Undine

Ein Film von Chris­ti­an Pet­zold. Ab 2.7. im fsk.

[Credits] [Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Die His­to­ri­ke­rin Undi­ne (Pau­la Beer) arbei­tet als Stadt­füh­re­rin in Ber­lin. Als ihr Freund sie ver­lässt, holt sie der Fluch des alten Mythos ein. Wenn ihre Lie­be ver­ra­ten wird, so heißt es in den alten Mär­chen, muss sie den treu­lo­sen Mann töten und ins Was­ser zurück­keh­ren, aus dem sie einst gekom­men ist. UNDINE ist Chris­ti­an Pet­zolds fas­zi­nie­ren­de Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des Mythos der geheim­nis­vol­len Was­ser­frau Undi­ne, die nur durch die Lie­be eines Men­schen ein irdi­sches Leben füh­ren und eine See­le erlan­gen kann. Undi­ne wehrt sich gegen den Fluch der zer­stör­ten Lie­be. Sie begeg­net dem Indus­trietau­cher Chris­toph (Franz Rogow­ski) und ver­liebt sich in ihn. Es ist eine neue, glück­li­che, ganz ande­re Lie­be, vol­ler Neu­gier und Ver­trau­en. Atem­los ver­folgt Chris­toph ihre Vor­trä­ge über die auf den Sümp­fen gebau­te Stadt Ber­lin, mühe­los beglei­tet Undi­ne ihn bei sei­nen Tauch­gän­gen in der ver­sun­ke­nen Welt eines Stau­sees. Doch Chris­toph spürt, dass sie vor etwas davon­läuft…

Die­ser Mythos hat Pet­zold gereizt. Aller­dings strebt er weni­ger eine roman­ti­sche Auf­hei­zung wie bei Lud­wig Tieck oder Fried­rich de la Mot­te Fou­qué an, son­dern einen Per­spek­tiv­wech­sel, wie ihn schon Inge­borg Bach­mann in ihrer Erzäh­lung Undi­ne geht voll­zog. Sei­ne Undi­ne will den Fluch bre­chen, ihr Schick­sal selbst bestim­men, nicht mehr mor­den müs­sen, son­dern gehen kön­nen und neu lie­ben. Sie will nicht mehr län­ger Phan­tas­ma, also Objekt sein, son­dern end­lich Sub­jekt wer­den.“
Wen­ke Hus­mann | Zeit online

Pau­la Beer bekam soeben für ihre Rol­le in die­sem Film als bes­te Dar­stel­le­rin einen sil­ber­nen Bären auf der Ber­li­na­le 2020.

 

 
Credits:

DE/FR 2019, 89 Min., dt. OmeU
Regie: Chris­ti­an Pet­zold
Kame­ra: Hans Fromm
Schnitt: Bet­ti­na Böh­ler
mit Pau­la Beer, Franz Rogow­ski, Maryam Zaree

Ter­mi­ne:

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Trai­ler: