Vânâtoare

Ein Film von Alex­an­dra Bal­te­anu. Ab 7.12. im fsk.

Drei Frau­en ste­hen jeden Tag unter der Auto­bahn­brü­cke, die Buka­rest mit der nächs­ten Stadt ver­bin­det. Wäh­rend das Leben an ihnen vor­bei­rauscht, war­ten sie auf den nächs­ten Frei­er. Hier, zwi­schen den Beton­pfäh­len, inmit­ten von Lärm, Dreck und Abga­sen, ver­ge­hen ihre Tage, die geprägt sind von Rou­ti­ne, Unsi­cher­heit, Kon­kur­renz und Gewalt. Nicht allein von den Frei­ern geht eine gro­ße Bedro­hung aus, son­dern fast noch mehr von der bru­ta­len und kor­rup­ten Poli­zei. Die beob­ach­ten­de Hal­tung der Fil­me­ma­che­rin Bal­te­anu, die ihre Figu­ren einen gan­zen Tag beglei­tet, trägt einer­seits zu einer äus­se­ren Ent­dra­ma­ti­sie­rung und ande­rer­seits doch gleich­zei­tig zu einer inne­ren Ange­span­nung bei.

Aus der Jury­be­grün­dung für die bes­te Regie beim Max Ophüls Preis: Die Regie­leis­tung ist ehr­lich, genau, dra­ma­tisch, komisch und uner­hört glaub­wür­dig. Die Kame­ra folgt den Prot­ago­nis­ten durch Moment­auf­nah­men ihres Lebens. Die Kon­flik­te, die sie dabei aus­tra­gen und aus­hal­ten, wer­den mit einer Uner­bitt­lich­keit aus­er­zählt, dass uns Zuschau­ern gar nichts ande­res übrig­bleibt, als uns mit ihren Leben genau­er aus­ein­an­der­zu­set­zen.


 

Credits:

D 2016, 75. Min., rumän. OmU,
Regie & Dreh­buch: Alex­an­dra Bal­te­anu
Kame­ra: Matan Radin
Schnitt: Anto­nel­la Sarub­bi
mit: Cori­na Moi­se, Iulia Lumâ­na­re, Iulia Cio­chină, Ser­giu Cos­ta­che, Dra­goş Ola­ru