Autor: fsk

  • There is a Stone

    There is a Stone

    Ein Film von Tatsunari Ota.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine zufäl­li­ge Begegnung am Fluss, ein flüch­ti­ges Zusammensein, ein Tag Auszeit – Tatsunari Otas Film erkun­det eine Welt ohne Produktivität und fin­det Freude an Müßiggang und Verspieltheit – wun­der­schön in sei­ner Beiläufigkeit, über­ra­schend in Details.
    Eine jun­ge Frau recher­chiert für ein neu­es Reiseprojekt. Von der Burg, die sie sucht, ist jedoch außer einer Hinweistafel nichts mehr zu fin­den. Auf dem Weg zurück zur Bahn kommt sie an ein Flussbett und ent­deckt auf der ande­ren Seite einen Mann, der geschickt Steine übers Wasser sprin­gen lässt. Nach anfäng­li­cher Unsicherheit spa­zie­ren sie zusam­men am Fluss ent­lang, und als er ver­schie­de­ne Spiele vor­schlägt, ver­gisst sie all­mäh­lich Arbeit und Zeit. Beide ver­tie­fen sich in die Suche nach ihren „Lieblingssteinen”, jon­glie­ren mit Ästen und ver­brin­gen Zeit mit­ein­an­der, als wären sie wie­der Kinder. Doch als die Sonne unter­geht, geht die Zeit, die sie gemein­sam ver­bracht haben, zu Ende.
    Vertändelt man sei­ne Zeit beim Schauen eines Films, der sei­nen Blick auf das Vertändeln von Zeit, das Spiel, und schein­bar unnüt­zes Tun rich­tet?
    John Berra von Screen-Daily meint, ganz sicher nicht:
    „Die Aufnahmen des Kameramanns Yuji Fukaya sind gera­de­zu hyp­no­ti­sie­rend. Er nutzt die Academy Ratio, um ein Gefühl der Abgeschlossenheit in der länd­li­chen Umgebung zu erzeu­gen. … Obwohl eine Reihe von ange­mes­sen zurück­hal­ten­den Arrangements des Komponisten Shu Oh spar­sam ein­ge­setzt wird, besteht die Hauptbegleitung in Naru Sakamotos Sounddesign, das das sanf­te Plätschern des Baches und ande­re natür­li­che Elemente mit trance­ar­ti­ger Wirkung unter­streicht.
    An Ogawa und Tsuchi Kano sind in ihren namen­lo­sen Rollen völ­lig unge­küns­telt und stel­len ein Paar sehn­süch­ti­ger, aber vor­sich­ti­ger Seelen dar, ohne dass es einer Hintergrundgeschichte bedarf. Diese flüch­ti­ge Freundschaft hat einen ganz eige­nen Rhythmus, aber wer sich dar­auf ein­lässt, wird in There Is A Stone einen loh­nen­den Ausflug fin­den, der aus dem schein­bar Alltäglichen behut­sam beson­ders ech­te Momente herausholt.“

    Credits:

    Ishi ga aru – 石がある
    Jp 2022, 104 Min., japan. OmU
    Regie: Tatsunari Ota
    Kamera: Yuji Fukaya
    Schnitt: Keiko Okawa
    mit:An Ogawa, Tsuchi Kanou

    Trailer:
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    A film by Tatsunari Ota. In japa­ne­se with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    As ele­gant and decep­tively simp­le as its title, Tatsunari Ota’s Ishi ga aru, redu­ces nar­ra­ti­ve and plot to ques­ti­ons of time, move­ment, and encoun­ter.
    The film opens with a name­l­ess woman arri­ving in a small town, out of see­ming nowhe­re. “Is the­re any­thing nice around here?” she asks a local, “Something fasci­na­ting?” Her inquiry met with a near-blank sta­re, she thus drifts, even­tual­ly encoun­tering a man skip­ping stones by the river. Together they pass the after­noon enga­ged in playful out­door acti­vi­ties like balan­cing sticks, stack­ing stones and more. Finally, they part – their time tog­e­ther curtail­ed by the ine­vi­ta­ble waning day­light – with the unex­pec­ted emo­tio­nal import of their time tog­e­ther left ripp­ling like the water over one of their sub­mer­ged peb­bles.
    While struc­tu­red around cen­tral cha­rac­ters and nar­ra­ti­ve in natu­re, the film invi­tes a form of spec­ta­tor­ship more clo­se­ly asso­cia­ted with dance or per­for­mance art. Throughout, Ota empha­si­s­es the phy­si­cal and emo­tio­nal exch­an­ges bet­ween stran­gers, as well as bet­ween humans and natu­re. As if in respon­se to the woman’s ear­ly query, Ishi ga aru quiet­ly reo­ri­ents our expec­ta­ti­ons and under­stan­ding of fascination.

    Credits:

    Ishi ga aru – 石がある
    Jp 2022, 104 Min., japan. OmU
    Regie: Tatsunari Ota
    Kamera: Yuji Fukaya
    Schnitt: Keiko Okawa
    mit:An Ogawa, Tsuchi Kanou

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  • The Quiet Girl

    The Quiet Girl

    Ein Film von Colm Bairéad.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das beein­dru­cken­de Debut des Iren Colm Bairéad ist ein ruhi­ger, ein stil­ler Film. Zurückhaltend wie sei­ne Hauptfigur, die neun­jäh­ri­ge Cáit, lebt vom genau­en Hinschauen, Spüren, von vor­sich­ti­gem Herantasten. Zu Beginn ver­steckt sie sich vor ihren Geschwistern im hohen Gras, und wird von der Kamera ent­deckt.
    In den 80-er Jahren war Armut in der Republik Irland kein Fremdwort, und auch der Hof von Cáits Familie ist unr­e­ta­bel. Man lebt beengt, der Vater ver­spielt und ver­trinkt das weni­ge Geld, die Mutter ver­nach­läs­sigt fast zwangs­läu­fig die Kinderschar. Als sie erneut ein Kind erwar­tet, wird aus­sor­tiert, und das fami­li­en­un­kon­for­me Mädchen zeit­wei­se bei einem ent­fernt ver­wand­ten Ehepaar unter­ge­bracht. Seán und Eibhlín sind ver­gleichs­wei­se wohl­ha­bend und kön­nen die Kleine gut auf­neh­men. Während Eibhín sich rüh­rend um Cáit küm­mert, ver­hält sich Seán zunächst abwei­send und unfreund­lich.
    Dass sich dies grund­le­gend ändert, ist qua­si film­ge­mäß vor­be­stimmt, doch die Annäherung von Kind und Ersatzvater wird auf eine sel­ten schö­ne und undra­ma­ti­sche Weise gezeigt. Kleine Gesten, Blicke und Ermunterungen zeu­gen von zuneh­men­der Vertrautheit, wenn es auch in die­ser Familie Geheimnisse gibt.
    „ … Diese Cáit mag nicht viel spre­chen. Dafür aber nimmt sie mit allen Sinnen wahr, auf­merk­sam und sen­si­bel. Und der Film tut es mit ihr. Colm Bairéad lässt die Kamera zu einem Sinnesorgan des künf­ti­gen Erinnerns wer­den; er erzählt ohne die übli­chen dra­ma­tur­gi­schen Konflikte, sucht nie das gro­ße Drama. Wohltuend ist das und unauf­dring­lich. Das ist auch das bes­te Adjektiv, um die­sen Film zu beschrei­ben – nichts drängt sich auf, alles ist inwen­di­ges Erleben.
    … Cáit sol­le sich nicht ob ihrer Schweigsamkeit sor­gen, sagt Séan ein­mal am Strand zu ihr; zu vie­le Menschen wür­den die Chance ver­pas­sen, nichts zu sagen, und dabei viel kaputt machen. Dasselbe gilt auch für vie­le Filme, die es ver­pas­sen, mit den Bildern zu erzäh­len, und statt­des­sen alles zer­re­den. Das Debüt von Colm Bairéad fin­det dar­in sei­ne eige­ne meis­ter­haf­te Form.“
    Sebastian Seidler | Filmdienst

    Credits:

    An Cailín Ciúin
    IR 2022, 95 Min., gälisch, eng­li­sche OmU
    Regie: Colm Bairéad
    Kamera: Kate McCullough
    Schnitt: John Murphy
    mit: Carrie Crowley, Andrew Bennett, Catherine Clinch

    Trailer:
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    A film by Colm Bairéad. In Gaelic and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    There are no secrets in this house. Do you hear me? … If the­re are secrets in a house, the­re is shame in that house.”

    Four siblings, a mother torn bet­ween care and hel­p­less­ness, a cur­sing father and a wet mat­tress every mor­ning: the­se are the things that make up quiet young Cáit’s life. Her par­ents deci­de it’s best if she spends the sum­mer at the farm of two rela­ti­ves she has never met. Lush green trees flank the road lea­ding up to their pro­per­ty, a respectful silence per­va­ding their bright, clean house. Here, ten­der­ly loo­ked after by Eibhlín, Cáit final­ly feels loved and safe. Initial aloof­ness like­wi­se starts giving way to a deeper bond bet­ween her and Seán, with whom she feeds the cal­ves. The mat­tress stays dry. And yet, in the midst of the scrag­gly beau­ty of the Irish coun­try­si­de, cer­tain secrets seem to lin­ger, which Cáit beg­ins to face with new­found cou­ra­ge and confidence.

    Credits:

    An Cailín Ciúin
    IR 2022, 95 Min., gälisch, eng­li­sche OmU
    Regie: Colm Bairéad
    Kamera: Kate McCullough
    Schnitt: John Murphy
    mit: Carrie Crowley, Andrew Bennett, Catherine Clinch

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  • Monster im Kopf

    Monster im Kopf

    Ein Film von Christina Ebelt. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hochschwanger sitzt Sandra im Gefängnis und kämpft ener­gisch dar­um, dass ihr Kind auch nach der Geburt bei ihr bleibt. Doch die Sozialarbeiterin und das Jugendamt sind skep­tisch, ob sie ihr das zutrau­en. Sie befürch­ten, wenn Sandra unter Druck gerät, fällt sie in alte Muster zurück und hat sich nicht im Griff. Erst durch geschickt in die Erzählung ein­ge­wo­be­ne Rückblenden erfah­ren wir, wie es über­haupt so weit kom­men konn­te.” (Filmfest München)
    Das Impulsive, die Unberechenbarkeit und die Gewaltausbrüche der Hauptfigur machen es nicht leicht, einen Zugang zur Hauptperson zu fin­den, was aber genau die Intention des Films ist: Nicht durch eili­ge Schuldzuweisungen die Ambiguität der Protagonistin zu unter­lau­fen. Eine Figur voll­stän­dig ver­ste­hen zu kön­nen, viel­leicht auch beu­gen zu wol­len, wird in den bes­ten Momenten zurecht wider­spro­chen. So bleibt immer ein Rest in der Schwebe und wir dür­fen uns nur ein wenig nähern, was aber aus­reicht, um letzt­lich ein gro­ßes Mitgefühl zu erzeugen. 

    Credits:

    DE 2023, 94 Min.
    Regie: Christina Ebelt
    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Florian Riedel
    mit Franziska Hartmann, Slavko Popadić, Martina Eitner-Acheampong

    Trailer:
    MONSTER IM KOPF – Offizieller Trailer
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    A film by Christina Ebelt. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sandra is impul­si­ve. Sandra is in jail. Sandra is also pregnant. A cine­ma­tic tour de force with a fan­ta­sti­cal­ly ira­te protagonist.

    Far along in her pregnan­cy, Sandra is ada­mant that her child remain with her after it is born, even though she is ser­ving a pri­son sen­tence. The social worker and the youth wel­fa­re office are skep­ti­cal about whe­ther she in a con­di­ti­on to rai­se the child. They fear that if Sandra is sub­jec­ted to stress, she will revert to her old pat­tern of beha­vi­or and lose her com­po­sure. Only through flash­backs cle­ver­ly woven into the nar­ra­ti­ve do we learn how ever­y­thing could have come to this.

    Credits:

    DE 2023, 94 Min.
    Regie: Christina Ebelt
    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Florian Riedel
    mit Franziska Hartmann, Slavko Popadić, Martina Eitner-Acheampong

    Trailer:
    MONSTER IM KOPF – Offizieller Trailer
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  • Tótem

    Tótem

    Ein Film von Lila Avilés. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In ihrem zwei­ten Film ver­lässt Lila Avilés die engen Hotelzimmer ihres Debüts „The Chambermaid”, aber der Zusammenhang zwi­schen mensch­li­chen Beziehungen und Innenräumen bleibt Thema. Schauplatz ist ein gro­ßes Haus, in dem Familie und Freund*innen ein zwei­fa­ches Ritual bege­hen: Der Maler und jun­ge Vater Tona hat Geburtstag, und da es wohl sein letz­ter ist, wird zugleich Abschied gefei­ert. Entsprechend hat auch der Film zwei Seelen: Hinter der Hektik und Spontaneität beim Vorbereiten und Feiern tut sich jene archa­isch-spi­ri­tu­el­le Tiefendimension auf, die im Titel anklingt. Tonas geschwäch­ter Körper bleibt zunächst unsicht­bar. Im schüt­zen­den Zimmer sam­melt er Kraft für die Zeremonie, bei der er die gan­ze Liebe und Zuneigung erfährt, die er für sei­ne letz­te Reise braucht. So sorg­sam wie der Patriarch sei­ne gelieb­ten Bonsaibäumchen gestal­tet Avilés ihre fil­mi­sche Miniatur, hilft Handlungslinien und Gefühlen auf den rich­ti­gen Weg, schnei­det Nebensächliches und Überflüssiges weg. Der Film berei­tet den Weggang eines Menschen vor, ist aber vol­ler Lebenszeichen und ‑for­men: Tiere, Insekten, Pflanzen und ein Defilee wun­der­ba­rer Menschen, ver­eint in der Kraft des Miteinanders.

    Wie der Betrachter auf den ver­schie­de­nen Elementen und Details eines gro­ßen Gemäldes aus frü­he­ren Zeiten ver­weilt und dann den Blick wei­ter­zie­hen lässt, so erfasst auch der Film auf ruhi­ge und bedäch­ti­ge Weise die­se Familie in ihrer unge­wöhn­li­chen Situation, stellt mal den einen, mal die ande­re in den Mittelpunkt und wech­selt dann in den Nebenraum, nimmt eine ande­re Perspektive ein. Das gelingt. Ist span­nend und kurz­wei­lig. Denn als Zuschauer:in zeich­net man die­ses Familienportrait im Kopf nach, macht sich nach und nach ein Bild von jedem Einzelnen und der Familie als Ganzem. Dabei schweift der fil­mi­sche Blick auch ab und ent­wirft ganz neben­bei ganz unge­wöhn­li­che, aber groß­ar­ti­ge Kinobilder, die er durch das zurück­ge­nom­me­ne Sounddesign ein­mal mehr wir­ken lässt. ..” Verena Schmöller | kino-zeit.de

    Credits:

    MX DK FR 2023 95 Minuten
    spa­ni­sche OmU (deut­sche und eng­li­sche Untertitel)
    Regie, Buch: Lila Avilés
    Kamera: Diego Tenorio
    Schnitt: Omar Guzmán
    mit: Naíma Sentíes
    Monserrat Marañon
    Marisol Gasé
    Saori Gurza
    Teresita Sánchez

    Trailer:
    TÓTEM – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 09.11. im Kino
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    A film by Lila Avilés. In Spanish with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In her second film after The Chambermaid in 2018, Lila Avilés lea­ves behind the cram­ped hotel rooms of her debut but con­ti­nues to work on the con­nec­tion bet­ween rela­ti­onships and inte­ri­or spaces. This time, the set­ting is a lar­ge house whe­re, over the cour­se of a long day, fami­ly and fri­ends meet for a dual ritu­al: it is the bir­th­day of young father and pain­ter Tona, but as it will likely be his last, it is also a fare­well cerem­o­ny. There is dua­li­ty in the film’s soul, too, with the fren­zy of pre­pa­ra­ti­ons and the spon­ta­n­ei­ty of the cele­bra­ti­on con­ce­al­ing the pro­found­ly archaic and spi­ri­tu­al dimen­si­on of the title. Tona’s wea­k­en­ed body is initi­al­ly invi­si­ble, pro­tec­ted in a room whe­re he tri­es to sum­mon up the strength requi­red for the huma­nist cerem­o­ny in which he will be show­e­red with all the love and affec­tion nee­ded to face his final jour­ney.
    Like the cha­rac­ter of the bon­sai-loving patri­arch, Avilés takes meti­cu­lous care in sha­ping her own minia­tu­re, ben­ding tra­jec­to­ries and fee­lings, pru­ning all frills and excess. A film that pre­pa­res for loss, Tótem amas­ses signs and forms of life: ani­mals, insects, plants and a para­de of won­derful human beings who are stron­ger together.

    Credits:

    MX DK FR 2023 95 Minuten
    spa­ni­sche OmU (deut­sche und eng­li­sche Untertitel)
    Regie, Buch: Lila Avilés
    Kamera: Diego Tenorio
    Schnitt: Omar Guzmán
    mit: Naíma Sentíes
    Monserrat Marañon
    Marisol Gasé
    Saori Gurza
    Teresita Sánchez

    Trailer:
    TÓTEM – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 09.11. im Kino
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  • Notes on a Summer

    Notes on a Summer

    Ein Film von Diego Llorente.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die „Kurzen Notizen eines Sommers“ – es wird viel per SMS kom­mu­ni­ziert – han­deln von der Mitt-Zwanzigerin Marta, Universitätsangestellte in Madrid. Sie gera­de mit ihrem Freund Leo zusam­men­ge­zo­gen und fährt anschlie­ßend für einen kur­zen Urlaub zurück in ihren Heimatort an die Atlantikküste im Norden Spaniens. So schön die Gegend dort ist, so abge­hängt ist sie öko­no­misch. Während die Hauptstadt für einen siche­ren Arbeitsplatz und eine sta­bi­le Beziehung steht, erscheint der jun­gen Frau Asturien als eine Art ver­lo­re­nes Paradies, wo sie sich zusam­men mit den Freundinnen zurück in die Teenager-Zeit bea­men kann. Dazu kommt dann noch die Begegnung mit mit ihrem Exfreund Pablo, dem sie einst den Laufpass gab. Das mög­li­che Abenteuer mit ihm reizt sie, und so wird die Beziehung, unver­bind­lich natür­lich, reak­ti­viert. Aber zur Hochzeit von Martas Freundin ist auch Leo ein­ge­la­den.
    Es ist eine ein­fa­che, uni­ver­sel­le Geschichte, die uns Diego Llorente hier in klei­nen Alltagsvignetten anbie­tet, unauf­ge­regt mit Rohmerschem Touch und bewun­derns­wert natür­lich erzählt und gespielt.
    Ein som­mer­li­cher Film über Lust und Liebe und Entscheidungen, die man tref­fen
    muss (oder auch nicht).

    Credits:

    ES 2023, 83 Min., span. OmU
    Regie: Diego Llorente
    Kamera: Adrián Hernandez
    Schnitt: Diego Llorente
    mit: Katia Borlado, Antonio Araque, Álvaro Quintana, Rocío Suáre

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    A Film by Diego Llorente.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Marta loves her new life in Madrid with boy­fri­end Leo, but when a trip home for the sum­mer rea­wa­kens an old romance, she beg­ins to ques­ti­on her choices.

    Credits:

    ES 2023, 83 Min., span. OmU
    Regie: Diego Llorente
    Kamera: Adrián Hernandez
    Schnitt: Diego Llorente
    mit: Katia Borlado, Antonio Araque, Álvaro Quintana, Rocío Suáre

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  • Das Versprechen – Architekt BV Doshi

    Das Versprechen – Architekt BV Doshi

    Ein Film von Jan Schmidt-Garre.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Balkrishna Doshi ist 1927 gebo­ren, aber er war der jüngs­te Architekt der Welt. Alles, wor­über jun­ge Architekten heu­te dis­ku­tie­ren, setz­te er schon vor Jahrzehnten um.

    Seit den 60er Jahren bau­te er nach­hal­tig: mit loka­len Materialien, ener­gie­spa­rend, mit natür­li­cher Klimatisierung.

    Seit den 80er Jahren bau­te er sozi­al: kos­ten­güns­ti­ge Siedlungen, die von den Slum-Bewohnern der indi­schen Großstädte wei­ter­ent­wi­ckelt wur­den und ihnen den sozia­len Aufstieg ermöglichten.

    2018 erhielt er dafür den Nobelpreis der Architektur, den Pritzker Architecture Prize.

    Im Januar 2023 ver­starb BV Doshi hoch­be­tagt „als ein glück­li­cher Mensch“, wie Regisseur Jan Schmidt-Garre schreibt.

    Ein ein­fühl­sa­mes Portrait eines gro­ßen Architekten, das die inni­ge Verbindung von Mensch und gebau­ter Umwelt beleuch­tet, die im Zentrum von Doshis Schaffen steht. Keiner der übli­chen Starchitecture-Filme, son­dern ein Blick auf den Menschen und auf das Indien, die Doshis Bauten geprägt haben.“

    Credits:

    Das Versprechen – Architekt BV Doshi
    D 2023, 90 Min., engl. OmU
    Regie: Jan Schmidt-Garre
    Kamera: Diethard Prengel
    Schnitt: Sarah. J. Levine

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    A film by Jan Schmidt-Garre.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Balkrishna Doshi (1927−2023) is one of India’s most influ­en­ti­al 20th cen­tu­ry archi­tects and reci­pi­ent of the Pritzker Architecture Prize. Doshi and his prac­ti­ce Vastu-Shilpa has a port­fo­lio span­ning over 70 years, inclu­ding col­la­bo­ra­ti­ons with both Le Corbusier and Louis Kahn. The film intro­du­ces view­ers to his famous buil­dings and offers an exclu­si­ve look into his work pro­cess. Doshi shares his sources of inspi­ra­ti­on and moti­va­ti­on and is also a bril­li­ant sto­rytel­ler. His pre­sence of mind, his humor and his wis­dom crea­te the image of a man from whom we can not only learn to build human­ly, but from whom we can learn – to be human.

    Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist Das-Versprechen-Architekt-BV-Doshi-Frontpage.jpg
    Credits:

    Das Versprechen – Architekt BV Doshi
    D 2023, 90 Min., engl. OmU
    Regie: Jan Schmidt-Garre
    Kamera: Diethard Prengel
    Schnitt: Sarah. J. Levine
    

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  • Anatomie eines Falls

    Anatomie eines Falls

    Ein Film von Justine Triet. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Cannes: Palme d’or 2023

    Sie muss erst etwas erle­ben, bevor sie schrei­ben kann, sagt die Schriftstellerin Sandra (Sandra Hüller) zu der jun­gen Studentin, die sie für ihre Doktorarbeit inter­viewt. In einem abge­le­gen Chalet in den fran­zö­si­schen Alpen wohnt Sandra, die eigent­lich aus Deutschland stammt, wegen ihres Mannes aber nach Frankreich gezo­gen ist und die Sprache gut beherrscht. Doch in der Ehe mit Samuel (Samuel Theis) scheint es zu kri­seln, offen­bar um das Interview zu stö­ren lässt Samuel lau­te Musik laufen.

    Kurz nach­dem die Studentin das Haus ver­las­sen hat wird Samuel tot auf­ge­fun­den, augen­schein­lich aus der drit­ten Etage des Chalets gestürzt, ob durch Selbstmord oder Fremdeinwirkung bleibt offen. Die Ermittlungen der Polizei geben kein kla­res Bild, das Fehlen von ein­deu­ti­gen Beweisen lässt auch Sandra als Tatverdächtige mög­lich wer­den. Zusammen mit ihrem Anwalt Vincent (Swann Arlaud) berei­tet sie sich auf eine mög­li­che Anklage vor und so kommt es auch: Die Autorin steht wegen Mord vor Gericht und auch ihr Sohn Daniel (Milo Machado-Graner) muss als Zeuge aussagen.

    Weite Teile von Justine Triets „Anatomy of a Fall“ spie­len vor Gericht, minu­ti­ös wird die lang­wie­ri­ge Verhandlung geschil­dert, die Aussagen von Sandra, Daniel und ande­ren Zeugen. Doch auch wenn der Titel deut­lich auf Otto Premingers Klassiker „Anatomy of a Murder“ anspielt hat Triet ande­res im Sinn als einen blo­ßen Gerichtsfilm. Sie erzählt von der schwie­ri­gen, oft nicht zu beant­wor­ten­den Suche nach der Wahrheit, nach Fakten, vom meist zum schei­tern ver­ur­teil­ten Versuch, sich anhand von weni­gen Indizien, ver­spreng­ten Aussagen, Tonbandaufzeichnungen und ande­ren Hinweisen, ein kla­res Bild zu machen.

    Unweigerlich muss man hier an #metoo den­ken, an die unzäh­li­gen Fälle, in denen in den letz­ten Jahren ein Mensch unter Verdacht geriet und schnell auf Grund weni­ger Hinweise, ein­zel­nen Zeugenaussagen von der öffent­li­chen Meinung ver­ur­teilt wur­de, mal zu recht, mal aber auch zu unrecht.

    In „Anatomy of a Fall“ ist es nun inter­es­san­ter­wei­se eine Frau, deren Ambivalenzen sie ver­däch­tig macht, die aber vor allem eine kom­ple­xe Person ist, die nicht ein­fach auf einen kla­ren Nenner zu brin­gen ist. Allein die Sprache macht es schwie­rig: Als Deutsche in einem frem­den Land, gut Französisch spre­chend, aber vor Gericht dann doch auf das uni­ver­sel­le Englisch zurück­grei­fend, was aller­dings für kei­nen der Beteiligten die Muttersprache ist. Lost in Translation sozu­sa­gen, was erst recht für man­che Zeugenaussagen gilt, aber auch für schein­bar objek­ti­ve Tonbandaufnahmen. Einen Streit zwi­schen dem Paar hat­te Samuel ins­ge­heim auf­ge­nom­men, der nun als Beweis der Anklage dient. Doch wie ein­deu­tig ist das, was man da hört eigent­lich? Anfangs unter­legt Triet die Tonbandaufnahme noch mit den Bildern des Streites, spä­ter springt sie in den Gerichtssaal zurück, so dass man nur hört, aber kei­ne Bilder mehr sieht. Und wenn dann Geschirr zer­bricht, Dinge zu Boden fal­len muss man sich fra­gen, was denn da genau pas­siert ist und letzt­end­lich zum Schluss kom­men, dass man es nicht genau weiß.

    Das mag unbe­frie­di­gend sein, gera­de vor Gericht, gera­de in der Realität, wenn es um #metoo-Vorwürfe geht, aber gera­de in sol­chen Fällen darf sich eine demo­kra­ti­sche Gesellschaft glück­lich schät­zen, dass die Unschuldsvermutung gilt. In die­sem Sinne ist es nur kon­se­quent, wie Justine Triet ihren Film enden lässt, wie sie sich einer kla­ren Antwort in Bezug auf Sandras Schuld ent­zieht. In der Rolle der undurch­schau­ba­ren Schriftstellerin bril­liert Sandra Hüller, die zum zwei­ten Mal mit Triet zusam­men­ar­bei­te­te und mit ihrer Darstellung stark dazu bei­getra­gen haben dürf­te, das ihre Regisseur als erst drit­te Frau nach Jane Campion und Julia Ducournau mit der Goldenen Palme aus­ge­zeich­net wurde.

    Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    Anatomie d’u­ne chu­te
    FR 2023, 151 Min., frz. OmU
    Regie: Justine Triet
    Kamera: Simon Beaufils
    Schnitt: Laurent Sénéchal
    mit: Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jehnny Beth, Saadia Bentaïeb, Camille Rutherford

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    A film by Justine Triet. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sandra, Samuel and their visual­ly impai­red son Daniel have been living in a remo­te moun­tain loca­ti­on for the past year. When Samuel is found dead out­side the house, an inves­ti­ga­ti­on for death in sus­pi­cious cir­cum­s­tances is laun­ched. Amidst the uncer­tain­ty, Sandra is indic­ted: Was it sui­ci­de or homic­i­de ? A year later Daniel attends his mother’s tri­al, a veri­ta­ble dis­sec­tion of his par­ents’ relationship.

    Cannes: Palme d’or 2023

    Credits:

    Anatomie d’u­ne chu­te
    FR 2023, 151 Min., frz. OmU
    Regie: Justine Triet
    Kamera: Simon Beaufils
    Schnitt: Laurent Sénéchal
    mit: Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jehnny Beth, Saadia Bentaïeb, Camille Rutherford

    Trailer:
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  • Tori & Lokita

    Tori & Lokita

    Ein Film von Luc und Jean-Pierre Dardenne.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Großaufnahme von Lokita (Joely Mbundu): Die 16-jäh­ri­ge aus Benin mit den kur­zen, jun­gen­haf­ten Haaren hat Angst. Trauer füllt ihre Augen, ganz leicht zuckt ihre Nase. Ansonsten blickt sie reg­los an der Kamera vor­bei, in die Enge gedrängt wie ein gefan­ge­nes Tier. Zu hören ist die Stimme einer Frau. Sie schießt Fragen ab wie Pfeile, knapp und mes­ser­scharf, als wäre dies ein Kreuzverhör vor Gericht. Aber Lokita sitzt nicht vor einem Ankläger. Sondern in einer Behörde, die berech­tig­te Anliegen sach­lich prü­fen soll. Das Mädchen braucht eine Aufenthaltsgenehmigung in Belgien. Dafür muss sie lügen, anders als Tori (Pablo Schils), ihr elf­jäh­ri­ger Kompagnon, den sie bei der Flucht übers Meer ken­nen gelernt und ins Herz geschlos­sen hat. Tori darf blei­ben, weil er unter 14 ist. Wäre Lokita Toris älte­re Schwester, bekä­me sie eben­falls einen Schutz vor Abschiebung, des­halb sagt sie die Unwahrheit. Die Frau in der Behörde scheint sol­che Strategien zu ken­nen. Sie bohrt nach, bleibt uner­bitt­lich, ver­langt schließ­lich einen DNA-Test. Als Lokita wie­der drau­ßen ist, bricht sie wei­nend zusammen.

    Von der Frau in der Behörde ist nur die Stimme zu hören. Mit gutem Grund ver­wei­gern die Regisseure Luc und Jean-Pierre Dardenne, die auch gemein­sam das Drehbuch geschrie­ben haben, den Blick auf die Sachbearbeiterin. Ihnen geht es nicht um indi­vi­du­el­les Fehlverhalten, nicht um mög­li­cher­wei­se sadis­ti­sche Neigungen oder auch nur um ver­bor­ge­ne Vorurteile. Es geht um uns alle hier in Europa, die wir weg­schau­en vor dem unvor­stell­ba­ren Leid, das min­der­jäh­ri­gen Geflüchteten zuge­fügt wird, bis hin zu Sklaverei, sexu­el­lem Missbrauch oder gar Mord. Die Brüder Dardenne beschäf­tig­ten sich schon län­ger mit dem Thema, auch in ihrem vor­letz­ten Film „Das unbe­kann­te Mädchen“ (2016) spiel­te es eine Rolle. Den Anstoß zu „Tori und Lokita“, so erzäh­len sie es in einem Interview, gab dann ein Artikel dar­über, wie vie­le Jungen und Mädchen spur­los aus Notunterkünften und Wohngruppen ver­schwin­den. Es sol­len geschätzt 15 bis 20 Prozent der Aufgenommenen sein.

    Bevor Lokita voll­ends in die Hände von Drogen- und Menschenhändlern gerät, ler­nen wir sie und Tori in knap­pen, berüh­ren­den Alltagssituationen ken­nen. Vor dem Schlafengehen albern sie mit­ein­an­der her­um wie ech­te Geschwister, kuscheln sich ins Bett, hel­fen ein­an­der mit einem Lied aus der Heimat in den Schlaf. Ihre Sangeskünste tra­gen sie auch in der Pizzeria vor, in der sie für einen Hungerlohn arbei­ten – ein ergrei­fen­der Moment. Ohne dass der Film es aus­spre­chen muss, machen die Bilder klar, wie innig die­se Freundschaft ist, die die bei­den alle Härten der Flucht hat über­ste­hen las­sen. Was auch immer die feind­li­che Umwelt den „Geschwistern“ antut – solan­ge sie ein­an­der haben, blei­ben sie bewun­derns­wert stark im Kampf um die nack­te Existenz. Die enge Bindung ist wich­ti­ger als alles, was man sonst zum Überleben braucht. Darauf zu ver­zich­ten, wird den bei­den zum Verhängnis, als sich Lokita dar­auf ein­lässt, als Gegenleistung für einen gefälsch­ten Pass für drei Monate eine gehei­me Cannabis-Plantage zu pfle­gen, wie in einem Gefängnis, ohne Ausgang, ein­ge­sperrt Tag und Nacht, selbst ohne Handy-Empfang.

    Als der jüngs­te Film der Altmeister im Wettbewerb von Cannes 2022 Premiere hat­te, war­fen ihm Teile der Kritik vor, er tra­ge zum Werk der Brüder nichts Neues bei. Daran ist rich­tig, dass sich die inzwi­schen 71- und 74-Jährigen nicht neu erfin­den. Aber der Vorwurf über­sieht, wie bril­lant die Filmemacher inzwi­schen das Genre des Sozialrealismus beherr­schen, wie kon­zen­triert, öko­no­misch und straff ihr zwölf­ter Spielfilm die Handlung vor­an­treibt. Und vor allem, wie sie ihre cine­as­ti­sche Kunstfertigkeit dazu nut­zen, das Publikum teil­ha­ben zu las­sen an dem Schicksal der bei­den Geflüchteten. Dem Sog die­ser Bilder kann man sich nicht ent­zie­hen, Wegschauen wird ersetzt durch Empathie. Sich der Wahrheit stel­len zu müs­sen, mag nicht immer ange­nehm ein. Aber es wird zumin­dest gelin­dert durch die inten­si­ve Darstellung der bei­den Laienschauspieler.

    Peter Gutting | programmkino.de

    Credits:

    BE/FR 2022, 88 Min., frz. OmU
    Regie & Buch: Luc und Jean-Pierre Dardenne
    Kamera: Benoît Dervaux
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo, Valène Leroy
    mit: Pablo Schils, Joely Mbundu, Marc Zinga, Nadège Ouedraogo, Charlotte De Bruyne

    Trailer:
    TORI & LOKITA (2022) – Trailer 1
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    A film by Luc und Jean-Pierre Dardenne.
    In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The out­stan­ding new film from acclai­med film­ma­kers the Dardenne brot­hers is an abso­lut­e­ly stun­ning pie­ce of work. Following a young boy (Tori) and a teenage girl (Lokita) who have left their home count­ries of Cameroon and Benin to make a new life in Belgium, we fol­low their jour­ney as they navi­ga­te a ran­ge of dif­fi­cult and chal­len­ging expe­ri­en­ces. Whether it be fin­ding jobs on the black mar­ket or working to send money back to their fami­lies, their fri­end­ship pro­vi­des an unbre­aka­ble bond that helps them sur­vi­ve. Hoping to get their papers to remain in the coun­try, they soon find that the­re are an array of forces sta­cked against them. They must fight for both their fri­end­ship and their lives as their world slow­ly beg­ins to crum­ble. Clinging to the hope of a bet­ter life, their strugg­le is a grip­ping tes­ta­ment to the power of the human spi­rit and the cou­ra­ge of their relationship.

    Credits:

    BE/FR 2022, 88 Min., frz. OmU
    Regie & Buch: Luc und Jean-Pierre Dardenne
    Kamera: Benoît Dervaux
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo, Valène Leroy
    mit: Pablo Schils, Joely Mbundu, Marc Zinga, Nadège Ouedraogo, Charlotte De Bruyne

    Trailer:
    TORI & LOKITA (2022) – Trailer 1
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  • Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste

    Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste

    Ein Film von Margarethe von Trotta.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sie ist Österreicherin, er Schweizer, sie Lyrikerin, er Dramatiker, sie drauf­gän­ge­risch und ver­wund­bar, er ver­we­gen und biss­chen Biedermann: Ingeborg Bachmann und Max Frisch sind bereits so etwas wie inter­na­tio­na­le Stars der Kulturszene, als sie sich im Sommer 1958 in Paris erst­mals begeg­nen. Die vier Jahre danach ver­su­chen sie sich in gro­ßer Liebe und offe­ner Beziehung zwi­schen Zürich, sei­ner Heimatstadt, und Rom, ihrer Wahlheimat. Frisch nei­det ihr den Ruhm; Bachmann nervt sein Schreibmaschinengeratter und sei­ne Eifersucht sowie­so. Sie ist eman­zi­piert, ver­suchs­wei­se frei, mobil, pro­duk­tiv; in Berlin schreibt sie die berühm­te Rede „Die Wahrheit ist dem Menschen zumut­bar“. Dass und vor allem wie sehr sie lei­det, erkennt sie erst hin­ter­her, mit Adolf Opel in der Wüste, bei Hans Werner Henze in Italien. Von Trotta ver­webt die Zeiten des Vor- und Nach-der-Katastrophe. Sie insze­niert direkt, nüch­tern und ele­gant. Ronald Zehrfeld als kor­pu­len­ter Pfeifenraucher und Vicky Krieps (nach der Sisi in einer wei­te­ren Kultfigur-Rolle): kon­ge­ni­al. Nicht vom fata­len Ende Bachmanns han­delt die­ser Film, son­dern von ihrem Hoffen auf Liebe und Respekt, in der Literatur wie im Leben.

    Credits:

    Schweiz / Österreich / Deutschland / Luxemburg 2023
    Deutsch, Französisch, Italienisch OmU
    Regie & Buch: Margarethe von Trotta
    Kamera: Martin Gschlacht
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich
    Mit: Vicky Krieps, Ronald Zehrfeld, Tobias Resch, Basil Eidenbenz, Luna Wedler, Marc Limpach, Roberto Carpentieri, Katharina Schmalenberg

    Trailer:
    INGEBORG BACHMANN | Trailer deutsch | Jetzt im Kino!
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    A film by Margarethe von Trotta. In German, French and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    She is Austrian, he Swiss; she is a poet, he a play­w­right; she is a dare­de­vil yet vul­nerable, he is adven­tur­ous but a litt­le con­ser­va­ti­ve. When Ingeborg Bachmann and Max Frisch meet for the first time in Paris in the sum­mer of 1958, they are alre­a­dy inter­na­tio­nal cele­bri­ties of the lite­ra­ry world. In the four years that fol­low, they dabb­le in gre­at love and an open rela­ti­onship bet­ween his home­town of Zurich and her adopted Rome. Frisch envies her fame; Bachmann finds his type­wri­ter clat­ter and his jea­lou­sy annoy­ing. She is eman­ci­pa­ted, expe­ri­ments with a libe­ra­ted exis­tence, is mobi­le and pro­duc­ti­ve; in Berlin, she wri­tes the famous speech: “The Truth is Bearable for Humankind”. She only rea­li­ses after­wards that she is suf­fe­ring, and by how much – with Adolf Opel in the desert, and with Hans Werner Henze in Italy. Margarethe von Trotta inter­wea­ves the times befo­re and after the cata­stro­phe. Her direc­tion is frank, sober and ele­gant. Ronald Zehrfeld as the cor­pu­lent, pipe-smo­king Frisch and Vicky Krieps (in the role of ano­ther cult figu­re after Empress Sisi) are the per­fect match. This film is not about Bachmann’s fatal end, but about her hopes for love and respect, in lite­ra­tu­re, and in life.

    Credits:

    Schweiz / Österreich / Deutschland / Luxemburg 2023
    Deutsch, Französisch, Italienisch OmU
    Regie & Buch: Margarethe von Trotta
    Kamera: Martin Gschlacht
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich
    Mit: Vicky Krieps, Ronald Zehrfeld, Tobias Resch, Basil Eidenbenz, Luna Wedler, Marc Limpach, Roberto Carpentieri, Katharina Schmalenberg

    Trailer:
    INGEBORG BACHMANN | Trailer deutsch | Jetzt im Kino!
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  • Kurdisches Filmfestival Berlin 2023

    Kurdisches Filmfestival Berlin 2023

    Beim Kurdischen Filmfest, der größ­ten Veranstaltung zum kur­di­schen Film in Europa, zei­gen wir fol­gen­de Auswahl:
    Samstag, 07.10. Kinderprogramm: 13:00
    Das dop­pel­te Lottchen [Tickets], DE 2007, 82 Min., Regie: Michael Schaak Als Luise und Lotte sich begeg­nen, stel­len sie schnell fest, dass sie Zwillinge sind, die nach der Geburt getrennt wur­den. Sie tau­schen ihre Identitäten.
    Samstag 15:00 Kurzfilm Programm: [Tickets] 4 pm (12 min), The Apple (15 min), Khokoushten ba Shewazi Nietdchze (18 min), Recasted (5 min), Hooves Beat (13 min), Nachir (12min), Small Room (14), Total Screening Time: 89 Min.
    Samstag, 18:00 Baghdad Messi [Tickets], BE/NL/IR 2021, 87 Min., Regie: Sahim Omar Kalifa Hamoudi (11) lebt für Fußball und träumt davon, genau­so her­aus­ra­gend zu sein wie sein Fußballheld Messi. Eines Tages, als er unab­sicht­lich in einen Angriff ver­wi­ckelt wird, wacht er im Krankenhaus auf und hat nur noch ein Bein. Während sei­ne Eltern alles tun, um die Familie sicher zu hal­ten, kämpft Hamoudi trotz allem dar­um, sei­nen Traum zu ver­wirk­li­chen.
    Sonntag, 08.10., Kinderfilmprogramm: 13:00 Oskars Kleid [Tickets], DE 2022, 102 min, Regie: Hüseyin Tabak Seit Ben in Trennung lebt, fern­ab von sei­ner Ex-Frau Mira und den gemein­sa­men Kindern Oskar und Erna, ist er nur noch ein Schatten sei­ner selbst. Als die hoch­schwan­ge­re Mira vor­zei­tig ins Krankenhaus muss, zie­hen sei­ne Kinder wie­der bei ihm ein. Diese Chance will er unbe­dingt nut­zen und allen zei­gen, dass auch er der per­fek­te Vater sein kann.
    Sonnatg 15:00–16:20, Kurzfilmprogramm 2: [Tickets] Trivet (14 min) , Suitcase (15 min), Music Beyond Borders (8 min), Killing Bagheera (13 min) , Russian Vodka (18 min), Paths (11 min ), Baby Ant (15 min )
    SONNTAG, 08.10., 20.00: The Land of Legend [Tickets] IR/DE 2008, 72 Min. Nach dem Untergang der ira­ki­schen Regierung ent­schei­den sich kur­di­sche Opfer des Irak-Iran-Krieges von 1980 recht­li­che Schritte gegen die Politiker zu unter­neh­men. Einer von ihnen, ein behin­der­ter jun­ger Mann, reist durch die gesam­te Grenzregion. Er lässt ande­re Opfer eine Petition unter­schrei­ben, die er per­sön­lich nach Bagdad brin­gen will. Während sei­ner Reise begeg­net er einer ira­ni­schen Frau, auch ein Opfer des Krieges. Zusammen ver­su­chen sie die Grenze zum Irak zu pas­sie­ren.
    MONTAG, 09.10. 20:00 Le Pacha, ma mère et moi [Tickets] BE 2023, 83 Min., Regie: Nevine Gerits. Le Pacha, ma mère et moi por­trä­tiert eine Konfrontation zwi­schen Mutter und Tochter und fokus­siert sich auf die Frage der Übertragung: Welches kul­tu­rel­le Erbe tra­gen wir in uns? Wie kön­nen wir uns von die­sem Erbe befrei­en, gleich­zei­tig aber unse­ren Wurzeln Bedeutung ver­lei­hen und zukünf­ti­gen Generationen hel­fen, ihre Identität auf­zu­bau­en?
    DIENSTAG 10.10. 20:00 Escape (Kurzfilm) 15 Min., Mutter (SPIELFILM) [Tickets] 33 Min., Deniz Deman ist eine kur­di­sche Sängerin, Filmemacherin und Autorin. In einer Doppelvorstellung zeigt das Kurdische Film Festival Berlin ihren Kurzfilm ESCAPE und ihr Spielfilm Debüt MUTTER. „Ich wur­de Mutter von Millionen Menschen“ Eine 85 jäh­ri­ge kur­di­sche Frau, die sich der Unterdrückung des Mannes, des Staates und der Gesellschaft wider­setzt, der sie ihr Leben lang aus­ge­setzt war und ihr gesam­tes Leben der Frauenbewegung wid­met.
    MITTWOCH: 18:00 Holy Bread [Tickets] IR 2021, 54 Min., Regie: Rahim Zabihi Holy Bread por­trä­tiert das har­te Leben der­je­ni­gen, die gezwun­gen sind, ille­ga­le Ware zu schmug­geln, da sie nur so ihre Familien ver­sor­gen kön­nen. Sie sind gezwun­gen, beschwer­li­che Berge zu erklim­men und müs­sen dabei ihr Leben aufs Spiel set­zen.
    DONNERSTAG: 20:00, Eren, [Tickets] Regie: Maria Binder