A skin so soft

Ein Film von Denis Côté.

Was sind es für Menschen, die ihre Zeit damit ver­brin­gen, sämt­li­che Muskeln ihres Körpers durch Krafttraining anwach­sen zu las­sen und zu stär­ken, um sich gut ein­ge­ölt an wenig gla­mou­rö­sen Wettbewerben zu betei­li­gen? Denis Cote beob­ach­tet sechs Anhänger der akti­ven Körpergestaltung im all­täg­li­chen Leben und nähert sich die­sem merk­wür­di­gen Universum mit sym­pa­thi­scher Selbstverständlichkeit. Familienvater Ronald Yang bedau­ert, viel zu wenig Zeit für sei­ne Kinder zu haben, Maxim Lemire zieht als Show einen gan­zen Truck mit rei­ner Muskelkraft durch die Gegend. Während Alexis Légarés Freundin sei­ne Übungen und sein Auftreten bewer­tet und beglei­tet, kann er sie nur schwer zum dis­zi­pli­nier­ten Training ani­mie­ren. Benoit Lapierre nimmt nicht mehr an Wettbewerben teil, son­dern arbei­tet als Motivationcoach und Kinesiologe. Wenig red­se­lig sind die meis­ten Protagonisten (du hast seit 2 Tagen nicht ein Wort mit mir gespro­chen, beschwert sich Maxims Partnerin ein­mal), aber Humor und Freundlichkeit sind ihnen nicht fremd. Und am Ende gönnt Cote sei­nen Männern noch eine gemein­sa­me Auszeit am See.

… Wie ein Porträtmaler kon­zen­triert er [Coté] sich zwar auf die Oberfläche, weiß aber, dass mit den rich­ti­gen Bildern und gut dar­ge­stellt, die­se Haut wesent­lich mehr offen­bart. Als Kinotheoretiker nutzt er das Medium visu­ell und nicht didak­tisch, und ähn­lich sei­nen frü­he­ren Dokus („Carcases”, „Bestiaire”), ist „Skin“ ein offe­ner, akzep­tie­ren­der Film, in dem Neugierde eine Rolle spielt und nicht Polemik.” Jay Weissberg | Variety

 

Credits:
Kanada, Schweiz, Frankreich  2017, 94 Min., franz. OmU
Regie: Denis Côté 
Kamera: François Messier-Rheault 
Schnitt: Nicolas Roy 
mit: Alexis Légaré , Benoit Lapierre , Cédric Doyon , Jean-François Bouchard , Ronald Yang , Maxim Lemire

 

Termine:

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