Queen of Earth

Queen of earth

Ein Film von Alex Ross-Perry. Ab 5.5. im fsk.

Kurz bevor wir mit dem Debut Pet­ting Zoo unse­ren ver­lei­h­ei­ge­nen US-amerikanischen Inde­pen­d­ent­film ins Ren­nen schi­cken, berei­ten wir ihm mit einem im Ver­gleich „Alten Hasen“ schon mal den Weg:
„Ross Per­ry gilt als neu­er Shooting-Star des unab­hän­gin­gen US-Kinos. Im Gegen­satz zu sei­nen eher dia­lo­glas­ti­gen Komö­di­en The color wheel und Lis­ten up Phil­lip, die auf schwar­zen Humor setz­ten, beweist Per­ry mit Queen of ear­th, dass er auch ein visu­el­ler Erzäh­ler ist. Der Film han­delt von zwei unglei­chen Freun­din­nen in unter­schied­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen, die nach Jah­ren ohne enge­ren Kon­takt ein gemein­sa­mes Wochen­en­de in einem Land­haus ver­brin­gen. Der ein­sa­me See, ver­dräng­te Kon­flik­te zwi­schen den Frau­en und das unschar­fe Som­mer­licht im Wald erzeu­gen eine laten­te Atmo­sphä­re der Ver­stö­rung, der kei­ne auf­dring­li­chen psy­cho­lo­gi­schen Erklä­rungs­mus­ter ent­ge­gen­wir­ken. Queen of ear­th bleibt bis zum Schluss opak und rät­sel­haft. Kame­ra­mann Sean Pri­ce Wil­liams fängt die Haupt­dar­stel­le­rin­nen Eli­sa­be­th Moss und Kathe­ri­ne Waters­ton in traum­haft som­nam­bu­len, fast unwirk­li­chen Bil­dern ein, die gele­gent­li­ch an Robert Alt­mans Meis­ter­werk Drei Frau­en erin­nern. …” Andre­as Busche, epd Film
„Es geht in die­sem Film um Pri­vat­sphä­re. Ich habe fest­ge­stellt, dass man­che Men­schen in einem gera­de­zu hoff­nungs­lo­sen Aus­maß unfä­hig dazu sind, ande­ren ihren Raum zu las­sen. Queen of ear­th han­delt von der Reak­ti­on einer Frau auf die Wei­ge­rung der Welt, sie in Ruhe zu las­sen. Unehr­lich­keit, Grau­sam­keit und Neu­gier­de sind ein und das­sel­be. Die stän­di­ge Freu­de, die Men­schen dar­an fin­den, Din­ge über jeden außer sich selbst zu erfah­ren, wirkt auf mich wie eine Krank­heit der Gesell­schaft. Der Film zeigt eine Figur, die all­mäh­li­ch immun gegen die­se Krank­heit wird, weil sie immer wei­ter in ihre per­sön­li­che Tra­gö­die abglei­tet.”
Alex Ross Per­ry

USA 2015 90 Min. engl. OmU

Regie & Buch: Alex Ross Per­ry

Kame­ra: Sean Pri­ce Wil­liams

Schnitt: Robert Gree­ne

Musik: Kee­gan DeWitt

mit Eli­sa­be­th Moss, Kathe­ri­ne Waters­ton, Patrick Fugit, Ken­tu­cker Aud­ley u.A.


im Kino mit deut­schen Unter­ti­teln.