Autor: fsk

  • Letzte Tage in Havanna

    Letzte Tage in Havanna

    Ein Film von Fernando Pérez.

    Diego und Miguel, bei­de Mitte vier­zig, leben in einer her­un­ter­ge­kom­me­nen Wohnung mit­ten in Havanna, ohne flie­ßend Wasser und jeg­li­chen Komfort. Miguel ver­dient sein Geld als Tellerwäscher in einem pri­vat geführ­ten Restaurant und küm­mert sich, gemein­sam mit Nachbarn und Familie, um Diego, den sei­ne HIV-Infektion ans Bett fes­selt. Diego ver­sucht, sich sei­ne Lebensfreude zu erhal­ten, wäh­rend Miguel sich immer mehr ver­schließt. Nur die bei­den ken­nen Miguels Geheimnis: Er plant, in die USA aus­zu­wan­dern und war­tet auf sein Visum. Diegos Zustand ver­schlech­tert sich, er muss ins Krankenhaus und über­lässt sei­ner Nichte Yusi das Zimmer. Als Miguels Visum end­lich ein­trifft, ste­hen nicht nur für ihn über­ra­schen­de Entscheidungen an. Anhand des Lebens in einem Mietshaus prä­sen­tiert der Autor, Dokumentarfilmer und Regisseur Fernando Pérez nach eige­nem Drehbuch ein schil­lern­des Kaleidoskop der Gefühle. Die in ruhi­gen Einstellungen erzähl­te Geschichte einer unge­wöhn­li­chen Freundschaft ist auch ein Blick auf eine Kultur im Umbruch, die stän­di­ge Flexibilität und unglaub­li­chen Optimismus for­dert. Eine Liebeserklärung an die kuba­ni­sche Hauptstadt und ihre Bewohner.


     
    Credits:
    Últimos días en la Habana
    Kuba / Spanien 2016, 93 Min., span. OmU
    Regie: [wikilink]Fernando Pérez[/wikilink]
    Buch: Fernando Pérez, Abel Rodríguez
    Kamera: Raúl Pérez Ureta
    Schnitt: Rodolfo Barros
    mit:
    Jorge Martínez (Diego)
    Patricio Wood (Miguel)
    Gabriela Ramos (Yusi)
    Cristian Jesús Pérez (P4)
    Coralia Veloz (Clara)
    Carmen Solar (Fefa)
    Yailene Sierra (Miriam)
    Ana Gloria Buduén (Polizistin)
     
    Terline:

     
    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/54892/mp4_t821-8BR1QleXg.mp4A film by Fernando Pérez. In spa­nish with ger­man subtitles.

    Diego and Miguel are both in their mid-for­ties. They are living in a dila­pi­da­ted apart­ment in cen­tral Havana wit­hout run­ning water or any modern amen­i­ties. Miguel ear­ns his money washing dis­hes in a pri­va­te­ly run restau­rant; he, his fami­ly and neigh­bours also care for Diego, who is bedrid­den on account of his HIV infec­tion. While Diego tri­es to main­tain his joie de viv­re, Miguel beco­mes incre­asing­ly with­drawn. Only the two of them know about Miguel’s secret: he is plan­ning to emi­gra­te to the USA and is just wai­ting for his visa. When Diego’s con­di­ti­on dete­rio­ra­tes he is forced to go into hos­pi­tal and lea­ves his room to his nie­ce Yusi. When Miguel’s visa final­ly arri­ves it’s time for some sur­pri­sing decis­i­ons – and not just for him. Writer, docu­men­ta­ry film­ma­ker and direc­tor Fernando Pérez has based his screen­play on the lives of the inha­bi­tants of a tene­ment buil­ding. The resul­ting film pres­ents a vibrant kalei­do­scope of emo­ti­ons. Unfolding in tran­quil images, this sto­ry of an unu­su­al fri­end­ship also pro­vi­des an insight into a cul­tu­re in tran­si­ti­on that requi­res con­stant fle­xi­bi­li­ty and incre­di­ble opti­mism. A decla­ra­ti­on of love to the Cuban capi­tal and its inhabitants.


     
    Credits:
    Últimos días en la Habana
    Kuba / Spanien 2016, 93 Min., span. OmU
    Regie: [wikilink]Fernando Pérez[/wikilink]
    Buch: Fernando Pérez, Abel Rodríguez
    Kamera: Raúl Pérez Ureta
    Schnitt: Rodolfo Barros
    mit:
    Jorge Martínez (Diego)
    Patricio Wood (Miguel)
    Gabriela Ramos (Yusi)
    Cristian Jesús Pérez (P4)
    Coralia Veloz (Clara)
    Carmen Solar (Fefa)
    Yailene Sierra (Miriam)
    Ana Gloria Buduén (Polizistin)
     
    Termine:

     

  • Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

    Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

    Ein Film von Martin McDonagh.

    Am Ortseingang von Ebbing ste­hen jene drei mäch­ti­gen und mäch­tig her­un­ter­ge­kom­me­nen Reklametafeln, die Mildred Hayes auf die Idee brin­gen: Warum nicht auf eben die­sen Tafeln eine rie­si­ge öffent­li­che Anklage an die Polizei des Ortes for­mu­lie­ren, die Monate nach dem gewalt­sa­men Tod ihrer Tochter noch immer kei­nen Schritt wei­ter ist? Die kur­zen Wortfolgen, die schon bald auf den Tafeln pran­gen, las­sen eine Welle der Abwehr, Aggression und Gewalt los­bre­chen, die Bevölkerung und Polizei des Städchens zwingt, Position zu bezie­hen. Geniales Drehbuch, bese­li­gend scharf­sin­ni­ge Dialoge, zugleich Körperkino at its best. Und eine Liebeserklärung an die eine, die ein­zig­ar­ti­ge Frances McDormand. (Viennale)

    Wie kommt die Wut in die Welt? Bei der Souvenir-Verkäuferin Mildred Hayes rührt sie aus dem Schmerz, ihre Tochter wur­de ver­ge­wal­tigt und ermor­det, die Polizei küm­mert sich nicht. Also mie­tet sie die Plakatwände am Ortsausgang, klagt den Polizei-Chief Willoughby (Woody Harrelson) in gro­ßen Lettern der Untätigkeit an und mischt die Kleinstadt auf. Frances McDormand ver­kör­pert die­se furio­se Mutter in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“: end­lich wie­der eine Hauptrolle für die oscar­prä­mier­te Heldin von „Fargo“, end­lich wie­der ihr kon­ster­nier­tes Gesicht, ihr bezwin­gen­der Blick, ihre mini­ma­lis­tisch-bered­te Mimik, ihre Schlagfertigkeit.”
    Christiane Peitz | Tagesspiegel

    Credits:

    USA 2017, 112 Min., engl. OmU
    Regie & Buch: [wikilink]Martin McDonagh[/wikilink]
    Darsteller: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Lucas Hedges, Clarke Peters, Abbie Cornish, Peter Dinklage,

    Termine:

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    A film by Martin McDonagh. In eng­lish with ger­man subtitles.

    Mildred Hayes has lost her teenage daugh­ter who was raped and kil­led. Because the local she­riff does not put enough effort into the search for the kil­ler, Mildred is get­ting acti­ve by herself.(Viennale)


     
    Credits:
    USA 2017, 112 Min., engl. OmU
    Regie & Buch:[wikilink lang=„en”] Martin McDonagh [/wikilink]
    Darsteller: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Lucas Hedges, Clarke Peters, Abbie Cornish, Peter Dinklage,
     
    Termine:
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  • The Untamed

    The Untamed

    Ein Film von Amat Escalante. 

    In einer pro­vin­zi­el­len Kleinstadt in der Tiefebene steckt das Ehepaar Alejandra und Ángel in einer tie­fen Krise: Ángel, ein Straßenarbeiter, hat trotz sei­nes offen zur Schau gestell­ten Machismos eine Affäre mit Alejandras Bruder, dem Krankenpfleger Fabián.. Einsamkeit, Lügen und unter­drück­te Triebe bestim­men den Alltag. Als Veronika, eine mys­te­riö­se jun­ge Frau wie aus dem Nichts erscheint, beginnt eine abgrün­di­ge, orgi­as­ti­sche Reise in unge­kann­te Sehnsüchtswelten, die auch den Zuschauer vor unge­ahn­te Herausforderungen stellt. Ein Hybrid aus Sozialdrama und Science-Fiction des kom­pro­miss­lo­sen mexi­ka­ni­schen Regisseurs Amat Escalante aus der „Reygadas-Schule” (Sangre, Los Bastados, Heli), gefilmt in Escalantes Heimatstadt Guanajuato. Die atmo­sphä­risch-som­nam­bu­len Bilder stam­men von dem chi­le­nisch-däni­schen Kameramann Manuel Alberto Claro, der für Lars von Trier Melancholia und Nymphomaniac foto­gra­phiert hat.
    „Die Kreatur muss­te für den Sex mit Menschen funk­tio­nie­ren, daher war das die wesent­li­che Charakteristik. Außerdem soll­te sie geheim­nis­voll und attrak­tiv anzu­se­hen sein, irgend­wie sinn­lich. Ich fin­de sie reiz­voll, aber gleich­zei­tig gro­tesk und schmut­zig.“ Amat Escalante


     
    Credits:
    La región salvaje

    Mexiko, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen 2016, 100 Min., span. OmU
    Regie: Amat Escalante
    Drehbuch: Amat Escalante, Gibrán Portela
    Kamera: Manuel Alberto Claro
    Schnitt: Fernanda De la Peza, Jacob Secher Schulsinger
    mit: Kenny Johnston, Ruth Ramos, Simone Bucio, Jesús Meza, Edén Villavicencio
     
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    A film by Amat Escalante. In spa­nish with ger­man subtitles.

    A mete­or strikes in the moun­ta­ins of Mexico. Down below in the val­ley, Alejandra and Ángel’s mar­ria­ge is in trou­ble: road worker Ángel is having an affair with Alejandra’s brot­her Fabián, despi­te his macho deme­an­or. Then an ali­en crea­tu­re appears, spre­a­ding lust and des­truc­tion. A mix of sci-fi and social dra­ma, Amat Escalante’s film was shot in his home town of Guanajuato by Chilean-Danish DoP Alberto Claro, who also len­sed MELANCHOLIA and NYMPHOMANIAC for Lars von Trier.


     
    Credits:
    La región salvaje

    Mexiko, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen 2016, 100 Min., span. OmU
    Regie: Amat Escalante
    Drehbuch: Amat Escalante, Gibrán Portela
    Kamera: Manuel Alberto Claro
    Schnitt: Fernanda De la Peza, Jacob Secher Schulsinger
    mit: Kenny Johnston, Ruth Ramos, Simone Bucio, Jesús Meza, Edén Villavicencio
     
    Termine:
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  • Tony Conrad – Completely in the Present

    Tony Conrad – Completely in the Present

    Ein Film von Tyler Hubby. 

    »I’m going to make abs­tract art fun­ny, hap­py, ener­ge­tic, joyful…« und »I tried to be inde­pen­dent of the eco­no­my, as far as I could …« – das und noch viel mehr sagt Tony Conrad, Musiker, Installationskünstler und Regisseur. Bis zu die­sem Film war mir sein Name nicht geläu­fig, nur der Flicker-Film („Einige hiel­ten ihn für dei­nen sehr bedeu­ten­den Film, ande­re fan­den, es sei über­haupt kein Film“, Brandon Joseph) war mir ein Begriff. Besonders beein­druckt hat mich die Leichtigkeit sei­ner Kompromislosigkeit, die sein Künstler- und damit auch sein poli­ti­sches Leben aus­mach­te. Weder Aussicht auf Geld noch Ansehen waren Tony Conrad wich­tig. Er hat­te defi­nitv ein Problem mit Autoritäten, und ver­such­te als Unversitätsprofessor, den Studierenden bei­zu­brin­gen, wie man VERMEIDET: Arbeiten, Filme machen, zur Armee gehen zu müs­sen. Ganz begeis­tert wür­de ich ger­ne von allen sei­nen intel­li­gen­ten und abge­fah­re­nen Werken und Ansichten, die der Film mit vie­len Originalaufnahmen und Interviews auf­bie­tet, hier erzäh­len, so von den Yello-Films, den längs­ten Filmen der Welt, eine Art Gegenstück zu John Cages Musikstück ORGAN²/ASLSP, oder von der Live-TV-Hausaufgaben-Help-Line, oder von der Musik, bei deren Kompositionen das Wort „Wiederholung“ eine eben­so gro­ße Rolle spielt wie bei sei­nen frü­he­ren Essensplänen … aber das kann Tyler Hubby im Film alles viel bes­ser zei­gen. Und da ist dann noch die Geschichte von den unzäh­li­gen Musikbändern, die er mit John Cale und La Monte Young 1963–65 auf­nahm, die letz­te­rer bun­ker­te und nicht mehr her­aus­rück­te, und die Gründung von The Velvet Underground, und die Zusammenarbeit mit Filmemacher Jack Smith (erin­nert sich noch jemand an Flaming Creatures?), und und und …

    » Tyler Hubbys groß­ar­tig gestal­te­ter Film, der über eine Zeitspanne von mehr als zwei­und­zwan­zig Jahren gedreht wur­de und eine Vielzahl von Auszügen aus Conrads Werk beinhal­tet, schafft es auf wun­der­ba­re Weise, Conrads ver­schmitz­te Persönlichkeit als eine Art ver­rück­ter Professor mit rie­si­gem Intellekt ein­zu­fan­gen. Der Film ist das ein­neh­men­de Porträt eines immer wie­der sin­gu­lä­ren Nonkonformisten, den wir, seit Conrad von uns gegan­gen ist [er starb 2016, noch bevor der Film fer­tig­ge­stellt war], schmerz­lich ver­mis­sen.« Andrew Lampert / documenta14 TV


     
    Credits:
    USA 2017, 97 Min., engl. OmU

    Regie, Schnitt & Buch: Tyler Hubby
    Kamera: Damian Calvo, Fortunato Procopio

     
    Termine:
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    Tony Conrad: Completely in the Present (Trailer) from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.A film by Tyler Hubby. In eng­lish with ger­man subtitles.

    A clip from the noto­rious 1963 Jack Smith nudie FLAMING CREATURES, on which Tony Conrad work­ed, segues into his own cine­ma­tic affront, a light show cal­led THE FLICKER, the bad boy of the 1966 New York Film Festival. There was vomi­ting at the pre­mie­re; the pro­jec­tion­ist suf­fe­r­ed a migrai­ne. “No LSD nee­ded!” says film­ma­ker Larry Seven, one of the on-came­ra sub­jects in this film. TONY CONRAD: COMPLETELY IN THE PRESENT is a sharp, sweet, elo­quent docu­men­ta­ry about the mer­riest, most artis­ti­cal­ly expan­si­ve mini­ma­list on record: musi­ci­an, edu­ca­tor, acti­vist Tony Conrad. The violinist’s tran­ce­li­ke dro­ning tech­ni­que (“the first non-bag­pi­pe Western dro­ne music,” he once cal­led it) caught hold, in its ste­alt­hy way, in the 1960’s with (among others) John Cale and Lou Reed. Conrad’s work and his life asser­ted the importance of lis­tening for the sounds nobo­dy else has heard. He died this year at the age of 76. (Michael Phillips)


     
    Credits:
    USA 2017, 97 Min., engl. OmU

    Regie, Schnitt & Buch: Tyler Hubby
    Kamera: Damian Calvo, Fortunato Procopio
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    Tony Conrad: Completely in the Present (Trailer) from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.

  • On The Beach At Night Alone

    On The Beach At Night Alone

    Ein Film von Hong Sang-soo.

    Die Worte ver­lau­fen im Sand

    Eine reich­lich ver­wir­ren­de auto­bio­gra­fi­sche Liebesaffäre zwi­schen Seoul und Hamburg: „On the Beach at Night Alone“ des süd­ko­rea­ni­schen Regisseurs Hong Sangsoo
    Bei einem Spaziergang in einem Park in der Hansestadt Hamburg geht Younghee (Kim Minhee) an einer klei­nen Brücke aus Holz in die Knie. Sie bleibt stumm, im Gebet. Sie wünscht sich, wie sie hin­ter­her sagt, auf einer Bank im Park in Hamburg, eine Zukunft, die sie nach ihren eige­nen Wünschen zu leben vermag.
    Sie ist eher unfrei­wil­lig aus Südkorea nach Hamburg gegan­gen. Fast könn­te man mei­nen, sie ist dort­hin geflo­hen. Denn sie hat­te eine Affäre mit einem ver­hei­ra­te­ten Mann, er Regisseur, sie Schauspielerin. Es nützt viel­leicht eher, als dass es scha­det, wenn man weiß, dass auch Hong Sangsoo, der Regisseur von „Bamui hae­by­un-eoseo hon­ja“ (On the Beach at Night Alone), eine Affäre hat­te mit einer Schauspielerin.
    In Südkorea war das ein aus­ge­mach­ter Skandal. Es nützt, aber es ist auch nicht son­der­lich wich­tig. Denn ein­fach auto­bio­gra­fisch sind Hong Sang­soos Filme ohne­hin nie. Autobiografisch viel­leicht, aber ein­fach nie­mals. Von Hamburg, wo ein krebs­kran­ker Mann am Klavier ein Kinderlied spielt, geht es im zwei­ten Teil des Films zurück nach Südkorea. Der ers­te Teil endet am Ufer der Elbe. Younghees Freunde gehen nach rechts, wohin ihnen die Kamera folgt. Dann schwenkt sie zurück: Man sieht Younghees Spuren im Sand, sie selbst aber ist nicht zu sehen. Die Kamera schwenkt wei­ter nach links: Da trägt einer, der kei­ne Rolle spielt, Younghee aus dem ers­ten Teil die­ser Geschichte davon. Im zwei­ten Teil putzt der, der kei­ne Rolle spielt, sehr fre­ne­tisch ein Fenster; aber nichts wird dadurch kla­rer, nichts wird erhellt.
    Wie immer bei Hong gibt es Gespräche, bei denen sich die Wörter ver­ir­ren, auf der Suche nach ihrem Sinn. Die Menschen trin­ken und die Wörter wer­den betrun­ken. Sätze keh­ren wie­der wie nicht ganz gescheit. Sätze über die Liebe, das Alter; das Alter, die Liebe; die Liebe, das Alter. Die Sätze und die Wörter sind tief emp­fun­den, aber sie bedeu­ten nicht, was sie sagen, jeden­falls nicht ein­fach so. Anders als in man­chen ande­ren Filmen von Hong liegt in „On the Beach at Night Alone“ – so heißt übri­gens auch eines der kos­mischs­ten Gedichte Walt Whitmans – der Schmerz offen zutage.
    Er irrt durch den Film, er geht in ver­let­zen­den Wörtern, im Körper, im ver­letz­ten Gesicht Younghees vor Anker, aber immer nur kurz. Dann legt sie sich hin, allein, am Strand, und träumt einen Traum, der die rei­ne Wahrheit ent­hält. So total wie hier hat Hong noch sel­ten eine weib­li­che Figur ins Zentrum gestellt. Männer sit­zen hier buch­stäb­lich in den meis­ten Einstellungen am Rand.
    Verletzte Frau
    Während es sonst bei Hong so oft dar­um geht, wie sie Frauen auf erbärm­li­che Weise ver­let­zen, geht es hier um die Verletzung der Frau. Die wie alle Menschen bei Hong eine Irrende ist, eine Irrende in Worten und Taten. Sie ver­letzt, wie sie ver­letzt wor­den ist. In „On the Beach at Night Alone“ ist inmit­ten gro­ßer Banalitäten vie­les ele­men­tar. Das Leben, die Liebe, das Altwerden – dar­um kreist alles. Es wird im Film Literatur zitiert, aber nicht von Walt Whitman. Man sieht nicht mal die Sterne im Film. Trotzdem passt die­se Zeile aus „On the Beach at Night Alone“: „As I watch the bright stars shi­ning, I think a thought of the clef of the uni­ver­ses, and of the future.“ Das tut auch die­ser Film eines Meisters.
    Ekkehard Knörer in der taz vom 17.2.17 (dan­ke!)

    Credits:
    Bamui hae­by­un-eoseo honja

    Republik Korea 2017, 101 Min., korea­nisch, eng­li­sche OmU
    Regie, Buch: [wikilink]Hong Sang-soo[/wikilink]
    Kamera: Kim Hyungkoo, Park Hongyeol
    Schnitt: Hahm Sungwon
    Kim Minhee (Younghee)
    Seo Younghwa (Jeeyoung)
    Jung Jaeyoung (Myungsoo)
    Moon Sungkeun (Sangwon)
    Kwon Haehyo (Chunwoo)
    Song Seonmi (Junhee)
    Ahn Jaehong (Seunghee)
    Park Yeaju (Dohee)

     

    film by Hong Sang-soo. In kore­an with ger­man subtitles.

    After an affair with a mar­ried man, cele­bra­ted actress Younghee deci­des to take some time out. She tra­vels to the far-off, for­eign city of Hamburg. In a con­ver­sa­ti­on with a fri­end she asks hers­elf if her lover will fol­low her and whe­ther he mis­ses her as much as she mis­ses him. During her long walks through win­try parks and along river­banks she attempts to beco­me clear about her fee­lings and desires.
    The ques­ti­on about the mea­ning of love in our lives is a com­mon the­me in all the films of Hong Sangsoo, and yet the ans­wers to this ques­ti­on always appear to just slip from our grasp. Back in Korea, Younghee meets some old fri­ends in the coas­tal town of Gangneung. They eat and drink tog­e­ther and, as is so often the case in Hong Sangsoo’s films, Korea’s natio­nal drink Soju plays an important part. Under the influence of alco­hol Younghee pro­vo­kes, insults and angers the others. Their con­ver­sa­ti­ons get more and more out of hand, giving vent to minor and major rea­li­sa­ti­ons and truths. Afterwards, Younghee with­draws to a deser­ted beach. It seems as if she can only tru­ly find hers­elf in nature.
     


     
    Credits:
    Bamui hae­by­un-eoseo honja

    Republik Korea 2017, 101 Min., korea­nisch, eng­li­sche OmU
    Regie, Buch: [wikilink]Hong Sang-soo[/wikilink]
    Kamera: Kim Hyungkoo, Park Hongyeol
    Schnitt: Hahm Sungwon
    Kim Minhee (Younghee)
    Seo Younghwa (Jeeyoung)
    Jung Jaeyoung (Myungsoo)
    Moon Sungkeun (Sangwon)
    Kwon Haehyo (Chunwoo)
    Song Seonmi (Junhee)
    Ahn Jaehong (Seunghee)
    Park Yeaju (Dohee)
     

     
  • Neujahrspreviews

    Neujahrspreviews

    Bereits am ers­ten Tag des neu­en Jahres gibt es eine Wahl – zwei recht unter­schied­li­che Previews ste­hen bei uns auf dem Programm:

    • Weltuntergang, Zukunftsvision, Familien- und Liebesgeschichte, ein letz­ter Sonnenuntergang am Schluss – DOWNSIZING, Eröffnungsfilm der Filmfestspiele in Venedig hat neben der nied­li­chen klei­nen Welt viel zu bieten.
    • Cool, hef­tig und bit­ter­bö­se kommt dage­gen THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI daher, der in Venedig für sein Drehbuch aus­ge­zeich­net wurde.

    Downsizing

    Ein schön pas­sen­der Neujahrsfilm, fin­det doch der Protagonist am Ende eine Art Neuanfang.

    In einer nahen Zukunft: die Ressourcen auf der Erde gehen zur Neige, doch ein nor­we­gi­scher Wissenschafter hat eine Methode ent­wi­ckelt, das Problem der Überbevölkerung zu lösen: alle Lebewesen kön­nen ohne Verluste auf ein Miniformat ver­klei­nert wer­den, womit natür­lich an Land, Luft, Essen, Energie super­viel gespart wird. Wer sich frei­wil­lig „schrump­fen“ läßt, kann mit einem kom­for­ta­blen Leben rech­nen, sich ein grau­en­haf­tes Angeber-Anwesen bau­en las­sen und die Zeit mit Wellness, Sport und Sozialisieren ver­brin­gen. Für Paul und Audrey ist dies eine Option, nur kneift Audrey in letz­ter Minute, und Paul steht allei­ne da im Winzling-Reich. Doch auch hier ist mehr Schein als Sein, Drecksarbeiten müs­sen erle­digt wer­den, und Lug und Betrug sind nicht unbekannt.

    USA 2017 135 Min. engl. OmU
    R.: Alexander Payne (Nebraska)
    D.: Matt Damon, Christoph Wltz, Hong Hau, Kristen Wiig

    am 1.Januar um 20:00

    Three Billboards outside Ebbing, Missouri

    Anger is an ener­gy” schreibt Brian Tallerico auf rogerebert.com, und tat­säch­lich gibt es viel Wut und viel Energie in Martin McDonaghs neu­em Film. Frances MacDormand klagt als Mildred, der tief trau­ern­den Mutter der ermor­de­ten Angela die ört­li­che Polizei mit­tels der titel­ge­ben­den drei Werbetafeln an, die Ermittlungen, mil­de gesagt, zu ver­nach­läs­si­gen. Der auf­merk­sam gewor­de­nen Presse wird sie sagen, die Polizei sei mehr damit beschäf­tigt, „Schwarze zu fol­tern” als den Mörder zu suchen. Mildred ist, wie auch die gegen sie auf­ge­brach­ten ehr­ba­ren Bürger, nie um einen mar­ki­gen Spruch ver­le­gen, und es bleibt auch nicht lan­ge bei ver­ba­len Auseinandersetzungen, bei denen kei­ne Seite die ver­meint­lich ande­re schont. Wut und Schmerz, Rache und Selbstjustiz, Rassismus, Sexismus und Homophobie – alles bahnt sich sei­nen Weg nach ganz oben, und der um Ausgleich bemüh­te Sheriff Bill Willoughby (Woody Harrelson) ist macht­los. Kaum zu glau­ben, dass wir es mit einer Komödie (eine der dunk­len Art) zu tun haben.

    USA 2017 115 Min. engl. OmU
    R.: Martin McDonagh (In Bruges)
    D.: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell

    am 1.Januar um 20:15

  • First Steps Kurzfilmprogramm

    First Steps Kurzfilmprogramm

    Der 21. Dezember ist der kür­zes­te Tag des Jahres, und eini­ge pfif­fi­ge Kurzfilmverleihe haben ihn des­halb zum „Tag des Kurzfilms“ aus­er­ko­ren, 2017 ist es die sechs­te Ausgabe. Diesmal sind wir auch dabei und zei­gen aus­ge­wähl­te Filme des First-Steps-Teams. First Steps – Der Deutsche Nachwuchspreis zeich­net jedes Jahr ers­te Werke in ver­schie­de­nen Kategorien aus.
    Wir zei­gen einen Animationsfilm, zwei aus der sel­ten zu sehen­den Gruppe der mit­tel­lan­gen Filme sowie 3 Werbefilme, alle­samt Nominierte bzw. Preisträger aus die­sem Jahr. Höchstwahrscheinlich wer­den es sich so man­che Beteiligte nicht neh­men las­sen, ihren Film per­sön­lich vorzustellen.

    Do. 21.12. um 20:00:

    Stranden Spielfilm, 28 Min. Regie: Moïra Himmelsbach, KHM Köln
    Zulay hat Schwierigkeiten an ihrem ers­ten Praktikumstag. Mila und David machen einen Schiffsausflug. Leonie möch­te in einer Boutique unge­stört ein Kleid anpro­bie­ren. Ruth und ihre Tochter Mira wol­len im Wald die ver­stor­be­ne Katze begra­ben… Ein Film über das Hadern und Scheitern der Kommunikation.

    Ayny / Mein zwei­tes Auge Animationsfilm, 11 Min., Regie: Ahmad Saleh, KHM Köln
    Als ein Krieg ihre Heimat zer­stört, müs­sen zwei Brüder mit ihrer Mutter flie­hen. Auf der Suche nach einem siche­ren Ort ver­lie­ren sie nie ihren Traum aus den Augen: ein­mal auf einer ganz beson­de­ren Gitarre ihre Musik zu machen – einer wun­der­schö­nen Oud.

    Mikel Spielfilm, 31 Min., Regie: Cavo Kernich, UdK Berlin
    Mikel führt ein Nomadenleben in Berlin. Als ille­ga­ler Flüchtling arbei­tet er für die Renovierungsfirma von Norbert. Der ver­spricht ihm eine Aufenthaltsgenehmigung und fai­re Bezahlung.

    ABC of Death Werbefilm, 43 Sek., Regie: Dorian Lebherz, Daniel Titz, Filmakademie B‑W Ludwigsburg In einem klei­nen eng­li­schen Dorf ereig­nen sich selt­sa­me Todesfälle. Es kann jeden zu jedem Zeitpunkt tref­fen. Doch es gibt ein Muster: den Namen. Eine uner­war­te­te Wendung bricht den Fluch und ret­tet die Zukunft des Dorfes.
    Bad Pets I+II Werbefilm, 48 Sek., Regie: Moritz Rautenberg, Christian Ricken, HFF München
    Zwei kur­ze und böse Clips über die Rache von Haustieren, die mit ihrem Futter unzu­frie­den sind.
    Three Polar Bears Werbefilm 1:39 Min., Regie: Artjom Baranov, HFF München
    Drei Polarbären wol­len die Erde vor der Klimaerwärmung ret­ten. Sie stür­men ein Autohaus, um die poten­ti­el­len Käufer von umwelt­schäd­li­chen Autos zu ver­hau­en. Doch sie machen einen Fehler.

  • Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy

    Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy

    Ein Film von Thomas Riedelsheimer.

    Man kann über den Weg gehen oder durch die Hecke“ (Andy Goldsworthy)

    16 Jahre nach sei­nem groß­ar­ti­gen Rivers and Tides – Andy Goldsworthy working with time hat Thomas Riedelsheimer den in Schottland leben­den und arbei­ten­den Ausnahmekünstler erneut fil­misch durch die Welt beglei­tet. Goldsworthy ist inzwi­schen bekann­ter gewor­den, viel­leicht nach­denk­li­cher und älter. Seine Tochter Holly, eine jun­ge, eigen­stän­di­ge Künstlerin, assis­tiert ihrem mit­un­ter recht ver­schro­be­nen Vater immer mal wieder.

    Leaning into the Wind unter­sucht die Spuren, die die Zeit bei Künstler und Werk hin­ter­las­sen haben. Er selbst wird mitt­ler­wei­le Teil sei­ner Kunstwerke, die zugleich zer­bech­rech­li­cher, per­sön­li­cher, erns­ter und rau­er gewor­den sind. Und natür­lich ist Andy Goldsworthy wie­der ein ent­waff­nend offe­ner, eben­so ernst­haf­ter wie ver­schmitz­ter Erzähler, der so fas­zi­nie­rend von der Kunst, der Natur, vom Leben und vom Tod zu spre­chen ver­mag; vom wun­der­ba­ren Gelb der Ulmenblätter, die beim ers­ten Frost schlag­ar­tig schwarz wer­den; von den über­wäl­ti­gen­den, kur­zen Momenten, in denen alles für einen kur­zen Augenblick in höchs­ter Spannung, in der Schwebe, in der Balance ist.

    Leaning into the Wind geht weit über das Porträt eines fas­zi­nie­ren­den Künstlers und sei­ner Arbeit hin­aus. Ein Film über die unend­li­chen Möglichkeiten, die Welt wahr­zu­neh­men und zu ent­de­cken, vol­ler Achtsamkeit und Neugier, eine sinn­li­che Reise in die Kunst, die Natur, das Leben. Riedelsheimer fasst das Universum sei­nes Protagonisten in hin­rei­ßen­de Bilder und Fred Frith unter­malt sie auch dies­mal musi­ka­lisch eigen und zurückhaltend.

    Um den Titel Leaning into the Wind zu ver­ste­hen, muss man bis zum Schluss des Films war­ten. Zu einer ein­fa­chen, aber berü­cken­den Handlung, in der es kei­nen Unterschied mehr zwi­schen Kunst und Leben gibt. Zum Zentrum sei­ner Arbeit, der fra­gi­len Balance zwi­schen dem Menschen und sei­ner Welt. Und dann ver­lässt man das Kino auf eine merk­wür­di­ge Art ziem­lich glück­lich.“ Georg Seeßlen | Strandgut

    Deutschland, UK 2016, engl. OmU, 97 MIn.
    Regie, Kamera & Schnitt: Thomas Riedelsheimer
    Darsteller: Andy Goldsworthy, Tina Fiske, Holly Goldsworthy
    Musik: Fred Frith

     

    Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy (Offizieller Trailer)
    film byThomas Riedelsheimer.  In eng­lish with ger­man subtitles.

    Andy Goldsworthy is best known for his eph­emeral work with natu­re. Sixteen years ago Thomas Riedelsheimer met Andy for the first time. He agreed to be fol­lo­wed around and film­ed by Thomas. Rivers and Tides a fea­ture-length docu­men­ta­ry was released in 2001 and beca­me a very suc­cessful film. LEANING INTO THE WIND fol­lows artist Andy Goldsworthy on his explo­ra­ti­on of the world and hims­elf through eph­emeral and per­ma­nent workings on the land­scape, cities and with his own body. .  (Kasseler Dokfest)

    Deutschland, UK 2016, engl. OmU, 97 MIn.
    Regie, Kamera & Schnitt: Thomas Riedelsheimer
    Darsteller: Andy Goldsworthy, Tina Fiske, Holly Goldsworthy
    Musik: Fred Frith

    Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy (Offizieller Trailer)
  • Meine schöne innere Sonne

    Meine schöne innere Sonne

    Ein Film von Clair Denis.

    Roland Barthes‘ Buch „Fragmente einer Sprache der Liebe“ ist der Ausgangspunkt, von dem aus Claire Denis gemein­sam mit Christine Angot das Drehbuch ent­wi­ckel­te für die­sen eigen­sin­ni­gen Film, der die immer­glei­chen und immer noch offe­nen Fragen über die Liebe umkreist. Im Mittelpunkt steht die Malerin Isabelle, gespielt von Juliette Binoche mit einer Natürlichkeit und Offenheit, die für sie ein­nimmt, obwohl Isabelles Auseinandersetzungen mit den unter­schied­lichs­ten Männern gele­gent­lich ner­ven­auf­rei­bend sind. Ein Egozentriker, ein sehr Sensibler, ein Arbeiter, ein Künstlerkollege, ein Ex-Mann – Isabelle lebt mit ihnen die unter­schied­lichs­ten Arten der Liebe durch, und alle bemü­hen sich dabei, ver­bal zu fas­sen zu krie­gen, was das jetzt ist, was man da zusam­men hat. Auf der Suche nach dem ver­meint­lich Richtigen schlit­tert Isabelle auf ver­schlun­ge­nen Gefühlswegen, häuft dabei mehr Fragen als Antworten an, bis die Liebe ein ein­zi­ges, gro­ßes Rätsel ist.

    Man darf die­sen Film durch­aus auto­bio­gra­phisch ver­ste­hen, als Reflexion einer Regisseurin, die im Lauf ihrer 71 Jahre viel erlebt, viel gelebt hat. In Juliette Binoche hat sie ein idea­les Alter Ego gefun­den, die hier eine bemer­kens­wert natür­li­che Darstellung ablie­fert, frei von der Affektiertheit, die sie oft beglei­tet, viel­leicht auch befreit von den Zwängen eines nar­ra­ti­ven Konstrukts, ganz offen und auch unge­schützt. Zusammen stel­len Binoche und Denis grund­le­gen­de Fragen über das Verhältnis von Frauen und Männern in unse­rer Zeit, über Klischees, Konventionen und den schwie­ri­gen Versuch, aus bekann­ten, auch über­kom­me­nen Mustern auszubrechen.”
    Michael Meyns

     

    Credits:

    OT: Un Beau Soleil Intérieur
    Frankreich 2017, 94 Min., frz. OmU
    Regie: [wikilink]Claire Denis[/wikilink]
    Kamera: [wikilink]Agnes Godard[/wikilink]
    Schnitt: Guy Lecorne

    Darsteller: [wikilink]Juliette Binoche[/wikilink], Xavier Beauvois, Philippe Katerine, Paul Blain, Gérard Depardieu, Nicolas Duvauchelle
     

     

    UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR – Trailer F/d
    Film by Clair Denis. Starts Dezember, In french with ger­man subtitles.

    This dra­ma (if that is the cor­rect word) fea­tures Isabelle, a divorced artist in paris. She is now sin­gle, lives alo­ne, and unable to deci­de if sear­ching for the One is an urgent prio­ri­ty or a fatui­ty which is pre­ven­ting her from enjoy­ing life and expe­ri­en­cing plea­su­re. She has lovers and the­se liai­sons are dan­ge­rous in that they don’t seem to pro­vi­de the satis­fac­tion they ought.
    All the romance, the ero­ti­cism, the exqui­si­te dis­sa­tis­fac­tion of not kno­wing how or whe­ther to be in love, is all disper­sed into tal­king and deba­te and the intellec­tu­al inter­play of ide­as. Of cour­se that may sound like an un-sexy ordeal and very French. And in bla­ckest of black comic sen­ses that is pre­cis­e­ly what it is. The talk’s comic con­tent is most­ly wit­hout the easy laughs and obvious comic beats of, say, Woody Allen or Noah Baumbach. But the­re are big, genui­ne laughs here, too: chief­ly when Isabelle explo­des with rage at an artists’ rustic retre­at when one of her con­tem­po­r­a­ri­es gives vent to an insuf­fera­ble dis­cour­se on his rela­ti­onship to the coun­try­si­de. (Peter Bradshaw)

     

    Credits:
    OT: Un Beau Soleil Intérieur
    Frankreich 2017, 94 Min., frz. OmU
    Regie: [wikilink]Claire Denis[/wikilink]
    Kamera: [wikilink]Agnes Godard[/wikilink]
    Schnitt: Guy Lecorne

    Darsteller: [wikilink]Juliette Binoche[/wikilink], Xavier Beauvois, Philippe Katerine, Paul Blain, Gérard Depardieu, Nicolas Duvauchelle

     

    UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR – Trailer F/d
  • Die Spur

    Die Spur

    Ein Film von Agnieszka Holland.

    Duszejko, eine pen­sio­nier­te Brückenbauingenieurin, lebt zurück­ge­zo­gen in einem Bergdorf an der pol­nisch-tsche­chi­schen Grenze. Sie ist cha­ris­ma­tisch, exzen­trisch, eine lei­den­schaft­li­che Astrologin und strik­te Vegetarierin. Eines Tages sind ihre gelieb­ten Hunde ver­schwun­den. Wenig spä­ter ent­deckt sie in einer ver­schnei­ten Winternacht ihren toten Nachbarn und bei des­sen Leiche eine Hirschfährte. Weitere Männer ster­ben auf mys­te­riö­se Weise. Alle hat­ten ihren fes­ten Platz in der dörf­li­chen Gemeinschaft, alle waren pas­sio­nier­te Jäger. Haben wil­de Tiere die Männer auf dem Gewissen? Oder lässt sich ein Mensch zu einem blu­ti­gen Rachefeldzug hin­rei­ßen? Irgendwann fällt der Verdacht auf Duszejko …
    Nach ihrem Ausflug in die Welt der Serien mel­det sich Agnieszka Holland mit einem sub­ver­si­ven Krimi auf der gro­ßen Leinwand zurück. Pokot spielt in einer Landschaft mit wech­seln­den Jahreszeiten, deren wil­de Schönheit jedoch nicht über Korruption, Grausamkeit und Dummheit ihrer Bewohner hin­weg­täuscht. Fest ver­wur­zelt in der Realität der pol­ni­schen Provinz, ist der Film so anar­chis­tisch wie sei­ne Heldin – ein wag­hal­si­ger Genremix aus komi­scher Detektivstory, span­nen­dem Ökothriller und femi­nis­ti­schem Märchen.

    Berlinale 2017: Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis


     
    Credits:
    Pokot
    Polen / Deutschland / Tschechische Republik / Schweden / Slowakische Republik 2017

    pol­ni­sche OmU, 128 Min.

    Regie:[wikilink] Agnieszka Holland [/wikilink]
    in Zusammenarbeit mit Kasia Adamik
    Kamera: Jolanta Dylewska, Rafał Paradowski
    Schnitt: Pavel Hrdlička

    mit: Agnieszka Mandat (Duszejko)
    Wiktor Zborowski (Matoga)
    Miroslav Krobot (Boros)
    Jakub Gierszał (Dyzio)
    Patricia Volny (Dobra Nowina/Good News)
    Borys Szyc (Wnętrzak)
     
    Termine:

     

    A film by Agnieszka Holland. In polish with ger­man subtitles.

    Retired civil engi­neer Duszejko lives a secluded life in a moun­tain vil­la­ge clo­se to the bor­der bet­ween Poland and the Czech Republic. She is cha­ris­ma­tic and eccen­tric, a pas­sio­na­te astro­lo­ger and a strict vege­ta­ri­an. One day her bel­oved dogs dis­ap­pear. On a sno­wy winter’s night short­ly after­wards she dis­co­vers the dead body of her neigh­bour and, next to it, deer tracks. More men die in a simi­lar­ly mys­te­rious way. All of them were pil­lars of the vil­la­ge com­mu­ni­ty, and all were pas­sio­na­te hun­ters. Were the­se men kil­led by wild ani­mals? Or has someone been pro­vo­ked to pur­sue a bloo­dy ven­det­ta? At some point Duszejko hers­elf comes under suspicion …
    After her foray into the realm of seria­li­sed dra­ma, Agnieszka Holland returns to the big screen with a sub­ver­si­ve thril­ler. Pokot is set in a land­scape of chan­ging sea­sons; howe­ver, the wild beau­ty of the coun­try­si­de can­not hide the cor­rupt natu­re, cruel­ty and stu­pi­di­ty of the peo­p­le who live the­re. Deeply roo­ted in the rea­li­ty of rural Poland, the film is as anar­chic as its heroi­ne, and bold­ly mixes gen­res – from humo­rous detec­ti­ve sto­ry to exci­ting eco-thril­ler to femi­nist fairy-tale.

    Berlinale 2017: Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis


     
    Pokot
    Polen / Deutschland / Tschechische Republik / Schweden / Slowakische Republik 2017

    pol­ni­sche OmU, 128 Min.

    Regie: [wiki­link lang=en]Agnieszka Holland[/wikilink]
    in Zusammenarbeit mit Kasia Adamik
    Kamera: Jolanta Dylewska, Rafał Paradowski
    Schnitt: Pavel Hrdlička

    mit: Agnieszka Mandat (Duszejko)
    Wiktor Zborowski (Matoga)
    Miroslav Krobot (Boros)
    Jakub Gierszał (Dyzio)
    Patricia Volny (Dobra Nowina/Good News)
    Borys Szyc (Wnętrzak)

    Termine:
     

     

    SPOOR (Pokot) by Agnieszka Holland – Trailer
    Kino mit deut­schen Untertiteln