Happy Hour

Happy Hour

Ein Film von Franz Mül­ler. ab 12.5. im fsk. Am 15.5. mit anschlie­ßen­dem Film­ge­spräch.

HC ist am Boden zer­stört, sei­ne Frau hat ihn ver­las­sen, das Fami­li­en­glück ist vor­bei. Was bleibt, sind die bei­den Jugend­freun­de Wolf­gang und Nic. Die den­ken, es täte HC ganz gut, wenn er Abstand bekä­me, und fah­ren mit ihm kur­zer­hand in den Urlaub, nach Irland, ins Feri­en­häus­chen von Wolf­gang.

Dort zeigt sich schnell, dass sich die Küchen­psy­cho­lo­gie der bei­den Freun­de nicht auf HC anwen­den lässt. Die Vor­stel­lun­gen davon, was rich­tig und was fal­sch ist, gehen viel zu weit aus­ein­an­der – ob es sich um die Lie­be oder die Haus­re­geln in Wolf­gangs Cot­ta­ge dreht. Genervt geht jeder bald sei­ne eige­nen Wege, ist ja schließ­li­ch auch jeder­manns Urlaub, der genos­sen wer­den will.

Franz Mül­ler macht das ger­ne: Sei­ne Figu­ren wie sei­ne Schau­spie­ler in eine her­aus­for­dern­de Situa­ti­on ste­cken, wo dann aus der Impro­vi­sa­ti­on, aus der Dyna­mik des Zusam­men­s­eins, aus dem Mit- und Gegen­ein­an­der der Film wird. (…) Eine Komö­die, die sozu­sa­gen den Gegen­pol der Matthias-Schweighöfer-Späße ist, die sich ja eben­falls mit den Fra­gen des Man­nes im Zusam­men­hang mit dem Prin­zip Frau aus­ein­an­der­set­zen: Mül­ler setzt nicht auf den Gag, son­dern auf die Cha­rak­te­re, er setzt nicht auf die Kon­zep­ti­on von Situa­tio­nen, son­dern lässt das Gesche­hen sich erge­ben …” (Harald Mühl­bey­er, kino-zeit.de)

Film­fest Mün­chen: Gewin­ner För­der­preis Neu­es Deut­sches Kino, Bes­te Pro­duk­ti­on


D 2015, 95 Min.

Regie: Franz Mül­ler
Kame­ra: Bern­hard Kel­ler
Schnitt: Gesa Jäger
Mit: Simon Licht, Meh­di Neb­bou, Alex­an­der Hör­be