Krieg und Spiele

Krieg und Spiele

Ein Film von Karin Jur­schick. Ab 18.8. im fsk. Am 19.8. in Anwe­sen­heit der Regis­seu­rin.

Tref­fen Maschi­nen die bes­se­ren Ent­schei­dun­gen, weil sie frei sind von Gefüh­len und nicht getrie­ben von Rache­ge­dan­ken? Oder müss­te man nicht umge­kehrt die gefühl­lo­sen Com­pu­ter mit einer Ethik­soft­ware aus­stat­ten? Wie ver­än­dert sich Krieg, wenn sich die geg­ne­ri­sche Sei­te nicht im Kriegs­ge­biet befin­det, son­dern Sol­da­ten weit ent­fernt davon, an einem geschütz­ten Ort vor einem Com­pu­ter­bild­schirm sit­zen und über­wa­chen, was die Maschine im Kriegs­ge­biet tut? Wenn des­halb einer­seits die Dis­tanz zunimmt, gleich­zei­tig aber auch neue Inti­mi­tät ent­steht, weil das „tar­get“ über einen lan­gen Zeit­raum ver­folgt und beob­ach­tet wird. Wenn Krieg füh­ren und Krieg spie­len sich immer ähn­li­cher wer­den und das Mili­tär davon pro­fi­tiert, dass es eine Men­ge Leu­te gibt, die spie­lend gelernt haben, einen Joy­stick zu bedie­nen. Wenn der Aus­tau­sch zwi­schen Pro­du­zen­ten von Video­ga­mes und dem Mili­tär rei­bungs­los funk­tio­niert?

Karin Jur­schik zeich­net die Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Droh­ne nach und schaut sich die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen an, die von den einen geprie­sen und von den ande­ren kri­ti­siert wer­den. Was bereits wie ange­wen­det wird und was in Zukunft noch mög­li­ch sein könn­te. Und wie sich mit den tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen unse­re Vor­stel­lun­gen von Krieg und Moral ver­än­dern.

D 2016, 90 Min.
Buch & Regie: Karin Jur­schick
Kame­ra: Johann Feindt
Schnitt: Marc Schu­bert