Familie Brasch

Ein Film von Anne­kat­rin Hen­del. Ab 16.8. im fsk.

In den Jah­ren nach 1945 sind die Braschs eine per­fek­te Funk­tio­närs­fa­mi­lie, die in der sowje­tisch besetz­ten Zone den deut­schen Traum vom Sozia­lis­mus lebt: Horst Brasch, ein lei­den­schaft­li­cher Anti­fa­schist und jüdi­scher Katho­lik, baut die DDR mit auf, obwohl sei­ne Frau Ger­da dar­in nie hei­misch wird. Sohn Tho­mas wird zum Lite­ra­tur­star, er träumt wie sein Vater von einer gerech­te­ren Welt, steht aber wie sei­ne jün­ge­ren Brü­der Peter und Klaus dem real exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus kri­tisch gegen­über. 1968 bricht in der DDR wie über­all der Gene­ra­tio­nen­kon­flikt auf. Vater Brasch lie­fert den rebel­lie­ren­den Sohn Tho­mas an die Behör­den aus – und lei­tet damit auch das Ende der eige­nen Kar­rie­re ein. Nach 1989 sind sozia­lis­ti­sche Träu­me, egal wel­cher Art, nichts mehr wert.

Regis­seu­rin Anne­kat­rin Hen­del („Vater­lands­ver­rä­ter“, „Ander­son“) por­trä­tiert in ihrem neu­en Film drei Gene­ra­tio­nen Brasch, die die Span­nun­gen der Geschich­te inner­halb der eige­nen Fami­lie aus­tra­gen – zwi­schen Ost und West, Kunst und Poli­tik, Kom­mu­nis­mus und Reli­gi­on, Lie­be und Ver­rat, Uto­pie und Selbst­zer­stö­rung. Sie trifft die ein­zi­ge Über­le­ben­de des Clans, Mari­on Brasch, sowie zahl­rei­che Ver­trau­te, Gelieb­te und Freun­de, unter ihnen die Schau­spie­le­rin Katha­ri­na Thal­bach, der Dich­ter Chris­toph Hein, die Lie­der­ma­che­rin Bet­ti­na Weg­ner und der Künst­ler Flo­ri­an Have­mann.

 
Credits:
D 2018, 103 Min.,
Buch und Regie: Anne­kat­rin Hen­del
Kame­ra: Tho­mas Ple­nert, Mar­tin Far­kas
Buch und Mon­ta­ge: Jörg Hau­schild
 
Ter­mi­ne:

  • noch kei­ne oder kei­ne mehr