Fridas Sommer

Ein Film von Carla Simón.

Wo gehst du hin?“ · „Ich gehe zurück nach Hause.“ · „Warum?“ · „Weil mich hier nie­mand liebt.“ · „Ich habe dich lieb.“

Schweigend sieht die sechs­jäh­ri­ge Frida zu, wie die letz­ten Gegenstände aus der Wohnung ihrer ver­stor­be­nen Mutter ver­packt wer­den. Zum Abschied lau­fen Freunde win­kend hin­ter dem Auto her. Obgleich sie von der Familie ihres Onkels lie­be­voll auf­ge­nom­men wird, gewöhnt sich Frida fern­ab ihrer Heimatstadt Barcelona nur zöger­lich an ihr neu­es Zuhause auf dem Land. Momente kind­li­cher Ausgelassenheit wan­deln sich zu nach­denk­li­cher Distanziertheit. Abends betet Frida für ihre Mutter, die sie schmerz­lich ver­misst, tags­über ver­sucht sie ihren Platz in die­sem neu­en Leben zu fin­den. Trotz der som­mer­li­chen Farben berüh­ren die erns­ten Untertöne die­ses Coming of Age Dramas, das in behut­sa­men Bildern die Folgen einer unbe­re­chen­ba­ren Krankheit verhandelt.

Jury der ev. Filmarbeit: Film des Monats August 2018

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OT: Estiu 1993, 
Spanien 2016, 96 Min., kata­la­ni­sche OmU
Buch & Regie: Carla Simón
Kamera: Santiago Racaj
Schnitt: Didac Palou, Ana Pfaff
mit: Laia Artigas, Paula Robles, Bruno Cusí, David Verdaguer, Fermi Reixacha

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Autor: fsk

  • Fridas Sommer

    Fridas Sommer

    Ein Film von Carla Simón.

    Wo gehst du hin?“ · „Ich gehe zurück nach Hause.“ · „Warum?“ · „Weil mich hier nie­mand liebt.“ · „Ich habe dich lieb.“

    Schweigend sieht die sechs­jäh­ri­ge Frida zu, wie die letz­ten Gegenstände aus der Wohnung ihrer ver­stor­be­nen Mutter ver­packt wer­den. Zum Abschied lau­fen Freunde win­kend hin­ter dem Auto her. Obgleich sie von der Familie ihres Onkels lie­be­voll auf­ge­nom­men wird, gewöhnt sich Frida fern­ab ihrer Heimatstadt Barcelona nur zöger­lich an ihr neu­es Zuhause auf dem Land. Momente kind­li­cher Ausgelassenheit wan­deln sich zu nach­denk­li­cher Distanziertheit. Abends betet Frida für ihre Mutter, die sie schmerz­lich ver­misst, tags­über ver­sucht sie ihren Platz in die­sem neu­en Leben zu fin­den. Trotz der som­mer­li­chen Farben berüh­ren die erns­ten Untertöne die­ses Coming of Age Dramas, das in behut­sa­men Bildern die Folgen einer unbe­re­chen­ba­ren Krankheit verhandelt.

    Jury der ev. Filmarbeit: Film des Monats August 2018

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    OT: Estiu 1993, 
    Spanien 2016, 96 Min., kata­la­ni­sche OmU
    Buch & Regie: Carla Simón
    Kamera: Santiago Racaj
    Schnitt: Didac Palou, Ana Pfaff
    mit: Laia Artigas, Paula Robles, Bruno Cusí, David Verdaguer, Fermi Reixacha

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  • Auf der Suche nach Ingmar Bergman

    Auf der Suche nach Ingmar Bergman

    Ein Film von Margarethe von Trotta.

    Als Margarethe von Trotta in den 1960er Jahren aus dem muf­fi­gen Deutschland nach Paris ging, lern­te sie dort eine jun­ge, auf­re­gen­de Filmszene ken­nen, die sich um die Filmzeitschrift Cahiers du ciné­ma gebil­det hat­te – die Nouvelle Vague. Ein Idol der jun­gen Filmliebhaber war der schwe­di­sche Regisseur Ingmar Bergman (1918−2007), und als ihre neu­en Freunde von Trotta ins Kino schlepp­ten, um Das sie­ben­te Siegel (1957) zu gucken, war das für sie die Initialzündung, selbst Regisseurin zu wer­den. (Jahre spä­ter schließt sich der Kreis, als Bergman in den 90-er Jahren aus­ge­rech­net von Trottas Die blei­er­ne Zeit als einen sei­nen Lieblingsfilme nennt – der ein­zi­ge Film von einer Frau auf der Liste.)
    Von Trottas Recherche zum 100sten Geburtstag Ingmar Bergmans ori­en­tiert sich an ihrem per­sön­li­chen Bezug. Sie beginnt und endet auf Farö, wo Bergman Das sie­ben­te Siegel dreh­te, führt nach Frankreich, wo von Trotta sei­nen Arbeiten zunächst begeg­ne­te und München, wo Bergman eine Zeit lang leb­te und auch bei von Trotta und Schlöndorf zu Besuch war.“ Hendrike Bake | indiekino

    Auf der Suche nach Ingmar Bergman ist wohl des­halb eine per­sön­li­che und emo­tio­na­le, aber auch cine­as­ti­sche Reise durch das fas­zi­nie­ren­de Universum der Filmlegende. Neben sel­te­nen Archivaufnahmen und Filmausschnitten sind es vor allem Margarethe von Trottas inten­si­ve Gespräche mit Bergmans Familie, Schauspielern und Wegbegleitern, die die facet­ten­rei­che Persönlichkeit des Meisters beleuchten.

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    Credits:
    D 2018, 98 Min., OmU

    Regie: Margarethe von Trotta 
    Co-Regie: Felix Moeller, Bettina Böhler
    Kamera: Börres Weiffenbach, Florian Lampersberger
    Schnitt: Bettina Böhler
    mit: Liv Ullmann, Daniel Bergman, Ruben Östlund, Mia Hansen-Løve, Carlos Saura, Olivier Assayas

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    Termine:

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  • Nico 1988

    Nico 1988

    Ein Film von  Susanna Nicchiarelli.

    [Indiekino Club]

    Nico war bereits ein Star-Model, Musikerin und Schauspielerin, als sie in New York zu Andy Warhols Factory stieß, und auf dem Album The Velvet Underground and Nico eine bedeut­sa­me Rolle spiel­te. Auf die­se Episode in ihrem Leben wird sie zukünf­tig häu­fig redu­ziert, ähn­lich, wie es Marianne Faithful pas­siert, die auch nur als Ex-Freundin von Mick Jagger wahr­ge­nom­men wird, und die ihr 2002 den Song for Nico wid­met. In den 80-Jahren hat die Sängerin die­sen Teil ihres Lebens weit hin­ter sich gelas­sen, nur das Rauschgift und ihr Mythos kamen mit. Nico, die jetzt ger­ne mit ihrem rich­ti­gen Namen Christa ange­spro­chen wer­den möch­te, macht immer noch schön düs­te­re Musik und tourt in klei­ner Besetzung durch Europa, mit immer beson­de­ren Auftritten.
    Der Film setzt 1986 ein. Ihre Drogenabhängigkeit macht Nico/Christa reiz­bar und lau­nisch und die Tournee zur Tour de Force, aber die gedul­di­ge, uner­wi­der­te Liebe ihres Tourmanagers zu ihr schafft man­che Probleme aus dem Weg. Eine gewis­se Weltfremdheit lässt sie über die schwie­ri­ge Beziehung zum Sohn Ari (des­sen Vaterschaft Alain Delon bis heu­te leug­net), sowie poli­ti­sche und ande­re Hindenisse ein­fach hin­weg­se­hen. Dass in die CSSR 1986 kaum Drogen ein­ge­führt wer­den kön­nen und das Konzert ille­gal ist, bekommt die Künstlerin z.B. nur am Rande mit.
    Nico 1988 ist weni­ger ein Biopic als ein Musik-Road-Movie, in dem die däni­sche Schauspielerin Trine Dyrholm die Ikone auf ihre eige­ne, groß­ar­ti­ge Weise ver­kör­pert und deren Songs pas­send inter­pre­tiert. Der Film über­führt die künst­li­che und auf­ge­la­de­ne Athmosphäre die­ser Künstlerwelt in die Realität. Er zeigt eine Musikerin zwi­schen Star-Allüren, Selbstironie und Depressionen und den gele­gent­li­chen Glücksmomenten mit begeis­ter­ten Fans, Limoncello und Spaghetti mit Freunden.

    So geht es Nicchiarelli letzt­lich nicht dar­um einen Künstlermythos auf­zu­grei­fen, son­dern eine Frau zu por­trä­tie­ren, die ihre, von die­sem Mythos über­schat­te­te Identität zu fin­den ver­sucht. Es sind die ein­fa­chen, all­täg­li­chen Momente, die ein­drück­li­cher von der Künstlerin erzäh­len, als es jeder nach­in­sze­nier­te Auftritt könn­te.“ Karsten Munt | programmkino.de

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    Credits:
    It. / Belgien 2017, 93 Min., engl. OmU 

    Regie: Susanna Nicchiarelli 
    Kamera: Crystel Fournier 
    Schnitt: Stefano Cravero 
    Dokumentarfilmmaterial von Jonas Mekas
    mit: Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca, Sandor Funtek

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    Termine:

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  • Ryuichi Sakamoto: Coda

    Ryuichi Sakamoto: Coda

    Ein Film von Stephen Nomura Schible.

    Obwohl ich Filmmusiken eher skep­tisch gegen­über­ste­he, hat mich die­ser Film gereizt, und ich wur­de nicht ent­täuscht. Letztendlich hat mich die ruhi­ge und freund­lich-infor­ma­ti­ve Art, die Gestaltung und der Protagonist tat­säch­lich für ihn ein­neh­men las­sen. Der japa­ni­sche Komponist Ryuichi Sakamoto ist in der Filmbranche wohl­be­kannt, zeich­net er doch für teil­wei­se hoch­de­ko­rier­te Soundtracks wie Der letz­te Kaiser oder The Reverent ver­an­wort­lich. David-Bowie-Fans kön­nen sich viel­leicht noch an des­sen Widerpart in Furyo, Merry Christmas Mr Lawrence erin­nern – dies ist Sakamoto, und die Musik zum Film schuf er auch.
    Stephen Nomura Schible arbei­tet fünf Jahre mit Sakamoto und nähert sich dabei dem zurück­hal­tend wir­ken­den Mann vor­sich­tig und respekt­voll. Der Film ver­folgt ohne klas­si­sche Chronologie drei Linien, die des Komponisten und Musikers, des Atomkraftgegners und des Krebskranken.
    Der Künstler begann sei­ne Karriere in den 1970 mit der Band Yellow Magic Orchestra , die als das japa­ni­sche Pendant zu Kraftwerk gel­ten, bevor er mit elek­tro­ni­scher, klas­si­scher und Weltmusik zum Star avan­cier­te und mit sei­nen Scores welt­weit berühmt wur­de. Für sei­ne akus­ti­schen Kollagen sam­mel­te er von Beginn an Klänge und Naturgeräusche, auch heu­te noch. Seine Erkrankung zwingt den Vielbeschäftigten aller­dings zum Innehalten, und Sakamoto zieht vor dem Hintergrund der öko­lo­gi­schen Situation sei­nes Heimatlandes und sei­ner per­sön­li­chen Lebenskrise Resümee.

    Ruhig und über­legt erzählt der Komponist … selbst von ein­schnei­den­den Erlebnissen und wie­der­keh­ren­den Themen in sei­nem Schaffen. Mit Bescheidenheit und unprä­ten­tiö­sem Charme schafft er es, die Verbindung und Konfrontation von Natur und Kultur, Endlichkeit und Ewigkeit, Melancholie und Witz als Grundmotive sei­ner Musik zu vermitteln.“
    Yorick Berta | Indiekino

     

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    Credits:

    USA/Japan 2017, 102 Min., japa­nisch-eng­li­sche OmU

    Regie: Stephen Nomura Schible
    Kamera: Neo S. Sora, Tom Richmond
    Schnitt: Hisayo Kushida, Yuji Oshige
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    Termine:

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  • Zentralflughafen T H F

    Zentralflughafen T H F

    Ein Film von Karim Aïnouz.

    Seit Herbst 2015 die­nen eini­ge Hangars des Flughafengebäudes Tempelhof als Flüchtlingsunterkunft. In klei­nen Zimmern, die kei­ne Decke und einen Vorhang statt Tür haben, leb­ten bis zu 2000 Geflüchtete. Intimsphäre gibt es kaum, außer­dem sind die Hallen nur schlecht beheiz­bar. Es soll­te nur ein Transitraum sein, aber das Warten auf Papiere, Wohnung etc. zog sich für vie­le immer wei­ter hin.

    Der bra­si­lia­ni­sche Filmemacher Karim Aïnouz war eigent­lich hier­her gekom­men, um eine Dokumentation über die ange­kün­dig­te Schließung Tegels zu dre­hen. Als Architekt inter­es­sier­te ihn Tegels Funktionalität, aber da es um Berliner Luftfahrtgeschichte ging, soll­te auch „die Mutter aller Flughäfen“ vor­kom­men, wie Norman Foster Tempelhof ein­mal genannt hat. Das, was er dann vor Ort sah, erschüt­ter­te ihn und er ver­such­te abseits der lau­ten Berichterstattung über die „Flüchtlingskrise“ einen Film zu machen, der das Schicksal der Menschen an die­sem Ort doku­men­tiert. Einfühlsam zeigt er ihr von Unsicherheit, Verstörung, Sehnsucht, aber auch Unbeschwertheit bestimm­tes Leben. Architektur und Jahreszeiten sowie der völ­li­ge Gegensatz zu den Parkbesuchern jen­seits des Zaunes ver­lei­hen dabei der Realität ein sur­rea­les Gesicht. Aïnouz Protagonisten sind der Syrer Ibrahim und der Iraker Qutaiba, bei­de berei­ten sie sich mit Übersetzern, Ärzten, Sprachlehrern und Jobvermittlern auf ein neu­es Zuhause in Deutschland vor.

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    Credits:
    Deutschland / Frankreich / Brasilien 2018, 97 Min.

    Arabisch, Englisch, Deutsch, Russisch OmU
    Regie: Karim Aïnouz
    Kamera: Juan Sarmiento G.
    Schnitt: Felix von Boehm

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    Termine:

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    Trailer:

    Zentralflughafen THF (Offizieller Trailer)

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  • Zama

    Zama

    Ein Film von Lucrecia Martel.

    Der titel­ge­ben­de Protagonist des Films ist ein Offizier der spa­ni­schen Krone, der in einem Ort an der süd­ame­ri­ka­ni­schen Küste dar­auf war­tet, end­lich nach Buenos Aires ver­setzt zu wer­den. Doch der Gouverneur lässt sich viel Zeit, den Bittbrief an den spa­ni­schen König zu schi­cken, und auf eine rasche Antwort vom König darf Don Diego de Zama auch nicht hof­fen. Er steckt also fest und je län­ger er war­tet, des­to mehr ero­diert sein kolo­ni­al­herr­schaft­li­ches Leben; die pracht­vol­le Kleidung ver­schleißt zuse­hends und Zama ver­liert lang­sam an Macht und Einfluss.

    Ein Geduldsspiel mag das sein, ein bewuss­tes Gegenstück zu all den Filmen, die viel zu viel erzäh­len wol­len, hek­tisch von einem Handlungsmoment zum nächs­ten het­zen. Martel dage­gen erzählt von Zuständen, die sie vor allem mit einem aus­ge­feil­ten Sounddesign evo­ziert. Geräusche von Tieren oder dem Wind ver­mi­schen sich zuneh­mend mit einem omi­nö­sen Brummen und Rauschen, Dialogfetzen wie­der­ho­len sich, so als wür­de sich Zamas Bewusstseinszustand zuneh­mend aus der Realität ent­fer­nen. Und lang­sam, ganz lang­sam kommt schließ­lich auch doch noch äuße­re Bewegung in den Film, insze­niert Martel eine Reise ins Herz der Finsternis, die Zama zwar äußer­lich mit der Natur, mit den Ureinwohnern kon­fron­tiert, vor allem aber mit sei­ner Menschlichkeit. … Man muss sich also dar­auf ein­las­sen, nicht schon nach zehn Minuten ohne erkenn­ba­re Handlung unge­dul­dig wer­den, son­dern sich dem Sog einer ein­zig­ar­ti­gen Stimmung über­las­sen, die „Zama“ zu so einem beson­de­ren, bemer­kens­wer­ten Film macht.“ Michael Meyns | programmkino.de

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    Credits:

    Argentinien/ Brasilien/ Spanien/ Frankreich/ Niederlande/ Mexiko/ Portugal/ USA 2017, 114 Min.,
    span. OmU
    Regie: Lucrecia Martel
    Buch: Lucrecia Martel, nach dem Roman von Antonio di Benedetto
    Kamera: Rui Poças 
    Schnitt: M. Schverdfinger, K. Harley
    Darsteller: Daniel Giménez Cacho, Lola Dueñas, Matheus Nachtergaele, Juan Minujín, Rafael Spregelburd, Nahuel Cano, Mariana Nunes
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    Termine:

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    Zama from tri­gon-film on Vimeo.

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  • J  F B B 2018 – 24. Jüdisches Filmfestival Berlin und Brandenburg

    J F B B 2018 – 24. Jüdisches Filmfestival Berlin und Brandenburg

    Das 24. Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg fin­det vom 26.6. bis 5.7. 2018 statt.
    Bei uns gibt es am 27., 28., 29..6. und am 3.7. aus­ge­wähl­te Vorführungen.
    Mehr unter: www.jffb.de

    Termine:

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  • Global Family

    Global Family

    Ein Film von Andreas Köhler und Melanie Andernach.

    Cabtan Shaash könn­te heu­te Sportminister in Somalia sein, viel­leicht sogar Ministerpräsident. Einst war er einer der bes­ten Fußballspieler des Landes, eine Berühmtheit („Wir wären so etwas wie die Töchter von Franz Beckenbauer.“), doch der Bürgerkrieg mach­te alles zunich­te und ver­streu­te die Familie über die gan­ze Welt. Shaash lebt mit sei­ner Tochter Yasmin und deren Kindern in Deutschland, einer sei­ner Brüder in Italien, ande­re Familienmitglieder in Kanada. Imra, Shaashs 88 Jahre alte Mutter, hat es nach Äthiopien ver­schla­gen, wo sie von ihrer Nichte gepflegt wird. Als Imra plötz­lich gezwun­gen ist, ihr Exil zu ver­las­sen, muss die Familie schnell eine Lösung finden.
    Shaash und Yasmin fah­ren nach Äthiopien und sehen zum ers­ten Mal seit 30 Jahren ihre Mutter und Großmutter wie­der. Die Emotionen schie­ßen über, unter­schied­li­che Erfahrungen pral­len auf­ein­an­der. Der Besuch aus Deutschland ist geschockt über die slum­ar­ti­gen Lebensumstände und wird mit hohen Erwartungen kon­fron­tiert. Und über allem schwebt die Frage: Was pas­siert mit Imra?

    (…) eine geer­de­te Variante zur breit ange­leg­ten Doku Human Flow von Ai Weiwei.“
    Christian Horn, programmkino.de

    Gewinner „Bester Dokumentarfilm” auf dem Max-Ophüls Festival 2018

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    Credits:
    Deutschland 2018,  91 Min., Dt., Som., Ital. mit dt. UT 
    Regie: Andreas Köhler, Melanie Andernach
    Kamera: Andreas Köhler
    Schnitt: Nicole Kortlüke, Carina Mergens

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    Termine:

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  • Nordlichter 2018

    Nordlichter 2018

    Die 4. Ausgabe des skan­di­na­vi­schen Filmfestivals bringt wie­der neue Filme aus Island, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen.
    Alle Filme im ori­gi­nal mit deut­schen Untertiteln.

    Yarden / The Yard Der Journalist und allein­er­zie­hen­de Vater Anders ver­liert sei­ne Arbeit, nach­dem er eine Rezension sei­nes eige­nen Buches ver­öf­fent­licht hat. Um Arbeitslosigkeit zu ver­mei­den, nimmt er eine Stelle bei Yarden, der Verladestation für PKWs im Hafen von Malmö, an. Beim dem Job wird sei­ne Identität auf eine fünf­stel­li­ge Nummer redu­ziert. Und die Beziehung zu sei­nem puber­tä­ren Sohn wird durch den neu­en Job auch nicht einfacher.
    Schweden/D 2016, 80 min, schwed. OmU, Regie: Måns Månsson

    Yarden (Måns Månsson, 2016) – Officiell trailer

    Fantasten Claus führt ein Doppelleben. Am Tag ver­kauft er erfolg­reich Autos in der Kopenhagener Innenstadt, gibt sich als smar­ter Geschäftsmann, in der Nacht wird er zum lei­den­schaft­li­chen Spieler am Poker- oder Roulette-Tisch. Als Claus in erheb­li­che Spielschulden gerät, hat sein 19-jäh­ri­ger Sohn Silas plötz­lich eine Gruppe kri­mi­nel­ler gewalt­tä­ti­ger Männer am Hals. Claus muß sein eige­nes Leben aufs Spiel zu set­zen, um sei­nen Sohn zu retten.
    Dänemark 2017, 97 min., dän. OmU Regie: Christian Dyekjær

    Fantasten – Hovedtrailer

    Viraali / Virality Das gro­ße Spiel mit dem Bitcoin-Hype bringt vier Charaktere im moder­nen Helsinki auf unter­schied­lichs­te Weise zusam­men. Ein Polizist mit gro­ßem Interesse an einer auf­stre­ben­den Cellistin, ein intel­li­gen­ter Hacker, ein jun­ger erfolgs­süch­ti­ger Rapper und ein geschie­de­ner Bankkaufmann wer­den dabei Teil einer span­nungs­ge­la­de­nen Kriminalgeschichte.
    Finnland 2017, 110 Min., finn. OmU, Regie: Thomas Laine

    Viraali / Virality (2017) – Official Teaser Trailer 4K

    Hoggeren / The Tree Feller Den 39-jäh­ri­gen Anders zieht es weg vom gewöhn­li­chen Großstadtleben – zurück auf Land, zurück zur Farm sei­ner ver­stor­be­nen Eltern. Sein ein­zi­ger Wunsch ist es, allein im Wald zu sein und sich beim ziel­lo­sen Baumfällen in der kör­per­li­chen Arbeit zu ver­lie­ren. Die Ruhe wird jedoch wie­der und wie­der durch sei­ne auf­dring­li­chen Verwandten gestört, mit ste­tig wich­ti­gen Hinweisen, was er und wie er Dinge zu tun hat.
    Norwegen 2017, 82 min, norw. OmU, Regie: Jorunn Myklebust Syversen#

    Hoggeren | Trailer | Mer Film

    Blóðberg / Homecoming Gunnar, erfolg­rei­cher, den­noch frus­trier­ter Autor von Selbsthilfe-Büchern, hat eine ver­heim­lich­te Tochter aus einer frü­he­ren Affäre, die nun mit sei­nem Sohn David liiert ist. Während Gunnar ver­sucht, die jun­ge Beziehung zu sabo­tie­ren, wächst ein Lügenberg.
    Island 2015, 100 min, isl. OmU, Regie: Björn Hlynur Haraldsson

    Keep Frozen Der Job als Hafenarbeiter an den Kais von Reykjavik ist nur etwas für ech­te Kerle. In 16-Stunden-Schichten ent­la­den sie den tief­ge­kühl­ten Fang der rie­si­gen Hochseetrawler. Bei 30 Grad minus, tief im Bauch des Schiffes wuch­ten sie sto­isch 25 Kilo schwe­re Kartons umher, damit der Kran sie her­aus­hie­ven kann.
    Island 2016, 68 Min., islän­di­sche OmU, Regie: Hulda Ros Gudnadottir
    Am Montag, 11.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Hulda Ros Gudnadottir.

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  • Kinders

    Kinders

    Ein Film von Arash und Arman T. Riahi.

    Ein diver­ses Porträt von Kindheit, erzählt als klas­si­sche Held*innenreise.
    Die fas­zi­nie­ren­de wie berüh­ren­de spiel­film­na­he Doku erzählt, wie Kindern und Jugendlichen aus pre­kä­ren Verhältnissen mit Musik gehol­fen wird, ihr Leben in den Griff zu krie­gen. Die Brüder Arash und Arman T. Riahi haben eini­ge von ihnen ein Jahr lang beim Musizieren beglei­tet. Als erfah­re­ne Regisseure hal­ten sich dabei stets im Hintergrund und las­sen lie­ber den klei­nen Stars den Vortritt – bei Proben, in Familienszenen oder wenn sie vor der Kamera unbe­fan­gen und selbst­re­flek­tie­rend von ihren Ängsten und Träumen erzählen.

    Ö 2017, 95 Min., Buch und Regie: Arash und Arman T. Riahi, Kamera Mario Minichmayr, Riahi Brothers, Schnitt: David Arno Schwaiger

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