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Ein Film von Max Linz.

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Dem Institut für Kybernetik und Simulationsforschung droht die Schließung – so das Ausgangsszenario die­ser Satire über die Verwandlung des Universitätsbetriebs in eine tur­bo­ka­pi­ta­lis­ti­sche Forschungsmaschinerie. Phoebe Phaidon nimmt als hoch­qua­li­fi­zier­te Nachwuchswissenschaftlerin wie­der ein­mal einen befris­te­ten Lehrauftrag an. Mit ihren noch nicht ganz ver­blass­ten Idealen als pro­gres­si­ve Klimaforscherin agiert sie zwi­schen den frus­trier­ten, aber kampf­be­rei­ten Studierenden, die die Bibliothek beset­zen. Auf der ande­ren Seite: der eta­blier­te Lehrkörper, beim Überlebenswillen im Drittmittelbeschaffungssumpf zu eit­len Zynikern ver­kom­men, die sich vor kei­ner noch so gro­tes­ken Verrenkung im Evaluierungswahnsinn scheu­en. Max Linz kom­po­niert sei­nen Film mit fei­nem Gespür für Berliner Befindlichkeiten, städ­ti­sche Kulissen, Bürodekor und aka­de­mi­sche Kostüme. Und mit Lust an der Überzeichnung der deka­den­ten Uni-Sprache, die ihre Reizwörter wie Köder in der Verhaltensforschung benutzt. Am Ende ent­wi­ckelt sich der Film fast zu einem Musical – der Ohrwurm „Warum kann es hier nicht schön sein, war­um wer­den wir nicht froh?“ könn­te zu einer post­ka­pi­ta­lis­ti­schen Revolutionshymne werden.

 
Credits:

DE 2019, 80 Min.
Regie: Max Linz
Kamera: Carlos Andrés López
Schnitt: Bernd Euscher, René Frölke
Mit: Sarah Ralfs, Sophie Rois, Philipp Hauß, Bernd Moss, Maryam Zaree, Bastian Trost, Leonie Jenning, Luis Krawen, Martha von Mechow, Max Wagner, Anna Papenburg, Olga Lystsova, Kerstin Grassmann, Jean Chaize, Friedrich Liechstenstein

Termine:

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Trailer (Ausschnitt):