Das fehlende Grau

Das fehlende Grau

Der Film erzählt die Geschich­te einer inner­li­ch zer­ris­se­nen, jun­gen Frau und der Män­ner, die ihr ver­fal­len. Sie pen­delt zwi­schen Extre­men, ver­setzt ihre Umge­bung in einem Moment in Anzie­hung, um sie im nächs­ten abzu­sto­ßen. Auf Streif­zü­gen durch die nächt­li­che Stadt trifft sie ver­schie­den­s­te Män­ner, geht mit ihnen nach Hau­se oder ins Hotel. Sie pro­vo­ziert und gibt sich doch im ent­schei­den­den Moment unnah­bar. Sie sucht die Bruch­stel­len in den ange­schla­ge­nen Per­sön­lich­kei­ten ihrer Gegen­über, ver­wen­det deren Wün­sche und Sehn­süch­te gegen sie. Ein per­fi­des Spiel um Kon­trol­le und deren Ver­lust beginnt. Sie treibt ihre Gegen­über in die Enge und bringt sich selbst zuneh­mend in Gefahr.

Das fehlende Grau

Das feh­len­de Grau

Die Ver­brei­tung der Borderline-Störung liegt bei 2–4 Pro­zent, drei­vier­tel davon sind Frau­en, häu­fig mit einem Miss­brauchs­hin­ter­grund. Wir woll­ten kei­nen wei­te­ren Borderline-Film mit typi­schen Sym­pto­m­en erzäh­len. Es geht um das unmit­tel­ba­re Erle­ben. Men­schen tref­fen sich nicht mit einer Dia­gno­se um den Hals. Begeg­nun­gen sind direk­ter, fin­den nicht im the­ra­peu­ti­schen Rah­men statt. Auch die Män­ner im Film tref­fen eine sol­che Frau. Fas­zi­niert von der Ener­gie, mer­ken sie jedoch erst spät, wor­auf sie sich ein­ge­las­sen haben. Uns inter­es­siert dabei vor allem das wech­seln­de Opfer-Täter Ver­hält­nis.“
Nadi­ne Hein­ze und Marc Diet­schreit

D 2014, 80 Min.
Buch & Regie: Nadi­ne Hein­ze & Marc Diet­schreit
Kame­ra: Con­rad Lob­st
Schnitt: And­rea Schu­ma­cher
mit: Sina Ebell, Rupert J. Seidl Albert Bork Alex­an­der Stein­dorf Car­lota Luciani-Frieros

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