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Paris, 1981: Am Wahlabend herrscht Aufbruchsstimmung; beschwingt stürmen Frankreichs Bürger*innen die Straßen. Doch Élisabeth (Charlotte Gainsbourg) fällt es schwer, sich dem allgemeinen Optimismus anzuschließen. Ihre Ehe steht vor dem Aus, und sie wird die Familie alleine zusammenhalten müssen. Sie ist verzweifelt, sowohl ihr Vater als auch ihre halbwüchsigen Kinder fürchten, dass ihre Tränen nie versiegen werden. Was aber, wenn Élisabeth ihren Gefühlen folgt, um die sich ankündigende Leere zu füllen? Was, wenn sie aus einer Laune heraus dem Moderator ihrer liebsten Radiosendung einen Brief schreibt? Oder ein obdachloses Mädchen zu sich nach Hause einlädt? Was, wenn sie auf eine Weise zu handeln beginnt, die das Leben tatsächlich verändert?
Nach Amanda richtet Mikhaël Hers seinen sensiblen Blick auf die 1980er-Jahre und auf die scheinbar alltäglichen Momente des Familienlebens, die einem jedoch für immer in Erinnerung bleiben. Eine nostalgische Selbsterfindungssaga, bevölkert von Figuren, deren Verletzlichkeit und Güte der Regisseur auf eine Weise würdigt, dass es in unserer meist von desillusionierten Antihelden begeisterten Filmwelt hervorsticht. Bei der Frage, wie unsere Gesellschaft funktioniert, vermag uns dieser intime und faszinierende Film eine Idee davon zu geben, warum Liebe wichtig ist.
„Der Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „The Passengers Of The Night“ von Mikhaël Hers gehört zu dieser ganz besonderen Art von Filmen, in denen man sich völlig verlieren kann und von denen man sich im Grunde wünscht, sie mögen niemals zu Ende gehen. Ein Film, den man nicht schauen, sondern den man bewohnen möchte.“
Jochen Werner | filmstarts.de




Credits:
Les passagers de la nuit
FR 2022, 111 Min., frz. OmU
Regie: Mikhaël Hers
Kamera: Sébastien Buchmann
Montage: Marion Monnier
mit: Charlotte Gainsbourg, Quito Rayon-Richter, Noée Abita, Megan Northam, Thibault Vinçon, Emmanuelle Béart, Laurent Poitrenaux, Didier Sandre, Lilith Grasmug, Calixte Broisin-Doutaz
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Paris, 1981. The winds of change are blowing on election night and the French storm the streets, elated. But Élisabeth (Charlotte Gainsbourg) struggles to share the general mood of optimism. Her marriage is coming to an end and she will now have to support her family. She is distraught, and her father and teenage children are worried that her tears simply will not dry. But what if listening to her emotions could help her to start filling the blank page of her future? What if she were to write a letter on a whim to the host of her favourite radio programme? Or invite a homeless girl into her house? What would happen if she were to make the kind of gestures that actually change lives?
In this follow-up to the beautiful Amanda, Mikhaël Hers directs his hypersensitive gaze at the 1980s and the seemingly mundane moments in one family’s life that shape indelible memories. A large number of characters populates this nostalgic saga of self-invention. The director honours their vulnerability and kindness in a way that stands out in a cinematic landscape more often fascinated by disillusioned antiheroes. This is film at its most profoundly intimate and mesmerising, the kind that, when we reflect on how we function as a society, gives us an idea of why love matters.




Credits:
Les passagers de la nuit
FR 2022, 111 Min., frz. OmU
Regie: Mikhaël Hers
Kamera: Sébastien Buchmann
Montage: Marion Monnier
mit: Charlotte Gainsbourg, Quito Rayon-Richter, Noée Abita, Megan Northam, Thibault Vinçon, Emmanuelle Béart, Laurent Poitrenaux, Didier Sandre, Lilith Grasmug, Calixte Broisin-Doutaz
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