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  • Wir glauben Euch

    Wir glauben Euch

    Ein Film von Charlotte Devillers und Arnaud Dufeys. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film für alle, die gute Gerichtsfilme lie­ben, hin­ter die Kulissen bei Sorgerechtsprozessen gucken wol­len, Ungerechtigkeiten auf der Spur sind und/oder Emphatie für die­je­ni­gen ver­spü­ren, die bei einer Anhörung ver­zwei­feln, weil sie nicht ver­ste­hen, war­um ihnen nicht geglaubt wird, und dabei doch so viel auf dem Spiel steht.
    Klug als Kammerspiel auf­ge­baut und viel­schich­tig, ent­hüllt Wir glau­ben Euch nach und nach was gesche­hen ist und wor­um es geht. Die Spannung im klei­nen Gerichtssaal steigt mit den ruhi­gen Fragen der Richterin und den Schilderungen der Parteien, unter­stützt von den rhe­to­risch gewand­ten Anwält*innen (die von ech­ten Profis gespielt wer­den). Alice wur­de mit ihren Kinder ins Gericht gela­den, da ihr geschie­de­ner Mann, gegen den in einem ande­ren Verfahren wegen Mißbrauchs ver­han­delt wird, ihr Sorgerecht anficht und ihr Verhalten als Mutter in Frage stellt.
    „Präzise fokus­siert, dicht geschrie­ben und makel­los gespielt, ist der Film so span­nend wie jeder spek­ta­ku­lä­re Thriller. Die Wirkung wird durch die Auseinandersetzung mit einem Rechtssystem ver­stärkt, in dem Opfer dar­um kämp­fen, gehört und geglaubt zu wer­den. … Devillers und Dufeys ver­schwen­den kei­ne Minute der knap­pen Laufzeit. Jede Rolle ist hier gut besetzt, mit einem bemer­kens­wer­ten Beitrag von Natali Broods als vor­sit­zen­de Richterin. Sie sagt wenig, doch jeder Blick, jede Unterbrechung und jede sanf­te Mahnung zeu­gen von ihrer Absicht, fair zu urtei­len. Dies ist ein kraft­vol­les Drama dar­über, war­um Opfern Glauben geschenkt wer­den muss und war­um Kinder bei jeder Entscheidung über ihre Zukunft ange­hört wer­den müs­sen.“
    Allan Hunter | Screendaily

    Credits:

    On vous croit
    BE 2025, 78 Min., frz. OmU
    Regie:
    Charlotte Devillers , Arnaud Dufeys
    Kamera:
    Pépin Struye
    Schnitt: Nicolas Bier

    mit: Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, Ulysse Goffin, Adèle Pinckaers

    Trailer:
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    A film by Charlotte Devillers and Arnaud Dufeys. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Today, Alice stands befo­re a judge, kno­wing the­re is no room for error. She must speak up for her child­ren and con­front their father, as her cus­t­ody is being cal­led into ques­ti­on. Can she make their voices heard and pro­tect them befo­re it is too late?

    Credits:

    On vous croit
    BE 2025, 78 Min., frz. OmU
    Regie: Charlotte Devillers , Arnaud Dufeys
    Kamera: Pépin Struye
    Schnitt: Nicolas Bier
    mit: Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, Ulysse Goffin, Adèle Pinckaers

    Trailer:
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  • Rose

    Rose

    Ein Film von Markus Schleinzer. Am 10.5. mit anschlie­ßen­dem Gespräch mit Godehard Giese.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Rose war der Film aus dem Wettbewerb der dies­jäh­ri­gen Berlinale, über den wohl im posi­ti­ven Sinn am meis­ten gespro­chen wur­de, und das nicht nur wegen der ver­dient mit dem Silbernen Bären aus­zeich­ne­ten Hauptdarstellerin Sandra Hüller. Die drit­te Regiearbeit des öster­rei­chi­schen Schauspielers und Casting-Direktors Markus Schleinzer ist zugäng­li­cher als die bei­den vor­he­ri­gen Filme Michael und Angelo, aber immer noch fas­zi­nie­rend eigen. Dafür sor­gen neben den grob­kör­ni­gen schwarz-weiß Bildern und der mori­ta­ten­haf­ten Führung auch sei­ne öko­no­mi­sche Erzählweise.
    „In der Hose war mehr Freiheit und es ist ja nur ein Stück Stoff. Da bin ich in die Hose“ erklärt Rose am Ende vor Gericht, aber ganz so ein­fach war es doch nicht. Nach 10 Jahren als Soldat im Feld des 30-jäh­ri­gen Krieges erhebt sie, mit gül­ti­gen Papieren, in einem pro­tes­tan­ti­schen Dorf Anspruch auf einen ver­las­se­nen Gutshof. Misstrauisch beäugt wird die­ser merk­wür­di­ge Fremde von Beginn an, beweist jedoch Mut und Zähigkeit und schafft erstaun­li­ches: der Hof wird ren­ta­bel, die Menschen arbei­ten ger­ne dort. Doch erst die Ehe mit Suzanna, der Tochter des Großgrundbesitzers, ver­schafft die gewünsch­te Anerkennung. Ein gro­ßes Risiko, das sich für kur­ze Zeit wun­der­sam in eine Art Glück ver­wan­delt.
    „Basierend auf his­to­ri­schen Berichten über Frauen (oder tran­si­den­ti­tä­ren Personen), die sich unter ande­rem für den Zugang zu Arbeit, Militärdienst, Verdienstquellen und dem Ausleben les­bi­schen Begehrens als Mann aus­ga­ben, ent­wirft Markus Schleinzer die Geschichte einer „Weibs-Person“, die die Grenzen ihres Geschlechts über­win­det und sich eine eige­ne Biografie erfin­det. Der Name der Protagonistin erin­nert an eine rea­le Figur der Vergangenheit: Catharina Margaretha Linck oder Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, wie sie sich selbst nann­te. Rosenstengel kämpf­te als Soldat bei den Truppen des Kurfürstentums Hannover und im Spanischen Erbfolgekrieg. 1720 wur­de sie, nicht etwa wegen Betrugs, son­dern wegen Unzucht mit einer ande­ren Frau, zum Tode ver­ur­teilt.
    Schleinzer erzählt Roses Geschichte nicht als Historienfilm, son­dern als hoch­kon­zen­trier­tes Frauenporträt, das zwi­schen Fiktion und his­to­ri­scher Genauigkeit chan­giert. Hier sind kein Wort und kei­ne Geste zu viel.“
    Esther Buss | Filmdienst

    Berlinale: Silberner Bär für Sandra Hüller als bes­te Darstellerin

    Credits:

    DE/AT 2026, 93 Min., Deutsch OmeU
    Regie: Markus Schleinzer
    Kamera: Gerald Kerkletz
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich

    mit: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    ROSE – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 30. April im Kino
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  • Direct Action

    Direct Action

    Ein Film von Guillaume Cailleau & Ben Russell. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Als direk­te Aktion wer­den Aktionsformen des Protests bezeich­net, bei denen die Beteiligten selbst tätig wer­den, um ihre Interessen unmit­tel­bar durch­zu­set­zen. DIRECT ACTION zeich­net ein Porträt von einer der bekann­tes­ten mili­tan­ten Aktivist*innengruppen, die der­zeit in Frankreich für Veränderungen kämpft: ein 150 Personen umfas­sen­des, länd­li­ches Kollektiv, das sich 2018 erfolg­reich gegen ein inter­na­tio­na­les Großflughafenprojekt auf fran­zö­si­schem Boden wehr­te und dazu von 2012 bis 2018 eine auto­no­me Zone besetzt hielt, die es gegen meh­re­re gewalt­sa­me Räumungsversuche durch den Staat ver­tei­dig­te und das 2021 eine neue öko­lo­gi­sche Bewegung ins Leben rief.
    Mit einem kol­la­bo­ra­ti­ven und immersi­ven Beobachtungsansatz doku­men­tiert der Film den Alltag eines viel­fäl­ti­gen Ökosystems aus Aktivist*innen, Hausbesetzer*innen, Anarchist*innen, Landwirt*innen und von der Regierung als Öko-Terrorist*innen dis­kre­di­tier­ten Personen. Kann der Erfolg einer radi­ka­len Protestbewegung einen Weg aus der Klimakrise weisen?

    Credits:

    DE/FR 2024, 216 Min., Französisch, Marokkanisch-Arabisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Guillaume Cailleau & Ben Russell.
    Kamera: Ben Russell

    Trailer:
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    A film by Guillaume Cailleau & Ben Russell. On April 11th & 12th at the fsk. QnA on April 12th.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Direct action is a tac­ti­cal stra­tegy of pro­test that seeks to achie­ve an end direct­ly and by the most effec­ti­ve means. DIRECT ACTION is a con­tem­po­ra­ry por­trait of one of the most high-pro­fi­le mili­tant acti­vist com­mu­ni­ties in France: a 150-per­son strong rural coll­ec­ti­ve that suc­cessful­ly resis­ted an inter­na­tio­nal air­port expan­si­on pro­ject in 2018, crea­ted an auto­no­mous zone bet­ween 2012 and 2018, sur­vi­ved mul­ti­ple vio­lent evic­tion attempts by the French sta­te and spaw­ned a new eco­lo­gi­cal move­ment in 2021.
    Using a col­la­bo­ra­ti­ve and immersi­ve obser­va­tio­nal approach, the film docu­ments the ever­y­day lives of a diver­se eco­sys­tem of acti­vists, squat­ters, anar­chists, far­mers and tho­se label­led by the govern­ment as “eco-ter­ro­rists”. Can the suc­cess of a radi­cal pro­test move­ment offer a path through the cli­ma­te crisis?

    Credits:

    DE/FR 2024, 216 Min., Französisch, Marokkanisch-Arabisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Guillaume Cailleau & Ben Russell.
    Kamera: Ben Russell

    Trailer:
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  • Wanda

    Wanda

    Ein Film von Barbara Loden. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Barbara Loden erzählt in ihrem ein­zi­gen Spielfilm WANDA von einer Frau, die schein­bar ziel­los durch das länd­li­che Pennsylvania zieht. Nachdem sie ihren Mann und ihre Kinder ver­las­sen hat, treibt Wanda von Ort zu Ort, von Begegnung zu Beziehung, durch sozia­le und emo­tio­na­le Randzonen. Als sie sich einem Kleinkriminellen anschließt, scheint sie ihre bis­he­ri­ge Existenz voll­kom­men hin­ter sich zu las­sen, bis ein miss­glück­ter Banküberfall ihr Leben aber­mals in eine ande­re Richtung lenkt…

    Barbara Loden, die Regie führ­te, das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle ver­kör­per­te, ent­wirft mit einer fast doku­men­ta­ri­schen Bildsprache ein radi­kal offe­nes Porträt weib­li­cher Existenz. Wanda ist eine Antiheldin jen­seits von Opfermythen, Emanzipationsfantasien oder mora­li­schen Bewertungen. Als lei­se, unbe­que­me Gegenstimme zum männ­lich domi­nier­ten New-Hollywood-Kino wirkt WANDA noch heu­te erstaun­lich aktu­ell und beein­fluss­te zahl­rei­che Regisseur*innen und Schauspieler*innen wie Isabelle Huppert, Nan Goldin, Marguerite Duras oder Christian Petzold. Ein Stück zeit­lo­ses Kino über weib­li­che Existenz, Sichtbarkeit und radi­ka­le krea­ti­ve Autonomie, aus einer Zeit, in der Regisseurinnen noch die Ausnahme waren.

    Credits:

    US 1970, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Barbara Loden
    Kamera, Schnitt: Nicholas T. Proferes
    mit:  Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier u. a.

    Trailer:
    Wanda (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Barbara Loden | Ab 09. April zum ers­ten Mal im Kino
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    A film by Barbara Loden. In English with German sub­tit­les. Starts April 9th at the fsk. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wanda Goronski, an unhap­py house­wi­fe from rural eas­tern Pennsylvania, stays on her sister’s couch after lea­ving her hus­band. After wal­king across a coal field and hit­ching a ride, she arri­ves late to a divorce court hea­ring, relin­quis­hes her rights to her child­ren, and grants her hus­band a divorce.

    After losing her job at a sewing fac­to­ry, Wanda runs away with a man she had a one-night stand with, only for him to aban­don her at an ice cream shop. Nearly pen­ni­less, she takes a nap in a movie thea­ter, whe­re she is rob­bed while asleep. Desperate, she goes to a bar to use the rest­room and clings to an older man she mista­kes for the bar­ten­der. The man, Norman Dennis, is a cri­mi­nal in the pro­cess of rob­bing the bar. Unable to shake Wanda off, he takes her on the run with him. Even after lear­ning about his cri­mi­nal life­style, Wanda deci­des to stay with Norman, whom she calls „Mr. Dennis.”

    Wanda spends some time on the road with Norman, during which he beco­mes phy­si­cal­ly and emo­tio­nal­ly abu­si­ve. He sends her to a mall to shop for new clo­thes while he robs cars in the par­king lot. Later, they visit the Holy Land USA the­me park, whe­re Norman meets his Evangelical Christian father, to whom he shows unu­su­al cour­te­sy and respect. Afterward, Norman con­vin­ces Wanda to act as his loo­kout for a kid­nap­ping and bank rob­be­ry. The rob­be­ry goes wrong, and Norman is shot and kil­led in the lob­by. Wanda arri­ves late and wat­ches from the street as poli­ce swarm the sce­ne and onloo­kers gather.

    Once again alo­ne, Wanda hitch­hi­kes with a man who attempts to sexu­al­ly assault her. She escapes and flees through the woods. At night­fall, she stumbles upon a back­woods road­house, whe­re stran­gers offer her food, alco­hol, and cigarettes.

    Credits:

    US 1970, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Barbara Loden
    Kamera, Schnitt: Nicholas T. Proferes
    mit:  Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier u. a.

    Trailer:
    Wanda (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Barbara Loden | Ab 09. April zum ers­ten Mal im Kino
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  • Luisa

    Luisa

    Ein Film von Julia Roesler. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    LUISA ist vor kur­zem von zu Hause aus­ge­zo­gen und neu­gie­rig, was das Leben für sie bereit­hält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und klei­ne Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deut­schen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft tur­bu­len­ten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zuneh­mend stil­ler, in der Wohngruppe geht das all­täg­li­che Leben wei­ter, bis uner­war­tet fest­ge­stellt wird, dass Luisa schwan­ger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das pas­siert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeu­gungs­fä­hig ist. Der Verdacht auf sexu­el­len Missbrauch liegt nahe. Luisa ent­schließt sich, die Schwangerschaft abbre­chen zu lassen.

    Ziel war es, die Erzählung um Luisa und ihre Auseinandersetzung mit den Grenzverletzungen, die ihr zusto­ßen, mög­lichst ein­fühl­sam und respekt­voll zu umkrei­sen. Parallel soll­te die häu­fig ver­bor­ge­ne Lebenswelt von Menschen mit Behinderung in jener macht­vol­len Institution gezeigt wer­den, die sie eigent­lich beschüt­zen soll, aber zugleich bedroh­lich für ihre kör­per­li­che Integrität und ein selbst­be­stimm­tes Leben ist. Denn wie kön­nen wir sze­nisch und visu­ell abbil­den, dass die Strukturen der Heimunterbringung Missbrauch in sol­chem Maße ermög­li­chen, also Institutionen, die Schutz für aus­ge­rech­net die vul­nerabels­ten Menschen in der Gesellschaft ver­spre­chen und nicht hal­ten kön­nen? Und wie kön­nen wir als Gesellschaft das ver­än­dern? Für den Dreh war es wich­tig, einen inklu­si­ven Cast an unse­rer Seite zu haben, mit dem all die­se Fragen dis­ku­tiert wer­den konn­ten, um mög­lichst weni­ge Stereotype über Menschen mit Behinderung zu repro­du­zie­ren und natür­lich auch die Perspektive von Menschen mit Behinderung sicht­bar zu machen.“ Julia Roesler

    Credits:

    DE 2025, 94 Min., Deutsche OmeU
    Regie: Julia Roesler
    Kamera: Frank Amann
    Schnitt: Anne Jünemann
    mit: Celina Scharff, Trixi Strobel, Dennis Seidel, Eva Löbau, Bernd Hölscher, Katharina Bromka, Hadi Khanjanpour, Martin Schnippa, Peter Lohmeyer

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    LUISA – Offizieller Trailer
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    A film byJulia Roesler. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Luisa lives in a resi­den­ti­al group at a faci­li­ty for peo­p­le with disa­bi­li­ties on the out­skirts of a small German town. It is unex­pec­ted­ly dis­co­ver­ed that she is pregnant. Everyone knows that her boy­fri­end, Anton, is infer­ti­le. The sus­pi­ci­on of sexu­al abu­se is evi­dent.
    Luisa deci­des to ter­mi­na­te the pregnan­cy. The poli­ce are cal­led in to deter­mi­ne whe­ther a crime has been com­mit­ted. The inves­ti­ga­ti­on beco­mes a test of endu­rance for Luisa, her rela­ti­onship with Anton, and for the enti­re staff at the resi­den­ti­al facility.

    Credits:

    DE 2025, 94 Min., Deutsche OmeU
    Regie: Julia Roesler
    Kamera: Frank Amann
    Schnitt: Anne Jünemann
    mit: Celina Scharff, Trixi Strobel, Dennis Seidel, Eva Löbau, Bernd Hölscher, Katharina Bromka, Hadi Khanjanpour, Martin Schnippa, Peter Lohmeyer

    Trailer:
    LUISA – Offizieller Trailer
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  • Gavagai

    Gavagai

    Ein Film von Ulrich Köhler. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am Strand des Senegals schip­pert ein Boot vor sich hin, in ihm Kinder mit Rettungswesten. Man könn­te an den Beginn einer ris­kan­ten Reise über den Atlantik, hin zu den ver­klär­ten Gestaden Europas den­ken, doch die Wirklichkeit ist bana­ler: Ein Film wird hier gedreht, die deut­sche Schauspielerin Maja (Maren Eggert) spielt Medea, jene klas­si­sche Frauenfigur aus der anti­ken Tragödie, die in einem frem­den Land belo­gen und betro­gen wird und schließ­lich Mann und Kinder tötet.

    Aus irgend­ei­nem Grund hielt es ihre Regisseurin Caroline (Nathalie Richard) für eine gute Idee, die­se Geschichte nun im Senegal anzu­sie­deln, fast alle Rollen außer Medea mit Schwarzen zu beset­zen – so auch Medeas gegen­über Jason, der vom fran­zö­sisch-sene­ga­le­si­schen Schauspieler Nourou (Jean-Christophe Folly) gespielt wird.

    Wie eine Kolonialherrin führt sich Caroline am Set auf, schreit und wütet, wenn etwas nicht so läuft, wie sie sich das vor­ge­stellt hat. Dass gleich­zei­tig die Komparsen schlecht behan­delt wer­den und nicht zum Catering zuge­las­sen sind, stört sie dage­gen kaum.

    Wie sich das für Dreharbeiten gehört, haben die bei­den Hauptdarsteller eine Affäre, wäh­rend Maja per Zoom-Call mit ihrem offen­sicht­lich zuneh­mend ent­frem­de­ten Mann (Hans Löw) über die Erziehung des Kindes spricht.

    Monate spä­ter, der son­ni­ge Senegal wur­de mit dem tris­ten Berlin aus­ge­tauscht, es ist Februar, auf der Berlinale wird der Film Premiere haben. Bei der Ankunft in sei­nem Hotel fühlt sich Nourou vom Portier ras­sis­tisch belei­digt, doch es ist Maja, die auf einer Entschuldigung besteht und schließ­lich für die Entlassung des – pol­ni­schen – Mitarbeiters sorgt. Auch die Affäre der Beiden ist vor­bei, war viel­leicht nur am Set mög­lich, viel­leicht auch nur in der Fremde, in der exo­ti­schen Umgebung.

    Vor gut 15 Jahren war Ulrich Köhler mit sei­nem Film „Schlafkrankheit“ selbst bei der Berlinale zu Gast, ein semi-auto­bio­gra­phi­scher Film, in dem der Autor und Regisseur Erfahrungen aus sei­ner Kindheit the­ma­ti­sier­te, als er zusam­men mit sei­nen Eltern in Afrika leb­te. Auch damals spiel­te Jean-Christophe Folly eine Hauptrolle und erleb­te in einem Berliner Hotel eine ähn­li­che Szene, wie sie nun die von ihm gespiel­te Figur Nourou erlebt.

    Dieser Moment war für Köhler einer der Ausgangspunkte sei­nes neu­en Films, noch viel mehr aber man­che Diskussion, die über die Berechtigung eines Films wie „Schlafkrankheit’“ ent­stand, ein von einem wei­ßen Regisseur, mit einem haupt­säch­lich wei­ßen Team in Afrika gedreh­ter Film. Seitdem hat sich die Diskussion über das, was Allgemein als Kulturelle Aneignung bezeich­net wird, kei­nes­wegs ent­spannt, selbst ein Film wie Köhlers wird von man­chen als pro­ble­ma­tisch betrach­tet. Und das obwohl die­ser gar nicht dezi­diert von Schwarzen erzählt, son­dern gera­de von oft igno­ran­ten Weißen, die mit den Begebenheiten Afrikas kaum ver­traut sind. Aber sol­che Feinheiten gehen in einer oft popu­lis­tisch geführ­ten Diskussion bekann­ter­ma­ßen oft unter.

    M. Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE/FR 2025, 89 Min., Französisch, Englisch, Deutsch. Wolof OmU
    Regie: Ulrich Köhler
    Kamera: Patrick Orth
    Schnitt: Lorna Hoefler Steffen
    mit: Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    GAVAGAI – Offizieller Trailer
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    A film by Ulrich Köhler. In French, English, German and Wolof with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Actors Maja and Nourou have an affair while shoo­ting a modern adapt­a­ti­on of Medea in Senegal, but things take a dark turn after the film’s pre­mie­re. An unflin­chin­gly com­plex look at racial ten­si­ons, film­ma­king and power dynamics.

    In Dakar, during the making of a moder­nist take on the Medea myth, fel­low actors Maja and Nourou start an affair to ease the pres­su­res on set and the pier­cing fee­lings of loneli­ne­ss. Once the shoot is over, they meet again only for the pre­mie­re in Berlin – which turns into a dis­as­ter when the press ques­ti­ons the film pro­jec­ting a European nar­ra­ti­ve onto a for­mer colony.

    The word ‘gava­gai’ ori­gi­na­tes from a thought expe­ri­ment by phi­lo­so­pher and logi­ci­an W.V. Quine, who sug­gested that trans­la­ti­on is inex­tri­ca­bly tied to con­text – wit­hout it, ever­y­thing can theo­re­ti­cal­ly mean ever­y­thing. Berlin School out­lier Ulrich Köhler (In My Room, IFFR 2019) turns this idea into an essay on our modern socie­ty in which appearance is ever­y­thing and all is ruled by the laws of click­bait. Köhler refu­ses to give into the lazi­ness, frus­tra­ti­on and anger that is so pre­va­lent in today’s media and art dis­cour­se. One of the most poli­ti­cal­ly per­ti­nent films of the year.

    IFFR

    Credits:

    DE/FR 2025, 89 Min., Französisch, Englisch, Deutsch. Wolof OmU
    Regie: Ulrich Köhler
    Kamera: Patrick Orth
    Schnitt: Lorna Hoefler Steffen
    mit: Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum

    Trailer:
    GAVAGAI by Ulrich Köhler – Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln

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  • sr

    sr

    Ein Film von Lea Hartlaub. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Regisseurin Lea Hartlaub unter­nimmt in ihrem fil­mi­schen Essay anhand eines Objekts – der Giraffe – eine Welterzählung über Kontinente und Jahrhunderte hin­weg.
    Ein Filmexperiment, das inter­na­tio­nal viel Beachtung gefun­den hat und in Form und Inhalt sei­nes­glei­chen sucht.

    In einer puris­ti­schen Filmsprache und büh­nen­haf­ten Tableaus erzählt SR vom Menschen und von durch ihn geschaf­fe­ne Wirklichkeiten. 16 frag­men­ta­ri­sche Episoden füh­ren in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – unter ande­rem auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger.
    Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf kolo­nia­le Relikte, hege­mo­nia­le Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wie­der­keh­ren­des Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit ent­steht, in der sich weit mehr andeu­tet, als das, was auf den ers­ten Blick sicht­bar wird.

    Credits:

    DE 2024, 103 Min., Deutsch, Swahili, Englisch, Hebräisch, Chinesisch, Persisch, Tamaschek OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Lea Hartlaub

    Trailer:
    sr – Offizieller Trailer
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    A film by Lea Hartlaub. On March 23rd with QnA. in German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Regisseurin Lea Hartlaub unter­nimmt in ihrem fil­mi­schen Essay anhand eines Objekts – der Giraffe – eine Welterzählung über Kontinente und Jahrhunderte hin­weg.
    Ein Filmexperiment, das inter­na­tio­nal viel Beachtung gefun­den hat und in Form und Inhalt sei­nes­glei­chen sucht.

    In einer puris­ti­schen Filmsprache und büh­nen­haf­ten Tableaus erzählt SR vom Menschen und von durch ihn geschaf­fe­ne Wirklichkeiten. 16 frag­men­ta­ri­sche Episoden füh­ren in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – unter ande­rem auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger.
    Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf kolo­nia­le Relikte, hege­mo­nia­le Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wie­der­keh­ren­des Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit ent­steht, in der sich weit mehr andeu­tet, als das, was auf den ers­ten Blick sicht­bar wird.

    Credits:

    DE 2024, 103 Min., Deutsch, Swahili, Englisch, Hebräisch, Chinesisch, Persisch, Tamaschek OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Lea Hartlaub

    Trailer:
    sr – Offizieller Trailer
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  • Das Glück der Tüchtigen

    Das Glück der Tüchtigen

    Ein Film von  Franz Müller. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    13 Jahre nach Die Liebe der Kinder nimmt Franz Müller den Faden wie­der auf und insze­niert mit dem Gros des dama­li­gen Personals eine Fortsetzung, die aber für sich steht. Der Einblick in das Leben einer Frau, die was errei­chen will, die sich bemüht und es kurz auch schafft, ist zugleich ein Blick in eine Falle, die man getrost Neoliberalismus nen­nen kann.
    Für die 30-jäh­ri­ge Mira läuft es gut: ein lie­be­vol­ler Mann, zwei Kinder und jetzt auch noch eine eige­ne Supermarktfiliale. Den nöti­gen Startkredit gewährt ihr Robert, der Ex-Partner ihrer Mutter – zins­los. Aber noch in der­sel­ben Nacht „inves­tiert“ Miras Mann Tarek das Geld in einen Kryptofonds und fällt einem Betrug zum Opfer. Mira bringt es nicht über sich, Robert davon zu erzäh­len. Eine Halbwahrheit zieht die nächs­te Lüge nach sich, und dann stellt sich auch noch her­aus, dass der für sei­nen ver­meint­lich groß­zü­gi­gen Kredit Gegenleistungen erwar­tet: Miras Kinder sol­len sei­ner tief­re­li­giö­ser Frau zulie­be getauft wer­den. Davon wie­der­um darf Tarek nichts erfah­ren. Ihrer bil­dungs­bür­ger­li­chen Mutter kann Mira sich auch nicht anver­trau­en. Die ist der Meinung, dass ihre Tochter sich mit ihrer Berufswahl und der Ehe mit dem ehe­ma­li­gen Rapper „nach unten ori­en­tiert“. Präzise, mit Empathie und viel lako­ni­schem Humor führt der Film sei­ne Protagonistin dem unver­meid­li­chen Knall zu – und viel­leicht der Erlösung? 

    Credits:

    DE 2025, 104 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Franz Müller
    Kamera: Julia Daschner
    Schnitt: Stefan Stabenow
    mit: Katharina Derr, Alex Brendemühl, Leonidas Emre Pakkan, Lana Cooper

    Trailer:
    DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN – Offizieller Trailer
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    A film by Franz Müller. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mira is hap­py. She has just star­ted a job as mana­ger of a super­mar­ket on the out­skirts of town. She has a loving rela­ti­onship with her hus­band Tarik and their two daugh­ters. But a serious breach of trust sud­den­ly calls her who­le life into ques­ti­on. Franz Müller takes an empa­the­tic look at a world lar­ge­ly unex­plo­red by German cine­ma: the sub­urbs with their all-too-human pro­blems. But on the hori­zon a uto­pia appears, a soli­da­ri­ty-based coexis­tence out­side the pres­su­re coo­ker of late capi­ta­list logic.

    Credits:

    DE 2025, 104 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Franz Müller
    Kamera: Julia Daschner
    Schnitt: Stefan Stabenow
    mit: Katharina Derr, Alex Brendemühl, Leonidas Emre Pakkan, Lana Cooper

    Trailer:
    DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN – Offizieller Trailer
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