmann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor 45 Jahren, mit dem Sieg der Revolution in Nicaragua, beginnt eine Ära der Hoffnung. Eine jun­ge Generation über­nimmt die Regierung mit dem ehr­gei­zi­gen Ziel, eine gerech­te­re und sozia­le­re Gesellschaft aufzubauen.

    Allein aus Westdeutschland rei­sen in den 80er Jahren 15.000 „BrigadistInnen“ zum Wiederaufbau des aus­ge­blu­te­ten Landes nach Nicaragua: Liberale, Grüne, GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen, Linke und Kirchenvertreter ern­ten Kaffee und Baumwolle, bau­en Schulen, Kindergärten und Krankenstationen. Keine Bewegung hat so vie­le Menschen mobi­li­siert. Auch die Regisseurin Petra Hoffmann ist mit dabei. 45 Jahre nach dem Sieg der Revolution fragt sie nach, was aus den Wünschen und Träumen der RevolutionärInnen und ihrer UnterstützerInnen gewor­den ist.

    Credits:

    DE 2024, 95 Min., spa­ni­sche OmeU
    Regie & Schnitt: Petra Hoffmann
    Kamera: Börres Weiffenbach, Patrick Waldmann
    Schnitt: Rafael Maier, BFS

    Trailer:
    Ein Traum von Revolution (Teaser HD)
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  • Robot Dreams

    Robot Dreams

    Ein Film von Pablo Berger.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dog ist ein­sam. Nach den all­abend­li­chen Cheese-Maccharoni sitzt er allein vor dem Fernseher und switcht sich durch die Kanäle, nur die neu­gie­ri­gen Tauben schau­en von außen herein.

    Doch plötz­lich gibt ein Reklame-Spot Hoffnung. Ein Roboter-Freund als do-it-yours­elf-Bausatz wird Freude und Spaß in Dog’s Leben brin­gen. Wir befin­den uns im som­mer­li­chen New York der 80er, und in den Straßen und Parks tobt das Leben, in das Dog und Robot fort­an ein­tau­chen. Rollschuhfahren, Breakdance, auch Punk-Posen lernt Robot schnell, und Dog ist an sei­ner Seite ein durch und durch glück­li­cher Hund. Aber der Ausflug nach Coney Island mit aus­gie­bi­gem Badespaß bekommt dem Blech-Kumpanen nicht, er ros­tet rapi­de. Um ihm zu hel­fen, muss Dog ihn allei­ne los, und kann nicht zurück. Eine sehn­suchts­vol­le lan­ge und trau­ri­ge Zeit für die bei­den Freunde beginnt – kön­nen sie wie­der zusam­men­kom­men, wer­den sie sich wiederfinden?

    … allein auf­grund des Cartoon-Looks mit sei­nen knal­li­gen Farben, kla­ren Formen, detail­lier­ten Hintergründen und rund­um gelun­ge­nen Figurendesigns kommt man nicht drum­her­um, sich in die­sen Film zu ver­lie­ben. Robot Dreams ist ein klei­ner, aber sehr fei­ner Zeichentrickstreifen mit tol­lem Stil, gro­ßem Mut zum stil­len Erzählen und dem Herz am rech­ten Fleck.“ Christian Neffe | kino-zeit

    Die schein­bar sim­pel daher­kom­men­den Zeichnungen kön­nen dazu ver­lei­ten, ROBOT DREAMS als Kinderfilm ein­zu­schät­zen. Doch all‘ die aus­ge­ar­bei­te­ten Details, die Filmzitate, das dra­ma­ti­sche Potenzial und die Handarbeit – die 150.000 ein­zel­nen Bilder wur­de von 60 Leuten in über x Jahren lie­be­voll ein­zeln gezeich­net, begeis­tert auch alle Ü10. Man braucht also kein Alibikind, um zu kom­men. Viele Herzen hat der dia­log­lo­se Film schon erwär­men kön­nen. Ausgestattet mit dem Grand Prix beim Animationsfestival in Annecy bekam er den gro­ßen GOYA, den Europäischen Filmpreis und wur­de OSCAR-nominiert.

    Mit sei­ner lie­be­voll ent­wor­fe­nen, bis ins kleins­te Detail ein­falls­reich ange­räum­ten, gemal­ten Welt stellt Robot Dreams ein glän­zen­des Exempel jener hohen Kunst dar, aus dem frei flot­tie­ren­den Garn der Fantasie Gedanken und Gefühle wie Gold zu spin­nen.“ epd-Film | Alexandra Seitz

    Nach der Graphic Novel „Robo und Hund“ von Sara Varon.

    Credits:

    ES/FR 2023 | 102 Min., ohne Dialog
    Regie: Pablo Berger
    Schnitt: Fernando Franco

    Trailer:
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  • Die Vision der Claudia Andujar

    Die Vision der Claudia Andujar

    Ein Film von Heidi Specogna. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Claudia Andujar hat­te sich als Fotoreporterin in New York schon einen Namen gemacht, als sie 1960 begann, sich für die indi­ge­ne Bevölkerungsgruppen des bra­si­lia­ni­schen Amazonasgebiets zu inter­es­sie­ren. Die bedroh­te Lebenswelt der Yanomami nahm in Engagement und Arbeit der renom­mier­ten Fotografin ab da gro­ßen Raum ein. Nachdem sie zwei Jahre ohne Kontakt zur Außenwelt bei und mit ihnen gelebt hat­te und die Menschen ihr ver­trau­ten, begann sie ihre foto­gra­fi­sche Dokumentation. Die war mehr als Selbstzweck. Sie half, Gesundheitsakten für eine (über)lebenswichtige Impfung gegen von Weißen ein­ge­schlepp­te Krankheiten zu erstel­len. Die Bilder soll­ten auch zei­gen und auf­klä­ren, welch‘ unge­heu­res Unrecht dort im Namen des Profits und Fortschritts geschieht.

    Der Film mischt nicht nur geschickt die leben­di­gen Erzählungen der Protagonistin mit ihren Fotos und ihrer eige­nen, eben­falls trau­ma­ti­schen Geschichte, son­dern schlägt im letz­ten Teil auch noch die Brücke zur Gegenwart. Der Blick rich­tet sich auf die jun­ge Generation der Yanomami und ihren immer noch erfor­der­li­chen Kampf gegen die Zerstörung ihrer Heimat, gegen Folgen von Abholzung und die Vergiftung der Flüsse mit Quecksilber. Und sie führt ihn eben­falls mit bild­ge­ben­den Medien, mit Fotos und Filmen für die Öffentlichkeit.

    Der Film macht deut­lich, was Claudia Andujars Fotografien so bedeut­sam macht. Es ist nicht der eth­no­gra­fi­sche Blick auf das Fremde, son­dern die Perspektive einer Frau auf Menschen, die ihr selbst einen Sinn im Leben gege­ben haben. Ihre Fotos sind wert­schät­zend; sie urtei­len nicht.” Thomas Klein | Filmdienst

    Ein Großteil der Fotografien von Claudia Andujar ist im Museum of Contemporary Art Inhotim aus­ge­stellt. In den Hamburger Deichtorhallen sind ihre Werke bis zum 11. August zu sehen.

    Credits:

    DE/CH 2024, 88 Min., por­tu­gie­sisch, fran­zö­si­sche OmU
    Regie: Heidi Specogna
    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    Die Vision der Claudia Andujar [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 9. Mai im Kino
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  • Eureka

    Eureka

    Ein Film von Lisandro Alonso. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lisandro Alsonsos Film EUREKA ist ein mal bedrü­cken­des, mal berü­cken­des Werk in drei Teilen, lose ver­bun­den durch die Themen der Landnahme und der Dezimierung indi­ge­ner Lebensräume. Der ers­te Teil spielt in Mexiko, im spä­ten 19. Jahrhundert. Der Revolverheld Murphy (Viggo Mortensen) ist auf der Suche nach sei­ner Tochter. Doch gibt sich EUREKA kei­ner Heldenreise hin, son­dern nutzt sie bloß als Bewegungsrichtung durch einen nichts­sa­gen­den Ort, getränkt in Alkoholismus und bei­läu­fi­ge Morde. Sobald der Film in der Konfrontation von Murphy mit sei­ner Tochter ins Melodramatische abdrif­tet, schal­tet Lisandro um: in das Pine Ridge-Reservat in South Dakota im Jahre 2019, wo sich die Polizistin Alaina (Alaina Clifford) auf ihre Schicht vor­be­rei­tet. Der ers­te Teil läuft dabei noch im Fernsehen im Hintergrund, und mit ihm die Ideologie des wil­den Westens mit sei­nen wei­ßen Heroen. Während Alainas zuneh­mend erschöp­fen­der nächt­li­cher Schicht sehen wir die Auswirkungen die­ser Ideologie, näm­lich die Verdrängung und Prekarisierung der über­le­ben­den indi­ge­nen Bevölkerung in von Drogen und Verwahrlosung geplag­te Reservate. Der drit­te Teil reist nach Brasilien ins Jahr 1975, zur Zeit der Ölkrise und des Goldrauschs, der die bis heu­te anhal­ten­de Vertreibung und Ermordung indi­ge­ner Menschen im Amazonasgebiet zur Folge hat­te.
    Um nar­ra­ti­ve Konventionen küm­mert sich Lisandro Alonso wenig. Wer sich jedoch auf sei­nen asso­zia­ti­ven Erzählstil ein­lässt, wird mit einem Film belohnt, der neben Elend auch viel Schönheit fin­det. Gerade im drit­ten Teil wei­tet sich der Blick, die mensch­li­chen Akteur*innen ste­hen nicht mehr im Fokus, son­dern wer­den ein­ge­bet­tet in eine spru­deln­de, sin­gen­de, rau­schen­de Umwelt. Hier ent­ste­hen Momente des Einklangs, der Utopie, auch wenn sie dem Zyklus aus Gier und Gewalt nicht lan­ge standhalten.

    Yorick Berta | indiekino

    Credits:

    AR/DE/FR/MX/PT 2023, 146 Min., cha­ti­no, eng­lisch, lako­ta, por­tu­gie­sisch OmU
    Regie: Lisandro Alonso
    Kamera: Timo Salminen, Mauro Herce
    Schnitt: Gonzalo Del Val

    Mit: Alaina Clifford, Sadie Lapointe, Viggo Mortensen, Chiara Mastroianni, Adanilo Costa, Rafi Pitts,

    Trailer:
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  • Vom Ende eines Zeitalters …

    Vom Ende eines Zeitalters …

    Ein Film von Christoph Hübner und Gabriele Voss.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Was war? Was bleibt? Was kommt?

    Alle reden vom Klimawandel. Und dass sich etwas ändern muss. Im Ruhrgebiet geht das Zeitalter der Kohle zu Ende. Schon lan­ge und lang­sam, als letz­te Zeche schließt die Zeche Prosper/Haniel in Bottrop.

    Die Geschichte des Ruhrgebiets ist seit 150 Jahren eine Migrationsgeschichte, in deren Kern immer die Frage stand, wie kön­nen wir zusam­men­ar­bei­ten und leben. Die all­täg­li­che Beantwortung die­ser Frage stif­te­te den Menschen damals ihre Identität. Heute fehlt der gemein­sa­me Arbeitgeber.

    Sind die Bewohner*innen des Ruhrgebiets auf der Suche nach einer neu­en Identität? Helfen die Industriedenkmäler und Museumsstücke, die auf den ehe­ma­li­gen Abraumhalten aus­ge­stellt wer­den? Die weit­hin leuch­ten­den Kulturfestivals?

    Während man in den 60er Jahren in den Zechen-Siedlungen noch stolz gesagt hat: Wir hel­fen uns selbst und haben durch Vereine und Brauchtum die Möglichkeit gemein­sam zu gestal­ten, war­tet man heu­te auf die Politik, oder wen­det sich ent­täuscht ab, weil zu wenig geschieht.

    Die Filmschaffenden Christoph Hübner und Gabriele Voss haben über 40 Jahre die Veränderungen im Ruhrgebiet beob­ach­tet und die­je­ni­gen beglei­tet, deren Leben und Arbeit davon geprägt war. Ein Spagat zwi­schen all­ge­mei­ner Entwicklung und Einzelschicksalen von Menschen. Dabei wird deut­lich: Strukturwandel bedeu­tet nicht nur, dass Zechen schlie­ßen und Landschaften rekul­ti­viert wer­den müs­sen. Auch der sozia­le Zusammenhalt der Menschen muss sich neu defi­nie­ren. Ein Filmprojekt, das aus der Zeit fällt – und doch von ihr erzählt. Ein Film, in dem das Ende noch nicht zu Ende ist und die Zukunft schon begon­nen hat.

    Credits:

    DE 2023, 155 Min., Deutsch
    Regie: Christoph Hübner und Gabriele Voss
    Kamera: Christoph Hübner
    Schnitt: Gabriele Voss

    Trailer:
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  • Achtung Berlin 2024

    Achtung Berlin 2024

    Das Filmfestival Achtung Berlin!, bei dem wir mitt­ler­wei­le zum fünf­ten Mal Spielort sind, prä­sen­tiert zwar Produktionen aus Berlin und Brandenburg, ist aber nicht an den Ort gebunden.

    Nach allen Filmvorstellungen folgt ein Q&A mit dem Filmteam.
    Das Programm im fsk:

    Sonntag, 14.4.

    16:00 Alleine Tanzen, Biene Pilavci, Dokfilm, 98 Min. (Jubiläumsretrospektive)
    [Tickets]

    Alleine Tanzen

    Liebes Tagebuch, mir schmerzt mein Herz. Ich will, dass es auf­hört zu schla­gen.“ Tagebucheinträge und VHS-Aufnahmen, einst stum­me Zeugen der Gewalt, ergrei­fen heu­te das Wort und tra­gen zu einem Familienkaleidoskop bei, in dem die Sehnsucht nach einer ganz nor­ma­len Familie schmerz­haft deut­lich wird, als wir zu einer Hochzeit in Griechenland flie­gen. Die sehr muti­ge, per­sön­li­che und auf­wüh­len­de Auseinandersetzung mit der eige­nen Familie gewann den Preis “Bester Dokumentarfilm”.

    Regie, Buch Biene Pilavci Konzeptberatung Valeska Kölbl Kamera Armin Dierolf Schnitt Biene Pilavci Ton Manja Ebert, Magnus Pflüger Produzent:in Max Milhahn, Heike Kunze Produktion Film- und Medienproduktion GmbH, DFFB

    18:30 Landshaft, Daniel Kötter, Dokfilm, 97 Min. (Berlin Spezial)
    [Tickets]

    Landshaft

    Der Konflikt zwi­schen Armenien und Aserbaidschan um die Kontrolle über Karabach köchelt lei­se wei­ter. Vom Sewansee bis zur Goldmine von Sotk, die seit dem Blitzkrieg von 2020 von Aserbaidschan besetzt ist, ent­wirft der Film die Psychogeographie einer geo­po­li­tisch auf­ge­la­de­nen Landschaft sowie ihrer Einwohner:innen zwi­schen Extraktivismus, Krieg und Vertreibung. In Form einer Reise im Osten Armeniens folgt der Film mensch­li­chen und nicht-mensch­li­chen Akteuren auf ihrem Weg und gibt den­je­ni­gen eine Stimme, die mit Sorge beob­ach­ten, wie sich die Mächtigen hin­ter Krieg und Goldabbau auf ihre Kosten zerfleischen.

    Regie, Buch, Kamera, Schnitt Daniel Kötter Ton Armen Papyan, Hayk Galstyan Musik Sarer Kaghechem, Gusam Sheram Grafikdesign Edik Boghosian Producer Nune Hovhannisyan in Zusammenarbeit mit Sona Karapoghosyan, Nune Hovhannisyan, Eviya Hovhannisyan, Armen Papyan Koproduzentin Jana Cisar Produzent Daniel Kötter

    20:45 La Empresa, André Siegers, Dokfilm, 94 Min. (Wettbewerb D.)
    [Tickets]

    La Empresa


    Ein deut­sches Filmteam begibt sich in das mexi­ka­ni­sche Dorf El Alberto. Die soge­nann­te Caminata Nocturna hat den klei­nen Ort berühmt gemacht. Eine Touristenattraktion, die auf den Erfahrungen der Dorfbewohner:innen beruht und den ille­ga­len Grenzübertritt in die Vereinigten Staaten nach­stellt. Was als loka­le Performance begann, ist inzwi­schen zu einer der Haupteinnahmequellen des Dorfes gewor­den. Während um das Filmteam her­um der Ort unbe­irrt sei­nen Geschäften nach­geht, Rechte am eige­nen Bild ver­tei­digt, im ein­träg­li­chen Tauschhandel Grenzpatrouillen, Gefahren und Reenactments lie­fert, ent­wi­ckelt sich der Aufenthalt des Filmteams zu einer unge­woll­ten Erkundung der Möglichkeiten und Grenzen fil­mi­scher Repräsentation.

    Uraufführung 52. International Film Festival Rotterdam

    Regie, Buch André Siegers Co-Autor Philipp Diettrich mit Ernesto Oliva, Miguel Barrera, Antonio Barrera, Yvonne Bernal, Eugenio Garcia Cruz, Francisca Garcia Cruz, Leticia Garcia Flores Kamera Philipp Diettrich Schnitt Simon Quack (BFS), André Siegers Ton Bernhard Hetzenauer Produzent:in Karsten Krause, Frank Scheuffele, Julia Cöllen Produktion Fünferfilm Koproduktion UVO Gruppe, Mischief Films

    Montag, 15.4.

    18:30 Exile never ends, Bahar Bektaş Dokfilm, 99 Min. (Wettbewerb D., Berlin-Premiere)
    [Tickets]

    Exile never ends

    Bahars Bruder Taner sitzt in Deutschland im Gefängnis und steht kurz vor der Abschiebung in die Türkei. Bahar nutzt die Zeit des Wartens und rich­tet die Kamera auf ihre Familienangehörigen: Politische Verfolgung der ale­vi­tisch-kur­di­schen Familie in der Türkei, die Flucht nach Europa 1989, ras­sis­ti­sche Übergriffe, Depressionen und Überforderung der Eltern – all das traf die Kinder, die damit unter­schied­lich umge­hen. Die Ungewissheit über Taners Schicksal in der Türkei ist nur ein Teil der Lebenserfahrung als Familie im Exil. Die Verzerrung von Vergangenheit und Gegenwart sowie unter­schied­li­cher Geografien kon­fron­tiert die Zuschauenden mit dem Verlust von Orientierung in Zeit und Raum.

    Uraufführung 45. Filmfestival Max Ophüls Preis

    Regie, Buch Bahar Bektaş Co-Autor Arash Asadi, Tobias Carlsberg Kamera Meret Madörin, Antonia Kilian Schnitt Arash Asadi Ton Lara Milena Brose Musik Ahmet Aslan Producerin Bettina Morlock Redaktion Sara Günter (ZDF) Produzentin Antonia Kilian Produktion Pink Shadow Films Koproduktion ZDF – Das klei­ne Fernsehspiel

    20:45 Und dass man ohne Täuschung zu leben ver­mag, Katharin Lüdin, Spielfilm, 109 Min. (Wettbewerb S., Berlin-Premiere)
    [Tickets]

    Und dass man ohne Täuschung zu leben mag,

    Sommerliche Hitze in einer Vorstadt. Fünf Menschen tas­ten sich vor­sich­tig durch ihre kon­flikt­rei­chen Beziehungen: Schauspielerin Merit probt zusam­men mit ihrem Ex-Mann David an einem Theaterstück. Die Beziehung zwi­schen Merit und ihrer Lebensgefährtin Eva bewegt sich der­weil in einem Zustand zwi­schen schwe­len­der Krise und Leerlauf. Lion muss Rose zie­hen las­sen, David ver­sucht sich zu lösen. Sie spre­chen, aber ihre Worte tref­fen sich nicht. Sie spie­len Theater, auf der Bühne und pro­ben ihr Leben. Ängste vor der Zukunft und Spuren von Gewalt durch­set­zen ihre Gegenwart. Wie mit­ein­an­der sein, wenn Bedingungslosigkeit zu brö­ckeln beginnt? Auf ana­lo­gem 16-mm-Filmmaterial gedreht, erzählt der Film von den Wendungen und Windungen mensch­li­chen Miteinanders.

    Uraufführung 76. Locarno Film Festival
    Regie, Buch Katharina Lüdin Schauspiel Anna Bolk, Jenny Schily, Godehard Giese, Lorenz Hochhuth, Pauline Frierson, Wolfgang Michael, Unica-Rosa Blaue-Poppy Kamera Katharina Schelling Schnitt Katharina Lüdin Ton Stefan Bück Szenenbild Winnie Christiansen, Anne Storandt Kostümbild Jana Charlotte Tost Casting Ulrike Müller Koproduzent:in Katharina Lüdin, Ivan Madeo, Stefan Eichenberger, Urs Frey Produzent:in Jana Kreissl, Tobias Gaede Produktion Was bleibt Film Koproduktion Katharina Lüdin Filmproduktion, Contrast Film Zürich

    Dienstag, 16.4.

    18:30 Hausnummer Null, Lilith Kugler, 90 Min. (Wettbewerb D., Berlin-Premiere
    [Tickets]

    Hausnummer Null

    Umsorgt von der Nachbarschaft lebt Chris gemein­sam mit sei­nem Kumpel Alex an einer Berliner S‑Bahn Station. Heroinabhängigkeit bestimmt Alltag und Freundschaft. Auch wenn bei­de immer wie­der von einem „nor­ma­len“ bür­ger­li­chen Leben träu­men, schaf­fen sie es nicht, sich aus dem Teufelskreis zu befrei­en. Erst als Chris in der Notaufnahme nur knapp über­lebt, fasst er einen Entschluss: Er beginnt einen Entzug mit anschlie­ßen­dem Drogensubstitutionsprogramm. Mit einem Einzelzimmer im betreu­ten Wohnheim in Aussicht, schöpft er neue Hoffnung. Nach sechs Jahren auf der Straße steht er den­noch vor nie da gewe­se­nen Herausforderungen. Er will zurück in die Gesellschaft.

    Uraufführung 45. Filmfestival Max Ophüls Preis

    Regie, Buch Lilith Kugler mit Chris, Alex Kamera Stephan M. Vogt Schnitt David Mardones Ton Tobias Adam Musik Valeriia Khazan Producer Jonatan Geller-Hartung Redaktion Sara Günter (ZDF) Produzent:in Bettina Morlock, Rouven Rech, Teresa Renn Produktion Now Films, Torero Film Koproduktion ZDF – Das klei­ne Fernsehspiel

    20:45 Good News, Hannes Schilling, Spielfilm, 75 Min. (Wettbewerb S., Berlin-Premiere)[Tickets]

    Good News

    Leo, Journalist aus Überzeugung, lässt sein Leben in Deutschland hin­ter sich, um im Süden Thailands über eine gehei­me Rebellengruppe zu berich­ten. Zwischen den Recherchen ver­bringt er dort Zeit mit Mawar, der wie­der­um von einer bes­se­ren Zukunft in Deutschland träumt. Leo hilft Marwar bei den Vorbereitungen. Doch bald stellt er fest, dass ihn die Zeit, die er in Marwars Familie ver­bringt, zu schmerz­lich an sein eige­nes Leben in Berlin erin­nert. Um schnel­ler zurück­rei­sen zu kön­nen, ver­fasst Leo den ver­spro­che­nen Artikel, ohne jedoch in Kontakt mit den Rebellen gewe­sen zu sein. Nach und nach kata­pul­tiert er sich – zwi­schen Familie, Beruf und Freundschaft – in eine mora­li­sche Abwärtsspirale.

    Uraufführung 45. Filmfestival Max Ophüls Preis

    Regie Hannes Schilling Buch Ghiath Al Mhitawi, Hannes Schilling Schauspiel Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann Kamera Falco Seliger Schnitt Marie Fontanel, Paul Gröbel Ton Alexander Wolf Szenenbild Pisuthpak Sukwisit Musik Lena Radivoj Produzent Jost Hering Produktion Jost Hering Filme

    Mittwoch, 17.4.

    18:30 For the time being, Nele Dehnenkamp, D 2023, Dokfilm, 90 Min.(Wettbewerb D., Berlin-Premiere)
    [Tickets]

    For the time being

    Jermaine ver­büßt eine 22-jäh­ri­ge Haftstrafe im berüch­tig­ten Sing Sing-Gefängnis in der Nähe von New York. Er behaup­tet, zu Unrecht wegen Mordes ver­ur­teilt wor­den zu sein. Michelle, die ihren Jugendfreund im ste­ri­len Besuchsraum eines Hochsicherheitsgefängnisses gehei­ra­tet hat, hofft, mit ihm in Freiheit leben zu kön­nen. Unermüdlich kämpft sie dafür, sei­ne Unschuld zu bewei­sen, wäh­rend sie sich gleich­zei­tig als allein­er­zie­hen­de Mutter um ihre jugend­li­chen Kinder küm­mert. In einer zer­mür­ben­den Routine aus Telefonaten, Briefeschreiben und Besuchen in der Haftanstalt, träumt sie von einem idyl­li­schen Familienleben außer­halb der Gefängnismauern.

    Uraufführung 66. DOK Leipzig

    Regie, Buch Nele Dehnenkamp mit Michelle Bastien-Archer, Jermaine Archer, Paul Scott, Kaylea Scott Kamera, Schnitt Nele Dehnenkamp Ton Nele Dehnenkamp, Stefan Zierock Musik Martin Kohlstedt Produzentin Nele Dehnenkamp, Christine Duttlinger Produktion Filmakademie Baden-Württemberg Verleih Across Nations

    20:45 Ellbogen Aslı Özarslan, Spielfilm (Berlin Spotlights)
    [Tickets]

    Ellbogen

    Ellbogen erzählt die Geschichte einer jun­gen Frau, die aus der Gesellschaft ver­drängt wird und die Weichen ihres Lebens neu stel­len muss. Man will mit ihr durch die Nacht ren­nen, man will wis­sen, wie es mit ihr und mit uns allen weitergeht.

    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Deutsch Türkisch OmU, Regie: Aslı Özarslan, Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas, Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea, mit Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç