Sag‘ du es mir

Ein Film von Micha­el Fet­ter Nathan­sky. Ab 15.10. täg­lich fsk. Am 16.10. mit anschlie­ßen­dem Film­ge­spräch.

[Credits] [Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Mich über­rascht nichts. Wenn was Schlech­tes pas­siert, dann hab‘ ich in der Regel damit gerech­net, und wenn was Gutes pas­siert, dann pas­sierts nicht.“ Sil­kes Sicht auf die Welt ist„ nach­dem ihr Freund sie ent­täusch­te und ein Frem­der sie in die Havel warf„ recht illu­si­ons­los.
Sil­ke, das Opfer, ihre gro­ße Schwes­ter Moni, und René, der Täter – das sind die Protagonist*innen in Micha­el Fet­ter Nathan­skys Debut­film. Die mit lako­ni­schem Witz und sen­si­bler Figu­ren­zeich­nung erfri­schend ande­re Erzäh­lung einer Tat und ihrer selt­sa­men Fol­gen ist ange­legt wie ein raf­fi­nier­tes Vexier­spiel, bei dem die unter­schied­li­che Sicht der Betei­lig­ten immer neue, über­ra­schen­de Ein­sich­ten gewährt.
Nach­dem Sil­ke ohne erkenn­ba­ren Anlass vom ihr unbe­kann­ten René übers Brü­cken­ge­län­der ins Was­ser gesto­ßen wird, taucht Moni, mit der sie lan­ge kei­nen Kon­takt hat­te, unge­fragt in ihrer Pots­da­mer Woh­nung auf. Sie will Sil­ke unbe­dingt zur Sei­te ste­hen, aber die will kei­ne Hil­fe. Was pas­siert ist, ist vor­bei, auch die poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen wer­den rasch ein­ge­stellt. Moni aber gibt nicht auf. Sie will der Sache auf den Grund gehen, den Übel­tä­ter fin­den und zur Rede stel­len. Den hat sei­ne schein­bar grund­lo­se und irra­tio­na­le Tat völ­lig ver­wirrt, ver­lief sein Leben bis­her doch eigent­lich in ordent­li­chen Bah­nen.

»Micha­el Fet­ter Nathan­skys for­mal erfin­dungs­rei­che Umset­zung sei­nes prä­zi­se struk­tu­rier­ten Dreh­buchs, Lean­der Otts atmo­sphä­ri­sche Kame­ra und die gro­ße schau­spie­le­ri­sche Leis­tung von Marc Ben Puch und ganz beson­ders von Gisa Fla­ke und Chris­ti­na Gro­ße als star­kes Schwes­tern­paar ver­bin­den sich zu einer Refle­xi­on über die trü­ge­ri­sche Ein­deu­tig­keit von Rea­li­tät und die mani­fes­te Magie des Kinos.« aus der Jury­be­grün­dung (Gewin­ner des Film­kunst­prei­ses) beim 15. Fes­ti­val des Deut­schen Films Lud­wigs­ha­fen (2019).

 
Credits:

DE 2019, 104 Min., dt. OmeU
Regie & Buch: Micha­el Fet­ter Nathan­sky
Kame­ra: Lean­der Ott
Schnitt: Cami­la Mer­ca­dal
mit: Chris­ti­na Gro­ße, Marc Ben Puch, Gisa Fla­ke K Lean­der Ott

Ter­mi­ne:

  • noch kei­ne

 
Trai­ler: