Fridas Sommer

Ein Film von Car­la Simón. Ab 26.7. im fsk.

Wo gehst du hin?“ · „Ich gehe zurück nach Hau­se.“ · „War­um?“ · „Weil mich hier nie­mand liebt.“ · „Ich habe dich lieb.“

Schwei­gend sieht die sechs­jäh­ri­ge Fri­da zu, wie die letz­ten Gegen­stän­de aus der Woh­nung ihrer ver­stor­be­nen Mut­ter ver­packt wer­den. Zum Abschied lau­fen Freun­de win­kend hin­ter dem Auto her. Obgleich sie von der Fami­lie ihres Onkels lie­be­voll auf­ge­nom­men wird, gewöhnt sich Fri­da fern­ab ihrer Hei­mat­stadt Bar­ce­lo­na nur zöger­lich an ihr neu­es Zuhau­se auf dem Land. Momen­te kind­li­cher Aus­ge­las­sen­heit wan­deln sich zu nach­denk­li­cher Distan­ziert­heit. Abends betet Fri­da für ihre Mut­ter, die sie schmerz­lich ver­misst, tags­über ver­sucht sie ihren Platz in die­sem neu­en Leben zu fin­den. Trotz der som­mer­li­chen Far­ben berüh­ren die erns­ten Unter­tö­ne die­ses Com­ing of Age Dra­mas, das in behut­sa­men Bil­dern die Fol­gen einer unbe­re­chen­ba­ren Krank­heit ver­han­delt.

 
OT: Estiu 1993,
Spa­ni­en 2016, 96 Min., kata­la­ni­sche OmU
Buch & Regie: Car­la Simón
Kame­ra: San­tia­go Racaj
Schnitt: Didac Palou, Ana Pfaff
mit: Laia Arti­gas, Pau­la Robles, Bru­no Cusí, David Ver­da­guer, Fer­mi Reix­acha