Jean Eustache, ausgebildeter Elektriker und Autodidakt, war als Arbeiter-Kind eine Ausnahmefigur der ansonsten bourgeoisen Nouvelle Vague. Fast autobiografisch spiegelt sich sein Leben auch in seinen Filmen wieder. Mit präziser Aufmerksamkeit für Sprache, Gesten und soziale Wirklichkeiten bewegt sich Eustaches Kino in einem Raum dokumentarischer Fiktion. Dank der Re:Visted-Reihe des Grand film-Verleihs können wir zwei seiner Klassiker anbieten:
LA MAMAN ET LA PUTAIN von 1973, in dem Jean-Pierre Léaud als Flaneur Alexandre zwischen zwei Frauen, endlosen Gesprächen in Pariser Cafés auf der Suche nach sich selbst ist. 16. + 18.6.26
Im autobiografisch gefärbten MES PETITES AMOUREUSES von 1974
wird der 13-jährige Daniel aus seinem behüteten Landleben gerissen und in die Enge der Stadt und die Härte der Erwachsenenwelt gestoßen. 17. + 19.6.26
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