Ein Film von Lila Avilés.
[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]
In ihrem zweiten Film verlässt Lila Avilés die engen Hotelzimmer ihres Debüts „The Chambermaid”, aber der Zusammenhang zwischen menschlichen Beziehungen und Innenräumen bleibt Thema. Schauplatz ist ein großes Haus, in dem Familie und Freund*innen ein zweifaches Ritual begehen: Der Maler und junge Vater Tona hat Geburtstag, und da es wohl sein letzter ist, wird zugleich Abschied gefeiert. Entsprechend hat auch der Film zwei Seelen: Hinter der Hektik und Spontaneität beim Vorbereiten und Feiern tut sich jene archaisch-spirituelle Tiefendimension auf, die im Titel anklingt. Tonas geschwächter Körper bleibt zunächst unsichtbar. Im schützenden Zimmer sammelt er Kraft für die Zeremonie, bei der er die ganze Liebe und Zuneigung erfährt, die er für seine letzte Reise braucht. So sorgsam wie der Patriarch seine geliebten Bonsaibäumchen gestaltet Avilés ihre filmische Miniatur, hilft Handlungslinien und Gefühlen auf den richtigen Weg, schneidet Nebensächliches und Überflüssiges weg. Der Film bereitet den Weggang eines Menschen vor, ist aber voller Lebenszeichen und ‑formen: Tiere, Insekten, Pflanzen und ein Defilee wunderbarer Menschen, vereint in der Kraft des Miteinanders.
„Wie der Betrachter auf den verschiedenen Elementen und Details eines großen Gemäldes aus früheren Zeiten verweilt und dann den Blick weiterziehen lässt, so erfasst auch der Film auf ruhige und bedächtige Weise diese Familie in ihrer ungewöhnlichen Situation, stellt mal den einen, mal die andere in den Mittelpunkt und wechselt dann in den Nebenraum, nimmt eine andere Perspektive ein. Das gelingt. Ist spannend und kurzweilig. Denn als Zuschauer:in zeichnet man dieses Familienportrait im Kopf nach, macht sich nach und nach ein Bild von jedem Einzelnen und der Familie als Ganzem. Dabei schweift der filmische Blick auch ab und entwirft ganz nebenbei ganz ungewöhnliche, aber großartige Kinobilder, die er durch das zurückgenommene Sounddesign einmal mehr wirken lässt. ..” Verena Schmöller | kino-zeit.de




Credits:
MX DK FR 2023 95 Minuten
spanische OmU (deutsche und englische Untertitel)
Regie, Buch: Lila Avilés
Kamera: Diego Tenorio
Schnitt: Omar Guzmán
mit: Naíma Sentíes
Monserrat Marañon
Marisol Gasé
Saori Gurza
Teresita Sánchez
Trailer:
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A film by Lila Avilés. In Spanish with German and English subtitles.
[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]
In her second film after The Chambermaid in 2018, Lila Avilés leaves behind the cramped hotel rooms of her debut but continues to work on the connection between relationships and interior spaces. This time, the setting is a large house where, over the course of a long day, family and friends meet for a dual ritual: it is the birthday of young father and painter Tona, but as it will likely be his last, it is also a farewell ceremony. There is duality in the film’s soul, too, with the frenzy of preparations and the spontaneity of the celebration concealing the profoundly archaic and spiritual dimension of the title. Tona’s weakened body is initially invisible, protected in a room where he tries to summon up the strength required for the humanist ceremony in which he will be showered with all the love and affection needed to face his final journey.
Like the character of the bonsai-loving patriarch, Avilés takes meticulous care in shaping her own miniature, bending trajectories and feelings, pruning all frills and excess. A film that prepares for loss, Tótem amasses signs and forms of life: animals, insects, plants and a parade of wonderful human beings who are stronger together.




Credits:
MX DK FR 2023 95 Minuten
spanische OmU (deutsche und englische Untertitel)
Regie, Buch: Lila Avilés
Kamera: Diego Tenorio
Schnitt: Omar Guzmán
mit: Naíma Sentíes
Monserrat Marañon
Marisol Gasé
Saori Gurza
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